BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Verpackung zur Aufnahme wenigstens einer Reihe länglicher Gegenstände gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1. Derartige Verpackungen sind in zahlreichen Varianten bekannt und gebräuchlich und werden insbesondere zum Verpacken von kosmetischen oder pharmazeutischen Produkten eingesetzt. Die flach angelieferten, evtl. vorgeklebten Zuschnitte werden erst beim Abfüller aufgerichtet und mit den Gegenständen gefüllt. Die Verpackungen sollten auf allen vier Seitenwänden und am Boden bedruckbar sein. Die Positionierungselemente haben die Aufgabe, jeden einzelnen Gegenstand festzuhalten, so dass auch bei angebrauchten Packungen die Gegenstände in ihrer ursprünglichen Lage verbleiben. Die gefüllten Packungen werden in der Regel mit einer Schrumpffolie umgeben oder in eine Schachtel eingefüllt. Ein eigentlicher Deckel ist nicht vorhanden.
Bei einer bekannten Verpackung ist ein Zuschnitt derart gefaltet und verklebt, dass die beiden Längsseitenwände auf zwei Ebenen durch Stege miteinander verbunden sind. Je zwei benachbarte Stege sind mit halbmondförmigen Ausschnitten versehen. Der vorgeklebte Zuschnitt kann parallelogrammartig aufgerichtet werden, wobei in der aufgerichteten Endlage die halbmondförmigen Ausschnitte der Stege auf den beiden Ebenen genau übereinander liegen, so dass ein zylindrischer Gegenstand von oben eingeschoben werden kann und durch die Stege festgehalten wird.
Anstelle von Stegen mit halbmondförmigen Ausschnitten können die Seitenwände auch durch einen Materialabschnitt mit runden Öffnungen verbunden sein, wie dies z.B. in der GB-PS 38 43 gezeigt ist.
Ein Nachteil der bekannten Verpackungen besteht darin, dass die länglichen Gegenstände wenigstens in einer Richtung immer durch einen Materialsteg voneinander getrennt sind. Je mehr Gegenstände in einer Reihe verpackt werden müssen, umso länger wird die Verpackung, da sich zur Breite jedes Gegenstandes noch die Breite eines Materialstegs addiert. Dadurch wird die fertige Verpackung relativ voluminös und enthält einen prozentual hohen Anteil an ungenutztem Verpackungsvolumen. Das ungünstige Verhältnis zwischen Verpackungsgut und Verpackungsvolumen wirkt sich somit negativ aus auf den Abfüllprozess, den Transport und die Lagerung der Verpackungen. Aber auch die Verpackung selbst ist relativ teuer, da ein verhältnismässig grosser Zuschnitt verwendet werden muss.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Verpakkung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche die genannten Nachteile vermeidet und welche insbesondere ein dichtes Abpacken der Gegenstände ohne unnötige Zwischenräume ermöglicht. Die Verpackung soll preiswert, einfach zu füllen und stabil sein. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer Verpackung gelöst, welche die Merkmale von Patentanspruch 1 aufweist.
Die aus der Innenwand der prismatischen Hohlkörper herausgestanzten Positionierungselemente machen eine Verbindung der einander gegenüberliegenden Seitenwände mit einem Materialsteg überflüssig. Die Positionierungselemente liegen nämlich im aufgerichteten Zustand der Verpackung in der Ebene der Oberseite, so dass sie eine ausreichende Stabilität aufweisen, um die Gegenstände zu positionieren. Die an der aufgerichteten Innenwand verbleibenden Stanzöffnungen sind an der Verpackung von aussen nicht sichtbar und die Aussenwände der prismatischen Hohlkörper sind voll bedruckbar. Die in der Regel zylindrischen Gegenstände können sich an ihrem grössten Aussendurchmesser praktisch gegenseitig berühren, da die Positionierungselemente nicht durchgehend ausgebildet werden müssen.
Es genügt, die Konfiguration der Positionierungselemente so auszubilden, dass sie die Gegenstände wenigstens an einem Punkt berühren.
Für die Verpackung von zylindrischen Gegenständen werden die Positionierungselemente besonders vorteilhaft etwa dreieckig ausgebildet, wobei eine Seite des Dreiecks in der Falzlinie zwischen Oberseite und Innenwand eines Hohlkörpers liegt. Die beiden freien Seiten eines Dreiecks stützen die Aussenwand von je zwei benachbarten Gegenständen.
Die Fläche eines Dreiecks ist dem Aussendurchmesser der zu verpackenden Gegenstände anzupassen.
Die Stirnseiten der Verpackung werden vorteilhaft dadurch gebildet, dass an den Innenwänden oder an den Aussenwänden der prismatischen Hohlkörper seitlich Zungen angeordnet sind, welche zusammen mit am Boden der Ver packung angeordneten Stirnlappen die zwei quer zu den Hohlkörpern verlaufenden Stirnseiten bilden. Auf diese Weise werden durch die prismatischen Hohlkörper in ihrer aufrechten Lage fixiert. Die Stirnlappen können im aufgerichteten Zustand an andere Materialabschnitte der Verpackung geklebt, geschweisst, angeheftet oder durch Einstecken verbunden werden.
Auf besonders einfache Weise können in einer erfindungsgemässen Verpackung zwei nebeneinander liegende Reihen von Gegenständen verpackt werden, wenn wenigstens an der Innenwand eines prismatischen Hohlkörpers ein Stützsteg angeordnet ist, der aus der Ebene des Bodens der Verpackung quer zu letzterem aufrichtbar ist, so dass der Verpackungsraum in zwei Teile unterteilbar ist. Der Stützsteg sorgt dafür, dass ein einzelner Gegenstand innerhalb der Verpackung auch dann in seiner Lage fixiert bleibt, wenn alle benachbarten Gegenstände entfernt worden sind. Die Höhe des Stützstegs kann auf einfachste Weise der Höhe der Gegenstände angepasst werden.
Das Aufrichten des Stützsteges lässt sich auf besonders einfache Weise realisieren, wenn neben der Falzlinie des aufrichtbaren Stützsteges im Boden der Verpackung Öffnungen zum Durchführen von Aufrichtelementen angeordnet sind.
Diese Aufrichtelemente können beispielsweise Bolzen sein, welche am Boden der Aufrichtmatrize angeordnet sind. Die Bolzen dringen beim Einpressen des flachen Zuschnitts in die Einpressmatrize durch die Öffnungen und richten den Stützsteg auf, bis er entweder durch Befestigung oder durch Einfüllen der Gegenstände in seiner aufrechten Lage fixiert bleibt.
Besonders vorteilhaft kann der Stützsteg in seiner aufgerichteten Lage fixiert werden, wenn an jedem Stirnlappen ein Haltelappen angeordnet ist, der über die seitlichen Zungen nach innen klappbar ist und der einen Ausschnitt zum Festhalten des Stützsteges in aufrechter Lage aufweist. Die aufgerichtete Verpackung kann dadurch auf der Aufrichtmatrize entfernt werden, ohne dass der Stützsteg wieder zurückklappt.
Die Verpackung kann besonders einfach in ihrer aufrechten Lage fixiert werden, wenn die Haltelappen seitlich Nasen aufweisen, welche in Schlitze einrastbar sind, die im Bereich der Falze zwischen Innenwand und seitlichen Zungen angeordnet sind. Auf diese Weise sind nach dem Aufrichten der Verpackung keine Klebeoperationen erforderlich. Die in ihrer Lage fixierten Haltelappen halten sowohl die seitlichen Zungen als auch den Stützsteg fest.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachstehend genauer beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 einen aus einer Materialbahn ausgestanzten Zuschnitt zur Bildung der Verpackung,
Figur 2 den Zuschnitt gemäss Figur 1 mit verklebten prismatischen Hohlkörpern, jedoch im flachen Zustand,
Figur 3 den vorgeklebten Zuschnitt gemäss Figur 2 beim Aufrichten,
Figur 4 eine fertige, teilweise gefüllte Verpackung,
Figur 5 einen Querschnitt durch eine aufgerichtete Verpackung, und
Figur 6 einen Zuschnitt für eine etwas abgewandelte Verpackung.
Der in Figur 1 dargestellte Zuschnitt kann beispielsweise aus einer Materialbahn aus Karton, Kunststoff, Metallfolie oder aus einem Laminat herausgestanzt werden. Die Falzlinien 17 unterteilen den Zuschnitt in einzelne Wandabschnitte und erleichtern das nachträgliche Falzen dieser Abschnitte.
An den Boden 7 der Verpackung sind an den Stirnseiten je ein Stirnlappen 8, 8' und ein Haltelappen 11, 11' angeschlossen. An einer Längsseite ist eine Aussenwand 3, eine Oberseite 4, eine Innenwand 2, eine breite Befestigungszunge 16 und ein Stützsteg 9 angeschlossen. An der gegenüberliegenden Längsseite sind eine Aussenwand 3', eine Oberseite 4', eine Innenwand 2' und eine schmale Befestigungszunge 15 angeschlossen. Die Innenwände 2 und 2' sind zudem mit den seitlichen Zungen 6 und 6' versehen.
Aus dem Boden 7 sind die Öffnungen 10 herausgestanzt.
Ebenfalls ausgestanzt, aber noch mit der Materialbahn verbunden, sind die dreieckigen Positionierungselemente 5 und 5', sowie die Schlitze 14 und 14'. Die Haltelappen 11 und 11' sind mit Ausschnitten 12 versehen. Seitlich an den Haltelappen sind Nasen 13 angeordnet. Der Stützsteg 9 ist zudem noch mit V-förmigen Ausschnitten 20 versehen.
In einem ersten Arbeitsschritt werden die breite Befestigungszunge 16 und die schmale Befestigungszunge 15 auf den Boden 7 der Verpackung geklebt. Zu diesem Zweck müssen die Oberseite 4, die Innenwand 2, die breite Befestigungszunge 16 und der Stützsteg 9 um die Falzlinie zwischen der Aussenwand 3 und der Oberseite 4 geklappt werden. Die Oberseite 4', die Innenwand 2' und die schmale Befestigungszunge 15 werden um die Falzlinie zwischen der Aussenwand 3' und der Oberseite 4' geklappt. Die Öffnungen 10 werden jetzt durch den in der Ebene des Bodens 7 liegenden Stützsteg 9 verdeckt.
Selbstverständlich ist der Zuschnitt gemäss Figur 1 bereits bedruckt, bevor er zur Bildung der prismatischen Hohlkörper verklebt wird. Der Abfüller erhält vom Verpackungshersteller in der Regel den vorbereiteten Verpackungskörper gemäss Figur 2.
Zum Aufrichten des vorbereiteten Verpackungskörpers wird dieser auf an sich bekannte Weise in eine Aufrichtmatrize gepresst. Dabei werden die prismatischen Hohlkörper 1 in Pfeilrichtung A aufgerichtet, wie aus Figur 3 ersichtlich ist. Durch die unmittelbar neben dem Stützsteg 9 angeordneten Öffnungen 10 im Boden 7 der Verpackung dringen beim Einpressen in die Aufrichtmatrize Aufrichtelemente 21, die z. B. als Bolzen ausgebildet sein können. Mittels dieser Aufrichtelemente wird der Stützsteg 9 in Pfeilrichtung C um ca.
90" umgeklappt.
Wie aus Figur 3 besonders deutlich sichtbar ist, brechen die vorgestanzten Positionierungselemente 5 und 5' aus der Ebene der Innenwände aus, da sie mit den Oberseiten 4 verbunden sind und während des Aufrichtvorgangs immer in der Ebene der Oberseiten verbleiben. An den Innenwänden 2 erscheinen jetzt die Ausschnitte 18.
Während bzw. nach dem Aufrichten der prismatischen Hohlkörper 1 werden zuerst die seitlichen Zungen 6 eingeschlagen. Anschliessend werden die Stirnlappen 8 mit ihren Haltelappen 11 in Pfeilrichtung B hochgeklappt und die Haltelappen 11 werden vollständig um die seitlichen Zungen 6 umgeschlagen, bis die Nasen 13 in die Schlitze 14 einrasten.
Wie aus Figur 4 ersichtlich ist, ragen an der fertig aufgerichteten Verpackung die Positionierungselemente 5 gegen das Innere der Verpackung. Der Stützsteg 9 wird durch die Ausschnitte 12 in den Haltelappen 11 in aufrechter Lage fixiert. Die in die Schlitze 14 eingesteckten Nasen 13 ragen etwas ins Innere der prismatischen Hohlkörper 1, wie aus dem Querschnitt gemäss Figur 5 ersichtlich ist.
Die V-förmigen Ausschnitte 20 sind so angeordnet, dass sie zwischen den einzelnen Positionierungselementen 5 etwa im Bereich des grössten Aussendurchmessers der Gegenstände 19 liegen. Dadurch wird das Füllen erleichtert, da die Gegenstände 19 mit ihrem Boden im Bereich des grössten Aussendurchmessers nicht auf dem oberen Rand des Stützstegs 9 aufliegen können. Der in diesem Bereich angeordnete Vförmige Ausschnitt bewirkt, dass der Gegenstand nach unten gleitet.
Die Gegenstände 19 können in einer erfindungsgemässen Verpackung so angeordnet werden, dass sich die zylindrischen Seitenwände der Gegenstände praktisch berühren. Ein durchgehender Materialsteg zwischen den einzelnen Gegenständen ist nicht erforderlich, da die Positionierungselemente 5 an den prismatischen Hohlkörpern 1 zusammen mit dem Stützsteg 9 ausreichen, um jeden einzelnen Gegenstand 19 in seiner Lage festzuhalten. Die prismatischen Hohlkörper ergeben zusätzlich noch den Vorteil, dass die Verpackung verwindungssteif wird und gegen seitliche Schläge und Stösse relativ unempfindlich ist.
In Figur 6 ist ein Zuschnitt für ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel dargestellt. Der Zuschnitt ist im wesentlichen gleich ausgebildet wie der Zuschnitt gemäss Figur 1.
Die Stirnlappen 8 sind jedoch ohne Haltelappen ausgebildet.
Zudem sind die seitlichen Zungen 6 nicht an den Innenwänden 2, sondern an den Aussenwänden 3 angeordnet. Das Verkleben und Aufrichten dieses Zuschnitts erfolgt ebenfalls wie in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Für die Fixierung der Verpackung in aufgerichteter Lage müssen jedoch die seitlichen Zungen 6 mit den Stirnlappen 8 verklebt oder anderweitig fest verbunden werden. Auch der Stützsteg 9 verbleibt nach dem Aufrichten nicht ohne weiteres in seiner Lage, da die Haltelappen fehlen. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist es daher erforderlich, dass die Verpackung gefüllt wird, solange die Aufrichtelemente den Stützsteg 9 noch in aufrechter Lage halten. Anschliessend wird der Stützsteg 9 durch die eingefüllten Gegenstände gehalten.
Ersichtlicherweise sind zahlreiche Abwandlungen und Anpassungen an die jeweiligen Gegebenheiten möglich, ohne dass dabei der Gegenstand der Erfindung verlassen wird. So müssen insbesondere die Positionierelemente 5 nicht unbedingt dreieckig ausgebildet sein. Diese könnten auch eine halbmondförmige, trapezförmige oder eine andere der Form der Gegenstände angepasste Konfiguration aufweisen. Für die Bildung einer Verpackung für nur eine Reihe von Gegenständen kann der Stützsteg 9 ersichtlicherweise weggelassen werden. In diesem Fall wäre auch die breite Befestigungszunge nicht unbedingt erforderlich. Es würde auf beiden Seiten eine schmale Befestigungszunge ausreichen.