CH663179A5 - Giessvorrichtung zur herstellung einer gestreiften kunststoff-folie. - Google Patents

Giessvorrichtung zur herstellung einer gestreiften kunststoff-folie. Download PDF

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CH663179A5 CH1887/83A CH188783A CH663179A5 CH 663179 A5 CH663179 A5 CH 663179A5 CH 1887/83 A CH1887/83 A CH 1887/83A CH 188783 A CH188783 A CH 188783A CH 663179 A5 CH663179 A5 CH 663179A5
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Giessvorrichtung nach Anspruch 1.
Während einiger Zeit wurden Mehrkomponenten-Polymer-Folien zur Herstellung von Garnen durch Stranggiessen gefertigt. Aus solchen Mehrkomponenten-Folien wurden speziell hoch beanspruchbare Garne hergestellt, z.B. zur Verwendung in Teppichen. Thermoplastische Folien können in schmale Bahnen zerfasert und geschlitzt werden, so dass diese Bahnen dann zu Garnen zusammengezwirnt werden können. Wird eine mehrfarbige oder gestreifte Folie verwendet, können verschiedene Farbeffekte erreicht werden, sobald die Bahnen zusammengezwirnt werden.
Im US-Patent Nr. 3 807 918 wird eine Press-Matrize beschrieben, mit deren Hilfe das Stranggiessen solch einer Folie oder eines Films ausgeführt werden kann. Obschon diese bekannte Ausführungsart befriedigend erscheint, weist sie doch verschiedene Nachteile auf. Die bekannte Gussform weist einen das Gussmaterial zerteilenden Einsatz auf, welcher einen Bauteil mit einer Reihe Auslassöffnungen aufweist, dem geschmolzenes Polymer durch einen Zuführungskanal zugeführt wird. Bei den bekannten Ausführungsformen bestehen diese Auslassöffnungen aus zylindrischen, in den Bauteil eingebohrten Löchern. Jede Auslassöffnung stösst einen streifenförmigen Polymer-Strom mit grösserer Dicke aus, als es der AuslassöfF-nung entspricht. Die bekannten Gussformen weisen Tot-Zonen auf, in welchen das viskose Polymer verharren kann. Dieses Verharren kann zur Überhitzung und Veränderung des Polymers führen. Überdies können die bekannten Gussformen Polymer-Ströme mit nicht gleichförmiger Geschwindigkeit erzeugen, da sich der Polymer-Strom nach Verlassen der Auslassöffnung verbreitern soll. Weiter sind die Auslassöffnungen der bekannten Gussformen schwierig zu reinigen.
Mit der vorliegenden Erfindung wird eine verbesserte Mehrkom-ponenten-Strang-Guss-Form offenbart, welche Tot-Zonen durch Erleichtern des Durchflusses durch die Form vermeidet, Geschwindigkeitsunterschiede im Strom vermindert und leicht zu reinigen ist.
Die Giessvorrichtung entsprechend der vorliegenden Erfindung besitzt die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1.
Bei einem bevorzugten erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel ist der Einsatzteil mit Nuten, angebracht auf zwei aneinander an-stossenden Oberflächen, versehen, wobei die erste, mit Nuten versehene Oberfläche des Einsatzteils mit einer inneren Oberfläche des Gehäuses zusammenwirkt, um eine erste Gruppe Passagen für eine erste polymere Rohmasse zu bilden, um so getrennte parallele Ströme dieser ersten polymeren Rohmasse zu erhalten. Analog wirkt die zweite, mit Nuten versehene Oberfläche des Einsatzteils mit einer weiteren inneren Oberfläche des Gehäuses zusammen, um eine weitere Gruppe Passagen für eine weitere polymere Grundmasse zu bilden, so dass getrennte parallele Ströme dieser zweiten Grundmasse entstehen. Vorteilhafterweise überlappen sich die Öffnungen der Passage-Gruppen in Längsrichtung nicht und entsprechen in Längsrichtung in der Summe ihrer Breiten der Länge des Ausgusses der Form. Die Ströme aus polymerer Rohmasse werden durch die Gruppen von Passagen in vorher bestimmter Weise in einer Reihe durcheinander gemischt, so wie es der gegenseitigen Lage der Passagen entspricht, und bilden derart einen gestreiften Film.
Bei einem anderen erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel ist der Einsatzteil mit einer Anzahl voneinander getrennten Erhebungen versehen, welche zueinander versetzt in Reihe angeordnet sind.
Diese Erhebungen weisen einen «Grundriss» auf, welcher einem stromlinienförmigen Fünfeck entspricht; die Spitzen liegen den Grundlinien, welche im wesentlichen parallel zur Längsausdehnung des Gehäuses verlaufen, gegenüber. Diese Erhebungen bewirken eine graduelle Einschnürung des Flusses von polymerer Rohmasse beim Passieren des Einsatzteils, ohne dass Tot-Zonen entstehen.
In einem weiteren erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel umfasst jedes Zuführ-Rohr zwei sich im allgemeinen in Längsrichtung von einer zentralen Öffnung, durch welche die Rohmasse in die Form eingeführt wird, erstreckende und sich verjüngende Äste.
Ein sich verengendes Gebiet der Zuführrohre erstreckt sich von den Ästen zu den Passagen im Einsatzteil. Das Zuführrohr ist derart ausgelegt, dass die Druckunterschiede zwischen dem Zuführungskanal und den Nuten annähernd konstant sind.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine einfach und nicht teuer herzustellende Gussform zu erhalten, welche mehrkomponen-tige, endlose Filme erzeugt. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine Gussform für mehrkomponentige Filme zu erhalten, welche einen Einsatzteil aufweist, der leicht zu wechseln und zu reinigen ist. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine Gussform für mehrkomponentige Filme zu erhalten, welche einen Film erzeugt, der keine Fehlstellen aufweist.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Gussform für mehrkomponentige Filme zu erhalten, welche Geschwindigkeitsunterschiede im zu vergiessenden Material reduziert. Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Gussform für mehrkomponentige Filme zu erhalten, welche Tot-Zonen vermeidet. Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Gussform für mehrkomponentige Filme zu erhalten, welche Verweilzeit und
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Zersetzung durch Hitze des viskosen geschmolzenen Polymers, welches in die Form gebracht wurde, vermindert. Die Erfindung wird nachstehend anhand eines m den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels noch etwas näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 schematisch eine Anordnung, mit Hilfe derer ein thermoplastischer Film und aus diesem Garne hergestellt werden;
Fig. 2 einen Querschnitt durch die Giessvorrichtung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3 eine Ansicht eines Einsatzteils, wie er in der Vorrichtung von Figur 2 verwendet werden kann;
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Vorrichtung von Figur 2 entlang der Ebene I-I in Figur 2 und die Anordnung der Zuführ-Rohre in der Giessvorrichtung;
Fig. 5 einen Querschnitt durch eine Giessvorrichtung entsprechend einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, welche eingerichtet ist, drei polymere Rohmassen gleichzeitig zu verarbeiten;
Fig. 6a einen Querschnitt durch ein Paar von Einsatzteilen, welches in der Vorrichtung von Figur 5 verwendet werden kann;
Fig. 6b eine seitliche Ansicht des Paares von Einsatzteilen von Figur 6a;
Fig. 6c eine bildhafte Darstellung eines dieser Einsatzteile von Figur 6a.
Figur 1 zeigt schematisch die Schritte, welche im Verfahren zur Herstellung eines thermoplastischen Filmes und danach eines Garnes aus diesem Film durchlaufen werden. Detaillierter wird solch ein Verfahren im US-Patent 3 761 552 beschrieben.
In die Vorrichtung von Figur 1 können verschiedene thermoplastische, polymere Rohmassen je in eine Schneckenpresse (Melt screw extruders) 10 bzw. 12 eingebracht werden. Die polymere Rohmasse wird in den Schneckenpressen 10 und 12 geschmolzen und durch die Rohre 14 unter vorher bestimmten Druck und Temperatur in die Vorrichtung 16 gebracht. Die Kontrollmittel 18 und 20 (welche z.B. Thermo- und Druckschalter aufweisen) dienen zur kontinuierlichen Überwachung der geschmolzenen polymeren Rohmasse, welche von den Schneckenpressen 10 und 12 geliefert wird. Der Fluss an polymerer Rohmasse zur Giessvorrichtung kann ebenfalls durch abmessende Verdrängerpumpen kontrolliert werden. Auf alle Fälle muss die Temperatur der polymeren Rohmasse höher sein als deren Schmelztemperatur und zusätzlich hoch genug, damit die Viskosität der Rohmasse derart reduziert ist, dass sie genügend schnell transportiert und ausgepresst (extruded) werden kann. Die Temperatur darf jedoch nicht so hoch sein, dass eine thermische Zersetzung (thermal dégradation) der polymeren Rohmasse eintritt. Vorteilhafterweise wird die Temperatur jedes Stromes von polymerer Rohmasse kontrolliert, so dass die Schmelzcharakteristiken der Rohmassen einander derart ähnlich sind, dass die bildung von Streifen gewünschter Breite im schlussendlich zu produzierenden Film erleichtert wird. Da ein Zusatz von Pigmenten oder Stabilisatoren die Schmelzcharakteristik einer polymeren Rohmasse verändern kann, kann es notwendig sein, die Rohmassen auf verschiedenen Temperaturen zu halten, um so die gewünschten Schmelzcharakteristiken zu erhalten.
Die polymeren Rohmassen fliessen in der Giessvorrichtung 16 zusammen und bilden dadurch einen Mehrkomponenten-Film 22, welcher durch eine Ausgussöffnung 24 in der Giessvorrichtung 16 in Richtung des Pfeils ausgepresst wird. Weiter unten wird im Zusammenhang mit den verbleibenden Figuren das Zusammenfliessen der verschiedenen polymeren Rohmassen detaillierter beschrieben.
Der ausgepresste Film 22 kann auf eine Rolle 26 geführt werden. Die Dicke des Filmes kann, je nach gewünschtem Titer, zwischen 0,025 und 0,25 Millimetern oder mehr (1 mil to 10 or mor mils) variieren und wird durch Justieren der Ausflussöffnung und der Flussmenge von polymerer Rohmasse gesteuert. Diese Steuerung wird weiter unten detaillierter beschrieben. Der mehrkomponentige Film kann dann in Übereinstimmung mit dem im US-Patent 3 761 552 beschriebenen Verfahren weiter behandelt werden. Diese Weiterbehandlung kann die Produktion vom dünnen Streifen 28 aus dem
Film umfassen; die dünnen Streifen können dann weiter gespalten und dann zu einem Garn 30 gezwirnt werden.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Giessvorrichtung 16, welche im Zusammenhang mit dem in Figur 1 beschriebenen Verfahren verwendet werden kann. Die Giessvorrichtung 16 umfasst einen länglichen Gehäuseteil 40 und einen Einsatzteil 42. Die Ausdrücke «in Längsrichtung» und «länglich» beziehen sich hier auf Richtungen senkrecht zur Ausstossrichtung des Films. Der Gehäuseteil 40 kann seinerseits einen Gehäuseblock 44 und zwei gegenüberliegende Gehäuseabschnitte 46 und 48 umfassen. Die gegenüberliegenden Gehäuseabschnitt 46 und 48 können am Gehäuseblock 44 mit Hilfe einer oder mehrerer Schrauben 50 befestigt werden. Um die Zeichnung nicht unnötig zu belasten, ist jeder Gehäuseteil mit dem Gehäuseblock nur durch einen Bolzen verbunden; es versteht sich von selbst, dass eine genügende Anzahl von Bolzen verwendet werden muss, um die verschiedenen Abschnitte in dichtendem Kontakt miteinander zu halten.
Der Gehäuseblock 44 kann einen ersten Zuführungskanal 52 (gestrichelt eingezeichnet) zur Zuführung einer ersten geschmolzenen thermoplastischen polymeren Rohmasse (schematisch durch den mit A bezeichneten Pfeil dargestellt) umfassen. Analog kann der Gehäuseblock einen zweiten Zuführungskanal 54 (gestrichelt eingezeichnet) enthalten, durch welchen eine zweite geschmolzene thermoplastische Rohmasse (durch den mit B bezeichneten Pfeil markiert) zugeführt werden kann. Die geschmolzene thermoplastische Polymer-Rohmasse kann unter Druck in die Kanäle 52 und 54 in Pfeilrichtung eingebracht werden. Die Rohmasse fliesst dann von den Zuführungskanälen in die jeweiligen Zuführrohre 56 und 58.
Der erste Gehäuseabschnitt 46 ist mit einer einen Rohrabschnitt bildenden Oberfläche 60 versehen, welche mit einer ähnlichen Oberfläche 62 im Gehäuseblock 44 ein erstes Zuführrohr bildet, welches in Längsrichtung die thermoplastische polymere Rohmasse A verteilt. Analog bilden der zweite gegenüberliegende Gehäuseabschnitt 48 mit einer rohrabschnittförmigen Oberfläche 64 zusammen mit einer weiteren Oberfläche 66 des Gehäuseblocks ein zweites Zuführrohr, um eine zweite thermoplastische Rohmasse B in Längsrichtung zu verteilen. Der erste und der zweite Gehäuseabschnitt 46 und 48 bilden zusammen einen Ausfluss 68, um das Zusammenfliessen der thermoplastischen polymeren Rohmassen A und B in Richtung der Ausflussöffnung 24, durch welche der Film ausgepresst wird, zu erreichen. Die Dicke des ausgestossenen Films kann durch Veränderung des Abstandes der Gebiete 70 und 72 im Ausfluss, gebildet durch die gegenüberliegenden Gehäuseabschnitte 46 und 48, gesteuert werden. Mit Hilfe einer Schraube 74 kann dieser Abstand variiert werden; durch die Schraube wird das Gebiet 70 des Ausflusses gegen das Gebiet 72, die Dicke der Ausflussöffnung variierend, verschoben. Die Schraube 74 kann mit Hilfe des Schraubenkopfs 76 gedreht werden.
Der Einsatzteil 42 kann mit Hilfe einer Längsnut 78 im Gehäuseblock 44 positioniert werden. In Zusammenhang mit Figur 3 wird ein Ausführungsbeispiel eines Einsatzteiles näher beschrieben.
Durch den Einsatzteil 42 und die Oberflächen der jeweils gegenüberliegenden Gehäuseabschnitte 46 und 48 werden getrennte, einander in Längsrichtung abwechselnde Passagen gebildet, welche die Zuführrohre 56 und 58 mit der Ausflussöffnung 68 verbinden. Wenn die geschmolzene thermoplastische, polymere Rohmasse von den Zuführrohren durch die Passagen gepresst wird, wird sie durch die Ausflussöffnungen der gegenüberliegenden Gehäuseabschnitte kanalisiert. Durch das kontinuierliche Zusammenfliessen der Ströme von thermoplastischer Polymer-Rohmasse aus den Passagen wird ein mehrkomponentiger Film gebildet. Um die Schmelzcharakteristik der polymeren Rohmasse, welche die Giessvorrichtung passiert, zu steuern, können elektrische Heizpatronen 80 und 82 innerhalb der gegenüberliegenden Gehäuseabschnitte 46 und 48 untergebracht werden.
Fig. 3 zeigt eine bildhafte Darstellung eines Einsatzteils 42, welcher in der Vorrichtung von Figur 2 verwendet werden kann. Der Einsatzteil weist eine erste Oberfläche 100 und eine zweite Ober5
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Die Erhebungen 106 und 110 können mit dreieckförmigen, konisch zulaufenden Gebieten (durch 114 bezeichnet) versehen werden, so dass ein fünfeckiger Grundriss der Erhebungen entsteht, wodurch eine graduelle Einschnürung des gegen die längliche Kante 104 verlaufenden Stroms entsteht. Dadurch wird der Fluss durch die Zuführrohre erleichtert und Verweilzeit sowie Zersetzung durch Hitze der Polymer-Rohmasse durch Stagnieren der Strömung und Tot-Zonen reduziert.
Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch die Vorrichtung von Figur 2 entlang der Ebene I-I. Gezeigt wird die Anordnung der Zuführrohre in der Vorrichtung von Figur 2. Weiter ist die Anordnung des Einsatzteils 42 und des Gehäuseblocks 44 in zusammengebautem Zustand ersichtlich. Das Zuführrohr zur Giessvorrichtung kann sich verjüngende Äste 120 und 122 zur Aufnahme von thermoplastischer, geschmolzener Polymer-Rohmasse, welche durch den Zuführkanal 54 eingebracht wurde, aufweisen. Geschmolzene Polymer-Rohmasse wird durch die Äste 120,122 und durch eine verengte Zone 124 des Zuführrohrs gedrückt. Endlich werden durch den Einsatzteil 42 zusammen mit dem Gehäuseteil Passagen 126 gebildet, durch welche die thermoplastische Rohmasse B vor dem den Streifen aufweisenden Film bildenden Zusammenströmen mit der durch die in Längsrichtung abwechselnd vorliegenden Passagen 128 hindurchgetretenen Rohmasse A hindurchfliesst.
Die Gebiete 120 und 122 des Zuführrohres und die verengten Gebiete 24 sind derart ausgelegt, dass der Druckunterschied in der thermoplastischen Rohmasse zwischen dem Zuführungskanal 54 und den Passagen 126 im wesentlichen konstant ist. Andererseits kann die Tiefe der Nuten im Einsatzteil variiert werden, um so die gewünschten Fliesscharakteristiken in der Ausflussöffnung zu erhalten.
Figur 5 zeigt einen Querschnitt durch eine Giessvorrichtung 200 eines weiteren Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung, bei welcher gleichzeitig drei geschmolzene thermoplastische Polymer-Rohmassen A, B, C zu einem mehrkomponentigen Film verarbeitet werden können. Selbstverständlich kann der grundlegenden Idee dieser Erfindung gemäss eine Giessvorrichtung hergestellt werden, welche in der Lage ist, jede gewünschte Anzahl von verschiedenen Polymer-Rohmassen zu verarbeiten. Die Giessvorrichtung umfasst einen ersten Gehäuseabschnitt 202 und einen zweiten Gehäuseabschnitt 204, welcher mit dem ersten Gehäuseabschnitt einen ersten Zuführungskanal 206 (gestrichelt eingezeichnet) und ein erstes Zuführrohr 208 für eine erste thermoplastische Rohmasse A bildet.
Ferner umfasst die Giessvorrichtung ebenso einen Gehäuseabschnitt 210, welcher mit dem zweiten Gehäuseabschnitt 204 einen zweiten Kanal 212 (gestrichelt eingezeichnet) und ein zweites Zuführrohr 214 für eine zweite thermoplastische Rohmasse B bildet. Ferner ist ein vierter Gehäuseabschnitt 216 vorgesehen, welcher mit Hilfe des dritten Gehäuseabschnittes 210 einen dritten Kanal 218 bildet (gestrichelt eingezeichnet) sowie ein drittes Zuführrohr 220 für eine dritte thermoplastische Rohmasse C. Die vier Gehäuseabschnitte 202, 204, 210 und 216 können mit Hilfe eines oder mit Hilfe mehrerer Bolzen 221 zusammengehalten werden. Der erste Gehäuseabschnitt 202 und der vierte Gehäuseabschnitt 216 können mit gegenüberliegenden Gebieten 222 und 224 versehen werden, zwischen denen das Zusammenfliessen der drei thermoplastischen Polymer-Rohmassen stattfindet, welche dann als blattförmige Filme durch die Ausflussöffnung 226 ausgestossen werden. Die Dicke des ausge-stossenen Films kann durch Justieren der Schraube 228 bestimmt werden.
Die vier Gehäuseabschnitte der Giessvorrichtung von Figur 5 beherbergen einen ersten Einsatzteil 230 und einen zweiten Einsatzteil 232. Durch den ersten Einsatzteil 230 und den ersten Gehäuseabschnitt 202 werden eine Anzahl erste, voneinander getrennte Passagen gebildet, durch welche die erste thermoplastische Polymer-Rohmasse A zu der Ausflussöffnung 226 fliessen kann. Der zweite Einsatzteil 232 bildet zusammen mit dem ersten Einsatzteil 230 eine zweite Anzahl von untereinander getrennten Passagen, durch welche die zweite thermoplastische Polymer-Rohmasse zu der Ausflussöffnung 226 fliessen kann. Endlich bildet der zweite Einsatzteil 232 mit dem vierten Gehäuseabschnitt 216 eine dritte Anzahl von untereinander getrennten Passagen, durch welche eine dritte thermoplastische Polymer-Rohmasse C zur Ausflussöffnung 226 fliessen kann.
Die Gestalt der Einsatzteile 230 und 232, gezeigt in Figur 5, wird nun anhand der Figuren 6a bis 6c detaillierter beschrieben. Figur 6a zeigt einen Querschnitt durch die zwei Einsatzteile 230 und 232 und zeigt gestrichelt die darin vorhandenen Nuten. Diese Nuten bilden in Zusammenwirkung mit anderen Oberflächen abwechselnd Passagen, durch welche die polymere Rohmasse fliessen kann. Fig. 6b zeigt eine seitliche Ansicht der Einsatzteile von Figur 6a. Eine erste Fläche 234 des Einsatzteils 230 und eine erste Fläche 236 des Einsatzteils 232 sind in Figur 6b gezeigt. Eine zweite Fläche 238 des Einsatzteils 230 stösst mit der ersten Fläche 234 an einer mit Nuten versehenen Längskante 240 zusammen. Eine zweite Fläche 242 des zweiten Einsatzteils 232 stösst mit der ersten Fläche 236 an einer längsverlaufenden Kante 244 zusammen.
Die Flächen 234, 238 und 236 der Einsatzteile sind mit abwechselnd sich erhebenden Erhebungen 246 versehen. In dem Ausführungsbeispiel, welches in den Figuren 6a bis 6c dargestellt ist, sind die Erhebungen mit einer der Einlassseite der polymeren Rohmasse zugewendeten Verjüngung versehen. In Flussrichtung der Rohmasse weisen die Erhebungen parallele Wände, durch welche Nuten oder Vertiefungen gebildet werden, auf.
Wie oben schon beschrieben, werden mit Hilfe dieser Nuten und weiterer mit ihnen zusammenwirkenden Oberflächen abwechselnd Passagen für die thermoplastischen Polymer-Rohmassen gebildet.
Figur 6c ist eine bildhafte Darstellung des ersten Einsatzteils 230, welcher seine zweite Oberfläche 238 mit der gegenseitigen Lage der Erhebungen in dieser zweiten Oberfläche zeigt. Aus den Figuren 5, 6a-6c wird ersichtlich, dass die Einsatzteile derart ausgelegt sind,
dass ein sich wiederholendes Muster von Rohmassenströmen der
Reihenfolge BACBACB entsteht. Es können jedoch auch andere
Reihenfolgen durch Änderung der Nuten in den Einsatzteilen erzeugt werden.
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Claims (3)

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1. Giessvorrichtung zur Herstellung einer gestreiften, mehrkom-ponentigen, zur Verwendung in aufgeschnittener Form in der Garn-produktion vorgesehenen Polymer-Folie, gekennzeichnet durch einen Gehäuseteil (40) mit einem Gehäuseblock (44), einem ersten und einem zweiten, jeweils lösbar am Gehäuseblock (44) angebrachten Gehäuseabschnitt (46 bzw. 48);
wobei der Gehäuseteil (40) zwischen Gehäuseblock (44) und erstem Gehäuseabschnitt (46) einen Zuführ- und Verteilraum (56) für eine Kunststoff-Rohmasse und mindestens einen weiten Zuführ-und Verteilraum (58) für mindestens eine weitere Kunststoff-Rohmasse zwischen Gehäuseblock (44) und -abschnitt (48) aufweist, welche Räume (56, 58) durch Demontage des Gehäuseteils (40) für Reinigungszwecke erreichbar sind; wobei der Gehäuseteil (46) eine längliche Ausflussöffnung (68) zum Auspressen der aus den Kunststoff-Rohmassen gebildeten Polymer-Folie besitzt, welche Ausflussöffnung durch den ersten und den zweiten Gehäuseabschnitt (46) begrenzt ist und der Abstand zwischen diesen Abschnitten (46, 48) zur Veränderung der Foliendicke veränderbar ist;
wobei ein austauschbarer Einsatzteil (42) in einer sich im Gehäuseblock (44) vorgesehenen Ausnehmung derart vorgesehen ist, dass er, zusammen mit Oberflächen des Gehäuseteils (40), voneinander abgegrenzte, über seine Länge mit dem Zuführ- und Verteilraum (56) und dem mindestens einen weiteren Zuführ- und Verteilraum (58) sowie der Ausstossöffnung (68) in Verbindung stehende Passagen bildet, durch welche die Kunststoff-Rohmassen alternierend zusammengeführt werden; wobei die Längsachse des Einsatzteils (42) in der Ebene der auszustossenden Folie liegt und letzterer zwei ebene, sich längs hinziehende Oberflächen (100,106) mit jeweils einer Anzahl eingeformter Vertiefungen (108,112) besitzt, und wobei die Oberflächen (100,102) des Einsatzes (42) mit eben verlaufenden Seiten der Gehäuseabschnitte (46, 48) zusammenwirken, um eine Anzahl Passagen zu bilden, welche mit den Zuführ- und Verteilräumen in Verbindung stehen und in Flussrichtung hinter den Räumen (56, 58) sich verengen und damit den geeigneten Fluss an Rohmaterial durch die Vorrichtung ermöglichen.
2. Giessvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführ- und Verteilräume durch Einformungen im Gehäuseblock (44) und entsprechenden Einformungen in den jeweiligen Gehäuseabschnitten (46,48) gebildet sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Giessvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch im Gehäuseteil (40) angeordnete Heizmittel (80, 82) für Erwärmen der Kunststoff-Rohmassen zum Aufrechterhalten der notwendigen Fliesseigenschaften.
CH1887/83A 1982-04-07 1983-04-07 Giessvorrichtung zur herstellung einer gestreiften kunststoff-folie. CH663179A5 (de)

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US06/366,238 US4435141A (en) 1982-04-07 1982-04-07 Multicomponent continuous film die

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