CH672800A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum OE-Spinnen mit einem Drallorgan, einer Garnabzugsdüse, einer Garnabzugseinrichtung und mit einer der Garnabzugsdüse in Garnabzugsrichtung nachgeordneten Umlenkung, die wenigstens eine Falschdrallkante aufweist.
Beim OE-Spinnen und insbesondere beim OE-Rotorspinnen, bei welchem als Drallorgan ein Spinnrotor eingesetzt wird,
besteht das Problem, dass die echte Garndrehung nicht vollständig in das entstehende Garnende einläuft. Beim OE-Rotorspin-nen wird die echte Drehung im wesentlichen zwischen einer Garnabzugsdüse und einer Garnabzugseinrichtung eingebracht, die zumindest nicht vollständig in das Garnstück vor der Abzugsdüse einläuft, d.h. in das Garnstück, das sich von der Garnabzugsdüse bis zur Rotorrille erstreckt. Dieses Garnstück hat daher unter Umständen eine geringere Drehung als das Normalgarn, so dass die Spinnstabilität darunter leidet, insbesondere, wenn ein Garn mit geringer Drehung gesponnen werden soll. In der Praxis werden meistens die Garnabzugsdüsen mit einer Oberflächenstruktur versehen, so dass durch die Reibung des Garnes an der Garnabzugsdüse ein erhöhter Falschdrall erzeugt werden soll, durch den die Drehung in dem Garnabschnitt zwischen der Garnabzugsdüse und der Rotorrille erhöht wird.
Um in verstärktem Masse die echte Garndrehung in den vor der Garnabzugsdüse befindlichen Garnabschnitt einzuleiten, ist es bekannt (DE-OS 33 32 498), im Bereich nach der Abzugsdüse eine Umlenkung mit wenigstens einer Falschdrallkante anzuordnen, die mit einer Neigung zur Garnlaufrichtung gerichtet ist, die etwa in gleicher Richtung verläuft wie die Steigung der Drehung des an dieser Falschdrallkante anliegenden Garnes. Durch diese Massnahme wird eine verbesserte Drehungseinleitung in den vor der Garnabzugsdüse befindlichen Garnabschnitt ermöglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art so auszubilden, dass die Einleitung der echten Garndrehung in den vor der Garnabzugsdüse liegenden Garnabschnitt weiter verbessert wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass nach der in Garnabzugsrichtung der Garnabzugsdüse folgenden Umlenkung eine weitere Umlenkung angeordnet ist, die das Garn in eine von der Richtung der vorausgehenden Umlenkung abweichende Richtung umlenkt.
Durch diese Massnahme wird die Wirkung der wenigstens einen Falschdrallkante noch erhöht, da in verstärktem Masse verhindert wird, dass das Garn sich von der wenigstens einen Falschdrallkante abhebt und die Drehung diese Falschdrallkante «überspringt». Dennoch wird durch diese zweite Umlenkung der Garnlaufweg nicht nennenswert eingeschränkt, so dass es nach wie vor möglich ist, für ein Anspinnen ein Garnende in den Spinnrotor zurückzusaugen.
Es ist zwar bekannt (DE-OS 27 02 733), in Abstand zu einer Garnabzugsdüse das Garn über zwei in entgegengesetzte Richtungen wirkende Umlenkkanten laufen zu lassen, die quer zur Laufrichtung gerichtet sind und eine Art Drallsperre bilden sollen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Wirkung derartiger quer zum Garnlaufweg verlaufender Umlenkkanten in der Praxis nicht zu einer Verbesserung der Drehungsverteilung führt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen,
dass die beiden Umlenkungen bezüglich des Garns auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind. In besonders vorteilhafter Weise wird dabei weiter vorgesehen, dass die nachgeschaltete Umlenkung wenigstens eine Falschdrallkante enthält. Damit wird die Wirkung der wenigstens einen ersten Falschdrallkante unterstützt, da ein Garn, falls es sich von der wenigstens einen ersten Falschdrallkante abhebt, verstärkt unter die Wirkung der wenigstens einen zweiten Falschdrallkante gelangt, so dass die Drehungsverteilung aufrechterhalten bleibt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird bei einer ersten Ausfuhrungsform der Erfindung vorgesehen, dass die an die Garnabzugsdüse anschliessende Umlenkung von einem Einsatz gebildet ist, der zwischen zwei Abschnitte eines Garnabzugskanals eingesetzt ist. In zweckmässiger Ausgestaltung wird dabei weiter vorgesehen, dass das dem Einsatz zugewandte Ende des zweiten Abschnittes des Garnabzugskanals als Umlenkkante und/oder Falschdrallkante gestaltet ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird bei einer anderen Ausführung vorgesehen, dass an die Garnabzugsdüse ein aus
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zwei zueinander versetzt angeordneten Abschnitten gebildeter Garnabzugskanal anschliesst, zwischen dessen Abschnitten ein Einsatz angeordnet ist, der die erste und zweite Umlenkung enthält. In zweckmässiger Weiterbildung wird dabei vorgesehen, dass der Einsatz als eine Hülse ausgebildet ist, dessen der Garnabzugsdüse zugewandtes Ende als eine die erste Umlenkung bildende Falschdrallkante und dessen abgewandtes Ende als eine die zweite Umlenkung bildende Falschdrallkante gestaltet sind. Bei dieser Ausbildung wird nur ein Einsatz benutzt, um beide Umlenkungen zu verwirklichen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen,
dass an die Garnabzugsdüse ein aus zwei Abschnitten gebildeter Garnabzugskanal anschliesst, zwischen dessen Abschnitten ein das Garn auslenkender Einsatz angeordnet ist, der mit wenigstens einer Falschdrallkante versehen ist. Bei dieser Ausgestaltung sind praktisch drei Umlenkungen vorgesehen, nämlich eine am Ende des ersten Abschnittes des Garnabzugskanals, eine im Bereich des Einsatzes und eine am Anfang des zweiten Abschnittes des Garnabzugskanals. Diese Ausbildung hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Laufrichtung des Garns vor und nach den Umlenkungen unverändert ist, so dass auch nachträglich eine bereits vorhandene Konstruktion umgestaltet werden kann.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen,
dass an die Garnabzugsdüse ein aus zwei zueinander versetzt angeordneten Abschnitten gebildeter Garnabzugskanal anschliesst, zwischen dessen Abschnitten zwei mit Falschdrallkanten versehene Einsätze angeordnet sind, die einen etwa S-förmigen Garnweg festlegen und an die die Abschnitte des Garnab-zugskanals jeweils etwa tangential anschliessen.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, dass an die Garnabzugsdüse ein Einsatz anschliesst, der einen etwa sinusförmig verlaufenden Kanal bildet und der im Bereich der Wendepunkte jeweils mit wenigstens einer Falschdrallkante versehen ist. Bei dieser Ausfuhrungsform wird zweckmässigerweise vorgesehen, dass der Einsatz aus zwei zwischen sich den Kanal bildenden Teilstücken besteht.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform.
Figur 1 zeigt einen Teilschnitt durch eine OE-Rotorspinnvor-richtung im Bereich des Spinnrotors und der daran anschliessenden, den Garnabzug bestimmenden Elemente,
Figur 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II auf eine Einzelheit der Figur 1 und
Figuren 3 bis 8 Teilschnitte durch abgewandelte Ausfuhrungsformen, bei welchen jeweils nach einer Garnabzugsdüse wenigstens zwei Umlenkungen mit Falschdrallkanten für das Garn gebildet werden.
Die in Figur 1 in einem Ausschnitt dargestellte OE-Rotor-spinnvorrichtung enthält einen Spinnrotor (1), dessen Rotorteller (2) in einer Unterdruckkammer (3) umläuft, die von einem Rotorgehäuse gebildet ist. Der Schaft (5), auf welchem der Rotorteller des Spinnrotors (1) angeordnet ist, ist durch eine Bohrung (6) der Rückwand des Rotorgehäuses (4) hindurchgeführt und ausserhalb dieses Rotorgehäuses (4) in nicht näher dargestellter Weise gelagert und angetrieben. Das Rotorgehäuse (4) ist über eine Unterdruckleitung (7) an eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen.
Die offene Vorderseite des Rotortellers (2) und das Rotorgehäuse (4) sind durch eine wegbewegbare Abdeckung (8) abgedeckt. Zwischen dem Rotorgehäuse (4) und der Abdeckung (8) ist eine umlaufende Dichtung (9) vorgesehen. Die Abdeckung (8) ist mit einem Ansatz (10) versehen, der in das Innere des Rotortellers (2) hineinragt und der einen Faserzufuhrkanal (11) enthält. Der Faserzuführkanal (11) ist in nicht dargestellter Weise mit einer Zufuhr- und Auflöseeinrichtung verbunden, welcher ein zu verspinnendes Faserband zugeführt wird, das in der Auflöseeinrichtung zu einzelnen Fasern vereinzelt wird, die über den Faser672 800
zuführkanal dem Rotorteller (2) zugeführt werden. Die Fasern werden über den Faserzufuhrkanal (11) einer konischen Rutschwand (12) des Rotortellers (2) zugeführt, die sich zu einer Fasersammelrille (13) erweitert und auf der die Fasern in die Fasersammelrille (13) gleiten. Die in der Fasersammelrille (13) gesammelten Fasern werden als Garn (14) zunächst im wesentlichen radial zur Fasersammelrille abgezogen und dann in einer koaxial zum Spinnrotor angeordneten Garnabzugsdüse (15) umgelenkt, so dass das Garn (14) in axialer Richtung des Spinnrotors (1) abgezogen wird. Der Garnabzug erfolgt über ein Garn-abzugswalzenpaar (17) in Richtung des Pfeiles (A). Anschliessend wird das Garn (14) einer nicht dargestellten Aufspuleinrichtung zugeführt.
Der Garnabschnitt zwischen der Garnabzugsdüse (15) und der Fasersammelrille (13) läuft kurbelartig mit dem Rotorteller (2) um die Garnabzugsdüse (15) um, wodurch dem Garn in dem Bereich nach der Garnabzugsdüse (15) eine echte Drehung erteilt wird. Zusätzlich rollt das Garn (14) auf dem Umlenkbereich der Garnabzugsdüse (15) ab, wodurch insbesondere dem Garnabschnitt zwischen der Garnabzugsdüse (15) und der Fasersammelrille (13) eine Falschdrehung erteilt wird, die mit der echten Garndrehung gleichgerichtet ist. Um zu erreichen, dass auch ein möglichst grosser Anteil der echten Garndrehung in den Abschnitten zwischen der Garnabzugsdüse (15) und der Fasersammelrille (13) zurückläuft, sind die im Nachstehenden näher erläuterten Massnahmen vorgesehen.
Bei der Ausfuhrungsform nach Figur 1 sind in dem Garnlaufweg unmittelbar nach der Garnabzugsdüse (15) zwei Umlenkungen vorgesehen, von denen die erste das Garn (14) aus dem zum Rotorteller (2) koaxialen Weg um etwa 60 °C auslenkt. Diese Umlenkung wird von drei als Falschdrallkanten (20) ausgebildeten Rippen eines Einsatzstückes (19) gebildet. Die drei Falschdrallkanten (20 - siehe auch Figur 2) wiesen einen etwa halbzylindrisch gerundeten Querschnitt auf und sind schräg zur Garnlaufrichtung angestellt. Der Neigungswinkel der Falschdrallkanten (20) zu der Garnlaufrichtung entspricht wenigstens annähernd der Richtung der Steigung der Garndrehung des ersponnenen Garns (14), d.h. die in Figuren 1 und 2 dargestellten Falschdrallkanten (20) sind für ein Z-gedrehtes Garn (14) geeignet. Der Einsatz (19) ist bevorzugt aus Keramik hergestellt und in einem Trägerteil (18) gehalten. In dieses Trägerteil (18) ist ein geradlinig zu dem Abzugswalzenpaar (17) gerichtetes Garnabzugsrohr (16) eingesetzt, dessen vordere, der Garnabzugsdüse (15) zugewandte Kante die zweite Umlenkung (22) bildet. Die zweite Umlenkung (22) ist in Richtung zu der in Garnabzugsrichtung (A) letzten Falschdrallkante (20) des Einsatzes (19) derart versetzt, dass das Garn (14) an beiden Umlenkstellen geführt ist, d.h. der letzten Falschdrallkante (20) und dem die Umlenkung (22) bildenden Ende des Garnabzugsrohres. Wie aus Figur 2 zu ersehen ist, ist das der Garnabzugsdüse (15) zugewandte Ende des Garnabzugsrohres (16) ebenfalls als eine Falschdrallkante ausgebildet, d.h. es ist wenigstens in dem Bereich, in welchem das Garn (14) anläuft, mit einer Neigung gegen die Garnlaufrichtung angestellt, die wenigstens annähernd der Steigung der Garndrehung entspricht. Das Garn (14) ist somit auf zwei um 180 °C gegenüberliegenden Seiten durch die Falschdrallkanten (20,22) geführt.
Bei der Ausführungsform nach Figur 3 schliesst an die Garnabzugsdüse (15) in Abzugsrichtung des Garns ein Garnabzugskanal an, der aus zwei versetzt zueinander angeordneten Abschnitten (23,16) gebildet ist, wobei der hintere Abschnitt wieder ein geradlinig verlaufendes Garnabzugsrohr (16) ist. Zwischen den beiden Abschnitten (23, 16) ist ein hülsenförmiger Einsatz (31) angeordnet, dessen vorderer Rand und hinterer Rand jeweils als eine Falschdrallkante (20, 22) ausgebildet ist, die entsprechend den vorstehenden Erläuterungen zur Ausführungsform nach Figuren 1 und 2 an die Garndrehung angepasst sind. Der Einsatz (31) besteht aus einem Keramikbauteil, das in dieser Form gesindert und gepresst wird.
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Bei der Ausfuhrungsform nach Figur 4 bilden eine Garnabzugsdüse (15%) und ein Garnabzugsrohr (2) Abschnitte eines Garnabzugskanals, die zueinander versetzt angeordnet sind. Zwischen der Garnabzugsdüse (15) und dem Garnabzugsrohr (16) sind zwei Einsätze (26, 27) angeordnet, die jeweils mittels Trägern (24,25) gehalten sind. Diese vorzugsweise aus Keramik hergestellten Einsätze (26, 27) bestimmen einen etwa S-förmigen Weg für das Garn (14). Die beiden Einsätze (26,27) sind wieder mit die Umlenkung bildenden Falschdrallkanten (20,22) versehen, die auf einander gegenüberliegenden Seiten an dem Garn (14) anliegen. Wie aus Figur 4 zu ersehen ist, bilden die Falschdrallkanten (20,22) relativ flache Umlenkwinkel.
Die Ausführungsform nach Figur 5 entspricht im wesentlichen der Ausführungsform nach Figur 4. Die Garnabzugsdüse (15) und das Garnabzugsrohr (16) sind jedoch um einen grösseren Betrag zueinander versetzt, so dass auch die Einsätze (26,27), die wieder von Trägern (24,25) gehalten sind, Umlenkungen mit grösseren Umlenkwinkeln bilden. Auch bei dieser Ausführungsform sind an den Einsätzen (26,27) Falschdrallkanten (20,22) angeordnet, die in entsprechender Weise gegen die Garnlaufrichtung angestellt und an die Steigung der Garndrehung angepasst sind. Auch bei dieser Ausführungsform wird das abgezogene Garn auf zwei gegenüberliegenden Seiten den Falschdrallkanten (20,22) ausgesetzt.
Die Ausführungsform nach Figur 6 entspricht im Prinzip der Ausführungsform nach Figur 1 und 2, jedoch mit dem Unterschied, dass das an den Einsatz (19) und dem Träger (18) anschliessende Garnabzugsrohr (16) einen gekrümmten Verlauf aufweist und damit eine Umlenkungsstelle bildet. Bei dieser Ausführungsform wird die in Garnabzugsrichtung zweite Umlenkung nicht von einer Falschdrallkante gebildet. Jedoch wird auch bei dieser Ausführungsform das abgezogene Garn (14) auf zwei einander um 180° gegenüberliegenden Seiten geführt.
Bei der Ausführungsform nach Figur 7 sind der Garnabzugsdüse (15) zwei vorzugsweise aus Keramik hergestellte Einsätze (28, 32) nachgeschaltet, die zwischen sich einen sinusförmigen Kanal (29) bilden. Im Bereich der Wendepunkte dieses sinusförmigen Kanals (29) sind die Einsätze (32,28) mit Rippen versehen, die Falschdrallkanten (20, 22) bilden, d.h. die zur Garnab4
zugsrichtung geneigt und an die Steigung der Garndrehung angepasst sind. Auch bei dieser Ausfuhrungsform wird das Garn auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten der Wirkung der Falschdrallkanten (20,22) ausgesetzt.
s Bei der Ausführungsform nach Figur 8 bilden eine Garnabzugsdüse (15) mit einem eingesetzten Führungsteil (34) und ein gekrümmtes Garnabzugsrohr (16) zwei Abschnitte eines Garnabzugskanals, die geradlinig hintereinander angeordnet sind. Zwischen diesen beiden Abschnitten ist ein Einsatz (33) angeordnet, io der eine etwa halbzylindrische Gestalt aufweist und der mit drei Falschdrallkanten (20) versehen ist. Der Einsatz (33) ist derart bemessen, dass die Falschdrallkanten (20) den Laufweg des Garns (14) gegenüber den beiden Abschnitten (34,16) des Kanals auslenkt, so dass insgesamt drei Umlenkungen gegeben 15 sind, nämlich eine Umlenkung am Ende des Führungsteils (34), eine Umlenkung im Bereich der Falschdrallkanten des Einsatzes (3) und eine Umlenkung im Bereich des Anfangs des Garnabzugsrohres (16). In Abwandlung der dargestellten Ausführungs-form sind die von dem Führungsteil (34) und von dem Garnab-20 zugsrohr (16) gebildeten und dem Einsatz (33) benachbarten Umlenkungen als Falschdrallkanten ausgebildet, d.h. sie sind in entsprechender Weise zur Garnabzugsrichtung geneigt und an die Steigung der Garndrehung angepasst.
Der Einsatz (33) der Ausführungsform nach Figur 8 ist in eine 25 Vertiefung der Abdeckung (8) des Rotorgehäuses (4) eingesetzt und dort mit dem Rand des Ganrabzugsrohres (16) festgehalten, das seinerseits mittels eines Zwischenstückes (35) in der Abdeckung (8) gesichert ist. Durch die Verwendung von Einsätzen (33) mit unterschiedlichem Durchmesser und/oder durch Unterlage 30 von Distanzblättchen kann die durch den Einsatz (33) bestimmte Auslenkung des Garnlaufweges eingestellt werden.
Zur Klarstellung wird ausdrücklich daraufhingewiesen, dass in der Beschreibung und auch in den Ansprüchen der Ausdruck «Falschdrallkanten» immer verwendet wird, um Rippen zu 35 bezeichnen, die zur Fadenlaufrichtung mit einem Neigungswinkel geneigt sind, der wenigstens annähernd der Steigung der Garndrehung des ersponnenen Garns entspricht. Umlenkkanten werden erst dann zu «Falschdrallkanten» im Sinne der Erfindung, wenn sie die vorstehende Bedingung erfüllen.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zum OE-Spinnen mit einem Drallorgan, einer Garnabzugsdüse, einer Garnabzugseinrichtung und mit einer der Garnabzugsdüse in Garnabzugsrichtung nachgeordneten Umlen-kung, die wenigstens eine Falschdrallkante aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass nach der in Garnabzugsrichtung (A) der Garnabzugsdüse (15) folgenden Umlenkung (20) eine weitere Umlenkung (22) angeordnet ist, die das Garn (14) in eine von der Richtung der vorausgehenden Umlenkung (20) abweichende Richtung umlenkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Umlenkungen (20, 22) bezüglich des Garns (14) auf gegenüberliegenden Seiten angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die nachgeschaltete Umlenkung wenigstens eine Falschdrallkante (22) enthält.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die an die Garnabzugsdüse (15) anschliessende Umlenkung (20) von einem Einsatz (19,26, 31, 32, 33) gebildet ist, der zwischen zwei Abschnitte eines Garnabzugskanals eingesetzt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Einsatz (19) zugewandte Ende des zweiten Abschnittes (16) des Garnabzugskanals als Umlenkkante und/ oder Falschdrallkante (22) gestaltet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an die Garnabzugsdüse (15) ein aus zwei zueinander versetzt angeordneten Abschnitten (23, 16) gebildeter Garnabzugskanal anschliesst, zwischen dessen Abschnitte (16,23) ein Einsatz (31) angeordnet ist, der die erste und zweite Umlenkung (20, 22) enthält.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (31) als eine Hülse ausgebildet ist, dessen der Garnabzugsdüse (15) zugewandtes Ende als eine die erste Umlenkung bildende Falschdrallkante (20) und dessen abgewandtes Ende als eine die zweite Umlenkung bildende Falschdrallkante (22) gestaltet sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an die Garnabzugsdüse (15) ein aus zwei Abschnitten (34, 36) gebildeter Garnabzugskanal anschliesst, zwischen dessen Abschnitte (34,16) ein das Garn auslenkender Einsatz (33) angeordnet ist, der mit wenigstens einer Falschdrallkante (20) versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an die Garnabzugsdüse (15) ein aus zwei zueinander versetzt angeordneten Abschnitten gebildeter Garnabzugskanal anschliesst, zwischen dessen Abschnitten mit Falsch-drallkanten (20,22) versehene Einsätze (26,27) angeordnet sind, die einen etwa S-förmigen Garnweg festlegen und an die die Abschnitte des Garnabzugskanals jeweils etwa tangential anschliessen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an die Garnabzugsdüse (15) ein Einsatz (28, 32) anschliesst, der einen etwa sinusförmig verlaufenden Kanal bildet und der im Bereich der Wendepunkte jeweils mit wenigstens einer Falschdrallkante (20,22) versehen ist.
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1987
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