CH666079A5 - Tuerschloss mit sperr-schwenkbuegel. - Google Patents

Tuerschloss mit sperr-schwenkbuegel. Download PDF

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CH666079A5
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bolt
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Manfred Setzer
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Melchert Beschlaege
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Description

BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft ein Türschloss mit Sperr-Schwenkbügel gemäss Gattungsbegrif f des Hauptanspruches.
Bei den bekannten Schlössern dieser Art schliesst der als Profilkopf ausgebildete Riegel aus dem aufsetzend auf der Tür montierten Schlosskasten über den Türfalz hinweg in die Öffnung eines Sperr-Schwenkbügels ein. Beim Öffnen der Tür tritt der Profilkopf in formschlüssigen Eingriff zum Sperr-Schwenkbügel und hebt diesen aus der hängenden Senkrechtstellung an, was ein Öffnen der Tür gestattet, begrenzt auf eine spaltoffene Stellung. Nachteilig an diesen Schlössern ist, dass sie nur reine Zusatzschlösser sind. Zum eigentlichen Verriegeln der Tür mittels eines schlüsselbetä-tigbaren Riegels, der formschlüssig in ein Schliessblech eintritt, ist ein gesondertes Schloss notwendig.
Es ist bereits Gegenstand einer älteren Anmeldung ein Einsteckschloss mit einem Sperr-Schwenkbügel zusammenarbeiten zu lassen, derart, dass der Profilkopfriegel in einer zweiten Tour über seine Eingriffs-Bereitschaftsstellung zum Sperr-Schwenkbügel weiter vorschliesst, in welcher Stellung er hinter eine Schliessblechschulter tritt, so dass die Tür mittels des Riegels in der vollständig geschlossenen Stellung normal abgeschlossen ist. Diese Lösungen haben den Nachteil, dass erhebliche Hebelarme in der Belastung des Riegels vorliegen, wenn dieser die abgeschlossene Türe gegen Einbruchskräfte sichern soll.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein gattungsgemässes Schloss so auszugestalten, dass es zusätzlich zu seiner Sperr-Schwenkbügelfunktion diejenige eines normalen Schlosses zum Verriegeln der Türe erfüllt, dies jedoch ohne dass in dieser letztgenannten Abschliessstellung des Riegels etwaige Kippbelastungen, die auf den Riegel wirken, sich durch grössere Hebelarmlängen vervielfachen.
Erreicht ist dies durch die im Kennzeichen des Patentanspruches angegebene Erfindung. Die abhängigen Ansprüche stellen vorteilhafte Weiterbildungen heraus.
Zufolge dieser Ausgestaltung ist ein Türschloss mit Sperr-Schwenkbügel verwirklicht, welches nicht nur als reines Zusatzschloss einsetzbar ist, sondern gleichzeitig auch die Funktion eines normalen Türschlosses erfüllt dadurch, dass der zweite, erst in der zweiten Tour vorliegende Zusatzriegel hinter eine entsprechend liegende Schliessblechschulter tritt. Die Anordnung dieser Schliessblechschulter gewährleistet, dass die Kippbelastungen auf den Riegel bei etwaigen Einbruchsbelastungen der Türe nicht durch eine grosse ausladende Hebellänge des Riegels vervielfacht werden. Man kann bezüglich dieser Einbruchs-Stabilität also von den bekannten Verhältnissen ausgehen und insofern auch die dafür vorgeschriebenen Norm-Belastungen leicht erfüllen.
Durch den Zusatzriegel sind die Abmessungen und die Aussenform des Schlosses wenig verändert; bei eintourig vorgeschlossenem Profilkopfriegel ist der Zusatzriegel hinter die Ebene der Stulpe zurückgetreten.
Die Ausgestaltung der beiden Riegel als Rundzapfen hat den Vorteil einer höheren Belastbarkeit ; die Gehäusebreite des Schlosses wird dadurch nicht vergrössert; die beiden Riegel führen sich in Ausdrückungen der Schlossdecke. Die konstruktive Lösung des unterschiedlichen Überstandes der beiden Riegel ist einfach erreicht dadurch, dass die beiden Rundzapfen am gemeinsamen Riegelschwanz befestigt sind; die unterschiedlichen Überstandslängen resultieren aus der unterschiedlichen Länge der beiden Rundzapfen.
Dadurch, dass der Profilkopfriegel bei der zweiten Vorschliesstour stehenbleibt, ist ein Türschloss verwirklicht, bei welchem die Türzarge ohne Sicherheitseinbusse für den Eintritt der beiden Riegel in die Türzarge schmal gestaltet werden kann. Die beiden Riegel besitzen getrennte Riegelschwänze, die unterschiedlich ausgestaltet sind; dadurch ist erreicht, dass der Profilkopfriegel bei der zweiten Vorschliesstour stehenbleibt. Die Schulter des Zusatzriegels, welche zur
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Mitnahme des Profilkopfriegels bei der zweiten Rückschliess- Fig. 14 eine Ansicht des Zusatzriègeìs, ebenfalls in per-
tour dient, ist gebildet von dem Rand eines parallel zum Aus- spektivischer Darstellung.
schluss liegenden Schlitzes des Zusatzriegelschwanzes, gegen welchen ein Zapfen des Profilkopfriegelschwanzes tritt. Die Das Türschloss besitzt eine Stulpe 1, einen Schlossboden 2
Länge des Schlitzes entspricht dem Weg der zweiten Vor- s und eine sich diesem anschliessende Schlossdecke 3, wei-
schliess- oder Rückschliesstour, wenn man dabei den Ver- terhin eine Falle 4, einen Profilkopfriegel 5 und einen schiebeweg zugrundelegt, den der Zusatzriegel ausführt bei Zusatzriegel 6.
Eingriff des Schliessbartes in die Tourenausnehmung des Das Schliessblech 7 besitzt Öffnungen 8,9,10 für die Falle Zusatzriegelschwanzes. Der Zusatzriegelschwanz besitzt 4 den Profilkopfriegel 5 und den Zusatzriegel 6. Zwischen der zwei Tourenausnehmungen. Der Profilkopfriegelschwanz io Fallenöffnung 8 und der Öffnung 9 für den Profilkopfriegel besitzt eine Tourenausnehmung; bei der zweiten Vorschliess- befindet sich zwischen den beiden Winkelschenkeln 11,12 tour oder bei der ersten Rückschliesstour bleibt der Profil- des Schliessbleches 7 ein Sperrbügel 13, der parallel zu dem kopfriegel stehen (bevor er bei der zweiten Rückschliesstour Winkelschenkel 11 verläuft. Der Sperrbügel 13 ist pendel-durch die Mitnahmeschulter des Zusatzriegels mitge- artig an einer den Winkelschenkel 11 des Schliessbleches 7 nommen wird oder bei der ersten Vorschliesstour direkt is durchsetzenden Schraube mit Distanzstück 19 befestigt. Die durch den Eingriff des Schliessbartes in die Tourenausneh- Schraube endet am Winkeleisen 14, welches an dem Winkel-mung vorgeschlossen wird). Der Zusatzriegelschwanz besitzt Schenkel 12 sitzt. Die das Winkeleisen 14 und den Winkelzwei Zuhaltungs-Eingriffsvertiefungen und der Profilkopf- Schenkel 11 durchsetzende Schraube besitzt ein Distanzstück riegelschwanz eine Zuhaltungs-Eingriffsvertiefung. Dies ist 19, welches die Länge des Sperrbügels 13 in horizontaler notwendig, um den beiden Riegelschwänzen eine gemein- 20 Richtung fixiert. Das Winkeleisen 14 weist an seiner dem same Zuhaltung zuordnen zu können. Damit die gesamte Winkelschenkel 12 abgekehten Seite eine Nase 15 auf, die Konstruktion so platzsparend wie möglich ausgeführt mit dem Abschnitt 16 des Sperrbügels 13 zusammenwirkt werden kann, ist der Zusatzriegelschwanz auf Höhe des Pro- und als Begrenzungsanschlag für denselben gilt. Der Sperr-filkopfriegels stufenförmig abgesetzt. Die Ausbildung des bügel 13 ist mit einem Längsloch 17 ausgestattet, in welchem Zapfens, welcher in den Schlitz des Zusatzriegelschwanzes 25 sich der Abschnitt 5 ' des Profilkopfriegels 5 führt. Der Win-eingreift, über die Breitfläche des Profilkopfriegelschwanzes kelschenkel 12 des Schliessbleches 7 weist eine Längsöffnung vorsteht und dessen einer vorstehender Abschnitt in einen 18 auf zum Durchtritt des Sperrbügels 13.
Führungsschlitz des unter dem Profilkopfriegels liegenden Der sich zwischen der Schwenkebene des Sperrbügels 13
zweiteiligen Wechselhebels Hegt, ermöglicht einerseits die und der Stulpe 1 erstreckende Abschnitt des Winkeischen-
Mitnahme des Profilkopfriegels durch die Schulter des 30 kels 12 bildet Schliessblechschulter 12' für den Zusatzriegel
Zusatzriegels bei der zweiten Rückschliesstour und anderer- 6 ; der sich jenseits der Schwenkebene des Sperrbügels 13
seits, durch seinen Eingriff in einen Führungsschlitz des befindliche Abschnitt des Winkelschenkels 12 bildet die zweiteiligen Wechselhebels, die Mitnahme desselben bei der Schliessblechschulter 12" des Profilkopfriegels 5.
zweiten Rückschliesstour, um seine Lage zu verändern, Die beiden Riegel 5 und 6, welche als Rundzapfen ausge-
damit bei zurückgeschlossenem Zustand beider Riegel die 35 bildet sind, sind an dem Schubriegelschwanz 20 befestigt
Falle zurückgezogen werden kann. Eine zusätzliche Sicher- (Fig. 4).
heit gegen unbeabsichtigtes Verschieben des Profilkopfrie- Die beiden Schlossriegel 5 und 6 führen sich in den Ausgels bei der zweiten Vorschliesstour bietet ein Stehbolzen, drückungen 20 und 21 der Schlossdecke 3. Durch diese Ausweicher als Anschlag für den Profilkopfriegelschwanz nach gestaltung muss nicht die gesamte Schlossbreite vergrössert Vollendung der ersten Vorschliesstour dient. 40 werden.
Die Einzelheiten der Erfindung werden anhand zweier Der Profilkopfriegel 5 ist als runder Bolzen ausgestaltet. Er
Ausführungsbeispiele dargestellt. Es zeigen besitzt einen Kopf 5", ein Übergangsstück 5' von kleinerem
Durchmesser, welches mit dem Loch 17 des Sperrbügels 13
Fig. 1 eine Ansicht gegen das Schloss und Schliessblech bei zusammenwirkt, und einen Abschnitt 5" '. Der Zusatzriegel sperrend vorgetretenem Bügel, 45 6 ist als ein Rundbolzen einheitlichen Durchmessers ausge-
Fig. 2 eine Ansicht gegen das Schloss und Schliessblech, bildet.
bei geschlossener Tür, Es ergibt sich folgende Wirkungsweise : Im zurückgeschlos-
Fig. 3 eine Seitenansicht des Schlosses und des Schliess- senen Zustand der beiden Riegel 5 und 6 liegt der Zusatzbleches bei eintourig vorgeschlossenem Profilkopfriegel, riegel 6 bündig mit Stulpe 1, der Profilkopfriegel ragt aus der
Fig. 4 eine Seitenansicht des Schlosses und Schliessbleches so Stulpe heraus mit seinen Abschnitten 5' und 5". Beim bei eintourig vorgeschlossenem Profilkopfriegel bei teilweise eintourigen Vorschliessen tritt der Profilkopfriegel 5 aus der weggebrochener Schlossdecke, Stulpe heraus und greift in die Öffnung 17 des Sperrschwenk-
Fig. 5 eine Seitenansicht entsprechend Fig. 4, jedoch bei bügels 13 ein. Beim Öffnen der Tür tritt der Profilkopf 5" in geschlossener Schlossdecke und zweitourig vorgeschlos- formschlüssigen Eingriff zum Sperrbügel 13 und hebt diesen senem Profilkopfriegel, ss aus der hängenden Senkrechtstellung an. Die Tür kann jetzt
Fig. 6 eine Ansicht gegen das Schloss mit im Bereich des geöffnet werden, ihre Öffnung bleibt aber auf einen Spalt
Profilkopfriegels und Zusatzriegels weggebrochener Schloss- beschränkt. Werden die Riegel 5 und 6 in einer zweiten Tour decke sowie strichpunktiert dargestelltem Schliessblech, weiter vorgeschlossen, so tritt der Profilkopfriegel 5 hinter
Fig. 7 eine Ansicht wie Fig. 6, jedoch nach der ersten Vor- die Schliessblechschulter 12" und der Zusatzriegel 6 durch schliesstour, 60 die Öffnung 10 hinter die Schliessblechschulter 12'. Die Tür
Fig. 8 eine Ansicht wie Fig. 7, jedoch nach der zweiten Vor- ist bei dieser Stellung der beiden Riegel 5 und 6 vollständig schliesstour, abgeschlossen.
Fig. 9 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IX in Fig. 6, Ein zweites Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 1,6-14 dar-
Fig. 10 den Schnitt gemäss Linie X-X in Fig. 6, gestellt.
Fig. 11 den Schnitt gemäss Linie XI-XI in Fig. 6, 65 Das dargestellte Türschloss besitzt eine Stulpe 1, einen
Fig. 12 den Schnitt gemäss Linie XII-XII in Fig. 6, Schlossboden 2 und eine mit diesem konturengleiche
Fig. 13 eine Ansicht des Profilkopfriegels mit zugehörigem Schlossdecke 3, eine Falle 4, einen Profilkopfriegel 5 und
Zapfen in perspektivischer Darstellung und einen Zusatzriegel 6.
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Das Schliessblech 7 besitzt Öffnungen 8,9 und 10 für die Falle 4, den Profilkopfriegel 5 und den Zusatzriegel 6. Zwischen den Winkelschenkeln 11 und 12 des Schliessbleches 7 ist ein Sperrbügel 13 ausschwenkbar an einer den Winkelschenkel 11 durchsetzenden Schraube mit Distanzstück 19 an einem Winkeleisen 14 angelenkt. Das Distanzstück 19 fixiert den Sperrbügel 13 in horizontaler Richtung. Das Winkeleisen 14 besitzt eine Nase 15 als Begrenzungsanschlag für den Abschnitt 16 des Sperrbügels 13.
Ferner weist der Winkelschenkel 12 des Schliessbleches 7 für das Ausschwenken des Sperrbügels 13 eine Längsöffnung 18 auf.
Der Sperrbügel 13 ist mit einem Längsschlitz 17 ausgestattet, in welchem sich der Abschnitt 5' des Profilkopfriegels 5 führt.
Der sich zwischen der Schwenkebene des Sperrbügels 13 und der Stulpe 1 erstreckende Abschnitt des Winkelschenkels 12 bildet die Schliessblechschulter 12' für den Zusatzriegel 6.
Beide Riegel 5 und 6 sind als Rundzapfen ausgebildet und jeweils an einem getrennten flachen Schubriegelschwanz S bzw. S 1 befestigt (Fig. 6,13 und 14).
In der Schlossdecke 3 sind Ausdrückungen 21 und 22 vorgesehen. Letztere dienen zusätzlich zur Führung des Profilkopfriegels 5 und Zusatzriegels 6.
Der Profilkopfriegel 5 besitzt einen Kopf 5", einen Abschnitt 5' mit kleinerem Durchmesser, welcher mit dem Längsschlitz 17 des Sperrbügels 13 zusammenwirkt, sowie einen bolzenförmigen Abschnitt 5" ', der mit dem Schubriegelschwanz S fest verbunden ist.
An der oberen Längskante 23 des Schubriegelschwanzes S ist eine Zuhaltungs-Eingriffsvertiefung 24 ausgebildet,
welche mit einem abgewinkelten Sperrvorsprung 26 einer federbelasteten Zuhaltungsplatte 25 zusammenwirkt beim eintourigen Vorschliessen dieses Profilkopfriegels 5.
Im Schubriegelschwanz S befindet sich ferner parallel zur Ausschlussrichtung ein Schlitz 27, in welchen ein am Schlossboden 2 befestigter Stehbolzen eingreift. Die beiden Randzonen 29 und 30 des Schlitzes 27 begrenzen die Längsverschiebung des Schubriegelschwanzes S.
Zusätzlich besitzt der Schubriegelschwanz S einen beidseitig über seine Breitflächen vorstehenden Zapfen 31, welcher in eine Bohrung 32 eingesteckt ist.
Die schmale untere Längskante 33 des Schubriegelschwanzes S besitzt eine Tourenausnehmung 34 mit den Begrenzungen 34' und 34" für das eintourige Vorschliessen des Profilkopfriegels 5. Ein Stehbolzen 35 ist am freien Ende des Schubriegelschwanzes S befestigt, an welchem sich ein Federschenkel 36 abstützt und das eintourige Vorschliessen des Profilkopfriegels 5 somit unterstützt.
Der Zusatzriegel 6 ist in seinem ausschliessbaren vorderen Abschnitt als runder Bolzen gestaltet, der mit dem ebenfalls flachen Schubriegelschwanz S 1 fest verbunden ist. An der oberen schmalen Längskante 37 des Schubriegelschwanzes S 1 sind zwei Zuhaltungs-Eingriffsvertiefungen 38,39 angeordnet, welche ebenfalls mit dem vorerwähnten Sperrvorsprung 26 der federbelasteten Zuhaltungsplatte 25 zusammenwirkt sowohl beim eintourigen als auch beim zweitourigen Vorschliessen dieses Zusatzriegels 6.
Im Schubriegelschwanz S 1 befindet sich ein Schlitz 40, in welchem der Abschnitt 31 ' des Zapfens 31 des Profilkopfrie-gels 5 eingreift. Die beiden Ränder des Schlitzes 40 bilden Schultern und sind mit 41, 42 bezeichnet.
Im Schubriegelschwanz S 1 befindet sich ebenfalls parallel zur Ausschlussrichtung ein weiterer Schlitz 43, in welchem der am Schlossboden 2 befestigte Stehbolzen 28 ragt. Die
Randzonen 44,45 des Schlitzes 43 bestimmen den Verschiebeweg des Zusatzriegels 6.
Die schmale untere Längskante 46 dieses Zusatzriegels S 1 besitzt zwei Tourenausnehmungen 47 und 48 zum Eingriff eines Schliessbartes 50 eines Schliesszylinders. Das Gesamt-mass x dieser beiden Tourenausnehmungen entspricht der Länge x' der Tourenausnehmung 34 des Schubriegelschwanzes S.
Der Schubriegelschwanz S 1 ist in seinem vorderen Bereich 49 stufenförmig abgesetzt zwecks Ineinanderschach-telung von Profilkopfriegel 5 und Zusatzriegel 6.
Zwischen Schlossboden 2 und Schubriegelschwanz S des Profilkopfriegels 5 erstreckt sich der untere Hebel 51 eines zweigeteilten Wechselhebels. In einen Schlitz 52 des Hebels 51 greift der entsprechende vorstehende Abschnitt 31 " des Zapfens 31 ein, welcher den Profilkopfriegel 5 durchdringt. Die Länge des Zapfens 31 entspricht etwa dem lichten Abstand zwischen Schlossboden 2 und Schlossdecke 3.
Es ergibt sich folgende Wirkungsweise:
Beim Schliessen der ersten Tour, ausgehend von der Stellung gemäss Fig. 6, greift der Schliessbart 50 in die Tourenausnehmung 47 des Schubriegelschwanzes S 1 des Zusatzriegels 6 und in die Tourenausnehmung 34 des Schubriegelschwanzes S des Profilkopfriegels 5 ein (Fig. 6). Hierbei wird der Profilkopfriegel 5 so weit vorgeschlossen, dass sein Abschnitt 5' mit dem Längsschlitz 17 des Sperrbügels 13 in formschlüssigen Eingriff gelangt und folglich die Tür bis in eine spaltoffene Stellung geöffnet werden kann (Fig. 7). Hierbei ist auch der Zusatzriegel 6 mit seinem vorderen runden Bolzenabschnitt bis in die Schlossstulpe 1 vorgeschlossen worden. Ferner hat der Zapfen 31 den Wechselhebelteil 51 verlagert, so dass dieser nicht im Wirkungsbereich des Schliessbartes 50 liegt.
Beim Schliessen der zweiten Tour tritt jetzt der Schliessbart 50 in die Tourenausnehmung 34 des Schubriegelschwanzes S ohne Mitnahmewirkung und in die Tourenausnehmung 48 des Schubriegelschwanzes S 1 des Zusatzriegels 6 ein und schliesst diesen vor bis in die Sperrstellung gemäss Fig. 8. Begrenzt ist dieses Vorschliessen auch durch die Schulter 42 des Schlitzes 40, welche sich gegen den Zapfenabschnitt 31 ' legt. Hierbei tritt der vordere Bolzenabschnitt des Zusatzriegels 6 hinter eine Schliessblechschulter 12' des Win-kelschenkels 12.
Die Tür ist in dieser Stellung der beiden Riegel 5 und 6 vollständig abgeschlossen und kann nicht geöffnet werden, auch nicht in die spaltoffene Stellung.
Während der ersten Rückschliesstour bleibt der Profilkopfriegel 5 stehen aufgrund seiner Tourenausnehmung 34. Der auch in die Tourenausnehmung 48 eingreifende Schliessbart 50 zieht dann nur den Schubriegelschwanz S 1 zurück bis in die Stellung gemäss Fig. 7.
Bei der zweiten Rückschliesstour tritt der Schliessbart 50 in die Tourenausnehmung 47 des Schubriegelschwanzes S 1 ein und zieht diesen bis in die Stellung gemäss Fig. 6.
Hierbei nimmt die Schulter 41 des Schlitzes 40 des Zusatzriegels 6 den Zapfen 31 mit und somit formschlüssig auch den Profilkopfriegel 5, da der Zapfen 31 in der Bohrung 32 des Schubriegelschwanzes S sitzt.
Durch den Eingriff des Zapfens 31 in den Schlitz 52 des Wechselhebels 51 wird letzterer in seine Grundstellung gebracht, damit bei zurückgeschlossenen Riegeln 5 und 6 die Falle 4 zurückgezogen werden kann.
Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den Ansprüchen nicht ausdrücklich beansprucht sind.
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10 Blatt Zeichnungen

Claims (13)

666079 PATENTANSPRÜCHE
1. Türschloss mit durch Vorschliessen in formschlüssigen Eingriff zu einem schliessblechseitigen Sperrschwenkbügel bringbaren Profilkopfriegel, gekennzeichnet durch einen bei der zweiten Vorschliesstour des Profilkopfriegels (5) ausfahrenden Zusatzriegel (6), der hinter eine zwischen Schwenkebene des Sperrbügels (13) und Stulpe (1) liegende Schliess-blechschulter (12') tritt.
2. Türschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Profilkopfriegel (5) und Zusatzriegel (6) in einer Ebene übereinander liegen und die Schliessblechschulter (12') in dergleichen vertikalen Ebene liegt wie eine jenseits der Schwenkebene des Sperrbügels (13) liegende zweite Schliessblechschulter (12"), hinter welche das freie Ende des zweitourig ausgeschlossenen Profilkopfriegels (5) tritt.
3. Türschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzriegel (6) in zurückgeschlossener Stellung des Profilkopfriegels (5) hinter die Ebene der Stulpe (1) zurücktritt und mit seiner Stirnfläche bei eintourig vorgeschlossenem Profilkopfriegel (5) bündig zur Stulpe (1) liegt.
4. Türschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilkopfriegel (5) und der Zusatzriegel (6) als unterschiedlich lange Rundzapfen gestaltet sind und an einem gemeinsamen Riegelschwanz (20) sitzen.
5. Türschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilkopfriegel (5) und der Zusatzriegel (6) sich in Ausdrückungen (21, 22) der Schlossdecke (3) führen.
6. Türschloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mit einem getrennten Riegelschwanz (S) ausgestattete Profilkopfriegel (5) bei der zweiten Vorschliesstour stehenbleibt und der Zusatzriegel (6) eine Schulter (41) zur Mitnahme des Profilkopfriegels (5) bei der zweiten Rückschliess-tour besitzt.
7. Türschloss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwanz (S 1) des Zusatzriegels (6) zwei Tourenaus-nehmungen (47,48) besitzt und der flächig darunterliegende Schwanz (S) des Profilkopfriegels (5) eine entsprechend liegende eintourige Ausnehmung (34) besitzt.
8. Türschloss nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schulter (41) zur Mitnahme des Profilkopfriegels (5) von dem Rand eines parallel zum Ausschluss liegenden Schlitzes (40) des Zusatzriegelschwanzes (S 1 ) gebildet ist, gegen welchen ein Zapfen (31) des Profilkopfriegelschwanzes (S) tritt.
9. Türschloss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass den beiden Riegelschwänzen (S, S 1) eine gemeinsame steigende Zuhaltung (25) zugeordnet ist, derart, dass der Zusatzriegelschwanz (S 1) zwei Zuhaltungs-Eingriffsvertie-fungen (38,39) und der Profilkopfriegelschwanz (S) eine Zuhaltungs-Eingriffsvertiefung (24) aufweist.
10. Türschloss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzriegelschwanz (S 1) auf Höhe des Profilkopfriegels (5) stufenförmig abgesetzt ist.
11. Türschloss nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (31) beiderseits über die Breitfläche des Profilkopfriegelschwanzes (S) vorsteht und der eine vorstehende Abschnitt (31") in einen Führungsschlitz (52) des unter dem Profilkopfriegel (5) liegenden zweigeteilten Wechselhebels (51) liegt.
12. Türschloss nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Zapfens (31) dem Zwischenabstand von Schlossdecke (3) und Schlossboden (2) entspricht.
13. Türschloss nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Stehbolzen (28) als Anschlag für den Profilkopfriegelschwanz (S) nach Vollendung der ersten Vorschliesstour.
CH18185A 1984-01-21 1985-01-15 Tuerschloss mit sperr-schwenkbuegel. CH666079A5 (de)

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DE19843402045 DE3402045A1 (de) 1984-01-21 1984-01-21 Tuerschloss mit sperr-schwenkbuegel
DE19843437268 DE3437268C2 (de) 1984-01-21 1984-10-11 Türschloß mit Sperrschwenkbügel

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CH18185A CH666079A5 (de) 1984-01-21 1985-01-15 Tuerschloss mit sperr-schwenkbuegel.

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FR3107912A1 (fr) * 2020-03-04 2021-09-10 Levieux Menuserie Agencement Entrebailleur integre pour ouvrant a deux battants

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