CH671454A5 - - Google Patents
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- CH671454A5 CH671454A5 CH2377/86A CH237786A CH671454A5 CH 671454 A5 CH671454 A5 CH 671454A5 CH 2377/86 A CH2377/86 A CH 2377/86A CH 237786 A CH237786 A CH 237786A CH 671454 A5 CH671454 A5 CH 671454A5
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft einen umstellbaren, für rechts- oder linkshändige Auslösung geeigneten Magazinhalter und Magazin gemäss den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 8.
Die Probleme des rechtshändigen oder linkshändigen Schiessens haben sich durch die Combatt-Pistolen verschärft, weil das Feuern direkt ohne Ladebewegung, ohne Spannen des Hammers und ohne Entsichern geschehen kann. Dies bedeutet, dass auch der Magazinwechsel durch die Schusshand ausgelöst werden sollte, um das neue Magazin mit der jeweils andern Hand einsetzen zu können.
Grundsätzlich sind zwei Arten bekannt geworden. Bei einer ersten Art kann das Magazin immer von beiden Seiten des Griffes aus ausgelöst werden, Beispiele dazu sind in der DE-A-2 905 770 und in der GB-A-2137 321 beschrieben.
Diesen beiden Ausführungsformen haftet ein wichtiger Mangel an, wenn diese in Combatt-Pistolen eingesetzt werden.
Beim Combatt-Schiessen wird die Pistole mit der Schusshand aus dem Pistolenhalfter herausgerissen, dabei können sich die beidseits über die seitlichen Griffflächen vorstehenden Stifte, Drücker oder Platten am Halfter verfangen und das Magazin wird freigegeben und fällt hinunter. Der Schütze hat damit nur eine Patrone zur Verfügung, was im Kampfgeschehen lebensgefährlich sein kann.
Nach der zweiten Art kann ein Magazinhalter umgebaut werden, so dass die Waffe entweder links- oder rechtshändig gebraucht werden kann. Die Begründung zu dieser Vereinfachung liegt darin, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein und dieselbe Waffe kurz hintereinander linkshändig und rechtshändig gebraucht wird. Sind die Waffen in einer Waffenkammer oder dergleichen eingeschlossen und werden bei einem Einsatz wahllos verteilt, so ist so oder so eine Vorbereitung notwendig. Für das Wechseln der Auslösung muss lediglich vorgesorgt werden, dass dies mit wenigen Handgriffen bei möglichst wenig Einzelteilen ermöglicht wird.
In der kürzlich veröffentlichten EP-A-143 113, entspr. der US-A-4 449 311, ist eine solche zweite Ausführungsform beschrieben. Ein axial und quer zur Achse des Magazins und zum Lauf verschiebbarer Halter ist in eine Durchgangsbohrung im Handgriff eingesetzt. Einerends besitzt dieser Halter einen gewölbten Drückerknopf. In die Durchgangsbohrung ist eine einerends geschlossene Hülse, die an ihrem offenen Ende mit einem Innengewinde, in das eine axial durchbohrte Schraube eingeschraubt ist, eingesetzt. Ein radial in den zylindrischen Halter eingesetzter Stift greift in einen axialen Schlitz in der Hülse ein, um damit den Weg in axialer Richtung für den Halter zu begrenzen.
Zur Umrüstung muss die Schraube entfernt werden und dann kann die gesamte Hülse mitsamt Feder und Halter herausgenommen und von der andern Seite her wieder eingesetzt werden. Es gibt somit nur zwei einzelne Teile, aber in der dargestellten Ausführungsform lässt sich der Halter nicht umstellen, weil das Gehäuse einerseits keinen Platz hat für das ausrückbare Auslösemittel. Überdies können mit einer solchen Ausführungsform nur angeschrägte Magazine ohne den Drückerkopf zu drücken eingesetzt werden.
Es ist dementsprechend eine Aufgabe der Erfindung, einen Magazinhalter zu schaffen mit dem sowohl gerade wie angeschrägte Magazine lediglich durch Einstossen in den Schacht befestigt werden können.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Teils eines Pistolenge-
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Muses mit eingesetztem ebenfalls nur teilweise dargestellten Magazingehäuse, nach der Schnittlinie I-I in Fig. 2,
Fig. 2 eine Schnittansicht gemäss der Schnittlinie II-II in Fig.l,
Fig. 3 bis 5 Grundriss, Aufriss und Seitenriss des erfin-dungsgemässen Magazinhalters, zum Teil im Schnitt, und
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht des Teils eines Magazins, der mit dem Magazinhalter nach Fig. 3 bis 5 zusammenwirkt.
Von einem Pistolengehäuse 1 ist in Fig. 1 und 2 der Abzugbügel 10, ein Teil des Magazinschachtes 11, und die Schlitzöffnung 12 für den Abzughebel dargestellt. In Fig. 2 sind überdies noch die beiden Griffschalen 13a, 13b gezeichnet. Vom Magazin 2 ist lediglich das Gehäuse dargestellt. Die Feder und die Patronen-Auflage sind nicht gezeichnet, da diese für die Erfindung nicht von Belang sind. Im Detail ist hingegen die Schnappvorrichtung mit dem Magazinhalter 3 dargestellt.
Zur Beschreibung des Magazinhalters 3 wird neben den Fig. 1 und 2 auch auf die Fig. 3 bis 5 verwiesen.
Die Querbohrung 14 im Pistolengehäuse 1 ist senkrecht zur Längsachse 21 des Magazins 2 und senkrecht zur Achse des Laufs 15 angeordnet. Im Querschnitt gesehen sind zwei Halbkreise 16a, 16b mit je einer geraden Partie 17,18 zwischen deren Enden ersichtlich (Fig. 1). Der Magazinhalter 3 ist einstückig zylindrisch mit dieser gleichen Querschnittfläche als Grundfläche ausgebildet, wie beispielsweise aus Fig. 5 deutlich ersichtlich ist, wobei die entsprechenden Partien mit den Bezugzahlen 35,36,37,38 bezeichnet sind.
Eine Ausnehmung 31 mit einer konkaven etwa zylindrischen Wölbung ist bei einer der geraden Partien 37 vorhanden. Die Achse der zylindrischen Wölbung liegt in einer senkrechten Ebene der Halterachse 32. Wie Fig. 3 und 4 zeigen, ist diese Ausnehmung 31 axial gegen das eine Ende des Halters 3 aus der Mitte verschoben. Die Wölbung befindet sich vollständig ausgebildet auf der einen Seite der genannten senkrechten Ebene der Halterachse 32, auf der andern Seite dieser Ebene befinden sich zwei axiale Haltenasen 33,34, die durch eine Nut 39 voneinander getrennt sind. Wie Fig. 5 zeigt, sind die Nutenwände 40,41 parallel zueinander und ebenso parallel zur Halterachse 32 angeordnet und der Nutenboden 42 ist senkrecht zu den Nutenwänden 40,41. Der Nutenboden 42 ist, wie Fig. 4 zeigt, ein Teil der gewölbten Ausnehmung 31. Zwischen den Haltenasen 33,34 und Randgebieten 43,44 befinden sich konkav gewölbte Flächen 45,46, wie Fig. 5 deutlich zeigt.
In der übrigen Hälfte des Halters 3, in der keine solche Ausnehmung vorhanden ist, befindet sich eine axiale erste Sackbohrung 48 und eine radiale zweite Sackbohrung 47. In die erste Sackbohrung 48 wird eine Schraubenfeder 49 eingesetzt. Die zweite Bohrung 47 dient, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, der Wegbegrenzung für den Halter 3. In dieser Bohrung 47 befindet sich eine Rastklinke 50 mit einer Anschlagfläche 52 und eine weitere Schraubenfeder 51. Im Gehäuse 1 ist an zwei sich entsprechenden Stellen, symmetrisch zur Mittelebene des Handgriffs in der die Achse 15 des Laufes liegt, je
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eine schlitzartige Nut 53, 54 angeordnet. Die Rastklinke 50 bewegt sich entsprechend nur bis zum Auftreffen der Anschlagfläche 52 an der schlitzartigen Nut 53.
Eine Schraubenfeder 49 in der ersten Bohrung 48 steht mit ihrem aus der Bohrung 48 herausragenden Ende auf einer Abstützplatte 55 auf, wodurch sie einen Druck auf den Halter 3 ausübt, unter dem sich der Halter 3 in die äussere Endlage, d.h. bis zum Aufliegen der Anschlagfläche 52 an der Wand des Schlitzes 53, bewegt.
Mit der Anschlagfläche 52 kann die Drückerfläche 56 des Halters 3 mit der Aussenfläche fluchtend gemacht werden, so dass keine vorstehenden Teile vorhanden sind.
Zum Wechseln des Halters 3 für Betätigung mit der andern Hand wird nach Lösen der Griffschalen 13a, 13b zuerst die Abstützplatte 55 herausgenommen, worauf der Halter 3 hinausgeschoben werden kann, z.B. in Fig. 2 nach oben. Die Rastklinke 50 steht dieser Bewegungsrichtung nicht entgegen, weil die der Anschlagfläche 52 gegenüberliegende Fläche 57 angeschrägt ist und daher über die Wände der Schlitze 53, 54 hinweggleiten kann.
Zum Wiedereinsetzen wird zuerst die Abstützplatte 55 auf der Seite der Schalenhälfte 13b eingesetzt, dann werden die Griffschalen 13a, 13b befestigt und dann wird der Halter mit der Sackbohrung 48 voran wieder eingeschoben. Die Rastklinke 50 rastet dann in den Schlitz 54 ein und der Halter 3 kann nicht mehr herausfallen.
Das Magazin 2 hat seinerseits nahe dem offenen Ende beidseits der vorderen Rundung 20 je zwei übereinander und zur Mittelebene symmetrisch angeordnete Schlitzpaare 22, 23 und 24,25, wie aus Fig. 1,2 und 6 ersichtlich ist. Beim Einschieben des Magazins 2 in den Schacht 11 berührt die Magazinvorderkante 20 zuerst die untere Haltenase 34. Durch das Pressen auf die gewölbte Fläche 46 verschiebt sich der Halter 3 in Fig. 2 nach oben und wird in dieser Stellung gehalten, bis die beiden Rastnasen 33,34 in die beiden zusammengehörenden Schlitze 22,23 einrasten können (Fig. 1).
Beim Magazinwechsel genügt ein leichter Druck auf die Drückerfläche 56 und das Magazin 2 fällt heraus. Das neue Magazin, das schon mit der freien Hand vorbereitet ist, kann ohne die Drückerfläche 56 berühren zu müssen in den Schacht 11 geschoben werden.
Indem die Druckfeder 49 und die Rastklinke 50 in den Bohrungen in üblicher Weise gehaltert sein können, ist jeweils nur ein Element in die Hand zu nehmen, weil es dann möglich ist, die Abstützplatte 55 nach Entfernen oben in Fig. 2 sofort unten wieder einzusetzen, um dann den Halter 3 nur entgegen dem Widerstand der schrägen Fläche 57 an der Rastklinke 50 aus der Bohrung 14 herauszudrücken und dann umgekehrt wieder einzusetzen.
Die gewölbten Flächen 45,46 bewirken, dass auch gerade Magazine mit nur einer Patronenreihe ebenso mühelos wie bisher angeschrägte Magazine für versetzte Patronenreihen eingesetzt werden können. Insbesondere für das Combatt-Schiessen werden je länger je mehr gerade Magazine verwendet, weil die Gefahr von Ladehemmungen doch bedeutend kleiner ist.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Umstellbarer für rechts- oder linkshändige Auslösung geeigneter Magazinhalter für ein Magazin für die Aufnahme einer Anzahl Patronen, welcher Magazinhalter in einer im Handgriff einer Pistole vorhanden Öffnung einsetzbar ist, derart, dass die Achse der Öffnung quer zur Längsachse (21) des Magazins und quer zum Lauf (15) angeordnet ist und mittels einer Feder in Haltelage bleibt und durch Druck in Richtung der Halterachse in Freigabelage bringbar ist, und welcher Magazinhalter eine Rastnase für wenigstens eine Ausnehmung des Magazins aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Magazinhalter (3) einstückig ausgebildet ist, eine zylindrische Form aufweist und mit einem konkaven Ausschnitt (31) mit zwei zur Halterachse (32) parallelen, in den Ausschnitt (31) hineinragenden Haltenasen (33,34) versehen ist, derart, dass der konkave Ausschnitt (31) zur Längsachse (21) des Magazins (2) angepasst ist, und wobei der Magazinhalter (3) derart in eine Durchgangsbohrung (14) im Handgriff einsetzbar ist, dass er gehaltert ist.
2. Magazinhalter nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltenasen (33,34) symmetrisch zur Mittelebene der Halterachse (32) ausgebildet sind.
3. Magazinhalter nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltenasen (33,34) durch eine Nut (39) voneinander getrennt sind, deren Seitenwände (40,41) parallel zueinander und zur Mittelebene liegen und der Nutengrund (42) die Form des konkaven Ausschnittes (31) hat, und dass die beiden Aussenflächen (45,46) der Haltenasen (33,34) konkav gewölbt sind.
4. Magazinhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Magazinhalter (3) ein Zylinder mit angenähert elliptischer Grundfläche ist, und dass der Ausschnitt (31) aus zwei kreiszylindrischen Sektorflächen, die bei der tiefen Scheitellinie durch eine ebene Fläche verbunden sind, besteht.
5. Magazinhalter nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Magazinhalter (3) im Gebiet unter dem Ausschnitt (31) eine axiale Sackbohrung (48) für die Aufnahme einer Schraubenfeder (49) aufweist, und dass die Öffnung (14) im Handgriff einerseits durch eine Abstützplatte (55) für die Auflage der genannten Schraubenfeder (49) verschlossen ist.
6. N agazinhalter nach Patentanspruch 5, gekennzeichnet durch ( inen Rückhalter am Magazinhalter (3) zur Begrenzung d is Weges in die Haltelage, welcher Rückhalter aus einer unter der Kraft einer Schraubenfeder (51) stehenden in eine Se ekbohrung (47) im Halter (3) eingesetzten Rastklinke (50) ur. d einer schlitzartigen Ausnehmung (53,54) im Eingriff besteht.
7. Magazinhalter nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastklinke (50) gegen die Aussen-seite des Magazinhalters (3) hin eine senkrecht zur Halterachse s;ehende Anschlagfläche (52) und auf der Seite des Ausschnittes im Magazinhalter (3) eine einen Winkel mit der Anschlagfläche (52) einschliessende Auflauffläche (57) aufweist.
8. Magazin für einen Magazinhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Magazin (2) eine Rundung (20) mit je einem Übergangsgebiet zu einer geraden Seitenwand aufweist, und dass im Bereich der beiden Übergangsgebiete je- zwei schlitzartige Ausnehmungen (22,23,24,25) im Abstand der genannten Haltenasen (33,34) angeordnet sind, die zur Aufnahme dieser beiden Haltenasen (33,34) in der Haltelage dienen.
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