CH660185A5 - Einkristallines dl-cystein und verfahren zu dessen herstellung. - Google Patents

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CH660185A5
CH660185A5 CH1642/84A CH164284A CH660185A5 CH 660185 A5 CH660185 A5 CH 660185A5 CH 1642/84 A CH1642/84 A CH 1642/84A CH 164284 A CH164284 A CH 164284A CH 660185 A5 CH660185 A5 CH 660185A5
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einkristallines DL-Cystein und ein Verfahren zu dessen Herstellung. Das DL-Cystein mit kristalliner Natur ist durch das folgende Röntgenbeugungsdiagramm charakterisiert:
Gitterabstand (nm) Relative Intensität* (I)
1,1 90 f
0,5 97 f
0,3 97 f
0,2 98 ff
*) Die relative Intensität (I) wird auf der Basis der folgenden, schätzungsweise definitierten Kriterien ausgedrückt: ff = sehr intensiv; f = intensiv.
DL-Cystein ist eine Schwefel enthaltende Aminosäure und hat weit verbreitete Anwendung, z.B. bei der Herstellung von Dauerwellenpräparaten, der Herstellung von Arzneimitteln und dergleichen, gefunden.
Es ist allgemein bekannt, dass Cystein durch atmosphärischen Sauerstoff oder dergleichen leicht zu Cystin oxydiert wird. Insbesondere ist das aus dem Stand der Technik bekannte freie DL-Cystein eine amorphe Substanz und besitzt keine kristalline Form. Aus diesem Grund hat es den Nachteil, während der Lagerung leicht einer Oxydation zu unterliegen und eine mangelhafte Lagerstabilität zu besitzen. Demzufolge wurde DL-Cystein für verschiedene Zwecke ausschliesslich in Form von DL-Cysteinhydrochlorid-Mono-hydrat verwendet. So wurde beispielsweise bei der Herstel-5 lung einer DL-Cystein enthaltenden Kaltwellenlösung DL-Cysteinhydrochlorid mit einer geeigneten Base neutalisiert und danach die Lösung auf einen gewünschten pH-Wert eingestellt, welche im allgemeinen nicht kleiner als pH 9 ist. Dementsprechend würde, wenn eine solche Lösung aus frei-i0em DL-Cystein hergestellt werden könnte, nur die zur Einstellung des pH-Wertes verwendete Menge an Base benötigt, was einen ökonomischen Vorteil darstellt.
Entsprechend dem Stand der Technik bestand eine allgemeine Methode zur Herstellung von DL-Cystein darin, dass 15 ein Salz von DL-Cystein mit Salzsäure oder p-Toluolsulfon-säure in Methanol gelöst und die Lösung mit einer Base, wie Triäthylamin oder dergleichen, neutralisiert wurde. Das nach dieser Methode hergestellte freie DL-Cystein war jedoch nicht kristallin, sondern amorph. Aus diesem Sachver-2ohalt ergaben sich schwerwiegende Probleme, da derartiges freies DL-Cystein während der Lagerung leicht zu Cystin oxydiert wird und dementsprechend eine mangelhafte Lagerstabilität besitzt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein einkristallines DL-Cy-25 stein mit einer kristallinen Natur und folglich guter Lagerstabilität sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung zu schaffen.
Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird ein DL-Cystein geschaffen, welches die Natur von Einkristallen be-3o sitzt und durch das oben beschriebene Röntgenbeugungsdiagramm charakterisiert wird. Darüber hinaus wird ausserdem ein Verfahren zur Herstellung von einkristallinem DL-Cystein angegeben, bei dem ein Salz von DL-Cystein mit Salzsäure oder einer aromatischen Sulfonsäure in einem Lö-35 sungsmittelgemisch, welches Wasser und ein organisches Lösungsmittel aus der aus niederen Alkoholen und Äthylenglykoläthern bestehenden Gruppe enthält, suspendiert oder gelöst und anschliessend mit einer Base neutralisiert wird, um einkristallines DL-Cystein zu ergeben.
40 Das mit Hilfe des Verfahrens der vorliegenden Erfindung hergestellte einkristalline DL-Cystein ist freies DL-Cystein, welches in Form von schuppenartigen oder kurzen nadelähnlichen Kristallen vorliegt und eine gute Lagerstabilität zeigt.
45 Das erfindungsgemässe DL-Cystein ist ein DL-Cystein mit einer kristallinen Struktur, welche durch das folgende Röntgenbeugungsdiagramm charakterisiert wird:
Gitterabstand (nm) Relative Intensität* (I)
5ol,l 90 f
0,5 97 f
0,3 97 f
0,2 98 ff
*) Die relative Intensität wird auf der Basis der folgen-55 den, schätzungsweise definierten Kriterien ausgedrückt: ff = sehr intensiv; f = intensif.
Als beste Methode für die Ausführung der vorliegenden Erfindung hat sich das folgende Verfahren erwiesen: Einkristallines DL-Cystein wird hergestellt, indem man ein Salz 6o von DL-Cystein mit einer aromatischen Sulfonsäure oder mit Salzsäure in einem Lösungsmittelgemisch, welches Wasser und ein organisches Lösungsmittel, ausgewählt aus der niederen Alkoholen und unter dem Handelsnamen «Cello-solves» bekanntes Äthylenglykoläthern bestehenden Grup-65 pe, enthält, suspendiert oder löst und danach mit einer Base neutralisiert.
Als Salz von DL-Cystein mit aromatischen Sulfonsäuren zur Verwendung für das erfindungsgemässe Verfahren sind
3
660 185
die Salze mit substituierten oder unsubstituierten Benzolsul-fonsäuren allgemein verwendbar. Spezifische Beispiele für derartige Salze sind die Salze von Benzolsulfonsäure, p-To-luolsulfonsäure, p-Äthylbenzolsulfonsäure, p-Chlorbenzol-sulfonsäure, m-Xylolsulfonsäure, Sulfosalicylsäure, m-Nitro-benzolsulfonsäure, a-Naphtholsulfonsäure und ß-Naphthol-sulfonsäure. Wird das Salzsäuresalz von DL-Cystein verwendet, so kann dieses Salz in Form des Anhydrids oder des Monohydrates vorliegen.
Die Auswahl der für das erfindungsgemässe Verfahren zu verwendenden Basen unterliegt keiner besonderen Beschränkung. Im besonderen kann eine Vielzahl von Basen verwendet werden, vorausgesetzt, dass sie, wenn sie zur Neutralisation eines Salzes von DL-Cystein mit einer aromatischen Sulfonsäure oder Salzsäure eingesetzt werden, ein Salz bilden, welches in dem für die Durchführung des Verfahrens eingesetzten, Wasser enthaltenden niederen Alkohol oder ähnlichen Lösungsmittel löslich ist. Im Gegensatz dazu sind Basen, welche ein in dem Wasser enthaltenden niederen Alkohol oder ähnlichen Lösungsmittel schwer lösliches Salz bilden, unerwünscht, da es schwierig ist, das ausgefällte freie DL-Cystein von dem Salz abzutrennen. Spezifische Beispiele für Basen, welche für die Durchführung des erfindungsge-mässen Verfahrens verwendbar sind, schliessen die folgenden Basen ein: organische Basen, wie Äthylamin, Diäthylamin, Triäthylamin, Monoäthanolamin, Triäthanolamin, Pyridin, Piperidin usw.; Alkalimetall- oder Erdalkalimetallhydroxide, wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Kalziumhydroxid, Bariumhydroxid, usw.; Alkalimetalloder Erdalkalimetallkarbonate, wie Lithiumkarbonat, Natriumkarbonat, Kaliumkarbonat, Kalziumkarbonat, Bariumkarbonat usw.; und Ammoniak.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird in einem Lösungsmittelgemisch durchgeführt, welches Wasser und ein organisches Lösungsmittel, ausgewählt aus der aus niederen Alkoholen und Äthylenglykoläthern bestehenden Gruppe, enthält. Für die Durchführung des Verfahrens sind organische Lösungsmittel brauchbar, welche mit Wasser mischbar sind. Spezifische Beispiele hierfür schliessen niedere Alkohole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie Methanol,_ Äthanol, n-Propanol, Isopropanol, tert-Butanol usw.; und Äthylengly-koläther, wie Methylglykol, Äthylglykol, usw., ein.
Für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ist es notwendig, dass diese Lösungsmittel Wasser enthalten. Der Anteil des Wassers sollte dabei nicht weniger als 5 Gew.-% betragen. Obgleich die obere Grenze nicht klar definiert ist, so können übermässig grosse Anteile an Wasser die Ausbeute an DL-Cystein herabsetzen. Dementsprechend wird Wasser üblicherweise in einer Menge von 5 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise im Bereich von 10 bis 50 Gew.-%, verwendet. Beträgt die Einsatzmenge des Wassers weniger als 5 Gew.-%, so ist das resultierende freie DL-Cystein eine amorphe Substanz, welche keine Kristallform aufweist und eine mangelhafte Lagerstabilität besitzt.
Die Einsatzmenge des Lösungsmittelgemisches unterliegt keiner besonderen Begrenzung. Im Hinblick auf die praktische Durchführung der Reaktion und die Gewinnung von DL-Cystein wird jedoch das Lösungsmittelgemisch im allgemeinen in einer Menge verwendet, die dem 0,5 bis lOfachen, vorzugsweise 1 bis ófachen des Gewichtes des Salzes von DL-Cystein mit einer aromatischen Sulfonsäure oder das 1-bis 20fache, vorzugsweise 2- bis lOfache, des Gewichtes des Salzsäuresalzes von DL-Cystein beträgt.
Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird ein Salz von DL-Cystein mit einer aromatischen Sulfonsäure oder mit Salzsäure in einem Lösungsmittelgemisch, wie oben definiert, gelöst oder suspendiert.
Danach wird bei einer Temperatur von —20 bis +80 °C,
vorzugsweise von 0 bis 60 C, eine Base zu dem Gemisch hinzugefügt, um die Lösung oder die Suspension zu neutralisieren und dabei freies DL-Cystein auszufällen. Die Zugabe der Base kann tropfenweise oder auf einmal oder durch 5 Durchblasen durch das Reaktionsgemisch erfolgen. Sobald die Neutralisation vollständig abgeschlossen ist, wird die Lösung oder Suspension, sofern erwünscht, gekühlt und das ausgefällte freie DL-Cystein durch Filtrieren abgetrennt. Um eine Oxydation des Cysteins zu Cystin zu verhüten, wird die io Neutralisation vorzugsweise unter einer Inertgasatmosphäre, z.B. Stickstoff, Argon oder dergleichen, durchgeführt. Auf diese Weise wird freies DL-Cystein in Form schuppenförmi-ger oder kurzer nadelähnlicher Kristalle erhalten, welches eine gute Lagerstabilität zeigt.
i5 Die vorliegende Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
29,3 g DL-Cystein-p-Toluolsulfonat wurden in 70 ml 2o Methanol, welches 10 Gew.-% Wasser enthielt, suspendiert. Die Suspension wurde unter einer Stickstoffatmosphäre neutralisiert, indem tropfenweise unter Rühren 10,1 g Triäthylamin bei 0 bis 5 C zugegeben wurden. Bei der gleichen Temperatur wurde eine Stunde lang gerührt, worauf die aus-25 gefällten Kristalle durch Filtration abgetrennt, mit Methanol gewaschen und danach im Vakuum getrocknet wurden. Man erhielt freies DL-Cystein in Form von farblosen Schuppen. Die Ausbeute betrug 11,0 g (90,9% der Theorie).
Die Röntgenstrukturanalyse unter Verwendung einer 30 Cu:Ni-Röntgenröhre (20 kV, 10 mA), und bei einer Wellenlänge von X = 1,5418, ergab das folgende Röntgenbeugungsdiagramm:
Gitterabstand (nm) 35 1,1 90 0,5 97 0,4 55 0,4 20 0,3 97 4o 0,3 82 0,3 79 0,3 71 0,3 41 0,3 18 45 0,3 08 0,2 98 0,2 60 0,2 52 0,2 39 so 0,2 25
Relative Intensität (I)
0,57
0,34
0,01
0,03
0,44
0,03
0,04
0,03
0,01
0,04
0,03
1,00
0,02
0,03
0,03
0,05
Vergleichsbeispiel 55 29,3 g DL-Cystein-p-Toluolsulfonat wurden in 80 ml Methanol suspendiert. Die Suspension wurde unter einer Stickstoffatmosphäre durch tropfenweise Zugabe von 10,1 g Triäthylamin, unter Rühren bei 0-5 °C, neutralisiert. Nachdem während 1 Stunde bei der gleichen Temperatur weiter-6o gerührt worden war, wurde der gebildete Niederschlag durch Filtrieren abgetrennt, mit Methanol gewaschen und danach im Vakuum getrocknet. Man erhielt freies DL-Cystein in Form eines farblosen Pulvers. Die Ausbeute betrug 11,6g (96% der Theorie).
65
Die Röntgenstrukturanalyse unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 ergab das folgende Röntgenbeugungsdiagramm:
660 185
4
Intensität (I)
de Röntgenbeugungsdiagramm:
1,1 90
0,37
0,5 97
0,21
Gitterabstand (nm)
Relative
0,4 93
0,08
5
Intensität (I)
0,4 55
0,28
1,1 90
0,63
0,4 20
1,00
0,5 97
0,33
0,3 97
0,21
0,4 55
0,03
0,3 82
0,29
0,4 20
0,07
0,3 79
0,49
io 0,3 97
0,39
0,3 75
0,37
0,3 82
0,06
0,3 71
0,26
0,3 79
0,12
0,3 41
0,51
0,3 75
0,04
0,3 18
0,24
0,3 71
0,05
0,3 08
0,11
15 0,3 41
0,03
0,2 98
0,61
0,3 18
0,05
0,2 68
0,16
0,3 08
0,05
0,2 60
0,08
0,2 98
1,00
0,2 52
0,05
0,2 68
0,01
0,2 39
0,02
20 0,2 60
0,01
0,2 36
0,09
0,2 52
0,03
0,2 29
0,12
0,2 25
0,16
Beispiel 2
29,3 g DL-Cystein-p-toluolsulfonat wurden in 88 ml Iso-propanol mit einem Wassergehalt von 40 Gew.-% suspendiert. Die Suspension wurde unter einer Stickstoffatmosphäre durch tropfenweise Zugabe von 10,1 g Triäthylamin bei 20 bis 25 °C unter Rühren neutralisiert. Nachdem während einer Stunde bei der gleichen Temperatur weiter gerührt worden war, wurden die ausgefällten Kristalle durch Filtrieren abgetrennt, mit Isopropanol gewaschen und danach im Vakuum getrocknet. Man erhielt freies DL-Cystein in Form farbloser schuppenförmiger Kristalle. Die Ausbeute betrug 10,9 g (90,1% der Theorie).
Die Röntgenstrukturanalyse der Kristalle zeigte im wesentlichen das gleiche Röntgenbeugungsdiagramm, welches im Beispiel 1 beobachtet worden war.
35
40
45
Beispiel 3
Die Arbeitsweise von Beispiel 2 wurde wiederholt mit der Ausnahme, dass anstelle des DL-Cystein-p-Toluolsulfonates
31.3 g DL-Cystein-p-chlorbenzolsulfonat und 88 ml Isopropanol mit einem Wassergehalt von 30 Gew.-% als Lösungsmittel verwendet wurden. Auf diese Weise wurden
11.4 g freies DL-Cystein in Form farbloser schuppenförmiger Kristalle erhalten.
Die Röntgenstrukturanalyse der Kristalle ergab wiederum im wesentlichen das gleiche Röntgenbeugungsdiagramm, so welches im Beispiel 1 beobachtet worden war.
Beispiel 4
52,7 g DL-Cysteinhydrochlorid-Monohydrat wurden in 240 ml Methanol mit einem Wassergehalt von 10 Gew.-% 55 gelöst. Die Lösung wurde unter einer Stickstoffatmosphäre durch tropfenweise Zugabe von 30,3 g Triäthylamin bei 20 bis 25 °C unter Rühren während einer Zeitdauer von etwa 20 Minuten neutralisiert. Nachdem eine weitere Stunde bei der gleichen Temperatur gerührt worden war, wurden die ausge- 60 fällten Kristalle durch Filtrieren abgetrennt, mit Methanol gewaschen und danach im Vakuum getrocknet. Man erhielt 35,1 g freies DL-Cystein in Form farbloser, kurzer nadelähnlicher Kristalle. Die Analyse mittels Hochgeschwindigkeits-flüssigkeitschromatographie zeigte, dass das Produkt eine Reinheit von 100% besass und kein Cystin enthielt.
Die Röntgenstrukturanalyse der DL-Cysteinkristalle unter Verwendung einer Cu:Ni-Röntgenröhre (25 kV, 14 mA)
65
Beispiel 5
Die Arbeitsweise von Beispiel 4 wurde wiederholt mit der Ausnahme, dass anstelle des wasserhaltigen Methanols 240 ml Isopropanol mit einem Wassergehalt von 40 Gew.-% und anstelle des Triäthylamins 23,7 g Pyridin verwendet wurden. Auf diese Weise wurden 32,5 g freies DL-Cystein in Form farbloser schuppenförmiger Kristalle erhalten. Die Reinheit betrug 100%, während das Röntgenbeugungsdiagramm der Kristalle im wesentlichen demjenigen, welches in Beispiel 4 beobachtet worden war, entsprach.
Beispiel 6
Die Arbeitsweise von Beispiel 4 wurde wiederholt mit der Ausnahme, dass anstelle des Triäthylamins 18,5 g einer 28%igen wässrigen Ammoniaklösung verwendet wurde. Auf diese Weise wurden 33,8 g freies DL-Cystein in Form von kurzen, nadelähnlichen Kristallen erhalten. Die Reinheit betrug 100%, während das Röntgenbeugungsdiagramm dieser Kristalle im wesentlichen dem in Beispiel 4 beobachteten entsprach.
Beispiel 7
52,7 g DL-Cysteinhydrochlorid-Monohydrat wurden in 200 ml Methanol mit einem Wassergehalt von 20 Gew.-% suspendiert. Die Lösung wurde unter einer Stickstoffatmosphäre durch Zugabe von 12,6 g Lithiumhydroxid, welches in kleinen Portionen zugegeben wurde, bei 20 bis 25 C unter Rühren neutralisiert. Nachdem während einer Stunde bei der gleichen Temperatur weitergerührt worden war, wurden die ausgefällten Kristalle durch Filtrieren abgetrennt, mit Methanol gewaschen und danach im Vakuum getrocknet. Man erhielt freies DL-Cystein in Form farbloser schuppenförmiger Kristalle. Die Ausbeute betrug 12,7 g (90% der Theorie) bei einer Reinheit von 100%. Das Röntgenbeugungsdiagramm der Kristalle entsprach im wesentlichen demjenigen, welches in Beispiel 4 beobachtet worden war.
Referenzbeispiel
Das in Beispiel 1 erhaltene freie DL-Cystein und das im Vergleichsbeispiel erhaltene wurden auf ihre Lagerstabilität hin untersucht, indem man sie in Kristallisierschalen aus Glas unterbrachte und sie unter gewöhnlichen Umgebungsbedingungen stehen Hess. Die dabei erhaltenen Resultate sind in Tabelle 1 dargestellt.
5
660 185
Tabelle 1
Probe Bildung von Cystin nach
30 Tagen (Gew.-%)*
Beispiel 1 0
Vergleichsbeispiel 5
*) Analysiert mittels Hochgeschwindigkeitsflüssigkeits-chromatographie.

Claims (7)

660 185
1,1 90 f
0,5 97 f
0,3 97 f
0,2 98 ff wobei in der mit relativer Intensität (I) überschriebene Spalte f bedeutet, dass die spektrale Intensität hoch ist und ff die Bedeutung hat, dass die spektrale Intensität sehr hoch ist.
2. Verfahren zur Herstellung von einkristallinem DL-Cystein gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Salz von DL-Cystein mit einer aromatischen Sulfonsäure oder Salzsäure in einem Lösungsmittelgemisch, welches Wasser und ein organisches Lösungsmittel aus der aus niederen Alkoholen und Äthylenglykoläthern bestehenden Gruppe enthält, mit einer Base neutralisiert.
2
PATENTANSPRÜCHE 1. Einkristallines DL-Cystein, gekennzeichnet durch ein Röntgenbeugungsdiagramm, bei dem intensive reflektierte Strahlen bei den folgenden Gitterabständen erscheinen:
Gitterabstand (nm) Relative Intensität (I)
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das organische Lösungsmittel aus der aus Alkoholen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, Methylglykol und Äthylgly-kol bestehenden Gruppe ausgewählt ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des Wassers in dem Lösungsmittelgemisch im Bereich von 5 bis 60 Gew.-% liegt.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Base wenigstens eine aus der aus Äthylamin, Di-äthylamin, Triäthylamin, Monoäthanolamin, Triäthanol-amin, Pyridin und Piperidin bestehenden Gruppe ausgewählte Verbindung ist.
6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Base wenigstens eine aus der aus Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Kalziumhydroxid, Bariumhydroxid, Lithiumkarbonat, Natriumkarbonat, Kaliumkarbonat, Kalziumkarbonat, Bariumkarbonat und Ammoniak bestehenden Gruppe gewählte Verbindung ist.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Neutralisation bei einer Temperatur von —20 bis +80 °C durchführt.
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