CH673044A5 - - Google Patents

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CH673044A5
CH673044A5 CH2535/83A CH253583A CH673044A5 CH 673044 A5 CH673044 A5 CH 673044A5 CH 2535/83 A CH2535/83 A CH 2535/83A CH 253583 A CH253583 A CH 253583A CH 673044 A5 CH673044 A5 CH 673044A5
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glass beads
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CH2535/83A
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Moses Bollag
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Moses Bollag
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    • E01F9/518—Road surface markings; Kerbs or road edgings, specially adapted for alerting road users characterised by the road surface marking material, e.g. comprising additives for improving friction or reflectivity; Methods of forming, installing or applying markings in, on or to road surfaces formed in situ, e.g. by painting, by casting into the road surface or by deforming the road surface
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Description

BESCHREIBUNG Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen oder Nachziehen einer Horizontalmarkierung auf Strassen, insbesondere von Begrenzungs-, Leit- und Warnlinien, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, und ausserdem auf eine nach diesem Verfahren hergestellte Horizontalmarkierung.
Dünnschichtmarkierungen, deren Feststoffe für die Auftragung in einem Lösungsmittel gelöst sind, sind bekannt (zum Beispiel «Handbuch für die Markierung von Strassen», herausgegeben von Schönborn und Domhan, Otto Eisner Verlagsgesellschaft, Darmstadt, 1981). Nach dem Auf-5 spritzen trocknen und erhärten diese Markierungsmassen im Falle von Einkomponentenfarben ausschliesslich durch Verdunstung des Lösungsmittels oder, im Falle von Mehrkomponentenfarben, durch Verdunsten des Lösungsmittels sowie durch chemische Trocknung. Diese Markierungsfarben io werden, im Unterschied zu Dickschichtmarkierungen aus Heissplastiken oder Kaltplastiken, mit einer nur verhältnismässig geringen Schichtdicke aufgetragen, nämlich mit einer Nassfilmstärke zwischen minimal etwa 0,35 mm und maximal etwa 1,5 mm, was Trockenfilmstärken von etwa 0,2 15 mm bis etwa 1,0 mm entspricht.
Es ist ebenfalls bekannt, auf frisch gezogene Markierungen vor deren Trocknung Glasperlen aufzustreuen, um die Nachtsichtbarkeit und die Griffigkeit der Markierung zu verbessern (oben angegebenes Buch, Seiten 270,272,274 bis m 277). Insbesondere sind auch bereits, wie an der genannten Literaturstelle angegeben, sogenannte Floatationsperlen bekannt, die aufgrund einer speziellen Nachbehandlung ihrer Oberfläche in lösungsmittelhaltige Markierungsmassen gerade so tief einsinken, dass sich eine optimale Nachtsicht-25 barkeit ergibt. Diesbezügliche Versuche haben gezeigt, dass sich mit derart nachbehandelten Glasperlen teilweise in der Tat erhebliche Verbesserungen bezüglich der Nachtsichtbarkeit erreichen lassen, wenn die Nachbehandlung speziell auf den verwendeten Markierungsstoff abgestimmt wird. 30 Schliesslich ist es bekannt, wie ebenfalls an der genannten Literaturstelle angegeben, die Nachtsichtbarkeit von Stras-senmarkierungen durch Verwendung von Glasperlen mit einem hohen Brechungsindex zu verbessern. Normale Glasperlen haben einen Brechungsindex von 1,50 bis 1,53. Die 35 für die Nachtsichtbarkeit massgebende, durch katadiop-trisch, also brechend und spiegelnd wirkende Teile erzeugte Retroreflexion, bei der bekanntlich das einfallende Licht weitgehend unabhängig von der Anleuchtungsrichtung in Richtungen zurückgestrahlt wird, die der Anleuchtungsrich-40 tung naheliegen, wird in der Tat durch Perlen mit einem höheren Brechungsindex von beispielsweise 1,65 bis etwa 2 gesteigert, wobei allerdings derart hochbrechende Perlen zur Zeit teurer sind als normale Glasperlen. Auf dem Markt sind zur Zeit insbesondere Glasperlen mit einem Brechungsindex 45 von 1,90 bis 1,95 erhältlich, die von der Firma Potters-Ballo-tini GmbH angeboten werden. Wegen ihres hohen spezifischen Gewichtes haben derartige Glasperlen jedoch die Tendenz, weitgehend in der frisch aufgetragenen Markierung zu versinken.
so Während die allgemeine Nachtsichtbarkeit bei trockener Strasse durch die oben erwähnten Massnahmen verbessert werden kann, stellt die Erzielung einer guten Nachtsichtbarkeit bei Nässe ein bisher noch nicht befriedigend gelöstes Problem dar. Die Retroreflexion von Fahrbahnmarkie-55 rangen, die bei Dunkelheit und Nässe teilweise oder ganz von einem Wasserfilm bedeckt sind, ist mehr oder weniger stark verringert oder praktisch nicht mehr vorhanden, weil das von einem Fahrzeug ausgehende Scheinwerferlicht weitgehend oder vollständig spiegelnd an der Wasseroberfläche 60 reflektiert, anstatt zum Fahrer des Fahrzeuges hin retrore-flektiert wird. Gerade bei Dunkelheit und regnerischem Wetter jedoch ist die Sichtbarkeit der Fahrbahnmarkierungen, insbesondere der Begrenzungslinien für die Fahrbahn oder den Fahrstreifen sowie auch der Leit- oder Warnli-65 nien, besonders wichtig.
Bisherige Versuche, die für die Verkehrssicherheit so wichtige Nachtsichtbarkeit bei Nässe und Regen zu erhöhen, konzentrieren sich darauf, Fahrbahnmarkierungen in geeigneter
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Weise zu profilieren, so dass aus dem Wasserfilm herausra- stellbar ist und insbesondere auch auf einfache Weise nach-
gende Erhöhungen mit Oberflächenbereichen gebildet markiert und damit unterhalten werden kann.
werden, die möglichst steil, vorzugsweise wenigstens nähe- Ausgehend von dem im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 rungsweise senkrecht zum einfallenden Scheinwerferlicht angegebenen Verfahren wird diese Aufgabe durch die im orientiert sind. Dadurch wird an diesen Oberflächenbe- s Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Verfahreichen, von denen das Wasser abläuft, die spiegelnde Refle- rensschritte gelöst.
xion verringert und die Retroreflexion erhöht. Dabei wurden Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine nach diesem bisher naheliegenderweise starke Profilierungen, also grosse Verfahren hergestellte Strassenmarkierung.
Profilhöhen, in Erwägung gezogen, welche sich - wie im Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass auch Profi-
oben genannten Buch, Seite 252, angegeben - natürlich nur io lierungen mit einer nur vergleichsweise geringen Profilhöhe,
bei Dickschichtmarkierungen, also bei Plastiken, verwirk- wie sie sich bei einer Dünnschichtmarkierung erzeugen liehen lassen. Andere Vorschläge und Versuche betreffen lassen, die Nachtsichtbarkeit bei Nässe erheblich verbessern,
vorprofilierte Folien, die auf die Fahrbahn aufgeklebt wenn man Glasperlen verwendet, die sowohl eine bekannte werden. Nun haben jedoch stark profilierte Fahrbahnmar- Floatation-Behandlung erfahren haben als auch einen hohen kierungen und die Herstellung einer solchen starken Profilie- is Brechungsindex von 1,9 bis etwa 2,0 aufweisen. Offen-
rung durch Verformung einer Dickschichtmarkierung ver- sichtlich kompensieren die Eigenschaften dieser speziellen schiedene Nachteile : Perlen, von denen man annahm, dass sie infolge ihres
Zunächst einmal sind Dickschichtmarkierungen teurer als grossen spezifischen Gewichtes weitgehend in der Farbmasse
Dünnschichtmarkierungen, und auch ihre Verlegung erfor- versinken, diejenigen Beschränkungen, welche die nur ver-dert mehr Aufwand und Zeit als die von Dünnschichtmarkie- 20 hältnismässig geringen Profilhöhen bezüglich eines einwand-
rungen. Zum andern haben die für die Dickschichtmarkie- freien Wasserablaufs mit sich bringen. Selbst wenn also bei rungen verwendeten Plastiken eine Härtungs- oder Topfzeit starkem Regen die durch die Profilierungen gebildeten Erhö-
von im allgemeinen nur wenigen Minuten und sind daher hungen nicht ständig aus der Wasseroberfläche herausragen schon kurze Zeit nach dem Verlegen praktisch nicht mehr bzw. das Wasser nicht vollständig an diesen Erhöhungen bleibend verformbar. Daher muss die Profilierung einer 2s abläuft, garantieren die verstärkte Retroreflexion infolge der frisch verlegten Farbspur unmittelbar nach deren Aufbrin- hohen Brechung dieser Glasperlen und der durch die steilen gung eingepresst werden, wobei diese Arbeit wegen der nur Oberflächenbereiche der Profilerhöhungen bedingte gün-
kurzen zur Verfügung stehenden Zeitspanne von wenigen stige Einfallswinkel des Scheinwerferlichtes im allgemeinen
Minuten zwischen dem Zeitpunkt, an welchem die Markie- eine hinreichende Erkennbarkeit der Markierung. Dieser rung nicht mehr klebrig ist, und dem Erreichen eines harten, 30 entscheidende Vorteil wiegt den höheren Preis der speziellen praktisch nicht mehr verformbaren Zustands sehr delikat ist. Glasperlen, die aus Kostengründen mit normalen Glasperlen
Die Profilierung muss also im kurzen Abstand hinter der gemischt sein können, bei weitem auf.
Markierungsmaschine mit der gleichen verhältnismässig Bei der Herstellung der Profilierung wird von der an sich langsamen Geschwindigkeit vorgenommen werden, mit der bekannten, typischen Eigenschaft einer lösungsmittelhal-
markiert wird. Da diese beiden Arbeitsgeschwindigkeiten 35 tigen Dünnschichtmarkierung Gebrauch gemacht, nämlich kaum über längere Zeiten genau aufeinander abstimmbar von der Eigenschaft, dass eine solche Markierung noch eine sind, können im allgemeinen immer nur vergleichsweise Zeitlang nach demjenigen Zeitpunkt, an welchem sie kurze Abschnitte durchgehend markiert werden, die dann befahrbar ist, das heisst beim Überfahren nicht mehr klebt sofort profiliert werden müssen, wobei zur Profilierung in oder verschmiert, durch einen geeignet bemessenen Druck der Regel eine abschnittsweise versetzte spezielle Form ver- 40 bleibend verformt werden kann. Die den Zeitpunkt der wendet wird. Aus diesen Gründen ist die Profilierung von Befahrbarkeit bestimmende Trocknungszeit beträgt,
Dickschichtmarkierungen zeitraubend und kostspielig und abhängig von der Zusammensetzung der Markierungsmasse,
daher nicht sehr rationell. Ferner kann die Tagessichtbarkeit der Nassfilmstärke, der Temperatur und der Luftfeuchtig-
der profilierten Markierung, da starke Profilierungen für keit, im allgemeinen zwischen 15 Minuten und einer Stunde;
Staub und Verunreinigungen besonders anfällig sind, herab- 45 bis zur vollständigen Aushärtung, nach welcher praktisch gesetzt werden. Durch den erforderlichen Winterdienst keine bleibende Verformung mehr möglich ist, vergehen im werden ausserdem starke Profilierungen besonders rasch allgemeinen mehrere Stunden.
abgerieben und zerstört. Vor allem aber ist eine einwandfreie Derartige handelsübliche Markierungsmassen, welche
Nachmarkierung, also das Nachziehen einer profilierten nach dem Zeitpunkt ihrer Befahrbarkeit noch eine verhält-
Dickschichtmarkierung, praktisch nicht möglich, so dass so nismässig lange Zeit plastisch verformbar sind, sind zum Bei-
auch der Unterhalt derartiger profilierter Dickschichtmar- spiel unter dem Handelsnamen Plastiroute bekannt und ver-
kierungen sehr erschwert und verteuert wird. danken diese Eigenschaft ihrer besonderen Zusammenset-
Trotz der oben erwähnten Nachteile haben sich alle bisher zung. Diese Einkomponenten-Markierungsmasse enthält bekannten Vorschläge und Versuche, Fahrbahnmarkie- ausser Pigmenten ein Bindemittel auf Polyvinylbasis, einen rungen zur Erhöhung der Nachtsichtbarkeit bei Regen zu ss hochpolymeren Weichmacher, welcher lange plastifizierend profilieren, auf Dickschichtmarkierungen beschränkt, weil wirkt, Ketonharze, Füllstoffe in Form von Karbonaten und man der Ansicht war, eine Profilierung von Dünnschicht- Silikaten sowie als Lösungsmittel Ketone und Aromate,
markierungen könne wegen der in diesem Falle nur ver- Zweckmässige Ausgestaltungen des Verfahrens nach der gleichsweise geringen erzeugbaren Profilhöhen keinerlei Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen,
signifikante Verbesserungen ergeben. Daher wurde eine Pro- 60 Wenn das Oberflächenprofil gemäss Patentanspruch 6 ausge-
filierung von Dünnschichtmarkierungen zum Zwecke einer bildet und durch Abrollen eines Gummireifens, dessen
Erhöhung der Nachtsichtbarkeit bei Nässe bisher noch nie in Lauffläche mit entsprechend profilierten Nuten versehen ist,
Erwägung gezogen. hergestellt wird, dann schieben die zwischen den Nuten
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Kombi- befindlichen, glatten Laufflächenabschnitte, solange sie auf nation von an sich bekannten Merkmalen und Verfahrens- 65 der Farbspur abrollen, einen Teil der Markierungsmasse -
schritten eine Dünnschicht-Strassenmarkierung zu schaffen, unter leichter Verringerung der aufgetragenen Schichtdicke welche eine überraschend gute Nachtsichtbarkeit bei Nässe und unter Anhäufung einer vor der Berührungsstelle des Rei-
aufweist und die mit geringem Aufwand und rationell her- fens fortschreitenden wellenförmigen Erhebung der Markie-
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rungsmasse - vor sich her, bis diese angehäufte Markierungsmasse jeweils in die folgende Nut eingeformt und eingepresst wird. Wenn also die glatten Laufflächenabschnitte zwischen aufeinanderfolgenden Nuten hinreichend lang sind, das heisst der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Erhöhungen des Oberflächenprofils gross genug ist und beispielsweise zwischen 10 und 30 cm beträgt, dann lassen sich Ober-flächenprofile mit einer Profilhöhe erzeugen, die grösser als die Trockenfilmstärke ist. So können sich insbesondere bei Markierungen mit einer Trockenfilmstärke von etwa 0,4 mm die erhabenen linienförmigen Profile um 0,8 bis 1,0 mm und bei grösseren Trockenfilmstärken um 1,0 bis 2,0 mm über das Niveau der übrigen Markierung erheben.
Besonders interessant ist das erfindungsgemässe Verfahren bei der Nachmarkierung abgefahrener Farblinien, wenn die verwendete Markierungsmasse, wie im Falle der bereits erwähnten Plastiroute-Markierungsprodukte und auch anderer handelsüblicher Markierungsmassen, ein Bindemittel enthält, dessen Erhärtung reversibel ist, so dass die alte harte Farbspur an ihrer Oberfläche durch die Einwirkung des Lösungsmittels der frischgezogenen Markierung wieder weich und verformbar wird. Bei der Profilierung einer nachgezogenen Markierung wird daher nicht nur die frische Farbspur, sondern auch noch der Oberflächenbereich der darunterliegenden alten Farbspur verformt, so dass sich nunmehr Profilhöhen erzeugen lassen, die noch grösser sind als die beim erstmaligen Herstellen einer neuen Spur erhaltenen. Wenn beispielsweise die alte nachzumarkierende Farbspur eine Trockenfilmstärke von ungefähr 1 mm hat und die bei der Nachmarkierung darauf aufgetragene frische Farbspur nur 0,4 bis 0,5 mm Trockenfilmstärke aufweist, dann lassen sich Profilhöhen von bis zu etwa 2,5 mm herstellen.
Dünnschichtmarkierungen haben im allgemeinen eine Trocknungszeit von 20 bis 40 Minuten, bei sehr grossen Nassfilmstärken von 1,0 bis 1,5 mm auch bis zu 60 Minuten, und härten erst nach einigen Stunden vollständig aus. Daher hat man bei der Herstellung profilierter Markierungen genügend Zeit, zunächst vorzugsweise eine lange Strecke von beispielsweise 5 bis 8 Kilometern in einem Arbeitsgang zu markieren und mit Glasperlen zu belegen, wozu man bei Markierungsgeschwindigkeiten von im allgemeinen 5 bis 8 km/h etwa 1 Stunde benötigt, und dann erst den ganzen langen, neugezogenen Markierungsabschnitt in einem weiteren durchgehenden Arbeitsgang mit einem Oberflächenprofil zu versehen, wozu vorzugsweise ein geeignetes Fahrzeug benützt wird, dessen eines Rad mit seinem entsprechend profilierten Gummireifen auf der Markierung abrollt. Dabei kann natürlich - völlig unabhängig von der Markierungsgeschwindigkeit - mit der maximal möglichen Profilierungsgeschwin-digkeit von im allgemeinen 10 bis 30 km/h gefahren werden. Diese Möglichkeit, vergleichsweise lange Strassenabschnitte in einem durchgehenden Arbeitsgang zu markieren und dann in einem weiteren durchgehenden Arbeitsgang zu profilieren, erlaubt eine rasche und rationelle Durchführung der erforderlichen Arbeiten.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist insbesondere dazu bestimmt, Fahrbahnbegrenzungslinien auf Autobahnen und anderen Autostrassen herzustellen, weil nämlich die Begrenzungslinien, deren gute Erkennbarkeit bei Nacht und Nässe besonders wichtig ist, sich ausserhalb der Fahrbahnspur befinden und daher bei Regenwetter meistens länger nass und mit Wasser bedeckt sind. Aufgrund der nur niedrigen Profilhöhen kann andererseits das Verfahren nach der Erfindung jedoch auch dazu verwendet werden, Mittellinien bzw. Leit- und Warnlinien herzustellen.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine profilierte Markierungslinie nach der Erfindung,
Fig. 2 eine schematische perspektivische Seitenansicht der Markierungslinie nach Figur 1 und s Fig. 3 die schematische Teilansicht eines Gummireifens bzw. Autoreifens, dessen Lauffläche mit den Profilen nach den Figuren 1 und 2 entsprechenden Nuten versehen und zur Herstellung der Profilierung geeignet ist.
io Zur Herstellung der Markierung nach den Figuren 1 und 2 wird zunächst in bekannter Weise eine Markierungslinie 2 in Form einer Dünnschichtmarkierung aus einer lösungsmittel-haltigen Markierungsmasse auf der Strassendecke 1 gezogen, was mittels einer auf einem Markierungsfahrzeug instal-15 Herten Spritzpistole unter Verwendung von Druckluft oder gegebenenfalls auch mittels einer auf einem Handmarkierungswagen befestigten, die Markierungsmasse enthaltenden Sprühdose geschehen kann. Unmittelbar danach werden in bekannterWeise auf die frische Farbspur Markierungsgla-20 sperlen aufgestreut, wobei jedoch spezielle Glasperlen verwendet werden, die eine Floatation-Behandlung zur Verringerung ihrer Einsinktiefe erfahren haben und von denen ein bestimmter Prozentsatz zur Steigerung der Retroreflexion einen Brechungsindex von etwa 1,9 hat, während die übrigen 25 den normalen Brechungsindex von 1,5 bis 1,53 haben. Der Anteil der Glasperlen mit hohem Brechungsindex, der allgemein zwischen etwa 1,9 und 2,0 liegen kann, beträgt zweckmässigerweise zwischen 30% und 70%, vorzugsweise etwa 50%, und wird den jeweiligen Bedingungen bzw. Wünschen 30 entsprechend gewählt. Im Prinzip können natürlich ausschliesslich Glasperlen mit hoher Brechung verwendet werden; da diese jedoch teurer als normal brechende Glasperlen sind, ist ein Gemisch kostengünstiger, wobei im allgemeinen auch ein solches Gemisch aus hoch und normal 35 brechenden Glasperlen eine überraschende Verbesserung der Retroreflexion liefert.
Während die verwendeten Glasperlen mit hoher Brechung stets gleichzeitig auch Floatationsperlen sein müssen, ist es nicht erforderlich, dass auch die in der benutzten Mischung 40 vorhandenen, normal brechenden Glasperlen einer Floatation-Behandlung unterzogen wurden ; alle oder ein Teil der normal brechenden Glasperlen können übliche, unbehandelte Perlen sein. Allerdings sind Floatationsperlen nur wenig teurer, so dass im allgemeinen zweckmässigerweise die 45 ganze Mischung aus Floatationsperlen besteht. Menge und Grössenverteilung der Glasperlen entsprechen den üblichen Vorschriften.
Die Auftragung der Markierungsmasse erfolgt beispielsweise mit einer Nassfilmstärke von 0,6 mm, was nach der so Trocknung, also nach der Verdunstung des Lösungsmittels, eine Trockenfilmstärke von beispielsweise 0,38 mm ergibt. Die Trocknungszeit, nach deren Ablauf die Markierung ohne die Gefahr einer Beschädigung oder Verschmierung befahrbar ist, beträgt bei Anwendung einer unter dem Han-55 delsnamen «Plastiroute» bekannten Markierungsmasse, wenn die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch ist, zwischen 20 und 30 Minuten. Vom Zeitpunkt der Befahrbarkeit bis zur vollständigen Aushärtung bleibt die Markierungsmasse noch plastisch verformbar. Erst nach der vollständigen Härtung, 60 bis zu welcher eine Zeitspanne von mehreren Stunden, insbesondere von drei bis fünf Stunden vergeht, kann die Markierung praktisch nicht mehr bleibend verformt werden.
In einem weiteren Arbeitsgang wird dann, nach dem Ablauf der Trocknungszeit und vor der vollständigen Aus-65 härtung, beginnend also frühestens etwa 30 Minuten nach der Auftragung, die Oberfläche der Markierungslinie 2 in gewünschterWeise profiliert. Im betrachteten Beispiel besteht das Oberflächenprofil aus schräg zur Fahrbahn ver-
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laufenden, linienförmigen Erhöhungen 3, die einen nach oben sich verjüngenden, ungefähr trapezförmigen Querschnitt mit einer mittleren Breite von etwa 1 bis 3 mm aufweisen und einen Abstand von etwa 20 cm voneinander haben. Zur Herstellung dieser Profilierung kann vorzugsweise ein Fahrzeug mit einem entsprechend profilierten Gummireifen 4 verwendet werden, auf dessen Lauffläche die den Erhöhungen 3 entsprechenden Nuten 5 vorgesehen sind und den man während der Fahrt auf der Markierungslinie 2 abrollen lässt. Dabei ist der Anpressdruck des Reifens bzw. das auf die betreffende Radachse wirkende Fahrzeuggewicht entsprechend zu bemessen. Beim Abrollen der zwischen benachbarten Nuten 5 befindlichen Laufflächenabschnitte 4 wird die verformbare Markierungsmasse unter Bildung einer grösser werdenden wellenförmigen Erhöhung vorgeschoben, bis sie von der folgenden Nut 5 überdeckt und daher in diese eingepresst wird. Auf diese Weise steht für jede mit der Markierungslinie in Berührung kommende Nut 5 genügend Markierungsmasse zur Verfügung, um diese Nut auszufüllen und so die linienförmigen Erhöhungen 3 zu bilden, deren Profilhöhe grösser sein kann als die Trockenfilmstärke der übrigen Markierungslinie 2. Im betrachteten Beispiel beträgt die Profilhöhe, also die das Niveau der übrigen Markierungslinie 2 überragende Höhe der Profilerhöhung 3, ungefähr 0,8 mm bis 1 mm.
Das in Figur 2 angedeutete trapezförmige Profil der Erhöhungen 3 hat in der Praxis natürlich mehr oder weniger abgerundete Kanten. Es können auch etwa dreieckförmige oder bogenförmige Profile gewählt werden, wichtig ist die Erzeugung von Profilflächenabschnitten, die möglichst steil, vorzugsweise etwa senkrecht zum einfallenden Autoscheinwerferlicht liegen, damit wegen des geringen oder verschwindenden Einfallswinkels gerade auch die normale spiegelnde Reflexion zur Retroreflexion beiträgt.
Es hat sich gezeigt, dass eine so hergestellte profilierte Markierungslinie eine gute Nachtsichtbarkeit bei Nässe hat, da die aus den steil orientierten Flächen der Erhöhungen 3 herausragenden Glasperlen aufgrund ihrer hohen Brechung auch bei Regen eine gute Retroreflexion aufweisen. Innerhalb der grossen flachen Bereiche zwischen den Erhöhungen 3 kann das Regenwasser rasch ablaufen, so dass die Erhöhungen 3 praktisch niemals oder allenfalls unter ganz ungünstigen Bedingungen nur kurzfristig vollständig von Wasser überspült werden, wobei selbst dann noch wegen des günstigen Einfallswinkels eine optimale Retroreflexion auftritt. Auch hat sich erwiesen, dass eine genügende Anzahl von Glasperlen beim Aufstreuen nur so weit in die Markierungsmasse einsinkt, dass ihr herausragendes Kugelsegment zur Erzeugung einer guten Retroreflexion gross genug ist. Andererseits werden die Glasperlen durch das anschliessende Überrollen mit dem Gummireifen noch etwas in die Markierungsmasse hineingedrückt, so dass sie gut in dieser haften. Bei der anschliessenden vollständigen Aushärtung erfolgt noch eine geringe Schrumpfung der Markierungsmasse derart, dass sich wenigstens bei einem Teil der an der Oberfläche befindlichen Perlen die Grösse des herausragenden Segmentes etwas erhöht. Die auf dem steilen, einem ankommenden Fahrzeug zugewandten Oberflächenabschnitt der Erhöhungen 3 befindlichen Glasperlen sind ausserdem aufgrund dieser Lage vor einer zu starken Beanspruchung, welche sie aus der Markierungsmasse herausreissen könnte, ziemlich geschützt, so dass die wegen des günstigen Einfallswinkels optimale Retroreflexionsfähigkeit gerade dieser steil orientierten Oberflächenabschnitte eine hohe s Lebensdauer hat.
Allgemein kann die Nassfilmstärke von Dünnschichtmarkierungen, die sich zur Herstellung profilierter Markierungslinien nach der Erfindung eignen, zwischen etwa 0,35 mm und 1,5 mm liegen, was Trockenfilmstärken von etwa 0,2 io mm bis 1,0 mm entspricht. Die hierbei beim erstmaligen Ziehen einer neuen Farbspur erzielbaren Profilhöhen können zwischen etwa 0,5 und 2,0 mm, vorzugsweise zwischen 0,8 und 1,5 mm liegen.
Beim Nachziehen einer teilweise abgefahrenen Markie-15 rung lassen sich, da - wie erwähnt - der Oberflächenbereich der alten Markierungslinie durch das Lösungsmittel der neu aufgebrachten Markierungsmasse wieder stark gelöst und daher weich wird, bei Anwendung eines hinreichenden Drucks noch grössere Profilhöhen erzielen, weil sich ja die 20 weichgewordene Oberfläche der alten Markierung mitver-formen kann. In diesem Falle können Profilhöhen zwischen etwa 0,5 und 3,0 mm, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 mm hergestellt werden. Wenn die alte, zu erneuernde Farblinie, die ihrerseits natürlich bereits ein oder mehrere Male 25 erneuert worden sein kann, eine Trockenfilmstärke von ungefähr 1 mm hat und die Trockenfilmstärke der neu aufgebrachten Markierungslinie ungefähr 0,4 mm beträgt, dann lassen sich ohne weiteres bereits Profilhöhen von ungefähr 2 mm bis 2,5 mm formen.
30 Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern lässt hinsichtlich der Gestalt und der Geometrie der erzeugten Oberflächenprofile sowie der Art ihrer Herstellung mannigfache Varianten zu. Verschiedene derartige Oberflächenprofile und Vorrichtungen 35 zu ihrer Herstellung sind in der DE-OS 1 534 209 des gleichen Anmelders beschrieben. Insbesondere können die Abstände zwischen den Erhöhungen 3 nach den Figuren 1 und 2 beliebig, vorzugsweise zwischen 10 und 30 cm, gewählt werden, und ebenso können auch die Querschnitte und die 40 Breiten der erhabenen Profilbereiche unterschiedlich sein. Ferner kann das Oberflächenprofil aus abwechselnden erhabenen und vertieften Bereichen mit in Fahrtrichtung ungefähr gleichen Abmessungen bestehen. Gegebenenfalls können in die Markierungslinie auch in grösseren Abständen 45 Vertiefungen eingepresst werden, deren Querschnittsbreite kleiner als der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Vertiefungen ist. Alle diese möglichen Oberflächenprofile lassen sich mit einem entsprechend profilierten Autoreifen auf einfache Weise erzeugen.
so Vorzugsweise wird die Oberflächenprofilierung j edoch so gewählt, dass möglichst viele Oberflächenbereiche wenigstens näherungsweise senkrecht zur Einfallsrichtung des Scheinwerferlichts orientiert sind und bereits aus grösserer Entfernung von diesem bestrahlt werden und dass das 55 Wasser zwischen den Erhöhungen gut ablaufen kann ; auf den Erhöhungen soll sich möglichst kein Wasser ansammeln können, so dass diese Erhöhungen zweckmässigerweise hinreichend schmal sein und ihre mittleren Breiten nicht mehr als maximal 10 mm, vorzugsweise 1 mm bis 5 mm, betragen 60 sollten.
B
1 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

673044 PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zum Herstellen oder Nachziehen einer Horizontalmarkierung auf Strassen, insbesondere von Begren-zungs-, Leit- und Warnlinien, wonach eine Farbspur aus einer lösungsmittelhaltigen Markierungsmasse als Dünnschichtmarkierung, welche nach Ablauf der ihre Befahrbarkeit bestimmenden Trocknungszeit noch für längere Zeit plastisch verformbar bleibt, aufgetragen und auf diese Farbspur Glasperlen aufgestreut werden, von denen wenigstens ein Anteil eine Oberflächenbehandlung zur Verringerung ihrer Einsinktiefe, eine sogenannte Floatation-Behandlung, erfahren hat, dadurch gekennzeichnet, dass oberflächenbehandelte Glasperlen verwendet werden, von denen wenigstens ein Anteil einen Brechungsindex von 1,9 bis 2,0 aufweist, und dass nach der Trocknungszeit und vor vollständiger Härtung der Markierungsmasse die Farbspur durch Einpressen eines Oberflächenprofils verformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Glasperlenmischung verwendet wird, die 30% bis 70%, vorzugsweise 50%, oberflächenbehandelte Glasperlen mit einem Brechungsindex von 1,9 bis 2,0 und als Rest normal brechende Glasperlen mit oder ohne Oberflächenbehandlung enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ziehen einer neuen Farbspur ein Oberflächenprofil mit einer Profilhöhe zwischen 0,5 und 2,0 mm, vorzugsweise 0,8 und 1,5 mm, hergestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Nachziehen einer Farbspur unter Verwendung einer Markierungsmasse mit einem Bindemittel, dessen Trocknung reversibel ist, ein Oberflächenprofil mit einer Profilhöhe zwischen 0,5 und 3,0 mm, vorzugsweise 1,0 und 2,0 mm, hergestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Oberflächenprofil aus schräg oder quer zur Fahrbahn verlaufenden, linien- oder streifenförmigen Erhöhungen hergestellt wird, deren Abstände voneinander grösser als die mittlere Breite dieser Erhöhungen sind und vorzugsweise ein Vielfaches dieser mittleren Breite betragen.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Erhöhungen mit einer mittleren Breite von 1 mm bis 10 mm, vorzugsweise bis 5 mm, in Abständen von 10 cm bis 30 cm hergestellt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Oberflächenprofil mit wenigstens näherungsweise senkrecht zum einfallenden Licht eines Autoscheinwerfers orientierten Oberflächenbereichen, insbesondere aus im Querschnitt trapezförmigen, dreieckför-migen oder abgerundeten Erhöhungen, hergestellt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberflächenprofil durch Überfahren der Farbspur mit einem entsprechend profilierten Gummireifen hergestellt wird.
9. Nach einem der Ansprüche 1 bis 8 hergestellte Horizontalmarkierung mit Oberflächenprofil.
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