CH668285A5 - Schloss fuer justizvollzugsanstalten. - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft ein Schloss für Justizvollzugsanstalten mit einem durch Zuhaltungen gesicherten Riegel, der durch einen von einer Seite her in das Schloss einführbaren Hauptschlüssel betätigbar ist, und mit einer Falle, die ebenfalls von nur einer Seite her bei zurückgezogenem Riegel mittels einer Drückernuss zurückziehbar ist.
Schlösser für Justizvollzugsanstalten der voranstehend beschriebenen Art sind zur Verwendung in Durchgangstüren bekannt. Während beispielsweise nachts die Durchgangstür durch den Riegel verschlossen ist, kann der Justizvollzugsbeamte tagsüber mit seinem Hauptschlüssel den Riegel zurückziehen, so dass die Tür nur noch durch die Falle verschlossen gehalten wird. Mit Hilfe eines Türdrückers, der über die Drückernuss auf die Falle einwirkt, kann die Durchgangstür von der einen Seite her geöffnet werden, so dass das aufwendigere Auf- und Zuschliessenmit Hilfe des Hauptschlüssels entfällt. Der Türdrücker ist auf der Aussenseite der Durchgangstür angeordnet, so dass die Insassen die Tür trotz zurückgezogenem Riegel von der Innenseite her nicht öffnen können.
Ausgehend von einem Schloss der als bekannt vorausgesetzten Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein derartiges Schloss zum Einsatz als Zellenschloss derart weiterzubilden, dass der Insasse der Zelle während bestimmter Zeiten die Zellentür von innen und aussen öffnen kann, ohne dass es unberechtigten Dritten möglich ist, das Schloss zu betätigen.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der in die Drückernuss eingesetzte Türdrücker auf der dem Schlüsselloch gegenüberliegenden Seite des Schlosses angeordnet ist, dass die Falle ausserdem durch einen Zusatzriegel eines durch Zusatzzuhaltungen gesicherten Schliesswerkes bei zurückgezogenem Hauptriegel mittels eines von der dem Türdrücker gegenüberliegenden Seite her einführbaren Zusatzschlüssels zurückziehbar ist und dass die Falle wiederum bei zurückgezogenem Riegel schliesslich durch einen in das Hauptschliesswerk einführbaren Schlüssel ohne Riegelstufe über die Zuhaltungen des Hauptschliesswerkes zurückziehbar ist, die über einen gesicherten Wechsel mit der Falle verbunden sind.
Durch diese erfindungsgemässe Weiterbildung des bekannten Schlosses ist es dem Insassen der Zelle möglich, bei durch den Hauptschlüssel und damit durch eine berechtigte Person zurückgezogenem Riegel die Falle durch einen Türdrücker zurückzuziehen, der auf der dem Schlüsselloch gegenüberliegenden Seite des Schlosses, d.h. auf der Innenseite der Tür angeordnet ist. Der Insasse kann somit zu bestimmten Zeiten, vorzugsweise tagsüber, jederzeit von innen her die Zellentür öffnen. Damit er nach dem Verlassen der Zelle die Zellentür wieder von aussen öffnen kann, erhält er einen Schlüssel für ein zusätzliches Schliesswerk, das bei zurückgezogenem Hauptriegel über einen Zusatzriegel auf die Falle wirkt. Dieses Schliesswerk ist ebenfalls durch Zuhaltungen gesichert. Der Zusatzschlüssel kann nur auf der Aussenseite der Zellentür, d.h. von der dem Türdrücker gegenüberliegenden Seite her in das Schloss eingeführt werden. Auf diese Weise ist es unberechtigten Dritten unmöglich, trotz zurückgezogenem Riegel die Falle des Zellenschlosses zurückzuziehen und damit die Zellentür zu öffnen. Schliesslich kann auch der Justizvollzugsbeamte bei zurückgezogenem Riegel die Falle betätigen, und zwar durch einen in das Hauptschliesswerk einführbaren Schlüssel, der hinsichtlich seiner Schliessung dem Hauptschlüssel entspricht, jedoch keine Riegelstufe enthält, so dass dieser Schlüssel zwar auf die Zuhaltungen des Hauptschliesswerkes wirkt, nicht jedoch den Riegel betätigt. Über einen gesicherten Wechsel sind die Zuhaltungen mit der Falle verbunden, so dass sie mit Hilfe des in das Hauptschliesswerk einführbaren Schlüssels über den Wechsel die Falle zurückziehen können, sofern sich der Riegel in der zurückgezogenen Stellung befindet.
Durch das erfindungsgemäss ausgebildete Schloss wird es in Justizvollzugsanstalten möglich, den Insassen innerhalb vorgebbaren Zeiten die Möglichkeit zu geben, ihre Zellentür zu öffnen, ohne dass damit Dritten die Möglichkeit eröffnet wird, unberechtigt in die Zelle zu gelangen. Der Zellenin-
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sasse besitzt zu diesem Zweck einen Schlüssel für das im Zel-lenschloss erfindungsgemäss angeordnete Zusatzschliesswerk. Mit einem dem Hauptschlüssel hinsichtlich der Schliessung entsprechenden, jedoch ohne Riegelstufe ausgebildeten Schlüssel kann auch der Justizvollzugsbeamte jederzeit das Zellenschloss von aussen betätigen.
Da bei der voranstehend beschriebenen Ausbildung des Schlosses die Möglichkeit besteht, dass die Insassen der Justizvollzugsanstalt bei geöffneter Tür das Schloss ausbauen, um durch Manipulationen am Schloss nach dessen Wiedereinbau auch bei ausgeschlossenem Riegel das Schloss von innen öffnen zu können, sollte bei einer erfindungsge-mässen Weiterbildung des Schlosses eine Sicherung gegen einen Ausbau der Schlosses bei geöffneter Tür geschaffen werden.
Um diese Sicherung zu erreichen, kann das Schloss bei zurückgezogenem Riegel gegen unbefugten Ausbau durch ein aus dem Schlossgehäuse seitlich herausragendes Sperrglied gesichert sein, das bei ausgeschlossenem Riegel über das Zusatzschliesswerk zurückziehbar ist.
Diese Weiterbildung des erfindungsgemässen Schlosses stellt sicher, dass das Schloss nur bei ausgeschlossenem Riegel ausgebaut werden kann, wobei ein Ausschliessen des Riegels nur mit Hilfe des Hauptschlüssels möglich ist, der für die Insassen nicht zugänglich ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Zusatzriegel für die Betätigung des Sperrgliedes mit einem Steuerbolzen versehen, der bei einer entgegengesetzt zur Bewegung für die Falle gerichteten Schliessbewegung das Sperrglied betätigt. Zum Zurückziehen des Sperrgliedes wird somit neben dem Hauptschlüssel ein in das Zusatzschliesswerk einführbarer Schlüssel benötigt, der dieses Zusatzschliesswerk jedoch entgegengesetzt zu der zur Betätigung der Falle gerichteten Bewegung betätigt. Bei einer erfindungsgemässen Ausbildung sind zu diesem Zweck die Zusatzzuhaltungen mit für den Schlüssel zur Betätigung der Falle bzw. für den Schlüssel zur Betätigung des Sperrgliedes unterschiedlichen Tourstiftkanälen für denselben auf dem Zusatzriegel angeordneten Tourstift versehen. Bei dieser Ausführungsform ist somit nicht nur das Hauptschliesswerk, sondern auch das Zusatzschliesswerk durch zwei unterschiedliche Schlüssel zu unterschiedlichen Zwecken betätigbar.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Falle unmittelbar im Riegelkopf geführt. Hierdurch wirkt die Falle mit derselben Öffnung des Schliessbleches zusammen und ist ausserdem gegen Manipulationen gesichert.
Weiterhin wird vorgeschlagen, das einen unerlaubten Ausbau des Schlosses verhinderne Sperrglied als verschwenkbaren Hebel auszubilden, wodurch sich eine besonders einfache konstruktive Gestaltung ergibt.
Mit Vorteil kann der Zugang zur Falle über das Schlüsselloch des Haupt- und Zusatzschliesswerkes abgedeckt sein, um ein Zurückziehen der Falle durch unberechtigte Dritte zu verhindern. Bei einer praktischen Ausführung ist der Zugang zur Falle durch einen im Bereich des Schlüsselloches angeordneten Vorsprung an der Schlossdecke und/oder durch eine Sperrleiste zwischen Schlüsselloch und Falle abgedeckt, die auf Führungsbolzen für die Zuhaltungen aufgesetzt ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Schlosses in verschiedenen Schliesszu-ständen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf das Schloss nach Abnehmen der Schlossdecke, wobei sich der Riegelkopf und die Falle in einer aus der Schlossstulp ausgeschlossenen Schliessstellung
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befinden und das Sperrglied in seiner Wirkstellung gehalten ist,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, jedoch mit eingezogenem Sperrglied, so dass ein Ausbau des Schlosses aus der Tür möglich ist,
Fig. 3 eine weitere Draufsicht auf das Schloss gemäss den Figuren 1 und 2, in der der Riegelkopf mittels des Hauptschlüssels in die Schlossstulp zurückgezogen worden ist, die Falle sich jedoch in der ausgeschlossenen Stellung befindet,
Fig. 4 eine den voranstehenden Darstellungen entsprechende Draufsicht, in der sich das Schloss in einer Stellung befindet, in der auch die Falle in die Schlossstulp zurückgezogen worden ist, und
Fig. 5 einen Querschnitt durch das Schloss gemäss der Schnittlinie V-V in Fig. 1.
Das anhand eines Ausführungsbeispieles dargestellte Schloss besitzt ein ebenes Schlossblech 1, an dem eine rechtwinklig abstehende Schlossstulp 2 befestigt ist. Die auf dem Schlossblech 1 angeordneten Teile werden durch eine Schlossdecke 3 abgedeckt, die im Schnitt gemäss Fig. 5 zu erkennen ist, in den Figuren 1 bis 4 der besseren Übersichtlichkeit wegen jedoch weggelassen wurde.
Auf dem Schlossblech 1 ist ein Riegelschaft 4 quer zur Längserstreckung der Schlossstulp 2 verschiebbar gelagert, dessen Riegelkopf 4a durch eine Öffnung der Schlossstulp 2 hindurchragt. Zur Führung des Riegelschaftes 4 ist auf dem Schlossblech 1 ein Riegelführungsstift 5 befestigt, der in eine Ausnehmung des Riegelschaftes 4 eingreift und zusammen mit dem in der Schlossstulp 2 geführten Riegelkopf 4a die Führung des Riegelschaftes 4 bewirkt. Zur Führung des Riegelschaftes 4 werden weiterhin Gewindebüchsen 6 herangezogen, die ebenfalls am Schliessblech 1 angeordnet sind und mit deren Hilfe die Schlossdecke 3 mittels nicht dargestellter Schrauben am Schlossblech 1 befestigt wird. Die Gewindebüchsen 6 dienen hierbei zugleich als Abstandshalter für die Schlossdecke 3.
Auf dem vorderen Teil des Riegelschaftes 4 sind beim Ausführungsbeispiel Sperrzuhaltungen 7 angeordnet, und zwar auf zwei am Riegelschaft 4 befestigten Führungsstiften 8, die in entsprechende Führungsschlitze der Sperrzuhaltungen 7 eingreifen. An der vorderen Kante sind die Sperrzuhaltungen 7 mit Ausnehmungen versehen, durch die die Sperrzuhaltungen 7 bei ausgeschlossenem Riegelkopf 4a auf einem Haltestift 9 festgelegt werden, der auf dem Schlossblech 1 angeordnet ist.
Jede Sperrzuhaltung 7 ist an ihrer hinteren Seite mit einer Quernut versehen, in die jeweils eine Nase einer Hauptzuhal-tung 10 eingreift. Diese Hauptzuhaltungen 10 bilden als Schliesszuhaltungen zusammen mit den Sperrzuhaltungen 7 ein umstellbares Schliesswerk, das durch einen von einer Seite her in das Schloss einführbaren Hauptschlüssel betätigbar ist, der lediglich in Fig. 4 angedeutet wurde. Das Schlüsselloch für diesen Hauptschlüssel befindet sich in der Schlossdecke 3 und ist demgemäss in den Figuren 1 bis 4 nicht zu erkennen. Jede Hauptzuhaltung 10 besitzt zwei Führungsschlitze, mit denen sie jeweils auf einem am Schlossblech 1 befestigten Führungsstift 11 höhenverstellbar geführt ist. Weiterhin weist jede Hauptzuhaltung 10 einen Zuhal-tungskanal für den Angriff des Hauptschlüssels auf. Auch im Riegelschaft 4 ist ein Kanal für den Angriff der Riegelstufe des Hauptschlüssels ausgebildet. In den Figuren 1 bis 4 ist eine Führungsbüchse 12 zur Aufnahme des vorderen Endes des Schlüsselschaftes des Hauptschlüssels zu erkennen.
Im Riegelkopf 4a ist eine Falle 13 verschiebbar geführt, die mit demselben Schliessblech wie der Riegelkopf 4a zusammenwirkt und deren Fallenschaft 13a parallel zum Riegelschaft 4 verschiebbar auf dem Schlossblech 1 geführt ist. Die
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Falle 13 und ihr Fallenschaft 13a werden unabhängig vom Riegelschaft 4 mit demRiegelkopf 4a verschoben, und zwar einmal durch die Nase 14a einer Drückernuss 14, die drehbar zwischen dem Schlossblech 1 und der Schlossdecke 3 gelagert ist. Die Drückernuss 14 besitzt eine Ausnehmung für den Vierkant eines auf der Zeichnung nicht dargestellten Türdrückers, der auf der dem Schlüsselloch für den Hauptschlüssel gegenüberliegenden Seite des Schlosses angeordnet ist, d.h. auf der Seite des Schlossbleches 1. Der Fallenschaft 13a ist durch eine Fallenfeder 15 in Ausschliessrichtung belastet. Auch die Drückernuss 14 steht unter der Kraft einer Drückernussfeder 16, die die Drückernuss nach der Betätigung durch den Türdrücker in ihre Ausgangsstellung zurückführt, die in den Figuren 1 bis 3 dargestellt ist und in der die Drückernuss 14 an einem Anschlagstift 17 des Schlossbleches 1 anliegt.
Die am Fallenschaft 13a ausgebildete Falle 13 kann ausserdem durch einen Zusatzriegel 18 eines durch Zusatzzuhaltungen 19 gebildeten Schliesswerkes zurückgezogen werden, wenn der als Hauptriegel anzusehende Riegelschaft mit dem Riegelkopf 4a sich in der zurückgezogenen Stellung befindet. Beim Ausführungsbeispiel befindet sich der Zusatzriegel 18 unterhalb des Riegelschaftes 4. Er ist auf einem Stift 20 parallel zum Riegelschaft 4 am Schlossblech 1 geführt. Die Zusatzzuhaltungen 19 sind auf ebenfalls am Schlossblech 1 befestigten Führungsstiften 21 mittels Führungsschlitzen quer zur Bewegungsrichtung des Zusatzriegels 18 verschiebbar. Jede Zusatzzuhaltung 19 besitzt einen Zuhaltungs-kanal für einen Zusatzschlüssel, der in Fig. 4 angedeutet ist und mit seiner Riegelstufe auch in den Schliesskanal des Zusatzriegels 18 eingreift. Im Schlossblech 1 ist eine Schlüsselführungsöffnung 22 für diesen Zusatzschlüssel ausgebildet, wie in den Figuren 1 bis 3 zu erkennen ist. Das Schlüsselloch für den Zusatzschlüssel befindet sich ebenfalls in der Schlossdecke 3, die in den Figuren 1 bis 4 der besseren Übersichtlichkeit wegen weggelassen worden ist.
Beim Ausführungsbeispiel erfolgt die Kupplung zwischen dem Zusatzriegel 18 und dem Fallenschaft 13a durch einen Kupplungsbolzen 23, der in ein entsprechendes Langloch im Fallenschaft 13a eingreift und auf dem Zusatzriegel 18 befestigt ist. Der Zusatzriegel 18 trägt weiterhin einen Steuerbolzen 24, der in einem Steuerschlitz eines Sperrgliedes 25 eingreift. Dieses Sperrglied 25 ist beim Ausführungsbeispiel als am Schlossblech 1 verschwenkbarer Hebel ausgebildet, der in seiner Normalstellung mit einem Teil seitlich aus dem durch Schlossblech 1 und Schlossdecke 3 gebildeten Schlossgehäuse herausragt und hierdurch verhindert, dass das Schloss von Unbefugten bei geöffneter Tür ausgebaut werden kann. Diese Normalstellung des Sperrgliedes 25 ist in den Figuren 1,3 und 4 zu erkennen.
Um das Schloss ausbauen zu können, ist es erforderlich, sowohl den Riegelkopf 4a als auch die Falle 13 in die Schlossstulp 2 zurückzuziehen und die Tür zu öffnen. Anschliessend müssen bei geöffneter Tür Riegelkopf 4a und Falle 13 wieder ausgeschlossen werden. In diesem Zustand ist es sodann möglich, über das durch den Zusatzriegel 18 und die Zusatzzuhaltung 19 gebildete Zusatzschliesswerk das Sperrglied 25 vollständig in eine Lage innerhalb des Schlossgehäuses zu verschwenken, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Zu diesem Zweck wird der Zusatzriegel 18 entgegengesetzt zu der für die Betätigung der Falle 13 gerichteten Schliessbewegung durch einen in dasselbe Schlüsselloch einführbaren Schlüssel nach vorn in Richtung auf das Sperrglied 25 bewegt. Hierbei schwenkt der in den Führungsschlitz des Sperrgliedes eingreifende Steuerbolzen 24 das Sperrglied 25 nach innen. Zur Ausführung dieser zusätzlichen Schliessbewegung sind die Zusatzzuhaltungen 19 mit zwei unterschiedlichen Tourstiftkanälen für ein und denselben Tourstift 26 versehen, der auf dem Zusatzriegel 18 angeordnet ist.
Bei zurückgezogenem Riegelschaft 4 ist es schliesslich möglich, den Fallenschaft 13a durch einen in das Hauptschliesswerk einführbaren Schlüssel ohne Riegelstufe über die Zuhaltungen 10 des Hauptschliesswerkes zurückzuziehen. Zu diesem Zweck sind diese Zuhaltungen 10 mit Hilfe eines gesicherten Wechsels 27 mit dem Fallenschaft 13a verbunden.
Auf der Zeichnung sind ausser Zuhaltungsfedera 28 und 29 für die Hauptzuhaltungen 10 bzw. Zusatzzuhaltungen 19 ein Sperrhebel 30 mit einer Sperrhebelfeder 31 zu erkennen, die der Sicherung des Riegelschaftes 4 und des Wechsels 27 gegen unerlaubtes Verschieben dienen.
Der voranstehend beschriebene Aufbau des Schlosses ermöglicht es, den mit dem Riegelkopf 4a versehenen Riegelschaft 4 des als Zellenschloss eingesetzten Schlosses durch Verwendung des von aussen einsetzbaren Hauptschlüssels zurückzuziehen, so dass der Zelleninsasse die Tür durch anschliessendes Zurückziehen der Falle 13 mit Hilfe des in die Drückernuss 14 eingreifenden Türdrückers öffnen kann, der auf der Innenseite der Zellentür angeordnet ist. Der Zelleninsasse kann nach dem Verlassen der Zelle die Tür schliessen, weil er die Zellentür jederzeit von aussen durch den Zusatzschlüssel öffnen kann. Dieser Zusatzschlüssel wird ebenfalls von aussen in das durch den Zusatzriegel 18 und die Zusatzzuhaltungen 19 gebildete Zusatzschliesswerk eingeführt. Unbefugten, d.h. anderen Insassen der Justizvollzugsanstalt ist es somit nicht möglich, die verschlossene Zellentür von aussen zu öffnen. Auch das Wachpersonal ist in der Lage, bei zurückgezogenem Riegelschaft 4 die Falle 13 in das Schloss zurückzuziehen, und zwar mit Hilfe eines in das Hauptschliesswerk einführbaren Schlüssels ohne Riegelstufe, weil die Hauptzuhaltungen 10 über den gesicherten Wechsel 27 auf den Fallenschaft 13a wirken, der somit auch über das Hauptschliesswerk betätigt werden kann, um die Falle 13 zurückzuziehen.
Das Zusatzschliesswerk besitzt bei der dargestellten Ausführungsform eine zweite Funktion, nämlich die Betätigung des Sperrgliedes 25, das eine Sicherung gegen einen unerlaubten Ausbau der Schlosses bei geöffneter Zellentür darstellt und nur nach Anwendung des Hauptschlüssels in das Schlossgehäuse eingezogen werden kann, wie dies voranstehend geschildert wurde.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Schloss für Justizvollzugsanstalten mit einem durch Zuhaltungen gesicherten Riegel, der durch einen von einer Seite her in das Schloss einführbaren Hauptschlüssel betätigbar ist, und mit einer Falle, die ebenfalls von nur einer Seite her bei zurückgezogenem Riegel mittels einer Drücker-nuss zurückziehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Drückernuss (14) eingesetzte Türdrücker auf der dem Schlüsselloch gegenüberliegenden Seite des Schlosses angeordnet ist, dass die Falle (13) ausserdem durch einen Zusatzriegel ( 18) eines durch Zusatzzuhaltungen (19) gesicherten Schliesswerkes bei zurückgezogenem Hauptriegel (4, 4a) mittels eines von der dem Türdrücker gegenüberliegenden Seite her einführbaren Zusatzschlüssels zurückziehbar ist und dass die Falle (13) wiederum bei zurückgezogenem Hauptriegel (4,4a) schliesslich durch einen in das Hauptschliesswerk einführbaren Schlüssel ohne Riegelstufe über die Zuhaltungen (10) des Hauptschliesswerkes zurückziehbar ist, die über einen gesicherten Wechsel (27) mit der Falle (13) verbunden sind.
2. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss bei zurückgezogenem Riegel (4,4a) gegen unbefugten Ausbau durch ein aus dem Schlossgehäuse (1,3) seitlich herausragendes Sperrglied (25) gesichert ist, das bei ausgeschlossenem Riegel (4,4a) über das Zusatzschliesswerk zurückziehbar ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Schloss nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzriegel (18) für die Betätigung des Sperrgliedes (25) mit einem Steuerbolzen (24) versehen ist, der bei einer entgegengesetzt zur Bewegung für die Falle (13) gerichteten Schliessbewegung das Sperrglied (25) betätigt.
4. Schloss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzzuhaltungen (19) mit für den Zusatzschlüssel zur Betätigung der Falle (13) bzw. für den Schlüssel zur Betätigung des Sperrgliedes (25) unterschiedlichen Tourstiftkanälen für denselben auf dem Zusatzriegel (18) angeordneten Tourstift (26) versehen sind.
5. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Falle (13) unmittelbar im Riegelkopf (4a) geführt ist.
6. Schloss nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrglied (25) als verschwenkbarer Hebel ausgebildet ist.
7. Schloss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugang zur Falle (13) über das Schlüsselloch des Haupt- und des Zusatzschliesswerkes abgedeckt ist.
8. Schloss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zugang zur Falle (13) durch einen im Bereich des Schlüsselloches angeordneten Vorsprung an der Schlossdecke (1) und/oder durch eine Sperrleiste zwischen Schlüsselloch und Falle (13) abgedeckt ist, die auf Führungsbolzen für die Zuhaltungen aufgesetzt ist.
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