CH666701A5 - Streckwerk einer spinnmaschine. - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft ein Streckwerk einer Spinnmaschine mit einem eine ortsfeste Wendeschiene und eine Unterwalze umschlingenden Unterriemchen und mit einem eine Oberwalze umschlingenden Oberriemchen, wobei jedes Unterriemchen eine Seitenführung aufweist.
Riemchen in Streckwerken bedürfen der seitlichen Führung, damit sie nicht seitlich abwandern.
Die Seitenführung der Unterriemchen ist problematisch, weil sie die festeingebaute Unterwalze umschlingen, so dass Haltekäfige, die durch die Schlingen der Unterriemchen hindurchgesteckt sind, nicht ohne weiteres ausgewechselt oder gereinigt werden können. Das Auswechseln beziehungsweise das Reinigen derartiger Käfige ist zusätzlich noch dadurch erschwert, dass eine ortsfeste Wendeschiene ebenfalls durch die Schlinge des Unterriemchens geführt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seitenführung für die Unterriemchen zu schaffen, deren Auswechselbarkeit und gelegentliche Reinigung unproblematisch ist.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die Seitenführung eines Unterriemchens aus zwei durch mindestens einen ausserhalb der Schlinge des Unterriemchen angeordneten Steg miteinander verbundenen Seitenwänden besteht, die so angeordnet und ausgebildet sind, dass sie sich an bestimmten Stellen gegen die Kanten des Unterriemchens, an anderen Stellen gegen raumfeste Anschläge abstützen und an weiteren Stellen zwecks Verdrehungsschutz an der Wendeschiene anliegen.
Wenn der Steg ausserhalb der Schlinge des Unterriemchens angeordnet ist, kann die Seitenführung des Unterriemchens leicht ausgewechselt oder gereinigt werden.
Die Anschläge, gegen die sich die Seitenwände abstützen, können durch raumfeste Streckwerksteile gebildet sein. Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung kommen die Flanken einer Oberwalze, die Flanken der Lauffläche der Unterwalze oder auch Seitenteile eines Oberriemchenkäfigs als Anschläge in Frage.
Nach einer besonderen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Seitenwände und der Steg zu einem Halte-lcörper vereinigt sind, der durch die Schlinge des Oberriemchens hindurchgesteckt ist. Da das Oberriemchen eine durchgehende, ortsfeste Wendeschiene umschlingt, kann das Oberriemchen im Gegensatz zum Unterriemchen leicht von seiner Riemchenspannung befreit werden, um die Seitenführungsteile einfädeln oder ausfädeln zu können.
Bei einer derartigen Ausbildung der Erfindung übergreifen beziehungsweise überragen die Seitenwände zum Beispiel von oben her die Kanten des Oberriemchens und des Unterriemchens, von unten und/oder von der Seite her beispielsweise die Flanken der Oberwalze, während die unteren Stirnseiten der Seitenwände von oben her an der Wendeschiene anliegen. Ein solches Seitenführungselement benötigt keine besondere Halterung; es wird nach dem Einfädeln in die Schlinge des Oberriemchens allein durch die erwähnten Anschläge und durch die Wendeschiene in seiner Lage gehalten.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung übergreifen beziehungsweise überragen die Seitenwände von oben her die Kanten des Oberriemchens und des Unterriemchens, von unten her einen Oberriemchenkäfig, während die unteren Stirnseiten der Seitenwände von oben her an der Wendeschiene anliegen. Hier sind es also nicht die Flanken der Oberwalze, sondern Teile eines Oberriemchenkäfigs, die als Anschläge für die Seitenwände dienen.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die Seitenwände als ausgeschnittene Ringe ausgebildet und mit mindestens einem Steg zu einem Haltekörper vereinigt. Der Steg kann vor der Rückseite der Unterwalze entlanggeführt
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sein, und in die Ringausschnitte kann ein Teil der Wendeschiene hineinragen. Wenn dabei die Ringe soweit ausgeschnitten sind, dass die stehenbleibenden Teile etwas länger sind als halbe Ringe, kann ein so gestaltetes Seitenelement von hinten über die Unterwalze geklipst werden, falls es nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung zum Beispiel aus formstabilem, elastischem Kunststoff besteht. Bei der Herstellung des Seitenführungselements kann ein Spritzgiessverfah-ren angewendet werden.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung übergreifen beziehungsweise überragen die Ringe die Flanken der Lauffläche der Unterwalze und zugleich die Kanten des Unterriemchens. Alternativ hierzu besteht auch die Möglichkeit, das Seitenführungselement so zu gestalten, dass die Ringe die Kanten des Unterriemchens und des Oberriemchens sowie die Flanken der Oberwalzen übergreifen beziehungsweise überragen. In diesem Fall dienen die Flanken der Oberwalze als Anschläge.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Anhand dieser Ausführungsbeispiele soll die Erfindung noch näher beschrieben und erläutert werden.
Figur 1 zeigt den Ausgangsteil eines Streckwerks im Längsschnitt.
Figur 2 zeigt eine Ansicht von oben auf die Riemchenanordnung des Streckwerks nach Figur 1.
Figur 3 zeigt eine Ansicht von oben auf das Seitenführungselement für das Unterriemchen des Streckwerks nach Figur 1.
Figur 4 zeigt einen Längsschnitt durch den Ausgangsteil eines weiteren Streckwerks.
Figur 5 zeigt eine Ansicht von oben auf das Seitenführungselement für das Unterriemchen des Streckwerks nach Figur 4.
Figur 6 zeigt einen Schnitt durch den Ausgangsteil eines dritten Streckwerks.
Figur 7 zeigt eine Ansicht von oben auf das Unterriemchen des Streckwerks nach Figur 6.
Figur 8 zeigt eine perspektivische Ansicht des Seitenführungselements für das Unterriemchen des Streckwerks nach Figur 6.
Figur 9 zeigt eine Ansicht von oben auf die das Unterriemchen tragende Unterwalze des Streckwerks nach Figur 6.
Bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Figuren 1 bis 3 besitzt das Streckwerk, vom Streckwerksgang her gesehen, eine erste Unterwalze 2 und eine zweite Unterwalze 3. Die Welle 4 der Unterwalze 2 und die Unterwalze 3 sind in einem strichpunktiert dargestellten Maschinengestell 5 gelagert. Die Unterwalzen 2 und 3 wirken mit Oberwalzen 6 und 7 zusammen. Ein strichpunktiert dargestellter Belastungsträger 8 trägt die beiden Oberwalzen. Ein endloses Oberriemchen 9 ist um die Oberwalze 7, ein endloses Unterriemchen 10 um die Unterwalze 3 geschlungen. Das Oberriemchen 9 wird durch einen Oberriemchenkäfig 11 geführt. Der Oberriemchenkäfig 11 umgreift mit zwei Haltearmen 12 die Oberwalze 7. Die Haltearme liegen auf der Welle 13 der Oberwalze 7 auf. Der Oberriemchenkäfig 11 besitzt zei Lappen 14, die links und rechts des Oberriemchens 9 dessen Seitenführung übernehmen.
Das Unterriemchen 10 umschlingt nicht nur die Unterwalze 3, sondern auch eine durchgehende, ortsfeste Wendeschiene 15. Oberhalb der Wendeschiene 15 befindet sich ein Seitenführungselement 16 für das Unterriemchen 10. Das Seitenführungselement 16 besteht aus zwei durch einen Steg 17 miteinander verbundenen Seitenwänden 18,19. Die Seitenwände 18,19 sind so angeordnet und ausgebildet, dass sie sich an bestimmten Stellen gegen die Kanten 20 und 21 des
Unterriemchens 10, an anderen Stellen gegen die Flanken 22 und 23 der Oberwalze 7 abstützen. Die Flanken 22,23 dienen hier als raumfeste Anschläge für die Seitenwände 18,19 des Seitenführungselements 16. Zwecks Verdrehungsschutz übergreifen beziehungsweise überragen die Seitenwände 18,19 das Oberriemchen 9 und das Unterriemchen 10 soweit, dass die unteren Stirnseiten 24 der Seitenwände 18,19 von oben her an der Wendeschiene 12 anliegen. Wülste 16A und 16B der Seitenwände liegen links und rechts neben einem Wulst 15 A der Wendeschiene 15, so dass das Seitenführungselement 16 gegen Querverschiebung gesichert ist.
Das ganze Seitenführungselement 16 ist einteilig ausgebildet und aus formstabilem, elastischem Kunststoff im Spritz-giessverfahren hergestellt. Das Seitenführungselement 16 bildet einen Haltekörper für das Unterriemchen 10, der durch die Schlange der Oberriemchens 9 hindurchgesteckt ist.
Im Streckwerk 25 des zweiten Ausführungsbeispiels mit Unterwalze 3' und Welle 26 hat das Seitenführungselement 16' eine etwas andere Form. Auch hier sind die Seitenwände 18', 19' und der Steg 17' des Seitenführungselements zu einem Haltekörper 16' vereinigt, der durch die Schlinge des Oberriemchens 9 hindurchgesteckt ist. Die Seitenwände 18', 19' übergreifen beziehungsweise überragen von oben her die Kanten des Oberriemchens 9 und des Unterriemchens 10 soweit, das ihre Stirnseiten 24' von oben her an der Wendeschiene 15 anliegen. Von unten her übergreifen beziehungsweise überragen die Seitenwände 18', 19' den Oberriemenkäfig 11. Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel nach Figur 1 halten bei diesem Ausführungsbeispiel nach Figur 4 die Seitenwände 18', 19' von dem Umfang der Oberwalze 7 einen kleinen Abstand ein.
Beim dritten Ausführungsbeispiel nach Figuren 6 bis 9 ist das Streckwerk 27 im wesentlichen so ausgebildet wie das Streckwerk 1 des ersten Ausführungsbeispiels nach Figur 1, jedoch hat die Lauffläche der Unterwalze 3" einen geringfügig grösseren Durchmesser als ihre Welle 28. Das Seitenführungselement 29 ist bei diesem Ausführungsbeispiel abweichend von den vohergehenden Ausführungsbeispielen gestaltet und angeordnet. Seine Seitenwände 30, 31 sind als ausgeschnittene Ringe ausgebildet, die mit einem Steg 32 zu einem Haltekörper vereinigt sind. Der Steg 32 ist vor der Rückseite der Unterwalze 3" englanggeführt. Figur 6 zeigt, dass ein Teil der Wendeschiene 15' in die Ringausschnitte hineinragt. Die Ringe 30,31 übergreifen beziehungsweise überragen die Flanken 33 und 34 der Lauffläche der Unterwalze 3" und zugleich die Kanten 20,21 des Unterriemchens 10. Durch die Anlage der Ringe 30 und 31 an den Flanken 33 und 34 der Lauffläche der Unterwalze 3" sind die Seitenführungselemente 29 gegen seitliches Verschieben gesichert. Indem sie die Unterriemchen 10 überragen, führen sie diese zwischen ihren Ringen 30 und 31 und verhindern ihr seitliches Abwandern.
Falls Ausführungen von Unterwalzen 3" keine erhöhten Laufflächen mit Flanken 33 und 34 aufweisen, an denen sich die Seitenführungselemente 29 abstützen könnten, sind deren Ringe 30 und 31 so hoch ausgeführt, dass sie in den Bereich der Oberwalzen 7 ragen und sich an deren Flanken abstützen, wie dies in Figur 6 gezeigt ist.
Auch das Seitenführungselement 29 ist im Spritzgussverfahren aus formstabilem, elastischem Kunststoff in einem Stück hergestellt. Seine Seitenwände beziehungsweise Ringe sind soweit ausgeschnitten, dass sie federnd nachgebend über die Welle 28 geklipst werden können. Die Montage und Demontage des Seitenführungselements 29 ist daher besonders einfach.
Die Erfindung soll nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt sein.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (13)
1. Streckwerk einer Spinnmaschine mit einem eine ortsfeste Wendeschiene und eine Unterwalze umschlingenden Unterriemchen und mit einem eine Oberwalze umschlingenden Oberriemchen, wobei jedes Unterriemchen eine Seitenführung aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Seitenführungselement (16,16', 29) eines Unterriemchens (10) aus zwei durch mindestens einen ausserhalb der Schlinge des Unterriemchens angeordneten Steg miteinander verbundenen Seitenwänden (18,19; 18', 19'; 30,31) besteht, die so angeordnet und ausgebildet sind, dass sie sich an bestimmten Stellen gegen die Kanten (20,21) des Unterriemchens (10), an anderen Stellen gegen raumfeste Anschläge (22,23 ; 11 ; 33 ; 34) abstützen und an weiteren Stellen zwecks Verdrehungsschutz an der Wendeschiene (15,15') anliegen.
2. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge durch die Flanken (22, 23) einer Oberwalze (7) gebildet sind.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge durch die Flanken (33,34) der Lauffläche der Unterwalze (3") gebildet sind.
4. Streckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge durch die Seitenteile eines Unterriemchenkäfigs (11) gebildet sind.
5. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (18,19; 18', 19') und der Steg (17,17') zu einem Haltekörper (16,16') vereinigt sind, der durch die Schlinge des Oberriemchens (9) hindurchgesteckt ist.
6. Streckwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (18,19) von oben her die Kanten des Oberriemchens (9) und des Unterriemchens (10) übergreifen beziehungsweise überragen, von unten und/oder von der Seite her die Flanke (22,23) der Oberwalze (7) übergreifen beziehungsweise überragen und mit ihrer unteren Stirnseite (24) von oben her an der Wendeschiene (15) anliegen.
7. Streckwerk nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (18', 19') von oben her die Kanten des Oberriemchens (9) und des Unterriemchens (10) übergreifen beziehungsweise überragen, von unten her einen Oberriemchenkäfig (11) übergreifen beziehungsweise überragen und mit ihren unteren Stirnseiten (24') von oben her an der Wendeschiene (15) anliegen.
8. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (30,31) als ausgeschnittene Ringe ausgebildet und mit mindestens einem Steg (32) zu einem Haltekörper (29) vereinigt sind.
9. Streckwerk nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (32) vor der Rückseite der Unterwalze (3") entlanggeführt ist.
10. Streckwerk nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Wendeschiene (15') in die Ringausschnitte hineinragt.
11. Streckwerk nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (30,31) die Flanken (33, 34) der Lauffläche der Unterwalze (3") und zugleich die Kanten (20, 21) des Unterriemchens (10) übergreifen beziehungsweise überragen.
12. Streckwerk nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe (30, 31) die Kanten des Unterriemchens (10) und des Oberriemchens (9) sowie die Flanken der Oberwalze (7) übergreifen beziehungsweise überragen.
13. Streckwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenführungselement (16, 16', 29) aus formstabilem, elastischem Kunststoff besteht.
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