CH669801A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines, der Sackherstellung dienenden Schlauchgewebes auf einer Rundwebmaschine, bei welchem Schlauchgewebe sich periodisch und mit vorgegebenem Abstand Querstreifen bildende Schussfadenverdichtungen folgen, an welchen Stellen nachfolgend eine Trennung der Gewebebahn durchgeführt wird, wofür auf das Gewebe eine ablesbare oder abtastbare Registermarkierung aufgebracht wird, deren Einzelmarkierungen mit den Längsabständen der Querstreifen korrespondieren, um einen nachfolgenden registerhaltigen Vorschub der zu trennenden Gewebebahn zu ermöglichen.
Bei solchen Verfahren zur Herstellung von beispielsweise Säk-ken besteht grundsätzlich die Schwierigkeit, die Gewebebahn jeweils an den Stellen der Schussfadenverdichtungen präzise zu schneiden, um sowohl für den Sackrand als auch für den Sackboden einen entsprechenden Anteil der betreffenden Schussfadenverdichtung zu gewinnen. Entsprechend musste bisher die hierfür verwendete Schneidmaschine bedient und die jeweilige Schnittstelle personell gewählt bzw. überwacht werden, was den heutigen Anforderungen an eine rationelle Fabrikation nicht gerecht werden kann.
Entsprechend wurde bereits versucht, auf einer endlosen Materialbahn Bezugsmarken in Form von schwarzen Flecken oder dgl. in vorgegebenen Abständen anzubringen, um diese mittels Lichtstrahlen abzutasten und mit dem gewonnenen Ausgangssignal eine Schneidevorrichtung zu betätigen.
Dies hat sich hier aber in keiner Weise als ausreichend gezeigt, da solche Markierungen durch den bei solchen Maschinen üblichen hohen Faser- bzw. Flusenniederschlag vielfach so abgedeckt werden, dass die Abtastmittel an der Schneidemaschine diese Markierungen nicht mehr erkennen können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, eine Registermarkierung aufzubringen, deren Einzelmarkierungen sich jederzeit durch entsprechende Abtastmittel klar und fehlerfrei erkennen lassen.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass an einer Stelle der Rundwebmaschine zwischen der Flachlegestelle des Schlauchgewebes und dem Warenbaum die Registermarkierung in Form mindestens einer Durchbrechung jeweils im durch die Schussfadenverdichtung gebildeten Querstreifen aufgebracht wird.
Durch diese Massnahmen ist es nunmehr möglich, die Durchbrechungen für einen nachfolgenden registerhaltigen Vorschub der zu trennenden Gewebebahn auf einer Schneidemaschine absolut sicher abzutasten, da hier eine völlige Abdeckung der Registermarkierungen durch Flusen und dgl. ausgeschlossen wird. Erfolgt dabei die Abtastung durch Luft, kann sogar eine dichte Flusenüberdeckung nicht hinderlich sein, da der Luftstrahl die Überdeckung wegblasen würde, so dass sich auch hier ein einwandfreies Signal ergibt.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine Rundwebmaschine zur Durchführung des erfmdungsgemässen Verfahrens mit einer Vorrichtung zur Steuerung der Schussfadeneintragsfolge zur Bildung von sich periodisch mit vorgegebenem Abstand folgenden Schussfadenverdichtungen.
Diese Rundwebmaschine zeichnet sich erfindungsgemäss dadurch aus, dass an der Rundwebmaschine im Bereich der Gewebebahn mindestens eine Stanz- oder Lochungsvorrichtung zur Herstellung von Registermarkierungen in Form von Durchbrechungen jeweils im durch die Schussfadenverdichtungen gebildeten Querstreifen angeordnet ist, die mit der Steuervorrichtung für die Schussfadeneintragsfolge synchron geschaltet ist und die sich im Bereich zwischen der Flachlegestelle des Schlauchgewebes und dem Warenbaum befindet.
Eine beispielsweise Ausführungsform einer Rundwebmaschine zur Durchführung des erfmdungsgemässen Verfahrens ist nachfolgend anhand der Zeichnung, welche schematisch und in schaubildartiger Darstellung eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur Herstellung der Registermarkierungen an einer Rundwebmaschine zeigt, näher erläutert.
In Figur 1 ist eine Rundwebmaschine durch einen Abschnitt eines gewobenen Gutes 1 mit dem aus den Kettfäden 2 des ober-faches und aus den Kettfaden 3 des Unterfaches gebildeten Webfach angedeutet. Durch letzteres wird ein Schussfaden mittels eines Schützen 20 eingetragen, welcher entlang eines horizontalen, kreisförmigen Weges geführt wird. Der Schussfadeneintrag erfolgt dabei in bekannter Weise im Bereich eines oberen 21 und eines unteren Rietringes 22, in deren Näherungsbereich die Schussfadenführung 23 am Schützen 20 eintaucht. Das Öffnen von Oberfach und Unterfach erfolgt in bekannter Weise durch die Schafüitzen 24.
Das so gewobene schlauchförmige Gewebe 1 wird nach oben abgezogen und im Bereich von Abzugswalzen 25 (nur eine dargestellt) flachgelegt und dann in flachgelegter Form in Richtung des . Pfeiles 26 weitergeführt und in bekannter Weise auf einen Warenbaum 40 aufgewickelt.
. Zur Herstellung von sich periodisch mit vorgegebenem Abstand folgenden querstreifenförmigen Schussfadenverdichtungen 9 zur Bildung von verstärkten Rändern des späteren Fertigproduktes ist ferner an der Rundwebmaschine in bekannter Weise eine entsprechende Steuervorrichtung 10 für die Schussfadeneintragsfolge vorgesehen. Gemäss der Darstellung ist diese Steuervorrichtung lediglich durch eine Nockenwelle angedeutet.
Nachfolgend wird dann das endlose Schlauchgewebe 1 einer Schneidemaschine (nicht gezeigt) zugeführt, welche die Einzel-säcke durch jeweils einen Schnitt entlang der Schussfadenverdichtungen 9 abtrennt. Um hierbei die Gewebebahn 1 präzise in bezug auf die querstreifenförmigen Schussfadenverdichtungen 9 schneiden zu können, sind Massnahmen getroffen, um an der Gewebebahn 1 Registermarkierungen 15 anbringen zu können. Diese Registermarkierungen 15 sind erfindungsgemäss Durchbrechungen jeweils im Streifen der querverlaufenden Schussfadenverdichtungen 9, um einen nachfolgenden registerhaltigen Vorschub der zu trennenden Gewebebahn 1 zu ermöglichen.
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Solche erfmdungsgemässen Durchbrechungen 15 ergeben leicht und absolut störungsfrei mit Licht- oder Luftschranken abtastbare bzw. ablesbare Registermarkierungen, die den bisher üblichen elektromagnetischen Streifenmarkierungen und aufgedruckten Farbmarken weit überlegen sind, da letztere leicht von Fasern und Husen überdeckt werden können und dann nicht mehr ablesbar sind, was beim nachfolgenden Ansteuern der Schneidemaschine mittels Abtastring der Registermarkierungen zu grossen Störungen führen kann. Dies ist hier nun ausgeschlossen.
Hierfür ist an einer Stelle der Rundwebmaschine zwischen der durch die Abzugswalzen 25 gegebenen Flachlegestelle des Schlauchgewebes 1 und dem Warenbaum 40 eine entsprechende Stanz- oder Lochungsvorrichtung 50 vorgesehen mit einer Lochplatte 51 mit randnahem Abstreifer 52 und einem, durch einen Elektromagneten 54 oder auch hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren Stempel 53.
Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass eine solche Vorrichtung 5 50 an der einen oder anderen Gewebefaltkante oder an beiden oder irgendwo zwischen diesen angeordnet sein kann. Ebenso können als Registermarkierungen Lochreihen vorgesehen sein.
Die erfindungsgemässe Markierungsvorrichtung 50 wird zweckmässig von der Steuervorrichtung 10 für die Schussfaden -lo eintragsfolge betätigt, was in der Darstellung durch die strichpunktierte Linie 16 angedeutet ist, welche entlang der einen Gewebefaltkante oder entlang der beiden Gewebefaltkanten die Registermarken 15 setzen.
G
1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines, der Sackherstellung dienenden Schlauchgewebes auf einer Rundwebmaschine, bei welchem Schlauchgewebe sich periodisch und mit vorgegebenem Abstand Querstreifen bildende Schussfadenverdichtungen folgen, an welchen Stellen nachfolgend eine Trennung der Gewebebahn durchgeführt wird, wofür auf das Gewebe eine ablesbare oder abtastbare Registermarkierung aufgebracht wird, deren Einzelmarkierungen mit den Längsabständen der Querstreifen korrespondieren, um einen nachfolgenden registerhaltigen Vorschub der zu trennenden Gewebebahn zu ermöglichen, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Stelle der Rundwebmaschine zwischen der Flachlegestelle des Schlauchgewebes und dem Warenbaum die Registermarkierung in Form mindestens einer Durchbrechung jeweils im durch die Schussfadenverdichtung gebildeten Querstreifen aufgebracht wird.
2. Rundwebmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer Vorrichtung (10) zur Steuerung der Schuss-fadeneintragsfolge zur Bildung von sich periodisch mit vorgegebenem Abstand folgenden Schussfadenverdichtungen (9), dadurch gekennzeichnet, dass an der Rundwebmaschine im Bereich der Gewebebahn (1) mindestens eine Stanz- oder Lochungsvorrichtung (50) zur Herstellung von Registermarkierungen (15) in Form von Durchbrechungen jeweils im durch die Schussfadenverdichtungen (9) gebildeten Querstreifen angeordnet ist, die mit der Steuervorrichtung (10) für die Schussfadeneintragsfolge synchron geschaltet ist und die sich im Bereich zwischen der Flachlegestelle (25) des Schlauchgewebes (1) und dem Warenbaum (40) befindet.
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