CH671057A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Herstellung eines im Erdreich oder Bauwerk zu verankernden und einer Last auszusetzenden, aus einem Zentralglied und mehreren, koaxialen zum Zentralglied angeordneten Aussengliedern zusammengestellten Zuggliedes, welches Zugglied dazu bestimmt ist, nach seinem Gebrauch aus dem Erdreich bzw. Bauwerk grösstenteils ausgebaut zu werden, und einem in diesem Verfahren hergestellten Zugglied.
Für die Konstruktion zum Beispiel von Bauwerken, die sich mehrere Stockwerke tief in den Boden erstrecken, werden häufig Baugruben durch Schlitz- oder Spundwände umschlossen und mittels Verpressanker mit Zuggliedern rückseitig verankert. Die Zugglieder werden bei den Verpressankern im Erdreich verankert und durch Vorspannung einer Last ausgesetzt.
Die Zugglieder können aber auch in den Bauwerken selber Verwendung finden, wie es der Fall z.B. bei Stützen einer Brücke ist. Dort können während des Baues der Brücke auf die Stützen Kräfte wirken, die eine temporäre Verstärkung derselben durch Zugglieder erforderlich machen.
Nach dem Gebrauch werden die Zugglieder aus dem Erdreich oder Bauwerk entfernt und können eventuell wiederverwendet werden. Es gibt sogar in manchen Ländern Bestimmungen, dass die Verpressanker nach Beendigung der Bauarbeiten wieder zu entfernen sind.
Zum teilweisen oder vollständigen Ausbau der Zugglieder aus dem Erdreich bzw. dem Bauwerk bieten sich «mechanische», «physikalische», «chemische» oder andere Lösungen an.
Beim mechanischen Ausbau wird z.B. das Prinzip einer Soll-Bruchstelle auf dem Zugglied angewandt. Durch die Soll-Bruchstelle wird eine Querschnittverminderung des Zuggliedes erreicht. Diese Methode beschränkt sich meistens auf stabförmige Stahlzugglieder mit einem einzigen Zugstab. Das Zugglied wird durch Überspannen über die Zugfestigkeitsgrenze hinaus in der Soll-Bruchstelle abgerissen und aus dem Erdreich bzw. dem Bauwerk grösstenteils entfernt.
In der DE-OS 30 39 080 ist ein wiedergewinnbares Bewährungselement für einen Verpressanker beschrieben. Das Zugglied für einen Verpressanker besteht aus zwei oder mehreren Stahlstäben. Der Grundgedanke dieser Erfindung liegt darin, durch Anordnung von Abstandhaltern zwischen den einzelnen Stahlstäben des Zuggliedes diese in gespreizter Form in den Verpresskör-per einzubetten. Durch Ziehen oder Zerstören der lösbar eingesetzten Abstandhalter wird ein Bewegungsfreiraum für die einzelnen Stahlstäbe geschaffen. Nach Einleitung einer Zugkraft vom luftseitigen Verankerungsende her unter Überwindung des Scherverbundes der Stahlstäbe mit dem Verpresskörper werden diese aus dem Verpressanker nacheinander herausgezogen und so wieder gewonnen.
In der DE-PS 26 27 524 ist ein Verpressanker mit einem von einem Hüllrohr umgebenden Zugglied beschrieben. Das in Zorm einer Stahldrahtlitze ausgebildete Zugglied erstreckt sich gleitbar durch das Hüllrohr. Das Zugglied ist mit seinem erdseitigen Ende durch einen Ankerfuss durchgeführt und mittels einer sich gegen den Ankerfuss abstützenden Hülse gehalten. Der Grundgedanke der Erfindung liegt darin, dass zwischen der Hülse und dem Zugglied ein Haftmittel als Zwischenlage angebracht und durch die Hülse an das Zugglied festgepresst ist. Die Spannkraft der Hülse ist so bemessen, dass die maximale Widerstandskraft, die zum Herausziehen des Zuggliedes erforderlich ist, etwas grösser als die Tragkraft ist, die auf das Zugglied ausgeübt wird.
Die beiden oben erwähnten Druckschriften beschreiben nur einen Verpressanker.
Nachteil des ausbaubaren Ankers nach der DE-OS 30 39 080 besteht darin, dass in den Verpressanker mit dem Zugglied Abstandhalter eingebaut und nachher wieder herausgezogen werden müssen, wodurch die Konstruktion des Verpressankers kompliziert und somit verteuert wird.
Bei der DE-PS 26 27 524 ist zwischen der Aussenfläche des Zuggliedes und der Bohrung der Presshülse ein Haftmittel angeordnet, das so bemessen werden muss, dass auch wirklich die Belastbarkeit zwischen den Grenzen der Gebrauchslast und Bruchfestigkeit liegt. Der Toleranzbereich ist aber bei der Herstellung sehr gering, und jede Ungenauigkeit kann den Unsicher-heitsfaktor der Belastbarkeit des Verpressankers vergrössern.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines ausbaubaren Zuggliedes vorzuschlagen, in welchem das Zugglied einfach hergestellt werden kann und die zum Ausbau des Zuggliedes benötigte Last im voraus berechenbar ist. Ein solches Zugglied sollte nicht nur bei Verpressankern, aber auch in anderen Gebieten Verwendung finden.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Teile des Patentanspruches 1 sowie des Patentanspruches 5 gelöst. Es ist von Vorteil, wenn nebst dem Zentralglied mindestens ein Aussenglied vollständig durchgetrennt werden kann. Wenn das Aussenglied im Bereich des zu verankernden Teiles des Zuggliedes vollständig durchgetrennt wird, wird an das Zugglied um die Trennstelle des Zentralgliedes sowie die Trennstelle des Aussengliedes
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herum ein Stützmittel durch Querpressen angebracht.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Teilansicht im Schnitt eines aus einer Stahldrahtlitze bestehenden Zuggliedes, dessen Zentralglied vollständig durchgetrennt wurde, mit einem um die Trennstelle herum ange-pressten Stützelement,
Fig. 2 einen Querschnitt des Zuggliedes entlang der Linie II-II der Fîg. 1,
Fig. 3 eine Teilansicht im Schnitt des Zuggliedes nach der Fig. 1, das im Bereich der Trennstelle des Zentralgliedes abgebrochen wurde,
Fig. 4 eine Teilansicht im Schnitt eines aus einem zentralen Stab und mehreren konzentrisch zu demselben und einander parallel verlaufenden Stahlstäben bestehenden Zuggliedes, dessen Zentral- und ein Aussenglied vollständig durchgetrennt wurden, mit einem um die beiden Trennstellen herum angepressten Stützelement,
Fig. 5 eine Teilansicht im Schnitt des Zuggliedes nach der Fig. 4, das im Bereich der beiden Trennstellen abgebrochen wurde,
Fig. 6 eine Teilansicht im Schnitt eines aus einer Stahldrahtlitze bestehenden Zuggliedes, dessen Zentralglied vollständig durchgetrennt wurde, mit einem um die Trennstelle herum angepressten Stützelement in Form einer Keilverankerung,
Fig. 7 eine Teilansicht im Schnitt wie in der Fig. 6, jedoch eines aus einem zentralen Stab und mehreren konzentrisch zu demselben und einander parallel verlaufenden Stahlstäben bestehenden Zuggliedes.
Fig. 8 eine Teilansicht im Schnitt des Zuggliedes nach der Fig. 6, mit einem um die Trennstelle herum angepressten Stützelement in Form einer Keilverankerung, wobei der zu verankernde Teil des Zuggliedes verlängert ist,
Fig. 9 eine Teilansicht im Schnitt des Zuggliedes nach der Fig. 7, mit einem um die Trennstelle herum angepressten Stützelement in Form einer Hülse, wobei der zu verankernde Teil des Zuggliedes verlängert ist,
Fig. 10 eine Teilansicht im Schnitt des Zuggliedes nach der Fig. 9, mit einem Stützelement in Form einer Keilverankerung.
Beim Herstellen eines im Erdreich oder Bauwerk zu verankernden und einer Last auszusetzenden, aus einem Zentralglied 2 und mehreren, koaxial zum Zentralglied 2 angeordneten Aussengliedern 3 zusammengestellten Zuggliedes 1, welches Zugglied dazu bestimmt ist, nach seinem Gebrauch aus dem Erdreich bzw. Bauwerk grösstenteils ausgebaut zu werden, wird wie folgt vorgegangen: Im Bereich L (siehe die Fig. I) seines zu verankernden Teiles la wird das Zentralglied 2 vollständig durchgetrennt. Das Zugglied 1 besteht gemäss der Fîg. 1 aus einer Stahldrahtlitze. In diesem Fall werden die gedrallten, aus Drähten bestehenden Aussenglieder 3 teilweise geöffnet und das ebenfalls aus einem Draht bestehende Zentralglied 2 vollständig durchgesägt. Im Fall, dass das Zugglied 1 aus einem zentralen Stahlstab und mehreren äusseren, um den zentralen Stahlstab koaxial und zueinander parallel verlaufenden Stahlstäben besteht, wird das aus dem zentralen Stahlstab bestehende Zentralglied 2 vor dem Zusammenstellen des Zuggliedes 1 durchgesägt oder abgeschert.
Nach dem vollendeten vollständigen Durchtrennen des Zentralgliedes 2 wird um die Trennstelle 4 herum ein Stützelement 5 durch Querpressen angebracht. Das Stützelement nach den Fig. 1, 3,4, 5 und 9 besteht aus einer Hülse, die im Bereich L des zu verankernden Teiles la des Zuggliedes 1 an dasselbe ange-presst wird. In den Fig. 6 und 8 besteht das Stützelement 5 aus einer Keilverankerung, die aus zwei ineinanderlaufenden keilförmigen Teilen besteht. Zwischen der Innenbohrung der Presshülse und dem Umfang der Aussenglieder 3 ist eine Einlage 11 vorgesehen, deren Material härter als die Materialien der Presshülse und des Zuggliedes 1 ist. Die am Zugglied 1 anliegende Fläche des inneren keilförmigen Teiles ist mit Verzahnung 13 versehen.
Will man die zum Ausbau des Zuggliedes 1 benötigte Last reduzieren, wird eines oder mehrere der äusseren Glieder 3 des Zuggliedes 1 vollständig durchgetrennt. In keinem Fall werden aber alle Aussenglieder 3 des Zuggliedes 1 vollständig durchgetrennt. Dabei wird aber das Zentralglied 2 immer vollständig durchgetrennt. Mindestens ein Aussenglied 3 wird im Bereich L des zu verankernden Teiles la des Zuggliedes 1 etwa in der Nähe der Trennstelle 4 des Zentralgliedes 2 vollständig durchgetrennt. Anschliessend wird an das Zugglied 1 um die Trennstelle 4 des Zentralgliedes 2 sowie die Trennstelle 6 des Aussengliedes 3 herum ein Stützelement 5, wie oben erwähnt, durch Querpressen angebracht.
Es ist aber auch möglich, mindestens ein Aussenglied 3 ausserhalb des Bereiches L des zu verankernden Teiles la des Zuggliedes 1 vollständig durchzutrennen. In diesem Fall wird das Stützelement 5 nur um die Trennstelle 4 des Zentralgliedes herum an das Zugglied 1 durch Querpressen angebracht und die Trennstelle 6 des Aussengliedes 3 bleibt ohne Stützelement.
Bei dem in den oben erwähnten Schritten hergestellten Zugglied 1 ist die Position der Trennstelle 4 des Zentralgliedes 2 je nach Grösse der auf das Zugglied 1 bei dessen Ausbau auszuübenden Last Pim Bereich L des zu verankernden Teiles la des Zuggliedes 1 festlegbar. Wenn der Abstand LI der Trennstelle 4 des Zentralgliedes 2 von der in Richtung der auszuübenden Last P liegenden Grenzlinie des Bereiches L des zu verankernden Teiles la kleiner ist als deijenige Abstand L2 von der in Gegenrichtung der auszuübenden Last P liegenden Grenzlinie des Bereiches L des zu verankernden Teiles la, dann wird die Grösse der auszuübenden Last P kleiner als diejenige Last, wenn der Abstand L2 kleiner wäre. Die benötigte Maximalgrösse der auszuübenden Last zum Ausbauen des Zuggliedes 1 wird sich im Grenzbereich, in welchem LI = L und L2 = 0, der Bruchlast des vollständigen Zuggliedes 1 ohne Trennstellen nähern. So muss die Last P möglichst klein gehalten werden, jedoch grösser als die erforderliche Gebrauchslast; dann können eines oder mehrere der Aussenglieder 3 des Zuggliedes 1 ebenfalls im Bereich des Stützelementes 5 vollständig durchgetrennt werden.
Die auf das Zugglied 1 auszuübende Last, bei welcher das zusammengestellte Zugglied 1 ausgebaut werden kann, wird in folgendem Grenzbereich liegen:
Erforderliche Gebrauchslast < auf das Zugglied auszuübende Last < Bruchlast des vollständigen Zuggliedes.
In den Fig. 1, 2, 3,4, 5, 6 und 7 ist ein Widerlager 8 dargestellt, gegen welches sich das Stützelement 5 mit seiner dem zu verankernden Teil la abgekehrten Seite abstützt. Dieses Widerlager hat die gleiche Funktion wie der Ankerfuss bei einem Pressanker. In den Fig. 6 bis 10 ist der aktive Teil des Zuggliedes 1 in einem Füllrohr 9 mit Gleitmittel 10 dargestellt.
Die Ausfuhrungsformen nach den Fig. 8 bis 10 weisen einen verlängerten passiven Teil (zu verankernden Teil) des Zuggliedes, welcher Teil hinter dem Stützelement 5 noch im Betonkörper 12 verankert ist. Ausserhalb des Bereiches L sind an den äusseren Stahlstäben, die konzentrisch um einen Stahlstab und zueinander parallel verlaufen, Klemmhülsen 7 angedeutet. Durch diese Klemmhülsen 7 werden die äusseren Stahlstäbe an den zentralen Stahlstab angepresst und mit demselben zusammengehalten. Hier erübrigt sich ein Widerlager, weil durch den Betonkörper 12 genügend Haft auf das Stützelement 5 und den passiven Teil ausgeübt wird.
Durch Anwendung von Last gehen alle nicht durchgetrennten Aussenglieder eines solchen Zuggliedes im Bereich des Stützelementes in Brüche, so dass dasselbe grösstenteils gegebenenfalls zwecks seiner Wiederverwendung aus dem Erdreich bzw. Bauwerk entfernt werden kann. Die Grösse der Last wird in Abhängigkeit des Verhältnisses LI :L2 bemessen.
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3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung eines im Erdreich oder Bauwerk zu verankernden und einer Last auszusetzenden, aus einem Zentralglied (2) und mehreren, koaxial zum Zentralglied (2) angeordneten Aussengliedern (3) zusammengestellten Zuggliedes (1), welches Zugglied dazu bestimmt ist, nach seinem Gebrauch aus dem Erdreich bzw. Bauwerk grösstenteils ausgebaut zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens das Zentralglied (2) des Zuggliedes (1) im Bereich (L) seines zu verankernden Teiles (la) vollständig durchgetrennt wird, wonach an das Zugglied (1) um die Trennstelle (4) herum ein Stützelement (5) durch Querpressen angebracht wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nebst dem Zentralglied (2) mindestens ein Aussenglied (3) vollständig durchgetrennt wird.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Verfahren nach den Patentansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aussenglied (3) im genannten Bereich (L) vollständig durchgetrennt wird, wonach an das Zugglied (1) um die Trennstelle (4) des Zentralgliedes (2) sowie die Trennstelle (6) des Aussengliedes (3) herum ein Stützelement (5) durch Querpressen angebracht wird.
4. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Aussenglied (3) ausserhalb des genannten Bereiches (L) vollständig durchgetrennt wird.
5. Im Verfahren nach Patentanspruch 1 hergestelltes Zugglied, mit einem im Bereich (L) seines zu verankernden Teiles (la) vollständig durchgetrennten Zentralglied (2) und einem am Zugglied um die Trennstelle (4) herum durch Querpressen angebrachten Stützelement (5), dadurch gekennzeichnet, dass die auf das Zugglied (1) ausübbare Last (P) von der Position der Trennstelle (4) des Zentralgliedes (2) im Bereich (L) des zu verankernden Teiles (la) des Zuggliedes (1) abhängig ist.
6. Zugglied nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Stahldrahtlitze besteht.
7. Zugglied nach Patentanspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem zentralen Stahlstab und mehreren äusseren, um den zentralen Stahlstab koaxial und zueinander parallel verlaufenden Stahlstäben besteht.
8. Zugglied nach den Patentansprüchen 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Stahlstäbe von aussen durch ausserhalb des Bereiches (L) des zu verankernden Teiles (la) angeordnete Klemmhülsen (7) an den zentralen Stahlstab ange-presst sind.
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