CH668731A5 - Vorrichtung zum bearbeiten von hohlkoerpern. - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung bezieht sich auf eine zum Bearbeiten von Hohlkörpern geeignete Vorrichtung, die aus einem Antriebsmotor und einem über ein damit antriebsmässig verbundenes Schrittschaltgetriebe angetriebenen Revolverkopf mit Dornen zur Aufnahme der durch ein Bearbeitungswerkzeug zu bearbeitenden Hohlkörper sowie einer angetriebenen Friktionsrolle zur reibungsschlüssigen Drehmitnahme des jeweils zu bearbeitenden Hohlkörpers besteht.
In der Praxis sind bereits Lösungen bekannt geworden, s bei denen die Hohlkörper durch die Dorne des Revolverkopfes selbst mitgenommen werden, z.B. über Spreizdorne bzw. Dorne mit verzahnten Mitnehmerspitzen. Bei derart ausgebildeten Dornen treten besonders bei dünnwandigen Hohlkörpern Beschädigungen auf, so dass eine Mitnahme der io Hohlkörper nicht immer möglich ist.
Zur Vermeidung dieser Nachteile hat man auch schon versucht, Dorne mit Gummi- oder Vulkollaneinsätzen für die Mitnahme des Hohlkörpers zu verwenden. In vielen Fällen reicht jedoch die Reibkraft nicht aus, um eine einwand-15 freie Mitnahme sicherzustellen.
Diese Nachteile lassen sich zwar bei der Verwendung einer angetriebenen Friktionsrolle zur reibungsflüssigen Drehmitnahme der zu bearbeitenden Hohlkörper vermeiden. Jedoch ist in diesem Fall der im Bereich des Revolverkopfes 20 vorgesehene Antrieb der Friktionsrolle sehr hinderlich, da die freie Zugänglichkeit des Revolverkopfbereichs z.B. beim Dornwechsel und im Bereich der Lade- und Entladestation sehr stark beeinträchtigt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrich-25 tung der eingangs genannten Art zu schaffen, die sich bei guter und anpassbarer Übertragung der Anpresskraft von der Friktionsrolle auf die Hohlkörper durch eine gute Zugänglichkeit im Bereich des Revolverkopfes auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, 30 dass der Antrieb der Friktionsrolle über das Schrittschaltgetriebe und den Revolverkopf erfolgt. Mit den Mitteln nach der Erfindung wird sichergestellt, dass bei guter Kraftübertragung der ohnehin zum Antrieb des Revolverkopfs erforderliche Getriebeteil ausgenutzt wird, um darüber auch die 35 Friktionsrolle anzutreiben. Damit bleibt der vornliegende Bereich des Revolverkopfes frei, so dass das Wechseln der Dorne des Revolverkopfes bzw. das Be- und Entladen der Dorne mit Hohlkörpern nicht mehr beeinträchtigt wird.
Dazu trägt bei, wenn gemäss einer weiteren Ausgestal-40 tung der Erfindung die Friktionsrolle und/oder deren Antriebsmechanismus innerhalb eines durch die über den Umfang des Revolverkopfes verteilt angeordneten Dorne verlaufenden Kreises angeordnet ist bzw. sind. Die Friktionsrolle und deren Antriebsmechanismus liegen dann geschützt 45 innerhalb des Bereiches der Dorne auf engstem Raum.
Dabei ist vorteilhaft, wenn der Antriebsmechanismus der Friktionsrolle einen über Umlenkräder geführten geschlossenen Antriebsstrang aufweist, der beispielsweise von einem Zahnriemen gebildet sein kann. Es ist von besonderem Vor-50 teil, wenn der vom Zahnriemen gebildete Antriebsstrang über drei im wesentlichen dreieckförmig zueinander angeordneten Umlenkräder geführt ist, deren eines auf der Antriebswelle des Revolverkopfes und deren anderes auf einer Antriebswelle der Friktionsrolle angeordnet ist, während das 55 dritte Umlenkrad an einem Ann eines um einen ortsfesten Drehpunkt pendelnd bewegbaren und die Antriebswelle der Friktionsrolle tragenden Schwenkhebels gelagert ist. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass über den ganzen Zustell- und Pendelbereich der Friktionsrolle die Wirklänge des 60 Zahnriemens konstant bleibt.
Zum Zwecke der Zustellung der Friktionsrolle bzw. Anpassung an verschiedene Hohlkörpergrössen kann der Schwenkhebel an seinem dem Arm abgewandten freien Ende unter der Wirkung einer Feder und mit einer Gewindespin-65 del in Verbindung stehen.
Ferner hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Umlenkräder im wesentlichen entsprechend einem Dreieck angeordnet sind und wenn der ortsfeste Drehpunkt
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für den Antriebsmechanismus der Friktionsrolle im Bereich der Grundseite des Dreiecks im wesentlichen auf der durch das auf der Antriebswelle des Revolverkopfes sitzenden Umlenkrad gehenden Mittelsenkrechten liegt. Auf diese Weise kann durch die Kinematik des Antriebsmechanismus eine Servowirkung der an dem Hohlkörper wirkenden Anpresskraft erzeugt werden, und zwar derart, dass die Zugkraft des Zahnriemens und die Reibpaarung zwischen dem Hohlkörper und der Friktionsrolle die Antriebskraft stets selbsttätig, d.h. automatisch erzeugen.
In besonders einfacher Weise lässt sich dies dann erreichen, wenn in Bezug auf den Drehpunkt die sich aus der Antriebskraft und der durch den Hohlkörper wirkenden Gegenkraft einerseits und die Zugkraft des Zahnriemens und der durch die Feder wirkenden Zusatzkraft andererseits ergebenden Drehmomente sich aufheben.
Schliessüch hat man es in der Hand durch entsprechende Wahl des Reibungswinkels zwischen der Friktionsrolle und dem Hohlkörper auf die durch die Feder aufgebrachte Zusatzkraft zu verzichten und dennoch eine Antriebskraft zu gewährleisten. Die so aufgebaute Vorrichtung ermöglicht ein sanftes Einlaufen der Hohlkörper während des Zuschaltens.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung mit einer über das Schrittschaltgetriebe und den Revolverkopf angetriebenen Friktionsrolle,
Fig. 2 eine um 90° versetzte und in vergrössertem Massstab dargestellte schematische Ansicht des Revolverkopfbereiches mit der Friktionsrolle und deren Antriebsmechanismus und
Fig. 3 eine schematische Darstellung des Antriebsmechanismus für die Friktionsrolle und deren Zusammenwirken mit dem Hohlkörper.
Ein Antriebsmotor 1 steht über eine Antriebsverbindung 2 mit einem Schrittschaltgetriebe 3 in Verbindung, über das ein Revolverkopf 4 mit über seinen Umfang verteilt angeordneten Dornen 5 angetrieben wird. Durch das Schrittschaltgetriebe 3 können die Dorne 5 des Revolverkopfes 4 entlang einer Bearbeitungsstation bzw. eines Bearbeitungswerkzeuges, z.B. einer umlaufenden Bürste 10 entlang bewegt werden, so dass sich auf diese Weise auf den Dornen 5 aufgebrachte Hohlkörper 7 wie, z.B. Dosen, Tuben oder dergleichen oberflächenbehandeln lassen. Zur Drehmitnahme der Hohlkörper 7 in der angegebenen Pfeilrichtung dient eine umlaufend angetriebene Friktionsrolle 8, deren Antriebsmechanismus mit 9 bezeichnet ist.
Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, besitzt der Antriebsmechanismus 9 ein auf der Antriebswelle 6 des Revolverkopfes 4 sitzendes Umlenkrad 11 sowie zwei weitere Umlenkränder 12 und 13. Die Umlenkräder 11,12,13 stehen über einen Zahnriemen 14 antriebsmässig miteinander in Verbindung. Das auf einer Antriebswelle 15 der Friktionsrolle 8 sitzende Umlenkrad 13 ist ebenso wie die Friktions-5 rolle 8 selbst an einem Schwenkhebel 16 pendelnd gelagert, wobei der Schwenkhebel 16 um einen ortsfesten Drehpunkt O schwenkbar ist. Der Schwenkhebel 16 besitzt einen Arm 18, an dessen freiem Ende das Umlenkrad 12 sitzt. Die Umlenkräder 11,12,13 sind im wesentlichen nach Art eines io Dreiecks angeordnet, wobei das eine Umlenkrad 11 im Scheitelpunkt des Dreiecks gelagert ist und der ortsfeste Drehpunkt O im Bereich der Basisseite des Dreiecks auf der Mittelsenkrechten hegt. Das ortsfeste Gestell des Antriebsmechanismus 9 ist mit 19 bezeichnet. An seinem dem Arm 18 15 abgewandten freien Ende steht der Schwenkhebel 16 mit einer Feder 21 und einer Gewindespindel 22 in Verbindung.
Die im Antriebsmechanismus 9 auftretenden Kräfteverhältnisse sind im einzelnen in Fig. 3 dargestellt. Wie daraus ersichtlich ist, ist die Antriebskraft Fl im Bereich zwischen 20 der Friktionsrolle 8 und dem Hohlkörper 7 mit dem Hebelarm XI und eine über den Hohlkörper wirkende Gegenkraft F2 mit dem Hebelarm X2 in Bezug auf den Drehpunkt O rechtsdrehend, während die Zugkraft F3 des Zahnriemens 14 mit dem Hebelarm X3 und eine über die Feder 21 aufge-25 brachte Zusatzkraft F4 mit dem Hebelarm X4 linksdrehend ist, d.h. in Bezug auf den Drehpunkt ergibt sich folgende Momentgleichung:
Fl x XI + F2 x X2 - F3 x X3 - F4 x X4 = 0.
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Daraus folgt:
F4 x X4 = Fl (XI + "f X 3)
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Dabei ist mit my der Reibungswinkel zwischen der Friktionsrolle 8 und dem Hohlkörper 7, mit D der Durchmesser der Friktionsrolle 8 und mit d der Durchmesser des auf Antriebswelle 15 sitzenden Umlenkrades 13 bezeichnet. 40 Die Verhältnisse im Antriebsmechanismus 9 sind so gewählt, dass über den ganzen Zustell- und Pendelbereich der Friktionsrolle 8 nicht nur die Wirklänge des Zahnriemens 14 konstant bleibt, sondern dass eine Servowirkung der Anpresskraft erzielt wird und durch die Zugkraft F3 des Zahn-45 riemens und die Reibpaarung zwischen dem Hohlkörper 7 und der Friktionsrolle 8 die Antriebskraft Fl automatisch erzeugt wird. Hierdurch wird ein sanftes Einlaufen des Hohlkörpers während des Zuschaltens ermöglicht.
Es versteht sich, dass bei entsprechendem Reibungswin-50 kel my auf die Zusatzkraft F4 verzichtet werden kann, um die Antriebskraft Fl zu gewährleisten.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Bearbeiten von Hohlkörpern, bestehend aus einem Antriebsmotor und einem über ein damit an-triebsmässig verbundenes Schrittschaltgetriebe angetriebenen Revolverkopf mit Dornen zur Aufnahme der durch ein Bearbeitungswerkzeug zu bearbeitenden Hohlkörper sowie einer angetriebenen Friktionsrolle zur reibungsschlüssigen Drehmitnahme des jeweils zu bearbeitenden Hohlkörpers, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der Friktionsrolle (8) über das Schrittschaltgetriebe (3) und den Revolverkopf (4) erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Friktionsrolle (8) und/oder deren Antriebsmechanismus (9) innerhalb eines durch die über den Umfang des Revolverkopfes (4) verteilt angeordneten Dorne (5) gebildeten Kreises angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmechanismus (9) der Friktionsrolle (8) einen über Umlenkräder (11,12,13) geführten, geschlossenen Antriebsstrang (14) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsstrang von einem Zahnriemen (14) gebildet ist und über drei im wesentlichen im Dreieck zueinander angeordneten Umlenkräder (11,12, 13) geführt ist, deren eines (11) auf einer Antriebswelle (6) des Revolverkopfes (4) und deren anderes (13) auf einer Antriebswelle (15) der Friktionsrolle (8) angeordnet ist, während das dritte Umlenkrad (12) an einem Arm eines um einen ortsfesten Drehpunkt (O) pendelnd bewegbaren und die Antriebswelle (15) der Friktionsrolle (8) tragenden Schwenkhebels (16) gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel (16) an seinem dem Arm (18) abgewandten freien Ende unter der Wirkung einer Feder (21) und mit einer Gewindespindel (22) in Verbindung steht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkräder (11,12,13) im wesentlichen entsprechend einem gleichseitigen Dreieck angeordnet sind und dass der ortsfeste Drehpunkt (O) für den Antriebsmechanismus (9) im Bereich der Grundseite des Dreiecks im wesentlichen auf der durch das auf der Antriebswelle (6) des Revolverkopfes (4) sitzenden Umlenkrad (11) gehenden Mittelsenkrechten liegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Kinematik des Antriebsmechanismus (9) eine Servowirkung der an dem Hohlkörper (7) wirkenden Anpresskraft erfolgt, derart, dass die Zugkraft (F3) des Antriebstranges (14) und die Reibpaarung zwischen dem Hohlkörper (7) und der Friktionsrolle (8) eine Antriebskraft (Fl) selbstätig erzeugen, wobei der Antriebstrang als Zahnriemen ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass in Bezug auf den Drehpunkt (O) die sich aus der Antriebskraft (Fl) und einer durch den Hohlkörper (7) wirkenden Gegenkraft (F2) einerseits und die Zugkraft (F3) des Zahnriemens (14) und einer durch die Feder (21) wirkenden Zusatzkraft (F4) andererseits ergebenden Drehmomente gleich Null sind.
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