CH673470A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abtragen des Gutes von in Reihe aufgestellten Ballen aus Spinngut, insbesondere Baumwolle oder synthetischem Fasermaterial, bei der ein längs der Ballenreihe verfahrbarer Turm einen quer zur Bewegungsrichtung sich erstreckenden Ausleger aufweist. Das Gehäuse des Auslegers enthält eine aus Fräswalzen gebildete Öffnervorrichtung, wobei die abgetragenen Flocken durch das Gehäuse innerhalb des Turmes pneumatisch mittels Saugzug abgefordert werden.
Eine solche Antragevorrichtung ist beispielsweise durch die DE-OS 33 34 222 bekannt. Hierbei geht es darum, die Absauglei-stung der Öffnungsvorrichtung von der Genauigkeit der aufgestellten Faserballen in einer Reihe unabhängig zu machen. An der Luftabführungsseite des Gehäuses des Auslegers ist eine in das Gehäuse hineinragende Luftleitfläche oberhalb der Fräsvorrichtung und unterhalb des Absaugsstutzens an der Stirnwand des Gehäuses angeordnet. Auf diese Weise können die von den Faserballen gelösten Fasern oder Flocken auch an den dem Turm zugekehrten Enden der Fräsvorrichtung intensiv abgesaugt werden, auch wenn die Faserballen etwas aus der Reihe stehen.
Die Luftführungn in dem die Fräsvorrichtung enthaltenden Gehäuse des Auslegers ist bei der pneumatischen Absaugung der gelösten Fasern oder Hocken bisher von Störeinflüssen nicht frei. Dies gilt nicht nur für den Saugzug selbst, der die Fasern oder s Hocken befördert In dem Auslegergehäuse befindet sich auch die Antriebsvorrichtung für die Fräsvorrichtung. Auch diese bedarf einer besonderen Luftführung, um ein Optimum an Leistung erzielen zu können, wobei es darauf ankommt, das Entstehen von Falschluft möglichst zu vermeiden bzw. die Falschluft in gewisser io Weise nutzbar machen zu können.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Abtragevorrichtung der anfangs genannten Art zu schaffen, bei der der Absaugebetrieb in dem Auslegergehäuse besonders wirksam gestaltet wird und zugleich eine die Antriebsvorrichtung leistungsmässig verbes-15 sernde Lüftungsanordnung ermöglicht ist. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Auslegergehäuse in der Längsmittenebene einen die Fräsvorrichtung nach oben abdeckenden und zum Turm ansteigenden Abführkanal aufweist, dass seitlich des Abfuhrkanals die Antriebsvorrichtung für die Fräsvorrichtung in 20 einem nach unten abgeschlossenen Raum angeordnet ist, und dass eine Luftzuführung in das Gebäude oberhalb der Antriebsvorrichtung und eine Weiterführung der Luft bis zu dem Abführkanal am vorderen Gehäusende vorgesehen ist.
Durch eine solche Ausbildung und besondere Gestaltung des 25 Auslegergehäuses in bezug auf die Saugluftführung zum Abfördern der gelösten Fasern und dergleichen und zugleich auf die Lüftung der benachbarten Räume zu dem Saugzugkanal, die für die Unterbringung der notwendigen Antriebsvorrichtungen dienen, lassen sich die durch den Abtragebetrieb ergebenden Luft-30 Verhältnisse gezielt so steuern, dass sie für den Abtragebetrieb luftmässig und auch antriebsmässig mindestens zum Teil nutzbar gemacht werden können. Dort, wo Falschluft nicht gänzlich vermieden werden kann, wird der Falschluftstrom bei Verbesserung des Saugzuges zwangsgeführt. Die Falschluft wird zur Kühlung 35 des Gehäuses und der umlaufenden Teile mit eingesetzt. Durch die Anordnung der Antriebsvorrichtung in einem geschlossenen kanalartigen Raum mit Lüftung lässt sich die Umgebung der Antriebsvorrichtung verhältnismässig kühl halten. Es ist dafür gesorgt, dass ein Luftstau innerhalb des Gehäuses nicht entstehen 40 kann. Durch zwangsweises Abführen der erwärmten Luft und Hinzufügen von Frischluft wird eine zusätzliche Kühlung der Antriebsvorrichtung erreicht und somit zur indirekten Steigerung der Leistung beigetragen. Die Innenräume des Auslegergehäuses lassen sich ferner von unerwünschtem Faserflug und damit Ver-45 schmutzungen weitgehend freihalten.
Zweckmässig ist die Gehäuseoberwand nahe der Befestigungsseite des Gehäuses an dem Turm mit Lufteintrittsöffnungen versehen. Hierbei kann der Lufteintritt mittels einer einstellbaren Klappe manuell oder durch eine Druckkontrolle geregelt werden, 50 so dass für eine Optimierung der Luftzufuhr gesorgt werden kann.
Weiterhin kann an der Vorderseite des Gehäuses eine Luftführung zur Verbindung der Seitenräume des Abführkanals mit diesem vorgesehen sein, wobei das Gehäuse am freien Ende mit einer Luftführungshaube ausgestattet sein kann. Auf diese Weise 55 ist die Luftführung längs des Auslegergehäuses und ausserhalb des Abführkanals für die gelösten Fasern und dergleichen automatisch an den Saugzug angeschlossen, wobei diese Luft die Aufgabe der Kühlung der Antriebsvorrichtung zwangweise mit erfüllt.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung lässt sich die 60 Produktionsleistung der Antriebsvorrichtung ausser durch Kühlhalten noch durch die Kopplung der Antriebsvorrichtung mit der aus zwei Antriebswalzen bestehenden Antriebsvorrichtung steigern, indem die Antriebsvorrichtung aus einem Motor für die beiden gegenläufig zueinander umlaufenden Fräswalzen besteht. 65 Hierbei kann der gemeinsame Motor die eine Fräswalze antreiben, wobei der Antrieb der anderen Fräswalze von der ersteren Fräswalze über geeignete Übertragungsglieder, z. B. Riementrieb oder dergleichen, abgeleitet ist. Der gemeinsame Motor kann
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auch beide Fräswalzen über je ein Übertragungsglied direkt antreiben. Es hat sich gezeigt, dass bei unterschiedlicher Belastung der Fräswalzen je nach Arbeitsrichtung der Motornutzeffekt höher liegt, als wenn jede Fräswalze für sich mit einem eigenen Motor ausgestattet ist.
Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfuhrungsbeispiels nachstehend erläutert.
Figur 1 zeigt eine Ausführungsform der Abtragevorrichtung für Faserballen gemäss der Erfindung in Ansicht und im Schema.
Figur 2 stellt das Auslegergehäuse für sich in grösserem Massstab und schematisch dar.
Figur 3 ist eine Draufsicht auf das Auslegergehäuse der Figur 2 im Schema.
Figur 4 veranschaulicht einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Figur 2 im Schema.
Die Abtragevorrichtung 1 für in Reihe stehende gepresste Faserballen 4 weist einen Turm 2 auf, der auf Schienen 3 längs der Ballenreihe 4 hin- und hergefahren werden kann. Der Turm ist mit einem Ausleger 5 versehen, der an einer Seite des Turmes 2 mittels eines Flansches 6 befestigt ist. In dem Gehäuse 7 des Auslegers 5 ist eine Fräsvorrichtung untergebracht, die aus zwei Fräs-walzen 8 und 9 besteht, die gegenläufig zur Mitte des Walzenpaares umlaufen und von der oberen Fläche der Ballenreihe 4 Fasern oder Flocken abnehmen und zwischen sich nach oben schleudern. Mittels eines pneumatischen Absaugstromes gelangen die gelösten Fasern und dergleichen durch einen Stutzen 10 in das Innere des Turmes 2, in dem eine Teleskopführung 11 zu einem unteren Absaugkanal 12 führt. Mit fortschreitender Abnahme der Höhe der Pressballen senkt sich der Ausleger 5 entsprechend mit ab.
Das Gehäuse 7 des Auslegers weist in der Längsmittenebene einen Kanal 14 auf, in dem die von den Fräswalzen 8, 9 abgenommenen Fasern, Flocken und dergleichen geschleudert und durch den Saugzug zum Turm hin gefördert werden. Die beiden nebeneinanderliegenden Fräswalzen 8 und 9 sind durch Bleche
15 und 16 abgedeckt, die - im Querschnitt gesehen - der Kontur der Fräswalzen angepasst sind und sich bis kurz vor dem unteren Scheitel der Fräswalzen erstrecken, um soweit wie möglich das Mitreissen von Falschluft zu erschweren. Die Abdeckbleche 15,
16 bilden in der Längsmittenebene des Auslegergehäuses 7 den Saugzugkanal 14, der nach hinten durch die Querwand 17 geschlossen ist. Seitlich der senkrecht verlaufenden Kanalwände 15a und 16a, das heisst des Abführungskanals 14, wird in dem verbleibenden Raum des Auslegergehäuses 7 die Antriebsvorrichtung untergebracht. Als Antriebsvorrichtung für die beiden Fräswalzen 8, 9 dient vorteilhaft ein einziger Motor 19 auf einer Seite des Kanals 14. Der Raum 20, in dem sich die Antriebsvorrichtung 19 befindet, ist nach unten hin durch eine Bodenwand 21 über die ganze Länge des Gehäuses 7 geschlossen. Die Motorwelle 19a ragt durch die dem Turm 2 zugekehrte Abschlusswand 22 zu einer ausserhalb des Gehäuses 7 angeordneten Antriebsscheibe 23, von der der Antrieb zu den Fräswalzen ausserhalb des Gehäuses 7 weitergeführt werden kann.
Der geschlossene Raum 20, in dem sich der Motor 19 befindet, ist mit einem Lufteinlass 25 bzw. einer Luftzuführung versehen. Hierzu können Lufteintrittsöffnungen 26 in der oberen Wand des Gehäuses 7 angeordnet werden, die durch Schieber oder dergleichen mehr oder weniger im Querschnitt verändert werden können. Der Wandteil 27 mit oder ohne Lufteintrittsöffnungen kann auch als Klappe ausgebildet sein, die um Scharniere 28 geschwenkt werden kann. Der ÖfFnungsgrad der Klappe kann manuell oder mittels einer (nicht dargestellten) Kontrollvorrichtung nach Bedarf geregelt werden.
Die Abschlusswand 30 am vorderen freien Ende des Auslegergehäuses 7 ist mit Durchlassöffnungen 31 ausgestattet, so dass die Luft in den Innenraum 32 einer vorgesetzten Haube 33 strömen kann. In der vorderen Abschlusswand 30 des Gehäuses 7 ist ferner ein Durchlass 34 von dem Raum 32 zu dem Absaugkanal 14 vorgesehen, dessen DurchtrittsöfFnungen verlängert werden können, z. B. durch einen Schieber 34a oder dergleichen. Zur Regelung der Luftführung durch Schieber oder dergleichen ist im allgemeinen die Zentralstelle 34, 34a ausreichend. Wenn notwendig, können auch an dem vorderen Teil des Gehäuses 7 in der oberen Gehäusewand Lufteintrittsöffnungen 35 bzw. eine oder mehrere steuerbare Klappen vorgesehen sein, z. B. für einen an der Vorderwand des Gehäuses 7 angeordneten Motor oder dergleichen, der gegebenenfalls noch weitere Teile, z. B. eine Niederhaltevorrichtung für die Ballen oder dergleichen, antreiben kann.
Bei dem dargestellten Beispiel treibt der Antriebsmotor 19 über die Antriebsscheibe 23, einen Riemenantrieb, z. B. Zahnriemen 36, eine Riemenscheibe 37, die Welle 8a der Fräswalze 8 an. Von einer anderen Riemenscheibe erfolgt mittels des Riementriebes 38 und der Umlenkräder 39 und 40 der Antrieb der Fräswalze 9 über die Riemenscheibe 41 und die Welle 9a der Fräswalze 9. Die Teile der Übertragungsvorrichtung 23 und 36 bis 41 befinden sich ausserhalb des geschlossenen Raumes 20 auf der einen Seite des Kanals 14 bzvy. des geschlossenen Raumes 20a auf der anderen Seite des Kanals 14, so dass die Luftführung durch die Übertragungsglieder nicht beeinträchtigt wird.
Durch den Zutritt von Frischluft durch die Öffnungen 25 und/oder 26, wenn gegebenenfalls an dieser Stelle die Anordnung eines Motors notwendig wird, wird die Antriebsvorrichtung 19 von Frischluft umspült, wobei der in dem Kanal 14 in Richtung zum Turm wirkende Saugzug sich bis auf die Öffnungen 25 bzw. 26 zurück auswirkt. Beispielsweise strömt die Frischluft an dem Motor 19 in Richtung der Pfeile 42 bzw. 43 in den Raum 32 der Haube 33 und von dort längs der Pfeile 44 durch die Öffnung 34, die als Gitter oder Sieb ausgebildet sein kann, in den Saugzugkanal 14. Die Antriebsorgane werden also zusätzlich gekühlt. Zugleich ist dafür gesorgt, dass so wenig wie möglich ein Falschluftstrom entstehen kann. Zumindest wird der Falschluftstrom, der bei der Ausbildung des Gehäuses 7 des Auslegers 5 nur gering sein kann, gesteuert geführt und nutzbringend verwertet. Wesentlich ist die Zufuhr der Frischluft durch geschlossene Räume des Auslegergehäuses 7 an der Antriebsvorrichtung oder den Vorrichtungen vorbei mit einer entsprechenden Absaugung durch den Kanal 14. Eine solche gezielte Zwangsführung der Belüftung veranlasst eine zusätzliche Kühlung nicht nur der Motoren selbst, sondern auch des Gehäuses. Beides fuhrt zu einer Steigerung der Produktionsleistung, insbesondere bei dem Antrieb für die Fräswalzen durch nur einen Motor, der naturge-mäss stärker gehalten werden muss als bei einem Einzelantrieb für jede Fräswalze, wobei ein solcher gemeinsamer Motor mehr Wärme erzeugt, die abzuführen ist. Die vorgesehene Luftführung dient gleichzeitig zur Abdrosselung von Falschluft zur Verbesserung der Leistung der Abtragevorrichtung, was sich auf eine Erhöhung der Produktion auswirkt.
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4 Blatt Zeichnunger
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Abtragen des Gutes von in Reihe aufgestellten Ballen aus Spinngut, insbesondere Baumwolle oder synthetischem Fasermaterial und dergleichen, bei der ein längs der Ballenreihe verfahrbarer Turm einen quer zur Bewegungsrichtung desselben sich erstreckenden Ausleger aufweist, dessen Gehäuse eine auf Fräswalzen gebildete ÖfTnervorrichtung enthält, wobei die abgetragenen Hocken durch das Gehäuse innerhalb des Turmes pneumatisch mittels Saugzug abgefördert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) des Auslegers (5) in der Längsmittelebene einen die Fräsvorrichtung (8,9) nach oben abdeckenden und zum Turm (2) ansteigenden Abführungskanal (14) aufweist, dass seitlich des Abführungskanals die Antriebsvorrichtung (19) für die Fräsvorrichtung (8, 9) in einem nach unten abgeschlossenen Raum (20) angeordnet ist, und dass eine Luftzuführung (25,27, 35) in das Gehäuse (7) mindestens oberhalb der Antriebsvorrichtung (19) und eine Weiterfuhrung der Luft bis zu dem Abführungskanal (14) am vorderen Ende des Gehäuses (7) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuse-Oberwand (26) nahe der Befestigungsseite des Gehäuses (7) an dem Turm mit Lufteintrittsöffnungen (25) versehen ist, und dass der Lufteintritt mittels Schieber oder einstellbaren Klappen manuell oder mittels Druckkontrollvorrichtung regelbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vorderseite des Gehäuses (7) eine Luftfüh-rung (44) zur Verbindung der geschlossenen Seitenräume (20, 20a) mit dem Abfuhrungskanal (14) durch Öffnungen (34) und Schieber (34a) vorgesehen ist, wobei das Gehäuse (7) am freien Ende mit einer Luftführungshaube (33) versehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung aus einem gemeinsamen Motor (19) für die beiden gegenläufig zueinander umlaufenden Fräswalzen (8, 9) besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Motor (19) die eine Fräswalze (8) antreibt und der Antrieb der anderen Fräswalze (9) von der ersten Fräswalze (8) durch Übertragungsglieder, z. B. Riementrieb (38), abgeleitet ist.
6. Vorrichtimg nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der gemeinsame Motor (19) jede Fräswalze (8,9) über je ein Übertragungsglied direkt antreibt.
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