CH671180A5 - - Google Patents
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Description
671180
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Claims (3)
1. Ratschenschlüssel zur Betätigung von Muttern und Schrauben polygonalen Querschnitts, welche nur von einer quer zu ihrer Längsachse liegenden Richtung her zugänglich sind, mit einem Handgriff und einem an demselben angeordneten Ratschenmechanismus, dadurch gekennzeichnet, dass der Ratschenmechanismus zwei jeweils um eine Achse (3a, 4a) schwenkbar gelagerte Schenkel (3,4) aufweist, deren er-sterer (3) bogenförmig ausgebildet ist und sich, von seiner Schwenkachse (3a) aus gesehen, über mindestens ein Drittel des zugehörigen Kreisbogenumfangs erstreckt und unter der Einwirkung einer in Schliessrichtung wirkenden Druckfeder (5) steht, während der zweite Schenkel (4) formschlüssig und gelenkig mit dem ersteren verbunden ist und beide Schenkel (3, 4) so aufeinander abgestimmt sind, dass sie sich beim seitlichen Aufschieben des Schlüssels auf den Schraubenkopf oder die Mutter (M) in entgegengesetzten Richtungen auseinanderbewegen und bei Betätigung des Schlüssels beide am Umfang des Schraubenkopfes bzw. der Mutter anliegen, um diese mitzudrehen.
2. Ratschenschlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schenkel (4) mit einer Mitnehmernocke (4b) in eine am ersten Schenkel angeformte Ausnehmung (3b) hineinragt.
BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ratschenschlüssel zur Betätigung von Muttern und Schrauben polygonalen Querschnitts, welche nur von einer quer zu ihrer Längsachse liegenden Richtung her zugänglich sind, mit einem Handgriff und einem an demselben angeordneten Ratschenmechanismus.
Es gibt in der Technik zahlreiche Anwendungsfalle, in welchen Muttern oder Schraubenköpfe an schwer zugänglichen Stellen angeordnet sind, so dass dieselben mit den handelsüblichen Stecknuss-Ratschenschlüsseln nicht betätigt werden können.
Ein typischer, derart schwer zugänglicher Fall ist beispielsweise eine Überwurfmutter einer Rohrkupplung, an die eine Stecknuss von oben nicht aufgesetzt werden kann. Das gleiche gilt beispielsweise auch für die in Wandnähe oder an sonstigen unzugänglichen Stellen befindlichen Schraubenköpfe und Muttern.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Ratschenschlüssel für derartige Fälle vorzuschlagen, welcher sich demgemäss von der Seite her, das heisst in einer quer zur Schrauben- oder Mutternachse liegenden Richtung auf den Schraubenkopf beziehungsweise die Mutter aufschieben lässt. Da die im Rohrleitungsbau verwendeten Muttern meist relativ dünnwandig sind, soll durch die vorliegende Erfindung gleichzeitig die Aufgabe gelöst werden, dass die Mutter bei Betätigung des Schlüssels nicht nur an einer Stelle, sondern an zwei praktisch einander gegenüberliegenden Stellen vom Maul des Schlüssels erfasst und dadurch mit relativ geringer Kraft auf Verformung beansprucht wird.
Diese Aufgabe wird durch den im unabhängigen Patentanspruch 1 definierten Ratschenschlüssel gelöst.
Nachstehend wird anhand der beiliegenden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Ratschenschlüssels beschrieben.
Die Figuren 1 bis 4 zeigen schematisch die verschiedenen Arbeitsstellungen des Ratschenschlüssels bei Betätigung einer Zwölfkant-Überwurfmutter.
Gemäss Fig. 1 ist mit einem Griff 1 eine Halteplatte 2 starr verbunden. An dieser Halteplatte 2 ist einerseits ein erster Schenkel 3, andererseits ein zweiter Schenkel 4 schwenkbar gelagert. Die mit 3a bzw. 4a bezeichneten Schwenkachsen der beiden Schenkel 3 und 4 sind, wie Fig. 1 zeigt, im gegenseitigen Abstand an der Halteplatte 2 befestigt und gestatten eine lose Verdrehung der beiden Schenkel 3 und 4. Der grössere Schenkel 3 ist bogenförmig ausgebildet und erstreckt sich über mindestens ein Drittel des zugehörigen Kreisbogens. Ferner steht dieser Schenkel 3 unter der Einwirkung einer im Handgriff 1 angeordneten Druckfeder 5, welche darnach trachtet, den Schenkel 3 in Richtung des Pfeiles PI um die Achse 3a zu verschwenken.
Der kleinere Schenkel 4 ragt mit einer an demselben angeformten Mitnehmernocke 4b in eine entsprechende Ausnehmung 3b des grösseren Schenkels
3. Die beiden Schenkel 3 und 4 sind so dimensioniert und aufeinander abgestimmt, dass sie sich zunächst, wie Fig. 1 zeigt, entgegen der Rückstellkraft der Druckfeder 5, über die mit M bezeichnete Mutter schieben lassen. Dabei bewegen sich die Schenkel 3 und 4 auseinander, wie dies in Fig. 1 mit strichpunktierten Pfeilen angedeutet ist.
Wird nun der Schlüssel, wie Fig. 2 zeigt, in Richtung des Pfeiles P2 am Handgriff 1 betätigt, dann bringt die Druckfeder 5 die mit 4c bezeichnete Mitnehmerkuppe des grösseren Schenkels 3 zum Anliegen am Umfang der Überwurfmutter M; bei der entsprechenden Bewegung des Schenkels 3 um dessen Achse 3a, (Pfeil PI) wird der Schenkel 4 über dessen Mitnehmernocke 4b entsprechend mitbewegt und legt sich seinerseits ebenfalls an das Profil der Überwurfmutter M an. Es versteht sich, dass die beiden Schenkel 3 und 4 so dimensioniert und aufeinander abgestimmt sind, dass dieses Anlegen der entsprechenden Mitnehmerkuppen 4c und 3c praktisch gleichzeitig erfolgt.
Sobald nun der Schlüssel den vorhandenen Raumverhältnissen entsprechend um den maximal möglichen Winkel verdreht wurde, kann dieser gemäss Fig. 3 zurückgedreht werden (Pfeil P3). Dabei werden die beiden Schenkel 3 und 4 in Richtung der beiden strichpunktierten Pfeile verschwenkt, so dass sich deren Mitnehmernocken 3c und 4c wiederum vom Umfang der Überwurfmutter B abheben und somit ungehindert zurückgleiten können. Sobald die entsprechende Ausgangsstellung erreicht ist, lässt sich der Schlüssel wiederum in Richtung des Pfeiles P2 (Fig. 4) betätigen und die Überwurfmutter damit weiter festziehen.
Die gelenkige Verbindung der beiden Schenkel 3 und 4 muss nicht unbedingt mittels Mitnehmernocke und entsprechender Ausnehmung erfolgen, sondern kann vom Fachmann durch Verwendung bekannter Gelenkverbindungen variiert werden. Im Handgriff 1 des Ratschenschlüssels lässt sich vorzugsweise eine Vorrichtung zur Drehmomentenbegrenzung anbringen, welche durch ein klickendes Geräusch das Erreichen des optimalen Drehmomentes anzeigt.
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2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH11287A CH671180A5 (de) | 1987-01-14 | 1987-01-14 | |
| AT6288A AT393364B (de) | 1987-01-14 | 1988-01-13 | Ratschenschluessel |
| DE19883800775 DE3800775A1 (de) | 1987-01-14 | 1988-01-13 | Ratschenschluessel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH11287A CH671180A5 (de) | 1987-01-14 | 1987-01-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH671180A5 true CH671180A5 (de) | 1989-08-15 |
Family
ID=4179535
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH11287A CH671180A5 (de) | 1987-01-14 | 1987-01-14 |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT393364B (de) |
| CH (1) | CH671180A5 (de) |
| DE (1) | DE3800775A1 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE355522C (de) * | 1922-06-28 | Georg Dudenhoeffer | Schraubenschluessel | |
| FR1119505A (fr) * | 1955-02-22 | 1956-06-21 | Clef à griffes utilisable notamment pour serrer ou desserrer des écrous | |
| DE2622024A1 (de) * | 1976-05-18 | 1977-12-08 | Aljac Devices Ltd | Schraubenschluessel |
-
1987
- 1987-01-14 CH CH11287A patent/CH671180A5/de not_active IP Right Cessation
-
1988
- 1988-01-13 AT AT6288A patent/AT393364B/de not_active IP Right Cessation
- 1988-01-13 DE DE19883800775 patent/DE3800775A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3800775A1 (de) | 1988-07-28 |
| DE3800775C2 (de) | 1989-08-31 |
| ATA6288A (de) | 1991-03-15 |
| AT393364B (de) | 1991-10-10 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PFA | Name/firm changed |
Owner name: J. & R. GUNZENHAUSER AG TRANSFER- JRG GUNZENHAUSER |
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