CH668434A5 - Verfahren und vorrichtung zum anspinnen eines fadens an einer oe-spinnvorrichtung. - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum anspinnen eines fadens an einer oe-spinnvorrichtung. Download PDF

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CH668434A5
CH668434A5 CH3178/85A CH317885A CH668434A5 CH 668434 A5 CH668434 A5 CH 668434A5 CH 3178/85 A CH3178/85 A CH 3178/85A CH 317885 A CH317885 A CH 317885A CH 668434 A5 CH668434 A5 CH 668434A5
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Hans Raasch
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/48Piecing arrangements; Control therefor

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Anspinnen eines Fadens an einer OE-Spinnvor- 40 richtung, die mindestens ein die Spinnfasern sammelndes und an das offene Fadenende anlegendes Spinnorgan aufweist. Als OE-Spinnvorrichtungen kommen beispielsweise Rotorspinnvorrichtungen oder Friktionsspinnvorrichtungen in Betracht. Bei einer Rotorspinnvorrichtung ist der Rotor 45 das eigentliche Spinnorgan, bei einer Friktionsspinnvorrichtung wird das Spinnorgan in aller Regel durch zwei Friktionselemente gebildet.
Zum Anspinnen bei Inbetriebnahme der Spinnvorrichtung und zum Anspinnen nach Fadenbruch kann das Fa- 50 denende durch Aufdrehen oder Aufschleifen mit mechanischen Mitteln so aufgelöst werden, dass die Drehung beseitigt ist und sich ein Faserbart ausbildet. Mit mechanischen Mitteln wie Schleif- oder Raspelvorrichtungen lässt sich das Fadenende allerdings oft nur unvollkommen auflösen. Aus- 55 serdem sind mechanische Mittel sehr aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Voraussetzungen für einen guten, haltbaren und fadengleichen An-spinner hoher Zugfestigkeit zu schaffen und dadurch zur Qualitätssteigerung des Offenendspinnens beizutragen. 60
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das Fadenende vor dem Anspinnen einem rotierenden und/oder wirbelnden Gasstrom ausgesetzt und dann dem Spinnorgan zugeführt wird.
Eine schraubenförmige Rotationsrichtung des Gasstroms 65 kann zum Beispiel gegen die Fadendrehung gerichtet sein, so dass sich die Fadendrehung am Fadenende auflöst. Ein wirbelnder Gasstrom kann ebenfalls eine bevorzugte Wirbelrichtung aufweisen, die dann auch gegen die Fadendrehung gerichtet werden kann. Ein wirbelnder Gasstrom kann aber auch in rascher Folge die Drehrichtung wechseln, so dass auf eine spezielle Fadendrehung nicht Rücksicht genommen zu werden braucht. Demgemäss kann auch ein mit sogenannten «Bauchbinden» versehener Faden durch einen wirbelnden Gasstrom rasch wechselnder Wirbelrichtung gut aufgelöst werden.
Eine zum Durchführen des Verfahrens geeignete Vorrichtung ist nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung durch eine Aufdrehdüse mit einem von einer Gasströmung durchströmbaren, das Fadenende ansaugenden, aufnehmenden und vorübergehend festhaltenden Fadenkanal gekennzeichnet.
Die Gasströmung kann ihre Ursache in einem Druckgasstrom haben, der von der Einströmseite her in den Fadenkanal einströmt. Sie kann aber ihre Ursache auch in einem Sauggasstrom haben. Hierbei kann die Wirbelbildung durch das Vibrieren und Tanzen des Fadenendes im Fadenkanal eintreten.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zum Hervorrufen der Gasströmung mindestens ein druckgasführender Injektorkanal in den Fadenkanal einmündet. Der Injektorkanal kann zum Beispiel schräg gegen die Längsachse des Fadenkanals gerichtet sein. Soll aber auf die Richtung der Fadendrehung Rücksicht genommen werden, so ist nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung vorgesehen, dass der Injektorkanal mit einer tangentialen Richtungskomponente in den Fadenkanal einmündet.
Um die Zeitdauer der Vorbereitung des Fadenendes zum Anspinnen abzukürzen und um das Vorbereiten des Fadenendes zu intensivieren, ist nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Aufdrehdüse am Ausströmende Anschläge für das schleudernde Fadenende besitzt. Diese Anschläge können beispielsweise als in den Fadenkanal hineinragende Stege ausgebildet sein.
Vorteilhaft ist die Aufdrehdüse auf einer fahrbaren Anspinnvorrichtung angeordnet. Eine solche fahrbare Anspinnvorrichtung kann alle Vorkehrungen aufweisen, die zum automatischen Anspinnen erforderlich sind. Es braucht dann auch nicht an jeder Spinnstelle einer grösseren Spinnmaschine eine besondere Aufdrehdüse vorhanden zu sein.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Aufdrehdüse im Aktionsbereich eines von einer Fadentrennstelle zum Spinnorgan bewegbaren Fadenzubringers angeordnet ist. Handelt es sich beispielsweise um einen schwenkbaren Fadenzubringer, kann die Aufdrehdüse so nahe am Schwenkweg gelegen sein, dass das Fadenende zwangsweise in die Aufdrehdüse eingesaugt werden muss, sobald sich der Fadenzubringer mit dem Fadenende an der Aufdrehdüse vorbeibewegt. Der Fadenzubringer muss dabei nicht unbedingt seine Bewegung unterbrechen oder verlangsamen.
In den schematischen Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Anhand dieser Ausführungsbeispiele wird die Erfindung im folgenden Text näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zum Anspinnen in Seitenansicht.
Die Fig. 2 bis 4 zeigen die gleiche Vorrichtung zu verschiedenen Zeitpunkten des Anspinnvorgangs.
Fig. 5 zeigt einen Längsschnitt durch eine Aufdrehdüse.
Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch die in Fig. 5 dargestellte Aufdrehdüse.
Fig. 7 zeigt einen Längsschnitt durch eine andere Aufdrehdüse.
Wie insbesondere aus Fig. 1 zu ersehen ist, besitzt die OE-SpinnVorrichtung 1 ein Spinnorgan la mit einem Rotor
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1 b. Im Normalbetrieb ist der gesponnene Faden 2 durch eine Fadenabzugsvorrichtung geführt, die aus einer Abzugswalze 3 und einer Klemmrolle 4 besteht. Der Faden 2 wird durch die Fadenabzugsvorrichlung mit konstanter Geschwindigkeit aus dem Spinnorgan la herausgezogen. Von der Abzugswalze 3 läuft der Faden 2 über eine Umlenkstange 5, durch einen Fadeilführer 6 und über eine Wickelwalze 7 auf eine Auflaufspule 8 auf. Die Auflaufspule 8 wird von der Wickelwalze 7 durch Friktion mit konstanter Umfangsgeschwindigkeit angetrieben. Die Auflaufspule 8 ist in einem Spulenrahmen 9 gelagert.
Frontal vor der Spinnvorrichtung 1 ist eine mittels Rollen 10a, 10b auf Schienen 10c, 1 Od verfahrbare Anspinnvorrichtung 10 zu erkennen. Sie besitzt einen Antriebsarm 11, der um ein Drehgelenk IIa drehbar ist. Die durch einen Kettentrieb 1 lb antreibbare, am Ende des Antriebsarms drehbar gelagerte Antriebsrolle 12 ist längs des Kreisbogens 12a schwenkbar. Mittels des Kettentriebs 1 lb ist die Antriebsrolle 12 in beiden Drehrichtungen antreibbar.
Man erkennt ausserdem an der Anspinnvorrichtung 10 eine weitere Fadenabzugsvorrichtung, bestehend aus einer Abzugswalze 13 und einer Klemmrolle 15. Die Klemmrolle 15 sitzt am Ende eines Hebels 15a, der um den Drehpunkt 15b schwenkbar ist. Die Antriebsrolle 12 und die Abzugswalze 13 sind mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit synchron antreibbar.
Ein Saugrohr 14 ist am Gelenkpunkt 14a drehbar aufgehängt, so dass seine Saugdüse 14b längs des Kreisbogens 14c schwenkbar ist. Ein Fadenauszieher 16 ist um den Drehpunkt 16a schwenkbar. Sein Fadengreifer 16b beschreibt beim Schwenken des Fadenausziehers 16 einen Kreisbogen 16c.
Eine Fadentrennstelle in Form einer Schleifscheibe 20 dient der später noch näher erläuterten Behandlung des rückzuführenden Fadens. Man erkennt ausserdem einen um das Drehgelenk 17a schwenkbaren Fadenzubringer 17, an dem im Drehpunkt 18a ein Fadenheber 18 drehbar befestigt ist. Der Fadenheber 18 ist durch eine gelenkig befestigte Koppel 19 steuerbar. Die Koppel 19 ist im Drehpunkt 19a gelenkig mit dem Gehäuse der Anspinn Vorrichtung 10 verbunden. Die Klemme 17b des Fadenzubringers 17 ist längs des Kreisbogens 17c schwenkbar.
Unterhalb der Abzugswalze 13 erkennt man einen Ab-werfer 21, der senkrecht zur Bildebene verschiebbar ist. Der Abwerfer 21 dient dazu, zu gegebener Zeit einen auf der Abzugswalze 13 befindlichen Faden auf die Rolle 23 eines Fadenübergebers 22 abzuwerfen. Der Fadenübergeber 22 ist um das Drehgelenk 22a schwenkbar. Er besitzt einen Hebel 22b, an dem das eine Ende einer Rückzugfeder 24 aufgehängt ist. Das andere Ende der Rückzugfeder 24 ist an einer Stellschraube 25 gelenkig befestigt. Mit der Stellschraube 25 kann die Federkraft eingestellt werden. Die Rolle 23 des Fadenübergebers 22 ist längs des Kreisbogens 23a schwenkbar. Wenn der Fadenübergeber 22 in die andere Endlage schwenkt, verändert sich der wirksame Hebelarm des Hebels 22b, so dass die Wirkung der Rückzugfeder 24 auf den Fadenübergeber 22 geringer wird. Sobald der Fadenübergeber seine andere Endlage erreicht, betätigt sein weiterer Hebel 22c einen Schalter 26.
Ein Anschlagstift 26a verhindert ein unzulässig weites Zurückschwenken des Fadenübergebers 22 unter der Wirkung der Rückzugfeder 24. Das Drehgelenk 22a ist schräggestellt, so dass die Rolle 23 auf dem Kreisbogen 23a zum vorderen Ende der Aüflaufspule 8 schwenken kann.
Fig. 1 zeigt die Anordnung aller Teile bei ungestörtem Spinnbetrieb. Aus einer Kanne 2a wird Lunte 2b dem Spinnorgan la zugeführt. Im Rotor lb entsteht der Faden 2, der durch das Abzugsrohr 28 geführt und durch die Abzugsvorrichtung 3, 4 mit konstanter Geschwindigkeit abgezogen wird. Ein Abheber 27, der im Drehpunkt 27a schwenkbar ist und zum Abheben der an einem Hebel 4a befestigten, um einen Drehpunkt 4b schwenkbaren Klemmrolle 4 dient, befindet sich in Ruhelage. Bei einer Betriebsunterbrechung, die ein erneutes Anspinnen erfordert, ergibt sich das gleiche Bild mit dem Unterschied, dass der Faden 2 fehlt und das Fadenende auf die Auflaufspule 8 aufgelaufen ist. Die Zufuhr der Lunte 2b ist noch gesperrt.
Auf einen Startbefehl zum Anspinnen hin schwenkt der Antriebsarm 11 gegen die Auflaufspule 8. Danach beginnt auch der Saugarm 14 gegen die Auflaufspule 8 zu schwenken. Sobald der Antriebsarm 11 die Auflaufspule erreicht hat, beginnt seine Antriebsrolle 12 rückwärts zu rotieren. Sie hebt dabei die Auflaufspule 8 von der Wickelwalze 7 ab und dreht sie entgegen der Aufwickelrichtung. Im gleichen Zeitpunkt wird auch die Abzugswalze 13 auf Rückwärtsgang eingeschaltet. Inzwischen hat sich der Saugarm 14 der Auflaufspule 8 so weit genähert, dass die Saugdüse 14b ganz dicht vor der Spulenoberfläche steht. Jetzt wird der Faden auf der Spulenoberfläche aufgesucht und durch die Saugdüse 14b angesaugt. Wenn das geschehen ist, schwenkt der Saugarm 14 wieder zurück und nimmt dabei den Faden 2 mit, wie es Fig. 2 zeigt. Im gleichen Zeitpunkt werden Antriebsrolle 12 und Abzugs walze 13 ausgeschaltet. Die Abzugswalze 13 hatte bisher noch keine Fadenberührung und lief nur deshalb, weil sie synchron mit der Antriebsrolle 12 ein- und ausgeschaltet wird.
Nun schwenkt der Fadenauszieher 16 nach oben, erfasst den Faden 2, schwenkt wieder zurück und zieht die in Fig. 3 gezeigte Fadenschleife aus. Der Faden 2 führt jetzt von der Auflaufspule 8 zwischen Klemmrolle 15 und Abzugswalze 13 der Fadenabzugsvorrichtung hindurch zum Fadengreifer 16b. Von dort erstreckt sich das Fadenende 2b bis in die Saugdüse 14b hinein. Jetzt wird die Klemmrolle 15 gegen die Abzugswalze 13 geschwenkt und der Fadenzubringer 17 in Bewegung gesetzt. Zugleich wird auch die Klemmrolle 4 durch Betätigen des Abhebers 27 von der Abzugswalze 3 abgehoben, wie es Fig. 3 zeigt. Danach ist der Faden 2 zwischen der noch stillstehenden Abzugswalze 13 und der Klemmrolle 15 eingeklemmt. Die Fadenabzugsvorrichtung 3, 4 der OE-Spinnvorrichtung ist jetzt ganz geöffnet. Der Fadenzubringer 17 ist inzwischen ein kleines Stück nach unten geschwenkt, und zwar so weit, dass die Klemme 17b vor der Schleifscheibe 20 liegt. Die Schleifscheibe 20 trennt den Faden und das dabei entstehende Fadenende 2c (Fig. 4) wird sofort in eine Aufdrehdüse 30 hinein angesaugt. Die Aufdrehdüse 30 befindet sich unmittelbar unter der Schleifscheibe 20. Das Fadenende 2c wird durch die Aufdrehdüse 30 durch Auflösen der Fadendrehung und Auffasern zum Anspinnen vorbereitet, bevor sich der Fadenzubringer weiter nach unten begibt. Das alte Fadenende 2d wird durch die Saugdüse 14b angesaugt und entfernt.
Nun werden Antriebsrolle 12 und Abzugswalze 13 auf langsamen Rückwärtsgang geschaltet. Zugleich beginnt der Fadenzubringer 17 auf der Kreisbahn 17c weiter nach unten zu schwenken. Danach steht die Klemme 17b des Fadenzubringers 17 vor der Öffnung des Abzugsrohres 28 des Spinnorgans la, wie es Fig. 4 zeigt. Gesteuert durch die Koppel 19, hat der Fadenheber 18 sich inzwischen zum Fadenzubringer 17 quergestellt und dabei den Faden 2 in die geöffnete Fadenabzugsvorrichtung 3, 4 der Spinnvorrichtung gelegt. Dann öffnet sich die Klemme 17b. Zugleich wird das Fadenende in das Abzugsrohr 28 des Spinnorgans la gesaugt. Im gleichen Zeitpunkt werden Antriebsrolle 12 und Abzugswalze 13 auf etwas schnelleren Rückwärtsgang geschaltet.
Sobald das Fadenende fast die Rotorrille des Rotors lb erreicht hat, werden Antriebsrolle 12 und Abzugswalze 13
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angehalten, um gleich darauf bei raschem Rückwärtsgang eine restliche Fadenstrecke in den Rotor lb zurückzuspeisen, wobei das eigentliche Anspinnen erfolgt. Danach wird die Drehrichtung der Antriebsrolle 12 und der Abzugswalze 13 umgekehrt und anschliessend in raschem Hochlauf bis zu einer vorgegebenen Betriebsgeschwindigkeit des Fadenabzugs gesteigert. Inzwischen beginnt der Fadenzubringer 17 zu-rückzuschwenken, ohne dabei den Faden mitzunehmen. Danach ist auch die Betriebsgeschwindigkeit des Fadenabzugs erreicht, das heisst die Abzugswalzen 3 und 13 haben die gleiche Umfangsgeschwindigkeit. (Die Abzugswalze 3 rotiert ständig mit normaler Fadengeschwindigkeit).
Nun wird der Abheber 27 wieder zurückgenommen, so dass sich die Klemmrolle 4 gegen die Abzugswalze 3 legt. Jetzt kann die Übergabe des Fadens 2 an den Fadenführer 6 erfolgen. Dazu wird zunächst die Klemmrolle 15 von der Abzugswalze 13 abgehoben und der Abwerfer 21 in Tätigkeit gesetzt. Der Abwerfer 21 drückt den Faden 2 seitlich von der Abzugswalze 13 herunter, so dass er auf die Rolle 23 des Fadenübergebers 22 gleitet. Wenn das geschehen ist, beginnt der Fadenübergeber 22 schräg in Richtung auf die OE-Spinnvorrichtung 1 zu schwenken. Gleichzeitig werden Antriebsrolle 12 und Abzugswalze 13 auf raschen Vorwärtsgang geschaltet. Das ist erforderlich, damit die Auflaufspule 8 die durch das Schwenken des Fadenübergebers 22 freiwerdende zusätzliche Fadenlänge bei unveränderter oder leicht erhöhter Fadenspannung aufnehmen kann. Die Abzugswalze 13 hat jetzt eigentlich keine Funktion mehr, sie läuft nur deshalb leer mit, weil sie der Einfachheit halber synchron mit der Antriebsrolle 12 geschaltet wird. Das Schwenken des Fadenübergebers 22 geschieht im vorliegenden Fall unter der Wirkung der Fadenspannung gegen die Kraft der einstellbaren Rückzugfeder 24. Die Rückzugfeder 24 ist so aufgehängt, dass die in Auslenkrichtung wirkende Kraftkomponente mit zunehmender Auslenkung des Fadenübergebers 22 geringer wird. Dies ist vorteilhaft, weil der Umschlingungs-winkel des Fadens und damit auch die wirksame Kraftkomponente der Fadenspannung mit zunehmender Auslenkung ebenfalls geringer wird. In der Endlage des Fadenübergebers 22 betätigt der Hebel 22c den Schalter 26. Der Schalter 26 schaltet Antriebsrolle 12 und Abzugswalze 13 wieder auf die normale Fadenabzugsgeschwindigkeit. Da der Fadenübergeber 22 den Faden 2 schräg unter das Spulenende auslenkt, gleitet der Faden zunächst seitlich von der Antriebsrolle 12 ab, wird vom Fadenführer 6 erfasst und seitlich von der Rolle 23 des Fadenübergebers 22 abgezogen.
Nach Abschluss der Fadenübergabe schwenkt der Fadenübergeber 22 unter der Wirkung der Rückzugfeder 24 wieder in seine Ausgangsstellung. Wenn das geschehen ist, beginnt auch der Antriebsarm 11 zurückzuschwenken. Während der Schwenkbewegung des Antriebsarms 11, nachdem die Auflaufspule 8 wieder auf der Wickelwalze 7 aufliegt, werden Antriebsrolle 12 und Abzugswalze 13 ausgeschaltet. Sobald der Antriebsarm 11 seine Ruhestellung gemäss Fig. 1 erreicht hat, ist der automatische Anspinnvorgang beendet.
Das zum Koordinieren der einzelnen Arbeitsschritte verwendete Programmschaltwerk ist in der Anspinnvorrichtung 10 enthalten und nicht näher dargestellt. Es kann sich hierbei zum Beispiel um ein konventionelles, mit Kurvenscheiben arbeitendes elektromechanisches Programmschaltwerk handeln.
Statt der Schleifscheibe 20 könnte auch eine andere Fadentrennstelle angeordnet sein, zum Beispiel eine steuerbare Schere. Das Spinnorgan la könnte alternativ statt eines Rotors zwei Friktionstrommeln enthalten, so dass es sich bei der OE-Spinnvorrichtung dann um eine Friktionsspinnvorrichtung handeln würde.
Die in Fig. 5 und 6 dargestellte Aufdrehdüse 30 ist mit einem von einer Gasströmung durchströmbaren, das Fadenende 2c ansaugenden, aufnehmenden und vorübergehend festhaltenden Fadenkanal 31 versehen. Zum Hervorrufen der Gasströmung münden zwei druckgasführende Injektorkanäle 32 und 33 in den Fadenkanal 31 ein. Dies geschieht mit einer tangentialen Richtungskomponente, wie es insbesondere Fig. 6 zeigt. Durch einen Pressluftanschlussstutzen 34 strömt Pressluft, die zum Beispiel durch einen Schlauch herangeführt werden kann, in eine Verteilungskammer 35 und von dort durch die Injektorkanäle 32, 33. O-Ringe 36 und 37 dichten die Verteilungskammer 35 gegen die Aufdrehdüse 30 ab.
Die Aufdrehdüse 30' nach Fig. 7 unterscheidet sich von der Aufdrehdüse 30 nach Fig. 5 und 6 lediglich dadurch.
dass sie am Auströmende Anschläge 38 für das schleudernde Fadenende besitzt. Die Anschläge 38 sind als Stege ausgebildet, die in den Fadenkanal 31' hineinragen.
Die Erfindung soll nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele eingeschränkt sein.
So könnte es zum Beispiel vorteilhaft sein, die Injektorluft mit Druckstössen zuzuführen. Hierzu könnte ein Druck-stosserzeuger, zum Beispiel in Form eines in rascher Folge öffnenden und schliessenden Ventils, verwendet werden.
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4 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

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1. Verfahren zum Anspinnen eines Fadens an einer OE-Spinnvorrichtung, die mindestens ein die Spinnfasern sammelndes und an das offene Fadenende anlegendes Spinnorgan aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenende 5 vor dem Anspinnen einem rotierenden und/oder wirbelnden Gasstrom ausgesetzt und dann dem Spinnorgan zugeführt wird.
2. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Aufdrehdüse (30, 30')10 mit einem von einer Gasströmung durchströmbaren, das Fadenende (2c) ansaugenden, aufnehmenden und vorübergehend festhaltenden Fadenkanal (31, 31').
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PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Hervorrufen der Gasströmung mindestens ein 15 druckgasführender Injektorkanal (32, 33) in den Fadenkanal (31, 31') einmündet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Injektorkanal (32, 33) mit einer tangentialen Richtungskomponente in den Fadenkanal (31,31') einmün- 20 det.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufdrehdüse (30') am Ausströmende Anschläge (38) für das schleudernde Fadenende besitzt. 25
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge als in den Fadenkanal (31') hineinragende Stege (38) ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufdrehdüse (30) auf einer 30 fahrbaren Anspinnvorrichtung (10) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufdrehdüse (30) im Aktionsbereich eines von einer Fadentrennstelle (20)zum Spinnorgan (la) bewegbaren Fadenzubringers (17) angeordnet ist. 35
CH3178/85A 1984-07-25 1985-07-22 Verfahren und vorrichtung zum anspinnen eines fadens an einer oe-spinnvorrichtung. CH668434A5 (de)

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