CH667101A5 - Dispersionsfarbstoff-mischungen. - Google Patents

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CH667101A5
CH667101A5 CH374586A CH374586A CH667101A5 CH 667101 A5 CH667101 A5 CH 667101A5 CH 374586 A CH374586 A CH 374586A CH 374586 A CH374586 A CH 374586A CH 667101 A5 CH667101 A5 CH 667101A5
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dye
azo
anthraquinone
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CH374586A
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Erhard Schuffenhauer
Horst Dr Brandt
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Bayer Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B67/00Influencing the physical, e.g. the dyeing or printing properties of dyestuffs without chemical reactions, e.g. by treating with solvents grinding or grinding assistants, coating of pigments or dyes; Process features in the making of dyestuff preparations; Dyestuff preparations of a special physical nature, e.g. tablets, films
    • C09B67/0033Blends of pigments; Mixtured crystals; Solid solutions
    • C09B67/0041Blends of pigments; Mixtured crystals; Solid solutions mixtures containing one azo dye
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/16General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using dispersed, e.g. acetate, dyestuffs

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Description

BESCHREIBUNG
Das Nachwaschen bzw. Nachreinigen von gefärbten Poly-ester/Cellulosefaser-Mischtextilien bereitet insofern Schwierigkeiten, als der Anteil des Disperionsfarbstoffes, der für das Färben der Polyesterfaser bestimmt ist, im sogenannten Ther-mosolverfahren nicht vollständig auf die Polyesterfaser übergeht, sondern auf und in der Cellulosefaser verbleibt. Dispersionsfarbstoffe ergeben jedoch zumeist auf Grund ungenügender Affinität zur Cellulosefaser geringe Nass- und Lichtechtheiten. Dies hat zur Folge, dass bei nachfolgenden Waschprozessen, z. B. Haushaltswäschen der Verbrauchers, immer wieder Dispersionsfarbstoff in die Waschflotte ausblutet und z.B. Polyamidfasern anfärbt. In besonderem Masse stellt sich jedoch dem Färber das Problem, wenn die Polyesterfaser gefärbt werden soll, die Cellulosefaser jedoch ungefärbt - weiss - bleiben soll.
Zur Entfernung dieser dann auftretenden Cellulosefaser-anschmutzung sind oxydative und reduktive, insbesondere alkalisch reduktive Waschbäder (sog. blinde Küpen) oder deren Kombinationen in der Praxis im Einsatz. Gerade aber bei solchen Küpenbehandlungen können im Kontinue-Verfahren Abbauprodukte der Dispersionsfarbstoffe entstehen, die in den meisten Fällen die Cellulosefaser deutlich anschmutzen.
Es wurde nun gefunden, dass man diese Nachteile - insbesondere die Anschmutzung der Cellulosefaser - vermeiden kann, wenn man zum Färben oder Drucken der genannten
Mischfasern im Thermosol- oder HT-Dampfverfahren bestimmte Gemische von Dispersionsfarbstoffen verwendet.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind somit Mit-schungen von nuancengleichen Dispersionsfarbstoffen der Azo- und Anthrachinonreihe, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Gewichtsanteil der Azokomponente 90,0 bis 99,5% und der der Anthrachinonkomponente 0,5 bis 10% beträgt und der Farbtonabstand zwischen der Azo- und Anthrachinonkomponente, ausgedrückt durch den Bunttonwinkel hab gemäss DIN 5033/Teil 3, im Bereich —10° < hah < +10° liegt.
Die mit den erfindungsgemässen Farbstoffmischungen erzielbaren anwendungstechnischen Effekte sind aus folgenden Gründen als überraschend zu bezeichnen.
Anthrachinon-Dispersionsfarbstoffe schmutzen, in höheren Konzentrationen eingesetzt, die Cellulosefaser des Polyestermischartikels verstärkt an, und zwar gehen diese Farbstoffe bei Behandlung mit «blinder Küpe» (z. B. Natriumdi-thionit und Natronlauge) in die lösliche Küpenform über und dringen tief in die Cellulosefaser ein und färben die Cellulosefaser an. Da sie jedoch niedrig molekular sind, sind auch die resultierenden Echtheiten schlecht, das heisst mit den Echtheiten von den höher molekularen Küpenfarbstoffen nicht zu vergleichen.
Azo-Dispersionsfarbstoffe schmutzen ebenfalls die Cellu-losefaseranteile des Polyestermischartikels an. Bei Behandlung mit «blinder Küpe» zur Zerstörung dieses Anteils verbleiben oftmals höheraffine, farbige Abbauprodukte auf der Cellulosefaser zurück, die sich ebenso wie die Anthrachinon-farbstoffe erst nach längeren Waschprozessen von der Cellulosefaser entfernen lassen.
Geeignete Farbstoffe zur Herstellung der erfindungsgemässen Mischungen sind handelsübliche Dispersionsfarbstoffe der Azo- bzw. Anthrachinonreihe, sofern sie die geforderte Nuancenkonformität erfüllen. Beispiele hierfür werden weiter hinten geliefert.
Bevorzugte Mischungsverhältnisse sind:
98 bis 95 Teile Azo- zu 2 bis 5 Teilen Anthrachinonfarb-stoff (Teile = Gewichtsteile); Bezugnahme: Reinfarbstoff.
Diese Mischungen können in der Klotzflotte oder der Druckpaste angesetzt werden. Bevorzugt werden solche Mischungen gleich vom Hersteller durch gemeinsame oder getrennte Formierung hergestellt, wobei die beiden Farbstoffkomponenten Einzelfarbstoffe oder Farbstoffmischungen der jeweiligen Farbstoffklasse - also Azo- oder Anthrachinontyp - sein können. Besonders bevorzugt sind Mischungen mit einem Bunttonwinkel von - 6° < hab < + 6° in einem Mischungsverhältnis von 98 bis 95 Teilen Azo- zu 2 bis 5 Teilen Anthrachinonfarbstoff bezogen auf Reinfarbstoff (Teile = Gewichtsteile).
Mischungen aus Azo- und Anthrachinon-Dispersionsfarb-stoffen sind im allgemeinen bekannt und vielfach im Handel. Jedoch weisen diese Mischungen normalerweise ein Mischungsverhältnis von 50:50, ausnahmsweise auch etwa 80:20 auf. In erster Linie wird mit solchen Mischungen der Zweck verfolgt, neue Modenuancen einzustellen, wie der Markt sie gerade verlangt.
Die vorliegende Erfindung betrifft aber gerade Mischungen von Einzelkomponenten, deren Nuancen von den hergestellten Nuancen nicht oder nur wenig voneinander abweichen, und zwar in Mengen und Mischungsverhältnissen, wie sie bisher nicht gebräuchlich gewesen sind.
Bekannt sind auch Nuancierungen von Synthesepartien. Dabei werden in der Regel Farbkomponenten mit konträren Nuancen verwendet. So z.B. werden zu einem Azoblau ein Azogelb oder ein Azorot beigemengt, um Nuancenkonformität des Blau-Farbstoffes mit dem Stamm-Muster oder Typ zu erzielen.
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Bei einem Azo-Gelb-Handelsfarbstoff oder Rot-Handels-farbstoff wird ähnlich verfahren, indem man durch Zugabe konträrer Farbstoffe Nuancenkonformität erzielt. In seltenen Fällen wird ein Azo-Handelsfarbstoff auch einmal mit einem Anthrachinon - jedoch konträren Farbtons - nuanciert, nicht jedoch mit einem Farbstoff gleicher Nuance, was zur Nuanceneinstellung auch völlig widersinnig wäre.
Beispiel 1
97 g des Farbstoffs der Formel cn
°2N^-N=N^-y-N ( C2H5 ) 2
cn nh-co-ch3
werden mit 3 g des Farbstoffs der Formel (ESL) oh 0 nh2
r = "40 % h "60 % cho nh2 0
gemischt und in Gegenwart von 50 g eines Ligninsulfonats als Dispergiermittel und 300 g Wasser in einer Perlmühle gemeinsam vermählen.
20 g der erhaltenen Suspension werden zu 1000 ml mit Wasser aufgefüllt. Ein Jacquard-Poyester-Baumwollgemisch-gewebe 50/50 welches nach dem Färben eine Musterung ergeben soll, wobei die Baumwolle rein weiss bleiben soll, wird mit dieser Suspension imprägniert und durch Walzen (Foulard) auf eine Flottenaufnahme von 80% abgequetscht.
60 s bei 90 °C getrocknet und anschliessend 60 s bei 210 °C thermosoliert. Anschliessend wird das Gewebe gewaschen.
1. Bad 20 s kaltes Wasser
2. Bad 20 s heisses Wasser von 70 0 C
3. Bad 20 s Küpe von 60 °C mit 4 g/1 Na2S204 und 8 ml NaOH 38° Bé
4. Bad wie 2. Bad
5. Bad wie 1.
Nach dem Trocknen wird ein gemustertes Textilgewebe erhalten, dessen Polyesteranteil tiefblau gefärbt ist, dessen Baumwollanteil rein weiss erscheint.
Vergleisbeispiele a) Werden 100 g des Azofarbstoffes allein eingesetzt ohne die Komponente des Anthrachinonfarbstoffes, so erscheint der Baumwollanteil deutlich rosarot gefärbt.
b) Werden 80 g Azofarbstoff 20 g des Anthrachinonfarbstoffes zugesetzt, so wird eine blau gefärbte Baumwolle erhalten. Beispiel 2 bis 5.
Anstelle des im Beispiel 1 verwendeten Azofarbstoffes können auch Azofarbstoffe folgender Konstitution verwendet werden:
Beispiel 2
cn O
Beispiel 3
<c2h5 *2
n02 nh-co-ch3
cn
-n=n—ç ?—nxc3h7 ) 2 cn nh-co-ch3
Beispiel 4
cn
5 \— y cn ch3
15 Beispiel 5
cn
N—'V—(w=N~<yZ3~N(R)
cn nh-co-ch3
r = 70 % (c2h5)2 30 % (c3h7)2
Beispiel 6
Anstelle des in den Beispielen 1 bis 5 verwendeten Anthrachinon-Dispersionsfarbstoffes können auch Farbstoffe 25 folgender Konstitution verwendet werden:
0 nh2
K3
Beispiel 7
35
0 nh;
nho 0 oh oh o nh2
Beispiel 8
nh r = 1/3 ch-
,n-c3h6or
1/3 c2h5 1/3 ch(ch3)2
50
Beispiel 9
95 Teile des Farbstoffs der Formel
, <pk:2H5
nh-co-ch3 c2h4co-ch3
cn werden mit 5 Teilen des Farbstoffs der Formel
65
vermischt.
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Beispiel 10
98 Teile des Farbstoffs der Formel
CN
werden mit 2,5 Teilen des Farbstoffs der Formel nh2 0 nh2
^ r = 70 % <c2h5)2
-n=n-c y—nr 30 % (c3h7)2 5
cn nh-s02-ch3
werden mit 2 Teilen des Farbstoffs der Formel o
II
/c-ch2-ch2
oh 0 oh io vermischt.
0 nh
\
Beispiel 12
94 Teile des Farbstoffs der Formel ch2-ch2-ch2 15
O OH
vermischt.
Beispiel 11
97,5 Teile des Farbstoffs der Formel
20
l=N Ç N-<C2H40-C0-0CH3)2
Br NH-CO-CH3
werden mit 6 Teilen des Farbstoffs der Formel OH O OH
Br och<;
°2N~\ ^>~tt=N—N<C2H40-CQ-CH3) 2
no2 nh-co-ch3
nh2 o nh2
30
vermischt.
G

Claims (4)

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1. Mischungen von nuancengleichen Dispersionsfarbstoffen der Azo- und Anthrachinonreihe, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil der Azokomponente 90,0 bis 99,5% und der der Anthrachinonkomponente 0,5 bis 10% bezogen auf Reinfarbstoff beträgt und der Farb0,5 bis 10% bezogen auf Reinfarbstoff beträgt und der Farbtonabstand zwischen der Azo- und Anthrachinonkomponente, ausgedrückt durch den Bunttonwinkel hab gemäss DIN 5033/Teil 3, im Bereich - 10° < hab < 10° liegt.
2. Farbstoffmischungen gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bunttonwinkel — 6° < hab < +6° beträgt.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Farbstoffmischungen gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsanteil der Azokomponente 95 bis 98% und der Anthrachinonkomponente 2 bis 5% beträgt.
4. Farbstoffmischungen gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Azokomponente der Farbstoff der Formel cn
°2N"^ZS~N=N^I3~N(C2H5)2
f nh-co-ch3
wobei R = CN oder N02
und die Anthrachinonkomponente der Farbstoff der Formel nh oh oh ist.
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