CH662144A5 - Steuerungsschaltung fuer eine sanitaerarmatur. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Steuerungsschaltung für eine Sanitärarmatur, mit welcher der Durchfluss von mindestens einem Wasserstrom durch eine Sanitärarmatur gesteuert werden kann; mit einem Spannungsversorgungsteil; mit einem Sensorkreis, der während der Dauer der Anwesenheit eines Benutzers im Empfindlichkeitsbereich eines Sensors ein Ausgangssignal abgibt; mit einem Logik- und Treiberkreis, der das Ausgangssignal des Sensorkreises empfängt, für jeden zu steuernden Wasserstrom eine Treiberstufe für die Magnetspule eines Magnetventils bzw. Relais enthält und die Logik bestimmt, nach welcher die Wasserströme gesteuert werden.
Bei Sanitärarmaturen, die mit den bekannten Steuerungsschaltungen dieser Art ausgestattet waren, wurde zuweilen die Beobachtung gemacht, dass überraschend und ohne erkennbaren äusseren Anlass das Wasser zu fliessen begann, ohne dass sich ein Benutzer im Empfindlichkeitsbereich des Sensors befand. Derartige Falschauslösungen sind aus mehrfachem Grund sehr ärgerlich: zum einen bedeuten sie u.U. einen nicht zu vernachlässigenden Wasserverlust, zumal im allgemeinen die Mindestdauer des Wasserflusses durch einen Abfall-Verzögerungskreis bestimmt ist und mehrere Sekunden betragen kann. Zum anderen wird generell das Vertrauen des Benutzers in die Zuverlässigkeit derartiger Armaturen erschüttert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Steuerungsschaltung der eingangs genannten Art derart auszubilden, dass ungewünschte Falschauslösungen vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Spannungsversorgungsteil eine Überwachungsschaltung enthält, welche die Amplitude der Betriebsspannung überwacht und bei einem innerhalb einer bestimmten Zeit erfolgenden Anstieg dieser Amplitude um einen bestimmten Betrag den Logik- und Treiberkreis derart inaktiviert, dass auch bei Vorliegen eines Ausgangssignals des Sensorkreises keine Magnetspule(n) bestromt wird (werden).
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die beobachteten Falschauslösungen bekannter Sanitärarmaturen auf Veränderungen der Betriebsspannung beruhen, die beispielsweise durch das Einschalten eines grossen Verbrauchers im Hause verursacht sein können. Bricht in einem solchen Falle die Versorgungsspannung der Steuerungsschaltung soweit zusammen, dass der Sensorkreis funktionsunfähig wird, dann müssen beim Wiederanstieg der Spannung auf ihren ursprünglichen, normalen Wert, die verschiedenen internen Spannungen des Sensorkreises neu eingepegelt werden. Insbesondere bei hochempfindlichen Sensorkreisen führt dies dann dazu, dass Ausgangssignale abgegeben werden, auch wenn kein echtes Signal des Sensors selbst vorliegt. Ähnliche Vorgänge können sich auch beim Einschalten der Steuerungsschaltung ergeben.
Aus diesem Grunde wird erfindungsgemäss die Überwachungsschaltung innerhalb des Spannungsversorgungsteils vorgesehen. Da die unerwünschten Falschauslösungen nur während des (Wieder-)Anstiegs der Betriebsspannung auftreten, spricht diese zusätzliche Schaltung nur auf ein Anwachsen der Betriebsspannung an; die ist gegenüber kleinen Veränderungen der Betriebsspannungen oder solchen, die sich über sehr grosse Zeiträume hinweg abspielen, sowie gegenüber einem Abfallen der Betriebsspannung unempfindlich. Entscheidend ist, dass die Überwachungsschaltung nicht den im Grunde durch die Spannungsvariationen beeinflussten Sensorkreis selbst inaktiviert, sondern den Logik- und Treiberkreis, der dem Sensorkreis nachgeschaltet ist. Anders wäre es nicht möglich, den stationären Zustand der verschiedenen Spannungen innerhalb des Sensorkreises ohne Falschimpulse herbeizuführen.
Für den Wirkungsmechanismus der Überwachungsschaltung gibt es verschiedene Möglichkeiten: so kann beim Ansprechen der Überwachungsschalfung die Spannungsversorgung der Magnetspule(n) oder die Spannungsversorgung des Logik- und Treiberkreises unterbrochen werden.
^ Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn beim Ansprechen der Überwachungsschaltung eine zum Betrieb des Logik- und Treiberkreises erforderliche Steuerspannung
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unterdrückt wird. In diesem Fall sind die Ströme, die von der Überwachungsschaltung zu beherrschen sind, besonders klein.
Die Überwachungsschaltung kann auf einen Anstieg der gleichgerichteten Betriebsspannung ansprechen, braucht also nicht die Netzspannung selbst zu überwachen.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Überwachungsschaltung:
einen ersten Kondensator, dessen erster Elektrode die gleichgerichtete Betriebsspannung zugeführt wird;
eine erste Diode, deren Kathode mit der zweiten Elektrode des ersten Kondensators und deren Anode mit Masse verbunden ist;
eine zweite Diode, deren Anode mit dem Verbindungspunkt zwischen dem ersten Kondensator und der ersten Diode verbunden ist;
einen zweiten Kondensator, dessen eine Elektrode mit der Kathode der zweiten Diode und dessen andere Elektrode mit Masse verbunden ist;
einen ersten Widerstand, der parallel zum zweiten Kondensator liegt;
einen steuerbaren Schalter, dessen einer Kontakt mit einem Punkt im Logik- und Treiberkreis verbunden ist, der die zum Betrieb erforderliche Steuerspannung führt, und dessen zweiter Kontakt auf Masse liegt und der von der Spannung am zweiten Kondensator angesteuert wird.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Figur 1 schematisch eine Steuerungsschaltung für Sanitärarmaturen, teilweise als Blockschaltbild;
Figur 2 eine speziellere Ausführungsform der Schaltungsanordnung von Figur 1.
Die in Figur 1 gezeigte Steuerungsschaltung für eine Sanitärarmatur umfasst in bekannter Weise einen Sensorkreis 1, der von der Betriebsspannung Vo versorgt wird. Diese wird von dem unten näher beschriebenen Spannungsversorgungsteil 10 bereitgestellt. Innerhalb des Sensorkreises 1 befinden sich all diejenigen Schaltkreise und Bauelemente, welche zur Erzeugung eines die Anwesenheit des Benutzers der Sanitärarmatur anzeigenden Signales erforderlich sind. Bei allen mit Strahlungen irgendwelcher Art (elektromagnetische Strahlen der verschiedensten Wellenlängen oder Schall) arbeitenden Schaltungsanordnungen handelt es sich dabei um einen Sender, einen die ausgesandte und ggfs. reflektierte Strahlung erfassenden Empfänger sowie unter Umständen geeignete Vorverstärker und dergleichen. Auch rein kapazitiv arbeitende Sensorkreise, welche über den kapazitiven Sensor hinaus im wesentlichen nur einen geeigneten Verstärker umfassen, können in der dargestellten Schaltungsanordnung verwendet werden. Entscheidend ist ausschliesslich, dass am Ausgang A des Sensorkreises 1 während der Zeit, in der sich ein Benutzer im Empfindlichkeitsbereich des Sensors befindet, eine charakteristische Änderung des Ausgangssignals stattfindet.
Beim dargestellten Beispiel sei angenommen, dass sich das Potential am Ausgang A des Sensorkreises 1 auf einem hohen Wert H befindet, solange sich die Steuerungsschaltung in Ruhe befindet, und für die Dauer der Anwesenheit eines Benutzers auf einen niedrigeren Wert L absinkt.
Im Sensorkreis 1 kann ausserdem ein Abfall-Verzögerungskreis enthalten sein, der das Ausgangssignal A um eine bestimmte Zeitspanne über die Dauer der Anwesenheit des Benutzers hinaus verlängert, so dass die Armatur während dieser Zeitdauer nachläuft, wenn sich der Benutzer schon aus dem Empfindlichkeitsbereich des Sensors entfernt hat.
Das Ausgangssignal A des Sensorkreises 1 wird dem Eingang E eines Logik- und Treiberkreises 2 zugeführt. Dieser enthält, wie der Name sagt, die Treiberstufe(n) für den
Betrieb der Magnetspule(n), welche die den Wasserstrom steuernden Magnetventile (ggfs. über Relais) betätigen. Im dargestellten Falle sind zwei Magnetspulen 3 und 4 vorgesehen, mit denen ein Kaltwasserstrom und ein Warmwasserstrom gesteuert werden. Dies geschieht beim Ausführungsbeispiel nach einer gewissen Logik, die weiter unten erläutert wird, auf welche es aber im einzelnen nicht ankommt. Die Magnetspulen 3 und 4 liegen an einer Versorgungsspannung Vi, die mit der Versorgungsspannung V0 des Sensorkreises im allgemeinen nicht übereinstimmt. Parallel zu ihnen liegt jeweils eine Sicherheitsdiode Dl bzw. D2.
Die Spannungen V0 und Vh die zum Betrieb des Sensorkreises 1 und des Logik- und Treiberkreises 2 einschliesslich der Magnetspulen 3 und 4 verwendet werden, rühren, wie bereits erwähnt, aus einem Stromversorgungsteil, das insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 versehen ist.
Die ggfs. von der Netzspannung bereits auf einen niedrigeren Wert herabgesetzte Wechselspannung wird einem Spartransformator 11 zugeführt, an dem der zum Betrieb der nachgeschalteten Komponenten erforderlichen Spannungswert abgegriffen wird. Diese Spannung wird von der Diode D6 gleichgerichtet und vom Kondensator C2 geglättet. Die so erhaltene unstabilisierte Gleichspannung wird als Versorgungsspannung V] den Magnetspulen 3 und 4 sowie dem Eingang eines Spannungsstabilisators 12 zugeführt. Bei letzterem kann es sich um einen integrierten Schaltkreis bekannter Bauart handeln. Am durch den Kondensator C3 wechselstrom-mässig kurzgeschlossenen Ausgang des Spannungsstabilisators 12 erscheint die zum Betrieb des Sensorkreises 1 und des Logik- und Treiberkreises 2 benötigte Spannung V0.
Im Spannungsversorgungsteil 10 ist ausserdem eine Überwachungsschaltung 13 (gestrichelt umrandet) für die Amplitude der Betriebsspannung integriert. Diese umfasst die Kondensatoren C4 und C5, die Dioden D7 und D8, die Widerstände R8 und R9 sowie den Transistor T6.
Der Kondensator C4 liegt mit einer Elektrode an der Spannung Vb mit der anderen Elektrode an der Kathode der Diode D7 und der Anode der Diode D8. Die Anode der Diode D7 liegt an Masse.
Die Kathode der Diode D8 ist mit einer Elektrode des Kondensators C5 verbunden, dessen andere Elektrode ebenfalls an Masse liegt. Parallel zum Kondensator CS ist der Widerstand R8 als Entladewiderstand geschaltet. Die Spannung am Kondensator C5 wird über den Widerstand R9 der Basis des Transistors T6 zugeführt. Dessen Emitter liegt an Masse, während der Kollektor mit einem Eingang I des Logik- und Treiberkreises 2 verbunden ist.
Die Funktion der beschriebenen Schaltungsanordnung im stationären Zustand, also längere Zeit nach der letzten grösseren Änderung der Amplitude der Betriebsspannung V, ist folgende:
Bewegt sich ein Benutzer (bzw. die Hand eines Benutzers) in den Empfindlichkeitsbereich des Sensors und tritt demzufolge ein Ausgangssignal A am Ausgang des Sensorkreises 1 auf, bestromt der Logik- und Treiberkreis 2 zunächst die Magnetspule 3, was das Kaltwasser zum Strömen bringt. Dies geschieht unabhängig davon, ob der vorhergehende Benutzer zuletzt Kalt- oder Warmwasser gezapft hat. Warmwasser beginnt bei der hier angenommenen Logik immer erst nach einer bewussten Entscheidung und einer willentlichen Handlung des Benutzers zu fliessen.
Tritt nun in der Amplitude der Betriebsspannung V eine grössere Veränderung auf, sei dies eim Einschalten oder bei einem kurzzeitigen Zusammenbrechen der Netzspannung, so besteht die Gefahr, dass der empfindliche Sensorkreis 1 ein Ausgangssignal abgibt, obwohl sich kein Benutzer im Empfindlichkeitsbereich des Sensors befindet. Dies hat zur Folge, dass aus der Sanitärarmatur überraschend und unerwünscht
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Wasser austritt.
Da die Falschauslösungen durch den Anstieg der Betriebsspannung auf den normalen Wert verursacht werden (beim Abfall unter den normalen Wert wird der Sensorkreis 1 funktionsunfähig), spricht die Überwachungsschaltung 13 dann an, wenn sich die Amplitude der Betriebsspannung V innerhalb einer bestimmten Zeit um einen bestimmten Betrag vergrössert. Kurzzeitige, kleine Änderungen und ein Abfallen der Betriebsspannung V bleiben unberücksichtigt.
Beim Ansprechen der Überwachungsschaltung 13 wird der Logik- und Treiberkreis 2 inaktiviert, während der Sensorkreis 1 voll in Funktion bleibt. Es wird also weiterhin in Kauf genommen, dass der Sensorkreis 1 Falschimpulse abgibt; die Verarbeitung dieser Falschimpulse im Logik- und Treiberkreis 2 wird jedoch unterbunden. Dies kann dadurch geschehen, dass die Betriebsspannung Vi (bzw. die Verbindung zur Masse) unterbrochen wird. Im dargestellten Beispiel wird jedoch eine zum Auslösen des Logik- und Treiberkreises 2 erforderliche Steuerspannung kurzgeschlossen. Dies ist deshalb der günstigere Weg, weil dabei die von der Überwachungsschaltung 13 zu beherrschenden Ströme kleiner sind.
Die Unterbrechung der Versorgungsspannung V0 für den Sensorkreis 1 dagegen ist kein gangbarer Weg, da hierdurch die zu Falschauslösungen führenden Spannungsinstabilitäten innerhalb des Sensorkreises 1 nur verzögert, nicht aber vermieden werden.
Zum Verständnis der Funktion der Überwachungsschaltung 13 sei zunächst der stationäre Zustand betrachtet, in welchem die Betriebsspannungen V, V0 und Vi ihren normalen Wert bereits seit längerer Zeit aufweisen. In diesem Zustand hat sich der Kondensator C4 auf die Spannung Vi aufgeladen. Der Kondensator C5 dagegen ist vollständig entladen. Die Basis des Transistors T6 befindet sich auf Massepotential; der Transistor T6 leitet demzufolge nicht.
Der Eingang I des Logik- und Treiberkreises 2 ist mit einem internen Schaltungspunkt verbunden, der eine zum Betrieb des Logik- und Treiberkreises 2 erforderliche Steuerspannung führt. Solange der Transistor T6 sperrt, bleibt diese Steuerspannung unbeeinflusst; die Logik- und Treiberstufe 2 arbeitet normal.
Als nächstes sei die Einschaltphase der Steuerungsschaltung beschrieben.
Zunächst ist dabei die Betriebsspannung V gleich 0; die Kondensatoren C4 und C5 sind entladen. Wird nun die Betriebsspannung V angelegt, so lädt sich nicht nur der Kondensator C4 auf. Da sich der Kondensator C5 über den Widerstand R8 nicht beliebig rasch entladen kann, findet auch an ihm eine vorübergehende Aufladung statt. Dies bedeutet, dass die Spannung an der Basis des Transistors T6 vorübergehend einen positiven Wert erhält, so dass der Transistor T6 leitend wird. Dies hat aufgrund der Verbindung mit dem Eingang I des Logik- und Treiberkreises 2 zur Folge,
dass die zum Betrieb erforderliche Steuerspannung kurzgeschlossen wird: der Logik- und Treiberkreis 2 wird für die Zeit, während der der Transistor T6 leitet, inaktiviert. Vom Sensorkreis 1 ankommende Impulse A werden nicht weiter verarbeitet.
Die Zeit, in welcher der Transistor T6 leitet, wird durch die Werte der Kondensatoren C4 und C5 sowie des Widerstandes R8 bestimmt. Sie wird so eingestellt, dass nach ihrem Ablauf die inneren Spannungen des Sensorkreises 1 stabilisiert sind und keine Falschimpulse mehr zu befürchten sind.
Die Funktionsweise bei einem kurzzeitigen Zusammenbruch der Betriebsspannung, etwa beim Einschalten eines grösseren Verbrauchers (Aufzug usw.) ist folgende:
Der Kondensator C4, der zunächst auf die volle Spannung Vi aufgeladen ist, entlädt sich über die Diode D7 auf den nunmehr kleineren Wert. Der Kondensator C5 bleibt bei diesem Vorgang entladen. Der Transistor T6 sperrt. Erst dann, wenn die Spannung Vi wieder auf den vollen Wert ansteigt, lädt sich der Kondensator C5 kurzzeitig in der oben geschilderten Weise auf. Dies hat zur Folge, dass der Transistor T6 während einer bestimmten Zeitspanne leitet und den Logik- und Treiberkreis 2 durch Kurzschliessen der entsprechenden Steuerspannung inaktiviert.
Figur 2 zeigt eine detaillierte Ausführungsform des Logik-und Treiberkreises 2 von Figur 1, an dem die Wirkungsweise des Überwachungskreises 13 beispielhaft deutlich wird. Die Schaltungselemente 1,3, 4,10 sowie Dl und D2 sind gegenüber Figur 1 unverändert.
Der Eingang E des Logik- und Treiberkreises 2 ist mit der Basis des Transistors T1 verbunden. Dessen Kollektor liegt über den Widerstand R1 an der positiven Versorgungsspannung V0; der Emitter liegt direkt an Masse. Der Kollektor von T1 ist ausserdem über eine Zener-Diode Z2 mit der Basis eines zweiten Transistors T2 und über einen das Anzugsverhalten der Schaltung bestimmenden Kondensator Cl mit Masse verbunden. Der Kollektor von T2 liegt direkt am Ausgang F, der zur Kaltwasser-Magnetspule 3 führt. Der Emitter von T2 ist über die Emitter-Kollektor-Strecke eines dritten Transistors T3 und einen parallel zu diesem liegenden Widerstand R2 mit Masse verbunden.
Die Basis des Transistors T3 ist über einen Widerstand R3 mit dem Kollektor eines vierten Transistors T4 verbunden, der auserdem direkt am Ausgang G für die Warmwasser-Magnetspule 4 liegt. Der Emitter von T4 ist direkt an Masse, die Basis über einen Widerstand R4 an den Kollektor eines fünften Transistors T5 und von dort über einen Widerstand R5 an Masse geführt. Der Emitter des Transistors T5, bei dem es sich im Gegensatz zu den Transistoren TI bis T4 um einen pnp-Transistor handelt, ist direkt mit dem Kollektor des Transistors T1 verbunden. Die Basis des Transistors T5 liegt über die Diode D5 und den Widerstand R6 am Kollektor des Transistors T4 sowie über den Widerstand R7 an einem Taster 5, dessen zweiter Kontakt an Masse liegt.
Die Funktion der Schaltungsanordnung von Figur 2 im stationären Zustand ist wie folgt:
Zunächst sei der Ruhezustand betrachtet, in welchem der Sensorkreis 1 ein Ausgangssignal A mit dem hohen Wert H liefert. Da dann der Transistor T1 leitet, befindet sich sein Kollektor praktisch auf Massepotential. Da ferner vom Kollektor des Transistors Tl, wie später noch deutlich wird, alle Steuerspannungen für die Treibertransistoren T2 bis T4 abgeleitet werden, sperren diese. Die Magnetspulen 3 und 4 bleiben unbestromt; es fliesst kein Wasser aus der Sanitärarmatur aus.
Der Kollektor des Transistors Tl ist ausserdem mit dem Kollektor des Transistors T6 der Überwachungsschaltung 13 verbunden, entspricht also dem Eingang I des Logik- und Treiberkreises 2 von Figur 1.
Wenn nun ein Benutzer an die Sanitärarmatur tritt und die Hände in den Empfindlichkeitsbereich des Sensors bringt, wechselt das Ausgangssignal des Sensorkreises vom Wert H auf den niedrigeren Wert L. Dies hat zur Folge, dass der Transistor Tl sperrt und seine Kollektorspannung einen verhältnismässig hohen positiven Wert annimmt. Der Kondensator Cl beginnt sich aufzuladen. Sobald die Spannung am Kondensator Cl abzüglich des Spannungsabfalles an der Zener-Diode Z2 die Schaltspannung des Transistors T2 übersteigt, wird dieser leitend. Der Stromfluss zur Kaltwasser-Magnetspule 3 hängt nun ausschliesslich vom Schaltungszustand des Transistors T3 und damit von dessen Basisspannung ab.
Die Basis des Transistors T3 ist über den Widerstand R3 mit einem Spannungsteiler verbunden, der von der Warmwasser-Magnetspule 4 und der Emitter-Kollektor-Strecke des
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Transistors T4 gebildet wird. Aus Gründen, die weiter unten erläutert werden, ist der Transistor T4 zu diesem Zeitpunkt nicht leitend. Dies bedeutet, dass die Basis des Transisotrs T3 genügend Spannung bekommt, um den Transistor T3 durchzusteuern. Der Stromweg von der positiven Versorgungsspannung Vi über die Kaltwasser-Magnetspule 3 und die Emitter-Kollektor-Strecken der beiden Transistoren T2 und T3 ist somit frei. Das Magnetventil zieht an: es fliesst kaltes Wasser.
Die Steuerspannung des Treibertransistors T4 wird von einem Spannungsteiler bestimmt, der von der Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors T5 und dem Widerstand R5 gebildet wird. Da sich die Basis des Transistors T5 (der, wie erwähnt, ein pnp-Transistor ist), im wesentlichen auf demselben Potential wie der Kollektor des Transistors T4 befindet, sperrt der Transistor T5. Die Basis des Transistors T4 liegt praktisch auf Massepotential, was dessen Sperrzustand in der gegenwärtig beschriebenen Betriebsphase erklärt. Die Warmwasser-Magnetspule 4 bleibt somit stromlos.
Die Verhältnisse sind offensichtlich so, dass die Steuerspannungen der Transistoren T3 und T5 von der Kollektorspannung des Transistors T4 abhängig sind. Da aber die Basisspannung des Transistors T4 wiederum von dem Schaltungszustand des Transistors T5 abhängt, ist sie eine Funktion ihrer eigenen Kollektorspannung. Auf diese Weise ergibt sich ein Selbsthaltekreis, der - je nach Anfangsbedingung -zwei unterschiedliche Schaltungszustände einnehmen kann.
Der oben beschriebene Zustand, in welchem der Transistor 3 leitet, der Transistor 4 dagegen nicht, ergibt sich nach vorausgegangenem Ruhezustand der Steuerschaltung immer zunächst von selbst, weil im Ruhezustand der Transistor T4 nicht leitend war. Auf diese Weise hat der Kaltwasserfluss immer «Vorrang» vor dem Warmwasserfluss: ohne besonderes Zutun des Benutzers fliesst immer kaltes Wasser.
Will nun der Benutzer zum warmen Wasser umwechseln, drückt er kurz den Taster 5 und setzt hierdurch eine neue Anfangsbedingung für den Selbsthaltekreis : die Spannung an 5 der Basis des Transistors T5 wird näher an Massepotential herangezogen; der Transistor T5 beginnt zu leiten. Hierdurch wird die Basisspannung des Transistors T4 stärker positiv; der Transistor T4 beginnt zu leiten: es fliesst ein Strom auch durch die Warmwasser-Magnetspule 4, was ein Austreten von io Warmwasser aus der Sanitärarmatur bewirkt.
Bei leitendem Transistor T4 ist eine Kollektorspannung sehr viel kleiner als zuvor im Sperrzustand. Dies hat zweierlei Konsequenzen: zum einen reicht die Spannung an der Basis des Transistors T3 nicht mehr aus, diesen durchzusteuern. i5 Der Stromfluss durch die Transistoren T2 und T3 sowie die Magnetspule 3 hört auf. Es fliest kein Kaltwasser mehr aus. Zum anderen hält sich der Transistor T5 wegen der Verbindung seiner Basis mit dem Kollektor des Transistors T4 selbst leitend, auch wenn der Benutzer die Taste 5 losgelassen hat. 20 Zum Verständnis der Funktion der Überwachungsschaltung 13 in der Einschaltphase und bei Schwankungen der Betriebsspannung V sei zunächst darauf hingewiesen, dass die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors T6 parallel zur Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors T6 parallel zur 25 Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors Tl liegt. Solange der Transistor T6 leitet (und dies ist gerade, wie oben erläutert, in der «kritischen» Zeitspanne der Fall), kann sich somit am Kollektor des Transistors Tl keine Steuerspannung entwickeln, auch dann nicht, wenn der Sensorkreis ein «echtes« 30 oder «falsches» Ausgangssignal A abgibt und dadurch den Transistor Tl sperrt.
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2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Steuerangsschaltung für eine Sanitärarmatur, mit welcher der Durchfluss von mindestens einem Wasserstrom durch die Sanitärarmatur gesteuert werden kann, mit einem Spannungsversorgungsteil; mit einem Sensorkreis, der während der Dauer der Anwesenheit eines Benutzers im Empfindlichkeitsbereich eines Sensors ein Ausgangssignal abgibt; mit einem Logik- und Treiberkreis, der das Ausgangssignal des Sensorkreises empfängt, für jeden zu steuernden Wasserstrom eine Treiberstufe für die Magnetspule eines Magnetventils oder Relais enthält und die Logik bestimmt, nach welcher die Wasserströme gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannungsversorgungsteil (10) eine Überwachungsschaltung (13) enthält, welche die Amplitude der Betriebsspannung (V) überwacht und bei innerhalb einer bestimmten Zeit erfolgendem Anstieg dieser Amplitude um einen bestimmten Betrag den Logik- und Treiberkreis (2) derart inaktiviert, dass auch beim Vorliegen eines Ausgangssignals (A) des Sensorkreises (1) keine Magnetspule(n) (3,4) bestromt wird (werden).
2. Steuerungsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ansprechen der Überwachungsschaltung (13) die Spannungsversorgung der Magnetspule(n) (3,4) unterbrochen wird.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Steuerungsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ansprechen der Überwachungsschaltung (13) die Spannungsversorgung des Logik- und Treiberkreises (2) unterbrochen wird.
4. Steuerungsschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ansprechen der Überwachungsschaltung (13) eine zum Betrieb des Logik- und Treiberkreises (2) erforderliche Steuerspannung unterdrückt wird.
5. Steuerungsschaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungsschaltung (13) auf einen Anstieg der gleichgerichteten Betriebsspannung (Vi) anspricht.
6. Steuerungsschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungsschaltung (13) umfasst: einen ersten Kondensator (C4), dessen erster Elektrode die gleichgerichtete Betriebsspannung (V,) zugeführt wird;
eine erste Diode (D7), deren Kathode mit der zweiten Elektrode des ersten Kondensators (C4) und deren Anode mit Masse verbunden ist;
eine zweite Diode (D8), deren Anode mit dem Verbindungspunkt zwischen dem ersten Kondensator (C4) und der ersten Diode (D7) verbunden ist;
einen zweiten Kondensator (C5), dessen eine Elektrode mit der Kathode der zweiten Diode (D8) und dessen andere Elektrode mit Masse verbunden ist;
einen ersten Widerstand (R8), der parallel zum zweiten Kondensator (C5) liegt;
einen steuerbaren Schalter (6), dessen einer Kontakt mit einem Punkt (I) im Logik- und Treiberkreis (2) verbunden ist, der die zum Betrieb erforderliche Steuerspannung führt, dessen zweiter Kontakt auf Masse liegt und der von der Spannung am zweiten Kondensator (C5) angesteuert wird.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |