CH672205A5 - - Google Patents

Download PDF

Info

Publication number
CH672205A5
CH672205A5 CH5010/86A CH501086A CH672205A5 CH 672205 A5 CH672205 A5 CH 672205A5 CH 5010/86 A CH5010/86 A CH 5010/86A CH 501086 A CH501086 A CH 501086A CH 672205 A5 CH672205 A5 CH 672205A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
core
absorber
elements
absorber material
bed
Prior art date
Application number
CH5010/86A
Other languages
English (en)
Inventor
Siegfried Dr Brandes
Claus Dr Elter
Hubert Handel
Dietrich Dr Leithner
Hermann Schmitt
Josef Dr Schoening
Original Assignee
Hochtemperatur Reaktorbau Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hochtemperatur Reaktorbau Gmbh filed Critical Hochtemperatur Reaktorbau Gmbh
Publication of CH672205A5 publication Critical patent/CH672205A5/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C7/00Control of nuclear reaction
    • G21C7/06Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section
    • G21C7/08Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section by displacement of solid control elements, e.g. control rods
    • G21C7/10Construction of control elements
    • G21C7/107Control elements adapted for pebble-bed reactors
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C5/00Moderator or core structure; Selection of materials for use as moderator
    • G21C5/02Details
    • G21C5/04Spatial arrangements allowing for Wigner growth
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E30/00Energy generation of nuclear origin
    • Y02E30/30Nuclear fission reactors

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Structure Of Emergency Protection For Nuclear Reactors (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Nuclear Reactors (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)
  • Pipeline Systems (AREA)

Description

BESCHREIBUNG
Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Langzeit-Abschaltung eines Hochtemperaturkernreaktors mit einer Schüttung kugelförmiger Betriebselemente in einem Core mittels neutronenabsorbierenden Absorbermaterials sowie eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Beim Abschalten von Kernreaktoren wird unterschieden zwischen Schnell- und Langzeitabschaltung. Eine Schnellabschaltung erfolgt bei Störfällen, die einen Weiterbetrieb des Reaktors nicht zulassen und seine schnelle Ausserbetriebsetzung erfordern.
Die Langzeitabschaltung erfolgt, um den Reaktor plan-mässig ausser Betrieb zu setzen und abgeschaltet zu lassen. Die Reaktivitätsdrosselung erfolgt hierbei in der Regel langsamer als bei der Schnellabschaltung.
Anlagenbedingt, das heisst abhängig von Art und Grösse des Kernreaktors, sind die Einrichtungen für die Schnellabschaltung wie auch für die Langzeitabschaltung gleich oder verschieden, wenn man sicherheitsbestimmte Redundanzanforderungen ausser Betracht lässt.
Bei Hochtemperaturkernreaktoren, die eine Schüttung kugelförmiger Betriebselemente aufweisen, sind hierzu unterschiedliche Lösungen vorgeschlagen worden.
Beim AVR-Kugelhaufenreaktor dienen insgesamt vier Absorberstäbe, die in das Core von unten her eingeführt werden, sowohl zur Regelung als auch zur Abschaltung des Reaktors, wobei jeweils nur zwei Absorberstäbe hierfür erforderlich sind. Die Absorberstäbe sind in Graphitsäulen geführt, die konzentrisch im Core angeordnet von den Betriebselementen des Kugelhaufens umgeben sind. Auf diese Weise ist ein reibungsfreies Ein- und Ausfahren der Absorberstäbe gewährleistet.
Eine andere Gestaltung ist vom THTR-Hochtemperaturre-aktor bekannt, bei welchem die Regelung und die Abschaltung des Reaktors ebenfalls mittels Absorberstäben vorgesehen ist.
Die Schnellabschaltung erfolgt hier mittels der in Bohrungen im Seitenreflektor geführten leicht beweglichen Reflektorstäbe. Deren Absorptionsvermögen reicht jedoch -aufgrund der Abmessungen des Reaktorkerns - nicht aus, um den Reaktor längerfristig unterkritisch zu halten. Zu diesem Zweck sind gleichmässig über den Corequerschnitt angeordnete Corestäbe vorgesehen, die von entsprechend kräftigen Antrieben betätigt von oben her direkt in die Schüttung der kugelförmigen Betriebselemente eingefahren werden. Hierbei unterliegen sowohl die Absorberstäbe als auch die Betriebselemente einer starken mechanischen Beanspruchung infolge des Reib- und Behaarungswiderstandes, den die Betriebselemente dem eindringenden Stab entgegen2
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
3
672205
gesetzen. Bei Ausfall eines Antriebs ist das Erreichen der zur Abschaltung erforderlichen Eintauchtiefe des zugehörigen Stabes erschwert.
Die DE-OS 3 212 264 beschreibt eine Anordnung von Absorbern in einem Hochtemperaturkernreaktor, bei der unterhalb des Reaktorcores angeordnete Stabantriebe dazu dienen, Absorberstäbe in Bohrungen im Seitenreflektor von unten einzuführen.
Ergänzend hierzu weist der Seitenreflektor Graphitnasen mit Bohrungen auf, die in die Brennelementschüttung vorspringen und weitere Absorberstäbe aufnehmen. Als diversi-täre Abschalteinrichtung sind zusätzlich sogenannte Kleinabsorberkugeln vorgesehen, die in die Brennelementschüttung zusätzlich eingebracht werden können.
Erfahrungsgemäss ist bei Coreabmessungen, die im Durchmesser etwa 2,5 m und in der Höhe etwa 5,5 m überschreiten, die Wirksamkeit der im Seitenreflektor befindlichen Absorber für eine Langzeitabschaltung nicht mehr gewährleistet. Es sind daher weitere Absorber innerhalb des Cores erforderlich.
Die beim AVR-Kugelhaufenreaktor verwirklichte Lösung bedient sich einer zum Zentrum des Cores hin orientierten Plazierung der Absorberstäbe. Von Nachteil ist die durch die hierfür erforderlichen Stabantriebe bedingte erhebliche Bauhöhe, ganz abgesehen von dem für die Antriebe notwendigen Raum.
Beim THTR-Hochtemperaturreaktor werden Absorberstäbe direkt in den Kugelhaufen eingefahren. Abgesehen davon, dass auch hier wiederum Antriebe erforderlich sind, die ebenfalls aufgrund der Vielzahl an Stäben einen nicht unerheblichen Platzbedarf verursachen, müssen die Antriebe auch entsprechend kräftig ausgelegt werden, um die hohen Stellkräfte, die aus dem Eindringwiderstand der Kugelschüttung und der Reibung beim Einfahren resultieren zu überwinden. Trotzdem ist die Einfahrtiefe wegen der hohen Kräfte auf etwa 5,5 m begrenzt. Die Kosten für derartige Antriebe sind ebenfalls hoch. Mit dem Direkteinfahren in die Kugelschüttung ergibt sich aber auch ein weiteres bisher nicht relevantes Problem. Infolge der Kräfte, die beim Einfahren auf die Betriebselemente wie auch auf die keramischen Einbauten wirken, können Schäden daran hervorgerufen werden, wie z. B. Kugelbruch und damit Spaltstoffrei-setzung.
Ein weiteres Problem ist darin zu sehen, dass die metallischen Hüllrohre der Absorberstäbe den hohen Temperaturen in einem - allerdings hypothetischen - Störfall nicht standhalten könnten.
Als letztes ist die Möglichkeit aufgezeigt, Kleinabsorberkugeln in die Schüttung der Betriebselemente einzubringen. Damit ist sicher ein Abschalten des Reaktors entsprechend der eingebrachten Menge an Absorbermaterial erreichbar. Allerdings ist bei Kernreaktoren mit Mehrfachdurchlauf der Betriebselemente wegen ungünstiger axialer Verteilung der Kugeln im Core deren Wirksamkeit dann eingeschränkt.
Aus dem gleichen Grund ist dieses Abschaltprinzip auch nur brauchbar bei Coreabmessungen bis zu einer Höhe von 5,5 m.
Eine weitere Schwierigkeit stellt sich ein beim Entfernen der Absorberkugeln aus dem Core. Dieses ist umständlich und nur durch Umwälzen der Kugelschüttung mit einhergehendem Aussortieren der Absorberkugeln und unter gleichzeitigem Einfahren von Absorberstäben möglich, um einen sprunghaften Anstieg der Kritikalität des Reaktors zu verhindern. Darüber hinaus können die Absorberkugeln in Spalten des Bodenreflektors des Cores eindringen und so den Reaktorbetrieb nicht unerheblich beeinträchtigen.
Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik stellt sich der Erfindung die Aufgabe, ein zuverlässiges Verfahren zum Abschalten eines Hochtemperaturreaktors der oberbegrifflichen Art sowie eine Einrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens anzugeben, die jederzeit zur Abschaltung des Reaktors verfügbar ist, ohne dass es in der Zwischenzeit, wenn der Reaktor sich im Leistungsbetrieb befindet zu Betriebsstörungen kommt. Ferner soll die Einrichtung möglichst kostengünstig gestaltet sein und einen störungsfreien Langzeitbetrieb sicher gewährleisten.
Die Lösung der Aufgabe besteht in den kennzeichnenden Merkmalen der Ansprüche 1 und 4.
Danach ist vorgesehen, das zur Abschaltung erforderliche Absorbermaterial in Form kugelähnlicher Absorberelemente mittels Schwerkraft so in das Core, welches eine Schüttung kugelförmiger Betriebselemente enthält, einzubringen, dass keine Vermischung von Betriebs- und Absorberelementen erfolgt. Wesentlich hierbei ist ein kernnahes Einbringen, um die Reaktivität des Reaktors wirksam zu drosseln.
Kernnah bedeutet in diesem Zusammenhang in einem -bei Beschickung - die Kettenreaktion unterbrechendem Abstand zur Mittelachse des Kernreaktors. Diese räumliche Festlegung resultiert aus der zur Abschaltung, das heisst zur Unterbrechung der Kettenreaktionen, erforderlichen Absorptionsleistung des Absorbermaterials.
Wie bereits vorstehend erläutert, ist aus neutronenphysikalischen Gründen bei Erreichen bestimmter Coreabmessungen eine längerfristige Abschaltung des Reaktors nur gewährleistet, wenn auch im kernnahen Bereich, das heisst im Zentrum der Schüttung der Betriebselemente, der dort vorhandene Neutronenfluss verringert bzw. absorbiert wird.
Gemäss einer besonderen Ausgestaltung des Verfahrens werden die Absorberelemente von oben dem Core zugeführt und nach unten aus dem Core abgezogen. In zweckmässiger Gestaltung des Verfahrens kann vorgesehen sein, die abgezogenen Absorberelemente abhängig von ihrer Absorptionsfähigkeit zu sammeln und für die erneute Beschickung des Cores vorzusehen. Hierfür werden die Absorberelemente zunächst auf ihr Absorptionsvermögen geprüft und dann entsprechend selektiert. Die Lösungsmerkmale des erfindungsgemässen Verfahrens verdeutlichen die Vorteile gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Massnahmen zum Abschalten von Hochtemperatur-Kernreaktoren.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Einrichtung vorgesehen, mit der das erfindungsgemässe Verfahren sicher und ohne zusätzliche Massnahmen durchgeführt werden kann.
Entsprechend den oberbegrifflichen Merkmalen des Patentanspruchs 4 wird ausgegangen von einem kreiszylindrischen mit einer Schüttung kugelförmiger Betriebselemente gefüllten Core eines Hochtemperatur-Kernreaktors, das von einem Seitenreflektor aus Graphit koaxial umgeben ist und wenigstens zwei gleichmässig über den Umfang verteilt angeordnete nasenartige Vorsprünge aufweist, die radial in das Core hineinragen. In den Vorsprüngen sind vertikale Hohlräume zur Aufnahme von Absorbermaterial angeordnet.
Die Lösung der genannten konstruktiven Aufgabe besteht in den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 4. Danach ist erfindungsgemäss vorgesehen, die Hohlräume in den Vorsprüngen corenah, das heisst im Bereich deren freien Stirnseiten anzuordnen, damit sie einerseits möglichst nahe dem Zentrum des Cores sind und das eingebrachte Absorbermaterial seine Wirksamkeit voll entfalten kann, und es andererseits zu keiner Vermischung mit dem Brennstoffinventar des Reaktors, das heisst mit den im Core aufgeschütteten Betriebselementen, kommt.
Ein weiteres wichtiges Merkmal der Erfindung betrifft
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
672205
4
ebenfalls die Ausgestaltung der Vorsprünge. Diese sind aus aufeinander gestapelten Graphitblöcken gebildet, welche kraft- und formschlüssig mit dem Seitenreflektor, aus welchem sie radial hervortreten, verbunden sind. Die Grösse der Graphitblöcke, die auch als Nasensteine bezeichnet werden, richtet sich nach den Herstellmöglichkeiten, insbesondere aber nach den neutroneninduzierten Eigenspan-nungszuständen im Graphit, die wiederum von der Block-grösse bestimmt sind. Um die aus den neutroneninduzierten Eigenspannungen resultierenden Dehnungen, die zu Formänderungen der Graphitblöcke führen, zu kompensieren, sind mehrere Massnahmen verwirklicht.
Zunächst sind vorteilhafterweise alle dem Core und damit der Neutronenstrahlung ausgesetzten Oberflächen der Vorsprünge mit rastermässig angeordneten schlitzartigen Ausnehmungen versehen. Auf diese Weise wird der der neutroneninduzierten Dehnungsbeanspruchung ausgesetzte oberflächennahe Bereich der Graphitblöcke wirksam aufgeteilt in kleine Blockelemente, bei denen sich die Dehnungsbeanspruchung nicht mehr nachteilig auf die Geometrie der Nasensteine auswirkt.
Darüber hinaus ist vorteilhafterweise aus dem gleichen Grund vorgesehen, den vertikalen Hohlraum in jedem Vorsprung mittels eines achsparallelen durchgehenden Spaltes mit dem Core zu verbinden. Auf diese Weise werden ebenfalls Eigenspannungen, welche aus Neutronenbestrahlung resultieren, durch entsprechende Beweglichkeit der den Hohlraum begrenzenden Seiten- bzw. Stirnwände abgebaut.
Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sind den abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.
Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, sollen die Erfindung, vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sowie weitere Vorteile näher erläutert und beschrieben werden. Es zeigen:
Fig. 1 einen Reaktordruckbehälter mit keramischen Einbauten im Längsschnitt,
Fig. 2 einen Reaktordruckbehälter mit keramischen Einbauten im Querschnitt,
Fig. 3 einen Reaktordruckbehälter mit keramischen Einbauten im Längsschnitt,
Fig. 4 einen Reaktordruckbehälter mit keramischen Einbauten im Querschnitt,
Fig. 5 Seitenansicht eines Nasensteins,
Fig. 6 Schemaskizze des Verfahrens.
Fig. 1 zeigt den Längsschnitt durch einen Reaktordruckbehälter 10 aus Spannbeton für einen Hochtemperatur-Kernreaktor, der in seinem Innenraum, dem sogenannten Core 12, einen Seitenreflektor 14 aufweist, welcher vorzugsweise aus einzelnen Graphitblöcken 16 besteht, die zu den keramischen Einbauten zählen und ringförmig angeordnet lagenweise aufeinander geschichtet sind. Die einzelnen Graphitblöcke 16 schliessen formschlüssig aneinander an. In diesem so begrenzten Innenraum 12 befindet sich eine hier nicht näher gezeigte Schüttung kugelförmiger Betriebselemente.
Nahe der Mittelachse des Reaktordruckbehälters 10 befinden sich achsparallele ineinander fluchtende Hohlräume 18, welche zur Aufnahme von Absorbermaterial dienen. Das Absorbermaterial wird erfindungsgemäss als schüttfähiges Material in kugelähnlicher Form von einem oberhalb des Reaktordruckbehälters 10 angeordneten Vorratsbehälter 20 über entsprechende Verbindungsleitungen 22 in die Hohlräume 18 geleitet. Die Hohlräume 18 haben kreisrunden oder ovalen Querschnitt und werden im Anforderungsfall, das heisst, zur längerfristigen Ausserbetriebsetzung des Reaktors, mit Absorbermaterial gefüllt, so dass in jedem Hohlraum 18 eine Absorbersäule gebildet ist.
Die kernnahe Anordnung der Hohlräume 18 in den Nasensteinen 16 gewährleistet, dass auch im kernnahen Bereich des Reaktors dessen Reaktivität in ausreichendem Mass in Folge Absorption der Neutronenstrahlung vermindert wird. Zum Anfahren des Reaktors wird das Absorbermaterial mittels unterhalb angeordneter Abzugsrohre 24 aus den Hohlräumen 18 abgezogen.
Ein zentral an den Reaktordruckbehälter 10 von unten anschliessendes Kaltgasrohr 26 dient zur Zufuhr von Kühlgas, welches nach Aufnahme der Wärme im Reaktor durch oberhalb an den Reaktordruckbehälter 10 anschliessendes Heissgasrohr 28 abströmt.
In Fig. 2 ist ein Querschnitt durch einen Reaktordruckbehälter 10 gemäss Fig. 1 wiedergegeben. Deutlich zu erkennen sind vier radial in den Innenraum 12 ragende Vorsprünge 15, welche ebenfalls Bestandteil der keramischen Einbauten sind und jeweils an ihrem freien Ende einen Hohlraum 18 aufweisen. Die Vorsprünge 15 sind jeweils um 90 ° zueinander versetzt angeordnet und formschlüssig in dem ringförmig an dem Mantel des Reaktordruckbehälters 10 anschliessenden Seitenreflektor 16, der lagen weise aus einzelnen Graphitblöcken gebildet ist, verankert.
Fig. 3 zeigt eine ähnliche Anordnung, wie sie aus Fig. 1 bereits bekannt ist. Daher sind die identischen Teile auch mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
Der erkennbare Unterschied zwischen beiden Anordnungen besteht in der abweichenden Gestaltung der Hohlräume 19. Diese Hohlräume 19, die achsparallel zur Mittelachse des Reaktordruckbehälters 10 die einzelnen Lagen der keramischen Einbautenkerner durchdringen, sind mittels durchgehenden ebenfalls achsparallelen Spalten 21 mit dem Innenraum 12 des Reaktordruckbehälters 10 verbunden.
In Fig. 4 ist der Querschnitt durch einen Reaktordruckbehälter 10 gemäss Fig. 3 gezeigt. Klar zu erkennen sind die im Unterschied zu der aus Fig. 2 bekannten Darstellung in die Stirnseiten der Vorsprünge 15 eingelassenen Spalte 21, welche die Hohlräume 19 mit dem Innenraum 12 des Reaktordruckbehälters verbinden.
Aus Fig. 5, welche die Seitenansicht eines Nasensteins 15 innerhalb des Cores 12 eines Reaktordruckbehälters 10 zeigt, ist die Anordnung von Schlitzen 17 auf der zum Core 12 hin zugewandten Oberfläche der einzelenen Graphitblöcke 16 zu erkennen. Diese Schlitze dienen zur Verringerung der spezifischen Oberfläche und damit zur Minderung dehnungsindu-zierter Eigenspannungen im Graphit, welche durch die Neutronenstrahlung hervorgerufen werden.
Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung des Beschik-kungs- und Entnahme Verfahrens des Absorbermaterials.
Gezeigt ist der Reaktordruckbehälter 10 an dessen Unterseite ein Abzugsrohr 24 anschliesst, durch welches das Absorbermaterial zu einer Prüf- und Selektionseinrichtung 30 gelangt. Hier wird das jeweils verbliebene Restabsorptionsvermögen der einzelnen Absorberelemente ermittelt. Davon abhängig gelangen die Absorberelemente entweder in ein Sammelgefäss 32 für verbrauchtes Absorbermaterial oder mittels einer Fördereinrichtung 34 über eine Förderleitung 36 in den Vorratsbehälter 20, von wo aus die Beschickung des Reaktordruckbehälters über die Leitung 22 erfolgt.
In den Leitungen 22 und 24 installierte, fernbetätigbare und schaltungsmässig miteinander verknüpfte Schliessein-richtungen 23 dienen zum störungsfreien Befüllen und Entleeren des Absorbermaterials.
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
B
1 Blatt Zeichnungen

Claims (12)

672205 PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Langzeitabschaltung eines Hochtemperaturkernreaktors mit einer Schüttung kugelförmiger Betriebselemente in einem Core mittels neutronenabsorbierenden Absorbermaterials, dadurch gekennzeichnet, dass das aus kugelförmigen Absorberelementen bestehende Absorbermaterial in einem - bei Beschickung - die Kettenreaktion unterbrechenden Abstand zur Mittelachse des Kernreaktors in die Schüttung der kugelförmigen Betriebselemente eingebracht wird und diese säulenförmig vertikal durchsetzt, wobei eine Vermischung des Absorbermaterials mit den Betriebselementen unterbleibt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Absorbermaterial von oben dem Core (12) zugeführt und unterhalb des Cores (12) abgezogen wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das abgezogene Absorbermaterial auf seine Absorptionsfähigkeit überprüft und dementsprechend selektiert wird, wobei das ausreichend absorptionsfähige Absorbermaterial einem Vorratsbehälter (20) zugeführt wird, von welchem aus die erneute Beschickung des Cores (12) mit Absorberelementen erfolgt, so dass ein Kreislauf entsteht.
4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einem Seitenreflektor aus Graphit, der das mit einer Schüttung kugelförmiger Betriebselemente gefüllte kreiszylindrische Core eines Hochtemperaturkernreaktors koaxial umgibt, in welches Core gleichmässig am Umfang verteilt angeordnet wenigstens zwei nasenartige Vorsprünge radial hineinragen, die jeweils einen vertikalen Hohlraum zur Aufnahme von Absorbermaterial aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der vertikale Hohlraum (18) in einem -bei Beschickung - die Kettenreaktion unterbrechenden Abstand zur Mittelachse des Kernreaktors im Bereich der dem Core (12) zugewandten Stirnseite jedes Vorsprungs (15) angeordnet ist und dass das in den Hohlraum (18) aus einem oberhalb des Cores (12) angeordneten Vorratsbehälter (20) mittels Schwerkraft einbringbare schüttfähige Absorbermaterial die um die Vorsprünge (15) eingefüllte Schüttung kugelförmiger Betriebselemente säulenförmig vertikal durchsetzt und deren Neutronenstrahlung absorbiert.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (15) aus aufeinander gestapelten Graphitblöcken (16) gebildet sind, deren dem Core (12) zugewandte Oberflächen mit rastermässig angeordneten oberflächennahen Schlitzen (17) versehen sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Vorsprünge (15) einen durchgehenden vertikalen Spalt (21) aufweist, durch welchen der jeweilige Hohlraum (18) mit dem Core (12) kommuniziert.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die oberflächennahen Schlitze (17) und der durchgehende Spalt (21) so ausgebildet sind, dass Beschädigungen der Graphitblöcke (16) infolge durch Neutronenstrahlung induzierte Dehnungen, welche zu Eigenspannungen führen, verhindert werden.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen Hohlräume (18) mit einem gemeinsamen Vorratsbehälter (20) für die Absorberelemente verbunden sind.
9. Einrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder vertikale Hohlraum (18) mit einem ihm jeweils zugeordneten Vorratsbehälter (20) für Absorberelemente verbunden ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 4 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass j eder vertikale Hohlraum ( 18) mit einem Abzugsrohr (24)
verbunden ist, das unterhalb des Core (12) angeordnet ist und zum Abziehen der Absorberelemente dient.
11. Einrichtung nach den Ansprüchen 4undl0zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abzugsrohre (24) mit einer Prüf-und Selektionseinrichtung (30) mit daran anschliessender Fördereinrichtung (34) verbunden sind, welche die absorptionsfähigen Absorberelemente in den Vorratsbehälter (20) fördert.
12. Einrichtung nach den Ansprüchen 4 und 8 oder 4 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb und unterhalb der vertikalen Hohlräume (18) fernbetätigte Schliesselemente (23) angeordnet sind, welche zum bestimmungsgemässen Befüllen und Leeren der Hohlräume (18) mit Absorbermaterial dienen und hierzu verschlossen oder geöffnet sind.
CH5010/86A 1986-01-22 1986-12-18 CH672205A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19863601747 DE3601747A1 (de) 1986-01-22 1986-01-22 Abschalten eines hochtemperaturreaktors

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH672205A5 true CH672205A5 (de) 1989-10-31

Family

ID=6292338

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH5010/86A CH672205A5 (de) 1986-01-22 1986-12-18

Country Status (4)

Country Link
US (1) US5032349A (de)
JP (1) JPS62172291A (de)
CH (1) CH672205A5 (de)
DE (1) DE3601747A1 (de)

Families Citing this family (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3704746A1 (de) * 1987-02-14 1988-08-25 Hochtemperatur Reaktorbau Gmbh Einrichten zum abschalten eines hochtemperatur-kernreaktors
ZA992247B (en) * 1999-03-23 2001-01-31 Forschungszentrum Juelich Gmbh Reactor system and control method and means.
JP4568847B2 (ja) * 2000-01-17 2010-10-27 独立行政法人 日本原子力研究開発機構 原子炉用黒鉛構造物の長寿命化の方法
RU2184996C1 (ru) * 2000-12-08 2002-07-10 Смоленская атомная электростанция Способ контроля величины перекрытия телескопического соединения верхнего тракта с фланцем графитовой колонны канального ядерного реактора
JP2009036606A (ja) * 2007-08-01 2009-02-19 Mitsubishi Heavy Ind Ltd 原子炉
JP5011556B2 (ja) * 2007-11-09 2012-08-29 イビデン株式会社 炭素系複合部材
US10077771B2 (en) 2014-12-30 2018-09-18 Graco Minnesota, Inc. Integral mounting system on axial reciprocating pumps
BR102018003284B1 (pt) 2017-02-21 2021-07-20 Graco Minnesota Inc. Haste de pistão para uma bomba, bomba, pulverizador, e, método para substituir uma luva de desgaste
CN113270211B (zh) * 2021-03-29 2023-12-22 中国核电工程有限公司 一种卧式反应堆用多节式控制鼓

Family Cites Families (16)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3142626A (en) * 1956-06-15 1964-07-28 Firth Sterling Inc Nuclear reaction element
DE1135583B (de) * 1958-01-31 1962-08-30 Bbc Brown Boveri & Cie Vorrichtung zum Einfuehren von Regelelementen in den Kern eines Kernreaktors
FR1258757A (fr) * 1960-06-08 1961-04-14 Beteiligungs & Patentverw Gmbh Dispositif de mise hors circuit pour réacteurs nucléaires
GB961084A (en) * 1962-06-01 1964-06-17 Atomic Energy Authority Uk Nuclear reactor
US3287910A (en) * 1963-09-04 1966-11-29 Cornell Aeronautical Labor Inc Nuclear reactor
DE1274748B (de) * 1964-04-28 1968-08-08 Brown Boveri Krupp Reaktor Hochtemperatur-Kernreaktor mit Brennstoffelement-Schuettung
DE1246896B (de) * 1964-12-31 1967-08-10 Kernforschung Gmbh Ges Fuer Regel- und Abschaltvorrichtung fuer Kernreaktoren
DE1489685C3 (de) * 1965-06-10 1976-01-02 Hochtemperatur-Reaktorbau Gmbh, 5000 Koeln Verfahren zur Unterscheidung von kugelförmigen Betriebselementen von Kernreaktoren nach ihren Neutronenwechselwirkungseigenschaften
US4021669A (en) * 1976-03-15 1977-05-03 The United States Of America As Represented By The United States Energy Research And Development Administration Nuclear fuel microsphere gamma analyzer
JPS53134188A (en) * 1977-04-28 1978-11-22 Toshiba Corp Pebble-bed reactor
US4231843A (en) * 1977-08-02 1980-11-04 Westinghouse Electric Corp. Guide tube flow diffuser
US4314883A (en) * 1978-11-30 1982-02-09 Hochtemperatur-Reaktorbau Gmbh. Graphite block having wear zone and load bearing zone for side reflector of high temperature reactor
US4313797A (en) * 1979-09-19 1982-02-02 The Babcock & Wilcox Company Guide tube sleeve
DE3104481A1 (de) * 1981-02-09 1982-08-19 GHT Gesellschaft für Hochtemperaturreaktor-Technik mbH, 5060 Bergisch Gladbach Einrichtung zum abschalten eines hochtemperatur-kernreaktors
DE3335452A1 (de) * 1983-09-30 1985-04-18 Hochtemperatur-Reaktorbau GmbH, 4600 Dortmund Regel- und abschalteinrichtung fuer einen hochtemperatur-reaktor
DE3345113A1 (de) * 1983-12-14 1985-06-27 Hochtemperatur-Reaktorbau GmbH, 4600 Dortmund Kernkraftwerk mit einem ht-kleinreaktor

Also Published As

Publication number Publication date
JPS62172291A (ja) 1987-07-29
DE3601747A1 (de) 1987-07-23
US5032349A (en) 1991-07-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH658535A5 (de) Kernbrennstoffkassette mit einem kuehlmittel fuehrenden rohr.
CH672205A5 (de)
DE1514964C3 (de) Schneller Leistungsbrutreaktor
DE2609231A1 (de) Regeleinrichtung fuer einen kernreaktor
DE3603090A1 (de) Reaktordruckbehaelter aus beton fuer einen gasgekuehlten kernreaktor niedriger leistung
DE2815200C3 (de) Aus Brennstoffbaugruppen bestehender Kern eines Kernreaktors zur Leistungserzeugung und Verfahren zu seinem Betrieb
DE2519273C3 (de) Verfahren zum Wärmeschutz des Deckenreflektors eines Hochtemperatur-Reaktots
DE3428340A1 (de) Mit kugelfoermigen brennelementen beschickter gasgekuehlter hochtemperaturreaktor
EP1171886A2 (de) Reaktorsystem und steuerungsverfahren und mittel
EP1166277A1 (de) Reaktorsteuerungssystem und -verfahren
DE2739921A1 (de) Verfahren zum versehen eines kernreaktorkerns innerhalb eines reaktorbehaelters mit neuem brennstoff
EP0036576A1 (de) Kugelhaufenreaktor mit Zugabevorrichtung für Absorbermaterial und Verfahren zu seinem Betrieb
DE4106847A1 (de) Kugelhaufen-hochtemperatur-gasreaktor
DE19628362C1 (de) Verfahren zum Transport und zur Lagerung von abgebrannten Brennelementen und Neutronenabsorber für die Durchführung des Verfahrens
DE1214338B (de) Vorrichtung zum Abschalten von Kernreaktoren
DE3631018A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum abschalten und moderieren von kernreaktoren mit seitenreflektor
DE2945964C2 (de)
DE2264383A1 (de) Vorrichtung zum ausheben und transportieren eines kernreaktorbrennstoffelementes
DE1038665B (de) Beschickungs- und Entladevorrichtung fuer einen mit hohem Kuehlgasdruck betriebenen Reaktor
DE1921528C3 (de) Verfahren zur Bindung der Überschußreaktivität von Kernreaktoren
DE10038856B4 (de) Verfahren zum Betreiben eines Leistungs-Kernreaktors, betriebsbereiter Kern undVerwendung eines Brennelementes für den Einsatz in einem solchen Kern
DE2738729C2 (de) Vorrichtung zum Aufbau einer Randzone aus reinen Graphitkugeln um die Betriebselementschüttung eines Hochtemperaturreaktors
CH634943A5 (en) Gas-cooled graphite-moderated nuclear reactor having two mutually independent shutdown systems
DE3106196A1 (de) "kernreaktor"
DE3242760A1 (de) Verfahren zum abschalten eines hochtemperaturreaktors mit einer schuettung kugelfoermiger brennelemente

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased