CH672134A5 - - Google Patents

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CH672134A5
CH672134A5 CH543/87A CH54387A CH672134A5 CH 672134 A5 CH672134 A5 CH 672134A5 CH 543/87 A CH543/87 A CH 543/87A CH 54387 A CH54387 A CH 54387A CH 672134 A5 CH672134 A5 CH 672134A5
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CH
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caprolactam
polymerization
sorbent
mixture
sodium
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CH543/87A
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Vladimir Prof Kubanek
Jaroslav Prof Kralicek
Budimir Veruovic
Gabriela Prof Basarova
Josef Skach
Zdenek Cimburek
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Vysoka Skola Chem Tech
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G69/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain of the macromolecule
    • C08G69/40Polyamides containing oxygen in the form of ether groups
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L2/00Non-alcoholic beverages; Dry compositions or concentrates therefor; Preparation or treatment thereof
    • A23L2/70Clarifying or fining of non-alcoholic beverages; Removing unwanted matter
    • A23L2/80Clarifying or fining of non-alcoholic beverages; Removing unwanted matter by adsorption
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12HPASTEURISATION, STERILISATION, PRESERVATION, PURIFICATION, CLARIFICATION OR AGEING OF ALCOHOLIC BEVERAGES; METHODS FOR ALTERING THE ALCOHOL CONTENT OF FERMENTED SOLUTIONS OR ALCOHOLIC BEVERAGES
    • C12H1/00Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages
    • C12H1/02Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages combined with removal of precipitate or added materials, e.g. adsorption material
    • C12H1/04Pasteurisation, sterilisation, preservation, purification, clarification, or ageing of alcoholic beverages combined with removal of precipitate or added materials, e.g. adsorption material with the aid of ion-exchange material or inert clarification material, e.g. adsorption material
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Description

BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft ein polymĂšres Sorbens fĂŒr kolloidale und sensorische Stabilisation von GetrĂ€nken, welche organische Komponenten pflanzlichen Ursprungs enthalten 50 und welche ein Entstehen von TrĂŒbungen und von Sedimenten verursachen, insbesondere bei Bier, Wein, Spirituosen, FruchtsĂ€ften und FruchtgetrĂ€nken.
Eine der hauptsĂ€chlichen Forderungen bei GetrĂ€nken ist die Beibehaltung ihrer optischer und sensorischer StabilitĂ€t 55 wenigstens vom Zeitpunkt der Erzeugung bis zum Zeitpunkt des Konsums. In der Praxis wird eine genĂŒgend lange StabilitĂ€t gefordert, damit es zu keinem Entwerten wĂ€hrend der Zeit, die fĂŒr den Transport, Lagerung, Aufbewahren und dgl. erforderlich ist, kommt. Auf klassische Methoden er- 60 zeugtes Bier verliert zum Beispiel je nach der Gattung des Bieres das ursprĂŒngliche Aussehen dadurch, dass im Bier TrĂŒbungen auftreten, die durch Absondern von kolloidalem Material verursacht werden. Das getrĂŒbte Bier ist nicht fĂŒr den Konsum geeignet. Bei einer Störung der StabilitĂ€t eines 65 GetrĂ€nkes handelt es sich ĂŒblich nicht nur um eine Änderung des Aussehens des GetrĂ€nkes, sondern oft auch um eine Entwertung dessen sensorischer Eigenschaften. Der Konsument beurteilt ĂŒblich ein GetrĂ€nk vor dem Konsum gemĂ€ss dessen Aussehens. Die optische Reinheit eines GetrĂ€nkes wird deshalb als eine der wichtigen Eigenschaften betrachtet.
Eine Reihe von GetrĂ€nken, wie Bier, Wein, manche Spirituosen und FruchtgetrĂ€nke enthalten je nach deren Art und deren Erzeugungsverfahren in kleinerem oder grösserem Mass eine bestimmte Menge von Stoffen kolloidaler Beschaffenheit wie Polyphenole, Polysaccharide, Polypeptide u. dgl. welche in das GetrĂ€nk aus Extrakten von Pflanzenstoffen gelangen, zum Beispiel aus Malz, Hopfen, KrĂ€utern u. dgl.. Diese Stoffe unterliegen nach Freigabe durch Extraktion aus der ursprĂŒnglichen Pflanzenstruktur einer Reihe von Reaktionen durch Karboxyl-, Hydroxyl- und anderen Funktionsgruppen insbesondere bei einem frisch bereiteten GetrĂ€nk unter Entstehen hochmolekularer Komponenten, welche im GetrĂ€nk unlösbar werden. UrsprĂŒnglich lösbare organische Komponenten werden so im GetrĂ€nk unlösbar und das zeigt sich durch ein Abscheiden von TrĂŒbungen oder Sedimenten, deren Entstehen durch Gegenwart von Sauerstoff, mancher Metallione, Temperatur, Licht, mechanische Bewegung und anderer EinflĂŒsse, dem das GetrĂ€nk ĂŒblich ausgesetzt ist wĂ€hrend der Erzeugung, beschleunigt wird. In der Praxis ist es ĂŒblich schwer, ein Beibehalten derartiger Bedingungen zu sichern, bei welchen die erwĂ€hnten Reaktionen nicht verlaufen wĂŒrden, insbesondere wĂ€hrend des Transportes, der Lagerung und des Verkaufes. Der hauptsĂ€chliche Nachteil von GetrĂ€nken, die organische Extrakte enthalten, ist ein Entstehen kolloidaler TrĂŒbungen oder auch von Sedimenten wĂ€hrend der Zeit zwischen deren Erzeugung und dem Konsum. Ein Hinausschieben der Zeit des Entstehens von TrĂŒbungen bei erwĂ€hnter Art von GetrĂ€nken oder ein vollstĂ€ndiges Beseitigen der Ursachen deren Entstehens ist von praktischem Standpunkt ein Hauptproblem, das derart gelöst werden muss, um nicht besondere Ă€ussere Bedingungen sichern zu mĂŒssen, bei welchen das GetrĂ€nk vom Zeitpunkt der Erzeugung bis zum Konsum erhalten werden mĂŒsste. Bei der Lösung dieses Problems wird ferner gefordert, alle charakteristischen Eigenschaften des GetrĂ€nkes beizubehalten.
Das Entstehen von TrĂŒbungen in GetrĂ€nken wird derzeit bei manchen Arten von GetrĂ€nken derart verhĂŒtet, dass wĂ€hrend des AbfĂŒllens des GetrĂ€nkes der oder die Stoffe beseitigt werden, welche TrĂŒbungen verursachen, ohne dass dabei die charakteristischen Eigenschaften des GetrĂ€nkes be-eintrĂ€chigt wĂŒrden, wie zum Beispiel die Farbe, der Schaum, der Geschmack u. dgl.. Das Beseitigen von Stoffen aus den GetrĂ€nken welche das TrĂŒben verursachen, wird mittels von Sorbenten oder Stabilisatoren verschiedener Art ausgefĂŒhrt. Diese Stabilisatoren sind ĂŒblich pulverförmige Stoffe poröser Struktur, welche sich in den GetrĂ€nken nicht lösen und bei Kontakt mit dem GetrĂ€nk nur Stoffe sorbieren, welche ein Entstehen von TrĂŒbungen und von Sedimenten verursachen. Sorbierte, TrĂŒbungen bildende Stoffe sind im GetrĂ€nk beim Beenden dessen Erzeugung gelöst und sind dabei nicht TrĂ€ger dessen charakteristischer Eigenschaften und der GĂŒte. Derzeit angewendete Stabilisatoren von GetrĂ€nken sind organischer oder anorganischer Herkunft.
Meist angewendete anorganische Stabilisatoren von GetrĂ€nken sind Xero- und Hydrogele, Bentonite, verschiedene Arten von Tonerden u.a.. Ein Nachteil anorganischer Stabilisatoren der Sorbenstype ist deren geringer Wirkungsgrad und es ist deshalb nötig, mit einer grösseren Menge dieser Mittel zu arbeiten. Diese Art von Stabilisatoren der kolloidalen und sensorischen BestĂ€ndigkeit von GetrĂ€nken können nicht mit einfachen Verfahren regeneriert werden und deren AbfĂ€lle verursachen ökologische Schwierigkeiten. Manche dieser Stabilisatoren, wie zum Beispiel Bentonite verursachen eine sensorische Änderung des GetrĂ€nkes da
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durch, dass das GetrÀnk einen erdigen Beigeschmack bekommt und bei Bier auch noch die SchaumfÀhigkeit herabsetzt.
Mehr wirkungsvolle und wirtschaftlich effektivere Stabilisatoren gegen kolloidale TrĂŒbungen sind Sorbens auf der 5 Basis von Polymeren oder Kopolymeren in staubförmiger poröser Form oder in Gelform wie zum Beispiel vernetztes Polyvinylpyrolidon. Manche Arten polymerer Sorbenten, vor allem auf der Basis von Polyamiden oder modifizierten Polyamiden als Ausgangsmaterial sind sehr wirkungsvolle 10 Stabilisatoren kolloidaler und sensorischer Eigenschaften von GetrĂ€nken. Deren Erzeugung geht in drei Operationen vor sich. Vor allem ist es die Erzeugung und Isolation der Polymere, aus welchen in der zweiten Operation ein Komposit bereitet wird durch Lösen des Polymers bei einer Tempe- 15 ratur von 190 bis 210 °C in einer Schmelze des Lösungsmittels mit einem Schmelzpunkt von 50 bis 100 °C, worauf die Lösung zu einem Komposit zweier festen Phasen abgekĂŒhlt wird, zu Polymeren und dem Lösungsmittel. WĂ€hrend der dritten Operation wird das Schmelzlösungsmittel aus dem 20 Komposit extrahiert unter Entstehen einer Suspension und das abgesonderte Sorbens wird ausgewaschen und getrocknet. Durch das erwĂ€hnte Verfahren wird ein Endprodukt erzielt, das ist ein Polymer in pulverförmiger poröser Form -ein polymeres Sorbens. Das Erzeugen eines polymeren Sor- 25 bens gemĂ€ss diesem dreistufigen Verfahren ist aus wirtschaftlichen GrĂŒnden unvorteilhaft und zeigt sich auch im Preis und auch in manchen Eigenschaften des Endproduktes.
Diese bekannten Sorbens fĂŒr Stabilisation von GetrĂ€nken und deren Erzeugungsverfahren werden gemĂ€ss vorlie- 30 gender Erfindung vervollkommt.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Sorbens sowie eines Verfahrens zu dessen Herstellung, welche die Nachteile bestehender AusfĂŒhrungen nicht aufweisen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemĂ€ss mit den Merkmalen 35 im Kennzeichnungsteil der AnsprĂŒche 1 und 2 gelöst.
Es ist vorteilhaft, falls das Polymerisieren der Mischung von 6-Kaprolaktam und a, co-Diaminopolyethylenoxid mittels wenigstens eines Stoffes der Stoffgruppe initiatiert wird, die durch Natriumsalz von 6-Kaprolaktam, Natriumhydrid, 40 Bis/2-Methoxyethoxy/Natriumdihydroalummat, Tetra-6-Kaprolaktam-Natriumaluminat und Dilaktamato-bis/2-Methoxyethoxy/Natriumaluminat gebildet wird. Es ist ferner vorteilhaft, die Polymerisation der Mischung von 6-Kaprolaktam und a, co-Diaminopolyethylenoxyd durch ei- 45 nen Stoff der Stoffgruppe zu aktivieren, die durch N-Azyl-laktame wie N-Azetylkaprolaktam, oder Isozyanate wie Phenylinozyanat, Toluendiisozyanat oder aus diesen abgeleiteten Stoffen wie N-Phenylkarbamoyl-6-Kaprolaktam und zyklischem Trimer von Phenylisozyanat gebildet wird. 50
Dadurch, dass das Polymerisationsprodukt nicht isoliert wird, sondern zu einer pulverigen porösen Form ĂŒberfĂŒhrt wird, wird das Produkt nach dem Einstellen der PolymerisationsaktivitĂ€t in der Schmelze von 6-Kaprolaktam einer Temperatur von 190 bis 210 °C direkt in der Polymerisa- 55 tionsanordnung gelöst und nach dem AbkĂŒhlen der Lösung wird aus dem festen Komposit 6-Kaprolaktam extrahiert, die Suspension wird filtriert und das Produkt ausgewaschen und getrocknet. Die PolymerisationsaktivitĂ€t wird durch BeifĂŒgen von SĂ€uren wie AminokapronsĂ€ure, Zitronen- oder 60 PhosphorsĂ€ure in einer, der Initiatormenge Ă€quimolarer Menge eingestellt. Die Polymerisationsdauer betrĂ€gt 15 bis 180 Minuten bei einer Temperatur von 140 bis 240 °C. Die PolymerisationsaktivitĂ€t wird durch Beimengung von beispielsweise Amino-CapronsĂ€ure, ZitronensĂ€ure oder auch 65 PhosphorsĂ€ure in einer Menge gestoppt, die der Initiatormenge entspricht. Die Menge des geschmolzenen 6-Kapro-laktams fĂŒr das Lösen des Polymerisationsproduktes betrĂ€gt
1 bis 6 Gewichtsteile berechnet fĂŒr das Gewicht des polymeren Produktes.
2 g des Sorbens, gemĂ€ss vorliegender Erfindung erzeugt, verringert bei Kontakt mit 1 Liter eines GetrĂ€nkes, welches organische Extrakte enthĂ€lt, den Inhalt von Polyphenolstof-fen mit 20 bis 45 Gewichtsprozenten und von Antozyanoge-nen mit 30 bis 60 Gewichtsprozenten, je nach Art des GetrĂ€nkes. Es verleiht den GetrĂ€nken eine kolloidale und sensorische StabilitĂ€t fĂŒr einen Zeitraum auch mehrerer Jahre.
Die Textureigenschaften des erfindungsgemĂ€ssen Sorbens fĂŒr Sorption von trĂŒbungsbildenden Stoffen aus GetrĂ€nken sind von Erzeugungsbedingungen abhĂ€ngig, vor allem vom Initiatortyp, dem Molekulargewicht des a, co-Diaminopoly-ethylenoxid, ferner von der Konzentration des Initiators und des Aktivators, sowie auch von der Menge des 6-Kaprolak-tams, das zum Lösen des polymeren Produktes bei dessen Verarbeiten zu einer pulverigen, porösen Form angewendet wurde.
Das erfindungsgemĂ€sse Verfahren zur Stabilisation eines GetrĂ€nkes beruht darin, dass das GetrĂ€nk mit dem polymeren Sorbens statisch oder dynamisch in Kontakt gebracht wird, das ist durch BeifĂŒgen des Sorbens in das GetrĂ€nk in einer geeigneten Anordnung und nach Mischen und nach der Sedimentation des Sorbens folgt eine Filtration des GetrĂ€nkes, und/oder durch DurchfĂŒhren des GetrĂ€nkes durch eine Schicht des polymeren Stabilisators in einer Filtrieranordnung. Das polymere Sorbens kann jedoch vorteilhaft mittels der Aufladungstechnik angewendet werden, wo in den Strom des GetrĂ€nkes kontinuierlich die nötige Menge des polymeren Stabilisators beigefĂŒgt wird.
Das Herabsetzen des Gehaltes von Polyphenolstoffen im GetrĂ€nk wird durch die Menge des polymeren Sorbens geregelt, durch dessen Absorptions-kapazitĂ€t, die von den Textureigenschaften des Sorbens abhĂ€ngt und von dessen chemischer Zusammensetzung, bzw. vom Gehalt von Polyethy-lenoxydsegmenten und dem Molargewicht. Die benötigte Menge des polymeren Sorbens fĂŒr eine Stabilisation eines GetrĂ€nkes hĂ€ngt von der Art des GetrĂ€nkes ab und betrĂ€gt 5 bis 200 g fĂŒr 100 Liter des GetrĂ€nkes. Die Zeit des Kontaktes des Sorbens mit dem GetrĂ€nk betrĂ€gt 1 bis 180 Minuten. Das erfindungsgemĂ€sse polymere Sorbens wird durch eine Lösung von Natriumhydroxyd einer Konzentration von 0,05 bis 1 Gewichtsprozent regeneriert und nach einem SpĂŒlen bis zu einer neutralen Reaktion wird das Sorbens wieder angewendet. Das Regenerationsverfahren kann praktisch unbegrenzt ausgefĂŒhrt werden.
Unter Beibehaltung der oben erwĂ€hnten Bedingungen fĂŒr das Bereiten des polymeren Sorbens und fĂŒr dessen Anwendung fĂŒr kolloidale und sensorische Stabilisation von GetrĂ€nken kann gegenĂŒber dem bestehenden Stand der Technik ein wesentlicher vorteilhafter wirtschaftlicher Effekt erzielt werden, wie in den folgenden Beispielen dargelegt ist.
Beispiel 1
In eine Mischung bestehend aus 900 g 6-Kaprolaktam und 100 g a, co-Diaminopolyethylenoxyd eines Molargewichtes von 1600, die in einem nicht rostenden Reaktor eines Gehaltes von 4,25 1 untergebracht war, der mit Beheizen, Mischen, Zufuhr eines inerten Gases, mit einem Thermometer und einer Dosieranordnung versehen ist, wurde 1,43 Mol.-% von bis/2-Methoxyethoxy/Dihydro-Natrium-aluminat in Form einer 70% Lösung in Toluen beigefĂŒgt. Das Reaktionsgemisch wurde fortlaufend auf eine Temperatur von 170 °C erwĂ€rmt, bei welcher Temperatur in das Polymerisationsgemisch 0,57 Molekularprozent N-Azetylkaprolaktam beigefĂŒgt wurde. Nach diesem Vorgang stieg wĂ€hrend 10 bis 20 Minuten die Temperatur des Reaktionsgemisches auf 230 °C. Das Polymerisationsgemisch wurde
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auf der Temperatur von 230 °C wĂ€hrend 60 Minuten erhalten und zwar nach Ansteigen der ViskositĂ€t des Polymerisationsgemisches auf den Maximalwert, der weiter nicht mehr anstieg. Die PolymerisationsaktivitĂ€t wurde durch BeifĂŒgen von 1,43 Mol% der AminokapronsĂ€ure/Ă€quivalente Menge gegenĂŒber dem Initiator/in die polymere Mischung bei grĂŒndlichem Mischen beendet. Das Polymerisationsprodukt in Form einer Schmelze wurde dann unter bestĂ€ndigem RĂŒhren in 2 kg geschmolzenem 6-Kaprolaktam, das auf 210 °C erwĂ€rmt wurde, gelöst. Nach dem Lösen folgte ein Herabsetzen der ViskositĂ€t der Reaktionsmischung. Nach Stabilisieren der ViskositĂ€t der Lösung des Reaktionsgemisches wurde die Lösung aus dem Reaktor in einen seichten AluminiumbehĂ€lter ausgelassen, welcher BehĂ€lter einen derartigen Gehalt hatte, dass die Höhe der Lösung darin 2 bis 5 cm betrug. Alle beschriebenen VorgĂ€nge wurden unter Schutz einer StickstoffatmosphĂ€re ausgefĂŒhrt. Nach AbkĂŒhlen der Lösung wurde der feste Komposit zweier festen Phasen einer wĂ€ssrigen Extraktion unterworfen. Bei diesem Vorgang entstand eine Suspension des Kopolymers in der Lösung, welche filtriert, mit Wasser gespĂŒlt und auf einen endlichen Gehalt von zwei Gewichtsprozenten Wassergehalt getrocknet wurde. Das derart erzeugte pulverige poröse Sorbens stellte ein Blockpolymer von Poly-6-Kaprolaktam und Polyethylenoxyd der Type ABA vor, wo A Poly-6-Kapro-laktamstrukturen sind. Der Gehalt gebundener Polyethylen-strukturen (B) betrug 8,5 Gew.-%. Die spezifische OberflĂ€che des Musters des Sorbens war 2,56 m2/g, die PorositĂ€t 39,2%, der mittlere Porendurchmesser 20 um und das Porenvolumen 2,7 ml/g.
2 g des bereiteten Musters des Sorbens wurde mit 1 Liter 12° Weissbier kontrahiert. Nach Separieren des Sorbens wurde im klaren Bier die Abnahme von Polyphenolstoffen gegenĂŒber dem ursprĂŒnglichen Zustand bestimmt und zwar mit 34,01 Gew.% und von Antozyanogenen mit 47,79 Gew%.
Beispiel 2
Eine Mischung von 800 g 6-Kaprolaktam und 200 g a, co-Diaminopolyethylenoxyd eines Molargewichtes 3200 wurde polymerisiert unter Anwendung des in Beispiel 1 beschriebenen Vorganges bei Anwendung von 2,64 Mol% von Te-tra-6-Kaprolaktam-Natriumaluminat als Initiator und 0,92 Mol% von N-Azetylkaprolaktam als Aktivator und die PolymerisationsaktivitĂ€t wurde durch BeifĂŒgen von 2,64 Mol% der AminokapronsĂ€ure, bezogen auf Kaprolaktam in der Polymerisationsmischung, beendet. Das polymere Produkt in Form einer Schmelze wurde in 3 kg geschmolzenem 6-Kaprolaktam gelöst und nach Verarbeiten der Lösung und weiter des Komposits gemĂ€ss Beispeil 1 wurde ein pulveriges Kopolymer erzielt, das 17, 5 Gew% gebundener Polyethy-lenoxydstruktur enthielt. Die spezifische OberflĂ€che betrug 4,05 m2/g, die PorositĂ€t 42,00%, der mittlere Porendurchmesser 10 (im und das Gesamtvolumen der Poren 2,1 ml/g.
2g dieses Musters wurde fĂŒr eine Stabilisation von 1 Liter 12° Weissbier gemĂ€ss dem in Beispiel 1 beschriebenen Vorgang angewendet. Die Abnahme von Polyphenolstoffen gegenĂŒber dem ursprĂŒnglichen Zustand betrug 32,02% und von Antozyanogenen 43,20%.
Beispiel 3
Eine Mischung bestehend aus 950 g 6-Kaprolaktam und 50 g a Ɠ-Diaminopolyethylenoxyd eines Molargewichtes von 2000 wurde auf die in Beispiel 1 beschreibene Weise polymerisiert unter Anwendung von 1,03 mol% eines Natriumsalzes von 6-Kaprolaktam als Initiator und 1,3 Mol% von N-Azetylkaprolaktam als Aktivator. Die PolymerisationsaktivitĂ€t der Mischung wurde durch BeifĂŒgen von 1,03 Mol% ZitronensĂ€ure beendet und das Polymerisationsprodukt in 2,5 kg geschmolzenem 6-Kaprolaktam gelöst und die Lösung zum polymeren Sorbens auf erwĂ€hnte Weise verarbeitet. Der Gehalt der gebundenen Polyethylenstruktur war bei diesem Muster 3,57 Gew%, die spezifische OberflĂ€che des Musters betrug 9,25 m2/g, die PorositĂ€t 36,8%, der Mitteldurchmesser der Poren 35 um und der Poreninhalt 3,1 ml/g.
2 g dieses Sorbens wurden in 1 Liter Weisswein bei Labortemperatur eingemischt und nach 30 Minuten Kontakt wurde das Sorbens separiert und im klaren Wein wurde der Gehalt von Polyphenolstoffen bestimmt. Es hat sich gezeigt, dass die Abnahme von Polyphenolen gegenĂŒber dem ursprĂŒnglichen Zustand 34,07% und von Antozyanogenen 37,4% betrug.
Beispiel 4
Eine Mischung von 850 g Kaprolaktam und 150 g a, co-Diaminopolyethylenoxyd eines Molargewichtes 1200 wurde gemĂ€ss der in Beispiel 1 beschriebenen Weise polymerisiert unter Anwendung von 2,91 Mol% von Dilaktamato-bis/2-Methoxyetoxo/-Natriumaluminat als Initiator und 0,93 Mol% von N-Azetyl-Kaprolaktam als Aktivator der Polymerisation. Die PolymerisationsaktivitĂ€t wurde durch BeifĂŒgen von 2,92 Mol% PhosphorsĂ€ure beendet und das polymere Produkt wurde in 2,3 kg geschmolzenem 6-Kaprolak-tam gelöst und die Lösung auf erwĂ€hnte Weise zum Sorbens verarbeitet. Der Gehalt gebundener Polyethylenoxydstruktu-ren im bereiteten Muster betrug 12,5%. Die spezifische OberflĂ€che des Musters des Sorbens betrug 3,6 m2/g, die PorositĂ€t 39,27%, der mittlere Porendurchmesser 27 (xm und der Poreninhalt 2,37 ml/g.
2 g dieses Musters wurden mit 1 Liter Apfelsaft ĂŒber 30 Minuten bei Labortemperatur in Kontakt versetzt. Nach Abscheiden des polymeren Sorbens wurde im Filtrat die Abnahme von Polyphenolstoffen gegenĂŒber dem ursprĂŒnglichen Zustand um 17% und von Antozyanogenen um 28% festgestellt.
Beispeil 5
Eine Mischung von 800 g 6-Kaprolaktam und 200 g a, co-Diaminopolyethylenoxyd eines Molargewichtes von 800 wurde gemÀss der in Beispeil 1 beschriebenen Weise polymerisiert unter Anwendung von 4,64 Mol% von Tetra-6-Kaprolaktam von Natriumaluminat als Initiator und 1,24 Mol% von N-Azetylkaprolaktam als Aktivator der Polymerisation. Das polymere Produkt wurde in 2,1 kg geschmolzenem 6-Kaprolaktam einer Temperatur von 210 C gelöst und die Lösung wurde gemÀss dem erwÀhnten Vorgang zum polymeren Sorbens verarbeitet. Der Gehalt der Polyethylen-oxydstrukturen betrug beim bereiteten Muster 18 Gew%, die spezifische OberflÀche 4,2 m2/g, die PorositÀt 42%, der mittlere Porendurchmesser 22 |im und der gesamte Poreninhalt 2,72 ml/g.
2 g dieses Sorbens wurden mit 1 Liter eines Spirituosen, welcher KrĂ€uterextrakte enthielt gemischt und nach Kontakt ĂŒber 30 Minuten wurde das Sorbens abgeschieden und im Spirituosen wurde die Abnahme von Polyphenolstoffen gegenĂŒber dem ursprĂŒnglichen Zustand mit 37,0% und von Antozyanogenen mit 48,7% festgestellt.
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Claims (4)

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    PATENTANSPRÜCHE
    1. PolymĂšres Sorbens fĂŒr kolloidale und sensorische Stabilisation von GetrĂ€nken mit organischen Komponenten pflanzlichen Ursprungs, insbesondere von Bier, Wein, Spiri- 5 tuosen und FruchtgetrĂ€nken, auf der Basis eines Block-Co-polymers von Poly-6-Kaprolaktam und Polyethylenoxyd, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,5 bis 30 Gew.-% gebundener Polyethylenoxydstrukturen enthĂ€lt, wobei die PorositĂ€tsstruktur des polymeren Sorbens 1 bis 60 %, der mittlere 10 Porendurchmesser 1 bis 60 |am, das Porenvolumen 0,1 bis
    5,1 ml/g und die spezifische OberflÀche 0,1 bis 60 m2/g betrÀgt.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung des Sorbens nach Anspruch
    1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung von 15
    6-Kaprolaktam und a, ra -Diaminopolyethylenoxyd eines Molekulargewichtes von 600 bis 5000 in Gegenwart eines Zweikomponenten-Initiatorsystems, das durch wenigstens einen Initiator und wenigstens einen Aktivator gebildet wird, polymerisiert wird, wonach nach beendigter Polymerisation 20 das Polymer desaktiviert wird und das Polymerisationsprodukt durch BeifĂŒgen von 6-Kaprolaktam einer Menge von 1 bis 6 Gewichtsteilen auf 1 Gew.- Teil der Polymerisationsmischung gelöst wird und nach einem KĂŒhlen der Lösung aus dem festen Komposit 6-Kaprolaktam extrahiert wird, wor- 25 auf aus dem festen Komposit 6-Kaprolaktam extrahiert wird, worauf die entstandene Suspension gewaschen und zum Endprodukt getrocknet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation der Mischung von 6-Caprolaktam 30 und a, a> -Diaminopolyethylenoxid von wenigstens einem Stoff aus der Materialgruppe ausgelöst wird, die Natrium-salz von 6-Caprolaktam, Natriumhydrid, bis/2-Methoxy-ethoxy-Natrium-Dihydridaluminat, Natrium-Tetra-6-Caprolaktamaluminat und Dilaktamato-bis/2-Methoxyetho-35 xy/Natriumaluminat einschliesst.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerisation der Mischung von 6-Kaprolaktam und a, co -Diaminopolyethylenoxid mittels wenigstens eines Stoffes der Stoffgruppe aktiviert wird, die durch N-Azyllak- 40 tarne, wie N-Azetyl-6-Kaprolaktam, oder durch Isozyanate wie Phenylisozyanat, Toluendiisozyanat oder von ihnen abgeleitete Stoffe wie Phenylkarbamoyl-6-Kaprolaktam und zyklisches Trimer von 6-Phenylisozyanat gebildet wird.
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CH543/87A 1986-02-18 1987-02-13 CH672134A5 (de)

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