CH671991A5 - - Google Patents
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- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft einen Betonformstein zum Bau einer standfesten Schwergewichtsmauer, insbesondere für Böschungsbefestigungen oder für Sicht- oder Schallschutzwände.
Böschungsbefestigungen haben die Aufgabe, anfallende Erddrücke so abzuleiten, dass Bewegungen des Erdreiches vermieden werden.
Es ist bekannt, dass zur Sicherung von Böschungen Beton-formsteine verschiedener Art Verwendung finden, mit denen eine Schwergewichtsmauer errichtet wird. Hierbei ist entscheidend, dass das Standmoment der Schwergewichtsmauer dem Böschungsschub ausreichend entgegen wirkt. Je grösser das Standmoment der Böschungsbefestigung ist, desto höher kann eine Mauer für abzufangendes Erdreich ausgeführt werden.
Sicht- und Schallschutzwände sollen vor Einblick bzw. Lärm schützen. Sie müssen Winddruck und Windsog standhalten. Je grösser auch hier das Standmoment der Sicht- bzw. Schallschutzwand ist, desto höher kann eine solche Wand sein.
Desweiteren ist entscheidend, dass die Böschungsbefestigung durch eine gute Verbundwirkung der Steine untereinander eventuell anfallende Setzungserscheinungen des Erdreiches auffangen kann und somit ein Verschieben von einzelnen Böschungsbefestigungselementen verhindert. Bei Sicht- und Lärmschutzwänden ist es ebenfalls sehr wichtig, dass eine optimale Verbundwirkung der Steine erzielt wird, um punktuell auftretende Einzellasten (beim Aufprall eines Fahrzeugs möglich) über eine grössere Fläche abzuleiten.
Die Schwergewichtsmauern aus bekannten Betonformsteinen können nur bis zu relativ geringen Höhen errichtet werden, da der Böschungsschub ein zu hohes Kippmoment bewirkt und das Standmoment der Böschungsbefestigung dem nicht entgegenwirken kann.
Desweiteren gibt es Betonformsteine, deren Formen aus konvexen beziehungsweise konkaven Rundungen in beliebigen Formen zusammengesetzt sind. Diese Formen ermöglichen eine gewisse Verbundwirkung untereinander. Bei punktuellen Lasten können daraus hergestellte Mauern sich sehr leicht verformen, weil keine optimale Verzahnung der Steine untereinander möglich ist. Auch sind diese Steine aufgrund ihre speziellen Form nicht richtungsweisend, das heisst, sie müssen entlang einer Richtschnur versetzt werden und ermöglichen nur mit grossem Aufwand die für die heutige Architektur neben den rechten Winkeln viel benutzten Winkel von 45 ° und 135 °.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Betonformstein zu entwickeln, der im Verband versetzt werden kann und der einer Böschungsbefestigung oder einer Sichtbzw. Schallschutzwand einen grösseren Hebelarm für ein höheres Standmoment verleiht. Ausserdem soll mit dem Betonformstein eine sehr hohe Verbundwirkung der Steine untereinander erzielt werden und es sollen ohne grosse Schwierigkeiten ausser dem üblichen 90 "-Winkel, Winkel von 45 ° und 1350 erzielt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Betonformstein über die gesamte Länge eine gleiche Höhe besitzt und in gleicher Wandungsstärke einen nach unten und oben offenen Luftraum umschreibt und dass die Kontur des Betonformsteins im Grundriss aus drei Teilfiguren zusammengesetzt ist, wobei zwei spiegelbildlich angeordnete, nach einer Seite offene Achtecke und ein dazwischenliegendes, nach zwei Seiten offenes Rechteck vorgesehen ist.
Lfm einen beliebigen Verband der Formsteine untereinander zu erzielen, ist nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung vorgesehen, dass fünf Seiten der nach einer Seite offenen Achtecke die gleiche Länge wie die beiden aussen liegenden Seiten des nach zwei Seiten offenen Rechtecks aufweisen.
Eine andere Ausbildung der Erfindung besteht darin, dass die Seiten der Achtecke einen Winkel von 135 0 einschliessen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein einziger Betonformstein, der im Verband versetzt werden kann, einer Böschungsbefestigung oder einer Sicht- bzw. Lärmschutzwand einen grösseren Hebelarm für ein höheres Standmoment verleiht. Dies bewirkt, dass grössere Böschungshöhen gesichert und höhere Sichtbzw. Lärmschutzwände als bisher üblich errichtet werden können. Ein weiterer Vorteil stellt die sehr hohe kraftschlüssige Verbund Wirkung durch die gekantete Form dar. Es wird ebenfalls möglich ohne jegliche Hilfsmittel ausser Winkeln von 90 ° solche von 45 ° und 135 ° anzulegen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen im folgenden näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 einen Betonformstein nach der Erfindung,
Fig. 2 den Grundriss von Betonformsteinen, die im Verband versetzt sind,
Fig. 3 die mögliche Aneinanderreihung der Betonformsteine im leichten, schweren und ohne Verband.
Der Betonformstein 1 gemäss Fig. 1 hat über seine ganze Länge 2 die gleiche Höhe 3. Die Wandstärke 4 ist ebenfalls überall gleich. Im Grundriss besteht der Betonformstein 1 aus drei Teilfiguren, nämlich zwei nach innen offenen Achtecken 5 und einem dazwischen liegenden, diesen Achtecken 5 zugeordneten, nach zwei Seiten offenen Rechteck 6. Die fünf Seiten 7 der nach einer Seite offenen Rechtecke 6 haben erfindungsgemäss die gleiche Länge wie die beiden aussen liegenden Seiten 8 des nach zwei Seiten offenen Rechtecks 6.
Den hauptsächlichen Vorteil des neuen Betonformsteins 1 erkennt man anhand von Fig. 2, wo im Verband versetzte Betonformsteine 1 dargestellt sind. Durch die kantige Ausführung der Achtecke 5 und des Rechtecks 6 ergibt sich ein guter Form- und Kraftschluss im Verband. Es wird deutlich, dass die im Verband versetzten Betonformsteine 1 einer Böschungsbefestigung, wie auch einer Sicht- bzw. Schall5
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schutzwand einen vergrösserten Hebelarm 9 für ein höheres Standmoment geben, gegenüber dem Hebelarm 10 des einzelnen Betonformsteines 1. Die sich ergebende Schwerachse der Schwergewichtsmauer ist mit 11 bezeichnet. 12 sind die Schwerpunkte der im Verband versetzten einzelnen Betonformsteine 1.
Böschungsbefestigungen als Schwergewichtsmauer wie auch Sicht- und Schallschutzwände, hergestellt aus Betonformsteinen 1 nach der Erfindung, werden zum Beispiel entsprechend Fig. 2 versetzt, wobei der Innenraum der Formsteine mit schweren Materialien wie Erde gefüllt wird. Die
Betonformsteine 1 können senkrecht übereinander oder auch treppenartig versetzt werden. In jedem Fall ergeben im Verband versetzte Betonformsteine 1 einen guten Verband, so dass eine standfeste Mauer realisierbar ist.
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Aus Fig. 3 ist zu ersehen, dass der Betonformstein 1 durch den Winkel 13 von 135 ° (Fig. 2), den die Seiten 7 der Achtecke 5 einschliessen, im Verlauf einer Mauer in Winkeln von 45 °, 90 ° und 135 ° angeordnet werden kann. Das io kann im leichten Verband 14, im schweren Verband 15 oder ohne Verband 16 geschehen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Betonformstein zum Bau einer standfesten Schwergewichtsmauer, insbesondere für Böschungsbefestigungen oder für Sicht- oder Schallschutzwäride, dadurch gekennzeichnet, dass der Betonformstein (1) über die gesamte Länge (2) eine gleiche Höhe (3) besitzt und in gleicher Wandungsstärke (4) einen nach unten und oben offenen Luftraum umschreibt und dass die Kontur des Betonformsteins (1) im Grundriss aus drei Teilfiguren zusammengesetzt ist, wobei zwei spiegelbildlich angeordnete, nach einer Seite offene Achtecke (5) und ein dazwischen liegendes, nach zwei Seiten offenes Rechteck (6) vorgesehen sind.
2. Betonformstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass fünf Seiten (7) der nach einer Seite offenen Achtecke (5) die gleiche Länge wie die beiden aussen liegenden Seiten (8) des nach zwei Seiten offenen Rechtecks (6) aufweisen.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Betonformstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten (7) der Achtecke (5) einen Winkel von 135 ° einschliessen.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19853529425 DE3529425C2 (de) | 1985-08-16 | 1985-08-16 | Betonformstein für Garten-, Park- und Landschaftsgestaltung |
Publications (1)
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|---|---|
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Family Applications (1)
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Cited By (2)
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