CH661792A5 - Fuehrungselement fuer ein unterkalibriges projektil. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Führungselement nach Oberbegriff von Anspruch 1 für ein unterkali-riges, beim Verschiessen rotierendes Projektil, welches einei den Rückteil des Projektils umfassenden Schuh und eine im wesentlichen sowohl den Schuh als auch den Projektilkörpei umfassende Führungshülse aufweist.
Die Verwendung von ringförmigen Schuhen zur Überbrückung des ringförmigen Spalts zwischen dem unterkalib-rigen Projektil und dem normalkalibrigen Geschützlauf ist bekannt. Die Aufgabe solch eines Schuhs ist es, einerseits eir Zentrieren des unterkalibrigen Projektils zu gewährleisten und andererseits die notwendige Abdichtung zwischen der Aussenwand des Projektils und der Innenoberfläche des Geschützlaufs derart aufrecht zu erhalten, dass beim Verfeuern des Projektils genügender Ausstoss und Drall erreichi werden.
Sobald das Projektil den Geschützlauf verlassen hat, ist dii Aufgabe des Schuhs erfüllt; er soll ohne Beeinflussung der Flugbahn des Projektils von diesem getrennt werden. Üblicherweise ist deshalb ein Schuh derart ausgebildet, dass er aufgrund von Zentrifugalkräften und/oder Luftwiderstand vom Projektil nach dem Verlassen des Geschützlaufs abgetrennt wird. Zum Beispiel kann der Schuh aus einer Anzahl separater Segmente bestehen, welche im Innern des Geschützlaufs zusammengehalten und am Ausgang der Mündung des Laufs voneinander getrennt werden. Im schwe dischen Patent Nr. 7 410 607-1 ist ein aus einem Stück bestehender, mit einer Anzahl Nuten versehener Schuh beschrieben. Diese Nuten erstrecken sich parallel zur Längsachse des Schuhs. Zusätzlich ist jedoch ein nicht mit Nuten versehenes Gebiet, welches den beim Verfeuern im Lauf entstehenden Explosionskräften widerstehen kann, vorgesehen: dieses Gebiet weist jedoch solch eine Festigkeit auf, dass es nach Verlassen des Laufs aufgrund von Zentrifugal- und/ oder Luftwiderstandskräften, welche auf die längs verlaufenden Schuhsegmente wirken, zerbrochen wird.
Da unterkalibrige Projektile in der letzten Zeit mehr und mehr verwendet werden, z.B. gegen gepanzerte Ziele, ist es aus ökonomischen Gründen bedeutsam geworden, dass solche Schuhe nicht nur den grossen, in den Geschützläufen auftretenden Explosionskräften widerstehen können, sondern auch einfach zu konstruieren und herzustellen sind. Dies gilt für scharfe (live-ammunition) wie auch für Übungsmunition (practice ammunition). Zusätzlich sollte solch ein Schuh aus leichtgewichtigem Material bestehen, damit ein möglichst grosser Teil der Gasarbeit im Lauf zum Ausstossen des unterkalibrigen Projektils selbst verwendet wird. Ebenso wird durch Verwendung von leichtgewichtigem Material die Handhabung der Munition erleichtert. Es ist schwierig gewesen, die Anforderungen von hoher Festigkeit und zugleich niedriger Herstellungskosten zu erfüllen. Die Anforderungen und die Festigkeit können nicht reduziert werden, da die Festigkeitsanforderungen, welche das Geschoss (Projektil und Schuh) betreffen, aufgrund der anwachsenden Mündungs- und Drallgeschwindigkeit sowie aufgrund der schnelleren Handhabungsgeschwindigkeit der Munition angewachsen sind.
Weiter soll ein Schuh derart konstruiert werden, dass ein automatisches Laden des Geschützes ermöglicht wird.
Bekannte Schuhe sind am vordem und am hintern Ende mit einem Ring versehen, welcher einen den Kaliber des Geschützrohrs entsprechenden Durchmesser aufweist; zwischen diesen Ringen liegt ein Gebiet mit reduziertem Durch5
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messer. Solche Schuhe sind jedoch für automatisches Laden nicht geeignet.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Führungselement zu schaffen, bei dem die oben beschriebenen Probleme in optimaler Weise berücksichtigt worden sind. Solch ein Führungselement besitzt die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angeführten Merkmale. Erfindungsgemäss ist die Führungshülse mindestens annähernd zylindrisch und im Durchmesser dem Kaliber des Geschützrohrs, also dem Normalkaliber entsprechend ausgebildet und mit einem direkt in das Hülsenmaterial eingearbeiteten, äusserlichen Führungsband und einem mit dem Aussengewinde des Schuhs zusammenwirkenden Innengewinde versehen.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Vorderteil der Führungshülse mit einer Anzahl längs verlaufender, teilweise in das Hülsenmaterial eingearbeiteter Nuten versehen. Der Vorderteil des mit Nuten versehenen Teils wird mit Hilfe eines Führungsrings zusammengehalten. Die Führungshülse besteht aus einem hochfesten Material von geringer Dichte, sie kann vorzugsweise durch Giessen hergestellt werden. Weiter besteht die Führungshülse vorzugsweise aus Stahl oder anderem geeignetem Material.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels noch etwas näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt ein Führungselement 1 für ein unterkalibriges, beim Verschiessen rotierendes, allgemein eine konische Nase 3 und einen zylindrischen Hauptkörper 4 aufweisendes Projektil 2. Damit das Projektil den notwendigen Drall erhält, ist seine zylindrische Aussenfläche am Ort der hintern, ebenen Endfläche 5 mit einer Anzahl symmetrisch verteilter Ausnehmungen 6 versehen; das Projektil kann mit Hilfe der Ausnehmungen mit der Führungshülse zur Erteilung des notwendigen Dralls verbunden werden. Die Anzahl der Ausnehmungen beträgt 2,3,4 oder mehr. In der Figur sind zwei einander gegenüberliegende Ausnehmungen 6 dargestellt. Beim Projektil handelt es sich entweder um ein Übungs- oder um ein scharfes Projektil.
Das Führungselement 1 weist eine äussere, zylindrische, im Durchmesser dem Geschützrohrkaliber entsprechende, Führungshülse 7 auf, welche den Projektilkörper am gegenüberliegenden Ende des konischen Abschnitts 3 derart umfasst, dass ihre Längsachse mit der Projektilachse 8 zusammenfällt. Die Führungshülse soll direkt mit dem Geschützlauf zusammenwirken und ist deshalb mit einem direkt in das Hülsenmaterial eingeformten Führungsband 9 versehen. Die Führungshülse ist ebenfalls mit einem schmalen, konischen Gebiet 10 versehen, um das Anbringen von (nicht gezeichneten) Gurtgliedern zu erleichtern.
Die Führungshülse 7 ist im wesentlichen als hohler, zylindrischer Körper ausgebildet, welcher zum Erleichtern des automatischen Ladens ein gerades, zylindrisches Gebiet aufweist, und weist ferner eine schalenförmige Frontfläche 11 auf, welche ein zentrales, mit einer dem Vordergebiet des konischen Abschnitts 3 des Projektils entsprechenden Öffnung versehenes verdicktes Gebiet 12 aufweist. Ferner ist die Führungshülse mit einer Anzahl längs verlaufender Nuten 14 versehen, d.h. die Nuten verlaufen parallel zur Projektilachse 8. Diese Nuten weisen jedoch nur solch eine Tiefe im Hülsenmaterial auf, dass ein einstückiger Teil 15 mit im wesentlichen gleichförmiger Dicke, gebildet durch das Endgebiet der Hülse und das Vordergebiet der zylindrischen Fläche, verbleibt. Der hintere Teil der zylindrischen Hülse ist nicht mit Nuten versehen. Das Führungsband 9 sowie das konische Gebiet 10 sind in diesem hintern, nicht mit Nuten versehenen Teil der Hülse vorgesehen. Natürlich kann die Anzahl der Nuten variiert werden, im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind vier Nuten vorgesehen. Durch diese Nuten sollen die nach dem Verlassen des Geschützrohrs durch Zentrifugal- und/oder Luftwiderstandskräfte erzeugten Beanspruchungen im Sinne von Sollbruchstellen derart konzentriert werden, dass das Auseinanderbrechen der Führungshülse in eine Anzahl kleinere Teile erleichtert wird.
Der vordere Teil des mit Nuten versehenen Gebiets der Führungshülse ist mit einem vorzugsweise aus Stahl bestehenden und in die zylindrische Hülsenwand eingebetteten Führungsring 16 versehen, um die Hülse im Geschützlauf ein Verkanten verhindernd besser zu zentrieren und um eine genügende Festigkeit der Führungshülse während dem Aus-stossen des Geschosses aus dem Geschützlauf zu gewährleisten. Der Führungsring weist einen, in die schalenförmige Frontfläche 11 eingebetteten, rechtwinklig abstehenden Flansch 16' auf.
Ebenso wie die Führungshülse weist der Führungsring 16 seinerseits vorzugsweise im Ringflansch 16' vorgesehene Sollbruchstellen in der Form von Nuten auf.
Ferner weist das Führungselement 1 einen ringförmigen Schuh 17 auf, dieser ist derart am hintern Teil des Projektils angebracht, dass seine Symmetrieachse mit der Projektilachse 8 zusammenfällt. Der Schuh ist mit einem Aussengewinde 18 versehen, welches mit einem Innengewinde am hintern Teil der Führungshülse zusammenwirkt. Vorzugsweise sind diese Gewinde derart ausgebildet, dass der von den Zügen im Geschützrohr verursachte Drall des Projektils ein festeres Verschrauben der Führungshülse 7 mit dem Schuh 17 bewirkt.
Wie in der Figur zu sehen ist, ist das vordere Ende des Schuhs schalenförmig ausgebildet, um eine Trennung des Schuhs vom Projektil beim Verlassen der Mündung des Geschützlaufs zu erleichtern. Ferner weist der Schuh eine zentrale, axiale Bohrung 20 für den hintern Teil des Projektil? auf. Diese Bohrung 20 ist mit einem, die planare, hintere Endfläche 5 des Projektils aufnehmenden planaren Absatz 21 versehen. Die Bohrung 20 ist mit einer Anzahl Haltebolzen 22 versehen, welche sich axial in die am hintern Teil des Projektils vorgesehenen Ausnehmungen 6, mit diesen zusammenwirkend, erstrecken, um eine Verbindung des Projektils mit dem Schuh sicherzustellen. Durch diese Verbindung wird dem Projektil während dem Verfeuern der notwendige Drall erteilt. Da die Haltebolzen am Umfang des Projektils verteilt sind, wird eine sehr feste Verbindung zwischen dem Projektil und dem Schuh erreicht; das Risiko des Rutschens wird auf diese Art auch bei sehr hohen Drallgeschwindigkeiten minimiert. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind vier Haltebolzen symmetrisch an der Peripherie verteilt; es kann natürlich auch eine andere Anzahl Haltebolzen, wie z.B. drei oder sechs, verwendet werden. Dank der planaren Endfläche 5 des Projektils ist zwischen Projektil und Schuh ein guter Kontakt gewährleistet, dadurch ist das Austreiben des Projektils aus dem Geschützlauf erleichtert.
Im weiteren übt die plane Endfläche einen vorteilhaften Einfluss auf die Trennung des Führungselements vom unterkalibrigen Projektil beim Verlassen des Geschützlaufs auf. Der Schuh trennt sich vom Projektil, sobald das Projektil die Mündung des Geschützlaufs verlassen hat, da der auf den Schuh wirkende Luftwiderstand viel grösser ist. als der auf das Projektil selbst wirkende Luftwiderstand. Dank der planaren Kontaktfläche zwischen Schuh und Projektil wird eine sofortige und komplikationslose Separation erreicht.
Weiter ist der Schuh 17 mit einer zentralen, durchgehenden Bohrung 23 versehen, um zu erlauben, dass die austreibenden Gase auf die rückwärtige Endfläche 5 des Projektils wirken. Die hintere Fläche 24 des Schuhs ist im wesentlichen planar oder leicht konisch ausgebildet.
Um das notwendige Dichten zwischen der äussern Ober5
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fläche des Projektils und der innern Oberfläche des Geschützlaufs zum Sicherstellen einer wirksamen Austreibung des Projektils aus dem Geschützlauf zu erreichen, ist der hintere Teil des Schuhs mit einem Dichtring 25 versehen.
Dieser Dichtring besteht aus einem Gummielastikum mit einem schmalen innern Teil 26, welcher in eine ringförmige Ausnehmung am hintern Teil des Schuhs eingreift. Der Dichtring 25 weist ferner einen nach hinten weisenden und im wesentlichen den Umriss der Hülse fortsetzenden konischen Teil 27 auf.
Das gesamte Führungselement besteht aus einem hochfesten, eine geringe Dichte aufweisenden Material. Die Füh-5 rungshülse besteht vorzugsweise aus glasfaserverstärktem, gegossenem Polyamid, während der Schuh vorzugsweise aus Aluminium ausgebildet ist. Dies bedeutet, dass das Führungselement sowohl ein niedriges Gewicht aufweist wie auch vergleichsweise einfach herzustellen ist.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
- 661 7922PATENTANSPRÜCHE1. Führungselement für ein unterkalibriges, beim Ver-schiessen rotierendes Projektil, welches einen zum Umfassen des hintern Teils des Projektils ausgebildeten Schuh und eine im wesentlichen sowohl den Schuh wie auch den Projektilkörper zum Umfassen ausgebildete Führungshülse aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (7) mindestens annähernd zylindrisch und im Durchmesser normalka-librig ausgebildet ist und mit einem direkt in das Hülsenmaterial eingearbeiteten äusserlichen Führungsband (9) und einem mit einem Aussengewinde (18) des Schuhs (17) zusammenwirkenden Innengewinde versehen ist, und dass der Vorderteil des Schuhs ( 17) eine zentrale, axial verlaufende, zum Aufnehmen des hintern Teils des Projektils ausgebildete Bohrung (20) aufweist, wobei das Projektil (2) in der Bohrung (20) des Schuhs ( 17) mit Hilfe einer Anzahl in der Bohrung (20) vorgesehener, dort axial herausragender, in entsprechende Ausnehmungen (6) in der äussern, zylindrischen Oberfläche des Projektils (2) eingreifender Haltebolzen (22) gesichert ist.
- 2. Führungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse als hohler, zylindrischer Körper mit einem geraden, zylindrischen Teil und einem nach vorne sich erstreckenden Endteil (11) ausgebildet ist, wobei der hintere Teil des geraden, zylindrischen Teils mit dem Innengewinde und der Endteil (11) mit einer dem Nasenabschnitt des Projektils entsprechenden Öffnung versehen ist.
- 3. Führungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Abschnitt der Führungshülse (7) mit einer Anzahl längs verlaufender Nuten ( 14) versehen ist, welch letztere bis zu solch einer Tiefe in das Hülsenmaterial eingearbeitet sind, dass ein einstückiger Teil ( 15) von im wesentlichen gleichförmiger Dicke am vordem Endteil (11) der Führungshülse und am vordem Abschnitt des geraden, zylindrischen Teils der Führungshülse (7) verbleibt.
- 4. Führungselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Nuten versehene vordere Abschnitt der Führungshülse (7) mit Hilfe eines am vordem Ende des geraden, zylindrischen Teils der Führungshülse (7) vorgesehenen Führungsrings (16) zusammengehalten ist.
- 5. Führungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsring (16) in der zylindrischen Wand der Führungshülse (7) eingebettet und mit einem kurzen, im vordem Endteil (11) der Führungshülse (7) eingebetteten, rechtwinklig abstehenden Flansch versehen ist, wobei dieser Flansch mit Nuten zum erleichterten Auseinanderbrechen des Rings versehen ist.
- 6. Führungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die für den hintern Teil des Projektils vorgesehene Bohrung (20) im Schuh einen mit der planaren Endfläche des Projektils zusammenwirkenden planen Absatz (21) aufweist.
- 7. Führungselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (6) in der äusseren zylindrischen Oberfläche des Projektils nahe der hintern Endfläche (5) des Projektils angeordnet sind.
- 8. Führungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein, vorzugsweise aus elastischem Gummi bestehender Dichtungsring (25) am hintern Teil des Schuhs angebracht ist und einen nach hinten sich erstreckenden, im wesentlichen eine Fortsetzung der äussern, zylindrischen Oberfläche der Führungshülse (7) bildenden konischen Teil (27) aufweist.
- 9. Führungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (7) aus einem festen, eine geringe Dichte aufweisenden Material, vorzugsweise gegossenem, mit Glasfasern verstärktem Polyamid, besteht.
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