CH662355A5 - Copolymer-harz und linsen aus kunststoff aus diesem copolymerharz. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Copolymer-Harz sowie Linsen aus Kunststoff, der sich von diesem Copolymerharz ableitet.
Linsen aus Kunststoff haben in den letzten Jahren eine wachsende kommerzielle Verwendung als Brillengläser, Kameralinsen und andere optische Linsen gefunden, weil sie im Vergleich zu Linsen aus anorganischem Glas leichter, weniger zerbrechlich und leichter zu färben sind. Als Harz, das bekannterweise in grossen Mengen für diese Verwendung eingesetzt wird, gibt es ein durch Gusspolymerisation von Diäthylenglycolbisallylcarbonat erhaltenes, im nachstehenden als CR-39 bezeichnetes Harz. Der Brechungsindex nd dieses Harzes ist jedoch gleich 1,50, was klein ist im Vergleich zum Brechungsindex von Linsen aus anorganischem Glas (nd = etwa 1,52). Um die gleichen optischen Eigenschaften wie bei Glaslinsen zu erreichen, ist es nötig, die Dik-
ke im Zentrum, die Dicke am Rand und die Krümmung je-50 der Kunststofflinse zu erhöhen, was die Kunststofflinse als Ganzes unausweichlich dicker macht. Aus diesem Grund besteht ein grosser Bedarf für die Entwicklung eines Harzes zur Herstellung von Linsen, das einen noch höheren Brechungsindex aufweist. Als Harze mit einem hohen Brechungsindex 55 waren schon Polycarbonat (nd = 1,58-1,59), Polystyrol (nd = 1,58-1,60) usw. bekannt. Jedes dieser Harze ist ein thermoplastisches Polymer mit einer zweidimensionalen Struktur. Sie sind daher ungeeignet für das Verfahren der Gusspolymerisation, welches sich zur Herstellung von Gegenstän-60 den verschiedener Formen wie zur Produktion von Brillengläsern eignet, und deren Verarbeitung nach dem Giessen, insbesondere deren Roh- und Feinschleifen (im nachstehenden als Schleifen bezeichnet), ist schwierig. Deswegen ist die Verwendung dieser Harze zur Zeit auf gewisse Arten von Si-65 cherheits-Brillengläser u.dergl. beschränkt.
Entsprechend besteht ein grosser Bedarf für die Entwicklung eines Harzes zur Herstellung von Linsen, welches einen Brechungsindex aufweist, der höher ist als deqenige des Har
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zes zur Herstellung von Linsen, welches durch Polymerisation von CR-39 erhalten wird, aber wie CR-39 gusspolyme-risierbar ist und dank seiner dreidimensionalen Vernetzungsstruktur diamantgeladene Schleifsteine nicht verstopft, wenn gegossene Linsenrohlinge geschliffen werden. Eine Vielzahl von Forschungsvorhaben wurden bereits ausgeführt, um ein Harz zu entwickeln, das dem vorstehend genannten Wunsch entsprechen würde, und als Resultat wurden Harze vorgeschlagen, die erhalten wurden durch Copolymerisation von CR-39 und zweiten Monomeren, die bei einer an den betreffenden Homopolymeren vorgenommenen Messung höhere Brechungsindices aufweisen als diejenigen von CR-39 (vgl. die japanischen Offenlegungsschriften Nr. 79 353/1979, 7787/1978,15 118/1980 und 36 601/1981). Die Brechungsindices der so copolymerisierten Harze sind jedoch inhärent begrenzt, weil sie CR-39 als Hauptkomponente verwenden. Es war also schwierig, ein Harz mit einem hohen Brechungs-index zu erhalten, beispielsweise mit einem Brechungsindex von 1,55 oder höher.
Um ein Harz zu erhalten, das einen noch höheren Brechungsindex aufweist, drängt sich auf, ein bifunktionales Monomer zu verwenden, das ein Homopolymer mit einem Brechungsindex, der höher ist als derjenige von CR-39, ergeben kann. Jedes der bifunktionalen Monomere, die bisher vorgeschlagen wurden, ergab jedoch ein Polymer, dessen Schlagwiderstand im Vergleich zum allein polymerisierten Homopolymer von CR-39 viel schlechter war. Somit wurden einige Versuche unternommen, den Schlagwiderstand dieser bifunktionalen Monomere durch Copolymerisation mit einem unifunktionalen Monomer zu verbessern. Hier ist es erforderlich, dass jedes passende unifunktionale Monomer bei einer am betreffenden Homopolymer vorgenommenen Messung einen hohen Brechungsindex aufweist, wenn gewünscht wird, ein Copolymer von hohem Brechungsindex zu erhalten. Aus diesem Grund werden zur Zeit Styrol oder ein mit Halogen substituiertes Styrol als solches unifunktionales Monomer verwendet. Die bisher vorgeschlagene Verwendung von bifunktionalen Monomeren, die von CR-39 verschieden sind, in Kombination mit den vorstehend erwähnten unifunktionalen Monomeren, wird jedoch von solchen Nachteilen begleitet wie das Entstehen von Verformung während der Polymerisation, und es ist schwierig, Polymere zu erhalten, die eine gleichmässige Verteilung des Brechungsindexes aufweisen, weil es zwischen solchen bifunktionalen und monofunktionalen Monomeren grosse Unterschiede in der Polymerisationsreaktivität gibt und die Proportionen zwischen den bifunktionalen und monofunktionalen Monomeren wegen deren schwachen gegenseitigen Mischbarkeit nicht beliebig variiert werden können.
Unter Berücksichtigung des vorangehenden haben die Erfinder eine breitangelegte Forschung betrieben, um die 5 vorstehend erwähnten Nachteile durch Verbesserungen zu überwinden. Als Resultat wurde gefunden, dass ein Harz, welches einen hohen Brechungsindex aufweist, leicht zu verarbeiten und beispielsweise zu schleifen ist, und eine ausgezeichnete Mischbarkeit zwischen dem unifunktionalen und io dem bifunktionalen Ausgangs-Monomer bei deren Copolymerisation aufweist, weniger Verformung während der Polymerisation entwickelt und daher geeignet ist, zur Herstellung von Linsen mit hohem Brechungsindex verwendet zu werden, dass es durch Copolymerisation eines spezifischen bi-i5 funktionalen Monomers mit einem unifunktionalen Monomer, das als Homopolymer einen Brechungsindex von mindestens 1,55 aufweist, erhalten werden kann, zur Radikalpolymerisation fallig ist und einen aromatischen Ring enthält, womit die vorliegende Erfindung fertig war. 20 Die vorliegende Erfindung schafft also ein Copolymer-Harz, enthaltend strukturelle Einheiten der allgemeinen Formel (III)
N ! ✓
35 worin X ein Wasserstoff-, Chlor- oder Bromatom bedeutet und R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe ist, und (IV)
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worin R' ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet und Y
° //~X^ "
-oc-</ ^ . -ch2oc-(Q)^(^)
o o ist, wobei X' ein Chlor- oder Bromatom, q ein ganzzahliger worin X ein Wasserstoff-, Chlor- oder Bromatom bedeutet
Wert von 0 bis 5 und r gleich 0 oder 1 ist. Dieses Harz wird und R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe mit erhalten durch Polymerisation von mindestens einer Carbo- 60 mindestens einem unifunktionalen Monomer der allgemei-
natverbindung der allgemeinen Formel I nen Formel II
R'
x o r i
II I- m C=CH2 (II)
ch2=c-ch2oco- >-ococh2c=ch2 (1) i
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ist, wobei R' ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet und Y
-ch2oc-
■(O).
-c-q-
H
-co-ch-II 2 0
ß')q ode-r
H
H
ist, wobei X' ein Chlor- oder Bromatom, q ein ganzzahliger Wert von 0 bis 5 und r gleich 0 oder 1 ist.
Die Erfindung schafft auch eine Kunststofflinse, deren Kunststoff sich vom vorgenannten Copolymer-Harz ableitet. Das erste erfmdungsgemässe Monomer, nämlich die Carbo-natverbindung der allgemeinen Formel (I), kann durch eine Carbonatations-Reaktion erhalten werden, und zwar über die Dehydrochloridierung zwischen dem Bisphenol A (4,4'-Isopropylidendiphenol) oder dessen auf dem Ring halo-genierten Verbindungen und Allylchloroformat oder Methallylchloroformat. Als spezifische Beispiele der Carbo-natverbindung der allgemeinen Formel (I) können folgende Verbindungen erwähnt werden:
4,4'-Isopropylidendiphenylbisallylcarbonat 4,4'-Isopropylidendiphenylbis-ß-methallylcarbonat 4,4'-Isopropyliden-2,2'<5,6'-tetrachlorodiphenylbisallylcar-bonat
4,4'-Isopropyliden-2,2', 6,6'-tetrachlorodiphenylbis-ß-methallylcarbonat
4,4'-Isopropyliden-2,2', 6,6'-tetrabromodiphenylbisallyl-carbonat
4,4'-Isopropyliden-2,2', 6,6'-tetrabromodiphenylbis-ß-methallylcarbonat
Das Carbonat der allgemeinen Formel (I) wird copoly-merisiert, wobei als zweites Monomer ein unifunktionales Monomer von hohem Brechungsindex im Homopolymerzu-stand verwendet wird, weil der Schlagwiderstand eines durch Polymerisation des Esters allein erhaltenen Polymers viel zu gering ist.
Insbesondere ist das zweite erfmdungsgemässe Monomer ein unifunktionales Monomer der allgemeinen Formel (II) mit einem Brechungsindex von mindestens 1,55 im Homo-polymerzustand, fähig zum Eintreten in Radikalpolymerisation und einen aromatischen Ring enthaltend. Dieses Monomer weist eine gute Mischbarkeit mit dem Carbonat der allgemeinen Formel (I) auf und ist fähig, eine gute Homogenität im flüssigen Zustand aufrechtzuerhalten, wenn es zur Gusspolymerisation in Gussformen gegossen wird. Als typische Beispiele solcher Monomere können erwähnt werden: Vinyl-, Isopropenyl-, Allyl- oder ß-Methallylester von Benzolsäure oder auf dem Ring halogenierten Benzolsäuren: beispielsweise (Vinyl-, Isopropenyl-, Allyl-oder ß-Methal-lyl-)-benzoat, -2-chlorobenzoat, -3-chlorobenzoat, -4-chloro-benzoat, -2,4-dichlorobenzoat, -2,5-dichlorobenzoat, -2,6-di-chlorobenzoat, -3,4-dichlorobenzoat, -3,5-dichlorobenzoat, -2,3,6-trichlorobenzoat, -pentachlorobenzoat, -2-bromoben-zoat und -3-bromobenzoat.
(Allyl- oder ß-Methallyl)-carbonate, -acrylate, oder -methacrylate von Phenol, auf dem Ring halogenierten Phenolen, Benzylalkohol oder auf dem Ring halogenierten Ben-zylalkoholen: beispielsweise (Allyl- oder ß-Methallyl)-carbo-nate, -acrylate, oder -methacrylate von Phenol, 2-Chlorophe-nol, 3-Chlorophenol, 4-Chlorophenol, 2,3-Dichlorophenol, 2,4-Dichlorophenol, 2,5-Dichlorophenol, 2,6-Dichlorophe-nol, 3,4-Dichlorophenol, 2,4,5-Trìchlorophenol, 2,3,4,6-Te-trachlorophenol, Pentachlorophenol, 2-Bromophenol,
3-Bromophenol, 4-Bromophenol, 2,4-Dibromophenol, 2,4,6-Tribromophenol, Pentabromophenol, Benzylalkohol, 2-Chlorobenzylalkohol, 2,4-Dichlorobenzylalkohol und 2-Bromobenzylalkohol.
s Styrol, auf dem Ring chlorierte Styrole oder auf dem Ring bromierte Styrole.
Vorzugsweise werden als unifunktionale Monomere von besonders guter Mischbarkeit die Carbonate der allgemeinen ; Formel (I), die Vinyl-, Allyl- oder ß-Methallylester von Ben-io zoesäure oder auf dem Ring halogenierten Benzoesäuren, oder die Allyl- oder ß-Methallylcarbonate von Phenol oder auf dem Ring halogenierten Phenolen verwendet.
In der vorliegenden Erfindung kann die Proportion eines jeden Carbonats der allgemeinen Formel (I) nicht auf einen 15 bestimmten Wert oder Bereich beschränkt werden, weil die bevorzugte Proportion in Abhängigkeit der Art des Carbonats variieren kann. Das Carbonat der allgemeinen Formel (I) kann jedoch in einer Proportion von 20 bis 80 Gew.-% oder vorzugsweise von 30 bis 70 Gew.-% verwendet werden. 20 Wenn das Carbonat in einer Proportion zugegeben wird, die niedriger ist als 20 Gew.-%, weist das resultierende copoly-merisierte Harz eine sehr niedrige Oberflächenhärte auf. Proportionen von mehr als 80 Gew.-% werden nicht bevorzugt, weil der Schlagwiderstand vermindert wird. Dement-25 sprechend wird bevorzugt, ein oder mehrere der vorstehend beschriebenen Monomere der allgemeinen Formel (II) zu verwenden und diese mit einer Proportion von 20 bis 80 Gew.-% des Carbonats der allgemeinen Formel (I) zu co-polymerisieren.
30 Zudem wird dem Typus des Initators der Radikalpolymerisation, welcher beim Durchführen der Copolymerisation zum Erhalt eines erfindungsgemässen Harzes zur Herstellung von Linsen zu verwenden ist, keine besondere Einschränkung auferlegt. Es wird bevorzugt, in einer Proportion 35 von 0,01 bis 5 Gew.-% ein bekanntes Peroxid zu verwenden, wie beispielsweise Benzoylperoxid, p-Chlorobenzoylperoxid, Lauroylperoxid, Diisopropylperoxycarbonat, Di-2-äthylhe-xylperoxycarbonat oder tert-Butylperoxypivalat oder eine bekannte Azoverbindung wie Azobisisobutyronitril. 40 Das erfmdungsgemässe Harz zur Herstellung von Linsen kann erhalten werden durch Ausführen des bekannten Guss-polymerisationsverfahrens mit einer Mischung von mindestens einem Carbonat der allgemeinen Formel (I), mindestens einem vorstehend beschriebenen zweiten Monomer der 45 allgemeinen Formel (II) und einem Initiator der Radikalpolymerisation, in anderen Worten, durch Schütten der Mischung in eine Gussform, die von einer Dichtung oder einem Abstandhalter und einer Form aus Glas oder Metall gebildet wird, und anschliessende Polymerisation und Aushärtung 50 der Mischung durch Erwärmung auf Temperaturen im Bereich von 50 bis 120 °C oder durch Bestrahlung der Mischung mit ultravioletten Strahlen. Dabei ist es möglich,
nach Bedarf einen oder mehrere Zusatzstoffe wie einen Ul-traviolett-Stabilisator, Antioxidans, Verfarbungsinhibitor, 55 Fluoreszenzfarbstoff u.dergl. der Mischung vor ihrer Polymerisation zuzugeben.
Das so erhaltene erfmdungsgemässe Harz zum Herstellen von Linsen hat einen hohen Brechungsindex, ist sehr leicht zu verarbeiten wie beispielsweise zu schleifen, und es hat eine 60 ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegen Wärme, Lösungsmittel und Schlag. Entsprechend kann es zur Herstellung von Brillengläsern, Kameralinsen und anderen optischen Linsen verwendet werden.
Einige Beispiele der vorliegenden Erfindung werden im 65 nachfolgenden beschrieben, wobei durchwegs Gewichststeile und Gewichtsprozente angegeben werden. Zudem wurden die folgenden Untersuchungsmethoden verwendet, um bei den in den Beispielen erhaltenen erfindungsgemässen Harzen
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zum Herstellen von Linsen den Brechungsindex, die Fähigkeit zum Verarbeiten durch Schleifen, die Widerstandsfähigkeit, gegen Wärme, die Widerstandsfähigkeit gegen Schlag und die Widerstandsfähigkeit gegen Lösungsmittel zu bestimmen.
Brechungsindex: Gemessen bei 20 °C mit einem Abbe-Refraktometer.
Verarbeitungsfähigkeit: Jeder gegossene Linsenrohling wurde mit einer zur Herstellung von Brillenlinsen bestimmten Schleifmaschine geschliffen. Proben mit feingeschliffenen Oberflächen wurden als akzeptabel betrachtet und werden in der nachfolgenden Tabelle 1 mit einem Kreis (o) bezeichnet.
Widerstandsfähigkeit gegen Wärme: Linsenproben wurden in einem Heissluft-Trockner bei 100 °C während 2 Stunden stehengelassen und danach aus dem Trockner entnommen. Proben, die weder Verfärbung noch Oberflächenverformung aufwiesen, wurden als akzeptabel betrachtet und werden in der nachfolgenden Tabelle 1 mit einem Kreis (o) bezeichnet.
Widerstandsfähigkeit gegen Schlag: Ein Fallkugel-Schlagtest wurde gemäss den FDA-Normen auf ebenen Platten von 2 mm Dicke im Zentrum ausgeführt. Unzerbrochene Proben wurden als akzeptabel betrachtet und werden in der nachfolgenden Tabelle 1 mit einem Kreis (o) bezeichnet.
Widerstandsfähigkeit gegen Lösungsmittel: Linsenproben wurden in Isopropanol, Aceton und Benzol bei Raumtemperatur während 2 Tagen getaucht und danach entnommen. Proben, die keine Änderungen ihrer Oberfläche aufwiesen, wurden als akzeptabel betrachtet und werden in der nachfolgenden Tabelle 1 mit einem Kreis (o) bezeichnet.
Synthesebeispiel 1
51,2-Gew.-Teile 4,4'-Isopropylidendiphenol wurden in 250 Gew.-Teile Chloroform gelöst und es wurden dann 68,0 Gew.-Teile Triäthylamin zugegeben. Unter Kühlung und Rühren der resultierenden Mischung in einem Eisbad wurden 79,6 Gew.-Teile Allylchloroformat der Mischung tropfenweise während 30 Minuten zugegeben. Danach wurde die Temperatur der Reaktionsmischung wieder auf die Raumtemperatur erhöht und es wurde während 2 Stunden weiter gerührt. Das so erhaltene flüssige Reaktionsprodukt wurde in eine Trennsäule gegossen und zuerst mit einer gesättigten Natriumhydrogencarbonatlösung, danach mit Wasser gewaschen. Die so erhaltene ölige Schicht wurde mit Glaubersalz getrocknet und anschliessend mit Aktivkohle unter Rühren gemischt. Die Mischung wurde filtriert und das Filtrat konzentriert, um 80,2 Gew.-Teile 4,4'-Isopropyli-dendiphenylbisallylcarbonat als farblosen Sirup (nachstehend als Komponente A bezeichnet) zu ergeben.
Elementaranalyse (Gew.-%):
Berechnet für C23H2406: C=69,68 H=6,10
Gefunden: C=69,84 H = 5,97
NMRScocij: 1,64 (6H, S), 4,67 (4H, dd) 5,23 (2H, dd), 5,36 (2H, dd) 5,72-6,16 (2H, m), 6,96~7,20 (6H, m)
Synthesebeispiel 2:
Das Syntheseverfahren nach dem Synthesebeispiel 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass 82,1 Gew.-Teile 4,4'-Isopropyliden-2,2',6,6'-tetrachlorodiphenol anstelle von 51,2 Gew.-Teilen 4,4'-Isopropylidendiphenol verwendet wurden, so dass ein weisser Feststoff erhalten wurde. Dieser wurde aus Isopropanol rekristallisiert, um 90,1 Gew.-Teile 4,4'-Isopropyliden-2,2',6,6'-tetrachlorodiphenylbisallylcarbo-nat (nachstehend als Komponente B bezeichnet) zu ergeben (Schmelzpunkt 109-111 °C).
Elementaranalyse (Gew.-%):
Berechnet für C23H20Cl4O6:
C=51,71 H = 3,77 Cl = 26,55 Gefunden:
C = 51,83 H = 3,49 Cl = 26,33
NMR§cdci3: 1,64 (6H, S), 4,76 (4H, dd) 5,30 (2H, dd), 5,41 (2H, dd) 5,76 ~ 6,22 (2H, m), 7,40 (4H, S)
Synthesebeispiel 3:
Das Syntheseverfahren nach dem Synthesebeispiel 1 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass 122 Gew.-Teile 4,4'-Isopropyliden-2,2', 6,6'-tetrabromodiphenol anstelle von 51,2 Gew.-Teile 4,4'-Isopropylidendiphenol verwendet wurden, so dass ein weisser Feststoff erhalten wurde. Dieser wurde aus Isopropanol rekristallisiert, um 149 Gew.-Teile 4,4/-Isopropyliden-2,2/, 6,6'-tetrabromaodiphenylbisallylcar-bonat (nachstehend als Komponente C bezeichnet) zu ergeben (Schmelzpunkt 104-105 °C).
Elementaranalyse (Gew.-%):
Berechnet für C23H20Br4O6:
C=38,80 H=2,83 Br=44,89 Gefunden:
C = 38,76 H = 2,95 Br = 44,47
NMR5Cdci3: 1,63 (6H, S), 4,74 (4H, dd), 5,28 (2H, dd), 5,41 (2H, dd) 5,76-6,20 (2H, m), 7,32 (4H, S)
Synthesebeispiel 4:
Das Syntheseverfahren nach dem Synthesebeispiel 3 wurde wiederholt, mit der Ausnahme, dass 90,8 Gew.-Teile ß-Methallylchloroformat anstelle der im Synthesebeipiel 3 verwendeten 79,6 Gew.-Teilen Allylchloroformat verwendet wurden, so dass 154 Gew.-Teile 4,4'-Isopropyliden-2,2', 6,6'-tetrabromodiphenylibis-ß-methallylcarbonat (nachstehend als Komponente D bezeichnet) zu ergeben (Schmelzpunkt 85-90 °C).
Elementarananlyse (Gew.-%):
Berechnet für C25H24Br406:
C = 40,57 H = 3,27 Br = 43,19 Gefunden:
C=40,32 H = 3,51 Br = 43,00
NMR5CDa3: 1,63 (6H, S), 1,84 (6H, dd) 4,75 (4H, S), 5,30 (2H, d) 5,40 (2H, d), 7,32 (4H, S)
Beispiel 1
Eine flüssige Mischung, die durch Erwärmung einer Mischung von 50 Gew.-Teilen der Komponente A aus dem Synthesebeispiel 1 und 50 Gew.-Teilen 2,4,6-Tribromophe-nylallylcarbonat auf 60 °C erhalten wurde, wurde auf 50 °C gehalten, und es wurden 2 Gew.-Teile Benzoylperoxid in die flüssige Mischung gelöst. Die so erhaltene gemischte Lösung wurde in eine Form gegossen, die aus einer Gussform aus Glas und einer Dichtung aus weichem Polyvinylchlorid gebildet und im vorhinein auf 50 °C vorgewärmt worden war. Die gemischte Lösung wurde in der Gussform während 24 Stunden bei 60 °C, während 2 Stunden bei 80 °C und während 2 Stunden bei 100 °C gehalten, um die Copolymerisation des Inhalts durchzuführen. Anschliessend wurde der so gebildete Harz aus der Gussform entnommen und es wurden der Brechungsindex, die Fähigkeit zum Verarbeiten, die Widerstandsfähigkeit gegen die Wärme, die Widerstandsfähigkeit gegen Schlag und die Widerstandsfähigkeit gegen Lösungsmittel gemessen. Als Resultat wurde gefunden, dass die so erhaltenen farblosen durchsichtigen Linsen einen Bre5
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chungsindex von 1,595 aufwiesen und bezüglich der Fähigkeit zum Verarbeiten durch Schleifen, der Widerstandsfähigkeit gegen Wärme, der Widerstandsfähigkeit gegen Schlag und der Widerstandsfähigkeit gegen Lösungsmittel ausgezeichnet waren.
Beispiele 2 bis 10 Auf gleiche Weise wie im Beispiel 1 wurden Monomere in verschiedenen Proportionen copolymerisiert, um Linsen herzustellen. Die Resultate werden in der Tabelle 1 ange-5 zeigt.
Tabelle 1 Bsp.
1
10
Komponente des Polymers Komponente A
2,4,6-Tribromophenylallylcarbonat
Komponente Ä
Allyl-3-bromobenzoat
Komponente B
Vinyl-2-chlorobenzoat
Komponente B
Allyl 2-chlorobenzoat
Komponente C
Vinylbenzoat
Komponente C
Vinyl-2-chlorobenzoat
Komponente C
Allyl-2-chlorobenzoat
Komponente D
Vinylbenzoat
Komponente D
Styrol
Komponente D Phenylmethacrylat
(Gew.- Brechungs- Schleif-
Teile) index barkeit
(40) 1,595 o (60)
(40) 1,588 o (60)
(40) 1,590 o (60)
(40) 1,591 o (60)
(50) 1,594 o (50)
(50) 1,604 o (50) '
(50) 1,602 o (50)
(50) 1,589 o (50)
(50) 1,597 o (50)
(60) 1,595 o (40)
therm. Wi- Schlagwi- Lösungsm.-derstand derstand Widerstand o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
C
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Claims (2)
- 662 3552PATENTANSPRÜCHE 1. Copolymer-Harz mit strukturellen Einheiten der allgemeinen Formel III0r-c-ch9oco1 z ch„ x ch,ococh2-c-rworin X ein Wasserstoff-, Chlor- oder Bromatom und R ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet, und mit strukturellen Einheiten der allgemeinen Formel IV(III)-ch,(IV)worin R' ein Wasserstoffatom oder eine Mehtylgruppe bedeutet und Y-0-coch,-CH2OC-CO)I,qHist, wobei X' ein Chlor- oder Bromatom, q ein ganzzahliger Wert von 0 bis 5 und r gleich 0 oder 1 ist.
- 2. Linse aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Kunststoff von einem Copolymer mit strukturellen Einheiten der allgemeinen Formel IIIr-c-ch,oco-I 1 ch.Vococh,ch,I 2-c-r worin X ein Wasserstoff-, Chlor-oder Bromatom und R ein 25 Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet, und mit strukturellen Einheiten der allgemeinen Formel IVR' 1-cI-ch,(IV)(III)35 worin R' ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe bedeutet und Y-OC—( ) , -CH2OC-CO)r-( J ,0 0ist, wobei X' ein Chlor- oder Bromatom, q ein ganzzahliger Wert von 0 bis 5 und r gleich 0 oder 1 ist, ableitet.
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