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PATENTANSPRÜCHE
1. Schiebeverschluss für schmeliüssige Werkstoffe, insbesondere Metallschmelzen, mit mindestens einer ortsfesten Verschlussplatte sowie einer mit dieser bzw. mit diesen in Gleitkontakt stehenden beweglichen Verschlussplatte, welche zwei Durchfiussöffnungen und einen neben diesen befindlichen Schliessbereich aufweist, und mit Antriebsorganen für die bewegliche Verschlussplatte, um wahlweise ihren Schliessbereich oder eine ihrer Durchflussöffnungen mit einer
Durchflussöffnung in der bzw. den ortsfesten Durchflussplatten zur
Deckung zu bringen, dadurch gekennzeichnet, dass stationäre Bahnführungsmittel (15;
46, 47, 48, 50) für die bewegliche Verschluss platte (7) vorhanden sind, welche bei geschlossenem Verschluss zwischen zwei vorgegebenen Lagen (a, b, Fig. 3, Fig. 4) umstellbar sind, um die Verschiebung der mit einem einzigen Linearantrieb (23, 24) verbundenen beweglichen Verschlussplatte (7) wahlweise in eine der beiden Richtungen (x, y) zu lenken, die vom Schliessbereich (32) zu den Durchflussöffnungen (30, 31) verlaufen.
2. Schiebeverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Richtungen (x, y) einen Winkel (a) von 60 einschliessen.
3. Schiebeverschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der Kreuzungspunkt (33) der beiden je durch die
Mitte einer Durchflussöffnung (30, 31) gehenden Richtungen (x, y) im Schliessbereich (32) der beweglichen Platte (7) eine beiden Öff-.
nungen gemeinsam zugeordnete Schliessposition (33) definiert.
4. Schiebeverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnführungsmittel durch zwei schwenk bar gelagerte und arretierbare Führungsarme (15) gebildet sind, mit welchen vier an einem metallischen Halterahmen (14) der bewegli chen Verschlussplatte (7) vorhandene, jeweils paarweise zu einer der beiden Richtungen (x, y) parallele Führungsflächen (27, 29; 26, 28) zusammenwirken (Fig. 1 bis 4).
5. Schiebeverschluss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Führungsarme (15) zur zwangsweisen Parallelfüh rung durch einen Lenker (17) verbunden sind, welcher in zwei End lagen arretierbar ist (Fig. 3, Fig. 4).
6. Schiebeverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Bahnführungsmittel zwei Paare von je mit einer Weiche (48) versehenen Führungsschlitzen (46, 47) vorhanden sind, in weiche je einer von zwei in einem metallischen Halterahmen (44) der beweglichen Verschlussplatte (7) befestigten Zapfen (43) eingreift, wobei die Schlitze jedes Paares je zu einer der beiden
Richtungen (x, y) parallel verlaufen (Fig. 5).
7. Schiebeverschluss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Führungsschlitze (46, 47) jedes Paares je an einer schwenkbar gelagerten, mit einem Radialschlitz (50) versehenen Hülse (48) münden (Fig. 5, 6).
8. Schiebeverschluss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hülsen (48) durch Lenkorgane (51, 52) zum koordinierten Ausrichten beider Radialschlitze (50) aufjeweils eines der beiden Schlitzpaare (46, 47) verbunden sind.
9. Schiebeverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Dreiplatten-Verschluss mit ortsfester Oberplatte (6), beweglicher Mittelplatte (7) und ortsfester Unterplatte (8) ist (Fig. 1).
10. Bewegliche feuerfeste Verschlussplatte für einen Schiebeverschluss nach Anspruch 1, mit zwei Durchflussöffnungen und einem seitlich daneben befindlichen Schliessbereich, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenfläche zwecks lagerichtiger Halterung der Platte (7) in einem metallischen Rahmen (14, 44) im wesentlichen durch drei gerade Abschnitte (56, 57, 58) begrenzt ist, welche auf den drei Seiten (e, f, g) eines gleichseitigen Dreiecks liegen, und dass die Mitten der beiden Durchflussöffnungen (30, 31) auf zwei Winkelhalbierenden (r, s) des Dreiecks liegen (Fig. 7).
11. Verschlussplatte nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Abschnitte (56, 57, 58) durch drei Kreisbögen (60, 61, 62) verbunden sind, deren zwei (60, 62) mit gleichem Radius konzentrisch zu je einer Durchflussöffnung (30, 31) verlaufen.
12. Verschlussplatte nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius des dritten Kreisbogens (61) von demjenigen der beiden andern verschieden ist.
13. Verschlussplatte nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie im Schliessbereich mit einer Vorrichtung (63) zur Gaseinführung versehen ist, welche auf der dritten Winkelhalbierenden (t) liegt.
Die Erfindung betrifft einen Schiebeverschluss nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Schiebeverschlüssse mit zwei (oder gar mehreren) Durchfiussöffnungen in der beweglichen Verschlussplatte dienen allgemein dazu, längere Giesszeiten ohne Wechsel der Verschlussplatten zu erreichen, indem nach Verschleiss der einen Öffnung auf eine andere, noch unverbrauchte gewechselt werden kann; die Öffnungen können dabei gleiche oder unterschiedliche Durchmesser haben.
Ein Zweiplatten-Verschluss dieser Gattung, also mit einer einzigen ortsfesten und einer beweglichen Verschlussplatte, ist aus der DE-PS 28 50 183 bekannt. Bei jener Verschlusskonstruktion ist in einem Verschlussgehäuse ein von einem ersten hydraulischen Zylinderantrieb betätigter Schieberschlitten gelagert. Dieser Schlitten trägt sowohl einen Schwenkrahmen als auch einen mit diesem verbundenen zweiten Zylinderantrieb. Im Schwenkrahmen ist schliesslich die bewegliche, sektorförmig gestaltete Verschlussplatte gefasst.
Mit dem ersten Antrieb wird durch Verschieben des Schlittens zusammen mit dem Schwenkrahmen der Verschluss betätigt (öffnen, schliessen, drosseln), während der zweite Antrieb benötigt wird, um durch Schwenken des Schwenkrahmens auf dem Schlitten von der einen Durchflussöffnung auf die andere zu wechseln, wobei (wie bei der Bewegung des Schlittens) die Reibung der gegeneinander verspannten Teile, insbesondere der Verschlussplatten, überwunden werden muss.
Der erwähnte, bekannte Verschluss ist im Aufbau und beim Betrieb sehr aufwendig. Die beiden hydraulischen Antriebe benötigen auch entsprechende Zuleitungen und unabhängige Steuerungen.
Ferner muss für die Betätigung eine grosse Masse bewegt werden, nämlich der Schieberschlitten samt Schwenkrahmen und zweitem Antrieb.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Zweiloch-Schiebeverschlusses von wesentlich vereinfachter Konstruktion und vermindertem Betätigungsaufwand. Diese Aufgabe wird in den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Beim erfindungsgemässen Aufbau ist somit ein zweiter Antrieb (für den Wechsel der Öffnungen) entbehrlich, weil das Umstellen der Bahnführungsmittel ohne Bewegung bzw. Lageänderung der beweglichen Verschlussplatte in deren Schliessstellung erfolgt und deshalb ohne weiteres von Hand möglich ist. Ferner ergibt sich eine geringere Bauhöhe und eine kleinere bewegte Masse, indem nicht mehr ein Schlitten und ein diesem überlagerter Schwenkrahmen notwendig sind. Die Erfindung ist gleichermassen für Zweiplatten- wie für Dreiplatten-Verschlüsse (mit beweglicher Mittelplatte und ortsfester Ober- und Unterplatte) geeignet.
Die konstruktiven Massnahmen nach den Ansprüchen 2 und 3 ermöglichen eine besonders vorteilhafte Gestaltung der beweglichen Verschlussplatte. Die Ansprüche 4 und 5 einerseits und die Ansprüche 6 bis 8 anderseits beziehen sich auf zwei verschiedene Varianten für die Bahnführungsmittel. Anspruch 9 betrifft einen Dreiplatten Verschluss, wie er insbesondere an Zwischengefässen (Tundish) in Stranggiessanlagen Verwendung findet.
Im Zusammenhang mit der erfindungsgemässen Verschlusskonstruktion bezieht sich die Erfindung ferner auf eine bewegliche feuerfeste Verschlussplatte mit zwei Durchflussöffnungen und einem seitlich daneben befindlichen Schliessbereich.
Eine aus der eingangs genannten DE-PS 2850 183 bekannte, gat
tungsgemässe Verschlussplatte hat sektorförmige Gestalt, bedingt durch eine weit ausserhalb der Plattenfläche liegende Schwenkachse für den Schwenkrahmen. Daraus ergeben sich, ausgehend von den beiden Durchflussöffnungen, zwei vollständig getrennt nebeneinander verlaufende Bewegungsbahnen zum Schliessbereich, welcher entsprechend breit sein muss.
Demgegenüber wird mit der Erfindung eine - bei gegebenem Durchmesser und Abstand der beiden Durchfiussöffnungen - klei- nere Plattenfläche angestrebt, was mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 10 erreicht wird. Bei dieser Anordnung ergibt sich ein für beide Öffnungen gemeinsamer Schliessbereich, der sich auf eine "Ecke" des Dreiecks beschränkt. Dies bedeutet eine besonders gute Ausnützung des dem Verschleiss ausgesetzten Plattenmaterials.
Die Ansprüche 11 bis 13 betreffen vorteilhafte weitere Ausgestaltungen der Verschlussplatte nach Anspruch 10.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Schiebeverschlusses und der beweglichen feuerfesten Verschlussplatte im Zusammenhang mit der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt vereinfacht und im Schnitt entlang der Linie I-I in Fig. 2 einen an einem Schmelzegefäss angebauten Dreiplatten-Schiebeverschluss,
Fig. 2 ist ein Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1 zur Darstellung der beweglichen Mittelplatte mit Halterahmen und Bahnführungsmitteln gemäss einem ersten Ausführungsbeispiel,
Fig. 3 und 4 veranschaulichen schematisch die Funktionsweise der Anordnung nach Fig. 1 und 2,
Fig. 5 zeigt in analoger Darstellung wie Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der Bahnführungsmittel und des Halterahmens,
Fig. 6 ist ein Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 5, und
Fig. 7 zeigt Details und geometrische Eigenschaften an einer erfindungsgemässen beweglichen Verschlussplatte.
Beim Schiebeverschluss nach Fig. 1 und 2 handelt es sich um einen sogenannten Dreiplatten-Verschluss, welcher in bekannter Weise an der Unterseite eines Schmelzegefässes, beispielsweise einem Zwischengefäss einer Stranggiessanlage, angebaut ist. Vom Gefäss sind nur der metallische Aussenmantel 1 und die feuerfeste Auskleidung 2 angedeutet. In eine Öffnung des Aussenmantels 1 ist ein feuerfester Lochstein 3 eingesetzt, dessen Bohrung 4 den Anfang des sich durch den anschliessenden Verschluss nach unten erstreckenden, steuerbaren Durchflusskanals bildet.
Der Schiebeverschluss ist als ganzes mit 10 bezeichnet (Fig. 1).
Dessen Gehäuse-Oberteil 11 ist in bekannter, nicht dargestellter Weise am Schmelzegefäss befestigt. Zur Steuerung des Schmelzedurchflusses enthält der Verschluss drei feuerfeste Platten, nämlich eine im Gehäuse-Oberteil 11 gehaltene ortsfeste Oberplatte 6 mit der Öffnung 5, eine bewegliche Mittelplatte 7 und eine ortsfeste Unterplatte 8 mit einer zur Öffnung 5 fluchtenden Durchflussöffnung. Die Unterplatte 8 ist Bestandteil des wegnehmbar befestigten Verschluss-Unterteils 12, welcher nur strichpunktiert angedeutet ist, da sein Aufbau für das Verständnis der vorliegenden Erfindung nicht von Bedeutung ist. Vom Unterteil 12 her werden die drei Verschlussplatten zusammengespannt, so dass die Mittelplatte 7 dauernd im Gleitkontakt mit den beiden ortsfesten Platten 6 und 8 steht.
Die bewegliche Verschlussplatte 7, üblicherweise "Schieber platte" genannt, ist in einem metallischen Halterahmen 14 gefasst und bildet mit diesem zusammen den Verschlussschieber. An diesem ist über einen Gelenkbolzen 22 ein Linearantrieb befestigt, im vorliegenden Fall ein bei 25 verankerter hydraulischer Hubzylinder 24 mit Kolbenstange 23 (Fig. 3). Die Schieberplatte 7 enthält zwei wie üblich als runde Bohrungen hergestellte Durchflussöffnungen 30 und 31. Seitlich neben diesen Bohrungen befindet sich der schrafiert angedeutete Schliessbereich 32 der Platte. In der dargestellten, geschlossenen Lage des Schiebers befindet sich der Schliessbereich 32 zwischen den Durchflussöffnungen der ortsfesten Ober- und Unterplatte.
Durch Betätigen des Hydraulikzylinders 24 und mit Hilfe von besonderen Bahnführungsmitteln, die nachstehend beschrieben werden, kann wahlweise eine der beiden Bohrungen 30 oder 31 mit den Bohrungen in den ortsfesten Platten zur Deckung gebracht werden, um die Schmelze ausfliessen zu lassen; durch entsprechende Antriebssteuerung können dabei natürlich auch Zwischenstellungen zur Drosselung des Durchflussquerschnittes eingestellt werden.
Es ist noch zu erwähnen, dass bei geeigneter Gestaltung und Abstützung des Schiebers der Verschluss auch in bekannter Weise als Zweiplatten-Schiebeverschluss ohne ortsfeste Unterplatte ausgeführt werden kann. An die Durchflussöffnung bzw. Öffnungen der jeweils untersten Platte schliesst üblicherweise eine feuerfeste Ausgusshülse an (nicht dargestellt).
Auf der Höhe des Schiebers befindet sich auf jeder Seite ein zweiarmiger, mittels Zapfen 16 am Gehäuse-Oberteil 11 schwenkbar gelagerter Führungsarm 15. Diese Führungsarme bilden stationäre, d.h. bei bewegtem Schieber stillstehende Bahnführungsmittel für die Schieberplatte 7. An ihrem einen Ende sind die Führungsarme 15 über Gelenkbolzen 18 durch einen Lenker 17 verbunden, welcher die Arme 15 dauernd parallel zueinander hält. Die beiden Führung- sarme mit dem Lenker 17 lassen sich aus der dargestellten Lage 1 5a in eine zweite, strichpunktiert angedeutete Lage 15b umstellen. beispielsweise mit Hilfe eines Steckbolzens 20 am Lenker 17, welcher in entsprechende Arretierungsbohrungen 21 a oder 21b am Gehäuse Oberteil 11 eingesetzt werden kann.
Die Umstellung erfolgt jeweils bei gechlossenem Verschluss, d.h. in der dargsetellten Schliesslage der Platte 7, ohne dass der Schieber dabei eine Bewegung ausführt.
Die Umstellung der Arme 15 kann deshalb ohne weiteres von Hand erfolgen, z.B. mittels eines am Lenker 17 befestigten und aus dem Verschlussgehäuse herausgeführten Hebels 19: über diesen Hebel kann gegebenenfalls auch der Steckbolzen 20 aus der einen Arretierbohrung herausgezogen und in die andere Bohrung wieder eingesetzt werden. Die Arretierung der Führungsarme 15 in ihren beiden Endlagen kann aber natürlich auch auf andere Weise gelöst werden.
Zum Zusammenwirken mit den Führungsarmen 15 ist der Halterahmen 14 mit zwei Paaren von untereinander parallelen Führungsflächen 26, 28 und 27, 29 versehen. In der dargestellten Lage 15a ist der Schieber an den Flächen 27, 29 zwischen den Armen geführt und in der Endlage 15b mit den Flächen 26, 28.
In jeder ihrer Endlagen a und b lenken die beiden Führungsarme
15 die vom Hydraulikzylinder 24 bewirkte Verschiebung der Platte 7 in eine der beiden Richtungen x bzw. y, welche vom Schliessbereich 32 der Platte zu den beiden Bohrungen 30 und 31 verlaufen. Zu diesen beiden Richtungen x und y sind auch die Führungsflächen 27, 29 bzw. 26, 28 am Halterahmen 14 parallel.
Die beiden Endlagen der Führungsarme und die entsprechenden Schieberbewegungen sind in den schematischen Figuren 3 und 4 verdeutlicht. In der arretierten Lage a, Fig. 3 führen also die Arme 15 den Schieber in der Richtung x, d.h. die Schieberplatte mit dem Rahmen 14 wird zwischen der dargestellten Schliesslage und der strichpunktiert eingetragenen Öffnungslage 14' verschoben, in welcher die Bohrung 30 mit der ortsfesten Bohrung 5 fluchtet. Umgekehrt erfolgt die Verschiebung in der arretierten Lage b, Fig. 4 der Arme 15 in der Richtung y zwischen der (mit der Schliesslage nach Fig. 3 übereinstimmenden) Schliesslage und der Öffnungslage 14".
in welcher die andere Bohrung 31 der Schieberplatte sich mit der ortsfesten Bohrung 5 deckt. Zu beachten ist, dass während der Umstellung der Führungsarme zwischen den beiden Endlagen der Schieber mit der Schieberplatte 7 in der Schliessposition keinerlei Bewegung ausführt, weshalb die Umstellung der Bahnführungsmittel ohne nennenswerten Kraftaufwand möglich ist. Ferner sind die Schieberbewegungen in den Richtungen x und y reine Linearbewegungen, d.h. der Schieber wird nicht geschwenkt, lediglich der Antriebszylinder 24 erfährt eine gewisse Auslenkung um seine Verankerung 25.
Besonders günstige Verhältnisse ergeben sich, wenn die Führungsmittel so gestaltet sind, dass die beiden Richtungen x, y einen Winkel a (Fig. 2) von 60C einschliessen. Ferner ist es vorteilhaft.
wenn (bei gegebener Hublänge der Schieberbewegung) die beiden je durch die Mitte einer Bohrung 30, 31 gehenden Richtungen x. y sich in einem Punkt 33 des Schliessbereiches 32 kreuzen, welcher Punkt dann eine einzige Schliessposition definiert, welche beiden Durchflussöffnungen gemeinsam zugeordnet ist.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 und 6 veranschaulicht eine Variante für die stationären Bahnführungsmittel, was auch eine etwas abweichende Gestaltung des Halterahmens 44 für die Schieberplatte 7 bedingt. Im übrigen entspricht jedoch der Gesamtaufbau des Verschlusses demjenigen des vorangehenden Ausführungsbeispiels und entsprechende Teile sind mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet.
Als stationäre Bahnführungsmittel, welche die Bewegungsrichtungen x bzw. y des Schiebers bestimmen, sind im vorliegenden Fall zwei Paare von ortsfesten, vorzugsweise im Gehäuse-Oberteil 11 eingelassenen Schlitzen 46 und 47 vorgesehen. In zwei gegenüberliegenden Ansätzen des Halterahmens 44 ist je ein Zapfen 43 eingesetzt, von denen jeder jeweils in einen Schlitz eines der beiden Schlitzpaare eingreift. Wie dargestellt, verlaufen die beiden Schlitze 46 zur Richtung x und die Schlitze 47 zur Richtung y parallel.
Zwecks Bestimmung, in welcher Richtung der Schieber sich aus der dargestellten Schliessposition heraus bewegen soll, ist jedes Schlitzpaar mit einer Weiche versehen, im vorliegenden Fall in Form einer schwenkbar gelagerten Hülse 48, an welcher die Schlitze 46 und 47 münden und die mit einem Radialschlitz 50 versehen ist, welcher somit durch Schwenken der Hülse auf den einen oder andern Führungsschlitz ausgerichtet werden kann. Um die Radialschlitze 50 beider Hülsen 48 koordiniert auszurichten, sind die Hülsen untereinander durch Lenkorgane verbunden, im vorliegenden Fall gebildet durch von den Hülsen ausgehende Hebel 51, dieje an einem Lenker 52 schwenkbar befestigt sind. Die Hebel 51 sind über einen diametral verlaufenden Schlitz in einem Bund 49 der Hülsen 48 an letzteren befestigt.
Das von Hand zu betätigende Lenkgestänge 51, 52 lässt sich wiederum in zwei Endlagen arretieren, beispielsweise mittels Steckbolzen 40, welcher in eine von zwei Positionierbohrungen 41a oder 41b einsteckbar ist. Das Umstellen erfolgt jeweils in der dargestellten Schliessposition der Schieberplatte 7, in welcher die Führungszapfen 43 sich innerhalb der Schlitze 50 im Zentrum der schwenkbaren Hülsen 48 befinden.
Je nachdem, in welcher Endlage die beiden Weichen arretiert sind, verschiebt sich der Schieber bei Betätigung des Linearantriebs in Richtung x oder y, indem die Zapfen 43 aus dem Schlitz 50 heraus entweder in den Führungsschlitz 46 oder 47 übergehen. In Fig. 5 sind die zur Richtung x und der Bohrung 30 gehörende Öffnungsstellung 44' sowie die zur Richtung y und der Bohrung 31 gehörende Öffnungsstellung 44" strichpunktiert angedeutet. Die Bewegungen der Schieberplatte 7 bzw. des ganzen Schiebers sowie deren Endlagen entsprechen genau den Darstellungen in Fig. 3 und 4. Auch in diesem Fall erfolgt also die Umstellung der stationären Führungsmittel in der Schliessposition der Schieberplatte, ohne dass der Schieber dabei eine Bewegung ausführt.
Gemäss Fig. 5 liegen die beiden Zapfen 43 ungefähr auf einer Geraden, welche die beiden Zentren der Bohrungen 30 und 31 verbindet, wodurch auch die Lage der Weichen 48, 50 und der Schlitzpaare 46, 47 am Verschlussgehäuse gegeben ist (Umstellung der Weichen in der Schliessposition des Schiebers). Davon abweichend können aber die stationären Führungsmittel am Verschlussgehäuse und entsprechend die Zapfen am Halterahmen auch an anderer Stelle angeordnet sein; eine solche andere Lage für die Zapfen 43 wäre beispielsweise auf der Symmetrieachse des Schiebers, welche durch den Gelenkbolzen 22 verläuft. Im übrigen könnte auch die Weiche, welche den Führungszapfen 43 in den einen oder anderen
Schlitz lenkt, anders als dargestellt ausgebildet sein.
Anhand der Fig. 7 wird nachstehend noch ein Ausführungsbei spiel der erfindungsgemässen beweglichen. feuerfesten Verschluss platte (Schieberplatte 7) im einzelnen beschrieben. Im dargestellten
Fall sind die Durchmesser der beiden Bohrungen 30 und 31 ver schieden. Bezüglich der beiden Richtungen x und y, welche durch die Mitten dieser Durchflussöffnungen gehen, sowie der Lage der beiden Öffnungen gemeinsam zugeordneten Schliessposition 33 gilt jedoch das weiter oben Gesagte. Im Schliessbereich, d.h. hier in der
Schliessposition 33, ist die Schieberplatte nach Fig. 7 mit einer Vor richtung 63 zur Einführung von Gasen in den Durchfiusskanal bei gechlossenem Verschluss versehen.
Bei 64 ist ein entsprechender Gasleitungsanschluss am Halterahmen 14 angedeutet, wobei ein Gaskanal durch den Rahmen und durch das Innere der Schieberplatte wie angedeutet zur Vorrichtung 63 führt. Vorrichtungen dieser Art zur Gaseinführung sind im Zusammenhang mit andersartigen Schiebeverschlüssen bzw. Schieberplatten an sich bekannt.
Wesentlich an der Schieberplatte 7 sind gewisse geometrische Verhältnisse bezüglich der Plattenfläche und ihrer Umrandung, an welcher sie vom metallischen Rahmen 14 lagerichtig eingefasst ist (selbstverständlich kann es sich auch um den Halterahmen 44 oder einen anderen metallischen Rahmen handeln). Wie ersichtlich, ist die wesentliche Begrenzung der Plattenfläche durch drei gerade Abschnitte 56, 57 und 58 gebildet, die auf den drei Seiten e, f, g eines gleichseitigen Dreiecks liegen. Ferner sind die beiden Bohrungen 30, 31 auf der Plattenfläche so angeordnet, dass ihre Mitten je auf einer Winkelhalbierenden r bzw. s des genannten Dreiecks liegen.
Die Ecken der Platte 7 können abgeschrägt sein, jedoch werden mit Vorteil die drei geraden Abschnitte 56, 57, 58 durch drei Kreisbögen 60, 61 und 62 verbunden, wobei zwei Bögen 60, 62 mit gleichem Radius konzentrisch zu je einer Durchflussöffnung 30, 31 verlaufen.
Der dritte Bogen 61 kann ebenfalls gleichen Radius aufweisen, jedoch kann zweckmässigerweise der Radius grösser oder kleiner gewählt werden, damit (in Verbindung mit einer entsprechenden Gestaltung des Rahmens) gewährleistet ist, dass die Platte nur in einer Lage in den Rahmen eingesetzt werden kann. Das Einspannen der Platte 7 im Rahmen 14 erfolgt beim vorliegenden Beispiel mittels Druckschrauben 59, welche in einem Schenkel des Rahmens 14 sitzen und gegen den geraden Abschnitt 56 drücken, wodurch die Abschnitte 57 und 58 der Platte gegen die beiden andern Schenkel des Rahmens gepresst werden. Die feuerfeste Platte 7 kann aber natürlich auch auf andere Weise im metallischen Rahmen 14 lösbar gehalten werden.
Bei der beschriebenen geometrischen Gestaltung der Platte verlaufen die Bewegungsrichtungen x und y parallel zu den Abschnitten 57 bzw. 58; sie schneiden sich auf der dritten Winkelhalbierenden t des Dreiecks (Schliessposition 33). Die beschriebene Formgebung erlaubt, ausgehend von vorgegebenen Bohrungsdurchmessern und Hublängen der Schieberbewegung, eine optimale Ausnützung des dem Verschleiss ausgesetzten Feuerfestmaterials: Die Schliessposition 33 und die Mitten der Bohrungen 30 und 31 bilden ebenfalls ein gleichseitiges Dreieck, welches ringsum von einem im wesentlichen überall gleich breiten Rand der Plattenfläche umgeben ist.