CH673659A5 - - Google Patents

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CH673659A5
CH673659A5 CH821/87A CH82187A CH673659A5 CH 673659 A5 CH673659 A5 CH 673659A5 CH 821/87 A CH821/87 A CH 821/87A CH 82187 A CH82187 A CH 82187A CH 673659 A5 CH673659 A5 CH 673659A5
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blowing
cooling
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candle
threads
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CH821/87A
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Werner Dipl-Ing Stibal
Albert Blum
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Inventa Ag
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/08Melt spinning methods
    • D01D5/088Cooling filaments, threads or the like, leaving the spinnerettes
    • D01D5/092Cooling filaments, threads or the like, leaving the spinnerettes in shafts or chimneys
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/08Melt spinning methods
    • D01D5/088Cooling filaments, threads or the like, leaving the spinnerettes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abkühlen ss Intensität der Blasluft wächst die Gefahr, dass zwei oder von schmelzgesponnenen Fäden aus Düsenplatten mit ring- mehrere noch nicht völlig erstarrte Einzelfäden einander förmiger Anordnung der Düsenlöcher und einer im Zentrum berühren und miteinander verkleben oder verschmelzen der abzukühlenden Fäden befindlichen porösen Blaskerze, ungleich stärker als bei der Blasrichtung von innen nach die das gasförmige Kühlmedium radialsymmetrisch nach aussen, bei der das Fadenbündel primär aufgebläht und der aussen gegen die Spinnfäden leitet. Zur Herstellung von 60 Abstand zwischen den Einzelfäden vergrössert wird. Dazu Fäden und Fasern nach dem Schmelzspinnverfahren wird wirkt die vom Fadenbündel in seiner beschleunigten Bewe-ein dosierter Schmelzstrom in Spinndüsen in eine Vielzahl gung mitgerissene Aussenluft als Kühlluft-Teilstrom im Fall schmelzflüssiger Einzelfäden aufgeteilt. Die Fäden werden der Blasrichtung von aussen nach innen zwar schwach,
durch Anblasen mit einem Kühlmedium unter den Erstar- jedoch im gleichen Sinn : Aussen/Innen-Effekte der Faden-rungspunkt, vorzugsweise unter den Glasumwandlungs- 65 abkühlung werden verstärkt. Bei der Blasrichtung von innen punkt abgekühlt, mit konstanter Geschwindigkeit abgezogen nach aussen wirkt der Aussenlufteinfluss kompensierend ; und nach Auftrag einer Spinnpräparation aufgespult oder als die Blasluftwirkung wird dort verstärkt, wo sie am schwäch-Kabel in Kannen abgelegt. sten ist.
673659
Auch die Zentralanblasung mit Blasrichtung von innen nach aussen ist bekannt und gehört zum Stand der Technik; sie wird U.A. beschrieben in den US-Patentschriften Nr. 3 858 386,3 969 462,4 258 646 und in den Europäischen Patentanmeldungen Nr. 0 040 482 und 0 050 483.
Bei dieser Art der Anblasung gibt es jedoch Probleme mit der Blasluftzuführung. Dies dürfte der Grund dafür sein,
dass das Verfahren trotzt seiner sonstigen, offensichtlichen Vorzüge bisher noch keine breitere Anwendung gefunden hat.
Wird die Blasluft von unten her zugeleitet, dann kreuzt sich die Luftzuführung mit dem Fadenlauf. Man kann zwar durch Aufteilen der aus der Düse austretenden Fadenschar in zwei seitlich vorbeigeleitete Bündel erreichen, dass die frisch gesponnenen Fäden das Blasluftzuführrohr nicht berühren. Wie in der US-Patentschrift 4 285 646 (Spalte 2, Zeilen 6-68) ausgeführt wird, ist jedoch auch diese Massnahme mit einer Reihe von Nachteilen verbunden. An der genannten Stelle nicht erwähnt sind die erheblichen Schwierigkeiten, die sich bei dem Versuch ergeben, unter Verwendung der als Stand der Technik beschriebenen Anblasvorrichtungen den Spinnprozess nach Unterbrechungen (durch Fadenriss, Düsenwechsel, Düsenreinigung etc.) wieder in Gang zu setzen. Die noch ungenügend verfestigten und klebrigen Fibrillen bleiben bei Berührung leicht an der Blaskerze hängen, reissen ab und verkleben rückstauend mit anderen Fibrillen, die dann ebenfalls reissen. Das Anspinnen wird dadurch zu einem selbst für geübtes Personal kaum noch beherrschbaren Prozess.
Als Ausweg wird in US Pat. 4 285 646 eine Blasluftzuführung von oben, zentral durch das Düsenpaket hindurch, vorgeschlagen. Entsprechende Vorrichtungen werden dann auch in den neueren Patentschriften beschrieben (EPA 040 482 050 483). Aber auch diese Art der Luftzuführung bringt neue Probleme, beispielsweise mit der thermischen Isolation. Die Schmelze in der Düse darf durch die Blasluft nicht abgekühlt werden und die Blasluft sollte sich durch das beheizte Düsenpaket nicht erwärmen. Der für eine ausreichende Isolation erforderliche Platz kann nur durch eine entsprechende Vergrösserung des Düsendurchmessers geschaffen werden. Ausserdem wird aus der Runddüse eine Ringdüse mit nicht mehr zentralsymmetrischem Schmelz-fluss.
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verbesserung einer Vorrichtung zur Zentralanblasung schmelzgesponnener Fäden mit Blasrichtung von innen nach aussen, die die oben erwähnten Nachteile vermeidet. Dieses Ziel kann durch die Kombination folgender Massnahmen erreicht werden.
1. Das Kühl- oder Blasmedium, insbesondere in Form von Luft, wird von unten zugeführt. Damit wird die Verwendung von Runddüsen mit radialsymmetrischem Schmelzfluss ermöglicht. Es gibt keine Isolationsprobleme im Düsenpaket. Das Umrüsten von Altanlagen ist ohne Änderungen im Spinnkanal möglich.
2. Der Blaskerze können ein oder mehrere getrennte, in Temperatur und/oder Feuchtigkeitsgehalt unterschiedliche Kühlmedien zugeführt werden, und diese durch geeignete Zuleitung in beliebigen Teilabschnitten der porösen Kerze zum Anblasen der schmelzgesponnenen Fäden verwendet werden.
3. Durch Einbauten (11) im Eintrittsbereich des Kühlmediums von der Zuleitung zur porösen Blaskerze, zB. durch eine Blende oder durch aufgabengerechte Gestaltung des Anschluss-Stücks der Kerze zum Zuleitungsrohr wird im untersten Abschnitt (13) der Kerze ein Unterdruck erzeugt, der bewirkt, dass die im darüber liegenden Abschnitt (14) radial angeblasenen erstarrten Fäden (6) angesaugt und einzeln an die Präparationsvorrichtung angelegt werden.
4. Im Innern der Kerze werden Strömungs- bzw. Verdrängungskörper eingebaut, die so gestaltet sind, dass ein für die optimale Abkühlung der schmelzgesponnenen Fäden geeignetes Strömungsprofil (14) des Kühlmediums resultiert.
s Dabei muss die Form dieser Einbauten sowohl auf die Gesamtmenge des Kühlmediums als auch auf den Eigenwiderstand des porösen Kerzenmaterials abgestimmt werden.
5. Der als Druckdifferenz ausgedrückte Widerstand des io porösen Kerzenmaterials gegen den Kühlmedienstrom wird durch die Beziehung der empirisch ermittelten Polynome (III) begrenzt (Fig. 3) :
1,43 • 10"6 m + 22224 m2 ^Ap^ - 96,964m + 202024 m2.
Dabei liegt die wirtschaftliche Begrenzung 15 der Druckdifferenz vorzugsweise bei Ap^ 10 000 Pa insbesondere bei Ap = 7000 Pa. Ap ist der Kerzenwiderstand als Druckdifferenz in pa, m ist der zeitliche Kühlmedien-Massestrom pro Flächeneinheit.
Beim Unterschreiten dieser Beziehung (Kurve III) kann 20 das geforderte Strömungs-Profil des Kühlmediums nicht mehr erzielt, und das im Innern der Kerze an sich turbulent strömende Kühlmedium nicht genügend laminarisiert (gerichtet) werden. Beim Überschreiten (Kurve II) wird bei gegebener Menge der notwendige Druck für das Kühlme-25 dium so hoch, dass eine wirtschaftliche Nutzung in fragegestellt ist. Die Kurve I stellt eine weitere wirtschaftlich begründete, empirisch ermittelte Begrenzung des angewendeten Drucks dar, oberhalb der der Aufwand für Gebläse und Rohrleitungen, die für besonders hohe Drücke geeignet 30 sind, massiv ansteigt.
6. Die Anblasvorrichtung wird nicht fest, sondern mobil montiert ; sie kann vertikal abgesenkt und horizontal durch eine Schwenk-Drehbewegung oder lineare Schub-Zugbewe-gung aus dem Fadenlaufbereich ausgefahren, beziehungs-
35 weise in entgegengesetzter Bewegung beim Anspinnen eingefahren werden.
7. Beim Einfahren während des Anspinnens tritt aus einem Ringspalt am oberen Ende der Anblasvorrichtung, d.h. der Blaskerze, ein scharfer Luftstrahl aus, der beim Ein-
40 schwenken und während des Hochfahrens der Anblasvorrichtung die Fäden von dieser Vorrichtung wegtreibt und damit ein Hängenbleiben, Ankleben und Reissen der Fäden verhindert.
Beim Hochfahren trifft ein federnd gelagerter, eine flache 45 Hutabdeckung am oberen Blaskerzenende durchstossender Zentrierdorn in eine entsprechende Vertiefung in der Mitte der Düsenplatte und rastet dort ein. Der Dorn wird entgegen der Federkraft in den Kerzenhut hineingedrückt und betätigt dabei ein Ventil, das die Luftzufuhr zum Ringspalt abstellt so sobald die Blaskerze ihre obere Endstellung erreicht hat. Die unter 2. und 3. genannten Massnahmen ermöglichen ein problemloses Anspinnen.
8. Auf eine Teilung der Fadenschar in zwei Bündel wird verzichtet. Die Blasluft wird dem unteren Blaskerzenende im
55 Bereich der Kreuzung mit dem Fadenlauf nicht über ein rundes Rohr zugeführt sondern über einen für die ganze Zentralanblasung als Schwenkarm gestalteten flachen Kanalarm mit geringer seitlicher und relativ grosser vertikaler Ausdehnung. Die Oberkante des Kanals ist mit einem keramischen 60 Überzug beschichtet oder trägt ein Keramikelement (Stab, Halbschale) als Fadenabweiser. Es gibt keine Störung der Blasluftsymmetrie und keine durch Spaltbildung in den Fadenbündeln verursachten Turbulenzen.
9. Der Auftrag der Spinnpräparation erfolgt am unteren 65 Ende der Blaskerze jedoch oberhalb des Schwenkarms. Die wässrige Präparationslösung (üblicherweise rund 99% H2O) wird dosiert mindestens einem Ringspalt zwischen zwei ringförmigen, keramikbeschichteten Lippen zugeführt, die von
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der Fadenschar nach dem Durchlaufen der Anblasstrecke berührt werden. Der Fadenlauf wird dadurch stabilisiert; die präparierten Fäden können problemlos gebündelt und umgelenkt werden (z.B. auch an der Oberkante des seitlichen Blas-luftkanals). Da die Fäden als offene Fibrillenschar und nicht wie üblich als zusammengefasster Spinnkabelstrang präpariert werden, kann bis zum Bündeln ein Teil des Präpara-tionswassers verdampfen und damit zur Fadenabkühlung beitragen.
Die Leitungen für den Präparationszulauf und die Rückführung von überschüssiger Präparation (gesammelt in einer unterhalb der unteren Lippe angebrachten ringförmigen Kehle) sind innerhalb des Blasluftkanals in dem Kanalarm angeordnet.
Eine in der Anordnung der unter 5. beschriebenen Präparationsvorrichtung ähnliche Fadenabkühl- und -benetzungs-vorrichtung findet sich zwar in der US-Patentschrift 4 038 357. Die dort gezeigte Vorrichtung dient jedoch einem völlig anderen Zweck, nämlich der einseitigen, asymmetrischen Fadenabkühlung durch einen dünnen Flüssigkeitsfilm mit der Absicht, latent kräuselfähige Fäden herzustellen. Anstelle von Lippen und Ringspalt findet sich dort ein Sintermetallformstück mit relativ breiter Kontaktfläche. Die auf einer solchen Fläche unvermeidlich auftretende Reibung erhöht die Fadenspannung in einer für einen normalen Spinnprozess unzulässigen Weise, besonders wenn Abzugsgeschwindigkeiten angewendet werden, die wesentlich über der in den Beispielen der genannten Patentschrift angegebenen maximalen Abzugsgeschwindigkeit von rund 900 m/min (3000 ft/min) liegen.
Ringlippen mit offenem Ringspalt stellen jedoch nur eine bevorzugte Ausführungsform der Präparationsvorrichtung gemäss der vorliegenden Erfindung dar, an deren Idee und Wirkungsweise sich nichts ändert wenn beispielsweise der Ringspalt verbreitert und mit einem als Docht wirkenden Material ausgefüllt oder auch wenn die Kontaktfläche an den Lippenrändern durch einen schmalen Sintermetallring ersetzt wird.
Die wesentlichen Teile einer bevorzugten Ausführungs-form der Fadenabkühlvorrichtung gemäss vorliegender Erfindung sind in den Figuren 1 und 2 dargestellt. Fig. 3 zeigt ein Diagramm, in dem die Druckdifferenz Ap über dem Massestrom dargestellt ist. Die Polymerschmelze tritt aus den Düsenbohrungen 10 in der Spinndüsenplatte 1 in Form von zunächst schmelzeflüssigen Fäden 6 aus, die unter der Einwirkung der aus der Blaskerze 5 austretenden Kühlluft abkühlen und erstarren.
Die Düsenbohrungen 10 sind vorzugsweise in mehreren Lochkreisen angeordnet und nicht, wie in der Abbildung wegen der besseren Übersicht dargestellt, in nur einem Lochkreis.
Die Blaskerze 5 ist an ihrem oberen Ende durch einen flachen, kegelförmigen Hut 3 abgedeckt und in ihrer Lage fixiert durch einen Zentrierdorn 2, der in einer formentsprechenden Vertiefung in der Mitte der Spinndrüsenplatte 1 einrastet.
Die Blaskerze 5 besteht aus einem porösen, jedoch mechanisch festen Material, beispielsweise aus Sintermetall, mehrlagigem Siebgewebe, Filtervlies mit Verstärkungseinlagen etc. Sie enthält in ihrem Inneren Verdrängungskörper oder sonstige Einbauten, die dem Erstellen eines bestimmten Blasluftprofils (14) über der Kerzenlänge dienen sollen.
Die Möglichkeit, mit Hilfe der zentralsymmetrisch ausgebildeten Leitvorrichtung (12) das Profil der Austrittsgeschwindigkeit des Kühlmediums festzulegen, gestattet, die Orientierung und gegebenenfalls die Kristallisation der erstarrenden Spinnfäden optimal zu beeinflussen. Dabei ist die Distanz des Erstarrungspunktes der Fäden, in seiner
Abhängigkeit vom Fadenquerschnitt und von den Abzugsbedingungen für den Erstarrungsvorgang besonders wichtig. Es ist bekannt, dass diese Parameter die Qualität der Spinnfäden wesentlich beeinflussen. Sie werden in der Regel experimen-5 teil erfasst und so für die Produktion eines bestimmten Fasertyps festgelegt.
Die erfindungsgemässen Vorrichtungen gestatten maximale Faserqualitäten mit besonders hoher Gleichmässigkeit zu erreichen.
io Ein weiterer Vorteil ist die schnelle und problemlose Wiederaufnahme des Spinnvorgangs nach Unterbrüchen bei minimalen Abfallmengen. Dazu wird beim Anspinnen die Anblasvorrichtung zunächst entfernt und erst, wenn die frisch angesponnenen Fäden durch die Fadenführung 9 15 geführt sind und stabil abgezogen werden, wieder eingeschwenkt und hochgefahren. Beim Einschwenken und Hochfahren tritt aus dem Ringschlitz 4 unter der Hutabdeckung 3 allseitig ein scharfer Luftstrahl aus, der die Fäden von der Anblasvorrichtung wegtreibt, sodass sie nicht daran hängen-20 bleiben und abreissen können. Beim Erreichen der Endstellung wird der Luftstrahl durch das Einrasten des Zentrierstiftes 2 in die Düsenplatte 1 automatisch abgeschaltet.
Zum Verspinnen von stark oligomerhaltigem Material (z.B. von Pa-6) sind Hut und Kerzenoberteil mit einer Heiz-25 Vorrichtung versehen, die ein Kondensieren von Oligomeren auf der Blaskerze verhindert. Das gasförmige Kühlmedium wird der Blaskerze am unteren Ende über den flachen, seitlichen Kanalarm (8) zugeführt, der auch die Leitung der übrigen Hilfsmedien in sich führt und durch seine Formge-30 bung den Fadenlauf nicht stört. Die beschriebene Anblasvorrichtung ist ungewöhnlich wirksam. Wie den nachfolgenden Beispielen zu entnehmen ist, können damit pro Spinnstelle mit noch konventionellen Abzugsgeschwindigkeiten Durchsatzleistungen von rund 2,5 t/Tag (d.h. pro Düse) bei hervor-35 ragender Faden- beziehungsweise Faserqualität erreicht werden. Die Fäden sind unterhalb der Präparationsvorrichtung bestehend aus Ringschlitzen und Ringkehle, und dem tiefer angeordneten Schwenkarm (8), beim Passieren der Fadenführung 9 genügend abgekühlt. Sie können unmit-40 telbar anschliessend umgelenkt und seitlich abgezogen, und ohne den konventionell gebräuchlichen Fallschacht, das heisst in Kompaktverfahrweise, verarbeitet werden.
Beispiele
45
Beispiel 1
Polyäthylenterephthalat-Granulat mit einer relativen Lösungsviskosität von 1,60 (gemessen als l,0%ige Lösung in so m-Kresol bei 20°C) wurde in einem 90 mm/24 D Spinnextruder aufgeschmolzen und bei 293°C Schmelztemperatur mit 996 g/min Durchsatzleistung ausgesponnen über eine Runddüse mit 1 295 Rundbohrungen, angeordnet in 9 Lochkreisen. Der Bohrungsdurchmesser beträgt 0,4 mm. 55 Die Fäden wurden abgekühlt durch Innen-Zentralan-blasen mit 450 kg/h Luft von 30°C und 65% rei. Feuchtigkeit über eine Sintermetall-Blaskerze mit 70 mm Innen- und 76 mm Aussendurchmesser, Kerzenlänge 530 mm, Huthöhe 30 mm (Verhältnis Luft- zu Schmelzedurchsatz 7,5:1,0). 60 Am Ende der Anblaszone passierten die Fäden einen Prä-parationsring von 180 mm Durchmesser und wurden dort mit 400 ml/min einer 0,5%igen Spinnpräparationslösung beaufschlagt. Die Fäden wurden anschliessend in einem Fadenführer 9 zusammengefasst, über, Galetten mit 1500 65 m/min Geschwindigkeit abgezogen und über eine Haspel in Spinnkannen abgelegt.
Das Spinnkabel wurde auf der Faserstrasse mit einem Streckverhältnis von 1:3,5 verstreckt, fixiert, stauchgekräu-
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seit, getrocknet und zu Faserstapeln von 38 mm Länge geschnitten.
Bei der Faserprüfung wurden folgende Ergebnisse erhalten: Titer: 1,53 dtex, Reissfestigkeit: 6,4 cN/dtex, Festigkeit bei 7% Dehnung: 2,2 cN/dtex, Reissdehnung: 20,4%.
Spinnprozess und Ablauf an der Faserstrasse waren störungsfrei. Die mobil gelagerte und mit einem Hilfs-Luft-strahl in Huthöhe gemäss der Beschreibung in der vorliegenden Patentanmeldung ausgerüstete Anblasvorrichtung konnte problemlos aus- und eingefahren werden.
Beispiel 2-6
Gegenüber Beispiel 1 wurden in den Beispielen 2,5,6 folgende Bedingungen geändert :
s Einsatz von Kerzen mit definierter Widerstandscharakteristik:
Beispiel 2 und 6 : Sintermetall mit hohem Druckwiderstand,
io Beispiel 5 : Metallschaum mit niedrigem Widerstand
Beispiel:
2
3
4
5
6
Granulat
PETP
PETP
PETP
PA-6
PETP
Lochzahl Spinndüse
2158/0,4
1661/0,4
710/0,4
710/0,3
2395/0,4
Schmelzedurchsatz g/min.
1812,6
1693
1792
305
2000
Luftmenge, kg/h
770
750
600
390
1200
Verhältnis Luft/Schmelzedurchsatz
7,08
7,5
5,6
21,3
10
Kerzentype
Sintermetall
Metallschaum
Sintermetall
Blaskerzen-0, mm
90/95
90/95
90/95
70/74*
90/95
Kerzenlänge, mm
530
530
530
580
580
Massestrom Kühlmedium 104 (kg/h, m2)
0,514
0,306
0,80
Druckdifferenz (PA)
3200
150
6800
Abzugsgeschw., m/min.
1750
770
1100
1000
1750
Streckverhältnis, 1 :
3,0
4,3
4,05
2,5
3,0
Titer, dtex.
1,72
2,90
5,03
1,62
1,75
Reissfestigkeit cN/dtex
5,8
5,4
5,7
5,7
6,0
Reissdehnung, %
24,2
31,4
20,5
53,6
25,5
* Kerzenhut beheizt (310°C) um Oligomeren-Ablagerungen zu verhindern
Verwendete Blaskerzen: Hersteller Werkstoff Abmessung (mm) Filterfeinheit Wandstärke (mm)
Sintermetall Krebsöge GmbH/BRD Cr.-Ni. Stahl 1.4404 90/95 x 530 ca. lOOmicrometer 2,5
Metallschaum Seac International BV/NL CMCY - 6 rostfrei 70/80x580
grade 6/44-55 cells/inch 5,0
B
3 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

673659 2 PATENTANSPRÜCHE Wesentliche Voraussetzungen für die Herstellung einer
1. Vorrichtung zum Abkühlen von schmelzgesponnenen guten und gleichmässigen produktqualität sind sowohl eine Fäden aus Düsenplatten mit ringförmiger Anordnung der möglichst weitgehende Homogenität der Schmelze als auch Düsenlöcher und einer im Zentrum der abzukühlenden gleichmässige Abkühlbedingungen.
Fäden befindlichen porösen Blaskerze, die das gasförmige s Die Schmelzehomogenität kann durch thermischen Kühlmedium radialsymmetrisch nach aussen gegen die Abbau beeinträchtigt werden ; der Schmelzefluss sollte daher
Spinnfäden leitet, dadurch gekennzeichnet, dass das verwen- möglichst gleichmässig sein und die Düsen keine Zonen mit dete poröse Blaskerzenmaterial (5) in seiner auf die Austritts- vermindertem Durchfluss oder gar mit stagnierender Masse flächeneinheit bezogenen Widerstandscharakteristik gegen enthalten. Diese Forderung lässt sich am einfachsten und den Kühlmediumstrom durch folgende Beziehung gekenn- io sichersten in radialsymmetrischen Runddüsen verwirk-zeichnetist: 1,43 • 10~6m + 2222 m2 ^ À p^-96,96 m + liehen, die auch beim Schmelzspinnverfahren eine dominie-
20202 m2, wobei Ap den Kerzenwiderstand als Druckdiffe- rende Rolle spielen und zunächst ausschliesslich eingesetzt renz in Pa angibt und m den zeitlichen auf die Flächenein- wurden.
heit bezogenen Kühlmedium-Massenstrom in 104 kg/h,m2 Ein Nachteil der Runddüsen ist, dass sich beim Einsatz im bedeutet. is herkömmlichen Blasschacht mit Fadenabkühlung durch
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Queranblasen Düsendurchmesser und Anzahl der Spinnboh-zeichnet, dass im Eintrittsbereich des Kühlsystems des Kühl- rangen pro Düsenplatte nicht beliebig steigern lassen, ohne médiums in die poröse Blaskerze eine Querschnittsveren- in Konflikt zu geraten mit der Forderung nach gleichmäs-gung eingebaut ist. sigen Abkühlbedingungen. Beim Queranblasen werden die
3. Vorrichtung nach Ansprach 2, dadurch gekenn- 20 auf der Blassiebseite der Düse austretenden Fäden etwas zeichnet, dass eine mechanische Querschnittsverengung vor- stärker und schneller abgekühlt als die Fäden, die auf der gesehen ist. dem Blassieb abgewandten Seite der Düse austreten. Dieser
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch Unterschied verstärkt sich mit zunehmender Anzahl und gekennzeichnet, dass zur Umkehr des Kühlmedienstroms Flächendichte der Düsenbohrungen und bleibt schliesslich eine Blende eingebaut ist. 25 nicht ohne Auswirkungen auf die Streubreite wichtiger Fase-
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn- reigenschaften wie: Streckverhalten, Reissdehnung,
zeichnet, dass die Blende im unteren Kerzenbereich Schrumpfwerte und Verhalten bei Anfärbung.
angeordnet ist. Die Anzahl der Spinnbohrungen pro Düsenplatte und ent-
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch sprechend die Durchsatzleistung pro Spinnposition kann gekennzeichnet, dass zur Veränderung des Geschwindig- 30 unter Beibehaltung des Prinzips der Queranblasung keitsprofils des Kühlmediums im Inneren der porösen Blas- erheblich gesteigert werden, wenn statt der Runddüsen mit kerze eine zentralsymmetrisch ausgebildete Leitvorrichtung ca. 600, maximal etwa 800 Bohrungen, Rechteckdüsen mit eingebaut ist. 2000 bis 3000 Bohrungen eingesetzt werden. Ein genügend
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gleichmässiger Schmelzfluss lässt sich durch geeignete Kongekennzeichnet, dass der Blaskerze ein oder mehrer getrennt 3s struktionsmassnahmen auch in Rechteckdüsen erreichen, und auf verschiedenen Temperaturen und/oder Feuchtig- Dagegen ist das Abdichten von Rechteck-Düsenpaketen keitsgehalte gehaltenen Kühlmedien zuführbar sind, die aus grundsätzlich problematischer als das von Runddüsen ; beim den porösen Kerzen in verschiedenen Höhen austreten. Spinnen mit Rechteckdüsen muss daher mit häufigerem
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch Düsenwechsel gerechnet werden.
gekennzeichnet, dass die Kühlmedien Gase oder Dämpfe, 40 Die erwähnten Nachteile können weitgehend vermieden vorzugsweise Luft, sind. werden, wenn radialsymmetrische Rund- oder Ringdüsen
9. Verfahren zum Abkühlen von schmelzgesponnenen mit grosser Bohrungszahl eingesetzt werden und die zur Fäden aus Düsenplatten mit ringförmig angeordneten Fadenabkühlung benötigte Blasluft nicht einseitig quer son-Düsenlöchern mit einer im Zentrum der abzukühlenden dern ebenfalls radialsymmetrisch zugeführt wird.
Fäden befindlichen porösen Blaskerze dadurch gekenn- 45 Die konstruktiv einfacher zu verwirklichende radialsym-zeichnet, dass zum Abkühlen, Orientieren und Kristalli- metrische Blasluftführung mit Blasrichtung von aussen nach sieren der Fäden eine Vorrichtung nach einem der den innen ist schon seit längerer Zeit bekannt und mehrfach
Ansprüche 1 bis 8 verwendet wird. beschrieben worden (z.B. in US Pat. 3 299 469).
Vom Spinnverfahren her interessanter ist jedoch die umge-50 kehrte Blasrichtung von innen nach aussen. Dafür gibt es mindestens zwei Gründe. Einerseits wird das Fadenbündel unter der Einwirkung der Blasluft bei der Blasrichtung von aussen nach innen zusammengedrückt, der Abstand zwi-BESCHREIBUNG sehen den Einzelfäden also vermindert. Mit zunehmender
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