CH672069A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein therapeutisches Mittel für die Behandlung von Krankheiten, assoziiert mit cerebraler Ischämie, dadurch gekennzeichnet, dass es N-(2-Hydroxyethyl)-nicotinamid-nitrat oder ein Salz davon als ein aktiver Bestandteil enthält. Genauer gesagt bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein sehr wirksames Mittel für die Behandlung von Krankheiten, welche assoziiert sind mit cerebraler Ischämie, wie etwa cerebrale Arte-riosklerosis, eine Folgeerscheinung eines cerebralen Infarktes, eine Folgeerscheinung von cerebraler Hämorrhagie, eine Folgeerscheinung von cerebraler Apoplexie, eine Folgeerscheinung eines Traumas im Kopf, usw. und Symptome, welche mit diesen Krankheiten in Beziehung stehen, z.B. Hypoxie, Anoxie, usw., wie auch neurologische Symptome, wie etwa Schwindel, Sprachstörungen, motorische und sensorische Störungen, Paropsie, usw.
N-(2-Hydroxyethyl)-nicotinamid-nitrat ist verwendet worden zur Behandlung von Patienten, welche unter Angina Pectoris leiden. Jedoch ist die genannte Verbindung nicht verwendet worden, um cerebrale Ischämie oder damit in Beziehung stehende Krankheiten zu heilen.
Andererseits sind verschiedene therapeutische Mittel verwendet worden zur Behandlung von Krankheiten, welche mit cerebraler Ischämie assoziiert sind, und sowohl die akute als auch die chronische Phase einschliessen. Diese Mittel werden generell in die beiden folgenden Gruppen aufgeteilt: Verbesserungsmittel für die cerebrale Zirkulation und Aktivatoren für den cerebralen Metabolismus. Währenddem therapeutische Mittel, welche als Verbesserungsmittel für die cerebrale Zirkulation klassifiziert sind, im allgemeinen gefäss-erweiternde Effekte auf die cerebralen Blutgefässe haben, haben die sie auch den gleichen Effekt auf die anderen peripheren Blutgefässe, was zu unvorteilhaften Wirkungen führt, wie etwa systemische Hypotension. Mittel, welche selektiv auf die cerebralen Blutgefässe wirken, sind daher gesucht. Andererseits nimmt man von den Aktivatoren für den cerebralen Metabolismus an, dass sie die cerebrale Ischämie verbessern mittels der Erhöhung des cerebralen Sauerstoffbrauchs und der Gehirnglucoseaufnahme, und auch mittels Ausübung von schützenden Effekten auf das Energie produzierende System, wie dies in ischämischen Experimenten gezeigt wird, obwohl der Mechanismus ihrer Wirkung bis jetzt noch nicht klargestellt worden ist.
Nur wenige der im Stand der Technik bekannten Mittel für die Behandlung von cerebralen Zirkulationskrankheiten haben selektive Effekte auf die cerebralen Blutgefässe, und einige von ihnen verursachen eine systemische Hypotension. Ferner ist der Mechanismus der Wirkung von den meisten dieser Mittel nicht bekannt.
Die Erfinder dieser Erfindung haben gefunden, dass N-(2-Hydroxyethyl)-nicotinamid-nitrat und Salze davon die cerebralen Blutgefässe erweitern, ohne dass dabei irgend eine wesentliche Senkung des systemischen Blutdruckes verursacht wird [Kekkan (Blood Vessel) 6, 3 (1983), Japanese Heart Journal (Jap. Heart J.) 19,112 (1977), und Chiryou (Treatment) 60,1 (1978)]. Ferner haben die Erfinder gefunden, dass diese Verbindungen den cerebralen Metabolismus begünstigen mittels Erhöhung der Glucoseaufnahme durch das Hirn, und dass diese Verbindungen wirksam sind bei der Behandlung von verschiedenen Hypoxiemodellen, und haben so diese Erfindung vervollständigt.
Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung, N-(2-Hydroxyethyl)-nicotinamid-nitrat und Salze davon, können beispielsweise wie nachfolgend beschrieben hergestellt werden:
Zu einem Nitratester vom 2-Aminoethanol wird ein Katalysator, wie etwa Natriumhydrogencarbonat, Pyrimidin oder ein basischer Katalysator, z.B. Kaliumcarbonat, Tri-ethylamin usw., hinzugegeben. Die Verwendung eines Katalysators ist bevorzugt, obwohl die Reaktion auch ohne diesen abläuft. Wasser oder ein organisches Lösungsmittel, wie etwa Chloroform, Pyridin, Tetrachlorkohlenstoff, Benzol, Dichlormethan, Toluol, Triethylamin usw., wird zum Reaktionsgemisch hinzugegeben, welches anschliessend abgekühlt wird. Unter Rühren wird eine equimolare Menge oder ein Überschuss an Nikotinsäurechlorid oder das Hydrochlorid-salz davon oder ein anderes funktionelles Derivat von Niko-tinsäure portionenweise unter Erwärmung oder bei Raumtemperatur, vorzugsweise zwischen 0 bis 5 °C, während 5 bis 90 Minuten, oder vorzugsweise während 10 bis 30 Minuten, hinzugegeben. Nach dem Weiterrühren und dem Abtrennen der Lösungsmittelschicht vom resultierenden Produkt wird die Wasserschicht wieder mit dem Lösungsmittel extrahiert. Die vereinigten Lösungsmittelschichten werden gewaschen und getrocknet, gefolgt von der Einengung unter reduziertem Druck. Der resultierende Rückstand wird auf einem organischen Lösungsmittel umkristallisiert, um die erfmdungs-gemässe Verbindung als farblose, nadelähnliche Kristalle zu ergeben.
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Diese Verbindung kann gegebenenfalls in ein anorganisches oder organisches Salz übergeführt werden, wie etwa das Hydrochloridsalz, das Oxalatsalz, das p-Toluolsulfonat-salz, das Maleatsalz usw., und zwar mittels einem Routineverfahren.
Dieses therapeutische Mittel für die Behandlung von cerebralen zirkulatorischen Krankheiten kann einem Menschen mittels angemessenen Methoden verabfolgt werden, wie etwa eine orale oder parenterale (intramuskulär, subcutan, intravenös und suppositorisch) Methode. Die aktive Verbindung kann in solche Dosierungsformen formuliert werden, wie etwa Tabletten, Körnchen, Pulver, Kapseln, Suspensionen, Injektionen, Suppositorien usw., mittels einem Routineverfahren, welches auf dem Gebiet der Formulierungstechnologie bekannt ist. Zum Beispiel kann sie in Tabletten, Körnchen oder Pulver formuliert werden mittels Vermischen mit einem Arzneimittelträger, einem Bindemittel, einem Lösungsmittel usw., wobei pharmazeutische Arzneimittelträger beispielsweise Laktose, Stärke, Mannitol, Kaolin, kristalline Cellulose, Talk, Kalziumcarbonat, Ma-gnesiumstearat usw. sind. Die Verbindung kann auch in Kapseln formuliert werden, und zwar entweder mittels Abfüllen einer harten Kapsel mit der Verbindung in der Form von Körnchen oder eines Pulvers, oder mittels Abfüllen in eine weiche Kapsel mit der ölgelösten Form der Verbindung. Im Falle der Suspensionsformulierung kann die Verbindung in einer wässrigen Lösung zusammen mit Gummiarabicum-pulver oder weissem Zucker suspendiert werden, gefolgt von der Einstellung des pH-Wertes. Im Falle der Injektionsformulierung kann die Verbindung mit Mannitol vermischt werden.
Der Gehalt der aktiven Verbindung in den verschiedenen Dosierungsformen, wie etwa Tabletten, Kapseln, usw., sollte in einer angepassten Menge vorliegen, so dass die therapeutische und prophylaktische Wirkung der Verbindung auf die cerebralen Zirkulationskrankheiten ohne die Hervorrufung von nachteiligen Effekten erfolgt. Im allgemeinen ist es zweckdienlich, wenn jede Tablette oder Kapsel 1 —20 mg dieses Mittels für die Behandlung von Zirkulationskrankheiten als eine Dosierungseinheit für die orale Verabfolgung enthält, und wenn jede Ampulle etwa 0,1 bis 12 mg dieses Mittels als eine Dosierungseinheit für die parenterale Verabfolgung enthält.
Die jeweils an einen Patienten zu verabfolgende Dosis unter Verwendung der oben erwähnten Einheitsdosierungen des Präparates hängt von den individuellen Zuständen des Patienten ab. Unnötig zu sagen, dass es notwendig ist, die jeweilige Dosis gemäss dem Bedarf des jeweiligen Patienten zu verändern. Eine angemessene tägliche Dosis für einen erwachsenen Patienten beträgt etwa 1 bis 100 mg im Falle der oralen Verabfolgung, und etwa 0,1 bis 150 mg im Falle der intravenösen Injektion.
Beispiel 1 (Herstellung)
(a) Sublinguale Tablette
Verbindung der vorliegenden Erfindung (freie Form) 5 mg
Lactose 19,7 mg
Mannitol 25 mg
Magnesiumstearat 0,3 mg
50 mg/ Tablette
Die oben angegebenen Komponenten wurden miteinander gut vermischt und direkt in Tabletten, welche 50 mg wogen und einen Durchmesser von 5 mm hatten, in einer Tablettierungsmaschine gestanzt.
(b) Tabletten (für die orale Verabfolgung) Verbindung der vorliegenden Erfindung
(Hydrochloridsalz) 10 mg
Lactose 44,5 mg
Maisstärke (com starch) 20 mg kristalline Cellulose 25 mg
Magnesiumstearat 0,5 mg
100 mg/ Tablette
Die oben angegebenen Komponenten wurden miteinander gut vermischt und direkt in Tabletten, welche 100 mg wogen und einen Durchmesser von 7 mm hatten, in einer Tablettierungsmaschine gestanzt.
(c) Harte Kapseln
Verbindung der vorliegenden Erfindung (freie Form) 20 mg
Lactose 176 mg
Magnesiumstearat 4 mg
200 mg/ Kapsel
Die oben angegebenen Komponenten wurden gut miteinander vermischt und in eine Kapselabfüllungsmaschine gegeben, um in Kapseln der Grösse Nr. 3 gefüllt zu werden, so dass jede Kapsel 200 mg des Gemisches enthielt und die Kapsel insgesamt 250 mg wog.
(d) Körnchen (harte Kapsel)
Verbindung der vorliegenden Erfindung
(freie Form) 10 mg
Lactose 710 mg
Maisstärkeleim (corn starch glue) 280 mg
1000 mg/ Packung
Die oben angegebenen Komponenten wurden vermischt und gut geknetet. Das Gemisch wurde in Körnchen mit einem Durchmesser von 1 mm geformt und zwar unter Verwendung eines Granulators. Sie wurden in Kapseln der Grösse Nr. 3 abgefüllt, so dass jede Kapsel 200 mg der Körnchen enthielt und insgesamt 250 mg wog.
(e) Injektion
Verbindung der vorliegenden Erfindung (freie Form) 5 mg
Mannitol 50 mg
55 mg/ Ampulle
Die oben angegebenen Komponenten wurden gut miteinander vermischt und in eine geeignete Ampulle gegeben, gefolgt von einer Lyophilisation mittels einem Routineverfahren. Die Ampulle wurde anschliessend abgeschlossen, um eine Injektion herzustellen. Das Produkt soll in 1 ml an destilliertem Wasser zum Zeitpunkt der Verwendung für eine Injektion aufgelöst werden.
Beispiel 2 (Akute Toxizität)
Die oralen und intravenösen akuten Toxizitäten der Verbindung der vorliegenden Erfindung wurden an männlichen und weiblichen SD-Ratten studiert, welche 4 Wochen alt waren. Die Resultate zeigten, dass die orale LD50 zwischen 1,200 mg/kg und 1,300 mg/kg in männlichen und weiblichen Ratten lag, und dass die intravenöse LD50 zwischen 800 mg/ kg und 1,000 mg/kg in männlichen und weiblichen Ratten
'a®' Beispiel 3
(Effekte auf die Hypoxie oder KCN-induzierter Tod)
(1) Verwendete Tiere und Drogen Männliche F344/NSlc (Fischer) Ratten, welche 178 — 210 g wogen und 9 Wochen alt waren, wurden für diese Studie verwendet.
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Die Testdroge wurde in 2% Gummiarabicumlösung suspendiert und oral den Tieren 30 Minuten vor der Gaseinführung oder der intravenösen KCN-Injektion verabfolgt. Eine Kontrollgruppe erhielt oral in ähnlicher Weise 2,0 ml/kg an 2% Gummiarabicumlösung.
(2) Effekt auf die normobarische Hypoxie Die Ratten wurden in einen Käfig unter normalem atmosphärischem Druck gegeben, und ein Gasgemisch, bestehend aus 97% N2 und 3% O2 wurde mit einer Geschwindigkeit von 21/Min. eingeführt. Die Zeitspanne vom Start der Gas-einführung bis zum Stillstand der Atmung wurde als Überlebenszeit (Sekunde) aufgezeichnet. Die Tabelle 1 zeigt die Resultate.
Tabelle 1
Testdroge oral verabfolgte Überlebenszeit
Dosis (mg/kg) (Sek.)
(Mittel + Streubereich. S.E.)
311,8 ±10,3
3 357,4 ± 19,4
10 446,5 ± 31,2***
30 411,8 ± 28,6**
1 318,3 ± 9,6
3 293,7 ± 15,3
10 283,8 ± 14,4
10 348,3 ± 18,1
30 367,8 ± 18,6*
100 371,4 ± 23,8*
* p<0,05;
** p<0,01;
*** p < 0,001 (Studenten t-Test)
(3) Effekte auf den KCN-induzierten Tod Eine Gruppe von 10 männlichen Ratten (Testdrogengruppe) und eine Gruppe von 20 männlichen Ratten (Kontrollgruppe) wurden verwendet. 30 Minuten nach der Test-drogenverabfolgung wurden 3 mg/kg an KCN von der kau-dalen Vene verabfolgt, und die Überlebensrate wurde aufgezeichnet. Die Signifikanz der Überlebensratedaten wurde mittels der X2-Methode getestet. Die Tabelle 2 zeigt die Resultate.
Tabelle 2
Testdroge oral verabfolgte Überlebensrate (%)
Dosis (mg/kg)
Kontrollexperiment
—
3/20* (15,0)
Verbindung der
3
2/10 (20,0)
vorliegenden Erfin
10
3/10 (30,0)
dung
30
8/10** (80,0)
Nicardipin
1
0/10 ( 0,0)
3
0/10 ( 0,0)
10
3/10 (30,0)
Vinpectin
10
3/10 (30,0)
30
5/10 (50,0)
100
7/10** (70,0)
**p <0.01
4
Beispiel 4
(Effekte auf die Gehirnglucoseaufnahme) (1) Verwendete Tiere und Drogen Männliche F344/NSlc (Fischer) Ratten, welche 9 — 11
5 Wochen alt waren, wurden verwendet. Sie wurden der Studie unterworfen, nachdem sie etwa 18 Stunden gefastet hatten.
Die Testdroge wurde in 2% Gummiarabicumlösung suspendiert, und 2 ml/kg davon wurden jeder Gruppe oral verabfolgt. Die Kontrollgruppe erhielt in ähnlicher Art und 10 Weise oral 2% Gummiarabicumlösung.
(2) Zunahme der Gehirnglucoseaufnahme bei normalen Ratten Die Tiere wurden in vier Gruppen unterteilt, fünf pro 15 Gruppe. Die Verbindung der vorliegenden Erfindung wurde der Testgruppe bei 3 Dosismengen, nämlich 3,10 und 30 mg/kg, oral verabfolgt; eine Kontrollgruppe erhielt 2% Gummiarabicumlösung. 30 Minuten nach der Verabfolgung wurden die Ratten mittels Mikrowellenbestrahlung (Toshiba 20 Microwellenapplikator, TMW-6402, 5 KW, 1,4 Sekunden), angewendet auf den Kopf, getötet. Der Schädel wurde unmittelbar danach geöffnet, um das Gehirn herauszuschneiden, und die cerebrale Rinde wurde präpariert. Quantitative Analysenprobenstücke wurden hergestellt gemäss der Me-25 thode von Forbergrova et al. [J. Neurochem., vol. 19 (1972)]. Das heisst, zu einem gewogenen Gehirnprobenstück wurde eine eisgekühlte 0,3 N-HCIO4/I mM-EDTA-Lösung hinzugegeben (2 ml/200 mg nasses Gewebegewicht). Das Gemisch wurde homogenisiert und zentrifugiert (26,000 x g, 10 Mi-30 nuten bei 4 °C), um den auf der Oberfläche schwimmenden Teil abzutrennen, welcher gelagert wurde. Der erhaltene Niederschlag wurde homogenisiert und wieder unter den gleichen Bedingungen zentrifugiert, und der auf der Oberfläche schwimmende Teil wurde mit dem Teil kombiniert, wel-35 eher von der ersten Zentrifugation erhalten wurde. Die kombinierten, auf der Oberfläche schwimmenden Teile wurden mit einem eisgekühlten Gemisch aus 1,5 N KOH—0,4 M Imidazol—0,3 N KCl neutralisiert, und nach der Zentrifugation wurde der resultierende auf der Oberfläche schwimmen-40 de Teil als Probestück für die quantitative Analyse von Glucose verwendet. Die Proben wurden mittels einem Fluoro-photometer analysiert (anregende Wellenlänge: 340 nm, fluoreszierende Wellenlänge 455 nm, Aminco Spectrophoto-fluorometer, hergestellt von American Institute Company), 45 und die Bildung und Zersetzung von NADH oder NADPH wurde aufgezeichnet. Die Tabelle 3 zeigt die Resultate.
Tabelle 3
Verabfolgte Dosis N Gehirnglycosespiegel
Droge (mg/kg P.O.) (jimol/g Gehirn)
(Mittel + Streuwert S.E.)
Kontrolle
_
5
0,93 + 0,06
55 Verbindung der
3
5
1,45 + 0,07***
vorliegenden Er
10
5
1,53 + 0,10***
findung
30
5
1,80 + 0,08***
*** p< 0.001 (Studenten t-Test)
60
(3) Zunahme der Gehirnglucoseaufnahme in Ratten unter hypoxischen Bedingungen Die Tiere erhielten entweder 30 mg/kg der Verbindung 65 der vorliegenden Erfindung oder 2% Gummiarabicumlösung (zur Kontrolle) auf dem oralen Wege verabfolgt. 30 Minuten nach der Testdrogeverabfolgung wurden die Ratten in einen Käfig gegeben, und ein gemischtes Gas. besteKontroll-
experiment
Verbindung der vorliegenden
Erfindung
Nicardipin
Vinpocetin
5
672 069
hend aus 97% N2 und 3% O2 wurde eingeleitet mit einer Geschwindigkeit von 21/Minute während 5 Minuten, um sie unter einen hypoxischen Zustand zu versetzen. Unmittelbar nach der hypoxischen Periode wurden die Ratten getötet mittels Mikrowellenbestrahlung. Die normalen Ratten der Kontrollgruppe wurden auf eine ähnliche Art 30 Minuten nach Verabfolgung der Kontroilösung getötet. Die cerebrale Rinde wurde präpariert, und Probenstücke für die Analysen wurden hergestellt, wie dies unter obigem Punkt (1) beschrieben ist, und der Glucosespiegel wurde bestimmt. Die Tabelle 4 zeigt die Resultate.
Tabelle 4
Verabfolgte Dosis N Gehirnglycosespiegel
Droge " (mg/kg P.O.) (|imol/g Gehirn)
(Mittel ± Streuwert S.E.)
Hypoxi- Kontrolle - 8 0,92 + 0,05
scher
Zustand
Verbindung 30 8 1,12 ± 0,04**
der vorliegenden Erfindung
Normal Kontrolle - 8 1,30 + 0,03***
** p<0,01;
*** p < 0,001 (Studenten t-Test)
Beispiel 5 (klinischer Test)
Tabletten, enthaltend die Verbindung der vorliegenden Erfindung, wurden oral in einer täglichen Dosis von 5 15 — 30 mg während 8 Wochen an Patienten gegeben, welche ein Alter zwischen 40 und 80 Jahren hatten und unter cerebralem Infarkt (Thrombose oder Embolie) und cerebraler Arteriosklerose litten. Die Linderung von subjektiven und mentalen Symptomen wurde evaluiert (leichte Genesung — 10 beachtliche Genesung), und die Resultate werden in der Tabelle 5 gezeigt.
Tabelle 5
15 Totale Zahl der Fälle Zahl der Fälle, bei welchen die Be handlung wirksam war (effektive Rate)
49 33 (67,3%)
20
Als einzige beobachtete nachteilige Reaktion wurde in zwei Fällen ein leichtes Kopfweh gesehen.
Die weiter oben beschriebenen Resultate zeigen, dass die 25 Verbindung der vorhegenden Erfindung die Überlebenszeit verlängert und die Gehirnglucoseaufnahme in Ratten unter hypoxischen Bedingungen erhöht. Damit ist gezeigt, dass diese Verbindung brauchbar ist als ein therapeutisches Mittel für die Behandlung von Krankheiten, welche mit cerebra-301er Ischämie assoziiert sind.
40
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Claims (10)
- 672 0692PATENTANSPRÜCHE1. Ein therapeutisches Mittel für die Behandlung von Krankheiten, assoziiert mit cerebraler Ischämie, dadurch gekennzeichnet, dass es N-(2-Hydroxyethyl)-nicotinamid-nitrat oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz davon als ein aktiver Bestandteil in einer Menge, die wirksam ist, um die cerebralen Blutgefässe zu erweitern, enthält.
- 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es in der Form einer Tablette vorliegt und 1 bis 20 mg des genannten aktiven Bestandteiles enthält.
- 3. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es in der Form einer Kapsel vorliegt und 1 bis 20 mg des genannten aktiven Bestandteiles enthält.
- 4. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es in der Form einer Injektion vorliegt und 0,1 bis 12 mg des genannten aktiven Bestandteiles enthält.
- 5. Verwendung von N-(2-Hydroxyethyl)-nicotinamid-nitrat oder eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes davon für die Herstellung von Mitteln für die Behandlung von Krankheiten, welche mit cerebraler Ischämie assoziiert sind, gemäss Anspruch 1.
- 6. Verwendung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der aktive Bestandteil in genannten Mitteln in einer Menge verwendet wird, welche wirksam ist, um die cerebralen Blutgefässe zu erweitern.
- 7. Verwendung nach einem der Ansprüche 5 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der aktive Bestandteil mit einem pharmazeutisch annehmbaren Trägermaterial kombiniert wird.
- 8. Verwendung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Mittel in der Form einer Tablette hergestellt wird, die 1 bis 20 mg des genannten aktiven Bestandteiles enthält.
- 9. Verwendung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Mittel in der Form einer Kapsel hergestellt wird, die 1 bis 20 mg des genannten aktiven Bestandteiles enthält.
- 10. Verwendung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Mittel in der Form für eine Injektion hergestellt wird und 0,1 bis 12 mg des genannten aktiven Bestandteiles enthält.
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