CH664481A5 - Geraet zur untersuchung des menschlichen auges. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der Augenuntersuchungen und insbesondere ein Gerät zum Bestimmen der potentiellen Netzhaut-Sehschärfe, insbesondere bei vorhandenen Trübungen des Auges, die häufig durch den grauen Star und andere Erkrankungen hervorgerufen werden.
Für den behandelnden Augenarzt ist es bei Patienten mit Hornhauterkrankungen, grauem Star oder anderen zu Lichtundurchlässigkeiten bzw. Trübungen oder anderen Unregelmässigkeiten im optischen Medium führenden Augenkrankheiten wichtig, den Unterschied zwischen der potentiellen Sehschärfe der Netzhaut und der tatsächlich vorhandenen Sehschärfe des Auges bestimmen zu können, weil die Entscheidung, ob in derartigen Fällen ein chirurgischer Eingriff indiziert ist oder nicht, wesentlich von der nach menschlichem Ermessen durch den Eingriff zu erzielenden Verbesserung der Sehschärfe abhängig ist. Nicht selten tritt der Fall ein, dass ein Patient in Verbindung mit einem grauen Star und macularen Veränderungen wie Drusen oder epithelen Pigmentveränderungen einen Sehkraftwert von 20/200 hat. Häufig besteht für den Augenarzt der Verdacht auf einen da-hinterliegenden Defekt, wenn der vorhandene graue Star für den eingetretenen Sehkraftverlust allein nicht dicht genug erscheint. Deshalb ist die Bestimmung der potentiellen Netzhaut-Sehschärfe bei Patienten mit Trübungen bzw. Lichtundurchlässigkeiten im Medium für den Chirurgen der Augenheilkunde besonders wichtig.
In der Vergangenheit sind zahlreiche Methoden mit dem Ziel angewandt worden, unter Aufhebung des Brechungsfehlers als auch unter Umgehung von Trübungen in den optischen Medien des Auges durch Erzeugen von Bildern auf der Netzhaut deren Sehschärfe prüfen. Unter allen bekannten Methoden dieser Art waren die feine Lochblende und die Verwendung von Interferenzstreifen die beliebtesten Mittel. Zwar gibt es noch andere bekannte Techniken zur Prüfung der Netzhautfunktion wie das Erfassen von Lichtprojektion, die Echographie, Elektroretinographie, sowie Prüfungen in Bezug auf Farbsehtüchtigkeit, Pupillenfunktion, entoptische Phänomene, das Haidinger'sche Bündelungsphänomen und die Auswertung visuell hervorgerufener Reaktionen, aber sie alle haben sich nur als sehr grobe Mittel zur Bewertung der macularen Funktion erwiesen.
Seit über hundert Jahren wird die Lochblende bei der Sehschärfeprüfung zur Aufhebung geringer Brechungsfehler benutzt. Durch Vorsetzen einer Öffnung von etwa 1 mm Durchmesser vor die Pupille lässt sich die Tiefe der Bildschärfe des Auges so weit erhöhen, dass oft sogar bei einem vorhandenen Brechungsfehler in der Grössenordnung von 2 bis 3 Dioptrien eine gute Sehschärfe erzielt wird. Leider kann mittels dieser Methode die Schärfentiefe des Auges nicht noch weiter erhöht werden, weil bei einem Blendenöffnungsdurchmesser von weniger als etwa 1 mm die erzielte Abbildung durch Beugungserscheinungen an den Lochrändern so gestört wird, dass die erzielte Sehschärfe nicht besser sondern eher schlechter ist.
Über die Anwendung zur Aufhebung geringer Brechungsfehler hinaus wird die Lochblende oft auch noch zur
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gezielten Umgehung von die Sehschärfe normalerweise durch Lichtstreuung vermindernden Unregelmässigkeiten wie Hornhautnarben ausgenutzt. Wenn die Lochblende vor einen Bereich des optischen Systems des Auges gesetzt wird, der weitgehend frei von Narben oder anderen Unregelmässigkeiten ist, dann kann so die Netzhautsehschärfe unter Vermeidung von Lichtstreuungen bestimmt werden (Siehe auch «American Journal of Ophthalmology» 33/1950, Seiten 1612—1614). Sehr oft sind aber klare Zonen bei einer Hornhauterkrankung oder grauem Star relativ klein und nur Bruchteile eines Millimeters gross, so dass es mit einer 1 mm-Blendenöffnung unmöglich ist, einen streulichtfreien geeig- ■ neten Fensterausschnitt einzugrenzen. Die Eingrenzung kleinerer Fenster wäre zwar mit einer kleineren Blendenöffnung denkbar, aber wegen der oben erwähnten Beugungsprobleme sind Blendenöffnungen unter 1 mm zur Eingrenzung kleiner Fensterausschnitte in der Augenoptik nicht geeignet. Das mit der Lochblende verbundene Beugungsphänomen hat grundsätzliche Auswirkungen auf ihre Brauchbarkeit sowohl bei der Aufhebung von Brechungsfehlern als auch bei der Eingrenzung kleiner Fensterausschnitte am Auge, und der anwendende Arzt wird sich stets fragen müssen, ob er wirklich die beste potentielle Sehschärfe ermittelt hat.
Bei einer anderen beliebten Methode zur Bestimmung der besten potentiellen Sehschärfe werden Interferenzstreifen mit variabler Frequenz angewendet; darüber haben Green and Cohen in einem Aufsatz mit dem Titel «Laser Interfer-emetry In The Evaluation Of Potential Macular Function In The Presence Of Opacities In The Ocular Media» in der Druckschrift Trans. Amer. Acad. Ophth. Otol. Nr. 75/Mai-Juni 1971 auf den Seiten 629—637 berichtet. Gewöhnlich werden solche Interferenzstreifen unter Ausbildung eines doppelten Bildes einer kohärenten, gewöhnlich Laser-Licht-quelle im Bereich der Pupille des Auges erzeugt; dabei entstehen zwei sich überlappende Bündel kohärenten Lichts auf der Netzhaut und im Überlappungsbereich Interferenzstreifen, wobei die Frequenz von der Trennung der doppelten Bilder innerhalb der Pubille abhängig ist. Diese Methode ist zur Aufhebung von Brechungsfehlern gut geeignet, weil der Kontrast der Interferenzstreifen von dem Brechungsfehler unabhängig ist, und weil auch die Streifenfrequenz durch den unkorrigierten Brechungsfehler und die Augapfellänge nur wenig beeinflusst werden kann.
Bei der praktischen Anwendung wird der Patient von dem Untersuchenden nach erfolgtem Richtungswechsel durch den Untersuchenden in Bezug auf die Richtung der Interferenzstreifen befragt, um so zu ermitteln, ob dem Patienten die Auflösung der Streifenränder möglich ist. Die Streifenfrequenz wird entsprechend der besten Sehschärfe nach und nach erhöht, bis die Grenze der Auflösung erreicht ist.
Da als Durchlass für die beiden kohärenten Lichtstrahlen im optischen System des Auges nur zwei kleine klare Zonen von der Grösse einer Nadelspitze benötigt werden, die entweder nach der Zufallsmethode oder durch Auffinden zwischen trüben Bereichen des Auges unter Mikroskop-Beobachtung (siehe Rassow, US-PS 4 125 320) lokalisiert werden können, ist dieses System sowohl zur Aufhebung von Brechungsfehlern als auch zur Umgehung von Trübungen oder anderen Unregelmässigkeiten des Auges im Prinzip geeignet. Aber die Interferenzstreifenmethode hat auch Nachteile, wie in dem oben erwähnten Aufsatz von Green und Cohen angegeben ist. Da für viele Patienten die Betrachtung von Interferenzstreifen ungewohnt und die Wahrnehmung von Hochfrequenzmustern schwierig ist, erweist sich die notwendige Veränderung der Streifenfrequenz für den Untersuchenden als zeitraubend und die bei jeder Richtungsauswanderung der Streifen notwendige Patientenbefragung als
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ermüdend. Es ist nicht sicher, ob die herkömmlich ermittelte Interferenzstreifenschärfe der Sehschärfe des Auges entspricht. Die Interferenzstreifenmethode hat ausserdem den wesentlichen Nachteil, dass im Durchlassbereich des Auges zwei klare Zonen in einem präzisen Abstand voneinander für den gleichzeitigen Durchlass der kohärenten Lichtstrahlen lokalisiert werden müssen. Durch eine einzige trübe Stelle kann einer der Strahlen völlig blockiert und durch Streulichteffekte die Kohärenz des Lichts aufgehoben werden. Häufig ist es selbst unter der Kontrolle eines Spaltlampenmikroskops schwierig oder sogar unmöglich, zwei geeignete klare Zonen im Auge zu finden.
Bei einer anderen, von Cavonius und Hilz in einem Aufsatz mit dem Titel «A Technique for Testing Visual Function in the Presence of Opacities» auf den Seiten 933—936 der Nr. 12 (Dez. 1973) der Druckschrift INVESTIGATIVE OPHTHALMOLOGY beschriebenen Methode zur Bestimmung der besten potentiellen Netzhautsehschärfe wird nach Art einer «Maxwell'schen Betrachtungseinrichtung» mittels einer Konvergenzlinse eine kleine Lichtquelle in die Pupille des Patienten hinein abgebildet und in den optischen Lichtweg zwischen der Lichtquelle und der Konvergenzlinse ein Figuren oder Schriftzeichen zur Sehschärfeprüfung enthaltender transparenter Testbildträger (Dia) gesetzt. Die dabei für den Patienten als Schattenbilder erkennbaren Testfiguren können durch Verstellen in Richtung der optischen Achse scharf eingestellt werden. Durch eine solche Axialverschiebung des Testbildträgers kann der Brechungsfehler des zu prüfenden Auges nach dem bekannten Optometer-Prinzip einwandfrei korrigiert werden.
In der Vorrichtung nach Cavonius und Hilz verhält sich das in die Pupille projizierte Bild der Lichtquelle wie eine kleine im Raum stehende Lochblendenöffnung, durch die der Patient das Sehschärfetestbild betrachten kann. Da diese im Raum stehende Lochblendenöffnung keine physischen Ränder hat und somit auch keine Lichtbeugung im Randbereich auftreten kann, kann die Weite dieser im Raum stehenden Blendenöffnung ohne Gefahr für die Abbildungsqualität auch wesentlich kleiner als 1,0 mm gewählt werden. Mittels einer sehr kleinen Blendenöffnung kann eine grössere Tiefe der Bildschärfe als mit einer 1,0 mm-Öffnung erzielt werden, ausserdem genügt die Reservierung eines einzigen entsprechend kleinen «Fensters» im optischen System des Auges, wogegen bei der Interferenzstreifenmethode zwei Fenster gleichzeitig lokalisiert werden müssen.
Ein für die Anwendung der Methode nach Cavonius und Hilz eingerichtetes Gerät ist gemäss Presseveröffentlichung 1983 von Minkowski, Palese und Guyton in der Druckschrift OPHTHALMOLOGY Nr. 90 in einem Aufsatz mit dem Titel «Potential Acuity Meter Using a Minute Aerial Pinhole Aperture» beschrieben worden. Als die wirksame Lichtquelle dient eine beleuchtete Öffnung, und das in sich selbst abgeschlossene Gerät ist so auf einem normalen Spaltlampenmikroskop befestigt, dass die im Raum stehende kleine Öffnung, deren Durchmesser nur 0,1 mm beträgt, der Vorrichtung zur Bestimmung der potentiellen Sehschärfe auf die Betrachtungsebene des Mikroskops fixiert ist. Das die im Raum stehende kleine Öffnung bildende Licht ist durch das Mikroskop sichtbar, und zum Ausrichten des Lichtstrahls auf und durch eine geeignete klare Zone im Auge des Patienten benutzt der untersuchende Arzt die mechanischen Stellelemente des Spaltlampengerätes. Durch axiales Verschieben des Sehschärfetestbildträgers ist eine Brechungskorrektur in einem Bereich von — 10D bis +13D möglich.
Zwar ist das von Minkowski et alii angegebene Gerät zur Bestimmung der potentiellen Sehschärfe anderen bekannten Methoden zur Prüfung der potentiellen Sehschärfe überlegen, hat aber im praktischen Gebrauch diverse Nachteile.
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Das eigenständige Gerät muss gesondert aufbewahrt, vor jeder Benutzung an das Spaltlampenmikroskop anmontiert und später wieder demontiert und verstaut werden. Ferner muss das Gerät in optischer und mechanischer Hinsicht präzis und stabil konstruiert sein, damit eine korrekte Kalibrierung der Sehtestfiguren möglich und eine einwandfreie Ausrichtung der im Raum stehenden kleinen Blendenöffnung auf die Betrachtungsebene des Spaltlampenmikroskops gewährleistet ist. Ein solches Gerät ist teuer in der Herstellung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein insbesondere für die Praxis besser geeignetes, leicht bedienbares und kostengünstiger herstellbares Gerät zur Prüfung der potentiellen Sehschärfe aufzuzeigen.
Die erfindungsgemässe Lösung der gestellten Aufgabe ist kurz gefasst im Patentanspruch 1 angegeben.
Der Grundgedanke der Erfindung geht dahin, in dem Gerät, bei dem nach Art eines Spaltlampenmikroskops eine Lichtquelle, eine durch die Lichtquelle beleuchtete Öffnung mit relativ klein gewähltem Durchmesser und eine konvergierende Linsenanordnung zum Erzeugen einer Abbildung der beleuchteten kleinen Öffnung in der Nähe des zu untersuchenden Auges mit einem Mikroskop kombiniert sind, in dem optischen Strahlengang zwischen der beleuchteten Öffnung und der konvergierenden Linsenanordnung ein Seh-schärfetestfiguren tragendes transparentes Trägerelement so anzuordnen, dass durch die konvergierende Linsenanordnung eine zur Bestimmung der potentiellen Sehschärfe des Auges geeignete Abbildung der Testfiguren erzeugt wird.
Die Erfindung kann beispielsweise durch Einfügen eines lichtdurchlässigen Testfigurenträgerelements in den Strahlengang eines Spaltlampenmikroskops realisiert werden. Ein Patient mit fehlsichtigen Augen muss bei einem so ausgeführten Gerät zur Korrektur seines Brechungsfehlers entweder seine Brille oder Kontaktlinsen tragen.
Andere Ausführungsbeispiele der Erfindung enthalten eine Einrichtung zum Korrigieren des Brechungsfehlers, beispielsweise einen Satz mehrerer unterschiedlicher Vorsatzlinsen, die auf einem drehbaren Linsenträger gehalten sind und einzeln vor das Auge des Patienten gebracht werden können. Weitere erfindungsgemässe Möglichkeiten zur Korrektur der Fehlsichtigkeit sind die Anordnung des transparenten Testfigurenträgerelements auf einem in Richtung der Achse des Beleuchtungssystems verschiebbaren Halter oder die zusätzliche Anordnung eines Fernrohrsystems, das in Richtung der optischen Achse verschoben werden kann.
Sowohl bei der Verwendung eines verschiebbaren Testfiguren-Trägerelements als auch in dem Fall des zusätzlichen verstellbaren Fernrohrsystems ermöglichen die entsprechende Wahl der Linsenstärken und Abstände eine zur Axialver-schiebung der bewegten Elemente proportionale Brechungskorrektur sowie die Einhaltung einer konstanten Vergrösse-rung der Testfiguren des Trägerelements, nach dem Optome-ter-Prinzip.
Das erfindungsgemässe Gerät zur potentiellen Sehschär-feprüfung erlaubt so nicht nur eine Korrektur des Augen-Brechungsfehlers während der Prüfung der Sehschärfe, sondern in entsprechender Ausführung sogar eine lineare Brechungsfehlerkorrektur in Dioptrien. Da die Vergrösserung der Testfiguren durch eine Brechungsfehlerkorrektur nicht verändert wird, bleibt die Kalibrierung der Testfiguren immer erhalten.
Das erfindungsgemässe optische Gerät zeichnet sich auch durch einfache Bedienung und vollständige Sicherheit für den Patienten aus.
Die Erfindung und vorteilhafte Einzelheiten werden nachstehend unter Bezug auf eine Zeichnung an Beispielen näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 eine zum Teil geschnittene Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines nach dem Prinzip des Spaltlampenmikroskops entwickelten erfindungsgemässen Gerätes zur Prüfung der potentiellen Sehschärfe,
Fig. 2 eine vergrösserte separate Darstellung eines in dem Gerät von Fig. 1 enthaltenen lichtdurchlässigen Testbildträgers,
Fig. 3 eine Teilansicht des Gerätes von Fig. 1 mit einer zusätzlichen V orsatzlinsenanordnung,
Fig. 4 eine teilweise geschnittene Ansicht eines gegenüber dem von Fig. 1 abgewandelten Ausführungsbeispiels der Erfindung mit verstellbarem Testbildträger,
Fig. 5 ein gegenüber Fig. 4 abgewandeltes Ausführungsbeispiel, bei dem die hintere Brennebene einer Sammellinse in die Nähe des zu untersuchenden Auges gelegt ist,
Fig. 6 eine schematische Darstellung des optischen Systems eines ähnlichen erfindungsgemässen Gerätes, das eine Brechungsfehlerkorrektur über einen grösseren Bereich ermöglicht, und
Fig. 7 eine andere schematische Darstellung eines gegenüber dem in Fig. 1 abgewandelten Ausführungsbeispiels mit einem Kollimatorlinsensystem und einem verschiebbaren Fernrohrsystem.
Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Gerätes 10 zur Prüfung der potentiellen Sehschärfe des menschlichen Auges umfasst zwei Grundkomponenten — ein Beleuchtungssystem 11 und ein Mikroskop 12. Das Mikroskop 12 ist ein binokulares Stereomikroskop mit zwei optischen Betrachtungsachsen, die auf je einer Seite eines 45°-Spiegels 13 des Beleuchtungssystems vorbeigeführt sind. Die verschiedenen Elemente des Beleuchtungssystems 11 sind in einem vorzugsweise aus Metall hergestellten rohrförmigen Gehäuse 14 angeordnet. An Stelle eines sonst vorhandenen Wechselrades mit mehreren auswählbaren Öffnungen ist in der Zeichnung nur eine kleine Blendenöffnung 15 dargestellt. Der Glühfaden 17 einer Lampe 18 wird mittels einer Kondensorlinse 16 auf die Oberfläche einer am unteren Ende des Gehäuses 14 gehaltenen Konvergenz- oder Sammellinse 19 fokussiert, nicht jedoch auf die Blendenöffnung 15, die ihrerseits von dem Licht so beleuchtet wird, dass die Blendenöffnung zur effektiven Lichtquelle zum Beleuchten des mit E bezeichneten Auges des Patienten wird. Am Auge E wird durch die Sammellinse 19 eine Abbildung der beleuchteten Blendenöffnung 15 erzeugt, so dass der in das Mikroskop 12 bückende Untersuchende kleine Bezirke im Auge E unter fokussierter Beleuchtung untersuchen kann. Es werden oft schmale Spalte — daher die Bezeichnung «Spaltlampenmikroskop» — für Augenuntersuchungen benutzt, aber ausserdem gibt es verschiedene runde Öffnungen einschliesslich einer kleinen runden Blendenöffnung von z. B. 0,2 mm Durchmesser.
In dem Gehäuse 14 ist ein transparenter Testbildträger 20 zwischen der beleuchteten Blendenöffnung 15 und der Sammellinse 19, vorzugsweise in der Nähe der vorderen Fokalebene der Linse 19 fest angebracht, damit eine Abbildung des Testbildobjekts in der entsprechenden Entfernung durch den Patienten betrachtet werden kann; die Figuren auf dem Testbildträger 20 nimmt der Patient als Schattenbilder wahr. Die Abbildung eines genau in die vordere Fokalebene der Sammellinse plazierten Testbildträgers 20 erscheint einem normalsichtigen Patienten (Auge ohne Brechungsfehler) in einer optisch unendlichen Entfernung und damit in richtiger Position. In Fig. 1 ist durch punktförmig unterbrochene Linien 21, welche die Sammellinse 19 parallel ausgerichtet verlassen und dem Strahlengang für einen Punkt auf dem transparenten Testbildträger 20 entsprechen, im wesentlichen nur der theoretische Abbildungsstrahlengang der Sammellinse 19 dargestellt; er ist in Wirklichkeit nicht vorhanden. Das ge5
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samte verwendete Licht der Beleuchtungseinrichtung muss durch die Blendenöffnung 15 hindurch. Die so beleuchtete Blendenöffnung 15 wird, wie in Fig. 1 durch strichförmig unterbrochene Linien 22 angedeutet, durch die Sammellinse 19 als im Raum stehende sehr kleine Blendenöffnung in das Auge E fokussiert. Falls die beleuchtete Blendenöffnung 15 klein genug ist, dass nur ein einziger Lichtstrahl durch sämtliche Punkte des transparenten Testbildträgers 20 geleitet wird, dann bündelt die Sammellinse 19 alle Zweige dieses einzigen Strahls und lässt sie durch die im Raum stehende winzige Blendenöffnung hindurch in das Auge eintreten.
Der bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 in fester Position in dem Beleuchtungssystem 11 angeordnete lichtdurchlässige Testbildträger 20 enthält beispielsweise, wie in Fig. 2 dargestellt, für Sehschärfeprüfungen geeignete Testfiguren 23 wie Buchstaben und Zahlen mit verschiedenen und genau festgelegten Dimensionen, die für die Feststellung verschiedener Sehschärfegrade geeignet sind. Zum Beispiel müssen dem Auge durch die Sammellinse 19 die 20/20er Schriftzeichen mit einer Winkelauflösung von 5 Bogenminuten in der Höhe, die 20/200er Schriftzeichen mit einer Winkelauflösung von 50 Bogenminuten in der Höhe dargestellt werden, und so fort.
Es wird daraufhingewiesen, dass die Erfindung sich nicht auf Ausführungen mit fest in das Gehäuse des Beleuchtungssystems einer Spaltlampenmikroskopanordnung eingebautem lichtdurchlässigem Testbildträger beschränkt. Vielmehr kann jeweils ein gewünschter lichtdurchlässiger Testbildträger nach Bedarf ausgewählt und eingesetzt werden. Ferner wird daraufhingewiesen, dass ein permanent eingebauter lichtdurchlässiger Testbildträger die optische Leistung des Beleuchtungssystems für das Spaltlampenmikroskop kaum beeinträchtigt, weil die von den lichtundurchlässigen Figuren besetzte Gesamtfläche sehr klein ist relativ zum übrigen lichtdurchlässigen Hintergrund. Ein permanent eingebauter Testbildträger erleichtert den Gebrauch des Gerätes sehr. Bei der Prüfung der potentiellen Sehschärfe braucht der Untersuchende nur noch von Hand die beleuchtete Öffnung korrekt einzustellen. Andererseits haben auswechselbare lichtdurchlässige Testbildträger auch Vorteile, weil mit ihnen unterschiedliche Sehtesttabellen mit kleineren und/oder grösseren Figuren bei Bedarf verfügbar sind, und weil durch Einsatz unterschiedlicher Figuren gleicher Grösse das Erinnerungsvermögen des Patienten ausgeschaltet werden kann.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Gerät 10 sind (obwohl nicht zeichnerisch dargestellt) das Beleuchtungssystem 11 und das Mikroskop 12 der Spaltlampenmikroskopanordnung um eine durch die Betrachtungsebene des Mikroskops gehende gemeinsame vertikale Achse schwenkbar. Die Betrachtungsachsen des Mikroskops können entweder gespreizt zu beiden Seiten des 45°-Spiegels 13 vorbeigeführt werden, oder das Beleuchtungssystem kann auf die eine oder andere Seite versetzt werden, das zu untersuchende Auge wird dann schräg angeleuchtet.
Wenn der lichtdurchlässige Testbildträger wie bei der Ausführung gemäss Fig. 1 fest in das Gehäuse eingebaut ist, werden die Testfiguren nur für einen Brechungswert des Patientenauges richtig abgebildet; ein in die vordere Fokalebene der Sammellinse gesetzter Testbildträger ergibt nur für ein normalsichtiges Auge eine einwandfrei fokussierte Abbildung. Wenn auch durch den Effekt der im Raum stehenden kleinen Öffnung des Gerätes die Schärfentiefe des Auges merklich erhöht wird, sollten zur Erzielung guter Betriebsbedingungen vorhandene Brechungsfehler wenigstens einiger-massen korrigiert werden. Deshalb muss bei einem Gerät mit fest eingebautem lichtdurchlässigem Testbildträger der Pati-
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ent zum Ausgleich seines vorhandenen Brechungsfehlers entweder seine Brille oder Kontaktlinsen tragen.
Für den Fall, dass die Sehhilfe des Patienten nicht verfügbar ist oder die Korrekturwerte des Patienten unbekannt sind, kann durch einen dem Gerät zugeordneten Satz unterschiedlicher Vorsatzünsen 31 gemäss Fig. 3 die Augenkorrektur während der Messung vorgenommen werden. Auf einem am Gerät drehbar gelagerten scheibenförmigen Linsenträger 30 sind eine Auswahl von zerstreuenden (bei Kurzsichtigkeit) und sammelnden (bei Weitsichtigkeit) Vorsatzlinsen 31 wahlweise vor das Auge E schwenkbar angeordnet. Bei in Brillenposition vor das Auge gesetzter passender Vorsatzlinse kann der Patient die optisch abgebildeten Testfiguren scharf wie durch die eigene Brille betrachten.
Das in Fig. 4 dargestellte abgewandelte Ausführungsbeispiel der Erfindung enthält einen in Bezug auf seine Position verstellbaren lichtdurchlässigen Testbildträger 20, welcher auf einem zur Korrektur des Brechungsfehlers des Auges während der Messung in dem Gehäuse 14 mittels eines Stelltriebs in Richtung der Achse des Beleuchtungsstrahlengangs verschiebbaren Tubus 32 angeordnet ist. Der Stelltrieb besteht aus einem in einen Zahnstangenabschnitt 33 des Tubus 32 eingreifenden Ritzel 34 und einem damit verbundenen gerändelten Daumenstellrad. Diese Korrekturanordnung erlaubt nur die Korrektur begrenzter Brechungsfehlerwerte und hat ausserdem den Nachteil, dass sich der Vergrösse-rungsfaktor der Testfigurenabbildung abhängig von dem eingestellten Korrekturwert verändern kann.
Der vorstehend angegebene Nachteil ist vermeidbar durch eine abgewandelte Korrekturanordnung eines in Fig. 5 dargestellten abgewandelten Ausführungsbeispiels. Die hintere Fokalebene der Sammellinse 19 ist in die Nähe des zu untersuchenden Auges E und vorzugsweise in die Brillenglasebene des Patienten gelegt. Zur Abbildung der beleuchteten kleinen Blendenöffnung 15 im Augenbereich ist oberhalb von dem beweglichen Testbild träger 20 noch eine zusätzliche Sammellinse 36 fest in dem Gehäuse 14 eingebaut, was ohne Schwierigkeiten möglich ist.
Wenn bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 5 der ähnlich wie bei Fig. 4 in einem axial verstellbaren Tubus 32 gehaltene lichtdurchlässige Testbildträger 20 genau in die vordere Fokalebene der Sammellinse 19 justiert ist, dann findet keine Brechungsfehlerkorrektur statt. Jede Axialverschiebung des Testbildträgers 20 aus dieser «Neutralstellung» heraus ergibt eine linear proportionale Veränderung der Brechungskorrektur in Dioptrien. Eine Verschiebung des Testbildträgers 20 aus der Neutralstellung in Richtung auf die Sammellinse 19 ergibt eine proportionale Minus-Korrektur, und eine Verschiebung in die entgegengesetzte Richtung eine entsprechende Plus-Korrektur. Das entspricht dem bekannten Optometer-Prinzip.
Bei der Ausführung gemäss Fig. 5 bleibt die Bildvergrös-serung der Testfiguren auf dem Trägerelement relativ zur hinteren Fokalebene der Sammellinse 19 immer konstant, und bei dieser Optometer-Anordnung, wo die hintere Fokalebene der Sammellinse in der Brillenglasebene des Patienten liegt, wird die variable sphärische Korrektur in die Brillenglasebene hineinsimuliert, so dass die erzielte Vergrösserung genau mit der eines an dieser Stelle befindlichen passend korrigierten Brillenglases übereinstimmt. Wenn die hintere Fokalebene der Sammellinse in die Pupille des Auges des Patienten gelegt wird, dann bleibt, wie bei dem bekannten Op-tometertyp nach Badai, die Bildvergrösserung der Testfiguren auf dem Testbildträger unabhängig von der durch Axialverschiebung des Trägers eingestellten Brechungskorrektur konstant. Ob also ein Optometersystem ohne korrekturabhängige Vergrösserungsänderung oder ein System, bei dem die Vergrösserung mit der durch das Brillenglas erzeugten
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Der bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 5 relativ begrenzte Bereich einer möglichen Brechungskorrektur kann durch Ersetzen der einzelnen Sammellinse 19 in Fig. 5 durch eine gemäss Fig. 6 aus zwei in einem Abstand von 48 mm voneinander entfernten Sammellinsen 40 und 41 mit den optischen Werten + 76,9 D bzw. + 39,0 D gebildetes konvergierendes Linsensystem, das eine kürzere äquivalente Brennweite als die Einzellinse 19 in Fig. 5 hat, erweitert werden. Bei der Ausführung von Fig. 6 sind Brechungsfehler durch Axialverschiebung des Testbildträgers 20 in einem Bereich von etwa +20,5 D bis —24,0 D korrigierbar; mit einer einzelnen Sammellinse wäre das nicht möglich.
Zwei in Fig. 6 vorhandene zusätzliche Linsen 42 und 43, von denen die Linse 42 mit dem Wert + 57,8 D 20 mm von der beleuchteten Öffnung 15 entfernt und die andere Linse 43 mit dem Wert —40 D 102,6 mm von der Linse 42 entfernt in fester Position angeordnet sind, bilden eine Kollimatoreinrichtung für das von der beleuchteten Öffnung 15 ausgehende Licht und dienen ausserdem der Kompensation einer durch das darunter befindliche konvergierende Linsensystem hervorgerufenen Vergrösserungsänderung. Diese Kollimator- und Kompensationslinsen 42,43 verlängern das Spaltlampenlichtbündel und gewährleisten, dass das Bild der beleuchteten Öffnung an der richtigen Stelle bei dem zu untersuchenden Auge entsteht und dass einwandfreie Vergrösse-rungsbedingungen herrschen. Die richtige Auswahl dieser Linsen bleibt dem Fachmann überlassen, ihre weitergehende Erläuterung gehört nicht in den Rahmen der vorliegenden Erfindung.
Wenn die Brechungskorrektur mittels eines durch Stelltrieb axialverschiebbaren Testbildträgers zu mühsam erscheint, kann eine Brechungskorrektur über einen weiten Bereich auch durch Einfügen eines astronomischen Fernrohrsystems 50 erzielt werden wie bei dem in Fig. 7 schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Zwischen dem hier stationär angeordneten lichtdurchlässigen Testbildträger 20 und der unten eingesetzten einzigen Sammellinse
19 befindet sich das aus zwei in einem festen Abstand von 48 mm voneinander angeordneten Linsen 51 und 52 mit den optischen Werten +76,8 D bzw. +28,6 D gebildete astronomische Fernrohrsystem 50. Da das von der beleuchteten Öffnung 15 ausgehende Licht durch die Kollimatoreinrichtung 42,43 parallel in Richtung auf die Sammellinse geführt wird, bleibt die Parallelität auch unabhängig von der Axialstellung des Fernrohrsystems in dessen Bereich parallel, und das Bild der Öffnung entsteht in jedem Fall in der hinteren Fokalebene der Sammellinse bei dem Auge E. Durch Axialverschieben des Fernrohrsystems wird die Abbildung der Testfiguren jedoch linear proportional zur Fernrohrverschiebung in entsprechend verschiedene Positionen verlagert. Die Kombination eines feststehenden Testbildträgers mit einem beweglichen astronomischen Fernrohr ist also optisch gleichwertig mit einem gemäss Fig. 5 verschiebbaren Testbildträger, bietet aber den Vorteil eines viel grösseren Brechungskorrekturbereichs. Die Ausführung von Fig. 7 ermöglicht durch axiales Verschieben des astronomischen Fernrohrsystems 50 von der höchsten bis in dessen unterste Position eine lineare Brechungskorrektur in dem Bereich zwischen —18 D bis +20,5 D, bezogen auf die hintere Fokalebene der Sammellinse 19, und dabei bleibt der Vergrösserungsfaktor der dorthin abgebildeten Testfiguren konstant.
Die Anordnung gemäss Fig. 7 ist das einzige Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem ein paralleler Strahlen-gangabschnitt zwischen dem lichtdurchlässigen Testbildträger und der Sammellinse notwendig ist, weil andernfalls mit jeder Axialverschiebung des astronomischen Fernrohrs eine Verlagerung der Abbildung der beleuchteten Öffnung eintreten würde.
In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 7 sind oberhalb von dem feststehenden Testbildträger 20 die gleichen Linsen 42 und 43 wie in Fig. 6 als Kollimatoreinrichtung für das von der beleuchteten Öffnung ausgehende Licht und zur Kompensation einer durch die unterhalb des Testbildträgers zugesetzten Linsen hervorgerufenen Vergrösserungsänderung vorhanden; für diese Linsen 42 und 43 gelten daher auch die zuvor in Verbindung mit Fig. 6 gegebenen entsprechenden Hinweise.
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Claims (11)
- 664 481PATENTANSPRÜCHE1. Gerät zur Untersuchung des menschlichen Auges, mit einer Öffnung, einer Lichtquelle zum Beleuchten der Öffnung, einer zwischen der Öffnung und dem zu untersuchenden Auge angeordneten konvergierenden Linsenanordung zum Erzeugen einer Abbildung der beleuchteten Öffnung in der Nähe des Auges und einem Mikroskop zum Betrachten des Auges, dadurch gekennzeichnet, dass ein Figuren (23) mit kalibrierten Abmessungen enthaltendes lichtdurchlässiges Trägerelement (20) so in den Lichtstrahlengang zwischen der Öffnung (15) und der konvergierenden Linsenanordnung (19; 40,41) gesetzt ist, dass durch die konvergierende Linsenanordnung eine zur Bestimmung einer Sehschärfe des Auges geeignete Abbildung von Figuren des lichtdurchlässigen Trägerelements erzeugt wird.
- 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die konvergierenden Linsenanordnung eine einzige Sammellinse (19) umfasst.
- 3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die konvergierende Linsenanordnung durch mindestens zwei voneinander entfernte Sammellinsen (40,41) gebildet ist.
- 4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtdurchlässige Figurenträgerelement (20) in dem Lichtstrahlengang im wesentlichen in der vorderen Fokalebene der konvergierenden Linsenanordnung (19) positioniert ist, um dem Auge eine entfernte Bilddarstellung der Figuren (23) in dem Trägerelement abzubilden.
- 5. Gerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Anordnung (30) mit mehreren unterschiedlichen Vorsatzlinsen (31), die zur Korrektur eines Brechungsfehlers des Auges selektiv in die Nähe des zu untersuchenden Auges bringbar sind.
- 6. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das lichtdurchlässige Figurenträgerelement (20) auf einem bewegbaren Halter (32) angeordnet ist, der zum Korrigieren eines Brechungsfehlers des Auges mittels eines Stelltriebs (34, 35) in Richtung der Achse des optischen Lichtstrahlengangs verschiebbar ist.
- 7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Fokalebene der konvergierenden Linsenanordnung (19) in die Nähe des zu untersuchenden Auges des Patienten gelegt ist, damit der für die augennahe Position eingestellte Brechungsfehler-Korrekturwert der Axialverschiebung des lichtdurchlässigen Figurenträgerelements (20) aus der vorderen Fokalebene der konvergierenden Linsenanordnung direkt proportional ist.
- 8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das optische System so ausgelegt ist, dass bei einer Positionierung des lichtdurchlässigen Figurenträgerelements (20) in die vordere Fokalebene der konvergierenden Linsenanordnung (19) keine Brechungsfehlerkorrektur stattfindet und bei einer Verschiebung des Figurenträgerelements entweder an die konvergierende Linsenanordnung (19) heran oder in der Gegenrichtung jeweils eine negative oder positive Brechungsfehlerkorrektur erzielt wird.
- 9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Öffnung (15) und die konvergierenden Linsenanordnung (19; 40,41) eine Kollimator-Linsenanordnung (42,43) gesetzt ist, um einen parallelen Verlauf des von der Öffnung ausgehenden Lichts zu erzielen.
- 10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,dass zwischen dem lichtdurchlässigen Figurenträgerelement (20) und der konvergierenden Linsenanordnung (19) ein zum Ausgleich eines Brechungsfehlers des zu untersuchenden Auges mittels einer Stelleinrichtung in Richtung seiner optischen Achse verschiebbares optisches Fernrohrsystem (50) angeordnet ist.
- 11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Fokalebene der konvergierenden Linsenanordnung (19; 40,41) in die Nähe des zu untersuchenden Auges gelegt ist, damit der für die augennahe Position eingestellte Brechungsfehler-Korrekturwert einer Axialverschiebung des optischen Fernrohrsystems (50) direkt proportional ist.
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