CH667326A5 - Kugelfoermiger sicherungsrotor eines drallgeschosszuenders. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft einen kugelförmigen Sicherungsrotor eines Drallgeschosszünders mit einer Ausnehmung an der Kugeloberfläche zur Arretierung des Rotors in Sicherstellung, mit einer axial durchgehenden Zündmittel-Aufnahmekammer mit zwei gegenüberliegenden Öffnungen und einem ersten Ausschnitt der Kugeloberfläche neben der ersten Öffnung.
Ein derartiger Sicherungsrotor ist in der DE-OS 3 224 749 beschrieben. Der dort gezeigte Ausschnitt vermindert die Masse des Rotors nur wenig. Ausserdem ist der Ausschnitt so am Rotor angeordnet, dass die an ihn angrenzende Abdeckflächenzone der Kugeloberfläche in der Sicherstellung des Rotors eine Durchzündöffnung nur teilweise abdeckt, was die Detonatorsicherheit beeinträchtigt.
Es wurde gefunden, dass infolge unvermeidlicher Toleranzen der Schwerpunkt des Rotors meist aussermittig liegt. Bei der Rotation des Geschosses läuft der Rotor dann unrund im Zünder. Dies hat zur Folge, dass unterschiedliche Reibungskräfte zwischen dem Rotor und der ihn aufnehmenden Lagerschale des Zünders auftreten. Grössere Reibungskräfte wirken dem bei Rotation auftretenden Aufstellmoment des Rotors entgegen, durch das der Rotor von der Sicherstellung in die Zündstellung gedreht werden soll. Unter ungünstigen Bedingungen kann dies dazu führen, dass sich der Rotor nicht aufstellt.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Rotor der eingangs genannten Art vorzuschlagen, bei dem das Aufstellen von der Sicherstellung in die Zündstellung erleichtert ist.
Erfindungsgemäss ist obige Aufgabe bei einem Rotor der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass auch wenigstens neben der zweiten Öffnung ein zweiter Ausschnitt der Kugeloberfläche zur Verringerung der Masse des Rotors vorgesehen ist. Durch die Masseverringerung des Rotors sind die zwischen dem Rotor und seinem Lager auftretenden Reibungskräfte bei einem unrunden Lauf verringert. Diese wirken dementsprechend wenig dem Aufstellmoment des Rotors entgegen, so dass sich dieser sicher aufstellen kann.
Durch die Verteilung der masseverringernden Ausschnitte an dem Rotor lässt sich eine günstige Verteilung der der Lagerung dienenden Kugeloberflächenzonen erreichen. Die Ausschnitte lassen sich so anordnen, dass die Sicherungsfunktionen des Rotors nicht beeinträchtigt werden.
In einer Ausgestaltung der Erfindung laufen beide Ausschnitte um die Öffnungen um, wobei der eine Ausschnitt zwischen der einen Öffnung und der Ausnehmung und der andere Ausschnitt zwischen der anderen Öffnung und einer Abdeckflächenzone der Kugeloberfläche verläuft, die der Ausnehmung diagonal gegenüberliegt. Die Abdeckflächenzone verdeckt in der Sicherstellung des Rotors eine Durchzündöffnung des Zünders. Die umlaufenden Ausschnitte sind einfach herstellbar und bringen eine erhebliche Reduzierung der Masse des Rotors mit sich. Sie beeinträchtigen weder die Funktion der Ausnehmung noch die der Abdeckfläche. Zur weiteren Massereduzierung sind die beiden Ausschnitte vorzugsweise kanalförmig in Richtung der Achse der Aufnahmekammer vertieft. Verjüngt sich die Ausnehmung kegelförmig, dann ist vorzugsweise der Querschnitt des ihr naheliegenden Ausschnittes hieran angepasst, indem er spitz zuläuft und eine zur Achse der Aufnahmekammer parallele und eine zur kegelförmigen Ausnehmung etwa parallele Seitenwandfläche aufweist. Um den an die Abdeckflächenzone angrenzenden Ausschnitt möglichst gross zu machen, ist er im Querschnitt U-förmig ausgebildet.
Dadurch, dass die Ausschnitte nahe bei der Aufnahmekammer bzw. deren Öffnung liegen, sind zur Masseverringerung nicht solche aussenliegende Bereiche ausgeschnitten, die dessen Drehmoment stark beeinflussen. Insofern weist der Rotor bei verringerter Masse ein relativ hohes Drehmoment bei der Rotation auf.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung erstrecken sich die Ausschnitte nur über einen Teil des Umfangs des Rotors und die Ausschnitte liegen sich bezogen auf die Achse der Aufnahmekammer gegenüber. Dadurch ist ausser der Masseverringerung erreicht, dass sich der Rotor bei Rotation in einer Ebene gerichtet aufstellt, also wenig kreiselt.
Es können nicht nur zwei der letztgenannten Ausschnitte, sondern auch vier oder sechs solcher Ausschnitte vorgesehen sein. Diese sind dann symmetrisch zur Achse der Aufnahmekammer angeordnet.
Der beschriebene Rotor stellt sich nach seiner Freigabe schnell von der Sicherstellung in die Zündstellung. Dadurch ist gewährleistet, dass Anstichzündmittel, die auf einen schrägen Anstich unerwünscht reagieren, richtig angestochen werden. Im Bedarfsfalle kann der Rotor in seiner Zundstellung arretiert
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus.der folgenden Beschreibung und den Unteransprüchen. In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 einen Sicherungsrotor eines Drallgeschosszünders im Schnitt,
Figur 2 eine Aufsicht des Rotors der Figur 1,
Figur 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sicherungsrotors und
Figur 4 eine Aufsicht des Rotors der Figur 3.
Der kugelförmige Sicherungsrotor weist eine axial durchgehende, im wesentlichen zylindrische Aufnahmekammer 1 auf, die zur Aufnahme eines Zündmittels bestimmt ist. Die Aufnah-mekammer 1 weist zwei Öffnungen 2 und 3 auf. Ihre Achse 4 verläuft durch diese Öffnungen.
An der Kugeloberfläche ist eine konisch zulaufende Ausnehmung 5 ausgebildet. Die Ausnehmung 5 dient der Arretierung des Rotors in Sicherstellung. Sie ist gegen die Achse 4 versetzt. Diagonal gegenüber der Ausnehmung 5 besteht an der Kugel-oberfläche eine Abdeckflächenzone 6. Diese deckt eine Durchzündöffnung des Zünders ab, wenn der Rotor in Sicherstellung steht. An der Kugeloberfläche sind weitere Ausnehmungen 7 vorgesehen.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 sind zwei ringkanal-förmige Ausschnitte 8 und 9 vorgesehen, die konzentrisch zur Achse 4 verlaufen. Die Ausschnitte 8 und 9 sind in Richtung der Achse 4 vertieft. Sie sind so ausgebildet, dass eine Seitenwandfläche 10 bzw. 11 parallel zur Achse 4 verläuft, wobei zwischen den Ausschnitten 8 und 9 und der Aufnahmekammer 1 eine noch ausreichend dicke Wand 12 besteht. Zwischen den
Öffnungen 2, 3 und den Ausschnitten 8, 9, sowie den Ausnehmungen 5, 7 bestehen Lagerflächenzonen 13, auf denen der Rotor in einer entsprechenden Lagerschale des Zünders gleiten kann.
s Der Ausschnitt 8 ist im Querschnitt U-förmig. Seine der Seitenwandfläche 10 gegenüberliegende Seitenwandfläche 14 grenzt an die Abdeckflächenzone 6 an. Der Ausschnitt 9 läuft im Querschnitt spitz zu. Seine Seitenwandfläche 15 verläuft etwa parallel zur Schräge der konischen Ausnehmung 5.
io Das Volumen der beiden Ausschnitte 8 und 9 ist etwa gleich gross. Die Ausschnitte 8 und 9 vermindern die Masse des Rotors, ohne dessen sonstige Funktion zu beeinträchtigen.
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 3 weist der Rotor zwei Ausschnitte 16 und 17 auf. Diese erstrecken sich nur über einen i5 Teil des Umfangs des Rotors (vgl. Figur 4). Ihre beiden Seiten-wandflächen 18 und 19 bzw. 20 und 21 sind eben. Die Ausschnitte 16 und 17 liegen sich bezogen auf die Achse 4 diagonal gegenüber. Die Seitenwandflächen 19 und 21 verlaufen senkrecht zur Achse 4. Sie liegen etwa im Äquator des Rotors. 20 Dem Rotor der Figur 1 entsprechende Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Durch die Ausschnitte 16 und 17 ist erreicht, dass sich der Rotor bei Rotation gerichtet aufstellt. Er dreht sich dabei um eine zur Achse 4 senkrechte Achse.
25 Anstelle der beiden Ausschnitte 16 und 17 können auch sechs solche Ausschnitte vorgesehen sein, die dann symmetrisch um die Achse 4 verteilt angeordnet sind.
Im Rahmen der Erfindung liegen zahlreiche weitere Ausführungsbeispiele. So können beispielsweise beim Ausführungsbei-30 spiel nach Figur 3 Ausschnitte mit der Querschnittsform der Figur 1 verwendet werden.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Kugelförmiger Sicherungsrotor eines Drallgeschosszünders mit einer Ausnehmung an der Kugeloberfläche zur Arretierung des Rotors in Sicherstellung, mit einer axial durchgehenden Zündmittel-Aufnahmekammer mit zwei gegenüberliegenden Öffnungen und mit einem ersten Ausschnitt der Kugeloberfläche neben der ersten Öffnung, dadurch gekennzeichnet, dass auch wenigstens neben der zweiten Öffnung (3) ein zweiter Ausschnitt (9, 17) der Kugeloberfläche zur Verringerung der Masse des Rotors vorgesehen ist.
2. Sicherungsrotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Ausschnitte (8, 9) um die Öffnungen (2, 3) umlaufen, wobei der eine Ausschnitt (9) zwischen der einen Öffnung (3) und der Ausnehmung (5) und der andere Ausschnitt (8) zwischen der anderen Öffnung (2) und einer Abdeckflächenzone (6) der Kugeloberfläche verläuft, die der Ausnehmung (5) diagonal gegenüberliegt.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Sicherungsrotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschnitte (16, 17) sich nur über einen Teil des Umfangs des Rotors erstrecken und sich die Ausschnitte (16, 17) bezogen auf die Achse (4) der Aufnahmekammer (1) gegenüberliegen.
4. Sicherungsrotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Ausschnitt (17) an die der Ausnehmung (5) abgewandte Seite der einen Öffnung (3) angrenzt und der andere Ausschnitt (16) an die der Abdeckflächenzone (6) abgewandte Seite der anderen Öffnung (2) angrenzt.
5. Sicherungsrotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwandflächen (18, 19 bzw. 20, 21) im Querschnitt L-förmig verlaufen.
6. Sicherungsrotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Wandungen (18 bis 21) der Ausschnitte (16, 17) eben sind.
7. Sicherungsrotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Ausschnitte (8, 9) kanalförmig in Richtung der Achse (4) der Aufnahmekammer (1) vertieft sind.
8. Sicherungsrotor nach Anspruch 7, wobei sich die Ausnehmung (5) konisch verjüngt, dadurch gekennzeichnet, dass der der Ausnehmung (5) naheliegende Ausschnitt (9) im Querschnitt spitz zuläuft und eine zur Achse (4) der Aufnahmekammer (1) parallele und eine zur Ausnehmung (5) etwa parallele Seitenwandfläche (15) aufweist.
9. Sicherungsrotor nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der an die Abdeckflächenzone (6) angrenzende Aussschnitt (8) im Querschnitt U-förmig ausgebildet ist.
10. Sicherungsrotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschnitte (8, 9; 16, 17) etwa gleich gross sind.
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