CH670845A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung von laufenden Bändern, insbesondere zum Färben von Bändern, bestehend aus Führungswalzen zum Führen des zu behandelnden Bandes durch einen ein Behandlungsmittel enthaltenden Behälter und aus mindestens zwei nachgeordneten Druckwalzen, zwischen denen das zu behandelnde Band zum Abquetschen durchgeführt ist.
Mit derartigen Vorrichtungen ist es möglich, kontinuierlich textile Bänder zu behandeln, insbesondere zu färben. Damit ein gleichmässiger Farbeintrag in die Bänder gewährleistet ist, müssen die Bänder zwischen den Druckwalzen durchgeführt werden, wodurch überschüssige Farbe abgequetscht wird und die Farbe gleichmässig im Band verteilt wird. Dies setzt jedoch einen bestimmten, von den Druckwalzen auf das Band ausgeübten Druck voraus.
Nachteilig ist, dass mit diesen bekannten Vorrichtungen nur im wesentlichen glatte Bänder behandelt werden können. Reissverschlussbänder, Wulstbänder, Klettverschlussbänder, Samtbänder oder dergleichen sind mit derartigen Vorrichtungen nicht zu behandeln, da durch den Druck der Druckwalzen die entsprechenden Strukturen der Bänder (Klettverschluss, Samt) niederge-presst werden oder eine ungleichmässige Farbverteilung bewirkt wird (Reissverschlussbänder, Wulstbänder).
Es ist bekannt, derartige Bänder mit einseitigen Strukturen im Kessel-Hochdruckverfahren zu verarbeiten. Da dies jedoch ein diskontinuierliches Verfahren ist, ist diese Verfahrensart sehr zeitaufwendig und sehr kostspielig.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass mit dieser Vorrichtung auch Reissverschlussbänder, Wulstbänder, Klettverschlussbänder, Samtbänder oder dergleichen zu behandeln sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass jeweils die der Oberoder Unterseite des zu behandelnden Bandes zugeordneten
Druckwalzen als Bürstenwalzen ausgebildet sind.
Vorteilhaft sind die Borsten der Bürstenwalzen in radialer Richtung verlaufend angeordnet.
Bei einer vorteilhaften Ausfuhrungsform weisen die Borsten der Bürstenwalzen eine Länge von ca. 1,5 cm auf. Vorzugsweise haben die Borsten der Bürstenwalzen einen Durchmesser von ca. 0,25 mm. Vorteilhaft sind jeweils 50 g Borsten pro Quadratzentimeter auf dën Bürstenwalzen angeordnet.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind zwei Bürstenwalzen diametral zueinander einer Druckwalze zugeordnet.
Vorzugsweise sind die Bürstenwalzen zur Verstellung des Andrucks mit einem hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren Druckzylinder verbunden.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist den Druckwalzen eine Behandlungseinheit nachgeschaltet, bei der jeweils die der Ober- oder Unterseite des zu behandelnden Bandes zugeordneten Führungswalzen als Bürstenwalzen ausgebildet sind.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielhaft dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Seitenansicht,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung in Seitenansicht und
Fig. 3 die Vorrichtung nach Fig. 2 mit nachgeschalteter Behandlungseinheit.
Nach Fig. 1 weist eine Vorrichtung zur Behandlung von laufenden Bändern einen Behälter 1 mit einem Behandlungsmittel auf, durch den ein zu behandelndes Band 2 über eine Führungswalze 3 und Umlenkwalzen 4 geführt ist.
Dem Behälter 1 sind zwei Druckwalzen 5 und 6 nachgeordnet, zwischen denen das zu behandelnde Band 2 nach Verlassen des Behälters 1 durchgeführt ist.
Wie die Fig. 1 zeigt, sind die Druckwalzen 5 und 6 im Abstand und mit ihren Achsen 7 und 8 parallel zueinander angeordnet, wobei die Druckwalze 5 als Bürstenwalze ausgebildet ist.
Wie die Fig. 1 weiter zeigt, ist die Drehachse 7 der Bürstenwalze 5 von einer Kolbenstange 9 eines Kolbens 10 gehalten, der in einem hydraulisch oder pneumatisch beaufschlagbaren Druckzylinder 11 verschiebbar geführt ist. Dadurch kann der Abstand der Drehachsen 7 und 8 verändert werden und somit der gewünschte Druck zwischen den Druckwalzen eingestellt werden.
Die Borsten 12 der Bürstenwalze 5 weisen eine Länge von ca. 1,5 cm auf und haben einen Durchmesser von ca. 0,25 mm. Es sind jeweils ca. 50 g Borsten pro Quadratzentimeter auf der Bürstenwalze 5 angeordnet.
Wie die Fig. 1 weiter zeigt, wird das zu behandelnde Band 2, hier beispielsweise ein Samtband oder ein Klettverschlussband, derart durch die Behandlungsvorrichtung geführt, dass die Samtfäden bzw. die den Klettverschluss bildenden Schlingen der Bürstenwalze 5 zugeordnet sind. Dadurch wird einerseits ein gleichmässiger Farbeintrag und andererseits ein gleichmässiges Abquetschen des Bandes 2 gewährleistet, ohne dass die Samtfäden oder die die Klettverschlüsse bildenden Schlingen niedergedrückt werden.
Bei der Ausführungsform der Fig. 2 handelt es sich im Gegensatz zu dem in Fig. 1 beschriebenen Zwei-Walzen-Färbefoulard um einen Drei-Walzen-Färbefoulard. Bei dieser Vorrichtung durchläuft das zu behandelnde Band 2 zweimal den ein Behandlungsmittel enthaltenden Behälter 1. Es ist dabei über Führungswalzen 3 und Umlenkwalzen 4 gefuhrt. Dem Behälter 1 ist eine Druckwalze 6 mit zwei diametral einander gegenüberliegenden Bürstenwalzen 5 und 5a nachgeordnet. Die Bürstenwalzen 5 und 5a sind über Druckzylinder 11 und 1 la in ihrem Abstand zu der Druckwalze 6 veränderbar. Wie die Fig. 3 zeigt, ist der Vorrichtung nach Fig. 2 eine Behandlungseinheit nachgeordnet, die im wesentlichen aus einem Dämpfer 13 (Farbstoffixiereinheit), einem Wasserschloss 14, einer Wascheinheit 15 und einer Abquetschein-
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heit 16 besteht. Wie die Fig. 3 ferner zeigt, sind bei den nachgeschalteten Behandlungseinheiten jeweils die der Oberseite des zu behandelnden Bandes 2 zugeordneten Führungswalzen als Bür-
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stenwalzen 17, 18 und 19 ausgebildet. Überall dort, wo grösserer Druck auf das zu behandelnde Band ausgeübt wird, werden daher Bürstenwalzen eingesetzt.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Behandlung von laufenden Bändern, insbesondere zum Färben von Bändern, bestehend aus Führungswalzen zum Führen des zu behandelnden Bandes durch einen ein Behandlungsmittel enthaltenden Behälter und aus mindestens zwei nachgeordneten Druckwalzen, zwischen denen das zu behandelnde Band zum Abquetschen durchgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die der Ober- oder Unterseite des zu behandelnden Bandes (2) zugeordneten Druckwalzen als Bürstenwalzen (5, 5a) ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (12) der Bürstenwalzen (5, 5a) in radialer Richtungverlaufend angeordnet sind.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (12) der Bürstenwalzen (5, 5a) eine Länge von ca. 1,5 cm aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Borsten (12) der Bürstenwalzen (5, 5a) einen Durchmesser von ca. 0,25 mm haben.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ca. 50 g Borsten pro Quadratzentimeter auf den Bürstenwalzen (5, 5a) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Bürstenwalzen (5, 5a) diametral zueinander einer Druckwalze (6) zugeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenwalzen (5, 5a) zur Verstellung des Andruckes mit einem hydraulisch oder pneumatisch betätigbaren Druckzylinder (9,10,11) verbunden sind.
Applications Claiming Priority (1)
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