CH670078A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufwinden von konischen oder variokonischen Spulen, insbesondere auf Textilmaschinen mit konstanter Garnlieferung und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Während des Aufwindes von konischen oder variokonischen Spulen auf Textilmaschinen mit konstanter Liefergeschwindigkeit des aufzuwindenden Garns müssen bekannte Systeme zum Aufwinden des Garnes dem sich ändernden Spulendurchmesser gemäss reagieren, damit konstante Spannung des Garnes erhalten bleibt. Die Textilmaschinen enthalten deshalb verschiedene Kompensatoren, z. B. mechanische mit ausschwenkbaren Rollen, abgefederte oder pneumatische, die Unterschiede der Aufwinde- und Liefergeschwindigkeit des Garnes ausgleichen, wobei die Kompensatoren Antriebswalzen enthalten, deren Oberfläche einen schmalen Bereich erhöhter Reibung aufweist. Dieser Bereich erhöhter Reibung ist z. B. durch einen adhäsiven Belag, eine Riffelung oder einen Zusatzstreifen gebildet.
Diese Mittel sichern jedoch keine gute Spulenbildung und sind kompliziert, schwer einstellbar und nur für bestimmte Formen von konischen Spulen geeignet. Ausserdem bildet der Bereich erhöhter Reibung, der in der glatten Antriebswalze ausgebildet ist, in der Spulenwicklung unerwünschte Druckspuren.
Weitere Vorrichtungen enthalten eine Antriebsanordnung der Spule an der Stelle des Garnanlaufes, weil dann die Garnspannung von sich ändernden Spulendurchmessern nicht mehr abhängig ist und die Kompensatoren nicht mehr notwendig sind.
Eine der bekannten Vorrichtungen dieser Art enthält einen Riemen, der die glatte Antrtiebswalze umschlingt und durch eine Rolle in der zur Achse dieser Walze senkrecht verlaufenden Ebene gespannt wird. Die glatte Antriebswalze dient nicht zu einem unmittelbaren Spulenantrieb, sondern lediglich als Stützelement der Spule, wobei der bereits erwähnte Riemen durch seinen Reibungskontakt mit dem entsprechenden Teil der Mantelfläche der Spule den Antrieb ausübt. Die Berührung des Riemens mit der Spulenmantelfläche befindet sich in der Stelle des Garnanlaufes. Zu diesemZweck wird der Riemen axial gemeinsam mit dem Garnführer durch eine Spannrolle verschoben, die am Verteilerhalter befestigt ist. Daraus ergibt sich eine pendelnde axiale Bewegung des umschlungenen Teiles des Riemens auf dem Stützmittel. Dabei deformiert sich aber der Riemen stark, so dass die erforderliche Bedingung-gleiche Umfangsgeschwindigkeit des Riemens und Liefergeschwindigkeit des Garnes-nichterfülltist. Ebenfalls bleiben auch die Umfangsgeschwindigkeiten der Spule, des Riemens und des Stützelementes gerade in der Stelle des Garnanlaufes unterschiedlich. Ausserdem kommt es zum relativen Verschieben des Riemens entlang der Spule, welche die Garnwicklung stört und den Riemen beschädigt.
Diese Nachteile der bekannten Systeme zum Aufwinden von konischen oder variokonischen Spulen sind durch erfindungsge-mässes Verfahren beseitigt, dessen Wesen darin besteht, dass der vom Garnverteiler zum Anlauf punkt der Spule gerichtete Garnabschnitt zur Oberfläche des rotierenden Ubertragungselementes geführt wird, welches sich unter der Spulenmantelfläche auf dem Stützelement in Richtung dieses Garnabschnittes einstellt.
Die Wirkung dieses Verfahrens zum Aufwinden von Spulen besteht vor allem darin, dass das auf den Anlaufpunkt der Spule anlaufende Garn mittels eines rotierenden Übertragungselementes genau verlegt wird und dass die bereits aufgewickelten Garnwindungen auf der Spule nicht beschädigt werden. Vor allem aber haben das rotierende Übertragungselement und das Stützelement in der Berührungsstelle, die dem Garnaufwindepunkt entspricht, gleiche Geschwindigkeiten, wobei diese als Vektor ausgedrückte Geschwindigkeit senkrecht zur Rotationsachse des Stützelementes in allen Stellungen gerichtet ist, die das rotierende Übertragungselement einnimmt, so dass in der Stelle momentaner Berührung des Übertragungselementes und der Spulenoberfläche relative Ruhe herrscht. Dies bildet die wesentlichen Voraussetzungen zum Aufwinden von konischen und variokonischen Spulen.
Weitere Wirkungen und Vorteile der erfindungsgemässen Lösung sind aus der folgenden Beschreibung und aus der Zeichnung ersichtlich, in der eine Anordnung eines rotierenden, frei auf einem Stützelement aufgehängten Übertragungselementes dargestellt ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens besteht aus einem rotierenden Stützelement 1, das als Rotationskörper z. B. in der Form eines glatten Zylinders ausgebildet ist und die Spule 2 von unten unterstützt. Das Stützelement 1 verursacht jedoch nicht unmittelbar den Spulenantrieb. Der Spulenantrieb wird erst durch ein anderes rotierendes Übertragungselement 3 in der Form eines ringförmigen Bandes ausgeübt. Das Element 3 ist auf dem rotierenden Stützmittel 1 lose aufgehängt und in Drehbewegung durch seine Reibung mit der Oberfläche des Stützmittels 1 in Folge des Spulendruckes gebracht. Das rotierende Übertragungselement 3, welches einen grösseren Innenumfang als das rotierende Stützelement 1 hat, ist seitlich durch ein Führungsele-
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ment 4 geführt, das an einem Halter 5 eines Garnverteilers 6 angeordnet ist. Der Halter 5 ist mit einer zentral betätigten Stange 10 durch nicht dargestellte Mittel verbunden.
Der zu dem Umfang oder Durchmesser des rotierenden Stützelementes 1 grössere Innenumfang des rotierenden Übertragungselementes 3 erlaubt, dass das rotierende Übertragungselement 3 auf dem erwähnten rotierenden Stützelement 1 sich schräg zur Längsachse des Elementes 3 einstellen kann, und zwar mindestens in die Richtung eines Garnabschnittes 8, der von dem Garnverteiler 6 zu einem Anlaufpunkt 9 des Garnes 7 auf der Spule 2 führt, wobei die Berührung beider Körper 1,3 im Bereich des Anlaufpunktes 9 des Garnes 7 praktisch eine gerade Linie ist. Ebenfalls entsteht eine gerade Berührung auch bei der Spulenmantelfläche und dem Übertragungselement 3, wobei diese theoretische Gerade parallel mit der Längsachse des Stützelementes 1 verläuft.
Die Arbeitsweise der oben beschriebenen Vorrichtung verläuft folgendermassen: Während des Aufwindens von konischen oder variokonischen Spulen 2 bewegt sich periodisch entlang des rotierenden Stützelementes 1 der Garnverteiler 6, durch den in den Umkehrpunkten mittels des Führungselementes 4 das frei aufgehängte rotierende Übertragungselement 3 in Richtung des Garnabschnittes 8 soweit umschwenkt, dass das Element 3 vom Garnverteiler 6 in Richtung des Anlaufpunktes 9 des Garnes 7 verläuft.
s Nachdem das rotierende Übertragungselement 3 im Umkehrpunkt durch das Führungselement 4 umgestellt wurde, behält das erwähnte Element 3 seine schräge Einstellung auf dem rotierenden Stützelement 1 während der ganzen Zeit seiner Bewegung zum anderen Spulenrand. Dort wird infolge der Änderung des io Bewegungssinnes des Garnverteilers 6 das Übertragungselement 3 mittels des Führungselementes 4 erneut umgestellt, und zwar unter der Mantelfläche der Spule 2 derart in eine Richtung, dass das Element 3 sich in der Richtung des Garnabschnittes 8 zum Anlaufpunkt 9 der Spule 2 einstellt.
15 Der Garnabschnitt 8 wird also stets zum Anlaufpunkt 9 der Spule 2 über die Oberfläche des rotierenden Übertragungselementes 3 geführt, welches in diesem Bereich der Spule 2 ihre entsprechende Umfangsgeschwindigkeit beibehält, die der Garnzufuhrgeschwindigkeit entspricht, was eine notwendige 20 Bedingung zur Bildung einer guten konischen oder variokonischen Spulenwicklung ist.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Aufwinden von konischen oder variokoni-schen Spulen, insbesondere auf Textilmaschinen mit konstanter Garnlieferung, bei welchem die Spulenmantelfläche mindestens ein rotierendes Stützelement berührt, welches als Rotationskörperausgebildet ist und die Spule von unten stützt, wobei der Spulenantrieb unmittelbar durch ein weiteres rotierendes Übertragungselement durch Reibungskontakt mit der Spulenmantelfläche im Bereich eines Garnanlaufpunktes und durch eine Berührung der Fläche des Stützelementes hervorgerufen wird, auf welchem Stützelement sich das Übertragungselement gemeinsam mit dem Gamverteiler axial verschiebt, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Garnverteiler zum Anlaufpunkt der Spule gerichtete Garnabschnitt zur Oberfläche des rotierenden Übertragungselementes geführt wird, welches sich unter der Spulenmantelfläche auf dem Stützelement in Richtung dieses Garnabschnittes einstellt.
2. Verfahrennach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Übertragungselement sich in Abhängigkeit von der Garnverteilerbewegung einstellt.
3. Verfahrennach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Übertra gungselement sich auf dem rotierenden Stützelement selbständig in der Nähe mindestens eines Spulenrandes umstellt.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurchgekennzeichnet, dass das rotierende Übertragungselement (3) einen grösseren Innenumfang als der Umfang des Stützelementes (1) um einen solchen Wert aufweist, der seine Einstellung in Richtung des vom Garnverteiler (6) zum Anlaufpunkt (9) der Spule (2) zugeführten Garnabschnittes (8) erlaubt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurchgekennzeichnet, dass das rotierende Übsrtragungselement (3) durch einen auf dem rotierenden Stützelement (1) frei aufgehängten Ring gebildet und durch ein seitlich angreifendes Führungselement (4) des Halters (5) des Gamverteilers (6) betätigbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das rotierende Übertragungselement (3) in der Form eines Teils der Mantelfläche eines stumpfen Kegels ausgebildet ist.
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