BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Rucksack und Rettungsschaufel enthaltende Ausrüstungskombination für Skitouren.
Neben den üblicher Weise bei Skitouren mitzuführenden Ausrüstungsgegenständen, wie Karte, Kompass, Höhenmes- ser, Lawinenverschüttetensuchgerät, Reservekleidung, Anorak und dgl., ist es im Hinblick auf die Sicherheit erforderlich, auch eine Rettungsschaufel mitzuführen, welche zum Ausgraben von Lawinenverschütteten und als Bestandteil einer Skiverschraubung bei Verletzung eines Tourenkameraden ein wesentlicher bei jeder Skitour mitzuführender Ausrüstungsgegenstand ist. Die bislang hierzu bekanntgewordenen Schaufeln sind so gestaltet, dass sie aussen am Rucksack befestigt werden müssen. Diese äussere Befestigung am Rucksack ist auch deshalb bei den herkömmlichen Ausrüstungskombinationen erforderlich, weil bei herkömmlichen Rucksackformen die Zugänglichkeit zum Rucksackinneren relativ umständlich ist.
Bei herkömmlichen Rucksäcken ist der Zugang zum Rucksackinneren in aller Regel nur von oben her möglich, wobei die oben liegende Öffnung durch eine Schnürung und zusätzliche Abdeckklappen verschlossen ist. Insbesondere dann, wenn die Skier am Rucksack festgebunden getragen werden, ist der Zugang zu der oben liegenden Rucksacköffnung ziemlich umständlich, so dass dann, wenn die Rettungsschaufel im Rucksackinneren getragen würde, der Zugang zu dieser bei herkömmlichen Rucksackarten relativ zeitaufwendig ist, vor allem bei der Bergung von Lawinenverschütteten. Im Rahmen der Kameradschaftshilfe ist jedoch äusserst rasches Handeln erforderlich.
Da insbesondere bei der Bergung Lawinenverschütteter die Überlebenschance mit der Zeit sehr rasch abnimmt. Bislang hat sich daher das Mitführen einer Rettungsschaufel bei einem erheblichen Teil der Skitouristen noch nicht durchgesetzt, vor allem auch, weil die herkömmlichen Rettungsschaufeln relativ grosse Abmessungen besitzen und äusserst sperrig sind, was sowohl beim Befestigen am Rucksackäusseren als auch im Rucksackinnern äusserst hinderlich ist.
Das zusätzliche Mitführen bzw. Befestigen eines Pickels, welcher bei Hochgebirgstouren erforderlich ist, ist dann meistens gar nicht mehr möglich, weshalb auf das Mitführen der Rettungsschaufel viele Skitouristen völlig verzichten.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Ausrüstungskombination der eingangs genannten Art zu schaffen, durch die gewährleistet ist, dass die Rettungsschaufel raumsparend im Rucksackinneren untergebracht werden kann und trotzdem bei Bedarf sehr leicht zugänglich ist und somit rasch für den Gebrauch zur Verfügung steht.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten einen Rucksack und Rettungsschaufel enthaltenden Ausrüstungskombination für Skitouren erfindungsgemäss gelöst durch zwei auseinander klappbare Rucksackteile, nämlich einen Rückenteil und einen Rucksackaussenteil, die im Aufklappbereich durch ein den Aufklappbereich umfassendes durchgehendes Verbindungsmittel beispielsweise in Form eines Reissverschlusses, Klettverschlusses, einer Schnürung oder dergleichen miteinander verbindbar sind, und durch ein im Innern des Rucksackaussenteils angeordnetes Schaufelfach, in welchem ein Schaufelblatt einer Rettungsschaufel einschiebbar ist, wobei die den Rucksackaussenteil umfassenden seitlichen Begrenzungsteile dem Umriss des Schaufelblatts und die Aussenfläche des Rucksackaussenteils an das Profil des Schaufelblattes angepasst sind.
In vorteilhafter Weise ist bei der Erfindung die Rettungsschaufel in den Rucksackaufbau integriert und wirkt dabei gleichzeitig versteifend für die Aussenumhüllung des Rucksackaussenteils, wobei gleichzeitig an dieser Rucksackaussenseite eine harte Schale durch das Schaufelblatt gebildet wird, die einen Schutz darstellt für imRucksackinneren untergebrachte Ausrüstungsgegenstände, wie Verbandzeug.
Reservekleidungsstücke und dergleichen. Dadurch, dass der Rucksack aufklappbar bzw. auseinanderklappbar ist, ist bei Bedarf die Schaufel rasch für den Gebrauch zugänglich. Es muss lediglich, das insbesondere als Reissverschluss ausgebildete durchgehende Verbindungsmittel, welches den Aufklappbereich umfasst, geöffnet werden, wonach dann die Schaufel behinderungsfrei entnommen werden kann, da sie durch keinerlei dazwischen liegende Ausrüstungsgegenstände, wie Anorak, Reservekleidung und dergleichen für die Entnahme versperrt ist. Bevorzugt sind die Abmessungen des Rucksacks, insbesondere des Rucksackaussenteils so gewählt, dass das in den Rucksack eingesetzte Schaufelblatt den grössten Teil der Aussenfläche des aufklappbaren Rucksacks von innen her bedeckt und nach aussen hin als Versteifung und Verstärkung dient.
Der Schaufelstiel kann gelenkig am Schaufelblatt vorgesehen sein, so dass erz. B. auf die Schaufelinnenfläche durch Umklappen aufgelegt werden kann, wodurch die Schaufel sich raumsparend im Rucksackinnern unterbringen lässt. In bevorzugter Weise ist jedoch der Schaufelstiel lösbar vom Schaufelblatt und teleskopierbar ausgebildet, so dass je nach Gebrauchszweck seine Länge verstellbar ist.
In bevorzugter Weise kann der Schaufelstiel hierzu in eine entsprechend am Schaufelblatt angeformte als Stielaufnahmeteil ausgebildete Ausnehmung mit lösbarer Arretierung eingesetzt werden. Für die Unterbringung des Schaufelstiels können im Innern an den seitlichen Begrenzungsteilen des Rückenteils oder des Rucksackaussenteils Halterun gen für den Schaufelstiel vorgesehen sein so dass dieser beim Tragen des Rucksacks nicht auf die Rückenpartie des Touristen zu liegen kommt.
Am Rucksackaussenteil kann in bevorzugter Weise ein von aussen zugängliches wasserdichtes Aussenfach vorgesehen sein. Dieses Fach dient vornehmlich zur Unterbringung der als Steighilfe dienenden Skifelle, wobei die Skifelle unterhalb des in den Rucksackaussenteil eingesetzten Schaufelfaches zu liegen kommen. Es entstehen dann an der Aussenfläche des Rucksackaussenteils keine durch die in das Aussenfach eingelegten Skifelle verursachten störenden Ausbeulungen an den Rucksackaussenfläche, durch die beispielsweise die Befestigung eines Pickels beeinträchtigt werden könnte.
Dieses Aussenfach ist insbesondere wasserdicht ausgebildet und kann durch eine vertikale wasserdichte Trennwand in zwei Fächer unterteilt sein, wobei das zweite als Flachfach ausgebildete Fach für die Unterbringung von Ausweispapieren, Karten, Riemen, Bändern und dgl. dienen kann. Es kann für beide Teilfächer ein Verschluss, z. B. ein Reissverschluss, Klettverschluss oder dgl. vorgesehen sein.
Damit auch bei am Rucksack befestigten Ski das Aufklappen nicht behindert ist, sind im Aufklappbereich an den seitlichen Begrenzungsteilen des Rückenteils oder des Rucksackaussenteils die Skibefestigungsmittel vorgesehen, so dass ein ungehindertes Öffnen des Rucksacks durch Aufklappen jederzeit möglich ist.
Ferner kann der Rucksack erfindungsgemäss so ausgebildet sein, dass der zur Verfügung stehende Rucksackinnenraum in mehrere einfach zugängliche Teilräume unterteilt ist. Hierzu kann der Rucksack zwischen dem Rückenteil und dem Rucksackaussenteil mindestens ein weiteres, den Rucksackinnenraum durch eine Trennwand in mindestens zwei Teilräume aufteilendes Zwischenteil aufweisen, das zwei den Aufklappbereich umfassende Verbindungsmittel, z.B. Reissverschlüsse zur Verbindung des Zwischenteils mit dem Rükkenteil und dem Rucksackaussenteil bzw. einem weiteren Zwischenteil aufweist.
Dadurch wird eine Rucksackkonfiguration in Sandwichbauweise erreicht, durch welche eine Aufteilung des zur Ver fügung stehenden Rucksackinnenraums in seiner gesamten Höhe und in seiner gesamten Breite in mehrere Teilräume erreicht wird. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird der Rucksackinnenraum durch eine Trennwand eines Zwischenteils in zwei Teilräume der Höhe und der Breite nach aufgeteilt. In dem Teilraum zwischen dem Rucksackaussenteil und dem Zwischenteil können Gegenstände untergebracht sein, die ständig im Rucksack als Standardausrüstung für Bergtouren, beispielsweise Skitouren, vorhanden sein sollen. Bei solchen Ausrüstungsgegenständen kann es sich um eine zerlegbare Rettungsschaufel, eine zusammensteckbare Lawinensonde, ein Verbandskästchen, ein Lawinenverschüttungssuchgerät, einen Biwaksack, Höhenmesser, Kompass und dergleichen handeln.
Der andere Teilraum, der zwischen dem Rückenteil und dem Zwischenteil vorhanden ist, kann ein grösseres Volumen aufweisen und zur Unterbringung anderer Ausrüstungsgegenstände wie Reservekleidung, Schlafsack, Proviant, Anorak, Pullover und dergleichen dienen.
Um bei Personen mit unterschiedlich breiten Schultern durch selbsttätige Anpassung eine einwandfreie flächige Auflage der Traggurte auf den Schultern zu erreichen, sind die Traggurte schwenkbar um Achsen gelagert, die senkrecht zum Rückenteil verlaufen und am oberen Teil des Rückenteils befestigt sind. Im Gegensatz zu Traggurten, die am Rucksack festgenäht sind, wird hierdurch vermieden. dass die Traggurte im Bereich ihrer Seitenkanten, ipsbesondere bei breitschultrigen Personen, mit erhöhtem Druck auf den Schultern aufliegen. Dadurch, dass die Traggurte schwenkbar sind, kommen sie beim Aufnehmen des Rucksacks auf dem Rücken durch Verschwenken automatisch in eine solche Lage, dass sie mit ihrer ganzen Fläche mit gleichem Druck im Schulterbereich aufliegen.
In bevorzugter Weise kann das Schaufelblatt für die Bildung einer Skiverschraubung bei der Bergung als doppelt räumlich gekrümmter Blattkörper ausgebildet sein, in dessen hohlkehlig gestalteter Blattinnenfläche Skispitzen zur Bildung der Skiverschraubung einsetzbar sind und welcher zur Befestigung der eingesetzten Skispitzen mit Hilfe einer Reepschnur am Schaufelblatt Löcher aufweist, durch welche die Reepschnur fädelbar ist.
Diese Skiverschnürung, für welche lediglich der Schaufelstiel, das Schaufelblatt und zwei Reepschnüre erforderlich sind, erfüllt den gleichen Zweck wie herkömmliche, bei der Kameradschaftbergung verwendete Skiverschraubungen, bei denen als zusätzliche Ausrüstungsgegenstände Schrauben und Beschläge zum Verbinden der Skier erforderlich waren.
In bevorzugter Weise kann die Aussenfläche des Schaufelblattes gekrümmt sein und seitlich und am zur Stichkante entgegengesetzt liegenden Randbereich schalenförmig gekrümmt sein.
Hierdurch wird gewährleistet, dass die Schaufel beim Einsatz als Skiverschraubung im Bereich der miteinander verbundenen Skispitzen beim Gleiten über den Schnee als Auftriebskörper wirkt, so dass ein Eingraben der durch die Skiverschnürung miteinander verbundenen Skier, auf welchem der Verletzte geborgen wird, verhindert wird. Dies wird insbesondere durch den entsprechend schalenförmig gestalteten Randbereich, der entgegengesetzt zur Stichkante der Schaufel liegt, erreicht. Durch die seitliche schalenförmige Krümmung des Schaufelblattes wird beim Ausgraben eines Verschütteten aus Lawinenschneemassen ein seitliches Verrutschen der Schaufel verhindert, so dass ein wirkungsvolles Graben mit der Schaufel erreicht wird. Dies kann auch unterstützt sein durch einen leicht gekrümmten Verlauf der Stichkante am Schaufelblatt.
Das Schaufelblatt weist keine scharfen Kanten auf. Alle Übergänge zwischen den seitlichen Kanten, der Stielkante und der der Stielkante gegenüberliegenden Kante sind abgerundet. Durch die räumliche Krümmung des Schaufelblattkörpers wird beim Einsetzen des Schaufelblattes in das Schaufelfach ein Freiraum zusammen mit dem das Schaufeldach abgrenzenden Einsteckteil gebildet, in welchen Ausrüstungsgegenstände wie Verbandspäckchen und andere empfindliche Gegenstände, wie Höhenmesser, Kompass und dgl.
einschiebbar sind.
Der vom Schaufelblatt lösbare Schaufelstiel ist so ausgebildet, dass er mit Hilfe einer Reepschnur mit den Skienden verbunden werden kann. Die Skiverschnürung lässt sich auf diese Weise allein mit dem Schaufelblatt, dem Schaufelstiel und zwei Reepschnüren herstellen, wobei durch entsprechende Führung der Reepschnüre eine Verspannung zwischen den Skienden und den mit dem Schaufelblatt verbundenen Skispitzen hergestellt werden kann, so dass eine in sich stabile Skiverschnürung, bei der ein Verschieben der einzelnen Teile, welche die Skiverschnürung bilden, gegeneinander vermieden wird.
Am freien Ende des Schaufelstiels kann ein Handgriffteil, der schräg absteht, lösbar einsetzbar sein. wobei der Handgriffteil um 150 bis 180; von einer Arretierstellung in eine andere Arretierstellung gegenüber dem Schaufelblatt drehbar ist, so dass er sowohl kinks- wie rechtshändig greifbar ist und die Schaufel beim Graben wirkungsvoll sowohl von Linkshändern als auch von Rechtshändern verwendet werden kann. Es ist auch möglich. den Schaufelstiel um 150 bis 180 von einer Arretierstellung in eine andere Arretierstellung im Stielaufnahmeteil am Schaufelblatt zu drehen.
Der schräg abstehende Handgriffteil kann so ausgebildet sein, dass er arretierbar in den Aufnahmeteil für den Schaufelstiel in das Schaufelblatt einsetzbar ist, wobei der Schaufelstiel im Winkel vom Schaufelblatt absteht. Das Schaufelblatt kann dabei mit oder ohne Schaufelstiel insbesondere als Verankerungsmittel, z. B. bei Spaltenbergung auf Gletschern oder auch beim Begehen von steilen Firnhängen, verwendet werden. Ferner eignet sich die Schaufel hier bei der so genannten Norweger-Methode zur Prüfung der Lawinengefährlichkeit eines Schneehanges beim Abziehen des vorher ausgestochenen Norweger-Trapezes .
Für die exakte Belastung, welche auf die Schaufel beim Abziehen des Norweger-Trapezes ausgeübt wird, kann im Schaufelstiel eine Federwaage untergebracht sein, welche die aufgewendete Belastung anzeigt, so dass eine objektive Prüfung der Lawinengefährlichkeit eines Steilhanges möglich ist. Die Federwaage kann auch zum Wiegen des gepackten Rucksacks dienen.
In den beiliegenden Figuren sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Anhand der Figuren wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Skiverschraubung;
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der Rettungsschaufel mit in das Schaufelblatt eingesetztem Schaufelstiel;
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel des Schaufelblattes;
Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel der Rettungsschaufel mit in das Schaufelblatt eingesetztem Handgriff und etwa im rechten Winkel oder stumpfen Winkel abstehendem Schaufelstiel;
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel einer Ausrüstungskombination, bestehend aus Rucksack und Rettungsschaufel in perspektivischer Darstellung;
Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer aus Rucksack und Rettungsschaufel bestehenden Ausrüstungskombination in perspektivischer Darstellung;
Fig. 7 das in der Fig. 6 dargestellte Ausführungsbeispiel in Seitenansicht;
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Fig. 8 das in den Figuren 6 und 7 dargestellte Ausführungsbeispiel in aufgeklappter Darstellung;
Fig. 9 das Ausführungsbeispiel der Fig. 6 bis 8 von oben gesehen;
Fig. 10 ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen Schaufelstiel und
Fig. 11 ein Ausführungsbeispiel einer Federwaage im Schaufelstiel der Fig. 10;
Fig. 12 in perspektivischer Darstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel des Rucksacks in aufgeklappter Darstellung;
Fig. 13 eine schnittbildliche Darstellung der Befestigungsstelle für einen Tragriemen am Rückenteil des Rucksacks und
Fig. 14 eine Draufsicht auf die Befestigungsstellen der beiden Tragriemen.
Die in der Fig. 1 dargestellte Skiverschnürung zur Bildung eines Behelfsrettungsschlittens besteht aus einem Schaufelblatt 6, welches, wie im einzelnen noch erläutert wird, Bestandteil einer in der Fig. 5 dargestellten Ausrüstungskombination sein kann, zwei Skiern 2 und 3, einem Stielteil 5, einer in der Fig. 2 dargestellten Rettungsschaufel 7 sowie aus zwei Reepschnüren 4 und 27. Wie insbesondere aus Fig. 3 zu ersehen ist, besitzt das Schaufelblatt 6 der in der Fig. 2 dargestellten Rettungsschaufel 7 Löcher 10 bis 15, durch welche zur Herstellung der in der Fig. 1 dargestellten Skiverschnürung die Reepschnur 4 hindurchgefädelt wird.
Die beiden Löcher 11 und 12 sind beidseits eines als Bohrung ausgebildeten Stielaufnahmeteils 18 in einem schalenförmig nach oben gezogenen Randbereich 22 des Schaufelblattes 6 angeordnet, welcher entgegengesetzt zu einer gekrümmt ausgebildeten Stichkante 19 des Schaufelblattes 6 liegt. In Skispitzen 73, 74 in bekannter Weise vorgesehene Löcher 20 und 21 fluchten bei in das Schaufelblattinnere eingelegten Skispitzen 73, 74 mit den Löchern 11 und 12 im Schaufelblatt 6. Der Stielaufnahmeteil 18 kann noch durch eine nicht näher dargestellte eingesetzte Metallhülse mechanisch verstärkt sein.
Zur Herstellung der in Fig. 1 dargestellten Skiverschnürung 1 wird die Reepschnur 4 zunächst von der Unterseite des Schaufelblattes 6 her durch beispielsweise das Loch 11 und das damit fluchtende Loch 21 in der Skispitze 74 des Skis 3 hindurchgefädelt. Anschliessend wird die Reepschnur 4 über die Schaufelblattkante gelegt und von der Rückseite her durch das Loch 10 im Schaufelblatt 6 hindurchgefädelt, welches an einem seitlich nach oben gewölbten Schaufelrand 40 angeordnet ist, der bezüglich der Mittelachse der Schaufel auf der gleichen Seite liegt wie das Loch 11.
Die Reepschnur 4 wird dann über die Oberfläche des Skis 3 gelegt und in das Loch 15 im Schaufelblatt 6 eingefädelt und an der Unterseite des Schaufelblattes zum Loch 14 gelegt und durch dieses hindurchgefädelt und an der Schaufeloberseite über die Skioberfläche des anderen Skis 2 gelegt und durch das Loch 13 im anderen hochgebogenen Schaufelrand 41 hindurchgefädelt und von der Rückseite nach Bildung eines Knotens 122, welcher, wie noch im einzelnen erläutert wird, beim Verspannen als Anschlag dient, über den die Schaufelblattkante zur Schaufeloberseite geführt und durch das Loch 20 in der Skispitze des Skis 2 hindurchgefädelt. Mit dem Loch 20 fluchtet das Loch 12, welches im hochgebogenen Schaufelrand 22 vorgesehen ist, welcher zur Stichkante 19 entgegengesetzt liegt.
Bezüglich einer in der Stielachse des Schaufelstiels 8 liegenden, gedachten Mittellinie liegen die Löcher 10, 11 und 15 auf der einen Schaufelblattseite und die Löcher 12, 13 und 14 auf der anderen Schaufelblattseite.
Anschliessend wird die Reepschnur 4, vom Loch kommend, durch eine Öse 23 einer Skibindung 24 am Ski 2 hindurchgefädelt und zu einer weiteren Öse 25 an einer Skibindung 26 am Ski 3 hindurchgefädelt. Anstelle der Ösen 23 und 25 können zum Hindurchlädeln der Reepschnur auch andere Teile der Skibindungen 24 und 26, beispielsweise die Vorderbalken bildenden Bügel dienen. Das Reepschnurende wird dann durch eine am anderen Ende der Reepschnur 4 vorgesehene Schlinge 28 hindurchgezogen und durch Zug nach Art eines Flaschenzuges gespannt. Damit die Spannung in der Reepschnur verbleibt, wird die Reepschnur mit einem Knoten 29 gegen ein Zurückziehen gesichert.
Beim Spannen der Reepschnur 4 wirkt der Knoten 122 als Anschlag, so dass ein Hindurchziehen der Reepschnur 4 durch die Löcher im Schaufelblatt und den Skispitzen durch die in der Reepschnur auftretenden Spannung verhindert wird.
Um die beiden Skier 2 und 3 der in der Fig. 1 dargestellten Skiverschnürung in einem für den Abtransport eines Verletzten geeigneten Winkel zu halten, werden die beiden Skienden, welche bevorzugt in bekannter Weise mit nicht näher dargestellten Löchern versehen sind, durch einen Querstab, welcher ein von den übrigen Teilen des Schaufelstiels 8 lösbarer Stielteil 5 sein kann, miteinander verbunden, wozu ebenfalls eine Reepschnur 27 dient. Die Reepschnur 27 wird hierzu durch die beiden Löcher in den Skienden und durch damit fluchtende Löcher 30, von denen in der Figur das im Stielteil 5 vorgesehene linke Loch dargestellt ist, hindurchgefädelt und über dem auf der Oberseite der beiden Skienden 75 und 76 liegenden Stielteil 5 verknotet. Wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, beginnt man an einem der beiden Skienden 75 oder 76.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wird zunächst die Reepschnur 27 von der Skioberseite her durch das Loch 30 im Stielteil 5 und dann durch das darunterliegende, im Skiende 76 befindliche Loch zur Skiunterseite hindurchgefädelt, und zwar mit einer Länge, die grösser ist als der Abstand der beiden im Stielteil 5 vorgesehenen Löcher 30, welche Arretierungslöcher bei zusammengesetztem Stiel bilden, voneinander.
Wie in der Fig. 1 dargestellt ist, wird die Reepschnur von der Skiunterseite her zur Oberseite zurückgeführt und über dem Loch 30 im Stielteil 5 ein Knoten 31 gebildet. Der restliche Reepschnurteil wird mit seinem Ende von oben her durch das rechts liegende Loch im Stielteil 5 und das darunterliegende Loch im Skiende des Skis 2 zur Skiunterseite hindurchgefädelt und zur Skioberseite hin wieder zurückgeführt und mit dem vom Ende des linken Skis 3 herkommenden Reepschnurteil verknotet (Knoten 32).
Auf diese Weise wird ein zwischen den beiden Skienden 75 und 76 liegender Reepschnurteil 35 gebildet, welcher an seinen beiden Enden die Knoten 31 und 32 aufweist, durch welche der Stielteil 5 an den Skienden 75 und 76 befestigt ist.
Das andere Ende der Reepschnur 27 wird über einen von der Ose 23 zur Ose 25 geführten Reepschnurteil 34 der Reep- schnur 4 gelegt und in Richtung zu den Skienden 75 und 76 hin zurückgeführt. Etwa in der Mitte zwischen dem querliegenden, von der Öse 23 zur Öse 25 geführten Reepschnurteil 34 der Reepschnur 4 und dem mit den Skienden 75, 76 befestigten Stielteil 5 wird in dem in Richtung zu den Skienden hin zurückgeführten Reepschnurteil der Reepschnur 27 eine Schlinge 33 gebildet, beispielsweise durch einen Sackstich.
Das Ende 36 dieses Reepschnurteils wird um den vom einen Skiende 76 zum anderen Skiende 75 sich erstreckenden Reepschnurteil 35 gelegt und zur Schlinge 33 zurückgeführt und durch diese hindurchgezogen. Durch Anziehen des Reepschnurendes 36 wird dann die Reepschnur 27 gespannt, wobei die gesamte Skiverschnürung, d.h. die Skispitzen 73, 74 mit den Skienden 75, 76 verspannt werden, da die Reepschnur 27 sowohl über den querliegenden Reepschnurteil 34 der Reepschnur 4 als auch über den mit den Skienden 75, 76 verbundenen Reepschnurteil 35 gelegt ist. Beim Verspannen werden die Knoten 31 und 32 fest auf die Oberseite des Stielteils 5 aufgedrückt, so dass eine mechanisch stabile Verbindung der Skienden miteinander und durch die Verspannung mit Hilfe der beiden Reepschnüre 4 und 27 eine mechansich stabile Gesamtkonstruktion der Skiverschnürung erreicht wird.
Von Vorteil ist bei dieser Skiverschnürung ferner, dass die Reepschnüre 4 und 27 nur mit äusserst geringen Längenanteilen an der Unterseite der Skier bzw. des Schaufelblattes beim Einsatz geführt sind, so dass durch die Reepschnüre keine grossen Reibungsflächen an der Unterseite des Behelfsschlittens gebildet werden.
In den Fig. 2 bis 4 ist ein Ausführungsbeispiel der Rettungsschaufel 7 dargestellt, welche sowohl beim Ausgraben von Lawinenverschütteten als auch für die in der Fig. 1 dargestellte Skiverschnürung verwendbar ist.
Die dargestellte Rettungsschaufel 7 besteht aus dem Schaufelblatt 6 und dem Schaufelstiel 8, welcher in seiner Länge verstellbar ist. Mit Hilfe von Arretierungen 37, 38 und 39, welche als federbelastete Arretierkörper in Form von abgerundeten Stiften oder Kugeln ausgebildet sein können, und welche in entsprechende Ausnehmungen des Stielteils 5 zur Arretierung eindrückbar sind, kann der Stiel in verschiedenen Längen festgelegt werden. Ähnliche Arretierungen können auch zur Befestigung des Stiels im Stielaufnahmeteil 18 am unteren Stielteil vorgesehen sein, wobei diese Arretierungen in Arretierlöcher 16, 17, welche im Stielaufnahmeteil 18 des Schaufelblattes 6 vorgesehen sind, eingedrückt sind.
Der Schaufelstiel 8 besitzt einen Handgriffteil 9, der vom oberen Stielteil schräg absteht und der Schaufelstiel 8 kann um 150 bis 180 im Stielaufnahmeteil von einer arretierten Stellung in die andere arretierte Stellung gebracht werden. so dass die Rettungsschaufel sowohl von Linkshändern als auch von Rechtshändern beim Ausgraben wirkungsvoll verwendet werden kann.
Wie aus der Fig. 4 zu ersehen ist, kann auch der Handgriffteil 9 in den Stielaufnahmeteil 18 arretierbar eingesetzt werden, so dass die Schaufel bei der sogenannten Norweger-Methode Venvendung finden kann. Das Schaufelblatt kann mit oder ohne Schaufelstiel auch als Verankerung z. B.
bei der Bergung aus Gletscherspalten verwendet werden.
Das Schaufelblatt 6 ist doppelt (räumlich) gekrümmt.
Die beiden Seitenränder 40 und 41, sowie der Schaufelrand 22, in welchen der Stielaufnahmeteil 8 eingeformt ist, sind schalenförmig nach oben gezogen, so dass eine hohlkehlige Schalenform durch den Schaufelkörper gebildet wird. Die Stichkante 19 ist bevorzugt gekrümmt ausgebildet, wie es in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Durch diese Schaufelform wird ein wirkungsvolles Graben im Schnee erzielt, da ein seitliches Ausscheren der Schaufel verhindert wird. Ferner besitzt das Schaufelblatt 8 an seiner Unterseite eine Profilform, durch welche bei im Schaufelinnern befestigten Skiern (Fig. 1) ein Auftrieb beim Gleiten des Behelfsschlittens über Schnee erreicht wird.
Die Form des Schaufelblattes 6 an der Unterseite ist, ausgehend von der Stichkante 19, mit einem relativ ebenen Gleitbereich 42 versehen, der seitlich nach oben zu den hochgezogenen Seitenrändern 40 und 41 sich über entsprechende Rundungen fortsetzt. Quer zur gedachten, in der Schaufelstielachse liegenden Mittellinie des Schaufelblattes ist die Schaufel relativ stark gewölbt, wie das insbesondere aus der Profildarstellung in der Fig. 4 hervorgeht. Diese Wölbung ist am stärksten ausgeprägt etwa entlang einer Linie 43 (Fig. 3 bzw. 4). In Richtung zur Stielseite hin besitzt die Schaufel einen Auftriebsteil 44, welcher das einwandfreie Gleiten des Schaufelblattes 6 über Schnee, wenn es an der Skiverschnürung befestigt ist, ermöglicht.
Der Auftrittsteil 44 bildet ebenfalls eine ebene Fläche, die über Rundungen in die beiden hochgezogenen Seitenränder 40 und 41 und über eine weitere Rundung in den hochgezogenen Schaufelrand 22, der entgegengesetzt zur Stichkante 19 liegt, übergeht.
In den Figuren 10 und 11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schaufelstiels 8 dargestellt. Dieser besteht, wie insbesondere auch aus der Fig. 11 zu ersehen ist, aus vier ineinander verschiebbaren und gegeneinander teleskopierbaren rohrförmigen Stielteilen 86, 5, 78 und 77, von denen der rohrförmige Stielteil 86 den grössten Aussendurchmesser aufweist und in den Stielaufnahmeteil 18 des Schaufelblattes 6 einsteckbar und durch eine Arretierung 17 arretierbar ist.
Diese Arretierung 17 wird beispielsweise gebildet von einem durch eine Schnappfeder 88 beaufschlagten Arretierknopf 87, der durch eine Offnung 89 im Rohrteil 86 und eine entsprechende Arretieröffnung im Stielaufnahmeteil 18 hindurchgedrückt ist. Weitere Arretierungen 90, 91 und 92 mit gleichem Aufbau sind zur Arretierung der einzelnen ineinandergesteckten rohrförmigen Stielteile vorgesehen.
Bei der in der Fig. 11 dargestellten Stellung sind die einzelnen rohrförmigen Stielteile 86, 5, 78 und 77 ineinandergeschoben und werden in dieser Stellung durch die Arretierung 92 gehalten. Der an der Arretierung 92 vorgesehene, durch die Schnappfeder 88 beaufschlagte Arretierknopf 87 erstreckt sich durch miteinander fluchtende Arretieröffnungen 93, welche in den übereinandergeschobenen rohrförmigen Stielteilen 86, 5, 78 und 77 vorgesehen sind.
Um den Schaufelstiel auf die in der Fig. 10 dargestellte ausgezogene Länge zu bringen, wird der Arretierknopf 87 in das Rohrinnere gegen die Kraft der Schnappfeder 88 an der Arretierung 92 ge drückt. so dass die beiden aussen liegenden rohrförmigen Stielteile 5 und 86 gelöst werden und in die in der Fig. 10 dargestellte Stellung verbracht werden wobei die entsprechenden Arretierknöpfe der Arretierungen 91 und 90 in die Arretieröffnungen 93 dieser rohrförmigen Stielteile einschnappen. In dieser Stellung kann der Schaufelstiel 8 in das Schaufelblatt 6 eingesteckt werden. wie es in der Fig. 10 dargestellt ist, so dass die Schaufel z. B. beim Ausgraben eines Verschütteten verwendet werden kann.
In dieser Stellung kann der Stiel jedoch auch zur Beurteilung der Lawinengefährlichkeit eines bei einer Skitour zu querenden oder abzufahrenden Hanges nach der sogenannten Norweger-Methode verwendet werden. Hierzu wird der Griffteil 9 in den Stielaufnahmeteil 18 eingesetzt und mittels eines Arretierknopfes 94, der ebenfalls durch eine nicht näher dargestellte Schnappfeder beaufschlagt ist. Um die Federwaage 79 zwischen den rohrförmigen Stielteil 77 und den rohrförmigen Stielteil 78 zu schalten, wird der Arretierknopf 87 gegen die Kraft der Schnappfeder 88 so weit nach innen gedrückt, dass er innerhalb des Rohrinnern des Stielteils 77 liegt. In dieser Stellung der Arretierung 92 werden die beiden rohrförmigen Stielteile 77 und 78 gegeneinander verdreht, so dass der Arretierknopf 87 der Arretierung 92 gegen die Rohrinnenseite des Stielteils 77 oder des Stielteils 78 gedrückt ist.
Hierdurch ist die Arretierung 92 zwischen den beiden rohrförmigen Stielteilen 77 und 78 gelöst, und diese beiden Stielteile sind über die Federwaage 79 miteinander verbunden.
Die Federwaage 79 besitzt als Hauptbestandteil eine Feder 80, welche beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Druckfeder ausgebildet ist. Die beiden Enden der Feder 80 liegen gegen Federanschläge 81 und 83 an. Der Federanschlag 83 ist axial nicht verschieblich am rohrförmigen Stielteil 78 befestigt. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist hierzu eine Wellensicherung 104 vorgesehen. Der scheibenförmig ausgebildete Federanschlag 83 kann jedoch auch durch andere Befestigungsmittel, beispielsweise durch Verschrauben, an der Innenseite des rohrförmigen Stielteils 78 festgelegt sein. Das andere Ende der Feder 80 liegt gegen den Federanschlag 81 an, welcher axial verschiebbar im Rohrinnern des rohrförmigen Stielteils 78 angeordnet ist.
Der Federanschlag 81 ist über eine Stange 82, die von aussen her mit einer Sicherungsmutter 95 am Federanschlag 81 anliegt, in axialer Richtung starr mit dem Rohrinnern des rohrförmigen Stielteils 77 verbunden. Hierzu dient eine am anderen Stangenende vorgesehene Befestigungsscheibe 96, welche ebenfalls mit Hilfe einer Wellensicherung 97 an der Rohrinnenwand des Stielteils 77 befestigt ist. Die Befestigungsscheibe 96 kann natürlich auch mit Hilfe anderer Mittel, beispielsweise durch Einschrauben an der Rohrinnenwand des Stielteils 77, befestigt sein. Das Stangenende liegt über eine Sicherungsmutter 98 gegen die Befestigungsscheibe 96 an.
Wenn am Schaufelstiel 8 eine Zugkraft angreift, werden die beiden rohrförmigen Stielteile 77 und 78 gegen die Kraft der Feder 80, welche dabei zusammengedrückt wird, bewegt, so dass eine Stirnkante 85 des Stielteils 78 sich über eine Skala 84 bewegt, welche am Aussenmantel des rohrförmigen Stielteils 77 vorgesehen ist. Je nachdem, wie stark die am Stiel 8 angreifende Kraft ist, bewegt sich die Stirnkante 85 des Stielteils 78 über eine bestimmte Strecke der Skala 84, wodurch eine Massangabe für beispielsweise das Gewicht eines am Stiel aufgehängten Gegenstands, beispielsweise eines gepackten Rucksackes, von der Skala 84 abgelesen werden kann.
Bei der vorstehend schon erwähnten Norweger-Methode wird das am Griffteil 9 befestigte Schaufelblatt 6 hinter einem trapezförmig aus den zu befahrenden bzw. zu betretenden Schneehangteil ausgeschnittenen Schneeblock gelegt und am Stiel 8 angezogen, bis der ausgeschnittene trapezförmige Schneeblockteil ins Rutschen kommt. Die dabei an der Skala 84 der Federwaage 79 abgelesene Zugkraft ist dann ein Anhaltspunkt dafür, ob der zu betretende Schneehang lawinengefährlich ist oder nicht.
Der rohrförmige Stielteil 77 ist starr mit dem Griffteil 9 verbunden. Am rohrförmigen Griffteil 77 ist ein Anschlag 99 vorgesehen, gegen welchen die Stirnkante 85 des rohrförmigen Stielteils 78 anliegt, wenn die beiden rohrförmigen Stielteile 77 und 78 nicht gegeneinander bewegt werden. Wenn der Schaufelstiel 8 zum Ausgraben verwendet wird, ist der Arretierknopf 87 der Arretierung 92 durch die Arretieröffnungen 93 der beiden Stielteile 77 und 78 geschoben. so dass die beiden Stielteile die in der Fig. 10 dargestellte Stellung zueinander einnehmen, wobei die Stirnkante 85 gegen den Anschlag 99 anliegt.
Beim Verschieben der beiden rohrförmigen Stielteile 77 und 78 gegeneinander bewegt sich der scheibenförmige Federanschlag 83 gegenüber der Stange 82, d.h. die Stange 82 ist beweglich durch den scheibenförmigen Federanschlag 83 hindurchgeführt.
Wie aus den Ausführungsbeispielen der in den Fig. 5 und 6 bis 9 dargestellten, aus Rucksack 45 bzw. 45' und Rettungsschaufel 7 bestehenden Ausrüstungskombinationen zu ersehen ist, stellt das Schaufelblatt 6 einen im dargestellten Rucksack 45 integrierbaren Bestandteil dar. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen wird das Schaufelblatt 6 eingesetzt in ein Schaufelfach 46, das beispielsweise von einer Einstecktasche gebildet ist. Das Schaufelblatt 6 besitzt etwa die Breite eines Rucksackaussenteils 47, der zusammen mit einem Rückenteil 48 im wesentlichen den Rucksackinnenraum umschliesst. Wie aus den Fig. 5 und 8 zu ersehen ist, können Rucksackaussenteil 47 und Rückenteil 48 auseinandergeklappt werden, wobei mit Hilfe eines umlaufenden Reissverschlusses 49 im Aufklappbereich der Rückenteil 48 und der Rucksackaussenteil 47 dicht miteinander verbunden werden können.
An den seitlichen Begrenzungsteilen von Rückenteil 48 und Rucksackaussenteil 47 sind Befestigungsschlaufen 50 und 51 vorgesehen, mit denen beispielsweise Skier seitlich am Rucksack 45 bzw. 45' befestigt werden können. Der Reissverschluss 49 kann in vorteilhafter Weise mittels zweier gegenläufiger Schliesskörper 59, 60 (Fig. 6) verschliessbar sein, so dass es möglich ist, den Aufklappbereich je nach Bedarf zu bestimmen.
Bei dem in den Fig. 6 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispiel des Rucksacks 45' erstreckt sich, wie insbesondere aus der Fig. 8 zu ersehen ist, der Aufklappbereich des Rucksacks fast über die gesamte Höhe des Rucksacks 45'. Auf diese Weise wird eine einfache Zugänglichkeit auch der im Bodenteil 65 des Rucksacks liegenden Ausrüstungsgegenstände erreicht. Auch ist es möglich, entlang des Aufklappbereichs den Reissverschluss 49 nur teilweise und an bestimmten Stellen des Aufklappbereichs zu öffnen, wie das in Fig. 6 dargestellt ist. Dies wird erreicht durch die beiden Schliessteile 59, 60 für den Reissverschluss 49.
Durch das in das Schaufelfach 46 eingesteckte Schaufelblatt 6 wird eine Versteifung des Rucksackaussenteils 47 erreicht, so dass beim Zusammenklappen der beiden Rucksackteile, nämlich des Rucksackaussenteils 47 und des Rükkenteils 48 die beiden Reissverschlussbahnen etwa aneinanderliegen, so dass ein leichtes Verschliessen des Reissverschlusses mit Hilfe der beiden Schliessteile 59 und 60 möglich ist.
Wie insbesondere aus den Fig. 6 und 7 zu ersehen ist. befindet sich unterhalb des Schaufelfaches 46 ein Fachteil 69 des Aufnahmefachs 56, in welchem vier Aufstiegsfelle 58 untergebracht werden können. Dieser Fachteil 69 des Aufnahmefachs 56 ist wasserdicht ausgebildet. Von aussen zugäng lich ist das Aufnahmefach 56 durch Öffnen eines am Rucksackaussenteil 47 vorgesehenen Reissverschlusses 61, für welchen ebenfalls zwei Schliessteile 62 und 63 vorgesehen sind, damit ein definiertes Öffnen eines im wesentlichen vertikalen Reissverschlussteiles 102 des Reissverschlusses 61 möglich ist, so dass beispielsweise nur der unten liegende Fachteil 69 für die Aufstiegsfelle 58 geöffnet werden kann.
Hierbei wird der Schliessteil 63 in der Fig. 6 ganz nach unten links gezogen. Ein darüber befindliches Kartenfach 70 bleibt dann noch verschlossen und kann durch rechts Nachobenziehen des Schliessteils 62 in der Fig. 6 ebenfalls geöffnet werden. An dem Rucksackaussenteil 47 sind ferner noch Pickelbefestigungslaschen 64 vorgesehen.
Wie ferner aus den Fig. 6 und 8 zu ersehen ist, sind an Seitenbegrenzungen 57 des Rückenteils 48 Skibefestigungsmittel 50 und 51, insbesondere in Form von Skibefestigungsschlaufen vorgesehen. Die Skibefestigungsschlaufen 50 sind dabei im Bereich eines Bodenteils 65 des Rucksacks 45' vorgesehen. Das Aufklappen bzw. Öffnen des Rucksacks wird somit durch die Skibefestigungsschlaufen, insbesondere durch die Schlaufen 51, nicht behindert. Auch wenn die Skier am Rucksack befestigt sind, ist daher das Innere des Rucksacks ohne weiteres von aussen zugänglich, wenn der Reissverschluss 49 geöffnet wird.
Sowohl der Reissverschluss 49 als auch der Reissverschluss 61 sind durch Abdeckklappen 66 bzw. 67 in bekannter Weise abgedeckt. Auch im Hüftgurt 100 kann ein Reissverschluss 101 vorgesehen sein.
Mit Hilfe einer Tragschlaufe 54 kann der Rucksack von Hand getragen werden oder auch aufgehängt werden.
Traggurte 52 und 53 sind, wie aus der Draufsicht der Fig. 9 zu ersehen ist, in einem stumpfen Winkel a, der insbesondere zwischen 120 und 135 beträgt, an den Rucksack angenäht. Der Abstand A der inneren Ränder der beiden Traggurte 52 und 53 an der Annähstelle kann zwischen 0 und 7 cm, bevorzugt zwischen 3 und 4 cm, liegen. Hierdurch wird ein Einschneiden der Tragriemen beim Tragen verhindert.
- Die aus Rucksack 45 bzw. 45' und Rettungsschaufel 7 bestehende Ausrüstungskombination ist äusserst kompakt.
Die Schaufel wird im Rucksackinneren untergebracht, wobei der Schaufelstiel 8 in zusammengeschobener Länge seitlich, insbesondere im Bereich der Seitenbegrenzungsteile 57 des Rucksackrückenteils 48 innen mit Hilfe von Einsteckschlaufen 71 und 72 oder dgl. untergebracht ist. Das Schaufelblatt 6 ist im Rucksackaussenteil 47 im Schaufelfach 46 angeordnet, wobei die Aussenfläche des Rucksackaussenteils 47 durch das Schaufelblatt 6 noch versteift wird. Es verbleibt im Rucksackinneren ausreichend Platz für sonstige Ausrüstungsgegenstände, wie insbesondere aus der Fig. 7 zu ersehen ist.
Die in der Fig. 12 dargestellte Ausführungsform eines Rucksacks in Sandwichbauweise besitzt einen Rückenteil 48, einen Rucksackaussenteil 47 und einen Zwischenteil 106.
Der Zwischenteil 106 weist eine Trennwand 105 auf, durch die der Rucksackinnenraum in zwei Teilräume 107 und 108 aufgeteilt wird. Der Teilraum 108, welcher sich zwischen der Trennwand 105 des Zwischenteils 106 und dem Rucksackaussenteil 47 befindet, wird oben und seitlich von einem Umfassungsteil 111 begrenzt. Dieser Umfassungsteil 111 ist an seinen beiden unteren Enden mit einem Bodenteil 113 verbunden. An den beiden Begrenzungslinien des Umfassungsteils 111 befinden sich Schliessketten 114 und 115 von Reissverschlüssen. Korrespondierende Schliessketten 114' und 115' befinden sich am Rückenteil 48 und am Rucksackaussenteil 47. Die Schliessketten der Reissverschlüsse umfassen den gesamten Aufklappbereich der Teilräume 107 und 108.
Der aussen liegende Teilraum 108, welcher volumenmässig etwas kleiner ausgebildet ist als der Teilraum 107, dient beim dargestellten Ausführungsbeispiel zur Unterbringung von Ausrüstungsgegenständen, die ständig im Rucksack verbleiben. In der Fig. 12 sind in diesem Teilraum 108 das Schaufelblatt 6 und der zusammensteckbare Schaufelstiel 8 sowie eine zerlegbare Lawinensonde 116 untergebracht. Das Schaufelblatt 6 befindet sich im taschenförmigen Schaufelfach 46 an der Innenseite des Rucksackaussenteils 47. Der zusammensteckbare Schaufelstiel 8 befindet sich in einer Halterung 117, die seitlich am Zwischenteil 106 im Teilraum 108 vorgesehen ist. Die zusammensteckbare Lawinensonde 116 befindet sich in einer zweiten Halterung 118, die an der anderen Seite am Zwischenteil im Teilraum 108 vorgesehen ist.
Die Aussenseite des Rucksackaussenteils 47 kann so ausgebildet sein wie der Rucksackaussenteil im Ausführungsbeispiel der Figuren 6 und 7.
Wie aus der Fig. 12 zu erkennen ist, können die Teilräume 107 und 108 separat voneinander geöffnet werden. Der volumenmässig grösser ausgebildete Teilraum 107 wird oben und seitlich von einem Umfassungsteil 119 umgeben, der am Rückenteil 48 vorgesehen ist. Die beiden unteren Enden des Umfassungsteils 119 sind ebenfalls mit dem Bodenteil 113 des Rucksacks verbunden. Der Teilraum 107, welcher zwischen der Trennwand 105 des Zwischenteils 106 und einer Rückenfläche 68 am Rückenteil 48 vorhanden ist, dient zur Unterbringung grossvolumiger Ausrüstungsgegenstände wie Bekleidungsstücke, Schlafsack, Biwakzelt und dgl.
An den seitlichen Begrenzungsflächen des Umfassungsteils 119 befinden sich aussen die Skibefestigungsmittel 50 und 51 in Form von Befestigungsriemen. Da die Schliesskette 114' an der dem Zwischenteil 106 zugewandten Begrenzungslinie des Umfassungsteils 119 vorgesehen ist, kann der Teilraum 107 ungehindert geöffnet werden, auch dann, wenn Skier oder andere Gegenstände, wie beispielsweise Steigeisen oder ein Bergseil, mit den Befestigungsmitteln 50 und 51 am Rückenteil 48 befestigt sind. An der Rückenfläche 68 des Rückenteils 48 ist ferner ein taschenförmiges Aufnahmefach 120 vorgesehen. Ein solches Aufnahmefach kann auch an der gegenüberliegenden Seite der Trennwand 105, welche in der Fig. 12 nicht sichtbar ist, vorgesehen sein.
Wie die Figuren 13 und 14 zeigen, sind die Traggurte 52 und 53 am oberen Teil des Rückenteils 48 schwenkbar befestigt. Hierzu ist am Rückenteil 48 für jeden Traggurt 52 und 53 eine Achse 121 in Form eines Bolzens vorgesehen. Ein auf den Bolzen aufgeschobenes Lederstück 123 sichert den Tragriemen 52 und 53 gegen ein Lösen vom Bolzen. Die Tragriemen 52 und 53 können innerhalb eines Gesamtschwenkbereichs von 120 sich um die Achsen 121 drehen. Auf diese Weise wird gewährleistet. dass ein selbsttätiges Anpassen der Traggurte 52 und 53 an unterschiedlich geformte Schulterpartien sich beim Tragen ergibt. Die Traggurte liegen dabei in ihrer gesamten Breite auf den Schulterpartien auf.