PATENTANSPRUCH Lärmschutzabdeckung für Landverkehrswege mit mindestens zwei durch einen nicht befahrbaren Trennstreifen getrennten Fahrbahnen, die Abdeckelemente aufweist, die an quer zum Verkehrsweg verlaufenden Tragelementen befestigt sind, wobei die Abdeckelemente jeweils über der Fahrbahn einen geschlossenen und jeweils über dem Bereich neben der Fahrbahn einen offenen Bereich bilden, in dem sie als längs zur Fahrbahn verlaufende, schräg nach oben zur Fahrbahnmitte gerichtete Lamellen ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragelemente den Verkehrsweg ohne eine Zwischenunterstützung überspannen, und dass über dem Trennstreifen (12) zwischen den gegeneinander geneigten Lamellen (2") eine vertikale Lamelle (14) angeordnet ist, die mit Abstand über dem Trennstreifen (12) endet und sich so weit nach unten erstreckt, dass die im Bereich der Fahrbahnen (4,4') entstehenden Schallwellen (5) nicht ohne Beugung oder Reflexion nach oben aus dem offenen Bereich über dem Trennstreifen (12) austreten können.
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzabdeckung für Landverkehrswege nach dem Oberbegriff des Patentanspruches. Eine derartige Lärmschutzabdeckung ist durch die Zeitschrift «Strasse und Autobahn», Heft 9,1980, Seiten 396 bis 400 bekannt Bei dieser Lärmschutzabdeckung sind Abdeckelemente vorgesehen, die jeweils über dem Bereich neben der Fahrbahn, d.h. über den Seitenstreifen und dem Trennstreifen, einen offenen Bereich bilden. Sie sind in diesem Bereich als längs zur Fahrbahn verlaufende Lamellen ausgebildet, die schräg nach oben zur jeweiligen Fahrbahnmitte gerichtet sind. Auf Grund dieser Ausbildung und einer auf dem Trennstreifen angeordneten Mittelwand können im Bereich der Fahrbahnen entstehende Schallwellen nicht ohne Beugung oder Reflexion nach oben aus der Lärmschutzabdek-kung austreten. Die durch die Lamellen gebildeten offenen Randbereiche haben ausser der Schallpegelminderung noch die Aufgabe, eine blendfreie Belichtung der Fahrbahn mit Tageslicht sowie den Austritt von Abgasen und damit eine Belüftung zu ermöglichen. Belichtung und Belüftung sind ausserordentlich wichtig, um die Betriebskosten bei der durch die Abdeckung bezweckten Lärmschutzmassnahmen gering zu halten. Durch die Mittelwand und die geneigten Lamellen ergibt sich bezüglich der Belichtung infolge Reflexion an der Wand, die eine helle Oberfläche aufweist, eine blendfreie und kontrastarme Belichtung der Fahrbahn. Die Wand halbiert in günstiger Weise die sonst sich infolge der grossen Strassenbreite erbegende grosse Stützweite der Tragelemente der Abdeckung.
Bei näherer Untersuchung bringt die Wand in der Mitte allerdings einige gravierende Nachteile mit sich. Eine solche Wand muss aussergewöhnlich kräftig ausgebildet sein, da sie für den Lastfall «FahrzeuganpraU» berechnet werden muss. Da die Abdeckung im allgemeinen nicht schon beim Bau des Verkehrsweges, sondern fast immer erst später vorgenommen wird, ist der Bau der Mittelwand mit starken Verkehrsbehinderungen verbunden.
Durch die kräftige Ausfuhrung der Mittelwand und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen bei der nachträglichen Herstellung der Lärmschutzabdeckung entstehen sehr hohe Kosten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lärmschutz-5 abdeckung für Landverkehrswege gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches zu schaffen, mit der sich ebenfalls eine blendfreie und konstrastarme Belichtung der Fahrbahnen und eine gute Schallschutzwirkkung ergibt, die aber ausserdem über einem bereits bestehenden Verkehrsweg auf eine den Verkehr weniger to behindernde Weise errichtet werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Tragelemente den Verkehrsweg ohne eine Zwischenunterstützung überspannen, und dass über dem Trennstreifen zwischen den gegeneinander geneigten Lamellen eine vertikale Lamelle angeordnet ist, die mit '5 Abstand über dem Trennstreifen endet und sich so weit nach unten erstreckt, dass die im Bereich der Fahrbahnen entstehenden Schallwellen nicht ohne Beugung oder Reflexion nach oben aus dem offenen Bereich über dem Trennstreifen austreten können.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Lärmschutzab-20 deckung bleibt der Vorteil erhalten, dass sich ein kontinuierlicher Luftaustausch zwischen Innenraum und Umgebung und ein indirekter Einfall von Aussenlicht auf die lückenlos abgedeckten Fahrbahnen ergibt, die vor Niederschlägen, die besonders im Winter die Fahrsicherheit beeinträchtigen können, geschützt sind. 25 Der zusätzliche Vorteil der Erfindung liegt darin, dass durch die sich nach unten erstreckende vertikale Lamelle eine Mittelwand entbehrlich ist, aber trotzdem jede der beiden Fahrbahnen, bei unverminderter Schallpegelminderung durch die Lärmschutzabdeckung, eine Belichtung und Belüftung erhält, die derjenigen 30 bei Anwendung einer Mittelwand etwa gleichkommt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert
Die Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch einen Landverkehrsweg, z. B. eine Autobahn. Der Verkehrsweg hat zwei Fahr-35 bahnen 4 und 4', die durch einen nicht befahrbaren Trennstreifen 12 getrennt sind.
Über dem Verkehrsweg befindet sich eine Lärmschutzabdek-kung mit Abdeckelementen 2'. Die Abdeckelemente 2' bilden über den Fahrbahnen 4 und 4' geschlossene Bereiche. Über den 40 Seitenstreifen und dem Trennstreifen 12 sind als Abdeckelemente Lamellen 2" vorgesehen. Zwischen den Lamellen der mittleren Bereiche 13 und 13' ist eine vertikale Lamelle 14 angeordnet, die sich so weit nach unten erstreckt, dass die im Bereich der Fahrbahnen 4 und 4' entstehenden Schallwellen 5 über dem Trenn-45 streifen 12 nicht ohne Beugung oder Reflexion an der vertikalen Lamelle 14 oder an den zu der betreffenden Fahrbahnmitte hin schräg ansteigenden Lamellen ins Freie gelangen können.
Bei der Lärmschutzabdeckung handelt es sich um eine leichte Konstruktion, bei der die Abdeckelemente 2' und 2" in Fahr-50 bahnlängsrichtung spannen und auf quer den Landverkehrsweg stützenfrei überspannenden, als Tragelemente dienenden Trägern 15 oder Rahmen aufgelagert sind. Bei der dargestellten wirtschaftlichen Form handelt es sich um einen dachförmigen Träger 15, der mit einem Zugband 16 unterspannt ist, das zweckmäs-55 sigerweise in der Mitte von der vertikalen Lamelle 14 getragen wird und diese seitlich abstützt.
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1 Blatt Zeichnungen