CH661616A5 - Verfahren zur vorbehandlung der kontakte und elektroden elektrischer vakuumgeraete. - Google Patents

Verfahren zur vorbehandlung der kontakte und elektroden elektrischer vakuumgeraete. Download PDF

Info

Publication number
CH661616A5
CH661616A5 CH4327/82A CH432782A CH661616A5 CH 661616 A5 CH661616 A5 CH 661616A5 CH 4327/82 A CH4327/82 A CH 4327/82A CH 432782 A CH432782 A CH 432782A CH 661616 A5 CH661616 A5 CH 661616A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
contacts
electrodes
vacuum
contact
electrical
Prior art date
Application number
CH4327/82A
Other languages
English (en)
Inventor
German Sergeevich Belkin
Stal Nikolaevich Voskresensky
Viktor Yakovlevich Kiselev
Ida Abramovna Lukatskaya
Valery Viktorovich Rodionov
Mikhail Nikolaevich Skurikhin
Irina Borisovna Frolova
Rauza Akhmetovna Chervonenkis
Vyacheslav Sergeevich Zuev
Efim Mikhailovich Rabinovich
Lev Ivanovich Korneev
Tatyana Petrovna Volkova
German Alexeevich Goryaev
Original Assignee
V Elektrotech I V I Lenina
N Proizv Ob Tulatschermet
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by V Elektrotech I V I Lenina, N Proizv Ob Tulatschermet filed Critical V Elektrotech I V I Lenina
Publication of CH661616A5 publication Critical patent/CH661616A5/de

Links

Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22F—WORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F3/00—Manufacture of workpieces or articles from metallic powder characterised by the manner of compacting or sintering; Apparatus specially adapted therefor ; Presses and furnaces
    • B22F3/24—After-treatment of workpieces or articles
    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00—Contacts
    • H01H1/02—Contacts characterised by the material thereof
    • H01H1/0203—Contacts characterised by the material thereof specially adapted for vacuum switches
    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00—Contacts
    • H01H1/02—Contacts characterised by the material thereof
    • H01H1/0203—Contacts characterised by the material thereof specially adapted for vacuum switches
    • H01H2001/0205—Conditioning of the contact material through arcing during manufacturing, e.g. vacuum-depositing of layer on contact surface

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • High-Tension Arc-Extinguishing Switches Without Spraying Means (AREA)
  • Junction Field-Effect Transistors (AREA)

Description

661 616
2
PATENTANSPRUCH Verfahren zur Vorbehandlung der Kontakte und der Elektroden elektrischer Vakuumgeräte durch Einwirkung auf die Oberfläche der Kontakte und der Elektroden mit einem Wärmestrom von 104-106 W/cm2 unter Vakuum oder in 1 nertgas-atmosphäre und anschliessende Abkühlung der Oberfläche der Kontakte und der Elektroden, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Kontakte und der Elektroden der Einwirkung des genannten Wärmestromes innerhalb von 21 -100 ms unterzogen und mit einer Geschwindigkeit der Temperatursenkung von 104— 106 K/s abgekühlt wird.
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Hochspannungsschaltapparaturen und betrifft insbesondere Verfahren zur Vorbehandlung der Kontakte und Elektroden elektrischer Vakuumgeräte.
Stand der Technik
Die elektrischen Vakuumgeräte, zu denen Vakuum-Lichtbogenlöschkammern und Vakuumentlader gehören, erfordern für ihren zuverlässigen Betrieb eine spezielle Vorbehandlung von Kontakten und Elektroden. In Abhängigkeit von den anzuwendenden Verfahren zur Vorbehandlung der Kontakte und der Elektroden kann nicht nur die Betriebszuverlässigkeit, sondern auch die elektrische Festigkeit eines elektrischen Vakuumgerätes erhöht werden.
Es sind Verfahren zur Vorbehandlung von Kontakten und Elektroden bekannt, welche darin bestehen, dass die Kontakte und die Elektroden durch die Zündung einer zwischen diesen entstandenen Wechselstromentladung in Inertgasoder Wasserstoffatmosphäre entgast werden, (SU-Urheberschein Nr. 588 573, Klasse HOIH 33/66, in Informationsblatt «Entdeckungen, Erfindungen, Geschmacksmuster und Warenzeichen», Nr. 2 1978; JP-Anmeldung Nr. 50-39 827, Klasse HOIH 33/66).
Durch eine solche Entgasung werden Oberflächenverunreinigungen und Gasbeimengungen entfernt; dabei bleibt die Struktur des Kontaktes oder der Elektrode unverändert, was für eine Erhöhung der elektrischen Festigkeit und der Betriebszuverlässigkeit eines elektrischen Vakuumgerätes nicht ausreichend ist.
Es sind Verfahren zur Vorbehandlung von Kontakten bekannt, welche darin bestehen, dass die Elektroden einer Wärmebehandlung in einem Elektroofen in Wasserstoffatmosphäre oder unter Vakuum (JP-Anmeldung Nr. 51-3073, Klasse HOIH 33/66) sowie auch einer Einwirkung mit Elektronenstrahlen (JP-Anmeldung Nr. 51-36468, Klasse HOIH 33/66) unterzogen werden.
Durch eine solche Vorbehandlung wird ein Kontakt hergestellt, bei dem der Gehalt an einer leichtschmelzenden Komponente (Kupfer) in der Oberflächenschicht geringer ist, als in allen anderen Abschnitten des Kontaktes. Durch solche Verfahren kann die elektrische Festigkeit eines elektrischen Vakuumgerätes erhöht werden, dabei wird jedoch der Übergangswiderstand der Kontakte um ein mehrfaches vergrös-sert, was zu einer Einschätzung des Nennstromes einer Vakuum-Lichtbogenlöschkammer führt. Die Durchführung dieser Verfahren ist ausserdem nur bei einem grösseren Siedetemperaturunterschied der Kontaktkomponenten (z.B. im Werkstoff Wolfram-Kupfer) möglich.
Es ist ein Verfahren zur Behandlung von Kontakten bekannt, bei dem zwecks Erhöhung der elektrischen Festigkeit einer Vakuum-Lichtbogenlöschkammer der Lichtbogen initiiert und der Strom beim übersteigen seiner Nenngrösse abgeschaltet wird. (J P-Anmeldung Nr. 51 -8176, Klasse HOIH 33/66.)
Durch die Verwendung des genannten Verfahrens werden nur Oberflächenfehler der Kontakte beseitigt. Das reicht jedoch für die Sicherung einer hohen elektrischen Festigkeit und folglich einer hohen Betriebsspannung eines elektrischen Vakuumgerätes nicht aus.
Es ist ein Verfahren zur Vorbehandlung der Kontakte und der Elektroden elektrischer Vakuumgeräte durch einen Starkstromlichtbogen von einer geringen Dauer bekannt. (SU-Urheberschein Nr. 756510, Klasse HOIH 33/68 in Informationsblatt «Entdeckungen, Erfindungen, Geschmacksmuster und Warenzeichen» Nr. 30 1980.) Das Verfahren besteht darin, dass zwischen den Elektroden oder den auseinandergerückten Kontakten eines elektrischen Vakuumgerätes durch einen Impulsstrom von 10-100 kA mit einer Dauer von 0,5-20 ms ein Lichtbogen erregt wird, wobei der Abstand zwischen den Elektroden oder den Kontakten 5 bis 100 mm beträgt. Bei einem solchen Verfahren wird auf die Oberfläche der Kontakte und der Elektroden mit einem konzentrierten Wärmestrom von 104— 106 W/cm2 unter Vakuum oder in einer Inertgasatmosphäre innerhalb von 0,5-20 ms mit anschliessender Abkühlung der Oberfläche der Kontakte und der Elektroden eingewirkt.
Dabei werden die Kontakte und Elektroden durch die Entfernung der chemosorbierten Gase von deren Oberfläche bei einer minimalen Erosion derselben, d.h. ohne Einschmelzen und Änderung der Struktur der Oberflächenschicht der Elektroden und Kontakte entgast. Das genannte Verfahren ist gerade aus diesem Grunde nicht genügend wirksam für die Erhöhung der elektrischen Festigkeit und der Betriebszuverlässigkeit eines elektrischen Vakuumgerätes.
Darstellung der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren zur Vorbehandlung der Kontakte und der Elektroden elektrischer Vakuumgeräte die Bedingungen, unter welchen die Oberfläche der Kontakte und der Elektroden der Einwirkung mit einem Wärmestrom unterzogen und anschliessend abgekühlt wird, derart zu ändern, dass sich dabei auf der Oberfläche der Kontakte und der Elektroden eine Schicht mit einer fein dispersen Struktur vom Typ «Pseudoeutek-tikum» bildet, was es gestattet, die elektrische Festigkeit und die Betriebszuverlässigkeit der elektrischen Vakuumgeräte zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein Verfahren zur Vorbehandlung der Kontakte und der Elektroden elektrischer Vakuumgeräte vorgeschlagen wird, bei dem auf die Oberfläche der Kontakte und der Elektroden mit einem Wärmestrom von 104-106 W/cm2 unter Vakuum oder in einer Inertgasatmosphäre eingewirkt und die Oberfläche der Kontakte und der Elektroden anschliessend abgekühlt wird, wobei erfindungsgemäss mit dem genannten Wärmestrom innerhalb von 21 -100 ms eingewirkt wird, und die Abkühlung der Oberfläche der Kontakte und Elektroden bei einer Geschwindigkeit der Temperatursenkung von 104— 106 K/s durchgeführt wird.
Durch die Einwirkung auf die Oberfläche des Kontaktes oder der Elektrode mit einem konzentrierten Wärmestrom wird eine Schicht des geschmolzenen Metalls mit einer Stärke von 0,1-3 mm gebildet, die sich während der Abkühlung unter Bildung einer abgeschmolzenen Metallschicht kristallisiert.
Die unteren Grenzen der Werte des konzentrierten Wärmestromes und dessen Einwirkzeit entsprechen den Bedingungen, unter welchen die abgeschmolzene Schicht mit einer Stärke von 0,1 mm auf der Oberfläche der Kontakte und der Elektroden gebildet wird. Die oberen Grenzen der Werte des s
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
3
661 616
konzentrierten Wärmestromes und dessen Einwirkzeit entsprechenden Bedingungen, unter welchen eine maximal mögliche Stärke der abgeschmolzenen Schicht, die 3 mm beträgt, gebildet wird. Die Verwendung von grösseren Werten des konzentrierten Wärmestromes und der Einwirkzeit desselben ist unzweckmässig, weil die Energieverluste für die Verdampfung des Werkstoffes des Kontaktes oder der Elektrode unzulässig gross werden. Ausserdem beginnt die sich bildende Schicht des geschmolzenen Metalls mit einer Stärke von über 3 mm über die Grenzen der Kontakte und der Elektroden hinaus intensiv zu spritzen, und es entstehen auf deren Oberfläche grosse Unebenheiten.
Die Geschwindigkeit der Temperatursenkung ist während der Abkühlung der Oberfläche der Kontakte und der Elektroden von der Temperaturführung bei der Erwärmung der genannten Oberfläche abhängig und wird in Grenzen von 10M06 K/s derart vorgegeben, dass die Kristallisationszeit der Schicht des geschmolzenen Metalls weniger als 10 ms beträgt. Bei einer solchen Zeit der Kristallisation bilden sich infolge der Diffusion Einschlüsse mit einer Grösse bis zu V DT » 3 um (D-Diffusionskoeffizient, der 10"5 cm2/s beträgt, t-Diffusionszeit), und es entsteht eine fein disperse Struktur vom Typ «Pseudoeutektikum».
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Im folgenden werden die der vorliegenden Beschreibung beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen
Fig. 1 die Struktur eines Kontaktes aus dem Werkstoff Chrom-Kupfer (Chrom 64 Gew.%, Kupfer 36 Gew.%), der nach dem erfindungsgemässen Verfahren vorbehandelt worden ist;
Fig. 2 die Struktur eines Kontaktes aus demselben Werkstoff, der nach dem Verfahren gemäss dem SU-Urheberschein Nr. 756510 vorbehandelt worden ist.
Gemäss Fig. 1 ist die Struktur eines Kontaktes 1 durch die Struktur der abgeschmolzenen Oberflächenschicht 2 und die Ausgangsstruktur 3 des Kontaktes 1 vertreten. Die Ausgangsstruktur 3 des Kontaktes 1 besteht aus zwei Phasen, und zwar aus einer auf der Basis von Chrom 4 hergestellten Phase und einer auf der Basis von Kupfer 5 hergestellten Phase.
Die Struktur des in Fig. 1 dargestellten Kontaktes wird nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt, bei dem auf die Oberfläche des Kontaktes mit einem konzentrierten Wärmestrom von 1 • 105 W/cm2 innerhalb von 40 ms unter einem Vakuum von 10~3 Pa unter Bildung einer geschmolzenen Oberflächenschicht eingewirkt, und die geschmolzene Schicht bei einer Geschwindigkeit der Temperatursenkung von 1 • 104 K/s unter Bildung der abgeschmolzenen Oberflächenschicht 2 mit einer gleichmässigen Stärke (die Schichtstärke beträgt 120-130 (im) anschliessend abgekühlt wird. Diese Schicht weist eine fein disperse Struktur auf ; sie ist porenfrei, hat eine erhöhte Härte, Festigkeit und einen geringen Gehalt an Gasbeimengungen. Nach der beschriebenen Vorbehandlung des Kontaktes nimmt die elektrische Festigkeit eines elektrischen Vakuumgerätes um das 1,5-fache zu; dadurch wird es möglich, die Abmessungen und die Masse dieses Gerätes zu vermindern und seine Betriebszuverlässigkeit zu erhöhen.
Gemäss Fig. 2 ist die Struktur des Kontaktes 1 durch die Struktur von einzelnen, geringe Abmessungen aufweisenden, abgeschmolzenen Abschnitte 6 der Oberfläche des Kontaktes 1 sowie durch die Ausgangsstruktur 3 des Kontaktes 1 vertreten, die aus den oben erwähnten Phasen 4 und 5 besteht.
Die Struktur des Kontaktes, die in Fig. 2 wiedergegeben ist, wurde nach dem bekannten Verfahren (SU-Urheberschein
Nr. 756510) hergestellt, bei dem die Oberfläche des Kontaktes der Einwirkung mit einem konzentrierten Wärmestrom von 1 • 105 W/cm2 unter einem Vakuum von 10_3Pa innerhalb von 10 ms unterzogen (es findet dabei kein Einschmelzen der Kontaktoberfläche statt) und die Kontaktoberfläche anschliessend abgekühlt wird. Eine solche Vorbehandlung des Kontaktes gestattet es, die chemosorbierten Gase von der Kontaktoberfläche zu entfernen, ohne dass sich dabei eine Schicht des geschmolzenen Metalls bildet und die Ausgangsstruktur des Kontaktes wesentlich ändert. Auf der Oberfläche des Kontaktes bilden sich nur einzelne abgeschmolzene Abschnitte 6 von geringen Abmessungen,
welche die Härte und die Festigkeit des Kontaktes und folglich auch die elektrische Festigkeit und die Betriebszuverlässigkeit eines elektrischen Vakuumgerätes nicht beeinflussen.
Alle obigen Ausführungen über die Struktur der Kontakte und die in Fig. 1 und Fig. 2 veranschaulichten Strukturen beziehen sich gleichermassen auch auf die Elektroden, deren Struktur ähnlich der Struktur der Kontakte ist.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
Als Quellen für die genannten konzentrierten Wärmeströme können gemäss der vorliegenden Erfindung Anlagen zur Erzeugungeines leistungsstarken Lichtbogens, und zwar Piasmatrone, Laser, Elektronenstrahlanlagen usw. verwendet werden. Eine genügend einfache und wirksame Quelle stellt unter den Bedingungen der Industrieproduktion die Anlage zur Erzeugung eines leistungsstarken Lichtbogens unter Vakuum dar.
Die Abkühlung der Kontakt- und Elektrodenoberfläche wird bei dem erfindungsgemässen Verfahren, wie oben dargelegt, mit einer Geschwindigkeit der Temperatursenkung von 104— 106 K/s durchgeführt, wobei die Abkühlung durch die Wärmeleitfähigkeit des Kontakt- und Elektrodenwerkstoffes verwirklicht wird.
Das vorliegende Verfahren gestattet es, die Vorbehandlung der Kontakte und Elektroden vorzunehmen, die in Pulvermetallurgie- und in Giessverfahren hergestellt worden sind.
Zu einem besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung werden folgende konkrete Beispiele ihrer Durchführung angeführt.
Beispiel 1
Nach einem Pulvermetallurgie-Verfahren wird ein Chrom-Kupfer-Werkstück (Chrom 64 Gew.%, Kupfer 36 Gew.%) hergestellt, aus welchem Kontakte gedreht werden. Dann wird eine Vakuum-Lichtbogenlöschkammer zusammengebaut. Die Kontakte der Kammer werden mit einem konzentrierten Wärmestrom von 1 • 104 W/cm2 unter einem Vakuum von 10-3 Pa innerhalb von 40 ms behandelt. Der konzentrierte Wärmestrom der genannten Leistung wird durch die Erregung eines Lichtbogens zwischen den Kontakten mittels eines Stromes von 30 kA, hergestellt. Durch die oben beschriebene Behandlung findet ein Einschmelzen der Oberfläche der Kontakte statt. Dann wird die Oberfläche der Konktate (der Schicht des geschmolzenen Metalls) bei einer Geschwindigkeit der Temperatursenkung von 1 • 104 K/s unter Bildung einer abgeschmolzenen Oberflächenschicht des Metalls abgekühlt.
Nach der durchgeführten Vorbehandlung der Kontakte nach dem oben beschriebenen Verfahren wird die Vakuum-Lichtbogenlöschkammer auf die elektrische Festigkeit geprüft. Die Prüfergebnisse für die Kammer sind in der Tabelle angeführt.
Beispiel 2
Nach einem Pulvermetallurgie-Verfahren wird ein
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
661 616
Chrom-Kupfer-Werkstück (Chrom 64 Gew.%, Kupfer 36 Gew.%) hergestellt, aus welchem Kontakte gedreht werden. Dann wird die Oberfläche der Kontakte mit Plasma, das durch eine Grösse des konzentrierten Wärmestromes von 3,5 • 105 W/cm2gekennzeichnet ist, in Inertgasatmosphäre (Argon) innerhalb von 27 ms behandelt. Der konzentrierte Wärmestrom der genannten Grösse wird mittels eines Licht-bogenplasmatrons mit einer Leistung von 100 kW hergestellt, wobei der Abstand der Düsenöffnung des Plasmatrons und der Kontaktoberfläche voneinander 60 mm beträgt. Dann wird die Oberfläche der Kontakte bei einer Geschwindigkeit der Temperatursenkung von 1 • 105 K/s abgekühlt.
Nachdem die Kontakte auf die oben beschriebene Weise vorbehandelt worden sind, wird die Vakuum-Lichtbogenlöschkammer zusammengebaut und auf die elektrische Festigkeit geprüft. Die Prüfungsergebnisse für die Kammer sind in der Tabelle angeführt.
Beispiel 3
Nach einem Pulvermetallurgie-Verfahren wird auf der Basis von Eisen (Kupfer 26 Gew.%, Antimon 4 Gew.%, Eisen-Rest) ein Werkstück hergestellt, aus welchem Elektroden gedreht werden. Dann wird auf die Elektrodenoberfläche mit einem konzentrierten Wärmestrom von 1 • 106 W/cm2 in Inertgasatmosphäre (Argon) innerhalb von 21 ms eingewirkt. Dieser konzentrierte Wärmestrom wird durch die Erregung eines Lichtbogens zwischen den Kontakten mittels eines Stromes von 45 kA hergestellt. Dann wird die Abkühlung der Elektrodenoberfläche bei einer Geschwindigkeit der Temperatursenkung von 5 • 10s K/s durchgeführt.
Nachdem die Elektroden auf die oben beschriebene Weise vorbehandelt worden sind, wird ein Vakuumentlader zusammengebaut und auf die elektrische Festigkeit geprüft. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle angeführt.
Beispiel 4
In einem Giess-Verfahren wird auf der Basis von Chrom und Kupfer (Chrom 50 Gew.%; Kupfer 50 Gew.%) ein Werkstück hergestellt, aus welchem Kontakte gedreht werden. Dann wird auf die Oberfläche der Kontakte mit einem konzentrierten Wärmestrom von 7 • 105 W/cm2 in Inertgasatmosphäre (Argon) innerhalb von 100 ms eingewirkt. Der konzentrierte Wärmestrom der genannten Leitung wird durch die Erregung eines Lichtbogens zwischen den Kontakten mittels eines Stromes von 48 kA hergestellt. Dann wird die Oberfläche der Kontakte bei einer Geschwindigkeit der Temperatursenkung von 1 • 106 K/s abgekühlt.
Nachdem die Kontakte auf die oben beschriebene Weise vorbehandelt worden sind, wird eine Vakuum-Lichtbogenlöschkammer zusammengebaut und auf die elektrische Festigkeit geprüft. Die Prüfergebnisse sind in der Tabelle angeführt.
Nachstehend werden in der Tabelle die Vergleichsergebnisse der Prüfungen der elektrischen Vakuumgeräte auf die elektrische Festigkeit angeführt, bei denen die Kontakte und die Elektroden gemäss dem vorliegenden Verfahren (Beispiele 1 bis 4) und nach dem bekannten Verfahren (SU-Urheberschein Nr. 756510) vorbehandelt worden sind. Nach dem erwähnten bekannten Verfahren wird auf die Oberfläche der Kontakte oder der Elektroden unter einem Vakuum von 10~3Pa innerhalb von 10 ms mit einem konzentrierten Wärmestrom von 1 • 105 W/cm2 eingewirkt, der durch die Erregung eines Lichtbogens mittels eines Stromes von 15 kA hergestellt wird.
Die elektrische Festigkeit wurde durch die Messung der Spannung des ersten Durchschlages bei einem Abstand der Kontakten oder der Elektroden voneinander von 1,5 mm ermittelt.
Tabelle
Verfahren zur Vorbe- Spannung des ersten Durchschlages in kV,
handlung der Kontakte und effektiv der Elektroden
mittlere maximale minimale nach dem bekannten
Verfahren
26,2
38
23
nach Beispiel 1
37,6
41
33
nach Beispiel 2
37,5
41,5
33,5
nach Beispiel 3
37,7
41
33
nach Beispiel 4
38
42
34
Wie es aus der Tabelle zu ersehen ist, gestattet es das erfin-dungsgemässe Verfahren im Vergleich zu dem bekannten Verfahren die elektrische Festigkeit eines elektrischen Vakuumgerätes um 50% zu erhöhen, und folglich auch die Betriebszuverlässigkeit des genannten Gerätes zu steigern.
Gewerbliche Anwendbarkeit
Die Erfindung kann auf dem Gebiet des Elektrogerätebaues ihre Anwendung finden.
4
5
10
15
20
25
30
35
40
45
B
1 Blatt Zeichnungen
CH4327/82A 1980-11-28 1980-11-28 Verfahren zur vorbehandlung der kontakte und elektroden elektrischer vakuumgeraete. CH661616A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
PCT/SU1980/000187 WO1982001960A1 (en) 1980-11-28 1980-11-28 Method of preparation of contacts and electrodes of vacuum electric apparatuses

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH661616A5 true CH661616A5 (de) 1987-07-31

Family

ID=21616684

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH4327/82A CH661616A5 (de) 1980-11-28 1980-11-28 Verfahren zur vorbehandlung der kontakte und elektroden elektrischer vakuumgeraete.

Country Status (5)

Country Link
US (1) US4420346A (de)
JP (1) JPS57502144A (de)
CH (1) CH661616A5 (de)
DE (1) DE3050651A1 (de)
WO (1) WO1982001960A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1991009409A1 (de) * 1989-12-15 1991-06-27 Calor Emag Elektrizitäts-Ag Verfahren zur herstellung eines oberflächenbeschichteten bauteils, insbesondere eines kontaktstücks für einen vakuumschalter, und vorrichtung zur durchführung dieses verfahrens
DE19632573A1 (de) * 1996-08-13 1998-02-19 Abb Patent Gmbh Verfahren zur Herstellung einer Kontaktanordnung für eine Vakuumkammer und Kontaktanordnung
WO2020114687A1 (de) * 2018-12-04 2020-06-11 Siemens Aktiengesellschaft Verbesserung der oberflächeneigenschaften von kontaktwerkstoffen
WO2021197803A1 (de) * 2020-04-02 2021-10-07 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zum zweistufigen formieren von kontakten einer vakuumschaltvorrichtung

Families Citing this family (17)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3303170A1 (de) * 1983-01-31 1984-08-02 Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München Verfahren zum herstellen von kupfer-chrom-schmelzlegierungen als kontaktwerkstoff fuer vakuum-leistungsschalter
JPS60189126A (ja) * 1984-03-07 1985-09-26 株式会社東芝 真空遮断器とその処理方法
US4736078A (en) * 1983-10-07 1988-04-05 Kabushiki Kaisha Toshiba Method for processing vacuum switch and vacuum switch processed by the method
JPS6174222A (ja) * 1984-09-19 1986-04-16 株式会社日立製作所 真空遮断器
FI854809A7 (fi) * 1984-12-18 1986-06-19 Hochiki Co Branddetektor som baserar sig pao minskat ljus.
US4677264A (en) * 1984-12-24 1987-06-30 Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha Contact material for vacuum circuit breaker
US4872926A (en) * 1987-12-30 1989-10-10 American Air Liquide Process for heat treating metals or metal alloys in a thermal plasma
DE3842919C2 (de) * 1988-12-21 1995-04-27 Calor Emag Elektrizitaets Ag Schaltstück für einen Vakuumschalter
GB8921475D0 (en) * 1989-09-22 1989-11-08 Gen Electric Co Plc High current switch components
DE19650752C1 (de) * 1996-12-06 1998-03-05 Louis Renner Gmbh Kupfer-Chrom-Kontaktwerkstoff mit feinkörnig umgewandelter Oberfläche für elektrische Schaltkontakte und Verfahren zu dessen Herstellung
DE19714655C2 (de) * 1997-04-09 2002-10-17 Abb Patent Gmbh Verfahren und Vorrichtung zum Konditionieren einer Vakuumschaltkammer
US6398823B1 (en) 1999-12-07 2002-06-04 Tru-Si Technologies, Inc. Dynamic break for non-contact wafer holder
US6402843B1 (en) 1999-12-07 2002-06-11 Trusi Technologies, Llc Non-contact workpiece holder
US6203661B1 (en) 1999-12-07 2001-03-20 Trusi Technologies, Llc Brim and gas escape for non-contact wafer holder
US6121571A (en) * 1999-12-16 2000-09-19 Trusi Technologies Llc Plasma generator ignition circuit
US6500896B1 (en) * 2000-02-14 2002-12-31 Chromascape, Inc. Method and colorant for the coloring of rubber
US7671523B2 (en) * 2003-05-23 2010-03-02 Lawrence Livermore National Security, Llc Material for electrodes of low temperature plasma generators

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2968723A (en) * 1957-04-11 1961-01-17 Zeiss Carl Means for controlling crystal structure of materials
US3463892A (en) * 1966-06-29 1969-08-26 Allis Chalmers Mfg Co Contact supporting stud and method for making the same
GB1225491A (de) * 1967-04-24 1971-03-17
CA1095387A (en) * 1976-02-17 1981-02-10 Conrad M. Banas Skin melting
US4179316A (en) * 1977-10-17 1979-12-18 Sciaky Bros., Inc. Method and apparatus for heat treating

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1991009409A1 (de) * 1989-12-15 1991-06-27 Calor Emag Elektrizitäts-Ag Verfahren zur herstellung eines oberflächenbeschichteten bauteils, insbesondere eines kontaktstücks für einen vakuumschalter, und vorrichtung zur durchführung dieses verfahrens
US5254185A (en) * 1989-12-15 1993-10-19 Calor-Emag Ag Method for producing a surface-coated component, in particular a contact piece for a vacuum switch, and device for executing this method
DE19632573A1 (de) * 1996-08-13 1998-02-19 Abb Patent Gmbh Verfahren zur Herstellung einer Kontaktanordnung für eine Vakuumkammer und Kontaktanordnung
WO2020114687A1 (de) * 2018-12-04 2020-06-11 Siemens Aktiengesellschaft Verbesserung der oberflächeneigenschaften von kontaktwerkstoffen
WO2021197803A1 (de) * 2020-04-02 2021-10-07 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zum zweistufigen formieren von kontakten einer vakuumschaltvorrichtung

Also Published As

Publication number Publication date
DE3050651A1 (de) 1982-11-18
JPS57502144A (de) 1982-12-02
WO1982001960A1 (en) 1982-06-10
US4420346A (en) 1983-12-13

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68926742T2 (de) Vorrichtung und verfahren zur beschichtung von materialien durch einen pulsierenden plasmastrahl
EP0115292B1 (de) Verfahren zum Herstellen von Kupfer-Chrom-Schmelzlegierungen als Kontaktwerkstoff für Vakuum-Leistungsschalter
DE1035446B (de) Verfahren zur Einleitung und Durchfuehrung technischer Prozesse, wie metallurgischer und chemischer Art, mittels elektrischer Glimmentladungen
US4420346A (en) Method of preparing contacts and electrodes of electric vacuum apparatuses
CH424918A (de) Elektrischer Vakuumschalter
DE60210553T2 (de) Flussmittelfreies Löten mit Wasserstoff mittels Zugabe von Elektronen
DE3028115C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines Vakuumschalter-Kontaktstückes
WO2021123314A1 (de) Vorrichtung zur unterbrechung eines elektrischen kreises
DE2308913A1 (de) Vakuum-lichtbogenvorrichtung
EP2087503B1 (de) Vorrichtung zum vorbehandeln von substraten
DE2354697C2 (de) Gasgefüllter Überspannungsableiter
DE2039063A1 (de) Vakuumschalter
EP0259792A1 (de) Verfahren zur Herstellung von wärmebelasteten Bauelementen mit einer schützenden Schicht
DD157031A1 (de) Verfahren zur vorbehandlung der kontakte und der elektroden elektrischer vakuumgeraete
DE1640234B2 (de) Vakuumschaltgeraet
DE102018205906A1 (de) Vorrichtung, die zum Laserstrahlschneiden ausgebildet ist und ein Verfahren zum Laserstrahlschneiden
DE19707699C1 (de) Plasmabrenner für Plasmaspritzanlagen
DE102004009335A1 (de) Keramische Verdampferschiffchen mit verbesserter elektrischer Leitfähigkeit
DE19654250A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen oxidationsempfindlicher Lötverbindunden
DE102018220173B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung reduzierter Metalloberflächen
DE3107688A1 (de) Schaltkontakt
DE4110600A1 (de) Vakuum-leistungsschalter sowie elektrode und elektrodenmaterial fuer einen solchen
DE1640234C3 (de)
DE3208086A1 (de) Verfahren zur herstellung von schichten aus amorphem silizium und verwendung einer plasmakanone zur durchfuehrung dieses verfahrens
AT235665B (de) Schmelzschweißverfahren und Anordnung zu seiner Durchführung

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased