CH670116A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Schussfadenbremse für eine schützenlose Webmaschine, beispielsweise vom Typ STB und «Sulzer», gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Am weitesten bekannt sind die zurzeit an STB- und «Sulzer»-Webmaschinen verwendeten mechanischen Schussfadenbremsen, die einen Hebel- und Nockenantrieb besitzen.
Ein Nachteil dieser Bremsen liegt in der starren Abhängigkeit des Gesetzes ihrer Verschiebung vom Drehwinkel der Hauptwelle. Da die Geschwindigkeit des Eintragsorgans im Fach der Lade keine konstante Grösse ist, so muss man mit der Schussfadenbremsung beginnen, indem man sich vorher auf die Höchstgeschwindigkeit des Eintragsorgans orientiert. Somit kann der Schussfaden innerhalb bis zu einem Drittel der Länge der Lade bei eingeklemmter Bremse eingetragen werden, was die Bruchhäufigkeit des Schussfadens erhöht. Das Vorhandensein des Hebel- und Nockenantriebes vergrössert die Systemträgheit, was sich auf die Lebensdauer der Vorrichtung auswirkt und die Möglichkeit einer Erhöhung der Farbigkeit der Webmaschine zunehmend komplizierter macht.
Es sind an Maschinen «Novostav» (CSSR) verwendete elektrische Bremsen bekannt, die sich aus einem am Gehäuse befestigten Elektromagnet und aus in Form von Platten ausgebildeten Klemmteilen, einem beweglichen und einem feststehenden, zusammensetzen, wobei sich das feststehende Klemmteil zwischen dem Elektromagnet und dem beweglichen Klemmteil befindet. Das bewegliche Klemmteil ist an das feststehende mit Möglichkeit einer Änderung des Anpressdrucks angedrückt. Der Schussfaden ist zwischen den Klemmteilen mit einer bestimmten Anfangskraft stets eingeklemmt.
Im Augenblick des Beginns der Schussfadenbremsung wird dem Elektromagnet eine elektrische Spannung zugeführt, und das bewegliche Klemmteil klemmt, indem es vom Elektromagnet angezogen wird, den Schussfaden mit einer bestimmten Kraft ein, die der technologischen Schussfadenspannung entspricht.
Nachteilig bei dieser Bremse ist ein ständiges Anbremsen des Schussfadens, was eine Erhöhung seiner Bruchhäufigkeit nach sich zieht.
Die vollkommenste und bekannteste technische Lösung ist zurzeit eine im UdSSR-Urheberschein Nr. 598981, Kl. D 03 D 47/36, beschriebene Konstruktion der elektrischen Schussfadenbremse, die ein Gehäuse enthält, in welchem ein Elektromagnet und zwei Klemmteile untergebracht sind, von denen das eine feststehend ist, das andere aber beweglich und in Gestalt einer elastischen Platte ausgebildet ist, die mit ihren Enden am Gehäuse befestigt ist, wobei das bewegliche Klemmteil zwischen dem feststehenden Klemmteil und dem Elektromagnet angeordnet ist.
Beim stromlosen Elektromagnet ist das bewegliche Klemmteil an das feststehende Klemmteil angedrückt und bremst den zwischen ihnen befindlichen Schussfaden an.
Bei der Spannungszuführen zum Elektromagnet wird das bewegliche Klemmteil an diesen angezogen, indem es den Schussfaden freigibt.
Ein Nachteil dieser Konstruktion ist die geringe Steifigkeit des beweglichen Klemmteils in Laufrichtung des Schussfadens, die durch die Form des beweglichen Klemmteils bedingt ist.
Die Verschiebung des Schussfadens beim Bremsen und Ausgleich ruft eine unbestimmte Veränderung der Form des beweglichen Klemmteils in Laufrichtung des Schussfadens hervor, die durch die Form des beweglichen Klemmteils bedingt ist.
Die Verschiebung des Schussfadens beim Bremsen und Ausgleich ruft eine unbestimmte Veränderung der Form des beweglichen Klemmteils hervor und destabilisiert dadurch die Bremskraft des Schussfadens, was zum Bruch oder Durchflug desselben fuhrt.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die vorstehend genannten Nachteile zu beheben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Betriebssicherheit einer elektrischen Schussfadenbremse durch Verminderung der Spannung des Schussfadens während seines Laufs im Fach der Webmaschinenlade zu erhöhen und die Kraft seiner Einklemmung durch die Klemmteile zu stabilisieren.
Diese Aufgabe ist bei der vorgeschlagenen elektrischen Schussfadenbremse für eine schützenlose Webmaschine der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das feststehende Klemmteil zwischen der elastischen Platte und dem Elektromagnet angeordnet ist, während am Gehäuse ein Anschlag zum Kontaktieren des freien Endes der elastischen Platte befestigt ist, die in bezug auf das feststehende Klemmteil einen Spalt freilässt.
Zwecks Stabilisierung der Lage des Schussfadens zwischen den Klemmteilen liegen die Stirnseiten des Elektromagnetkerns zweckmässig in ein und derselben Ebene symmetrisch in bezug auf die Bewegungsbahn des Fadens, und diese Ebene verläuft parallel zur Ebene des feststehenden Klemmteils.
Eine derartige Ausführung der Schussfadenbremse ermöglicht deren exakte und zuverlässige Arbeit während der Weberei.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht im folgenden.
Die Anordnung des feststehenden Klemmteils zwischen dem Elektromagnet und dem beweglichen Klemmteil gestattet es, den Einfluss des laufenden Schussfadens auf die Form des beweglichen Klemmteils zu vermindern und dadurch den Wert der Bremskraft des Schussfadens zu stabilisieren.
Das Vorhandensein eines Spaltes zwischen dem beweglichen und dem feststehenden Klemmteil erlaubt es, den Schussfaden mit minimaler Spannung einzutragen und ein Anbremsen desselben durch die Klemmteile völlig auszuschliessen.
Dadurch, dass die Pole des Elektromagnets in ein und derselben Ebene symmetrisch auf die Linie der Schussfadenlaufbahn angeordnet sind, wird es möglich, die Lage des Fadens auf der theoretischen Linie seiner Bahn zu stabilisieren, weil bei einer Abweichung desselben seitens des beweglichen Klemmteils durch dessen Form bedingte Kräfte wirksam werden, die den Schussfaden in den Ausgangszustand zurückführen und damit die Bremskraft des Schussfadens stabilisieren.
Das Vorhandensein der genannten Merkmale bietet die Möglichkeit, die elektrische Schussfadenbremse kompakt, bequem in der Bedienung und betriebssicher in einem weiten Bereich der Bremszustände des Schussfadens bei erhöhten Geschwindigkeiten der Webmaschine zu machen.
Darüber hinaus lässt sich die erfmdungsgemässe Konstruktion der elektrischen Schussfadenbremse mit verschiedenen Schemas der elektrischen Steuerung und automatischen Regelung von Betriebsarten leicht verbinden, weil die Bremskraft lediglich von
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der Spannung abhängt, die der Wicklung des Elektromagnets zugeführt wird.
Versuchsergebnisse haben gezeigt, dass beim Installieren der elektrischen Schussfadenbremsen der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Bauart an STB-Maschinen eine Verminderung der 5 Fadenbruchhäufigkeit um ein 2- bis 4faches in Abhängigkeit von der Art des Schussfadens sowie eine Erhöhung der Qualität von hergestellten Erzeugnissen erzielt wurden.
Nachstehend ist ein Ausfuhrungsbeispiel der vorgeschlagenen elektrischen Schussfadenbremse unter Bezugnahme auf beigelegte io Zeichnungen angeführt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Gesamtansicht der Bremse;
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 1.
Die elektrische Schussfadenbremse enthält ein Gehäuse 1 (Fig. 1), in dem ein Elektromagnet 2 untergebracht ist, der aus i5 einer Wicklung 3 (Fig. 2) und einem zum Beispiel U-förmigen Kern 4 (Fig. 2) besteht. Ein feststehendes Klemmteil 5 ist in der Ebene der Stirnseiten der Pole des Kernes 4 befestigt. Ein bewegliches Klemmteil 6 ist mit dem einen Ende am Gehäuse 1 starr befestigt, während es sich mit dem anderen Ende auf einem 20 höhenverstellbaren Anschlag 7 abstützt. Seinerseits ist der Anschlag 7 am Gehäuse 1 starr befestigt. Zwischen dem beweglichen Klemmteil 6 und dem feststehenden Klemmteil 5 ist ein Spalt von 2 bis 4 mm vorhanden. Das bewegliche Klemmteil 6 ist in Form mindestens einer elastischen Platte oder eines Satzes von 25 Platten ausgebildet.
Führungselemente 8 für einen Schussfaden 9 sind am Gehäuse 1 zwischen dem beweglichen Klemmteil 6 und dem feststehenden Klemmteil 5 befestigt.
Die Breite der Platte des beweglichen Klemmteils 6 ist gleich 30 dem Mass auf der Aussenseite der Pole des Kerns 4 des Elektromagnets 2.
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Die Einrichtung arbeitet folgenderweise:
Im Ausgangszustand ist der Elektromagnet 2 stromlos, weshalb zwischen dem beweglichen Klemmteil 6 und dem feststehenden Klemmteil 5 ein Spalt vorhanden ist. Der Faden 9 ist dabei ungebremst.
Bei der Zufuhrung einer Spannung zur Wicklung 3 zieht das Magnetfeld das bewegliche Klemmteil 6 an den Kern 4 an, wodurch der Faden 9 zwischen dem beweglichen Klemmteil 6 und dem feststehenden Klemmteil 5 eingeklemmt wird.
Die Platte des beweglichen Klemmteils 6 stützt sich in ihrem mittleren Teil auf dem Faden 9 ab, und ihre Ränder nähern sich unter der Wirkung des Magnetfeldes dem Kern 4, indem sie im Querschnitt eine Rinne bilden, welche mit ihrer Ausbauchung vom Faden aus nach aussen weist. Diese Form der Platte des beweglichen Klemmteils gewährleistet bei einer Abweichung des Fadens von seiner Nennlage, dass bei den auf den Faden wirkenden Kräften eine Komponente auftritt, die zur Linie der Nennlage gerichtet ist, das heisst zu einer Linie, welche die Mittelpunkte der Führungselemente 8 verbindet.
Die Stabilisierung der Lage des Fadens 9 führt zur Konstanz der Klemmkraft, was im Endergebnis die Brüchigkeit des Schussfadens herabsetzt.
Die erfindungsgemäss vorgeschlagene elektrische Schussfadenbremse ist kompakt, bequem in der Bedienung und in einem weiten Bereich der Bremszustände des Schussfadens betriebssicher.
Die geringe Trägheit des beweglichen Klemmteils erlaübt es, die erfindungsgemässe Bremse bei erhöhten Geschwindigkeitszu-ständen der Webmaschine effektiv einzusetzen.
Das Vorhandensein eines elektrischen Signals bietet die Möglichkeit, die einfache Anordnung der erfindungsgemässen elektrischen Bremse in verschiedenen Schemas der elektrischen Steuerung und automatischen Regelung von Betriebsarten anzuwenden.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Elektrische Schussfadenbremse für eine schützenlose Webmaschine mit einem Gehäuse (1), in welchem ein Elektromagnet (2) und zwei Klemmteile (5, 6) untergebracht sind, von denen das eine (5) feststehend ist, das andere aber beweglich und in Gestalt mindestens einer elastischen Platte (6) ausgebildet ist, die an einem ihrer Enden am Gehäuse (1) starr befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das feststehende Klemmteil (5) zwischen der elastischen Platte und dem Elektromagnet (2) angeordnet ist, während am Gehäuse (1) ein Anschlag (7) zum Kontaktieren des freien Endes der elastischen Platte (6) befestigt ist, die in bezug auf das feststehende Klemmteil (5) einen Spalt freilässt.
2. Elektrische Schussfadenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseiten des Kerns (4) des Elektromagneten (2) in ein und derselben Ebene symmetrisch in bezug auf die Bewegungsbahn des Fadens (9) liegen und diese Ebene zur Ebene des feststehenden Klemmteils (5) parallel verläuft.
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