CH669613A5 - - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H13/00—Other common constructional features, details or accessories
- D01H13/14—Warning or safety devices, e.g. automatic fault detectors, stop motions ; Monitoring the entanglement of slivers in drafting arrangements
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Vorspinnmaschine mit dezentralem Antriebssystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Die einzige naheliegende bekannte Lösung des vorliegenden Erfindungsproblems geht aus der DD-WP D Ol H 2570 966 hervor. Die Erfindung bezieht sich darauf, die Luntenspannung zu erfassen und die Antriebe von Spule, Streckwerk und Flügel einzeln oder verkoppelt auf die optimale Luntenspannung einzuregeln.
Die auf der Grundlage von mit unzureichender Genauigkeit bekannten Materialparametern berechneten Drehzahlsollwerte führen zu einer fehlerhaften Luntenspannung, die während der Zeitdauer des Ausregelvorgangs bestehen bleibt. Während dieser Zeit kommt es zu einer Qualitätseinbusse. Dieser Mangel tritt bei jeder Lage auf, wobei die aus-zuregelende Differenz, den technologischen Gesetzmässigkeiten zufolge, im Verlaufe der Spulenreise mit jeder Lage grösser wird. Bei jeder neuen Lage und bei jeder neuen Spulenreise beginnt entsprechend der Luntenspannung die Ein-regelung der Antriebe von neuem, was jeweils mit Qualitätsverlust und Ungleichmässigkeiten im Material verbunden ist.
Das Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, das bei Materialwechsel an einer Vorspinnmaschine mit dezentralem Antriebssystem ohne Hilfszeiten für Parameterermittlung oder Einfahrvorgänge und ohne genaue Kenntnisse der das Garn charakterisierenden Kennwerte die Fortsetzung der Produktion mit guter Qualität erlaubt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf der Grundlage nur einmal geschätzter Materialparameter Spulendrehzahlsollwerte für eine optimale Luntenspannung so zu erzeugen, dass bei der ersten Spulenreise und bei weiteren Spulenreisen mit gleichem Material Qualitätsmängel durch fehlerhafte Luntenspannung vermieden werden und die Drehung der Lunte konstant gehalten wird.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass ein Produktionsabschnitt mit gleichem Spulendurchmesser, also innerhalb jeder Lage ständig eine berechnete Stellgrösse zum lagenabhängigen Spulendrehzahlsollwert addiert und die Summe als neuer Sollwert vorgegeben wird, dass die Differenz zwischen dem letzten neuen Sollwert und dem lagenabhängigen Spulendrehzahlsollwert dieser Lage zu dem lagenabhängigen Spulendrehzahlsollwert der folgenden Lage addiert und diese Summe als neuer lagenabhängiger Spulendrehzahlsollwert der folgenden Lage abgespeichert wird und dass der letzte neue Sollwert dieser Lage als neuer lagenabhängiger Spulendrehzahlsollwert dieser Lage abgespeichert wird.
Weiter ist es zweckmässig, bei nachfolgenden Abzügen mit gleichem Material die beim letzten Abzug berechneten lagenabhängigen Spulendrehzahlsollwerte zu benutzen.
Es ist weiter zweckmässig, für jede Lage einen dem letzten neuen Sollwert zugeordneten Sollwert für die Spulenwagen-geschwindigkeit zu berechnen und abzuspeichern.
Durch die Erfindung wird ermöglicht, dass der Vorspinn-prozess auch mit auf der Grundlage geschätzter Materialparameter ermittelten lagenabhängigen Spulendrehzahlsoll-werten ohne Hilfszeiten für Parametermittlung und Einfahrvorgang mit guter Qualität fortgesetzt werden kann und dass diese gute Qualität während der gesamten Produktion mit gleichem Material erhalten bleibt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles beschrieben.
Bei der Realisierung des Vorspinnprozesses mit einem dezentralen Antriebssystem erfolgt die Koordinierung der Bewegungen der Einzelantriebe zur Erzielung eines konstanten Anspannverzuges über Drehzahlsollwerte, die den Reglern der Einzelantriebe für Spule, Spulenwagen, Flügel und Streckwerk zugeführt werden. Allerdings kann die Berechnung dieser Drehzahlsollwerte zunächst nur auf der Grundlage von Parametern erfolgen, die teilweise mit unzureichender Genauigkeit bekannt sind oder deren genaue Ermittlung einen hohen Zeitaufwand erfordert. Die folglich daraus resultierenden ungenauen Drehzahlsollwerte für die Antriebe der Spule und des Spulenwagens werden gemeinsam mit den exakt bekannten Drehzahlsollwerten für Streckwerk und Flügel in der Initialisierungsphase der Steuerung berechnet und für jede Lage in einem Speicher abgelegt.
Die erforderliche genaue Koordinierung der Drehzahlen zueinander ist eine Funktion des Spulendurchmessers, der sich im Verlaufe der Aufwindung verändert und für den aufgrund der Vielfalt der wirkenden Einflussfaktoren kein exaktes quantitatives Modell formulierbar ist. Ein wichtiges Kriterium für die Qualität des Vorspinnens ist ein gleichmäs-siger Spannungszustand richtiger Grösse in der Lunte. Dieser, aufgrund der ungenauen Drehzahlsollwerte zunächst im allgemeinen nichtoptimale Spannungszustand wird berührungslos über Ersatzgrössen, wie Dicke der Lunte oder Durchgang der Lunte, erfasst. In einer Regeleinrichtung werden aus diesen Ersatzgrössen Stellgrösseninkremente erzeugt, die analytisch solange mit dem Drehzahlsollwert des Antriebes der Spule verknüpft werden, bis die optimale Luntenspannung erzielt ist. Der so ermittelte, der optimalen Luntenspannung zugehörige Drehzahlsollwert des Antriebes der Spule wird am Ende der jeweiligen Lage, für die er Gültigkeit besitzt, anstelle des bisherigen ungenauen Wertes in den Speicher eingeschrieben. Davon abhängig werden zugeordnete optimale Drehzahlsollwerte für den Antrieb des Spulenwagens berechnet und abgespeichert. Dieser Vorgang wird für jede Lage wiederholt. Da sich aufgrund der Berechnungsvorschrift der Fehler der ursprünglichen Drehzahlsollvorschrift für den Antrieb der Spule von Lage zu Lage stetig verändert und sein Vorzeichen für den gesamten Aufwindevorgang gleich bleibt, wird die Differenz aus ursprünglichem und korrigiertem Drehzahlsollwert einer Lage zum Drehzahlsollwert der folgenden Lage vor deren Aufwindung
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addiert. Damit wird die Zahl der erforderlichen Korrektur- bereitgestellt und die Regeleinrichtung hat nur noch die Aufschritte und der Zeitbedarf für den Korrekturvorgang pro gäbe der Überwachung und Feinkorrektur.
Lage reduziert. Der optimale Zustand der Lunte wird Mit diesem Verfahren wird bei Materialwechsel die sofor-
schneller erreicht und es treten auch beim ersten Abzug mit tige Fortsetzung der Produktion ohne Hilfszeiten für Umrü-
neuem Material nur Spannungstoleranzen in einer Grössen- s sten und Erprobungsabzübe ermöglicht. Der Steuerung
Ordnung auf, die die Erzeugung von Vorgarn hinreichender müssen lediglich die geschätzten Materialkennwerte und die
Qualität zulässt. Nach dem ersten Abzug enthält der Speicher Produktionskennziffern zugeführt werden.
die optimal angepassten Drehzahlsollwerte für die Antriebe Der Vorteil dieses Verfahrens kommt hauptsächlich an der Spule und des Spulenwagens für jede Lage. Bei nachfol- Kammgarnflyern, für die ein häufiger Materialwechsel genden Abzügen wreden diese Drehzahlsollwerte sofort 10 charakteristisch ist, zum Tragen.
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Claims (3)
1. Verfahren zur Steuerung einer Vorspinnmaschine mit dezentralem Antriebssystem, bei der die Luntenspannung geregelt wird und lagenabhängige Spulendrehzahlsollwerte abgespeichert sind, dadurch gekennzeichnet, dass in Produktionsabschnitten mit gleichem Spulendurchmesser, also innerhalb jeder Lage, ständig eine berechnete Stellgrösse zum lagenabhängigen Spulendrehzahlsollwert addiert und die Summe als neuer Sollwert vorgegeben wird, dass die Differenz zwischen dem letzten neuen Sollwert und dem lagenabhängigen Spulendrehzahlsollwert dieser Lage zu dem lagenabhängigen Spulendrehzahlsollwert der folgenden Lage addiert und diese Summe als neuer lagenabhängiger Spulendrehzahlsollwert der folgenden Lage abgespeichert wird, und dass der letzte neue Sollwert dieser Lage als neuer lagenabhängiger Spulendrehzahlsollwert dieser Lage abgespeichert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei nachfolgenden Abzügen mit gleichem Material die beim letzten Abzug berechneten lagenabhängigen Drehzahlsollwerte benutzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Lage ein dem letzten neuen Spulendrehzahlsollwert zugeordneter Sollwert für die Spulenwagen-geschwindigkeit berechnet und abgespeichert wird.
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