CH673989A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG
Der Bedarf an aus Papier oder ähnlichem Material hergestellten Beuteln mit einer Füllung von schüttbaren Erzeugnissen, wie löslicher Pulverkaffee, Staubzucker, Bouillon usw., erweist sich als stetig steigend. Es wurde schon vorgeschlagen (siehe Schwei zerPatentschrift CH406 950), solch geschlossene Beutel als Luftkissen auszubilden, was eine Reihe von Vorteilen mit sich bringt.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, die durch die Luftkissenanordnung erreichbaren Vorteile noch besser als bisher in wirtschaftlicher Weise auszunützen und die Möglichkeit zu schaffen, Beutel mit verbesserten Eigenschaften herzustellen.
Ein erster Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von mit schüttbarem Gut gefüllten und als Luftkissen ausgebildeten Beuteln, wobei die Beutel eine Reihe von Arbeitsstationen durchlaufen, in welchen sie als auf einer Seite offene Behälter vorbereitet, in diesem Zustand teilweise gefüllt und alsdann an ihrem offenen Rand verschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, dass dieBehälterzwecks Vergrösserung ihres Luftvolumens, in einem fortschreitenden Arbeitsgang in offenen Zustand gebracht werden, wobei dieser Arbeitsgang vor, gleichzeitig oder nach dem Füllen des Behälters mit schüttbarem Gut erfolgt.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Produktionsanlage für gemäss dem Verfahren des Anspruches 1 hergestellte geschlossene Beutel, mit einem schüttbaren Erzeugnis teilweise gefüllt, und alsLuftkissen ausgebildet, mit einem Drehtisch und am Rand desselben aufeinanderfolgende, durchgelaufene Arbeitsstationen, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Abrollstation aufweist, in welcher ein kontinuierlicher, entlang seiner Mittellinie in zwei anliegende Hälften gefalteter Streifen oder ein Paar anliegende Streifen aus biegsamem Material abgerollt werden, sowie eine Anzahl Vorbereitungsstationen, in welchen Arbeitsgänge am Streifen selber ausgeführt werden, eine Übergabestation, in welcher vom Streifen abgetrennte und auf drei Seiten geschlossene Behälter an den Drehtisch übergeben werden, eine Anzahl Arbeitsstationen,
die durch die am Drehtisch mittels Zangen festgehaltenen Behälter durchlaufen werden, und eine Glättungsstation, von welcher die geschlossenen Beutel vom Drehtisch ankommend in Dachziegelanordnung auf ein Transportband übergeben werden.
Der durch das genannte Verfahren erhaltene Beutel ist ebenfalls Gegenstand der Erfindung.
Die einzige Figur der beiliegenden Zeichnung ist eine schematische Darstellung einer zur Durchführung des Verfahrens geeigneten Anlage. Sie wird nachstehend als Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben.
Ein Streifen 1 wird von einer Spule 2 abgerollt. Der Streifen besteht vorzugsweise aus einem Doppelband, mit einer Seite aus dünner Polyäthylenfolie, und einer Seite aus Aluminium, obwohl diese Zusammensetzung hier rein als Beispiel aufgeführt wird.
Der Streifen 1 wird schrittweise, durch Mittel die später genannt werden, durch drei Vorbereitungsstationen gezogen, welche Stationen aus einer Einrichtung 3 zum Längsfalten des Streifens 1, einer Schweissstation 4 und einer Schneidestation 5 bestehen.
In der Faltstation 3 wird der Streifen 1 um seine längliche Mittellinie zwischen feststehenden Elementen 6 und 7 in zwei anliegende Hälften gefaltet, wobei er von der horizontalen in die vertikale Lage gebracht wird. Die Schweissstation 4 besteht aus zwei Paar heizbaren, profilierten Stempeln 8 und 9, die paarweise auf beiden Seiten des gefalteten Streifens 1 und in einem, der Breite eines Beutels entsprechenden Abstand angeordnet sind.
Desgleichen besteht die Schneidestation 5 aus zwei Scheren 10 und 11, die voneinander, im Abstand der Breite eines Beutels entfernt sind. Der Vorschub des Streifens 1 wird durch eine Zugvorrichtung 12 bewerkstelligt, die einen Sauger 13, Luftanschlussmittel 14, sowie steuerbare Vorschubmittel 15, die den Sauger 12 tragen, umfasst. Die Vorschubeinrichtung 15 wird durch nicht dargestellte Antriebsmittel betätigt und verschiebt sich in Richtung des Drehtisches 16, jeweils um eine Distanz, die zweimal der Breite eines Beutels entspricht. Somit wird der Streifen 1 schrittweise abgerollt, und durch die Vorbereitungsstationen 3,4 und 5 geführt. Während den Standzeiten des Streifens 1 werden die Einrichtungen 4 und 5 betätigt, so dass der Streifen durch die geschweissten Zonen 18 in einzelne Beutel 17 unterteilt wird, die dann voneinander getrennt werden.
Nach der Abtrennung werden die Beutel paarweise mit auf dem Drehtisch 16 eingerichteten und nicht dargestellten Zangen am oberen Ende der Schweissnähte 18 erfasst. Jedes Beutelpaar wird dann entlang der Peripherie des Tisches 16 ebenfalls schrittweise geführt und durchläuft die verschiedenen Arbeitsstationen. In der Zeichnung sind die Öffnungsstation 19 und eine Einfüllstation 20 dargestellt. Diese beiden Stationen könnten jedoch zu einer einzigen Station zusammengefasst werden. In der Station 19 erfolgt ein wichtiger Schritt des hier beschriebenen Verfahrens, nämlich die Öffnung der Beutel. Dadurch wird das Luftvolumen innerhalb der Beutel vergrössert, was die Bildung eines Luftkissens mit maximalem Volumen ermöglicht. Die Öffnung der Beutel soll schnell, aber unter Vermeidung von Stössen, die die Beutel beschädigen könnten, erfolgen.
In der Station 19 werden die hier durch Pfeile 21 dargstellten Zangen die den Beutel 17 am Drehtisch 16 festklemmen, nähergebracht.
Gleichzeitig wird ein vertikal angeordnetes Druckelement 22, das vorzugsweise mit einer weichen Überdeckung aus Schaumgimmi oder ähnlichem Material versehen ist, von unten nach oben gegen den gefalteten Boden des Beutels angehoben. Diese Bewegung wird mit Präzision gesteuert. Die Einfüllstation 20 ist so vorgsehen, dass der sich in dieser Station befindliche, geöffnete Beutel unterhalb eines Trichters 23 zu liegen kommt, durch welchen das Einfüllgut eingegeben wird.
Wie schon erwähnt, kann das Einfüllgut zum Beispiel aus löslichem Kaffeepulver, Bouillon, Staubzucker, Bouillon usw., bestehen.
Der Beutel wird dann durch Drehung des Tisches 16 in die nächste Arbeitsstation 24 überführt, wo er an seinem oberen Randverschweisstwird. Anschliessendwird er von den Zangen losgelöst und auf ein Transportband 25 gebracht und an seinem oberen Rand verschweisst. Nun ist aber der als Luftkissen ausgebildete Beutel etwas ballförmig und es hat sich von Vorteil erwiesen, ihn einem Glättungsvorgangzuunterwerfen. Die Beutel fallen, wie Dachziegel verschoben, von der Schweissstation 24 auf das Abtransportband 25 und werden zum Zwecke des Glättens zwischen zwei achsparallelen, mit Schaumgummi überzogenen Rollen 26 und 27 durchgeführt. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Beutel vor dem Glätten zum Ausgleich der Verteilung des Einfüllgutes zu schütteln.
Dies kann dadurch erfolgen, dass das Transportband 25 selber auf der Strecke vor der Glättungsstation einer Vibrationsbewegung unterworfen wird.
Obwohl hier nur ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens beschrieben wurde, ist es klar, dass verschiedene Arbeitsgänge auch anders als beschrieben ausgeführt werden können.
Anstelle eines einzigen Streifens 1, der in der Station 3 entlang seiner Mittellinie gefaltet wird, könnte man auch zwei getrennte Streifen verwenden, die in der Station 4 Seite an Seite angebracht und auch entlang dem unteren Rand verschweisst werden.
Ferner wäre es auch möglich, in der Station 4 sowie in der Station 24 die beschriebene Schweissoperation durch ein Siegeln zu ersetzen. Die Begriffe Heisssiegeln und Schweissen werden im Zussammenhang mit der Behandlung von Verpakkungsfolien in der Literatur unterschieden, und das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung ist unter Anwendung des Heisssiegelns sowie des Schweissens ausführbar. Als Verbundfolien können auch Papier/Alu/PE-Folien zur Anwendung gelangen.
In der Station 19 wurde das Druckelement 22 als ein von unten nach oben geführter Stössel dargestellt. Dieses Element könnte jedoch auch als Nockenrad ausgeführt werden. Ferner wäre es auch möglich, die Öffnung des Beutels durch andere Mittel zu bewerkstelligen. So könnte man ein schirmgestellähnliches, längliches Element in den Behälter einführen, es öffnen und wieder schliessen, wobei der Behälter allmählich in den offenen Zustand gebracht wird und bleibt. Die Beutel könnten auch unter Wirkung eines Gas- oder Luftflusses in den offenen Zustand gebracht werden. In diesem Fall würde eine mit Düsen ausgerüstete Stanze in jeden Behälter durch die offene Seite eingeführt, wobei diese Stanze einerDruckquelle angeschlossen wäre.
Umgekehrt wäre es auch möglich, von aussen, mittels länglicher Sauger, die auf der Mittellinie beider Seiten der Beutel angebracht werden, zu ziehen, um jede der beiden Seiten in eine dreieckförmige Stellung zu bringen.
Bei Anwendung der erwähnten Varianten muss die Station 19 getrennt von der Station 20 angeordnet werden.
Beim Glättungsvorgang können ebenfalls verschiedene Varianten vorgesehen werden. So ist es möglich, anstatt jeden Beutel zwischen zwei Rollen durchgehen zu lassen, jeweils eine Anzahl Beutel auf einer horizontalen Tischplatte anzuordnen und mittels einer beweglichen, dem Tisch parallel angeordneten Druckplatte die Dicke der Beutel zu kalibrieren und gleichzeitig den Beuteln eine regelmässige Form zu geben.
Schliesslich kann während dem ganzen Verfahren eine kontinuierliche Bewegung der Streifen bzw. der Beutel, vorgesehen werden, wobei z. B. der Drehtisch eine permanente Rotation ausführt, oder der Vorschub des Materials kann schrittweise erfolgen.
Die beschriebene Anordnung sowie die erwähnten Varianten gestatten, aus einem einzigen gefalteten oder zwei anliegenden Streifen 1 geschlossene und ein dosiertes Volumen Luft enthaltende Beutel herzustellen, wobei die Dichtigkeit und die Festigkeit der Schweissungen oder der Versiegelungen derart gesichert sind, dass der geschlossene Beutel mit den Füssen getreten werden kann, ohne dass er beschädigt wird. Die Haltbarkeit des so eingepackten Erzeugnisses ist gewährleistet und der Platzbedarf der einzelnen Beutel wird kalibriert, so dass sie anschliessend gruppenweise in Weichpackungen aus transparentem, synthetischem Fördermaterial verpackt und zum Verkauf vorbereitet werden können.
Claims (13)
- PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von mit schüttelbarem Gut gefüllten und als Luftkissen ausgebildeten Beuteln, wobei die Beutel eine Reihe von Arbeitsstationen durchlaufen, in welchen sie als auf einer Seite offene Behälter vorbereitet, in diesem Zustand teilweise gefüllt und alsdann an ihrem offenen Rand verschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die B ehälter, zwecks Vergrösserung ihres Luftvolumens, in einem fortschreitenden Arbeitsgang in offenen Zustand gebracht werden, wobei dieser Arbeitsgang vor, gleichzeitig oder nach dem Füllen des Behälters mit schüttbarem Gut erfolgt.
- 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, in welchem die Behälter dadurch in den offenen Zustand gebracht werden, dass ein gesteuertes Druckelement gegen den Boden des Behälters drückt und ihn allmählich erweitert.
- 3. Verfahren gemäss Anspruch 1, in welchem die Behälter dadurch in den offenen Zustand gebracht werden, dass ein schirmgestellähnliches, längliches Element in den Behälter durch die offene Seite eingeführt, geöffnet, wiedergeschlossen und zurückgezogen wird.
- 4. Verfahren gemäss Anspruch 1, in welchem die Behälter dadurch in den offenen Zustand gebracht werden, dass eine mit Düsenfür einen Gaszufluss versehene Stangein den Behälter durch die offene Seite eingeführt wird, und ein Luft- oder Gasfluss für die Öffnung des Behälters sorgt.
- 5. Verfahren gemäss Anspruch 1, in welchem die Behälter dadurch in den offenen Zustand gebracht werden, dass die AussenseitenjedesBeutels demEinfluss eines Saugers unter r'ellt werden, und dass die Sauger sich voneinander entfernen.
- 6. Verfahren gemäss Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2,3,4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter aus einem vorerst entlang seiner Mittellinie gefalteten, oder aus zwei paarweise geführten Streifen aus einer Verbundfolie durch Schweissen oder Siegeln gebildet, voneinander abgetrennt und an einen sich kontinuierlich oder schrittweise drehenden Transporttisch abgegeben werden.
- 7. Verfahren gemäss Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 2, 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälter aufeinanderfolgend voneinander abgetrennt, in offenem Zustand gebracht, teilweise gefüllt, oben verschlossen und einem Glättungsvorgang unterworfen werden.
- 8. Verfahren gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Glättungsvorgang darin besteht, jeden Beutel zwischen zwei achsparallelen zylindrischen Rollen durchlaufen zu lassen, wobei die Regelung des Abstandes zwischen den Rollen von den Abmessungen der Beutel abhängt.
- 9. Verfahren gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Glättungsvorgang darin besteht, die gruppenweise flach gelegenen, geschlossenen Beutel zwischen einer Unterlage und einer Druckplatte, deren Bewegungen gesteuert werden, zu pressen.
- 10. Verfahren gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beutel vor dem Glättungsvorgang zum Ausgleich der Verteilung des Schüttgutes flach gestellt und geschüttelt werden.
- 11. Produktionsanlage für gemäss dem Verfahren des Anspruches 1 hergestellte geschlosseneBeutel, mit einem schütt- b renEr-zeug is fEBweise gefüllt, und als Luftkissen ausgebildet, mit einem Drehtisch und am Rand desselben aufeinanderfolgende, durchgelaufene Arbeitsstationen, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Abrollstation aufweist, in welcher ein kontinuierlicher, entlang seiner Mittellinie in zwei anliegende Hälften gefalteter Streifen oder ein Paar anliegende Streifen aus biegsamem Material abgerollt werden, sowie eine Anzahl Vorbereitungsstationen, in welchen Arbeitsgänge am Streifen selber ausgeführt werden, eine Übergabestation, in welcher vom Streifen abgetrennte und auf drei Seiten geschlossene Behälter an den Drehtisch übergeben werden, eine Anzahl Arbeitsstationen,die durch die am Drehtisch mittels Zangen festgehaltenen Behälter durchlaufen werden, und eine Glättungsstation, von welcher die geschlossenen Beutel vom Drehtisch ankommend in Dachziegelanordnung auf ein Transportband übergeben werden.
- 12. Gemäss dem Verfahren des Anspruchs 1 oder einem der Ansprüche 2 bis 10 hergestellter Beutel, mit einem schüttbaren Erzeugnis teilweise gefüllt und als gestrecktes Luftkissen ausgebildet.
- 13. VerwendungvonBeuteln gemäss Anspruch 12, zur Herstellung von zum Detailverkauf vorbereiteten Packungen, die eine Anzahl Beutel und eine Hülle aus dünnem, flexiblen, transparenten Folienmaterial umfassen.
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| PL | Patent ceased |