CH668161A5 - Vorrichtung zum automatischen belegen von backblechen oder gaerbrettern mit teigstuecken und stapeln dieser backbleche oder gaerbretter in etagenwagen. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum automatischen Belegen von Backblechen oder Gärbrettern mit Teigstücken und Stapeln dieser Backbleche oder Gärbretter in Etagenwagen und hat den Zweck, die jetzt erforderliche Handarbeit beim Stapeln der mit Teigstücken belegten Bleche in Etagenwagen zu mechanisieren.
Bei den heute in den Bäckereien üblichen Anlagen werden die Gärbretter oder Backbleche zwar automatisch mit Teigstücken belegt, das Einschieben und Herausnehmen der Bleche an der Belegungsvorrichtung sowie das Heben und Einschieben der belegten Bleche in einen Etagenwagen erfolgt jedoch von Hand. Damit ist ein Mann an diesen Arbeitsplatz gebunden.
Es sind Vorrichtungen bekannt, welche mittels Patemo-ster-Kettentransporte und Schieber-Einrichtungen automatisch einen Etagenwagen mit Blechen belegen. Diese Vorrichtungen sind sehr aufwendig und benötigen viel Platz. Zum nachträglichen Anbau an bestehende Anlagen sind sie kaum geeignet.
Aus der AT-PS 215 379 ist eine Vorrichtung bekannt, bei welcher ein zum Erfassen und Transportieren von Backblechen bestimmtes Aufnahmewerkzeug an einem höhenverstellbaren Wagen angeschlossen ist. Diese Vorrichtung dient zum Beschicken von Etagenbacköfen, nachdem die Backbleche von Hand mit Teigstücken belegt sind. Zur automatischen Teigstückbelegung und zum anschliessenden Stapeln der so belegten Backbleche oder Gärbretter in Etagenwagen ist die bekannte Vorrichtung nicht brauchbar. Dies gilt auch für einen aus der FR-PS 1 453 682 bekannten Hubwagen, mit dessen Hilfe ein Etagengestell in einen Backofen transportiert werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist, alle angeführten Nachteile zu vermeiden und das Belegen der Gärbretter oder Backbleche sowie das Heben und Einschieben derselben in einen Etagenwagen durch ein kleines, billiges und raumsparendes Gerät vollautomatisch durchzuführen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Ansicht und
Fig. 2 bis 6 jeweils in Draufsicht verschiedene Stellungen der Vorrichtung gemäss Fig. 1.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist im wesentlichen einen mechanischen Gelenkarm 1 auf, welcher zum Erfassen von Blechen 4 mit Aufnahmewerkzeugen 2, z.B. pneumatisch betätigten Zangen, ausgestattet ist, die im vorliegenden Fall zwei das Blech untergreifende Zinken 2A und mit diesen zusammenwirkende, das Blech übergreifende Zinken 2B besitzen.
Der Gelenkarm 1 besteht aus zwei Hebeln 1 A, 1B, welche übereinander angeordnet mittels eines Elektrogetriebe-motors 8 um senkrechte Achsen 12,13 schwenkbar sind, wobei der zweite Hebel 1B am Ende des ersten Hebels 1A um die Achse 12 schwenkbar gelagert ist. Hierbei wird der zweite Hebel 1B des Gelenkarmes 1 über einen nicht dargestellten Kettentrieb mit dem Übersetzungsverhältnis 2:1 entgegengeschwenkt, wodurch dessen Schwenkwinkel doppelt so gross und entgegengesetzt dem Schwenkwinkel des ersten Hebels ist. Das Aufnahmewerkzeug 2 ist am Ende des zweiten Hebelarmes 1B um eine senkrechte Achse 11 drehbar gelagert und wird durch den erwähnten Kettentrieb in jeder Stellung des Gelenkarmes parallel zu einem Etagenwagen 5 gehalten, in welchen die Bleche 4 auf in Höhenabständen angeordnete Tragarme 14 aufgesetzt werden. Der Gelenkarm 1 ist an einem lotrecht geführten Wagen 3 befestigt, welcher mittels seitlicher Rollen 15,16 in Führungen 17,18 fahrbar ist, welche in einen Rahmen 9 eingeschlossen sind, der mit einer nicht dargestellten Schutzverschalung um eine lotrechte Achse 19 an einem Träger 20 in der Richtung des Pfeiles A verschwenkbar ist. Die lotrechte Bewegung des Wagens 3 erfolgt in der hier gezeichneten Ausführung durch einen elektromotorischen Hubzug 10. Ebenso kann diese Bewegung durch einen pneumatischen oder hydraulischen Antrieb erfolgen.
Zur Belegung der Bleche 4 mit Teigstücken 7 dient eine Belegungsvorrichtung 6, welche, wie Fig. 1 zeigt, ein endlos umlaufendes Band 25 besitzt, das in der Richtung der Pfeile B bewegt wird und über Umlenkwalzen 21,22,23 und 24 geführt ist, von welchen die Umlenkwalzen 22 und 23 in der Richtung der Pfeile C und D gegenläufig verstellt werden können, so dass für den Fall der Verstellung der Umlenkwalzen 22 in der Richtung des Pfeiles C und der Umlenkwalze 23 in der Richtung des Pfeiles D die Teigstücke 7 vom Band 25 auf das darunter befindliche strichpunktiert angedeutete Blech 4' fallen und dieses mit Teigstücken belegen.
Die beschriebene Vorrichtung ist durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Gelenkarmes 1 und seinen Antriebsmechanismus in der Lage, das Blech in allen drei Dimensionen zu bewegen.
Der Bewegungsablauf erfolgt in folgender Weise:
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1. Der Wagen 3 fährt lotrecht bis er jene Stellung erreicht, aus der der Gelenkarm 1 mit seinem Aufnahmewerkzeug 2 ein im Etagenwagen 5 befindliches Blech 4 erfassen kann.
2. Hierauf schwenkt der Gelenkarm 1 in seine in den Fig. 1 und 2 dargestellte Lage vor, wobei sich das Aufnahmewerkzeug 2 (z.B. die Zange) durch die Steuerung der beiden Hebel 1 A, 1B auf einer geraden, durch den Pfeil Y angedeuteten waagrechten Linie bewegt. Dadurch ist es möglich, das Blech 4 richtig aus dem Etagenwagen 5 zu ziehen und nachdem es beladen wurde, in diesen wieder einzuschieben.
3. Nachdem der Gelenkarm in die nach Pkt. 2 geschilderte Lage ausgeschwenkt wurde, erfasst das Aufnahmewerkzeug 2 das Backblech 4.
4. Sodann fährt der Wagen 3 senkrecht ein kleines Stück hoch, so dass das Blech 4 nicht mehr auf den Führungen 14 des Etagenwagens 5 aufliegt, wie in Fig. 1 bei der Führung 14' dargestellt ist.
5. Hierauf schwingt der Gelenkarm 1 in der Richtung des Pfeiles E (Fig. 2) in die in Fig. 3 dargestellte Lage zurück, in welcher die Hebel 1A, 1B übereinander zu liegen kommen, wodurch das Blech 4 aus dem Etagenwagen 5 gezogen wird.
6. Sodann fährt der Wagen 3 lotrecht, bis er sich in jener Höhe befindet, in der die Belegung des Bleches 4 in der Belegungsvorrichtung 6 erfolgt. Gleichzeitig schwingt der Gelenkarm 1 in der Richtung des Pfeiles F um 90 Grad in die in Fig. 4 dargestellte Lage zurück, wobei der zweite Hebel 1B des Gelenkarmes 1 sich unter dem ersten Hebel 1A befindet. In eingeschwenkter Stellung beschreiben beide Hebel des Gelenkarmes eine 90-Grad Schwenkung. Dadurch wird die nachfolgend beschriebene zweite Bewegung entlang einer um
90 Grad versetzten zweiten geraden Linie möglich. Die Lage des Aufnahmewerkzeuges 2 und des Bleches 4 verändert sich dabei nur in senkrechter, nicht waagrechter Richtung.
7. Aus der in Fig. 4 dargestellten Lage schwingt der Gelenkarm 1 in der Richtung des Pfeiles G in die in Fig. 5 dargestellte Lage vor, wobei er das Aufnahmewerkzeug 2 mit dem Blech 4 entlang einer waagrechten, durch Pfeil X angedeuteten geraden Linie bewegt, welche zu der in Pkt. 2 beschriebenen, durch Pfeil Y angedeuteten Linie (Fig. 2) einen rechten Winkel bildet. Diese gerade Linie ergibt sich aus dem Übersetzungsverhältnis und dem Antrieb der beiden Hebel 1A, 1B des Gelenkarmes 1 zusammen mit einer gleichen Hebellänge der beiden Hebel.
8. Das Blech 4 wird in dieser Stellung mittels der automatischen Belegungsvorrichtung 6 belegt. Der Rücktransport des belegten Bleches 4 auf seinen Platz im Etagenwagen 5 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Auf diese Weise wird ein Blech nach dem anderen bis hin zum obersten Blech im Etagenwagen 5 mit Teigstücken 7 belegt.
In der hier gezeichneten Ausführung wird der Gelenkarm 1 mittels eines Elektrogetriebemotors 8 geschwenkt. Der elektromechanische Antrieb des Gelenkarmes 1 kann auch z.B. durch einen hydraulischen oder pneumatischen Antrieb ersetzt werden. Ebenso ist ein Antrieb durch elektronisch gesteuerte Schrittmotore möglich.
Um Platz zu sparen, wenn die Vorrichtung nicht benötigt wird, kann der Rahmen 9 der senkrechten Führung 17,18 des Wagens 3 mit der erforderlichen Schutzverschalung zur Belegungsvorrichtung 6 hin geschwenkt werden, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
- (1) durch einen Kettentrieb, einen Seiltrieb oder dgl. mit einem Übersetzungsverhältnis 2:1 miteinander antriebsweise verbunden sind.1. Vorrichtung zum automatischen Belegen von Backblechen oder Gärbrettern mit Teigstücken und Stapeln dieser Backbleche oder Gärbretter in Etagenwagen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aufnahmewerkzeug (2) zum Erfassen und Transportieren von Backblechen (4) oder Gärbrettern, welches an einem höhenverstellbaren Wagen (3) angeschlossen ist, mit dem Wagen (3) durch einen Gelenkarm (1) verbunden ist, welcher mit mindestens zwei miteinander gelenkig verbundenen, angetriebenen und horizontal verschwenkbaren Hebeln (1 A, 1B) versehen ist und das Aufnahmewerkzeug (2) aus einem Etagenwagen (5) zu einer Belegungsvor-richtung (6) und umgekehrt bringt.
- (2), z.B. pneumatisch, hydraulisch, elektrisch oder dgl. betätigte Zangen, zum Erfassen von Backblechen (4) oder Gärbrettern um eine Achse (11) schwenkbar angebracht ist, während das äussere Ende des anderen Hebels (1A) um eine Achse (13) schwenkbar am Wagen (3) oder einem mit diesem verbundenen Teil angeschlossen ist, so dass der Gelenkarm (1) das Backblech (4) oder Gärbrett parallel zu sich selbst bewegt.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkarm (1) aus zwei Hebeln (1A, 1B) mit gleicher Hebellänge besteht.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hebel (1A, 1B) des Gelenkarmes
- 4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende des einen Hebels (1B) des Gelenkarmes (1) ein Aufnahmewerkzeug
- 5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagen (3) mittels Rollen (15,16) in lotrechten Führungen (17,18) eines Rahmens (9) oder dgl. höhenverstellbar geführt ist, welcher um eine lotrechte Achse (19) schwenkbar an einem Träger (29) oder dgl. gelagert ist.
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