PATENTANSPRUCH Verdrehsicherung einer Schubstange, insbesondere eines Mehrriegelschlosses, gegenüber einem Kupplungsstück, mit welchem die Schubstange verschraubt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem mit Innengewinde ausgestatteten Kupplungsstück (5,6) ein zwischen Anschlägen axial verschiebbarer Stift (14) mit abgeschrägter Stirnfläche (18,18') federnd gelagert ist (17) und dass die Stirnfläche der Schubstange (7, 8) mindestens eine Abschrägung (19), mit übereinstimmender Neigung aufweist, auf welche die abgeschrägte Stirnfläche (18,18') des federnden Stiftes (14) beim Einschrauben der Schubstange (7,8) in das Kupplungsstück (5, 6) bei jeder Umdrehung mindestens einmal formschlüssig aufrastet.
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Verdrehsicherung einer Schubstange insbesondere eines Mehrriegelschlosses gegenüber einem Kupplungsstück, mit welchem die Schubstange verschraubt ist. Bei herkömmlichen Schlössern tritt der Riegel bei der Schlossbetätigung direkt aus dem Schlossgehäuse aus bzw. wird in das Gehäuse zurückgezogen. Die Verriegelung erfolgt somit unmittelbar im Bereich des Schlosses in ein gegenüberliegendes stockseitiges Schliessblech. Mit dem Wunsch nach grösserer mechanischer Sicherheit wurden mehrere Riegel vorgesehen, die an mehreren oder allen Seiten einer Tür zur Wirkung kommen. Wird eine Tür mit einer solchen Mehrfachverriegelung ausgestattet, dann müssen Schubstangen vorgesehen werden, um die Sperrbewegung vom Schloss zur Verriegelungsstelle zu übertragen. Da die Kanäle für die Schubstangen in zweckmässiger Weise gebohrt werden, handelt es sich bei den hier verwendeten Schubstangen um Rundstangen. Diese werden abgelängt und durch die Bohrung hindurch in das Einstemmschloss eingeschraubt. Diese im Inneren der Bohrungen liegenden Stangen vibrieren bei jeder Bewegung der Tür und unterliegen einer dynamischen Beanspruchung beim Sperrvorgang. Dies führt dazu, dass sich die durch Einschrauben justierten Schubstangen lockern und die Justierung verlorengeht. Das Mehrfachverriegelungssystem wird auf diese Weise schwergängig und beginnt zu klemmen, wenn Überlängen auftreten oder es ist bei zu geringem Riegelausschluss die Sicherheit nicht mehr gegeben.
Die Erfindung zielt darauf ab, diesen Nachteil zu beseitigen. Dies wird dadurch erreicht, dass in dem mit Innengewinde ausgestatteten Kupplungsstück ein zwischen Anschlägen axial verschiebbarer Stift mit abgeschrägter Stirnfläche federnd gelagert ist und dass die Stirnfläche der Schubstange mindestens eine Abschrägung, mit übereinstimmender Neigung aufweist, auf welche die abgeschrägte Stirnfläche des federnden Stiftes beim Einschrauben der Schubstange in das Kupplungsstück bei jeder Umdrehung mindestens einmal formschlüssig aufrastet. Beim Einschrauben bzw. Justieren der Schubstange rastet der Stift mit seiner Schrägfläche bei jeder Umdrehung einmal oder mehrmals auf, sodass jeweils beispielsweise nach einer Drehung von 360 ° eine stabile Lage erreicht wird. Nur nach Überwinden der Federkraft des Stiftes ist ein weiteres Verdrehen der Schubstange möglich. Im Rahmen der betriebsbedingten Erschütterungen kann die Federkraft des Stiftes nicht überwunden werden, sodass einem ungewollten Verdrehen vorgebeugt wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Rand eines Ausführungsbeispieles beschrieben,
Fig. 1 zeigt einen Mehrriegelverschluss in schematischer Darstellung,
Fig. 2 die Verdrehsicherung im Schnitt,
Fig. 3 eine Variante vom Stift und Schubstange in Fig. 2 und
Fig. 4 den Stift in Seitenansicht.
Ein Mehrriegelverschluss gemäss Fig. 1 umfasst ein Einstemmschloss 1 mit einem Getriebe hier bestehend aus Zahnrad 2 und zwei Zahnstangen 3,4, die Kupplungsstücke 5,6 zum Einschrauben von Schubstangen 7, 8 tragen. Die Schubstangen 7,8 liegen in Bohrungen in der Tür (z.B. Holztüre) und bilden oben und unten Riegel 9,10 bzw. verschieben solche, die in stockseitige Schliessbleche 11,12 eingreifen. Es können zwei, drei und mehr Verringerungen, jeweils mit Schubstangen vorgesehen sein.
In Fig. 2 ist das Kupplungsstück 5 auf der Zahnstange 3 näher dargestellt. Es besteht aus einer Hülse 13, die auf der Zahnstange befestigt ist. Die Hülse 13 trägt eim Innengewinde, in das die Schubstange 7 eingeschraubt werden kann. Im Inneren der Hülse 13 ist ein Stift 14 verschiebbar gelagert. Eine Nase 15, die aus dem Stift 14 vorspringt, greift in einen Längsschlitz 16 der Hülse 13 ein, wodurch der Verschiebungsweg des Stiftes 14 begrenzt wird. Der Stift 14 steht unter der Vorspannung der Feder 17. Die Stirnfläche des Stiftes 14 weist eine Abschrägung 18 und die Stirnfläche der Schubstange 7 eine korrespondierende Abschrägung 19 auf. Wird nun die Schubstange 7 in das Kupplungsstück 5, also in die Hülse 13 eingeschraubt, dann wird der Stift 14 gleichförmig mit der Einschraubbewegung zurückgeschoben. Die Abschrägung 18 des Stiftes 14 rastet dabei bei jeder Umdrehung der Schubstange 7 auf die Abschrägung 19 auf,
wodurch sich eine formschlüssige Verbindung ergibt. Nur durch Vergrösserung des Drehmomentes beim Einschrauben kann die Verrastung überwunden werden. Nach einer Umdrehung rasten die Schrägflächen neuerlich aufeinander. Auf diese Weise ergeben sich mehrere Sicherungspositionen. Ihre Anzahl entspricht dem Verschiebungsweg des Stiftes 14 (Schlitzlänge 16) geteilt durch die Ganghöhe des Gewindes. Selbst dann, wenn das Einschrauben in einer Lage beendet wird, in der kein Aufrasten erfolgt, ist die Sicherung wirksam, da ein ungewolltes Verdrehen der Schubstange 7 durch betriebsbedingte Erschütterungen nur bis zum nächsten Aufrasten erfolgen kann.
Fig. 3 zeigt einen Stift 14' mit zwei Abschrägungen 18 und 18' sowie die Schubstange 7 mit der Abschrägung 19. In diesem Fall erfolgt ein Auf rasten jeweils nach 180 °. Es wird eine Verdopplung der Sicherungspositionen (Lagefixierungen) über die Länge des Verschiebungsweges des Stiftes 14' erreicht. In Fig. 4 ist eine Seitenansicht des Stiftes 14' dargestellt.
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1 Blatt Zeichnungen