CH673642A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine zum Zusammenwirken mit einer Fahrstuhlführungsschiene bestimmte Gleitschuheinrichtung.
Um einen Fahrstuhl in einem Fahrstuhlschacht zu führen, ist 5 gemäss einer vorbekannten Weise eine Gleitschuheinrichtung mit dem Fahrstuhl verbunden und eine entsprechende Führungsschiene im Fahrstuhlschacht angeordnet. Eine Führungsschuheinrichtung, die dem Stand der Technik entspricht, verwendet ein U-förmiges Kunststoffgleitstück, das mit der Schiene in Gleitbe-io rührung steht. Das bei diesen Gleitstücken vorhandene Spiel liegt üblicherweise bei neuen Schienen im Bereich von 0,6 mm und bei abgenützten Schienen im Bereich von 4,0 mm. Die Bequemlichkeit beim Benützen des Fahrstuhles ist umgekehrt proportional zum Spiel. Ein anderer vorbekannter Führungsschuh verwendet 15 drei Kunststoffgleitstücke, die U-förmig angeordnet sind und bei ihrer Aussenseite (die von der Schiene weggekehrte Seite) über Zapfen mit einem Tragbügel verbunden sind. Die hier auftretenden Schwierigkeiten in bezug auf das Spiel sind dieselben, die bei einstückigen U-förmigen Gleitstücken auftreten, wobei zusätzlich 20 ein Ersetzen der Gleitstücke bedingt, dass sie vollständig vom dazugeordneten Bügel weggenommen werden müssen, welches eine Folge der Ausfuhrung mit Verbindungszapfen ist.
Ziel der Erfindung ist die oben erwähnten Nachteile zu beheben und Gleitschuheinrichtungsstücke für Führungsschienen zu 25 zeigen, welche ein jeweiliges Spiel klein halten und damit dem Benutzer ein bequemes Fahren erlauben, welches gleich einem solchen ist, wenn zur Führung des Fahrstuhles Führungsrollen angeordnet sind.
Die erfindungsgemässe Gleitschuheinrichtung ist durch die 30 Merkmale des Anspruchs 1 gekennzeichnet
Nachfolgend wird der Erfindungsgegenstand anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert.
Es zeigt:
Figur 1 eine schaubildliche Ansicht einer allgemeinen Anord-35 nung der Führungsschiene eines Fahrstuhles,
Figur 2 in auseinandergezogener Darstellung eine Ansicht der Gleitschuhe, die gemäss der vorliegenden Erfindung ausgebildet sind, und
Figur 3 eine schaubildliche Ansicht der gemäss dieser Erfin-40 dung ausgebildeten Gleitschuhe, die in einem Bügel zusammengebaut sind.
Figur 1 zeigt einen Fahrstuhl 10, mit welchem ein allgemein U-förmiger Metallbügel 12 verbunden ist, welcher ein mit der Vertikalen ausgerichteter Kanal 14 bildet. Im Kanal 14 ist ein 45 U-förmiger Kunststoffgleitschuh 16 angeordnet. Die Aussenab-messung (Länge ausgenommen) des Gleitschuhs 16 ist derart,
dass er in einem engen Passsitz im Bügel 12 sitzt und die Innenabmessung des Gleitschuhs 16, der ebenfalls einen in vertikaler Richtung verlaufenden Kanal bildet, ist derart bemessen, dass ein 50 enger Gleitsitz (mit dem Pfeil 17 angedeutet) über eine Führungsschiene 18 gebildet ist, welche vertikal verlaufend im Fahrstuhlschacht 20 angeordnet ist.
Figur 2 illustriert die gemäss der Erfindung ausgebildeten Gleitschuhstücke. Ein erstes Gleitstück 30 bildet eine Seite eines 55 U-förmigen Gleitschuhs, der zum Einsetzen in einen U-förmigen Bügel, ähnlich dem Bügel 12, bestimmt ist, und ein zweites Gleitstück 32 bildet die andere Seite und den mittleren (Steg)
Abschnitt des U-förmigen Gleitschuhs.
Das Gleitstück 30 ist grundsätzlich ein langgestrecktes flaches 60 Kunststoffglied 33 mit einer Länge L und das eine Innenseite 34, eine Aussenseite 36, einen oberen Rand 38, einen unteren Rand 40, einen vorderen Rand 42 und einen hinteren Rand 44 aufweist.
Eine flächige, rechteckige Lasche 46 mit einer Länge LI und 65 einer Breite Wl ist mit dem hinteren Rand 44 des Gliedes 33 verbunden und mit dem oberen Rand 38 ausgerichtet, welche Lasche 46 von der Innenseite 34 rechtwinklig «nach innen» absteht. Eine gleiche Lasche 48 mit einer Länge L2 und einer
3
673 642
Breite W2 ist mit dem hinteren Rand 44 des Gliedes 33 verbunden und mit dem unteren Rand 40 ausgerichtet und steht von der Innenseite 34 rechtwinklig nach innen weisend ab (L2 kann gleich LI sein und W2 kann gleich Wl sein).
Das Gleitstück 32 enthält ein langgestrecktes flaches Kunststoffglied 52 mit einer Länge L und weist eine Innenseite 54, eine Aussenseite 56, einen oberen Rand 58, einen unteren Rand 60, einen vorderen Rand 62 und einen hinteren Rand 64 auf. Ein langgestrecktes oberflächiges Kunststoffglied 66 mit einer Länge L3 und einer Breite W3 ist mit dem hinteren Rand 64 des Gliedes 52 verbunden und steht von der Innenseite 54 senkrecht nach innen ab. Das Glied 66 ist kürzer als das Glied 52 und verläuft innerhalb der Abstände LI bzw. L2 zwischen dem oberen und unteren Rand 58 bzw. 60 des Gliedes 52.
Wenn die Gleitstücke 30 und 32 zusammengebracht werden, wie dies mit den Pfeilen 70 angedeutet ist, sind die Laschen 46 und 48 unmittelbar unterhalb dem unteren Rand 64 des Gliedes 52 eingeschoben, und das Glied 66 schiebt sich unmittelbar unterhalb dem unteren Rand 44 des Gliedes 33 zwischen den Laschen 46 und 48 ein. Ein weiteres Zusammenbewegen der zwei Gleitstücke 30 und 32 ist durch einen Anschlag 72 verhindert, der in einer nachstehend noch beschriebenen Weise auf dem Gleitstück 32 angeordnet ist.
Die Figur 3 zeigt die Gleitstücke 30 und 32 im zusammengebauten Zustand, in welchem Zustand sie (wie mit dem Pfeil 73 angedeutet ist) in einen U-förmigen Bügel 74 eingeschoben werden können. Aus dieser Zeichnungsfigur geht hervor, dass rechteckige Laschen 76,78, die bei den unteren Rändern 40, 60 der Gleitstücke 30, 32 angeordnet sind und von diesen senkrecht nach aussen abstehen, mit Schlitzen 80, 82 im Bügel 74 zusammenwirken, so dass die Gleitstücke gegen eine Längsverschiebung innerhalb des Bügels festgehalten sind, welcher Bügel mit dem Fahrstuhl gemäss der Darstellung der Figur I verbunden sind.
Das Gleitstück 30 einschliesslich dem Glied 33 und die
Laschen 46,48 und 76 sind aus einem einzelnen Kunststoffstück beispielsweise Nylon, Polyurethan oder Polyäthylen gegossen und gearbeitet.
In gleicher Weise ist das Gleitstück 32, einschliesslich der 5 Glieder 52, 66 und der Lasche 78, aus einem einzelnen Kunst-stoffstück gegossen und gearbeitet.
Um nun das Spiel zu verringern, welches bei zunehmender Abnützung dieser Gleitstücke entstehen könnte, sind Blattfedern 90 und 92 mit den Aussenseiten 36, 56 der Gleitstücke 30, io 32 verbunden. Bei genauer Betrachtung derselben wird erkannt, dass diese Blattfedern doppelt bogenförmig ausgebildet sind, wobei sie bei deijenigen Mittelstelle, bei der die zwei bogenförmigen Stücke aneinander anschliessen (z. B. bei 92A) mit der jeweiligen Gleitstückseite ungefähr in der Mitte des Gleitstückes ver-15 bunden sind, wobei die konkav verlaufenden Seitenflächen dieser Blattfedern den jeweiligen Gleitstückseiten zugekehrt sind, derart, dass ihre freien Enden 92B und 92C auf der jeweiligen Gleitstückseite anliegen. Eine gleich ausgebildete weitere Blattfeder 94 ist in gleicher Weise mit der Aussenseite 96 des Elementes 66 ver-20 bunden. Diese Blattfedern stellen nun sicher, dass zwischen den Gleitstücken und der Führungsschiene dauernd enge Berührung vorhanden ist.
Der oben erwähnte Anschlag 72 ist eine Verlängerung der Lasche 78, welche genügend weit unter den hinteren Rand 64 des 25 Gliedes 52 ragt, so dass durch Berührung mit der Lasche 48 des Gleitstückes 30 das Zusammenschliessen der Gleitstücke 30 und 32 begrenzt ist. Es ist offensichtlich, dass die Abmessungen des Anschlages 72 und der Lasche 48 derart gewählt sein müssen,
dass zwischen ihnen ein Spielraum, d. h. ein Spalt 98, vorhanden 30 ist, wenn neue Gleitstücke eingebaut werden. Bei zunehmender Abnützung dieser Gleitstücke wird diese Lücke 98 kleiner. Das Ende der Einsatzzeit in bezug auf die Dicke der Gleitstücke ist dann sehr einfach sichtbar, indem diese Lücke 98 vollständig zu ist.
G
2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Zum Zusammenwirken mit einer Fahrstuhlfiihrungsschiene (18) bestimmte Gleitschuheinrichtung (16), gekennzeichnet durch:
einen U-förmigen Bügel (74), der vertikal verlaufend mit dem Fahrstuhl (10) verbunden ist;
ein erstes Gleitstück (30), das ein erstes langgestrecktes flächiges Kunststoffglied (33) mit einer Länge L aufweist, das eine Innenseite (34), eine Aussenseite (36), einen oberen Rand (38), einen unteren Rand (40), einen vorderen Rand (42), einen hinteren Rand (44) hat, eine erste flache rechteckige Lasche (46) mit einer Länge LI und einer Breite Wl, die mit dem oberen Rand (38) des ersten Gliedes (33) ausgerichtet mit dem hinteren Rand (44) des ersten Gliedes (33) verbunden ist und von der Innenseite (34) des ersten Gliedes (33) rechtwinklig nach innen absteht, eine zweite flache rechteckige Lasche (48) mit einer Länge L2 und einer Breite W2, die mit dem unteren Rand (40) des ersten Gliedes (33) ausgerichtet mit dem hinteren Rand (44) des ersten Gliedes (33) verbunden ist und von der Innenseite (34) des ersten Gliedes (33) rechtwinklig nach innen absteht;
ein zweites Gleitstück (32), das ein zweites langgestrecktes flächiges Kunststoffglied (52) mit einer Länge L aufweist, das eine Innenseite (54), eine Aussenseite (56), einen oberen Rand (58), einen unteren Rand (60), einen vorderen Rand (62), einen hinteren Rand (64) hat, und ein drittes langgestrecktes flächiges Kunststoffglied (66) mit einer Länge L3 und einer Breite W3 aufweist, das mit dem hinteren Rand (64) des zweiten Gliedes (52) verbunden ist und von der Innenseite (54) des zweiten Gliedes (52) rechtwinklig nach innen absteht;
welches dritte Glied (66) kürzer als das zweite Glied (52) ist und weitgehend bis innerhalb eines Abstandes LI des oberen Randes (58) des zweiten Gliedes und bis innerhalb eines Abstandes L2 des unteren Randes (60) des zweiten Gliedes (52) verläuft;
welche Innenseiten (34,54) des ersten und zweiten Gliedes (33, 52) einander zugekehrt sind;
welche Gleitstücke (30, 32) derart aneinander anliegen, dass die Laschen (46,48) unmittelbar unter dem hinteren Rand (64) des zweiten Gliedes (52) eingeschoben und das dritte Glied (66) unmittelbar unter dem hinteren Rand (44) des ersten Gliedes eingeschoben sind; und welche gegenseitige Anlage der Gleitstücke (30,32) einen U-fÖrmigen Gleitschuh bildet, der in den U-förmigen Bügel (74) einpasst.
2. Gleitschuheinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch:
eine dritte rechteckige Lasche (76), die beim unteren Rand (40) des ersten Gliedes (33) angeordnet ist und von diesem rechtwinklig nach aussen absteht;
eine vierte rechteckige Lasche (78), die beim unteren Rand (60) des zweiten Gliedes (52) angeordnet ist und von diesem rechtwinklig nach aussen absteht;
im Bügel (74) angeordnete Schlitze (80, 82);
welche dritte und vierte Lasche (76,78) mit den Schlitzen (80,82) zusammenwirken, um die Gleitstücke (30, 32) gegen eine Längsbewegung im Bügel (74) festzuhalten.
2
PATENTANSPRÜCHE
3. Gleitschuheinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch:
eine erste Blattfeder (90), die mit der Aussenseite (36) des ersten Gliedes (33) verbunden ist;
eine zweite Blattfeder (92), die mit der Aussenseite (56) des zweiten Gliedes (52) verbunden ist; und eine dritte Blattfeder (94), die mit der Aussenseite (96) des dritten Gliedes (66) verbunden ist;
welche Blattfedern eine enge Gleitberührung zwischen den Gleitstücken (30, 32) und der Führungsschiene (18) sicherstellen.
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