CH668446A5 - Vorrichtung zum behandeln einer laufenden textilbahn in einem fluessigkeitsbad. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln einer laufenden Textilbahn in einem Flüssigkeitsbad, mit zwei achsparallelen Wickelwalzen zum wechselseitigen Auf-und Abwickeln der Textilbahn, Antriebsvorrichtungen für die Wickelwalzen und in einem Behandlungsbehälter befindlichen Führungs- und/oder Behandlungselementen für die Textilbahn. Derartige Vorrichtungen sind auch unter dem Namen Jigger bekannt.
Der Behandlungsbehälter bekannter jiggerartiger Vorrichtungen hat einen verhältnismässig grossen Rauminhalt und enthält eine verhältnismässig grosse Flüssigkeitsmenge.
Dies wurde bisher für erforderlich gehalten, damit Färbevorgänge oder sonstige Behandlungsvorgänge in einem genügend grossen Flüssigkeitsvorrat mit möglichst über die Behandlungsdauer gleicher Beschaffenheit durchgeführt werden können und bei nachfolgenden Waschprozessen ebenfalls immer genügend Waschflüssigkeit oder Spülflüssigkeit vorhanden ist.
Eine grosse Flüssigkeitsmenge erfordert auch eine grosse Menge von Chemikalien oder Farbstoffen und das Aufheizen der grossen Flüssigkeitsmenge erfordert erhebliche Zusatzenergie. Das Einfüllen und das Ablassen der Flüssigkeit dauert dementsprechend auch recht lange und zwischen den einzelnen Behandlungsvorgängen sind aus diesem Grund verlängerte Wartezeiten erforderlich.
Obwohl man den Flüssigkeitsinhalt des Behandlungsbehälters recht gut auf die Stücklänge der Textilbahn beziehungsweise auf das Volumen des Wickels abstimmen kann, verändert sich doch die Badkonzentration während der Behandlungsvorgänge, so dass beispielsweise beim Färben unerwünschte Farbabweichungen erfolgen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Schwierigkeiten zu vermeiden oder zu mildern und eine Vorrichtung zu schaffen, die bei geringem Aufwand an Behandlungsflüssigkeit und Behandlungsstoffen auf einfache Weise sehr gute Behandlungserlebnisse ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass der Behandlungsbehälter in seinem unteren Teil mindestens zwei sich quer zur Textilbahn erstreckende und ein Umlenkelement für die Textilbahn enthaltende Tröge besitzt und dass in dem Zwischenraum oberhalb der Tröge ein zustellbares Quetschwerk für die Textilbahn angeordnet ist.
Nunmehr ist es möglich, die laufende Textilbahn erst durch einen Trog, dann durch das Quetschwerk, dann wieder durch einen Trog zu führen und dabei entweder nur einen Trog mit einer Behandlungsflüssigkeit zu füllen, oder den zweiten Trog mit einer Behandlungsflüssigkeit anderer Zusammensetzung zu versehen. Die Textilbahn läuft dabei zumindest auch über die untere Walze des Quetschwerks, ob das Quetschwerk nun zugestellt ist oder nicht. Ein grosser Teil der überschüssigen Flüssigkeit kann somit abgequetscht werden und in dem zweiten Trog kann die Textilbahn dann, falls gewünscht, einer Gleichbehandlung oder einer anderartigen Nachbehandlung unterzogen werden.
Vorteilhaft ist die durch das Quetschwerk abgequetschte Flüssigkeit in den auf der Eingangsseite des Quetschwerks gelegenen Trog rückleitbar. Die abgequetschte Flüssigkeit kann beispielsweise aus dem höhergelegenen Quetschwerk heraus in den Trog zurücklaufen.
Besonders wenig Behandlungsflüssigkeit wird benötigt, wenn die Tröge als Spartröge ausgebildet sind, die mit geringem Abstand die in ihnen befindlichen Umlenkelemente um-schliessen. Der Abstand richtet sich nach der wünschenswerten Flüssigkeitsmenge.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen den Trögen eine als Überlauf dienende Wand vorhanden ist. Hierdurch wird erreicht, dass Flüssigkeit auch von einem Trog in den anderen gelangen kann, was für bestimmte Behandlungsvorgänge vorteilhaft ist.
Nach weiteren Ausbildungen der Erfindung besitzen die Tröge wahlweise eigene Überlaufvorrichtungen, Ablaufvorrichtungen, Flüssigkeitszufuhrvorrichtungen und Niveauregelungsvorrichtungen. Ausserdem ist nach weiteren Ausbildungen der Erfindung vorgesehen, dass die Tröge Spritzvorrichtungen mit oberhalb der Tröge gegen die Textilbahn gerichteten Spritzrohren besitzen oder dass die Tröge Flüssigkeitsheizvorrichtungen besitzen. Die Flüssigkeitsheizvorrichtungen können zweckmässig an der Aussenwand der Tröge angeordnet sein.
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Die später beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung werden zeigen, dass mit den erwähnten Vorrichtungen vielerlei unterschiedliche Behandlungen der Gewebebahn leicht und sicher möglich sind. Hierzu ist es vorteilhaft, wenn nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung die mit den Trögen verbundenen Vorrichtungen und die Antriebsvorrichtungen der Wickelwalzen eine gemeinsame Steuervorrichtung aufweisen. Die Steuervorrichtung kann als Programmsteuervorrichtung ausgebildet sein. Es lassen sich dann Behandlungsprogramme zusammenstellen und vorprogrammieren, so dass jedem praktisch durchführbaren und sinnvollen Behandlungsvorgang leicht und sicher entsprochen werden kann.
In den schematischen Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Erfindung soll anhand dieser Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert werden.
Fig. 1 zeigt die Frontansicht eines Jiggers, dessen Behandlungsbehälter teilweise aufgeschnitten ist.
Die Fig. 2a bis 6c zeigen jeweils den aufgeschnittenen Teil des Behandlungsbehälters. Dabei dienen die Fig. 2a und 2b der Erläuterung eines Waschvorgangs, Fig. 3 der Erläuterung eines weiteren Waschvorgangs, die Fig. 4a und 4b der Erläuterung eines Färbevorgangs, Fig. 5 eines weiteren Färbevorgangs und die Fig. 6a, 6b und 6c der Erläuterung einer Behandlung mit Chemikalien.
Der in Fig. 1 dargestellte Jigger 1 besitzt Füsse la, lb, die durch Längstraversen 2a bis 2d und Quertraversen 3 miteinander verbunden sind. Auf den Quertraversen 3 sind in Lagern 4a, 4b Wickelwalzen 4c und 4d gelagert. Aus einer Textilbahn 5a ist auf der Wickelwalze 4c ein Wickel 5b gebildet worden. Während eines Behandlungsvorgangs gelangt die Textilbahn 5a durch Abwickeln des Wickels 5b auf die Wickelwalze 4d, um dort einen Wickel zu bilden, dessen Umriss eine strichpunktierte Linie zeigt. Ein Behandlungsbehälter 11 ist mit den Längstraversen 2a und 2c verbunden. Er erhält zwei Trogwalzen 6a, 6b, zwei Umlenkwalzen 7a, 7b, zwei Leitwalzen 8a, 8b, eine Quetschwalze 9 und eine Presswalze 10. Trogwalzen, Umlenkwalzen und Quetschwalze sind ausserhalb des Behandlungsbehälters 11 in Lagern 20 bis 24 gelagert, die an Traversen 25 befestigt sind. Die Quetschwalze 9 bildet mit der Presswalze 10 ein zustellbares Quetschwerk. Die Leitwalze 8a ist an einem Bügel 26 gelagert, der um die Schwenkachse 28 schwenkbar ist. Die Leitwalze 8 b ist an einem Bügel 27 gelagert, der um die Schwenkachse 29 schwenkbar ist. Mit dem Bügel 26 sind Stege 30 verbunden, die einen parallel zur Leitwalze 8a geführten Streichstab 32 tragen. Mit dem Bügel 27 sind Stege 31 verbunden, die einen zur Leitwalze 8b parallel geführten Streichstab 33 tragen.
Der Behandlungsbehälter 11 besitzt in seinem unteren Teil zwei sich quer zur Textilbahn 5a erstreckende Tröge IIa, 1 lb, die als Spartröge ausgebildet sind. Der Spartrog IIaum-schliesst mit geringem Abstand das als Trogwalze 6a ausgebildete Umlenkelement. Der Spartrog IIb umschliesst ebenfalls mit geringem Abstand das als Trogwalze 6b ausgebildete Umlenkelement. Fig. 1 lässt erkennen, dass sich das Quetschwerk 9,10 in dem Zwischenraum oberhalb der Tröge IIa, 1 lb befindet. Zwischen den Trögen 1 la, 1 lb ist eine als Überlauf dienende Wand 11c vorhanden, die eine waagerechte Überlaufkante, auch Gegenstromkante genannt, bildet.
Prinzipiell laufen die Behandlungsvorgänge, ausgehend von der Darstellung nach Fig. 1, folgendermassen ab:
Die Textilbahn 5a gelangt vom Wickel 5b über die Leitwalze 8a, die Trogwalze 6a, die Umlenkwalze 7a, durch das Quetschwerk 9,10 hindurch, über die Umlenkwalze 7b, die Trogwalze 6b und die Leitwalze 8b zur Wickelwalze 4d, auf der sich der neue Wickel bildet. Die Textilbahn 5a wird dabei
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auch durch die Streichstäbe 32 und 33 geführt. Die durch das Quetschwerk 9,10 abgequetschte Flüssigkeit kann über eine Ablaufschräge 34 des Bodens in den auf der Eingangsseite des Quetschwerks 9,10 gelegenen Trog 1 la zurückfliessen.
Nachdem die Textilbahn 5a von der Wickelwalze 4c abgewickelt und auf die Wickelwalze 4d aufgewickelt ist, kann, falls erforderlich, eine neue Passage durch Umschalten auf den Antrieb der Wickelwalze 4c eingeleitet werden. Die Textilbahn 5a gelangt dann wieder zurück auf die Wickelwalze 4c und durchläuft dann zuerst den Trog IIb, dann den Trog IIa.
Die Fig. 2a bis 6c zeigen schematisch, dass die beiden Tröge IIa und IIb mehrere Vorrichtungen aufweisen. So besitzt beispielsweise der Trog 1 la eine Überlaufvorrichtung 14a, eine Ablaufvorrichtung 13a, eine Flüssigkeitszufuhrvorrichtung 17a und eine Spritzvorrichtung 15a. Der Trog IIb besitzt eine Überlaufvorrichtung 14b, eine Ablaufvorrichtung 13b, eine Flüssigkeitszufuhrvorrichtung 17b und eine Spritzvorrichtung 15b. Die erwähnten Vorrichtungen weisen Rohre auf, die Absperrorgane 36a bis 39a, beziehungsweise 36b bis 39b besitzen. Die Spritzvorrichtungen 15a und 15b sind mit Spritzrohren 40 beziehungsweise 41 versehen, die oberhalb der Tröge 1 la beziehungsweise 1 lb angeordnet und gegen die Textilbahn 5a gerichtet sind.
Darüber hinaus sind bei der Ausbildung nach Fig. 5 Heizvorrichtungen 19a beziehungsweise 19b vorgesehen. Die den Trog 1 la umgebende Verkleidung 42, die normalerweise eine Wärmeisolierschicht trägt, ist hier als Behälter der Heizvorrichtung 19a ausgebildet, der eine Heizflüssigkeit 44 enthält. Die Heizvorrichtung 19a umfasst auch Leitungsrohre, die mit einem Absperrorgan 46a versehen sind. Das Absperrorgan 46a dient dem dosierten Kreislauf der Heizflüssigkeit.
In gleicher Weise ist die Verkleidung 43 des Troges IIb als die Wand eines Behälters ausgebildet, der Heizflüssigkeit 45 enthält. Auch die Heizvorrichtung 19b besitzt Leitungsrohre, die mit einem Absperrorgan 46b versehen sind.
Der Trog IIa besitzt eine Überlaufkante 16a, der Trog IIb eine Überlaufkante 16b. An die Überlaufkante 16a schliesst sich eine Sammelkammer 47a, an die Überlaufkante 16b eine Sammelkammer 47b an. Die Sammelkammer 47a gehört zur Überlaufvorrichtung 14a, die Sammelkammer 47b zur Überlaufvorrichtung 14b.
Die Tröge IIa, IIb besitzen ausserdem eigene Niveauregelungsvorrichtungen. Die Niveauregelungsvorrichtung des Troges IIa besteht aus einem Fühler 18a und einer Wirkverbindung 48a zum Absperrorgan 38a der Flüssigkeitszufuhrvorrichtung 17a. Die Niveauregelungsvorrichtung des Trogs IIb besteht aus einem Fühler 18b und einer Wirkverbindung 48b zum Absperrorgan 38b der Flüssigkeitszufuhrvorrichtung 17b.
In Fig. 1 ist noch angedeutet, dass die Wickelwalze 4c eine Antriebsvorrichtung 49 und die Wickelwalze 4d eine Antriebsvorrichtung 50 besitzt. Jede der beiden Antriebsvorrichtungen besteht jeweils aus einem Elektromotor und einem Getriebe. Diese beiden Antriebsvorrichtungen und auch die zuvor erwähnten, mit den Trögen verbundenen Vorrichtungen besitzen eine gemeinsame Steuervorrichtung 51, die als Programmsteuervorrichtung ausgebildet ist. Eine in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Haube 12 deckt während des Betriebs den Behandlungsbehälter 11 und die Wickel ab.
In den Fig. 2a und 2b ist die Reinigung der Textilbahn 5a im Gegenstromverfahren dargestellt. Fig. 2a zeigt die Bewegung der Textilbahn 5a vom linken Wickel zum rechten Wickel in Pfeilrichtung. In Fig. 2b ist die Laufrichtung der Gewebebahn 5a umgekehrt.
Gemäss Fig. 2a tritt die Textilbahn 5a in den Spartrog 1 la ein, wird durch die Trogwalze 6a umgelenkt und gelangt
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über die Umlenkwalze 7a zum Quetschwerk 9,10. Die mitgerissene Flüssigkeit wird durch das Quetschwerk 9,10 abgequetscht und gelangt über die Abschlaufschräge 34 in den Spartrog IIa zurück.
Vom Quetschwerk 9,10 führt der Weg der Textilbahn 5a über die Umlenkwalze 7b und die Trogwalze 6b. Nach Durchlaufen des Spartrogs 1 lb wird die Textilbahn 5a durch das Spritzrohr 41 intensiv abgespritzt.
Da die Ablaufvorrichtung 13b und die Überlaufvorrichtung 14b geschlossen sind, füllt sich der Spartrog IIb so hoch mit Flüssigkeit an, wie es Fig. 2a zeigt. Die Waschflüs-sigkeit fliesst an der Überlaufkante der Wand 1 lc in den Spartrog 1 la über.
Die Ablaufvorrichtung 13a des Spartrogs 1 la ist geschlossen, die Überlaufvorrichtung 14a geöffnet. Aus diesem Grund kann die Flüssigkeit im Spartrog 1 la nicht so hoch ansteigen wie die Flüssigkeit im Spartrog 1 lb. Der Überlauf erfolgt über die Überlaufkante 16a in die Sammelkammer 47a hinein, die überschüssige Flüssigkeit durchströmt dann das geöffnete Absperrorgan 36a.
Aus dem geschilderten Waschvorgang wird deutlich,
dass die Waschflüssigkeit sich zuerst im Spartrog IIb sammelt, wo sie noch nicht stark verschmutzt ist. Sie läuft dann in den Spartrog IIa über, in den die Textilbahn 5a zuerst gelangt. Die gröbsten Verunreinigungen werden schon im Spartrog IIa entfernt beziehungsweise so weit benetzt, dass sie mit der überschüssigen Flüssigkeit durch das Quetschwerk 9,10 abgequetscht werden können. Somit durchläuft die Textilbahn 5a den Behandlungsbehälter 11 im gewünschten Gegenstrom.
Wenn die Textilbahn 5a gemäss Fig. 2b bei der zweiten Passage entgegengesetzt durch den Behandlungsbehälter 11 läuft, ist die Vorrichtung nach Programm mit Hilfe der Steuervorrichtung 51 so umgeschaltet, dass jetzt der Spartrog 1 la die frische Flüssigkeit, der Spartrog 16b die verschmutzte Flüssigkeit enthält. Aus dem Spartrog 1 la läuft die Flüssigkeit jetzt über eine Ablaufschräge 35 in den Spartrog 1 lb über. Vor dem Wechseln der Laufrichtung der Textilbahn 5a wurde die verschmutzte Flüssigkeit aus dem Spartrog IIa entfernt. Nach diesem Schema können soviele Passagen aufeinanderfolgen, wie erforderlich sind, um der Textilbahn 5a den gewünschten Reinheitsgrad zu verschaffen.
Ein anderer Waschvorgang soll anhand der Fig. 3 erläutert werden.
Die Textilbahn 5a passiert beispielsweise erst den Spartrog 1 la, der die aus dem Spritzrohr 40 austretende Flüssigkeit auffängt. Das Niveau bleibt konstant, weil die Flüssigkeit über die Überlaufkante 16a abläuft. Hinter dem Quetschwerk 9,10 ist auch der andere Spartrog 1 lb bis zur Überlaufkante 16b mit Flüssigkeit gefüllt. Diese Flüssigkeit stammt aus dem Spritzrohr 41, das ebenfalls die Textilbahn 5a intensiv abspritzt. Ob hierbei allerdings das Quetschwerk 9,10 zugestellt ist oder nicht, das heisst, ob die Presswalze 10 gegen die Quetschwalze 9 presst, hängt davon ab, ob das Ausquetschen der Flüssigkeit den gesamten Reinigungsvorgang noch wesentlich beeinflusst. Dabei muss auch in Betracht gezogen werden, dass das Abquetschen Energie verbraucht.
Anhand der Fig. 4a und 4b wird ein Vorgang erläutert, wie er im wesentlichen zum Färben der Textilbahn 5a dient.
Die Textilbahn 5a passiert zuerst den Spartrog IIa, der über die Flüssigkeitszufuhrvorrichtung 17a mit Flüssigkeit gefüllt ist, deren Niveau mittels der Niveauregelungsvorrichtung 18a, 48a konstantgehalten wird. Nach dem Passieren der Trogwalze 6a und der Umlenkwalze 7a wird die überflüssige Flotte vom Quetschwerk 9,10 abgequetscht und gelangt in den Spartrog IIa zurück. Wegen der Flottenaufnahme durch die Textilbahn 5a findet kein Überlauf statt. Überlaufvorrichtungen und Spritzvorrichtungen sind ausser Betrieb.
Hinter dem Quetschwerk 9,10 gelangt die Textilbahn 5a durch den zweiten Spartrog 1 lb, ohne dass dort noch eine weitere Behandlung vorgenommen wird.
Die hierzu entgegengesetzte Passage zeigt Fig. 4b. Hier ist es der Spartrog IIb, der die Flotte enthält, während der Spartrog IIa leer ist. Die erforderlichen Einstellungen und Umstellungen geschehen ebenfalls durch die Programmsteuervorrichtung 51. Zwischen den Passagen können Reinigungsvorgänge erforderlich werden, beziehungsweise die Tröge zwischendurch gereinigt werden, wozu die Spritzvorrichtungen 15a und 15b in Tätigkeit treten können.
Ein anderer Färbevorgang soll anhand der Fig. 5 erläutert werden.
Beide Spartröge IIa und IIb sind mit Flüssigkeit gefüllt. Ein Überlauf findet nicht statt und die Flüssigkeitsspiegel werden über die beiden Niveauregelungsvorrichtungen 18a, 48a beziehungsweise 18b, 48b konstantgehalten.
Bei der Behandlung der Textilbahn 5a mit Chemikalien ist in aller Regel ein anschliessender Reinigungsvorgang erforderlich. Eine solche Behandlung soll anhand der Fig. 6a bis 6c erläutert werden.
Gemäss Fig. 6a wird dem Spartrog IIa die Chemikalien enthaltende Flüssigkeit über die Flüssigkeitszufuhrvorrichtung 17a zugeführt. Der Flüssigkeitsstand wird mittels der Niveauregelungsvorrichtung 18a, 48a konstantgehalten. Die Chemikalien enthaltende Flüssigkeit wird durch das Quetschwerk 9,10 abgequetscht und in den Spartrog 1 la zurückgeführt. Die Textilbahn 5a erfährt dann im Spartrog IIb eine Nachbehandlung, wobei sie auch durch aus dem Spritzrohr 41 austretende Flüssigkeit intensiv abgespritzt wird. Die Abspritzflüssigkeit sammelt sich im Spartrog IIb an und läuft über die Überlaufkante 16b über, so dass sie durch die Überlaufvorrichtung 14b laufend entfernt werden kann.
Das Ende dieser Passage zeigt Fig. 6b. Die Textilbahn 5a steht still, beide Ablaufvorrichtungen 13a und 13b sind geöffnet, die Flüssigkeiten werden aus den Spartrögen 1 la und IIb abgelassen und zusätzlich wird der Spartrog IIa gereinigt, wozu Reinigungsflüssigkeit aus dem Spritzrohr 40 austritt.
Die Gegenpassage ist in Fig. 6c gezeigt. Hier enthält der Spartrog IIb die Chemikalien enthaltende Flüssigkeit, während die Austauschflüssigkeit beziehungsweise Waschflüssigkeit im Spartrog IIa enthalten ist. Hier ist es das Spritzrohr 40, das zuletzt die Textilbahn 5a nach dem Verlassen des Spartrogs IIa intensiv abspritzt.
Aus den bisherigen Ausführungen kann nun hergeleitet werden, dass es ohne weiteres möglich ist, mehr als zwei Spartröge hintereinanderzuschalten und dabei auch mehr als nur ein Quetschwerk vorzusehen.
Da die Spartröge einen sehr kleinen effektiven Rauminhalt haben, ist jeder Passagenwechsel, jede Durchlaufänderung und jede Umkehrung der Durchlaufrichtung ohne grosse Stillstandszeiten möglich, wobei unter Umständen eine Entleerung der Spartröge gar nicht notwendig ist.
Es ist selbstverständlich auch möglich, unterschiedliche Behandlungsvorgänge aufeinander folgen zu lassen. Wird eine Heizvorrichtung verwendet, wie sie beispielsweise in Fig. 5 dargestellt ist, kann der Inhalt eines Spartrogs in kürzester Zeit auf die gewünschte Temperatur gebracht werden.
Bei Zufuhr einer Chemikalien enthaltenden Flüssigkeit oder einer Farbflüssigkeit unter Zuhilfenahme der Niveauregelungsvorrichtung ist die Gewähr gegeben, dass der ganzen Partie die gleiche Konzentration der Chemikalien beziehungsweise Farbstoffe zugeführt wird.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Vorrichtung zum Behandeln einer laufenden Textil-bahn in einem Flüssigkeitsbad, mit zwei achsparallelen Wik-kelwalzen zum wechselseitigen Auf- und Abwickeln der Textilbahn, Antriebsvorrichtungen für die Wickelwalzen und in einem Behandlungsbehälter befindlichen Führungsund/oder Behandlungselementen für die Textilbahn, dadurch gekennzeichnet, dass der Behandlungsbehälter (11) in seinem unteren Teil mindestens zwei sich quer zur Textilbahn (5a) erstreckende und ein Umlenkelement (6a, 6b) für die Textilbahn (5a) enthaltende Tröge (1 la, 1 lb) besitzt und dass in dem Zwischenraum oberhalb der Tröge (1 la, 1 lb) ein zustellbares Quetschwerk (9,10) für die Textilbahn (5a) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Quetschwerk (9,10) abgequetschte Flüssigkeit in den auf der Eingangsseite des Quetschwerks (9,10) gelegenen Trog (1 la) rückleitbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tröge (1 la, 1 lb) als die in ihnen befindlichen Umlenkelemente (6a, 6b) mit geringem Abstand um-schliessende Spartröge ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Trögen (1 la, 1 lb) eine als Überlauf dienende Wand (11c) vorhanden ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tröge (1 la, 1 lb) eigene Überlaufvorrichtungen (14a, 14b), eigene Ablaufvorrichtungen (13a, 13b) und eigene Flüssigkeitszufuhrvorrichtungen (17a, 17b) besitzen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tröge (1 la, IIb) eigene Niveauregelungsvorrichtungen (18a, 48a; 18b, 48b) besitzen.
7: Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tröge (11 a, 1 lb) Spritzvor-richtungen (15a, 15b) mit oberhalb der Tröge (1 la, 1 lb) gegen die Textilbahn (5a) gerichteten Spritzrohren (40,41) besitzen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tröge (1 la, 1 lb) Flüssigkeitsheizvorrichtungen (19a, 19b) besitzen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsheizvorrichtungen (19a, 19b) an der Aussenwand der Tröge (1 la, 1 lb) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den Trögen (1 la, 1 lb) verbundenen Vorrichtungen (13a bis 19a; 13b bis 19b) und die Antriebsvorrichtungen (49, 50) der Wickelwalzen (4c, 4d) eine gemeinsame Steuervorrichtung (51) aufweisen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Steuervorrichtung (51) als Programmsteuervorrichtung ausgebildet ist.
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