CH659835A5 - Flachstrickmaschine mit nadelauswahleinrichtung. - Google Patents

Flachstrickmaschine mit nadelauswahleinrichtung. Download PDF

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CH659835A5
CH659835A5 CH4924/83A CH492483A CH659835A5 CH 659835 A5 CH659835 A5 CH 659835A5 CH 4924/83 A CH4924/83 A CH 4924/83A CH 492483 A CH492483 A CH 492483A CH 659835 A5 CH659835 A5 CH 659835A5
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needle
foot
press
lock parts
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Application number
CH4924/83A
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Karl Essig
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Stoll & Co H
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Description

Die Erfindung betrifft eine Flachstrickmaschine mit Nadelauswahleinrichtung, mit mindestens einem mit längs-20 verschiebbaren Nadeln besetzten Nadelbett und mindestens einer, Schlossteile aufweisenden Strickvorrichtung, wobei Nadelbett und Strickvorrichtung zueinander relativ beweglich sind, jeder Nadel eine durch Pressschlossteile beeinflussbare und in Längsrichtung der Nadel zwischen verschiedenen 25 Positionen verstellbare Wählplatine zugeordnet ist und jede Nadel einen aus dem Einflussbereich von die Nadel längsverschiebenden Schlossteilen herausbeweglichen Fuss aufweist.
Flachstrickmaschinen der vorstehend genannten Art sind beispielsweise aus der DE-OS 23 15 134 bekannt. Bei diesen 30 Flachstrickmaschinen sind die beweglichen Füsse an federnden Abschnitten des Nadelschaftes ausgebildet, und zur Nadelsteuerung sind neben den Wählplatinen noch Nadel-stösser, Zwischenschieber oder dergleichen erforderlich, die im allgemeinen zu ihrer Lagerung besondere Einsätze im 35 Nadelbett erforderlich machen. Die Strickvorrichtungen sind mit Abzugsschlossteilen versehen, die zwar auf unterschiedliche Abzugslängen voreinstellbar sind, jedoch nicht die Bildung unterschiedlich langer Maschen oder Henkel in einer Maschenreihe erlauben. Sofern unterschiedlich lange 40 Maschen in einer Maschenreihe gewünscht werden, müssen Hilfskulierfinger oder andere Hilfswerkzeuge eingesetzt werden, die auf bestimmte Gestrickstellen voreingestellt werden müssen.
Durch den Einsatz von Hilfswerkzeugen, Zwischenglie-45 dem bei der Nadelsteuerung und gesonderten Lagerstellen für Nadelstösser und Wählplatinen werden nicht nur die Herstellungskosten der Flachstrickmaschine erhöht, sondern sind zusätzliche Quellen für Betriebsstörungen geschaffen. Der Einsatz von Nadeln mit federnden Schaftabschnitten oder 50 Federorganen zur Rückstellung von Nadelstössern oder Auswahlplatinen begrenzt im allgemeinen die Betriebsgeschwindigkeit der Flachstrickmaschine oder zwingt zu einer relativ langen Bauweise der Stricksysteme in der Bewegungsrichtung der Flachstrickmaschine, weil eine federspezifische Rückstell-55 zeit und damit Rückstellstrecke in den Strickstellenbereichen eingehalten werden muss, wenn die Maschine betriebssicher arbeiten soll.
Bei dem allgemeinen Bestreben, die Musterungsmöglichkeiten bei Flachstrickmaschinen auszuweiten und abfallfrei 60 weiterzuverarbeitende Gestrickstücke zu schaffen, ist es wünschenswert, dass zur Erleichterung von grösseren Versatzsprüngen ein Gestrick in bestimmten Bereichen, so im Bereich von Zopfmustern oder im Randbereich von formgestrickter Ware loser gestrickt wird als in den übrigen Berei-65 chen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flachstrickmaschine mit Nadelauswahleinrichtung so zu gestalten, dass bei hoher Betriebssicherheit die Gstaltungsmöglichkei-ten der Gestricke ohne Umbau oder Auswechseln von Strick
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systemteilen gegenüber bisher bekannten Maschinen vergrös-sert werden.
Die gestellte Aufgabe wird mi einer Flachstrickmaschine der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass in Bewegungsrichtung der Maschine beiderseits jeder Nadelauswahlstelle der Nadelauswahleinrichtung je ein Schlossteil zur Längs Verschiebung ausgewählter Wählplatinen angeordnet ist und die beiden Schlossteile eine Längsverschiebung in unterschiedliche Positionen bewirken, dass jede Strickvorrichtung für beide Bewegungsrichtungen jeweils ein Paar von verstellbaren Abzugsschlossteilen mit unterschiedlicher Abzugslänge aufwesit, von denen das eine auf einen starren und das andere auf einen mittels der Wählplatinen beweglichen Fuss der Nadeln einwirkt, und dass für jede Position der Wählplatinen gesondert steuerbare Pressschlossteile vorgesehen sind.
Hierbei kann der bewegliche Fuss der Nadel vorteilhafterweise an einem Nadelschenkel ausgebildet sein, der mit dem den starren Fuss aufweisenden, geradlinig geführten Nadelschaft gelenkig verbunden ist und dessen freies Ende in eine Gabelöffnung der zugeordneten Wählplatine eintaucht, die als Wippe ausgebildet ist. Dadurch sind bei der erfindungsgemäss ausgebildeten Strickmaschine Federglieder zur Rückstellung des bewegten Nadelfusses oder der Wählplatinen vermieden, und der den beweglichen Nadelfuss tragende Nadelschenkel wird unmittelbar von der als Wippe ausgebildeten Wählplatine gesteuert, die ihrerseits in jede ihrer Stellungen durch schaltbare Schlossteile, nicht durch Federglieder gebracht wird. Dadurch lassen sich Schaltstellen und Schaltstrecken genau festlegen, was letztlich zu einer Verkürzung der Baulänge der Stricksysteme führt.
Ein Hilfsnadelbett, wie bei herkömmlichen Flachstrickmaschinen mit Nadelauswahleinrichtung, kann entfallen, weil die Nadeln direkt von den Auswahlplatinen ohne Zwischenglieder gesteuert werden und die Wählplatinen in den gleichen Schlitzen des Nadelbettes wie die Nadeln unterbringbar sind. Durch die ausschliessliche Zwangsbewegung der Wählplatinen durch die Schlossteile kann eine eventuelle Verschmutzung des Nadelbettes nicht zum Steckenbleiben von Nadelteilen oder der Wählplatinen führen, wie dies bei durch Federn bewegten Maschinenteilen der Fall sein kann.
Durch die Anordnung von Längsverschiebe-Schlossteilen in Bewegungsrichtung der Maschine zu beiden Seiten jeder Nadelauswahlstelle und die unterschiedliche Ausbildung dieser Schlossteile in bezug auf die durch sie bewirkte Verstellstrecke lässt sich in Verbindung mit den paarweise angeordneten Abzugsschlossteilen eine unterschiedliche Abzugslänge erreichen, so dass in einer Maschenreihe an frei auswählbaren Stellen längere Maschen oder längere Henkel als an benachbarten Stellen gebildet werden, ohne dass hierbei Kulierfinger am Abschlagkamm oder andere Hilfswerkzeuge eingesetzt werden müssten. Die Nadeln der erfindungsgemäss ausgebildeten Strickmaschine sind mit ihrem den Nadelkopf tragenden Bereich immer geradlinig geführt und gewährleisten somit eine sichere Fadenaufnahme und Maschen- und Henkelbildung als Voraussetzung für ein sauberes Gestrickbild.
Ein grosser Vorteil einer erfindungsgemäss ausgebildeten Flachstrickmaschine besteht darin, dass sie einen variablen Schlittenhub erlaubt. Nur ausgewählte Wählplatinen können längsverschoben werden, die nicht ausgewählten Wählplatinen bleiben in ihrer Ausgangsstellung.
Ein weiterer wichtiger Vorteil der Erfindung besteht darin, dass sie sich auch auf Flachstrickmaschinen anwenden lässt, bei welcher die Strickstellen feststehen und die Nadelbetten mit den Nadeln und Wählplatinen an den feststehenden Strickstellen vorbeibewegt werden.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der erfindungswesentlichen Teile einer erfindungsgemäss ausgebildeten Flachstrickmaschine anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert. Im einzelnen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf die Schlossteile einer Strickvorrichtung der Flachstrickmaschine;
Fig. 2 einen Querschnitt durch ein Nadelbett der Maschine entlang eines Nadelschlitzes;
Fig. 3 und 4 Draufsichten auf die eine Hälfte einer Strickvorrichtung mit den bei einer Bewegungsumkehr der Maschine bei einer Nadelauswahl wirksamen Schlossteilen;
Fig. 5 bis 12 der Fig. 2 entsprechende Längsschnitte durch das Nadelbett mit Wählplatinen und Nadeln in unterschiedlicher Stellung;
Fig. 13 eine Teildraufsicht auf eine Strickvorrichtung mit den zur Erzielung unterschiedlich langer Maschen in einer Gestrickreihe eingesetzten Schlossteilen;
Fig. 14 eine schematische Darstellung der mit einer Schlosseinstellung gemäss Fig. 13 erzielten Gestrickreihe;
Fig. 15 eine Teildraufsicht auf eine Strickstelle mit den Schlossteilen zur Erzielung langer Maschen und kurzer Fanghenkel in einer Gestrickreihe;
Fig. 16 eine schematische Darstellung der mit der Schlosseinteilung nach Fig. 15 erzielbaren Gestrickreihe;
Fig. 17 eine Teildraufsicht auf das Strickschloss mit den aktivierten Schlossteilen zur Erzielung einer Gestrickreihe mit unterschiedlich langen Fanghenkeln;
Fig. 18 eine schematische Darstellung der mit der Schlosseinstellung nach Fig. 17 erzielbaren Gestrickreihe;
Fig. 19 eine Teildraufsicht auf die Strickvorrichtung bei einer anderen Einstellung seiner Pressschlossteile;
Fig. 20 eine schematische Darstellung der bei der Schlosseinstellung nach Fig. 19 erzielbaren Gestrickreihe;
Fig. 21 einen schematischen Querschnitt durch eine V-Bett-Flachstrickmaschine mit feststehenden Strickvorrichtungen und bewegten Nadelbetten.
Die Draufsicht der Fig. 1 zeigt die Schlossteile einer in beiden Bewegungsrichtungen der Flachstrickmaschine wirksamen Strickvorrichtung, die in bekannter Weise einen symmetrischen Aufbau hat. An unverstellbaren Schlossteilen weist es zwei Umhängeschlossteile 10 mit zugeordneten Führungsschlossteilen 11 und 12 sowie ein Führungsschlossteil 13 auf. Zu beiden Seiten des Fadenführungsschlossteiles 13 sind verstellbare Abzugsschlossteile 14 und 15 mit den wirksamen Abzugskanten 14.1 und 15.1 angeordnet. Jedem der beiden Abzugsschlossteile 14 und 15 ist ein weiteres verstellbares Abzugsschlossteil 16 bzw. 17 mit den wirksamen Abzugskanten 16.1 und 17.1 zugeordnet, wobei die wirksame Abzugskante 16.1 länger als die wirksame Abzugskante 14.1 und die wirksame Abzugskante 17.1 länger als die wirksame Abzugskante 15.1 ist. Die Füsse der nachträglich noch näher beschriebenen Nadeln 42 der Strickmaschine werden ausserdem durch ein zentrales Austriebsschlossteil 18 sowie durch Zubringerschlossteile 19 und 20 für die Umhängeschlossteile 10 beeinflusst. Auch die Schlossteile 18-20 sind starr, also nicht schaltbar angeordnet.
In der in Fig. 1 unteren Hälfte der Draufsicht sind ebenfalls nachträglich noch näher beschriebene, Wählplatinen beeinflussende Schlossteile und zwei Auswahlstellen 21 angeordnet. Die Auswahlstellen 21 sind mit im einzelnen aus Fig. 2 ersichtlichen, elektromagnetisch schwenkbaren Pressschlossteilen 22 besetzt, nämlich mit acht in einer Reihe angeordneten Pressschlossteilen 22. Zu beiden Seiten der beiden Auswahlstellen 21 sind Längsverschiebeschlossteile angeordnet, und zwar ein Längsverschiebeschlossteil 23 mit einer längeren wirksamen Schlosskante 23.1 und ein Längsverschiebeschlossteil 24 mit einer kürzeren wirksamen Schlosskante 24.1. Die Schlossteile 23 und 24 sind nicht in der gleichen Ebene wie die übrigen Schlossteile, sondern auf der Unter5
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seite des Nadelbettes 25 angeordnet, wie Fig. 2 zeigt. Sie sind über in Fig. 1 schematisch angedeutete Haltebügel 26 mit der Schlossplatte des Stricksystems verbunden.
In seinem mittleren Bereich weist die Strickvorrichtung Pressschlossteile auf, die überwiegend senkrecht zur Zeichnungsebene in nicht dargestellter Weise elektromagnetisch verstellbar angeordnet sind. Es handelt sich um schaltbare Anbieteschlossteile 27 und zugehörige, starre Abstreifschlossteile 28, starre Anbieteschlossteile 29 sowie starre, auf die Auswahlstellen 21 ausgerichtete Unterdrückerschlossteile 30. Zu beiden Seiten der starren Unterdrückerschlossteile 30 sind schaltbare, auf die Zubringerschlossteile 19 und 20 ausgerichtete Pressschlossteile 31 und 32 angeordnet, denen jeweils ein weiteres Pressschlossteil 31' bzw. 32' zugeordnet ist. Im zentralen Strickschlossbereich des Stricksystems sind weitere Pressschlossteile 33,34,35,36, 37,38,39 angeordnet, die jeweils ein entsprechendes Gegegenstück 33'-39' besitzen. Die paarweise angeordneten schaltbaren Pressschlosseile 31, 31', 32,32'-39,39' sind alle so gesteuert, dass beispielsweise bei eingeschaltetem Pressschlossteil 31 das Gegenstück, nämlich das Pressschlossteil 31' ausgeschaltet ist und umgekehrt.
Aus dem Schnittbild der Fig. 2 sind die Strick- und Steuerwerkzeuge der Flachstrickmaschine ersichtlich. In jedem Schlitz 40 des Nadelbettes 25 befindet sich eine Stricknadel 42 mit einem unter einem Nadelbettkeil 41 fest und unver-schwenkbar geführten Nadelschaft 43, an welchem ein erster und starrer Nadelfuss 44 ausgebildet ist. Mit diesem Nadelschaft 43 ist ein verschwenbkarer Nadelschenkel 45 mit seinem einen Ende 46 gelenkig verbunden. Er trägt einen zweiten und wegen der verschwenkbaren Anordnung des Nadelschenkels 45 beweglichen Nadelfuss 47. Das andere und freie Ende 48 des Nadelschenkels 45 ragt in eine Gabelöffnung 49 einer im gleichen Nadelbettschlitz 40 untergebrachten Wählplatine 50.
Die Wählplatine 50 ist als Wippe ausgebildet und weist auf ihrer Unterseite eine Kippnase 51 auf. Durch eine Längsverschiebung der Wählplatine 50 lässt sich diese Kippnase in drei verschiedene Stellungen 0,1, II verstellen, die in Fig. 2 und in den Fig. 5-12 jeweils durch strichpunktierte Linien angedeutet sind. An ihrem hinteren Ende weist die Wählplatine 50 auf ihrer Unterseite einen Längsverschiebefuss 52 auf, in dessen Bereich das Nadelbett 25 mit einer Aussparung 25.1 versehen ist. Auf ihrer Oberseite weist die Wählplatine 50 zwei Arbeitsfüsse 53 und 54 auf, die sich auf verschiedenen Seiten der unteren Kippnase 51 und mit einem gewissen Abstand von dieser Kippstelle befinden. Ebenfalls auf der Oberseite weist jede Wählplatine in ihrer hinteren Hälfte einen durch die verschwenkbaren Druckschlossteile 22 beeinflussbaren Wählfuss 55 auf, wobei die Wählfüsse 55 benachbarter Wählplatinen 50 in bekannter Weise gestaffelt zueinander angeordnet sein können; im vorliegenden Falle auf acht Stufen verteilt sind, wobei jeder Stufe eines der Pressschlossteile 22 der Auswahlstelle 21 zugeordnet ist.
Der gegenseitige Abstand der beiden Arbeitsfüsse 53 und 54 entspricht dem gegenseitigen Abstand der aus Fig. 1 ersichtlichen Pressschlossteile 31-39 von ihrem jeweiligen Gegenstück 31'-39'. Dabei wirken die Pressschlossteile 31-39 auf den Arbeitsfuss 53 und die jeweils gegensinnig geschalteten zugeordneten Pressschlossteile 31'-39' auf den anderen Arbeitsfuss 54 der Wählplatinen 50 ein.
Zur Verstärkung des Nadelbettes 25 in seinem mit den Aussparungen 25.1 versehenen Randbereich sind durch einen Keil 60 gehaltene Distanzstücke 61 zwischen den Nadelbettschlitzen 40 angeordnet. Fig. 2 zeigt auch eines der Längsver-schiebeschlossteile 23, die im Bereich der Nadelbettaussparungen 25.1 angeordnet sind und auf den Längsverschiebefuss 52 derjenigen Wählplatinen 50 einwirken, die mittels eines Pressschlossteiles 22 der Auswahlstelle 21 aus der dargestellten Ruhestellung im Gegenuhrzeigersinne um die Kippnase 51 verschwenkt worden sind. In der in Fig. 2 dargestellten Ruhestellung befindet sich der Längsverschiebefuss 52 der Wählplatine 50 ausserhalb des Einflussbereiches der 5 Längsverschiebeschlossteile 23 und 24, und die Wählplatine 50 hält den zugeordneten Nadelschenkel 45 in einer unteren Stellung, in welcher der bewegliche Nadelfuss 47 aus dem Einflussbereich der Schlossteile 16-20 herausgeschwenkt ist. Der starre Nadelfuss 44 wirkt mit den oberen Schlossteilen io 10-15 der in Fig. 1 dargestellten Strickvorrichtung zusammen.
Die Funktion einer Nadelauswahlstelle 21 wird nachfolgend anhand der beiden Fig. 3 und 4 erläutert.
Fig. 3 zeigt eine in Richtung des eingezeichneten Pfeiles 62 relativ zum nicht dargestellten Nadelbett 25 bewegte 15 Strickvorrichtung. Das breite Anbieteschlossteil 27 erfasst die Arbeitsfüsse 54 aller vorher ausgewählt gewesenen Wählplatinen 50, unabhängig davon, in welcher der drei Stellungen 0,1 oder II sich die Wählplatinen 50 befinden. Dadurch werden vor der Auswahlstelle 21 sämtliche Wählplatinen 50 in die 2o aus Fig. 2 ersichtliche Ruhestellung geschwenkt, in welcher der bewegliche Nadelfuss 47 in eine unwirksame Stellung gebracht ist. Dagegen ragen die Arbeitsfüsse 53 aller Wählplatinen 50 aus dem Nadelbett hervor und werden vom Abstreifschlossteil 28 erfasst, das alle Wählplatinen aus der 25 Position I oder II in die Ausgangsposition 0 verstellt. Alle Wählplatinen werden somit der Auswahlstelle 21 angeboten und können dort von einem Pressschlossteil 22 beeinflusst werden.
Die unmittelbar anschliessend an der Auswahlstelle 21 30 durch ein Pressschlossteil 22 ausgewählte Wählplatinen werden durch das auf ihren Wählfuss 55 einwirkende Pressschlossteil 22 aus der aus Fig. 2 und Fig. 5 ersichtlichen Ruhestellung in die aus Fig. 6 ersichtliche Auswahlstellung gedrückt, in welcher ihr Längsverschiebefuss 52 in die Nadel-35 bettaussparung 25.1 ragt. Dies bedeutet, dass alle bei der Längsbewegung des Stricksysems in Richtung 62 an der Auswahlstelle 21 ausgewählten Wählplatinen 50 mit ihrem Längsverschiebefuss 52 von dem Längsverschiebeschlossteil 23 erfasst werden. Die wirksame Schlosskante 23.1 des Längs-4o verschiebeschlossteiles 23 ist so lang ausgebildet, dass alle von diesem Schlossteil 23 erfassten Wählplatinen 50 in die Position II verschoben werden. Diese Position der Wählplatinen ist aus Fig. 10 ersichtlich. Nach diesem Durchlauf des Stricksystems befinden sich also Wählplatinen 50 entweder in 45 der Position 0 oder in der Position II.
Erfolgt nun anschliessend eine Relativbewegung der Strickvorrichtung in umgekehrter Richtung, also in Richtung des in Fig. 4 eingezeichneten Pfeils 63, werden durch das Anbieteschlossteil 29 alle in der Position 0 (siehe Fig. 2 und 5) so befindlichen Wählplatinen 50 an ihrem Arbeitsfuss 54 beaufschlagt und in ihre ebenfalls aus Fig. 2 und 5 ersichtliche Auswahlposition gedrückt, so dass sie an der nachfolgenden Auswahlstelle 21 von dessen Pressschlossteilen 22 beeinflusst werden können. Durch das Unterdrücker-Schlossteil 30 wer-55 den dagegen alle in der Position II befindlichen, also zuvor ausgewählten Wählplatinen 50 an ihrem Arbeitsfuss 53 beaufschlagt und dadurch mit ihrem Wählfuss 55 aus dem Einflussbereich der Pressschlossteile 22 der Auswahlstelle 21 gebracht. Bei der Relativbewegung in Richtung des Pfeiles 63 60 werden also an der Auswahlstelle 21 nur Wählplatinen 50 beeinflusst, die sich in der Position 0 befinden. Die hierbei ausgewählten und in die aus Fig. 6 ersichtliche Stellung gedrückten Platinen 50 werden von dem nachfolgenden Längsverschiebe-Schlossteil 24 erfasst. Dessen wirksame 65 Schlosskante 24.1 ist nur so lang ausgebildet, dass die von ihm an ihren Längsverschiebefüssen 52 erfassten Wählplatinen 50 nur bis in die Position I verschoben werden können. Diese Position, in der sich die Kippnase 51 in der Position I
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befindet, ist in Fig. 7 dargestellt. Nach einer Vorbeibewegung der Wählplatinen 50 an einer Auswahlstelle 21 nach zwei entgegengesetzten Richtungen 62 und 63, wie dies beispielsweise bei der Schlittenumkehr einer herkömmlichen Flachstrickmaschine durchführbar ist, sind die Wählplatinen 50 auf ihre drei möglichen Positionen 0,1 und II entsprechend einem vorgegebenen Musterungsprogramm verteilt und gelangen in dieser Verteilung in den Einflussbereich der zentralen und jeweils mit einem Gegenstück vorhandenen, auf drei Positionen verteilten Pressschlossteile 33-39 und 33'-39'.
Die Wirkungsweise der Pressschlossteile 33,33'-39,39' wird nachfolgend anhand der Fig. 8 und 9 erläutert. Alle diese Pressschlossteile lassen sich mustergemäss elektrome-chanisch schalten. Die Pressschlossteile sind auf die verschiedenen Positionen 0,1, II der Wählplatinen und damit auf die unterschiedlichen Positionen der beiden Arbeitsfüsse 53 und 54 der Wählplatinen 50 verteilt angeordnet. Die Fig. 8 und 9 zeigen eine Wählplatine 50 jeweils in der Position 0. In Fig. 8 ist die Wählplatine an ihrem Arbeitsfuss 53 durch das Pressschlossteil 33 (Fig. 1) beaufschlagt, während der andere Arbeitsfuss 54 unbehelligt bleibt, weil das Gegenstück, das Pressschlossteil 33', bei eingeschaltetem Pressschlossteil 33 ausgeschaltet bleibt. In den Fig. 3 und 4 sind die jeweils ausgeschalteten Pressschlossteile mit gestrichelten Linien dargestellt. Der Arbeitsfuss 54 wird also nicht beaufschlagt. Das Pressschlossteil 33 drückt die in Position 0 befindliche Wählplatine 50 also an ihrem Arbeitsfuss 53 nach unten in die aus Fig. 8 ersichtliche Tiefstellung, wobei die Wählplatine 50 um ihre Kippnase 51 im Gegenuhrzeigersinne verschwenkt wird. Dadurch wird der Nadelschenkel 45 nach oben verschwenkt und somit der bewegliche Nadelfuss 47 aus dem Schlitz 40 des Nadelbettes 25 herausgehoben und zwangsläufig in den Bereich der Schlossteile 18 und 16 (Fig. 1) gebracht.
Fig. 9 zeigt eine Wählplatine 50 in der Position 0, die an ihrem Arbeitsfuss 54 durch das Pressschlossteil 33' beaufschlagt ist. In diesem Falle ist das Pressschlossteil 33 ausgeschaltet und beeinflusst den anderen Arbeitsfuss 53 nicht. Das Pressschlossteil 33' drückt den Arbeitsfuss 54 nach unten und verschwenkt die Wählplatine 50 um ihre Kippnase 51 im Uhrzeigersinne, wodurch der Nadelschenkel 45 mit dem beweglichen Nadelfuss 47 in den Schlitz 40 des Nadelbettes 25 vollständig eingeschwenkt wird. In diesem Falle ist der bewegliche Nadelfuss 47 dem Einflussbereich des Austriebsschlossteiles 18 und des nachfolgenden Abzugsschlossteiles 16 entzogen. Mit Hilfe der Pressschlossteile 33-39 und 33'—39' können also in jeder Position 0,1, II der Wählplatinen 50 die beweglichen Nadelfüsse 47 zwangsläufig und an bestimmten, durch die Lage der Pressschlossteile festgelegten Stellen eines Stricksystemes in den oder aus dem Bereich der Strickschlossteile 16-18 gebracht werden. Fig. 1 zeigt die Verteilung der einzelnen Pressschlossteile auf die drei möglichen Positionen der Wählplatinen 50. So wirken die Pressschlossteile 33 und 33' in der Position 0, die Pressschlossteile 34,36,38 bzw. 34', 36', 38' in der Position I und die Pressschlossteile 35,37, 39 bzw. 35', 37', 39' in der Position II.
Durch die Verstellbarkeit der Wählplatinen 50 in drei verschiedene Positionen und die Schaltbarkeit des beweglichen Nadelfusses 47 durch die Pressschlossteile in allen drei Positionen und an verschiedenen Stellen des Betriebsweges der Nadel lassen sich neuartige Gestrickmusterungen erzielen, nämlich Maschen und Henkel, die in der gleichen Maschenreihe unterschiedliche Länge aufweisen können. Die verschiedenen Möglichkeiten werden nachfolgend anhand der Fig. 13-20 näher erläutert.
Fig. 13 zeigt eine Einstellung der Pressschlossteile 33,33'-39,39', mit welcher sich aus Fig. 14 ersichtliche Maschenreihen erzielen lassen, in welcher durch nichtstrickende Nadeln verursachte Flottungsstellen 64, kurze Maschen 65 und lange
Maschen 66 enthalten sind. In Fig. 13 sind die eingeschalteten Pressschlossteile wieder mit ausgezogenen Linien und die ausgeschalteten Pressschlossteile mit gestrichelten Linien dargestellt. Die nach der anhand der Fig. 3 und 4 erläuterten Doppelauswahl an der Auswahlstelle 21 in der Position 0 verbliebenen Wählplatinen 50 werden an ihrem vorderen Arbeitsfuss 54 durch das Pressschlossteil 33'(beeinflusst; die in der Position I befindlichen Wählplatinen werden nacheinander durch die Pressschlossteile 34, 36, 38 an ihrem zweiten Arbeitsfuss 53 beeinflusst, während die in der Position II befindlichen Wählplatinen 50 zunächst an ihrem Arbeitsfuss 53 duch die Pressschlossteile 35 und 37 und anschliessend an ihrem Arbeitsfuss 54 durch das Pressschlossteil 39' beeinflusst werden, wenn sich die Strickstelle in Richtung des eingetragenen Pfeiles 62 relativ zum nicht dargestellten Nadelbett 25 bewegt.
So bewirkt das Pressschlossteil 34, dass die in Position I befindlichen Wählplatinen 50 den beweglichen Nadelfuss 47 durch Hochschwenken des zugehörigen Nadelschenkels 45 in Arbeitsstellung bringen. Der Nadelfuss 47 wird dadurch vom Austriebsschlossteil 18 erfasst und zunächst bis in die Fangstellung hochgeführt. Da auch das nachfolgende Pressschlossteil 36 eingeschaltet ist, bleibt der Nadelschenkel 45 tnit dem beweglichen Nadelfuss 47 in Arbeitsstellung, und die Nadel 42 wird weiter bis in die Strickposition ausgetrieben. Da auch das nächste Pressschlossteil 38 auf den Arbeitsfuss 53 der Wählplatine 50 einwirkt und den Nadelfuss 47 eingeschaltet hält, trifft der Nadelfuss 47 auf das Abzugsschlossteil 17, dessen Abzugskante 17.1 eine grössere Länge als das gleichzeitig auf den starren Nadelfuss 44 einwirkende Abzugsschlossteil 15 hat, so dass von den Nadeln 42, die den in Position I befindlichen Wählplatinen 50 zugeordnet sind, lange Maschen 66 gestrickt werden.
Die in Position II befindlichen Wählplatinen werden an ihrem Arbeitsfuss 53 zunächst von dem Pressschlossteil 35 und anschliessend von dem Pressschlossteil 37 erfasst und dabei in die aus Fig. 11 ersichtliche Stellung gedrückt, in welcher wiederum der bewegliche Arbeitsfuss 47 der zugeordneten Nadel 42 in Arbeitsstellung geschaltet wird und die Nadel bis in die Strickposition austreibt. Das dem Pressschlossteil 37 nachgeschaltete Pressschlossteil 39 ist aber abgeschaltet. Sein dadurch zugeschaltetes Gegenstück, das Pressschlossteil 39' beaufschalgt nun den vorderen Arbeitsfuss 54 der Wählplatine 50, die dadurch in der Strickstellung der Nadel 42 in die aus Fig. 12 ersichtliche Stellung umgeschaltet wird. Dabei wird der bewegliche Nadelfuss 47 ausgeschaltet, was bedeutet, dass für diese Nadeln das längere Abzugsschlossteil 17 unwirksam wird und der Abzug durch das auf den starren Nadelfuss 44 einwirkende kürzere Abzugsschlossteil 15 bewirkt wird. Demzufolge stricken die Nadeln 42, deren zugeordnete Wählplatine 50 in der Position II ist, nur kurze Maschen 65.
Die in der Position 0 verbliebenen Wählplatinen 50 werden an ihrem vorderen Arbeitsfuss 54 durch das Pressschlossteil 33' beaufschlagt und dadurch in die aus Fig. 9 ersichtliche Stellung gebracht, in welcher der bewegliche Nadelfuss 47 über den gesamten Strickschlossbereich des Stricksystems ausgeschalet bleibt. Die zugeordneten Nadeln bleiben also in Durchlaufstellung und bewirken dadurch die Flottungsstellen 64 in der in Fig. 14 dargestellten Maschenreihe.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Pressschlossteile 33 und 33' über die gemeinsame Länge der benachbarten Pressschlossteile 34, 36, 38 bzw. 34', 36', 38'. Selbstverständlich können auch die Pressschlossteile 33 und 33' in drei gesondert steuerbare Einzelpressschlossteile unterteilt werden. Der Fadeneinlegebereich des in Fig. 13 dargestellten Strickschlossbereiches der Strickvorrichtung ist mit F gekennzeichnet.
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60
65
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6
Fig. 15 zeigt eine Kombination der Pressschlossteile, durch welche sich die in Fig. 16 dargestellte Maschenreihe bilden lässt, in welcher neben Flottungsstellen 64 und langen Maschen 66 auch kurze Fanghenkel 67 enthalten sind. Die Flottungsstellen 64 werden hier durch diejenigen Nadeln verursacht, deren Wählplatinen 50 sich in der Position 0 befinden und an ihrem Arbeitsfuss 54 durch das Pressschlossteil 33' beaufschlagt sind (siehe Fig. 9). Die langen Maschen 66 werden durch die Nadeln 42 gestrickt, deren zugeordnete Wählplatine 50 sich in der Position I befindet und dort nacheinander an ihrem Arbeitsfuss 53 durch die Pressschlossteile 34,36 und 38 beeinflusst wird. Die Fanghenkel 67 werden durch die Nadeln 42 gebildet, deren Wählplatinen 50 sich in der Position II befinden. Diese Wählplatinen werden zunächst an ihrem Arbeitsfuss 53 durch das Pressschlossteil 35 beaufschlagt, so dass der bewegliche Nadelfuss 47 in seine Arbeitsstellung gebracht, vom Austriebsschlossteil 18 erfasst und bis auf Fanghöhe H ausgetrieben wird. Anschliessend werden aber die in Position II befindlichen Wählplatinen 50 durch die Schlossteile 37' und 39' an ihrem vorderen Arbeitsfuss 54 beaufschlagt, und dadurch wird der bewegliche Nadelfuss 47 der zugeordneten Nadeln 42 ausgeschaltet. Dies bedeutet, dass diese Nadeln nicht weiter in die Strickposition ausgetrieben und anschliessend auch nicht vom längeren Abzugschlossteil 17 erfasst werden, sondern mit ihrem stationären Nadelfuss 44 auf das Abzugsschlossteil 15 auflaufen und an dessen relativ kurzer Abzugskante 15.1 abgezogen werden und dadurch die kurzen Fanghenkel 67 ziehen.
Die Fig. 17 zeigt eine Einstellung der Pressschlossteile 33-39 und 33'-39', mit welcher die aus Fig. 18 ersichtliche Maschenreihe erzielt werden kann, in welcher neben kurzen Maschen 65 kurze Fanghenkel 67 und lange Fanghenkel 68 ausgebidlet sind. Die längeren Fanghenkel 68 werden dabei durch die Nadeln 42 gebildet, deren Wählplatinen 50 sich in Position I befinden, in welcher die Pressschlossteile 34 und 38 ein Einschalten des beweglichen Nadelfusses 47 zunächst bis zur Fanghöhe H und anschliessend wieder vor Erreichen des langen Abzugsschlossteiles 17 bewirken. Die kurzen Fanghenkel 67 werden durch die Nadeln 42 gezogen, deren zugehörige Wählplatinen 50 sich in Position II befinden, und dort wird durch das Pressschlossteil 39' bewirkt, dass die Abzugsbewegung der Nadel am starren Nadelfuss 44 durch das kürzere Abzugsschlossteil 15 bewirkt wird. Die kurzen Maschen 65 werden von den Nadeln des nicht dargestellten anderen Nadelbettes gebildet, die von einer anderen, nicht dargestellten, aber zweckmässig gleich aufgebauten Strickvorrichtung beeinflusst werden. Die Nadeln 42 des dem in Fig. 17 dargestellten Stricksystem zugeordneten Nadelbettes, deren Platinen 50 sich in der Position 0 befinden, werden durch Einwirkung des Pressschlossteiles 33' auf den Arbeitsfuss 54 in Durchlaufstellung gehalten.
Fig. 19 zeigt eine Einstellung der Pressschlossteile 33-39 und 33'-39', mit welcher sich die aus Fig. 20 ersichtliche 5 Maschenreihe erzielen lässt, in welcher ebenfalls kürze Fanghenkel 67 und lange Fanghenkel 68 auftreten, zusammen mit kurzen, von den Nadeln des anderen Nadelbettes gestrickten Maschen 65.
Bei der Pressschlosseinstellung nach Fig. 19 werden aber io die langen Fanghenkel 68 durch diejenigen Nadeln 42 gebildet, deren Platinen 50 sich in Position II befinden und dort durch das Pressschlossteil 39 dem langen Kulierschlossteil 17 ausgesetzt werden. Die kurzen Fanghenkel 67 werden durch die Nadeln 42 gebildet, deren Wählplatinen 50 sich in der 15 Position I befinden. Die in der Position 0 befindlichen Wählplatinen 50 werden durch das Pressschlossteil 33' wieder so beeinflusst, dass die zugeordneten Nadeln in ihrer Durchlaufposition verbleiben.
Weiter ist es möglich, dass die vom Längsverschiebe-2o schlossteil 23 (Fig. 1) in die Position II gebrachten Wählplatinen 50 nach der Bewegungsumkehr der Maschine durch das eingeschaltete Pressschlossteil 31 (Fig. 1 und 4) den beweglichen Nadelfuss 47 in den Bereich des Zubringerschlossteils 20 steuern. Dieses Zubringerchlossteil 20 schiebt die Nadel 42 25 so weit vor, bis der starre Nadelfuss 44 in den Einflussbereich der Umhängeschlossteile 10-12 (Fig. 1) gelangt. In der gleichen Bewegungsrichtung können nun auch die in der Position 0 und in der Position I befindlichen Wählplatinen 50 durch die im Strickschlossbereich der Strickvorrichtung liegenden 3o Pressschlossteile 33-39 und 33'—39' beeinflusst werden. Das Ergebnis ist, dass in der einen Bewegungsrichtung die Nadeln mit in Position II befindlichen Wählplatinen 50 umhängen, dann unmittelbar nachfolgend Nadeln mit den Wählplatinen 50 in Position 0 Maschen bilden und Nadeln 42 mit den 35 Wählplatinen 50 in Position I Fanghenkel oder Maschen bilden, wobei die Länge dieser Maschen oder Henkel wahlweise durch das Abzugsschlossteil 17 oder 15 bestimmt werden kann.
Bei Flachstrickmaschinen, bei denen die Nadelbetten 25 40 und 25' gegenüber stationären Strickvorrichtungen beweglich angeordnet sind, können gemäss Fig. 21 die Wählplatinen 50' so gestaltet werden, dass der erste Arbeitsfuss 53' auf der Oberseite und der andere Arbeitsfuss 54' auf der Unterseite der Wählplatine ausgebildet sind, beide jeweils vor der Kipp-45 nase 51' der Wählplatine 50'. Entsprechend sind dann die den Arbeitsfuss 54' beeinflussenden Pressschlossteile für die Positionen 0,1 und II, beispielsweise die Pressschlossteile 33', 38' und 39', unterhalb des Nadelbetts 25,25' angeordnet. Das Nadelbett 25 ist an dieser Stelle mit einer Ausnehmung 25.2 so versehen.
G
9 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

659 835 PATENTANSPRÜCHE
1. Flachstrickmaschine mit Nadelauswahleinrichtung mit mindestens einem mit längsverschiebbaren Nadeln besetzten Nadelbett und mindestens einer, Schlossteile aufweisenden Strickvorrichtung, wobei Nadelbett und Strickvorrichtung zueinander relativ beweglich sind, jeder Nadel eine durch Pressschlossteile beeinflussbare und in Längsrichtung der Nadel zwischen verschiedenen Positionen verstellbare Wählplatine angeordnet ist und jede Nadel einen aus dem Einflussbereich von die Nadel längsverschiebenden Schlossteilen herausbeweglichen Fuss aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in Bewegungsrichtung (62, 63) der Maschine beiderseits jeder Nadelauswahlstelle (21) der Nadelauswahleinrichtung je ein Schlossteil (23,24) zur Längsverschiebung ausgewählter Wählplatinen (50) angeordnet ist und die beiden Schlossteile (23,24) eine Längsverschiebung in unterschiedliche Positionen (I, II) bewirken, dass jede Strickvorrichtung für beide Bewegungsrichtungen (62,63) jeweils ein Paar verstellbarer Abzugsschlossteile (15,17) mit unterschiedlicher Abzugslänge aufweist, von denen das eine (15) auf einen starren (44) und das andere (17) auf einen mittels der Wählplatinen (50) beweglichen Fuss (47) der Nadeln (42) einwirkt, und dass für jede Position (0,1, II) der Wählplatinen (50) gesondert steuerbare Pressschlossteile (33-39; 33'-39') vorgesehen sind.
2. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Fuss (47) der Nadel (42) an einem Nadelschenkel (45) ausgebildet ist, der mit dem den starren Fuss (44) aufweisenden und geradlinig geführten Nadelschaft (43) mittels einer Gelenkstelle (46) gelenkig verbunden ist und dessen freies Ende (48) in eine Gabelöffnung (49) der zugeordneten Wählplatine (50) eintaucht, die als Wippe ausgebildet ist.
3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wählplatine (50) am vorderen Ende die Gabelöffnung (49) für den verschwenkbaren Nadelschenkel (45), auf ihrer Unterseite eine am Nadelschlitzgrund anliegende, die Kippstelle bildende Kippnase (51) und im hinteren Endbereich einen in einen Durchbruch (25.1) des Nadelbettes (25) ragenden, mit den unterhalb des Nadelbettes (25) befindlichen Längsverschiebe-Schlossteilen (23,24) zusammenwirkenden Schiebefuss (52) und auf ihrer Oberseite vor der Kippstelle einen ersten und hinter der Kippstelle einen zweiten Arbeitsfuss (54,53) und mindestens einen durch ein Auswahlorgan (22) der Nadelauswahleinrichtung (21) beaufschlagbaren Wählfuss (55) aufweist, und dass die Strickvorrichtung für jeden der beiden Arbeitsfüsse (53, 54) und für jede Position (0,1, II) der Wählplatine (50) gesonderte Pressschlossteile (33-39; 33'-39') aufweist.
4. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wählplatinen (50) nach ihrer Auswahl an einer Auswahlstelle (21) durch die beiderseits der Nadelauswahlstelle (21) befindlichen Längsver-schiebe-Schlossteile (23,24) aus einer Ruheposition (0) in zwei unterschiedliche Arbeitspositionen (I, II) verschiebbar sind.
5. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Position (0,1, II) der Wählplatinen (50) Pressschlossteile (33,33'-39,39') paarweise und entgegengesetzt gesteuert angeordnet sind, wobei das eine Pressschlossteil (33) eines Paares (33,33') auf den ersten (53) und das andere Pressschlossteil (33') eines Pressschlossteilpaares (33,33') auf den zweiten Arbeitsfuss (54) der kippbar gelagerten Wählplatinen (50) einwirkt.
6. Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Position (0,1, II) der Wählplatinen (50) mehrere Pressschlossteile (34,36,38) in Bewegungsrichtung (62,63) der Maschine hintereinander und einzeln schaltbar auf markante Punkte der Nadeldurchlaufbahn der Strickstelle ausgerichtet, angeordnet sind.
7. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, mit stationären Strickstellen und hin- und herbewegbaren Nadelbetten, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arbeitsfüsse (53', 5 54') der Wählplatinen (50') in bezug auf die Kippstelle (51') der Wählplatinen auf der gleichen Seite angeordnet sind und der eine Arbeitsfuss (53') auf der Oberseite und der andere Arbeitsfuss (54') auf der Unterseite der Wählplatinen (50') ausgebildet ist und der untere Arbeitsfuss (54') jeweils im io Bereich einer Aussparung (25.2) im Nadelbett (25) liegt und mit unterhalb des Nadelbettes (25) angeordneten Pressschlossteilen (33'-39') der Strickstellen zusammenwirkt (Fig. 21).
CH4924/83A 1982-10-12 1983-09-09 Flachstrickmaschine mit nadelauswahleinrichtung. CH659835A5 (de)

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