CH669324A5 - - Google Patents
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- E03D—WATER-CLOSETS OR URINALS WITH FLUSHING DEVICES; FLUSHING VALVES THEREFOR
- E03D9/00—Sanitary or other accessories for lavatories ; Devices for cleaning or disinfecting the toilet room or the toilet bowl; Devices for eliminating smells
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindfung betrifft eine geruchsabsaugende Klosettanlage, die einen Sitz und einen Deckel aufweist, die mit einem Scharnier miteinander gelenkig verbunden sind, wobei der Sitz als ein nach unten offener gewölbter Ringkörper ausgebildet ist.
Die immer steigenden hygienischen und auf das Wohlbefinden gerichteten Ansprüche beziehen sich auch auf die reine und von unangenehmen Gerüchen befreite Luft der Nebenräume, insbesondere der Toiletten. Dies bedeutet besonders dort eine heikle Frage, wo die Toilette in dem Badezimmer angebracht ist. Wenn die unangenehme Luft und die unangenehmen Gerüche beseitigt werden können, sind in der Wohnung günstigere Bedingungen geschaffen.
Es sind Lösungen zur Beseitugung der unangenehmen Gerüche bekannt. Die US-PS 2 699 919 und die DE-PS 2 349 723 beschreiben eine Klosettanlage, bei der im Inneren der Abortmuschel ein Absaugrohr angebracht ist. Das Absaugen der Abluft ist aber nicht vollkommen verwirklicht, denn es muss bei einer effektiven Saugwirkung die Luftmenge so gross sein, dass sie bei Benutzung bereits ein unangenehmes Gefühl hervorruft.
Im wesentlichen gilt dasselbe für die in der DE-PS Nr. 2 934 942 beschriebene Lösung, bei welcher die Saugwirkung nach unten gerichtet ist und keine derartigen Strö-mungsverhältnisse Zustandekommen, die es verhindern würden, dass die Luft von unangenehmem Geruch unmittelbar nach der Benutzung des Klosettes — wenn das Absaugen der Gerüche am nötigsten ist — in den Aussenraum gelangt.
Wegen der obenerwähnten Mängel konnten sich die bekannten Lösungen nicht verbreiten. .
Die Aufgabe der Erfindung ist eine Klosettanlage mit Geruchabsaugung zu schaffen^ bei welchem keine schlechten Gerüche in die Wohnräume hinausdringen können, der einfach bedienbar und ohne Fachkenntnisse auf die Abortmuschel aufmontierbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Klosettsitz als ein Absaugkopf ausgebildet ist, wobei die Absaugöffnungen an der unteren Kante der inneren Mantelfläche des Sitzes gegen die untere waagrechte Ebene des Sitzes gerichtet ausgebildet sind, der äussere Rand des Sitzes mit einem Absaugventilator verbunden ist, wobei der Sitz von unten mit einer Deckplatte abgeschlossen ist und der derart gebildete Hohlraum mit aktiver Kohle oder mit einem anderen geruchadsorbierenden Stoff lose gefüllt ist. Vorteilhaft ist am oberen Teil des Sitzes eine Einfüllöffnung und am unteren, dem Scharnier naheliegenden Ende des Sitzes eine Auslassöffnung für die Kohle vorhanden. Zweckmässig ist ein den Absaugventilator betätigendes Organ, z.B. Schalter oder Fühler in dem Sitz eingebaut.
Die erfindungsgemäss ausgebildete, geruchabsaugende Klosettanlage erfüllt sämtliche ihr gegenüber gestellte Erfordernisse, sie verhindert nämlich vollkommen das Entweichen von unangenehmen Gerüchen in die Wohnräume. Der Sitz muss nicht dicht auf der Abortmuschel aufsitzen, da auch bei einem zwischen den beiden vorhandenen Spalt keine Gerüche in den Raum gelangen können. Weitere Vorteile sind, dass sie im Gebrauch keine unangenehmen Gefühle hervorruft, da sie eine kleine Luftmenge in Zirkulation setzt. Sie kann ohne Fachkenntnisse einfach auf die Abortmuschel aufmontiert werden und auch bei bereits montierten Abortmuscheln ohne deren Umformung angewendet werden. Die Bedienung und der Austausch der Kohle ist sehr einfach zu verwirklichen.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 einen Teil eines Sitzes in Draufsicht
Fig. 2 einen Schnitt durch Linie II—II in Fig. 1,
Fig. 3 den Sitz in Draufsicht in offener, senkrecht stehender Lage,
Fig. 4 Teil «A» der Fig. 2 in grösserem Massstab.
In Fig. 2 und 3 ist die Abortmuschel 6 mit strichpunktierter Linie angedeutet. Die Abortmuschel 6 ist mit einem Klosettsitz bedeckt, der aus einem Sitz 1 und einem Deckel besteht, die mit Hilfe von Scharnieren miteinander gelenkig verbunden sind. Der Klosettsitz kann aus Kunststoff oder aus einem anderen geeigneten Stoff hergestellt sein. Der Sitz 1 ist als ein nach unten offener gewölbter Körper ausgebildet und von unten mit einer Deckplatte 9 abgedeckt.
An der unteren Kante der inneren Mantelfläche 16 des Sitzes 1 sind Absaugöffnungen 2 derart ausgebildet, dass die Absaugöffnungen 2 gegen die untere waagrechte Ebene des Sitzes 1 gerichtet sind. Am äusseren Rand des Sitzes 1 ist ein Absaugstutzen 3 angebracht, der mittels eines elastischen Schlauches 4 mit einem Absaugventilator 5 verbunden ist.
Der durch den Sitz 1 und der unteren Deckplatte 9 begrenzte Hohlraum 15 ist mit aktiver Kohle 7 (Fig. 4) oder mit einem anderen geeigneten geruchadsorbierendem Stoff gefüllt. Bei den Absaugöffnungen 2 und beim Absaugstutzen 3 ist ein Siebgewebe 8 angeordnet. Dieses Siebgewebe 8 sichert, dass sich die aktive Kohle 7 aus dem Hohlraum 15 nicht entfernen kann.
Zum Einfüllen der aktiven Kohle 7 ist an dem einen Ende des Sitzes 1 eine Einfüllöffnung 11 und zum Entfernen der Kohle ist an dem anderen, dem Scharnier näher liegenden Ende des Sitzes 1 eine Auslassöffnung 10 ausgebildet.
Die Menge der eingefüllten aktiven Kohle 7 ist so bestimmt, dass der Hohlraum 15 nicht vollkommen gefüllt sein soll, sondern sich die Körner der aktiven Kohle 7 in dem
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Hohlraum 15 beim Öffnen und Schliessen des Sitzes 1 umordnen können.
Der Absaugventilator 5 ist durch ein in dem Sitz 1 eingebautes Organ 12 betätigt. Dieses Organ 12 kann entweder ein mechanischer Schalter sein, der durch das Öffnen und Schliessen des Deckels gesteuert wird, oder ein in dem Sitz 1 eingebauter Fühler sein, der elektronisch betätigt wird.
Der erfindungsgemässe Klosettsitz funktioniert wie folgt.
Falls das Organ 12 den Absaugventilator 5 in Betrieb setzt, beginnt das Strömen der Luft von der Abortmuschel 6 durch den mit aktiver Kohle 7 gefüllten Hohlraum 15 und die Absaugöffnungen 2. Die Dicke der Schicht der aktiven Kohle 7 und die Geschwindigkeit der Strömung der Luft sind derart gewählt, dass sich die gasförmigen im Stuhlgang vorhandenen Geruchstoffe gut adsorbieren können. Die Ab-saugöffnungen 2 sind an der inneren Mantelfläche 16 des Sitzes 1 derart verteilt und ausgebildet, und die Leistung des Absaugventilators 5 ist derart gewählt, dass sich in der Öffnung der Abortmuschel 6 bzw. in der durch die innere Kante des Sitzes 1 begrenzte waagrechte Ebene solche Strömungsverhältnisse ausbilden, die den inneren Raum der Abortmuschel 6 von oben abschliessen. Die Strömungsverhältnisse sind in Fig. 2 mit Pfeilen angedeutet. Die von unten nach oben strömende, mit unangenehmem Geruch gefüllte Abluft, sowie die von oben eingesaugte Frischluft vermischen sich und entfernen sich durch die Absaugöffnungen 2 und — von den Gerüchen befreit — durch den Absaugstutzen 3 und den Schlauch 4 in Richtung des Absaugventilators 5. Von hier gelangt die von Gerüchen befreite Luft in den Raum.
Die verbrauchte aktive Kohle 7 kann durch Öffnen der Auslassöffnung 10 unmittelbar in die Abortmuschel 6 entleert werden. Danach wird durch die Einfüllöffnung 11 frische aktive Kohle 7 eingefüllt und der Sitz ist wieder brauchbar. Der Austausch der aktiven Kohle 7 muss nur nach längerer Zeit, von der Benutzung abhängig, vorgenommen werden.
Die in dem Hohlraum 15 lose befindlichen Körner der aktiven Kohle 7 werden beim Aufheben und Schliessen des Sitzes 1 ständig umgeordnet, so dass bei der Luftströmung immer andere Oberflächen mit der Luft in Berührung kommen, wodurch sich der Wirkungsgrad der Reinigung erhöht.
Die elastische Verbindung zwischen dem Absaugventilator 5 und dem Sitz 1 ist derart ausgebildet, dass sie den gewöhnlichen Gebrauch des Klosettsitzes und das Hochklappen des Sitzes 1 in senkrechter Lage nicht stört.
Das Organ 12 kann entweder mechanisch oder elektronisch betätigt werden. Bei mechanischer Betätigung wird ein Schalter durch Öffnen oder Schliessen des Deckels betätigt. Falls der Deckel in geschlossenem Zustand ist, dann schaltet der Schalter den Absaugventilator 5 aus. Falls der Deckel geöffnet wird, schaltet der Schalter den Absaugventilator 5 ein. Mit einem eingebauten Verzögerungsglied kann erreicht werden, dass der Absaugventilator 5 noch einige Minuten nach dem Gebrauch in Betrieb bleibt.
Im Falle einer elektronischen Betätigung ist in dem Sitz 1 ein Fühler eingebaut. Dieser Fühler bekommt einen Impuls falls der Klosettsitz besetzt wird. Der Impuls wird dem Absaugventilator 5 weitergeleitet, der dann einschaltet.
Falls der Sitz 1 frei wird, wirkt die Verzögerung und hält den Absaugventilator 5 noch einige Zeit im Betrieb, danach schaltet sie ihn automatisch aus.
Diese Verzögerung sichert, dass aus dem frei werdenden Sitz 1 keine schlechten Gerüche in den Wohnraum gelangen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Geruchabsaugende Klosettanlage, die einen Sitz und einen Deckel aufweist, die mit einem Scharnier miteinander gelenkig verbunden sind, wobei der Sitz als ein nach unten offener gewölbter Ringkörper ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (1) als Absaugkopf ausgebildet ist, wobei die Absaugöffnungen (2) an der unteren Kante der inneren Mantelfläche (16) des Sitzes (1), gegen die untere waagrechte Ebene des Sitzes gerichtet, ausgebildet sind, der äussere Rand des Sitzes (1) mit einem Absaugventilator (5) verbunden ist, wobei der Sitz (1) von unten mit einer Deckplatte (9) abgeschlossen ist und der derart gebildete Hohlraum (15) mit aktiver Kohle (7) oder mit einem anderen geruchadsorbierenden Stoff lose gefüllt ist.
2. Klosettanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Teil des Sitzes (1) eine Einfüllöffnung zum Einfüllen der aktiven Kohle (7) und am unteren, dem Scharnier (17) naheliegenden Ende des Sitzes (1) eine Auslassöffnung (10) für das Entleeren der aktiven Kohle (7) vorhanden sind.
3. Klosettanlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Sitz (1) ein den Absaugventilator (5) betätigendes Organ (12) eingebaut ist.
4. Klosettanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Sitz (1) eingebaute Organ (12) ein mechanisch betätigtes Organ, vorteilhaft ein durch das Öffnen und Schliessen des Deckels betätigter Schalter ist.
5. Klosettanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Sitz (1) eingebaute Organ (12) ein elektronisch betätigtes Organ, vorteilhaft ein Fühler ist.
6. Klosettanlage nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das den Absaugventilator (5) betätigende Organ (12) ein Verzögerungsglied enthält.
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