CH665901A5 - Bildprojektions-schiessanlage. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bildprojektions-Schiessanlage mit einer Bildprojektionseinrichtung und einer Projektionsbild-Schiessscheibe.
Anlagen dieser Art sind unter dem Begriff Schiess-Kino bekannt und dienen der Simulation variabler Momentan-Situationen für praxisnahes Trainings-Schiessen von Sportschützen, Jägern, Ordnungskräften u. dgl.
Nachteilig bei solchen Anlagen ist die erschwerte Treffererkennung, da hier in der Regel eine mit einer Projektionsflächenschicht beschichtete Gummischeibe verwendet wird, die sich zwar nach jedem Durchschuss schliesst, diese Stelle aber dann auch durch Farbkontrast zur Projektionsflächenschicht nur schlecht erkennbar wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist deshalb die Schaffung einer Bildprojektions-Schiessanlage, welche zunächst eine klare visuelle Treffererkennung erlaubt.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass hinter der, einen bleibenden Durchschuss erlaubenden Schiessscheibe eine Lichtquelle angeordnet wird, welche mit einer Steuereinrichtung in Wirkungsverbindung steht, die nach einer erfolgten Schussabgabe die Lichtquelle zur Sichtbarmachung des Durchschusses ein- sowie die Bildprojektionseinrichtung auf Standbild umschaltet, wobei ein Rückstellsignalgeber mit der Steuereinrichtung verbunden ist, um nach erfolgter Schussauswertung wieder mindestens die Lichtquelle aus- und die Bildprojektionseinrichtung auf normale Bildprojektion zurückzuschalten.
Durch diese Massnahmen ist es nun nicht nur möglich, den Trefferort durch den dort erscheinenden Lichtpunkt deutlich erkennbar zu machen, sondern diese Massnahmen gestatten bereits eine Automatisierung dahingehend, dass mit der Schussabgabe die Bildprojektionseinrichtung in einer der Trefferauswertung dienenden Weise beeinflusst wird.
Hierfür kann die Steuereinrichtung mit einem akustischen Schussdetektor in Wirkungsverbindung stehen.
Um dann nach der Auswertung das Durchschussloch wieder verschliessen zu können, ist es vorteilhaft, wenn die Steuereinrichtung mit einem motorisierten Antrieb einer in mehreren Lagen hintereinander umgelenkten Projektionsbahn an der Schiessscheibe verbunden ist, um nach erfolgter Schussauswertung eine Verschiebung der Projektionsbahn zur Abdeckung des Durchschusses zu bewirken.
Eine vollständig automatische Trefferauswertung lässt sich dann erreichen, wenn die Bildsignale der Bildprojektionseinrichtung direkt oder indirekt zu einem ersten Eingang einer Mischerstufe einer elektronischen Auswerteeinrichtung gelangen, deren zweiter Eingang mit einer, das durch ein Durchschussloch dringende Licht der Lichtquelle aufnehmenden Video-Kamera verbunden ist, wobei das Mischsignal der Mischerstufe mindestens einem Monitor zuführbar ist. Hierfür sollte die Lichtquelle eine vergleichsweise der Umgebung stärkere Lichtintensität aufweisen, und vorteilhaft im UV- oder IR-Wellenbereich arbeiten.
Alternativ kann dabei die Bildprojektionseinrichtung einen Video-Projektor umfassen, dessen Bildsignalquelle und/oder Symbolbildgenerator gleichzeitig das Bildsignal für den ersten Eingang der Mischerstufe liefert oder einen Filmoder Dia-Projektor umfassen, dessen Bildsignale über das Projektionsbild der Schiessscheibe von einer weiteren Video-Kamera aufnehmbar und von dort dem ersten Eingang der Mischerstufe zuführbar sind.
Eine derartig ausgestaltete erfindungsgemässe Bildprojek-tions-Schiessanlage kann dann weiter dadurch optimiert und universalisiert werden, indem die Mischerstufe mit einer zusätzlichen, den Schützen aufnehmenden Video-Kamera verbunden und in vorteilhafter Weise weiter der Auswerteeinrichtung ein Prozessor und/oder ein Drucker zugeordnet wird.
Durch diese Massnahmen lässt sich somit eine Bildprojektions-Schiessanlage verwirklichen, die unabhängig der Wahl Bildprojektionsmittel eine optimale, vollautomatische
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Trefferauswertung sowie die Anwendung aller Film-, Dia-und Videotechniken erlaubt.
Beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Prinzipschema der erfindungsgemässen Bildprojektions-Schiessanlage; und
Fig. 2 eine Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Bildprojektions-Schiessanlage, in einem Prinzipschema.
Die Bildprojektions-Schiessanlage gemäss Fig. 1 umfasst zunächst eine Schiessscheibe 1, welche einen bleibenden Durchschuss erlaubt, hinter welcher Scheibe eine Lichtquelle 2 angeordnet ist. Diese Lichtquelle 2 steht mit einer Steuereinrichtung 3 über eine Leitung 2' in Wirkungsverbindung, die nach einer erfolgten Schussabgabe die Lichtquelle 2 zur Sichtbarmachung des Durchschusses einschaltet. Weiter ist der Schiessanlage eine Bildprojektionseinrichtung 4 zugeordnet, welche auf die Schiessscheibe wechselnde Bilder projiziert, die ein in der Regel wirklichkeitsnahes Schiessziel simulieren. Mit der Schussabgabe kann dabei die ebenfalls mit der Bildprojektionseinrichtung 4 verbundene Steuereinrichtung 3 erstere auf Standbild umschalten.
Eine solche Grundkonzeption der erfindungsgemässen Bildprojektions-Schiessanlage erlaubt bereits eine visuelle Trefferauswertung von hohem Erkennungsgrad.
Für ein Ausschalten der Lichtquelle 2 sowie ein Zurückschalten der Bildprojektionseinrichtung 4 auf normale Bildprojektion nach erfolgter Schussauswertung dient dabei ein Rückstellsignalgeber 5, der mit der Steuereinrichtung 3 über eine Leitung 25 verbunden ist.
Zur Ansteuerung der letztgenannten Steuereinrichtung 3 auf eine Schussabgabe hin sind unterschiedliche Einrichtungen möglich. Als zweckmässig hat sich aber ein akustischer Schussdetektor 6 erwiesen, der direkt über die Leitung 6' mit der Steuereinrichtung 3 verbunden ist.
Weiter ist die Steuereinrichtung 3 über eine Steuerleitung 7' mit einem motorischen Antrieb 7 einer in mehreren Lagen hintereinander über Walzen 8' umgelenkten Projektionsbahn 8 an der Schiessscheibe 1 verbunden, um nach erfolgter Schussauswertung eine Verschiebung der Projektionsbahn 8 um einen Betrag, der zur Abdeckung des Durchschussloches ausreicht, zu bewirken.
Für eine visuell optimale Erkennung eines Durchschusses sollte die Lichtquelle 2 eine vergleichsweise der Umgebung stärkere Lichtintensität aufweisen. Hierbei kann die Lichtquelle im sichtbaren oder unsichtbaren Wellenbereich, beispielsweise im UV- oder IR-Wellenbereich arbeiten.
Eine solche vorbeschriebene Bildprojektions-Schiessanlage kann nun erfindungsgemäss durch eine vollautomatische elektronische Trefferauswertung ergänzt werden, wofür zunächst die Bildsignale der Bildprojektionseinrichtung 4 direkt oder indirekt einem ersten Eingang 9 einer Mischerstufe 10 einer elektronischen Auswerteeinrichtung 12 übermittelt werden. Diese Mischerstufe 10 weist zudem einen zweiten Eingang 11 auf, der über eine Zuleitung 11 ' mit einer, das durch ein Durchschussloch in der Schiessscheibe 1 dringende Licht der Lichtquelle 2 aufnehmenden
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Video-Kamera 13 verbunden ist. Ausgangsseitig ist dann diese Mischerstufe 10 über eine Verbindung 14' mindestens mit einem Monitor 14 verbunden, auf dem dann das überlagerte Signal von projiziertem Bild und Lichtpunkt des Treffers erscheint.
Zweckmässig wird bei einer solchen Anordnung die Mischerstufe 10 ebenfalls über eine Leitung 35 vom Rückstellsignalgeber 5 angesteuert und nach erfolgter Trefferauswertung in eine Löschfunktion gestellt.
Eine solche erfindungsgemässe Bildprojektions-Schiessanlage kann weiter dahingehend ergänzt werden, dass die Mischerstufe 10 mit einer weiteren Video-Kamera 18 verbunden wird, die beispielsweise den Schützen aufnimmt, dessen Bild dann auch auf dem Monitor 14 erscheinen kann anstelle einer manuellen Namenseingabe.
Weiter kann zur Optimierung der Anlage die Auswerteeinrichtung 12 durch einen Prozessor 19 zur Vorprogrammierung und Eingabe der Schützen-Daten sowie durch einen Drucker 20 ergänzt werden, um die Bildsignale digitalisieren, abspeichern und ausdrucken zu können.
Im übrigen können hier alle Techniken der Computerisierung Anwendung finden.
Fig. 1 zeigt nun eine erste Ausführungsform der erfindungsgemässen Bildprojektions-Schiessanlage mit einer vorerwähnten Bildprojektionseinrichtung 4, die hier einen Video-Projektor 4' umfasst, dessen Bildsignalquelle 15 einerseits über eine Leitung 15' mit der Steuereinrichtung 3 und andererseits über eine Leitung 9' mit dem ersten Eingang 9 der Mischstufe 10 verbunden ist. Die Bildsignalquelle 15 kann dabei ein herkömmliches Gerät sein mit Kassetten, Platten u. dgl. als Bildträger.
Parallel zur Bildsignalquelle 15 kann noch ein Symbolbildgenerator 17 geschaltet sein, der die Möglichkeiten einer vielgestaltigen Bildprojektion auf die Schiessscheibe weiter erhöht.
Vergleichsweise zur Ausführungsform nach Fig. 1 kann die Bildprojektionseinrichtung 4 der Bildprojektions-Schiessanlage gemäss der Darstellung in Fig. 2 einen Filmoder Dia-Projektor 44 umfassen, der über eine Leitung 44' mit der Steuereinrichtung 3 verbunden ist. Die auf die Schiessscheibe 1 projizierten Bildsignale des Projektors 44 werden hier nun von einer weiteren Video-Kamera 16 aufgenommen und von dort über eine Leitung 16' dem ersten Eingang 9 der Mischerstufe 10 zugeführt.
Während hier die zusätzliche Video-Kamera 16 geeignet ist, das projizierte Wirklichkeitsbild aufzunehmen, ist die erstgenannte Video-Kamera 13 bei beiden Ausführungsformen so eingestellt, dass diese nur das durch das Durchschussloch dringende Licht aufnimmt.
Weiter kann die Anlage durch einen Reaktionszeitmesser ergänzt werden, wobei die Zeitmessung durch eine digitale Stoppuhr erfolgen kann, die mit der Schussregistrierung durch den Schussdetektor stoppt, welche Werte ebenfalls auswertbar sind.
Aus dem Vorbeschriebenen ergibt sich somit eine Bildprojektions-Schiessanlage, welche geeignet ist, allen Anforderungen insbesondere an eine vollautomatische elektronische Trefferauswertung zu genügen.
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1. Bildprojektions-Schiessanlage mit einer Bildprojektionseinrichtung und einer Projektionsbild-Schiessscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der einen bleibenden Durchschuss erlaubenden Schiessscheibe (1) eine Lichtquelle (2) angeordnet ist, welche mit einer Steuereinrichtung (3) in Wirkungsverbindung steht, die nach einer erfolgten Schussabgabe die Lichtquelle (2) zur Sichtbarmachung des Durchschusses ein- sowie die Bildprojektionseinrichtung (4) auf Standbild umschaltet, wobei ein Rückstellsignalgeber (5) mit der Steuereinrichtung (3) verbunden ist, um nach erfolgter Schussauswertung wieder mindestens die Lichtquelle (2) aus-und die Bildprojektionseinrichtung (4) auf normale Bildprojektion zurückzuschalten.
2. Bildprojektions-Schiessanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (3) mit einem akustischen Schussdetektor (6) in Wirkungsverbindung steht.
3. Bildprojektions-Schiessanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (3) mit einem motorischen Antrieb (7) einer in mehreren Lagen hintereinander umgelenkten Projektionsbahn (8) an der Schiessscheibe ( 1 ) verbunden ist, um nach erfolgter Schussauswertung eine Verschiebung der Projektionsbahn (8) zur Abdek-kung des Durchschusses zu bewirken.
4. Bildprojektions-Schiessanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (2) eine vergleichsweise der Umgebung stärkere Lichtintensität aufweist.
5. Bildprojektions-Schiessanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildsignale der Bildprojektionseinrichtung (4) direkt oder indirekt zu einem ersten Eingang (9) einer Mischerstufe (10) einer elektronischen Auswerteeinrichtung (12) gelangen, deren zweiter Eingang(l 1) mit einer, das durch ein Durchschussloch dringende Licht der Lichtquelle (2) aufnehmenden Video-Kamera (13) verbunden ist, wobei das Mischsignal der Mischerstufe (10) mindestens einem Monitor (14) zuführbar ist.
6. Bildprojektions-Schiessanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildprojektionseinrichtung (4) einen Video-Projektor (4') umfasst, dessen Bildsignalquelle (15) und/oder Symbolbildgenerator ( 17) gleichzeitig das Bildsignal für den ersten Eingang (9) der Mischerstufe (10) liefert.
7. Bildprojektions-Schiessanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildprojektionseirichtung (4) einen Film- oder Dia-Projektor (44) umfasst, dessen Bildsignale über das Projektionsbild der Schiessscheibe (1) von einer weiteren Video-Kamera (16) aufnehmbar und von dort dem ersten Eingang (9) der Mischerstufe (10) zuführbar sind.
8. Bildprojektions-Schiessanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerstufe (10) mit einer zusätzlichen, den Schützen aufnehmenden Video-Kamera (18) verbunden ist.
9. Bildprojektions-Schiessanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerteeinrichtung (12) ein Prozessor (19) und/oder ein Drucker (20) zugeordnet ist.
10. Bildprojektions-Schiessanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (2) im UV-oder IR-Wellenbereich arbeitet.
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