CH662010A5 - Mobile transformatoren-unterstation. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine mobile Transformatoren-Unterstation mit einem tragenden Chassis.
Bekannte mobile Unterstationen dieser Art bestehen üblicherweise aus einem System, bei welchem die Elemente der Unterstation von einem Sattelanhänger getragen sind, wobei dieser von einer Sattelzugmaschine gezogen wird.
Nach Installation des Sattelanhängers mit der darauf befindlichen Unterstation am vorbestimmten Ort kann die Sattelzugmaschine wieder entfernt werden.
Ein wesentlicher Nachteil bekannter Unterstationen besteht darin, dass die hinteren Räder am Chassis starr befestigt sind, so dass das Rangieren während des Transportvorganges bei beengten Verhältnissen äusserst schwierig ist.
Enge Kurven lassen sich mit der bekannten mobilen Unterstation nicht bewältigen. Ein zusätzlicher Nachteil besteht darin, dass die starr mit dem Chassis verbundenen Räder ständig, also auch nach Aufstellen der Unterstation, des Unterhalts bedürfen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die bekannte Unterstation beweglicher zu machen und den Unterhalt der aufgestellten Unterstation zu vereinfachen. Diese Aufgabe wird für eine eingangs definierte mobile Transformatoren-Unterstation erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 definierten Merkmale gelöst. Nach Installation der Unterstation am gewünschten Ort können sowohl die Sattelzugmaschine als auch der am hinteren Ende des Chassis angebrachte Fahrgestellschemel entfernt werden, wodurch sich der Unterhalt der aufgestellten Station vereinfacht. Durch die erfindungsgemässe Massnahme wird die Bewegungsfreiheit während des Transports und des Aufstellens der Unterstation wesentlich erhöht.
Im folgenden wird anhand der Zeichnungen eine bekannte mobile Transformatoren-Unterstation sowie Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung einer bekannten mobilen Unterstation,
Fig. 2 die schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
Fig. 3 das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 in Aufsicht und in Transportstellung,
Fig. 4 die Aufsicht auf das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 mit gedrehtem Fahrgestellschemel,
Fig. 5 die Aufsicht auf das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 mit um 90° gegenüber der Längsachse des Chassis gedrehten Fahrgestellschemel mit montiertem, um Blöcke geführtem Kabel und
Fig. 6 die schematische Darstellung der fertig aufgestellten Unterstation.
In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugsziffern durchgehend gleiche oder einander entsprechende Bauteile.
Die in Fig. 1 dargestellte bekannte mobile Unterstation ist auf einem Sattelanhänger untergebracht, der von einer Sattelzugmaschine gezogen wird. Die Bauteile der Unterstation
I sind auf einem Chassis 2 montiert, an welchem ausziehbare Stützen 3 befestigt sind. Ferner sind am Chassis 2 Räder 5 und ein Königszapfen 7 angebracht. Ein Endbereich des Chassis liegt mit dem Königszapfen 7 auf einer Kupplungsplatte 8 auf, welche an der Sattelzugmaschine 4 angebracht ist. Wird die Unterstation am Bestimmungsort aufgestellt, werden die Stützen 3 ausgezogen und fixiert, so dass sie das Chassis 2 auf dem Boden abstützen. Daraufhin wird der Königszapfen 7 von der Kupplungsplatte 8 gelöst, worauf die Sattelzugmaschine 4 vom Chassis 2 entfernt werden kann.
Gemäss dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das Chassis 2, welches die Elemente der Unterstation 1 trägt, mit ausziehbaren Stützen 3 versehen. An einem Endbereich des Chassis 2 ist ein Königszapfen 7 und am entgegengesetzten Endbereich des Chassis 2 ein zweiter Königszapfen 9 angebracht. Das eine Ende des Chassis 2 wird über den Königszapfen 7 von der ersten Kupplungsplatte 8 auf der Sattelzugmaschine 4 getragen. Das andere Ende des Chassis 2 wird über den zweiten Königszapfen 9 von einer zweiten Kupplungsplatte 10 getragen, welche auf einem Fahrgestellschemel 6 angebracht ist. Auf dem Fahrgestellschemel 6 ist ferner eine Arretiervorrichtung
II montiert. Die Verbindungen zwischen der Sattelzugmaschine 4 und des Fahrgestellschemels 6 sind so ausgebildet, dass sie sich leicht von den Königszapfen 7 bzw. 9 lösen lassen. Die an dem Chassis 2 starr angebrachten Königszapfen 7 und 9 bilden Kupplungen mit der Sattelzugmaschine 4 und dem Fahrgestellschemel 6, so dass sich sowohl die Sattelzugmaschine 4 als auch der Fahrgestellschemel 6 um die Königszapfen 7 bzw. 9 drehen lassen.
Fig. 3 zeigt das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 in der normalen Transportstellung. Wie die Figur zeigt, ist der Fahrgestellschemel 6 mit Hilfe einer Arretiervorrichtung 11 am Chassis 2 derart befestigt, dass der Fahrgestellschemel parallel zur Längsachse des Chassis 2 zeigt. Die gesamte Vorrichtung lässt sich damit auf dem von der Sattelzugmaschine gezogenen Sattelanhänger in eine gemeinsame Richtung bewegen.
Fig. 4 zeigt die gleiche Vorrichtung in einer Transportstellung bei beengten Platzverhältnissen. Der Fahrgestellschemel 6 ist um einen Winkel a um den zweiten Königszapfen 9 gegenüber der Längsachse X des Chassis 2 gedreht. Dabei ist die Fahrtrichtung des Fahrgestellschemels 6 tangential zum Drehradius am Mittelpunkt des Königszapfens 9. Anschliessend wird der Fahrgestellschemel 6 mit Hilfe der Arretiervorrichtung 11 am Chassis 2 fixiert. Dadurch kann die mobile Unterstation auch um enge scharfe Kurven gefahren werden, wodurch die Transportfähigkeit wesentlich verbessert ist.
Fig. 5 zeigt das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2, wobei
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das Chassis 2 in einer Bewegungsrichtung Y senkrecht zur Achse X des Chassis verläuft. Nachdem der Fahrgestellschemel 6 um den zweiten Königszapfen 9 in die Bewegungsrichtung senkrecht zur Längsachse des Chassis 2 gedreht ist, wird der Fahrgestellschemel 6 gegenüber dem Chassis 2 mit Hilfe der Arretiervorrichtung 11 fixiert. Die Sattelzugmaschine 4 wird so am ersten Königszapfen 7 angekuppelt, dass sie parallel zum Fahrgestellschemel 6 steht. Der Fahrgestellschemel 6 und die Sattelzugmaschine 4 sind miteinander durch ein Zugkabel 13 verbunden, welches über drei Blöcke 12a, 12b und 12c geführt ist. Dabei ist ein Ende des Zugkabels 13 mit Hilfe von Befestigungsmitteln 14a am Vorderteil der Sattelzugmaschine 4 befestigt, während das andere Ende des Kabels 13 im Bereich des Fahrgestellschemels 6 auf der Seite des Chassis 2 mit Hilfe von zweiten Befestigungsmitteln 14b befestigt ist. Die Blöcke 12a, 12b und 12c sind vorzugsweise am Boden befestigt, wobei der Befestigungspunkt für den ersten Block 12a vor der Sattelzugmaschine 4 liegt, der Befestigungspunkt für den zweiten Block 12b in einer Position im hinteren Bereich des Chassis 2, auf derjenigen Seite des Chassis, in welche der Fahrgestellschemel 6 zusammen mit dem Chassis 2 bewegt werden soll, und der Befestigungspunkt für den dritten Block 12c die Spitze eines rechten Winkels bildet, der zu einem rechtwinkligen Dreieck über der Verbindungslinie zwischen den beiden anderen Befestigungspunkten als Basis gehört, wie in Fig. 5 dargestellt. Nachdem das Kabel 13 um die genannten Blöcke gelegt ist, wird es anschliessend gestrafft. Durch Rückwärtsfahren mit der Sattelzugmaschine 4 in die Richtung Y gemäss Fig. 5 wird das Zugkabel 13 in die mit Pfeilen bezeichnete Richtung um die 5 Blöcke 12a, 12b und 12c gezogen. Dadurch wird der Fahrgestellschemel 6 zwangsweise am Befestigungspunkt 14b ebenfalls in die Richtung Y gezogen, wie dies durch einen entsprechenden Pfeil angedeutet ist. Bei weiterer Bewegung der Sattelzugmaschine 4 wird der Fahrgestellschemel 6 im gleichen io Mass in die gleiche Richtung bewegt wie die Sattelzugmaschine 4. Durch diese Massnahme lässt sich das Chassis 2 in die gewünschte Position bringen. Soll die mobile Unterstation wieder entfernt werden, wird der Fahrgestellschemel 6 wiederum an den Königszapfen 7 angekuppelt, während die 15 Sattelzugmaschine 4 an den zweiten Königszapfen 9 angekuppelt wird. Das Kabel 13 wird in umgekehrter Richtung gezogen wie in Fig. 5 eingezeichnet. So lässt sich durch einfache Richtungsumkehr die Unterstation wieder aus der Endposition entfernen.
20 Fig. 6 zeigt die aufgestellte mobile Unterstation nach Entfernen der Sattelzugmaschine 4 und des Fahrgestellschemels 6. Am Chassis 2 sind die Königszapfen 7 und 9 zu erkennen sowie die Stützen 3, welche die Unterstation 1 allein abstützen. Durch diese Massnahmen werden Wartungsar-25 beiten an denjenigen Elementen, welche das Chassis 2 abstützen, wesentlich vereinfacht und erleichtert.
B
1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. MobileTransformatoren-Unterstation mit einem tragenden Chassis, dadurch gekennzeichnet, dass beide Endbereiche des Chassis (2) mit Königszapfen (7,9) versehen sind, dass ein Endbereich des Chassis (2) auf einer Sattelzugmaschine (4) aufliegt, welche eine mit einem der Königsbolzen (7) lösbar zu verbindende Kupplungsplatte (8) aufweist, dass der andere Endbereich des Chassis (2) auf einem Fahrgestellschemel (6) aufliegt, welcher eine mit dem zweiten Königsbolzen lösbar zu verbindende zweite Kupplungsplatte ( 10) aufweist, und dass an beiden Enden des Chassis (2) Stützen (3) angeordnet sind, um das Chassis beim Ankuppeln an die Kupplungsplatten (8,10) der Sattelzugmaschine (4) und des Fahrgestellschemels (6) bzw. beim Entkuppeln von diesen zu stützen.
2. Mobile Transformatoren-Unterstation nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrgestellschemel (6) mit einer Arretiervorrichtung (11) zum Blok-kieren der Drehbewegung des Chassis (2) um den Königsbolzen (9) versehen ist.
3. Mobile Transformatoren-Unterstation nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Chassis (2) und die Sattelzugmaschine (4) mit Mitteln (14a, 14b) zum Anschliessen eines über stationäre Blöcke (12a, 12b, 12c) geführten Kabels (13) versehen sind, zum Bewegen des Chassis (2) in einer Richtung ( Y) senkrecht zu seiner Längsachse (X).
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