CH673640A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für wenigstens einen Kannenteller einer Spinnereivorbereitungsmaschine, der ein Rädergetriebe aufweist, von welchem ein zu dem Kannenteller gehender Riementrieb abgeleitet ist.
Beim Betrieb von Spinnereivorbereitungsmaschinen lassen sich manche Fasermaterialien besser verarbeiten, wenn der Kannenteller und beispielsweise ein Drehteller der Ablegevorrichtung sich im Gleichlauf zueinander bewegen, während für andere Fasermaterialien ein Gegenlauf besser ist. Da normalerweise der Kannenteller und der Drehteller von einem gemeinsamen Motor angetrieben werden, und da der Drehteller in der Regel aufgrund einer asymmetrischen Ausgestaltung im Auslaufbereich eines Zuführkanals nur in einer Drehrichtung betrieben werden kann, sollte zur Realisierung eines derartigen Gegenlaufs oder Gleichlaufs die Drehrichtung des Kannentellers umkehrbar sein. Zu diesem Zweck sind bekannte Spinnereivorbereitungsmaschinen mit einem Antrieb für den Kannenteller versehen, der ein Getriebe enthält, bei welchem zur Drehrichtungsumkehr Räder ausgetauscht werden müssen. Die Drehrichtungsumkehr des Kannentellers ist also bei bekannten Spinnereivorbereitungsmaschinen nur mit Hilfe relativ aufwendiger Montagearbeiten möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Antrieb für einen Kannenteller einer Spinnereivorbereitungsmaschine zu schaffen, bei welchem die Drehrichtung des Kannentellers in einfacherer Weise 5 umkehrbar ist.
Gelöst wird die Aufgabe dadurch, dass bei einem Antrieb der eingangs genannten Art das Rädergetriebe zwei gegensinnig laufende Zahnräder enthält, mit welchen wechselweise ein zu dem Riementrieb führendes Zwischenrad in Eingriff bringbar ist, das m auf einer Halteeinrichtung gelagert ist, die zwischen den zwei Eingriffspositionen verstellbar und in beiden Eingriffspositionen arretierbar ist.
Die Umkehrung der Drehrichtung des Kannentellers ist also erfindungsgemäss durch ein einfaches Verstellen der Halteeinrich-15 tung und damit des Zwischenrads möglich. Aufwendige Montagearbeiten sind nicht erforderlich.
In Ausgestaltung des erfindungsgemässen Antriebs sind das Zwischenrad, das eine Riemenscheibe und ein Zahnrad aulweist, und die beiden gegensinnig laufenden Zahnräder derart relativ 20 zueinander angeordnet, dass in beiden Eingriffspositionen des Zwischenrades die gleiche Riemenlänge für den an das Zwischenrad anschliessenden Riementrieb gegeben ist. Durch diese Massnahme wird gewährleistet, dass sich in beiden Eingriffspositionen dieselbe Antriebsdrehzahl für den Kannenteller und damit die 23 Spinnkanne ergibt.
In weiterer Ausgestaltung des erfindungsgemässen Antriebs ist das Zwischenrad auf einem Schwenkhebel gelagert, der um eine Schwenkachse verschwenkbar ist, die mit Abstand parallel zur Drehachse des Zwischenrads angeordnet ist. Durch die als 30 Schwenkhebel ausgebildete Halteeinrichtung ist es möglich, ein etwa radiales Ausheben des Zwischenrads von den beiden gegensinnig laufenden Zahnrädern aus den beiden jeweiligen Eingriff-spositionen zu erreichen.
In Weiterbildung des erfindungsgemässen Antriebs sind das 35 Zwischenrad und zwei Umlenkscheiben in den Eckpunkten eines Dreiecks angeordnet und bilden einen Zwischenriementrieb, an welchen zu zwei Kannentellern führende Riementriebe angeschlossen sind. Durch diese Massnahme wird der Antrieb zweier Kannenteller sowie deren Drehrichtungsumkehr möglich. 40 Bei einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemässen Antriebs liegt die Drehachse des Zwischenrads in den beiden Eingriffspositionen jeweils in einem Ihaleskreis über einer Verbindungsgeraden zwischen der Schwenkachse des Schwenkhebels und der Achse des jeweiligen Zahnrads. Diese Massnahme 43 bewirkt beim Wechsel der Eingriffspositionen ein nahezu paralleles Ineinandergreifen der Zahnflanken des Zwischenrads und des jeweiligen Zahnrads, wodurch eine schnelle und nur geringe Stellkräfte erfordernde Umschaltung erreicht wird.
Die Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus 50 den abhängigen Ansprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemässen Antriebs, der in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen schematisch dargestellten Drehantrieb für zwei Kannenteller,
55 Fig. 2 die Zahnräder des Drehantriebs der Fig. 1 als Ausschnitt in einem grösseren Massstab bei Gleichlauf von Drehtellern und Kannentellern, Fig. 3 die Zahnräder der Fig. 2, jedoch bei Gegenlauf von Drehteller und Kannenteller und
Fig. 4 einen Schnitt durch die Zahnräder der Fig. 2 entlang 60 der Ebene IV-IV.
In der Fig. 1 ist ein Drehantrieb (10) schematisch dargestellt, mit dessen Hilfe die Drehrichtung zweier Kannenteller (20, 30) einer Spinnereivorbereitungsmaschine, insbesondere einer Strecke, umkehrbar ist. Der Drehantrieb (10) enthält fur den 63 Antrieb der Kannenteller (20, 30) ein Rädergetriebe (14), das mit den beiden Kannentellern (20, 30) über einen Riementrieb gekoppelt ist. Das Rädergetriebe (14) und die Kannenteller (20, 30) sind auf einer horizontalen Grundplatte (12) untergebracht.
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Die Kannenteller (20, 30) sind mit jeweils einer koaxial angeordneten Antriebsscheibe (21, 31) drehfest gekoppelt, wobei die Achsen der Kannenteller (20, 30) und der Antriebsscheiben (21, 31) vertikal angeordnet und in der Grundplatte (12) drehbar gelagert sind. Mit Abstand zu den Kannentellern (20, 30) sind bei dem in der Fig. 1 gezeigten Drehantrieb zwei Umlenkscheiben (24, 34) vorgesehen, die ebenfalls horizontal angeordnet und mittels vertikaler Achsen (25, 35) in der Grundplatte (12) gelagert sind. Die Antriebsscheiben (21, 31) und die Umlenkscheiben (24, 34) sind durch jeweils einen Riemen (23, 33), insbesondere einen Keilriemen, drehfest miteinander gekoppelt. Aufgrund der jeweils gleichen Druchmesser der Antriebsscheiben (21, 31) und der Umlenkscheiben (24, 34), sowie aufgrund der spiegelsymmetrischen Anordnung der Kannenteller (20, 30) und dieser Scheiben sind die Riemen (23, 33) gleich lang.
Etwa mittig zwischen den Kannentellern (20, 30) ist das Rädergetriebe (14) angeordnet. Dieses enthält ein Zahnrad (60) zur Drehrichtungsumkehr und ein Zahnrad (65), das von einem Motor o. dgl. angetrieben ist. Dem Rädergetriebe (14) ist ein Zwischenrad (48) zugeordnet, das mit einem Zahnrad (42) und einer koaxial angeordneten und drehfest verbundenen Scheibe (41) versehen ist. Sämtliche Zahnräder sind horizontal angeordnet und mit Hilfe vertikaler Achsen drehbar gelagert. Das Zahnrad (42) und die Umlenkscheiben (24, 34) bilden die Eckpunkte eines im wesentlichen gleichschenkligen Dreiecks.
Die Scheibe (41) und die Umlenkscheiben (24, 34) sind durch einen Keilriemen (40) drehfest miteinander verbunden und bilden einen Zwischenriementrieb. Das Zahnrad (42) und die Scheibe (41) sind auf eine Drehachse (43) aufgesteckt und mit Hilfe einer in eine Bohrung (46) eingeschraubten Schraube (45) gesichert. Die Längsmittelachse der Drehachse (43) ist in den Fig. 2 bis 4 mit der Bezugsziffer (44) gekennzeichnet.
Die Drehachse (43) ist Teil eines Schwenkhebels (50), der eine Halteeinrichtung flir das Zwischenrad (48) bildet, und steht lotrecht zu dessen Längsachse ab. Auf der der Drehachse (43) abgewandten Seite des Schwenkhebels (50) ist ebenfalls lotrecht zu dessen Längsachse eine Schwenkachse (51) angebracht, deren Längsmittelachse in den Fig. 2 und 3 mit der BezugszifFer (52) gekennzeichnet ist. Die Längsmittelachse (44) der Drehachse (43) und die Längsmittelachse (52) der Schwenkachse (51) sind mit Abstand parallel zueinander angeordnet.
Die Schwenkachse (51) des Schwenkhebels (50) ist in eine Ausnehmung (55) der Grundplatte (12) eingesteckt, so dass der Schwenkhebel (50) und damit das Zahnrad (42) um die Schwenkachse (51) schwenkbar ist. Der Schwenkhebel (50) besitzt zwei nachfolgend noch näher erläuterte Endstellungen, in denen er mit Hilfe einer Schraube (54) fixierbar ist. Zu diesem Zweck ist an dem der Drehachse (43) und der Schwenkachse (51) abgewandten Ende des Schwenkhebels (50) eine Ausnehmung (53) eingebracht, durch die die Schraube (54) hindurchgesteckt und in Bohrungen (57, 58) der Grundplatte (12) eingeschraubt werden kann.
Zwischen den Achsen (25, 35) der Umlenkscheiben (24, 34) befindet sich eine Mittelebene (16), die lotrecht auf einer die Achsen (25, 35) enthaltenden Ebene steht und gleichen Abstand von diesen Achsen (25, 35) hat. Die Schwenkachse (51) des Schwenkhebels (50) liegt in der Mittelebene (16). Bezogen auf die Mittelebene (16) ist der Schwenkhebel (50) nach beiden Seiten um etwa gleiche Winkel schwenkbar. Die Drehachse (43) des Zahnrads
(42) des Zwischenrads (48) ist derart auf dem Schwenkhebel (50) angeordnet, dass in den beiden Eingriffspositionen des Schwenkhebels (50) die Drehachse (43) in einem Ihaleskreis liegt, der über einer Verbindungsgeraden geschlagen ist, die sich von der 5 Schwenkachse (51) des Schwenkhebels (50) zur Achse (61,66) des jeweiligen Zahnrads (60, 65) erstreckt.
Das Zahnrad (60) ist mit Hilfe einer Drehachse (61) in einer Ausnehmung (62) der Grundplatte (12) drehbar gelagert. Das Zahnrad (65) ist mit einer vertikal angeordneten Abtriebswelle 10 (66) drehfest verbunden. Zahnrad (60) und Zahnrad (65) sind ständig in Eingriff und laufen gegensinnig. Für eine etwa gleichbleibende Relativgeschwindigkeit der Austrittsöffnung des Drehtellers zum Kannenteller im Gleich- und im Gegenlauf ist die Anzahl der Zähne der gegensinnig laufenden Zahnräder (60, 65) 15 und damit die Übersetzung im jeweiligen Betriebszustand unterschiedlich.
In den Fig. 2 und 3 sind die beiden Betriebsstellungen des Drehantriebs (10) dargestellt, wobei der in der Fig. 2 dargestellte Zustand beispielsweise einen Gleichlauf der Kannenteller (20, 30) 20 und der Drehteller der Spinnereivorbereitungsmaschine zur Folge hat, während der in der Fig. 3 gezeigte Zustand des Drehantriebs (10) dem Gegenlauf entspricht. In beiden Fig. 2 und 3 ist die Drehrichtung der Abtriebswelle (66) und damit des Zahnrads (65) mit dem Pfeil (70) gekennzeichnet.
25 In der Fig. 2 ist der Schwenkhebel (50) in seine rechte Eingriffsposition geschwenkt und arretiert. Dadurch steht das Zahnrad (42) unter Zwischenschaltung des Zahnrads (60) mit dem Zahnrad (65) in Eingriff. Dies hat zur Folge, dass der Keilriemen (40) die mit dem Pfeil (74) angegebene Laufrichtung erhält. Die 30 Drehrichtungen des Zahnrads (60) und des Zahnrads (65) sind in der Fig. 2 mit den Pfeilen (72, 73) bezeichnet.
In der Fig. 3 ist der Schwenkhebel (50) in seine linke Eingriffsposition geschwenkt und arretiert. Dadurch kämmt das Zahnrad (65) direkt das Zahnrad (42). Dies hat zur Folge, dass 35 der Riemen (40) die in der Fig. 3 mit dem Pfeil (77) gekennzeichnete Laufrichtung erhält. Die Drehrichtung des Zahnrads (42) ist durch den Pfeil (76) gekennzeichnet.
Die Laufrichtung (74) des in der Fig. 2 gezeigten Zustands des Drehantriebs (10) ist der Laufrichtung (77) des Riemens (40) 40 des in der Fig. 3 dargestellten Zustands entgegengesetzt. Damit sind auch die Drehrichtungen der Kannenteller (20, 30) in den beiden genannten Zuständen des Drehantriebs (10) einander entgegengesetzt. Erreicht werden die beiden Zustände dadurch, dass das Zahnrad (42) um die Schwenkachse (51) geschwenkt wird. 45 Dies wird mit Hilfe des Schwenkhebels (50) durchgeführt.
Die Längsmittelachse (44) der Drehachse (43) des Zahnrads (42) und die Längsmittelachse (52) der Schwenkachse (51) des Schwenkhebels (50) sind mit Abstand parallel zueinander angeordnet. Ihr Abstand ist insbesondere an den Druchmesser der 50 Zahnräder des Rädergetriebes (14) angepasst. Des weiteren ist die Lage der Längsmittelachse (52) der Schwenkachse (51) derart auf die Zahnräder abgestimmt, dass in beiden Zuständen des Drehantriebs (10) ein verlustloser und verschleissfreier Eingriff der jeweiligen Zahnräder gewährleistet ist. Schliesslich ist die Lage 55 der Drehachse (42) und der Schwenkachse (51) derart gewählt, dass in beiden Endstellungen des Schwenkhebels (50) eine gleiche Riemenlänge für den Keilriemen (40) gegeben ist.
2 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Antrieb für wenigstens einen Kannenteller einer Spinnereivorbereitungsmaschine, der ein Rädergetriebe aufweist, von welchem ein zu dem Kannenteller gehender Riementrieb abgeleitet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Rädergetriebe (14) zwei gegensinnig laufende Zahnräder (60,65) enthält, mit welchen wechselweise ein zu dem Riementrieb führendes Zwischenrad (48) in Eingriff bringbar ist, das auf einer Halteeinrichtung gelagert ist, die zwischen den zwei Eingriffspositionen verstellbar und in beiden Eingriffspositionen arretierbar ist.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenrad (48), das eine Riemenscheibe (41) und ein Zahnrad (42) aufweist, und die beiden gegensinnig laufenden Zahnräder (60,65) derart relativ zueinander angeordnet sind, dass in beiden Eingriffspositionen des Zwischenrades (48) die gleiche Riemenlänge für den an das Zwischenrad (48) anschliessenden Riementrieb gegeben ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Antrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenrad (48) auf einem Schwenkhebel (50) gelagert ist, der um eine Schwenkachse (51, 52) schwenkbar ist, die mit Abstand parallel zur Drehachse (43,44) des Zwischenrads (48) angeordnet ist.
4. Antrieb nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenrad (48) und zwei Umlenkscheiben (24, 34) in den Eckpunkten eines Dreiecks angeordnet sind und einen Zwischenriementrieb bilden, an welchem zu zwei Kannentellern (20, 30) führende Riementriebe angeschlossen sind.
5. Antrieb nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (51, 52) des Schwenkhebels (50) in einer zwischen den Achsen (25, 35) der Umlenkscheiben (24,34) befindlichen Mittelebene (16) liegt und der Schwenkhebel (50) bezogen auf die Mittelebene (16) nach beiden Seiten um etwa gleiche Winkel schwenkbar ist.
6. Antrieb nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (43,44) des Zwischenrads (48) in den beiden EingrifFspositionen jeweils in einem Ihales-kreis über einer Verbindungsgeraden zwischen der Schwenkachse (51, 52) des Schwenkhebels (50) und der Achse (61,66) des jeweiligen Zahnrads (60,65) liegt.
7. Antrieb nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die gegensinnig laufenden Zahnräder (60, 65), das Zwischenrad (48), der Zwischenriementrieb und die Riementriebe innerhalb einer Bodenkonstruktion untergebracht sind.
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