CH674512A5 - - Google Patents

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CH674512A5
CH674512A5 CH472987A CH472987A CH674512A5 CH 674512 A5 CH674512 A5 CH 674512A5 CH 472987 A CH472987 A CH 472987A CH 472987 A CH472987 A CH 472987A CH 674512 A5 CH674512 A5 CH 674512A5
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control rod
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CH472987A
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Hans-Peter Zeller
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Benninger Ag Maschf
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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    • B65H59/00Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators
    • B65H59/10Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators by devices acting on running material and not associated with supply or take-up devices
    • B65H59/20Co-operating surfaces mounted for relative movement
    • B65H59/22Co-operating surfaces mounted for relative movement and arranged to apply pressure to material
    • B65H59/225Tension discs
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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  • Warping, Beaming, Or Leasing (AREA)
  • Tension Adjustment In Filamentary Materials (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannungsausgleich der Fäden an einem Spulengatter gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1. Bei Wickelanlagen, wie z. B. bei Schär- oder Zettelanlagen, müssen die am Spulengatter abgezogenen Fäden bekanntlich eine gleichbleibende Fadenspannung aufweisen, damit eine gleichmässige Wicklung entsteht. Die unterschiedlichen Lauflängen der Fäden verursachen jedoch Spannungsdifferenzen infolge von verschiedenen Luft- und Reibungswiderständen. Es ist daher erforderlich, diese Spannungswiderstände durch eine geeignete Vorrichtung auszugleichen. Dies geschieht durch unterschiedliche Bremsung der Fäden bzw. der Fadengruppen mit gleicher Lauflänge, wobei die zur Wirkung gebrachte Bremskraft in etwa umgekehrt proportional ist zum Unterschied der Lauflängen.
Durch die CH-A 400 029 ist eine Vorrichtung zum Spannungsausgleich zwischen mehreren gleichzeitig zu verarbeitenden Fäden bekannt geworden, bei denen die Bremskraft der Fadenbremsen elektrisch steuerbar ist. Zur verhältnisgleichen Steuerung dient ein im Verhältnis der Längenunterschiede aufgeteilter elektrischer Spannungsteiler. Die Spannung am Spannungsteiler ist dabei mit einem Regler veränderbar.
Durch die DE-A 2 819 703 ist eine Vorrichtung zum Betrieb pneumatisch belastbarer Fadenbremsen bekannt geworden, bei der ein unterschiedlicher statischer Belastungsdruck der Fadenbremsen vom Druckabfall des strömenden Druckmittels abgeleitet wird. Längs des Spulengatters ist dabei eine vom Druckmittel ständig durchströmte Hauptleitung angeordnet, an welche die Fadenbremsen einzeln oder gruppenweise durch Stichleitungen angeschlossen sind. Die Hauptleitung ist durch eingebaute Strömungswiderstandselemente in einzelne Abschnitte unterschiedlichen statischen Drucks unterteilt.
Die bekannten Vorrichtungen sind relativ kompliziert und daher störanfällig. Ausserdem ist eine individuelle Veränderung der Bremskraft einzelner Fadenbremsen bzw. Gruppen von Fadenbremsen nicht möglich. Bei der Vorrichtung gemäss CH-A 400 029 kann zwar die Bremskraft der Fadenbremsen verändert werden, jedoch nur verhältnisgleich und ohne individuelle Anpassung. Dazu kommt noch der Umstand, dass sich stets ändernde Betriebsbedingungen an der Wickelanlage, wie z. B. abnehmende Spulendurchmesser, zunehmende Wickelgeschwindigkeit, Temperaturschwankungen usw., ein proportionales Nachregeln der Fadenbremsen erforderlich machen, um trotz Berücksichtigung der Lauflängen eine stets gleichbleibende Fadenspannung am Fadenwickel zu erhalten. Durch die DE-A 3 706 872 ist eine Vorrichtung zum Regeln des Schärbandzugs bekannt geworden, bei welcher diese Nachregelung über eine gemeinsame Exzenterwelle erfolgt, welche durch einen Stellmotor antreibbar ist. Die Fadenbremsen einer Spulenreihe sind mittels Stellstangen miteinander verbunden, so dass mit der Exzenterwelle die einzelnen Stellstangen jeweils proportional verstellbar sind. Die unterschiedliche Lauflänge der Fäden muss jedoch durch individuelle Einstellung der einzelnen Fadenbremsen berücksichtigt werden.
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher die statische Bremskraft der Fadenbremsen auf einfachste Weise und vorzugsweise über Fernsteuerung einstellbar ist. Dabei soll insbesondere nicht nur eine verhältnisgleiche, sondern auch eine individuelle Einstellung einzelner Fadenbremsen oder einzelner Gruppen von Fadenbremsen ermöglicht werden. Schliesslich soll die Vorrichtung auch eine proportionale Nachregelung aller Fadenbremsen ermöglichen bzw. erleichtern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer Vorrichtung gelöst, welche die Merkmale im Anspruch 1 aufweist.
Mit Hilfe der Antriebselemente kann den Betätigungsmitteln eine Relativlage vermittelt werden, welche den Fadenbremsen eine bestimmte statische Bremskraft vermittelt. Diese Relativlage kann dabei in Abhängigkeit der Lauflänge der den Fadenbremsen zugeordneten Fäden, gleichzeitig aber auch proportional gleich zu sämtlichen Fadenbremsen verändert werden. Dies wird durch die einzelne Ansteuerbarkeit erleichtert. An sich könnte jedem Betätigungsmittel ein eigenes Antriebselement zugeordnet sein. Das Getriebe kann aber auch eine Steuerstange aufweisen, an der die Betätigungsmittel im Abstand angreifen,
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wobei die Steuerstange mit wenigstens zwei Antriebselementen Fig. 4 die Steuervorrichtung gemäss Fig. 2 mit ungleichförmig verbunden ist, welche zum Verändern ihrer Relativlage einzeln ausgelenkter Steuerstange, und ansteuerbar sind. Dadurch ist einerseits eine individuelle Vorein- Fig. 5 das Fadenspannungs-Diagramm zur Auslenkung der
Stellung der Bremskraft an den Fadenbremsen und andererseits Steuerstange gemäss Fig. 4.
ein gemeinsames Nachregeln aller Fadenbremsen auf einfachste 5 Wie in Fig. 1 dargestellt, besteht eine Wickelanlage 1, z. B. Weise möglich. Die Antriebselemente erlauben eine Fernsteue- eine Schär- oder Zettelanlage, in an sich bekannter Weise aus rung, so dass die mechanisch verstellbaren Teile auf ein Mini- einer Wickelmaschine 2 und aus einem Spulengatter 3. Während mum beschränkt bleiben. des Schär- bzw. Zettelprozesses werden vom Spulengatter 3 von Besonders vorteilhaft sind zur ungleichförmigen Auslenkung den darauf aufgesteckten Spulen 4 die Fäden 5 als Fadenverband der Steuerstange mehrere Antriebselemente mit dieser verbun- io 6 in der Wickelmaschine 2 auf eine Schärtrommel 7 aufgewickelt, den. Auf diese Weise kann der Steuerstange eine kurvenförmige Dabei passiert jeder Faden 5 je eine Fadenbremse 8 zur Erzeu-bzw. eine polygonartige Relativlage vermittelt werden, welche gung einer bestimmten Fadenspannung, sowie einen Fadenwäch-eine unverhältnismässige Zu- oder Abnahme der Bremskraft ter 9, in welchem jeder Faden auf Dasein überwacht wird. Am relativ zur Lauflänge der Fäden ermöglicht. Die Steuerstange Kreuzriet 10 werden die Fäden geordnet geführt und im Kreuzkann zu diesem Zweck flexibel ausgebildet sein, oder sie kann in 15 schärriet 11 auf die gewünschte Distanz gebracht. Der derart gelenkig miteinander verbundene Einzelabschnitte unterteilt geordnete Fadenverband 6 gelangt schliesslich über eine auslenk-sein. Im letzteren Falle greift vorzugsweise an jedem Ende eines bare Messwalze 12 und eine Umlenkwalze 13 auf die Schärtrom-Eihzelabschnittes bzw. an den Gelenken je ein Antriebselement mei 7.
an. Das Spulengatter besteht aus einer Mehrzahl von senkrechten
Die Beeinflussung der Bremskraft an den Fadenbremsen 20 Spulenreihen 14 und den diesen Reihen zugeordneten Faden-
über die Betätigungsmittel hängt davon ab, an welchen Punkten spannerreihen 15. Die Länge des Spulengatters 3, die bis zu 15 m letztere an der Steuerstange angreifen. Bedingt durch den Auf- und mehr betragen kann, führt zu unterschiedlichen Lauflängen bau des Spulengatters werden die Betätigungsmittel Vorzugs- der Fäden zwischen der ersten Spulenreihe 16, welche der weise in regelmässigen Abständen an der Steuerstange angrei- Schärtrommel 7 am nächsten liegt, und der letzten Spulenreihe fen. Die Antriebselemente werden jedoch vorzugsweise so an der25 17, welche am weitesten von der Schärtrommel 7 entfernt liegt.
Steuerstange plaziert, dass zwischen zwei Antriebselementen Selbstverständlich sind in Wirklichkeit mehr Spulenreihen bzw.
wenigstens zwei Betätigungsmittel an der Steuerstange angrei- mehr Einzelspulen 4 pro Spulenreihe als in der Zeichnung fen. Auf diese Weise werden einzelne Gruppen von Betätigungs- dargestellt vorhanden.
mittein gebildet, die etwa proportional verstellt werden. Die Fadenspanner 8 bestehen beispielsweise aus einem Tel-Die Auslenkung der Steuerstange kann besonders einfach 30 lerspanner mit einem Unterteller 18a und mit einem Oberteller erfolgen, wenn die Antriebselemente Druckmittelzylinder sind, 18b, wobei letzterer über ein Druckelement 19 mehr oder die gelenkig mit der Steuerstange verbunden sind. Anstelle der weniger auf den Unterteller 18a gedrückt wird und dabei eine Druckmittelzylinder wären aber auch elektrische Antriebsele- Bremskraft auf den zwischen den Tellern geführten Faden mente denkbar. Eine besonders einfache Steuerung der Druck- ausübt. Jedes Druckelement 19 besitzt ein federndes Zwischenmittelzylinder kann erreicht werden, wenn diese Pneumatikzy- 35 gjje{j z. ß. in Form einer Druckfeder 20, die eine bestimmte linder sind und wenn jedem Pneumatikzylinder ein elektropneu- Vorspannung verursacht. Anstelle der Tellerspanner wären aber matisches Druckregelventil zugeordnet ist. Die Betätigung des auch andere Bauarten von Fadenbremsen, wie z. B. Rollenspan-Pneumatikzylinders bzw. die mit diesem übertragene Kraft ner oder dergleichen, denkbar.
erfolgt dabei über eine variable Steuerspannung, die einem Alle Druckelemente 19 einer Fadenspannerreihe 15 sind über bestimmten Ausgangsdruck am Druckregelventil proportional <to eine Schubstange 21 miteinander verbunden und können so ist. Die Signalleitungen lassen sich ohne grossen Aufwand platz- gemeinsam in senkrechter Richtung bewegt werden. Bei einer sparend unterbringen, so dass die Antriebselemente ohne auf- Abwärtsbewegung der Schubstangen 21 werden die beiden Tel-
wendige Leitungsführung ferngesteuert werden können. 1er 18a und 18b ersichtlicherweise mehr gegeneinander gepresst,
Die Nachregelung der Fadenbremsen erfolgt vorzugsweise so dass sie eine grössere Bremskraft erzeugen. Dagegen werden dadurch, dass die Antriebselemente über einen Prozessor 45 bei einer Aufwärtsbewegung der Schubstangen 21 die Druckfe-
ansteuerbar und proportional verstellbar sind, indem zur Bildung dem 20 entlastet, so dass die Fadenspannung reduziert wird. Die eines Sollwertes eine gewünschte Fadenspannung bei einem Schubstangen 21 sind in Führungen 22 am nicht dargestellten beliebigen Betriebszustand programmierbar ist, wobei der Pro- Spulengattergestell gelagert.
zessor zur Bildung eines Stellsignals mit einer Spannungsmess- Zur Verstellung der Schubstangen 21 sind diese an ihrem einrichtung als Istwertgeber verbunden ist. Der programmierte 50 unteren Ende kraftschlüssig mit einer Steuerstange 23 verbun-Sollwert kann dabei stets gleich bleiben, oder er kann sich den. Die Verbindung erfolgt vorzugsweise mittels Gelenken 25. insbesondere beim Start oder beim Stop des Wickelvorgangs Die Steuerstange 23 ist auch noch mit Pneumatikzylindern 24 laufend verändern. Die Spannungsmesseinrichtung ist Vorzugs- verbunden, die ebenfalls gelenkig am nicht dargestellten Spulenweise eine auslenkbare Messwalze, an der der abgezogene gattergestell befestigt sind und an der Steuerstange 23 an den Fadenverband umgelenkt wird. Die für eine Auslenkung mass- 55 Gelenken 39 angreifen. In Fig. 1 ist lediglich an beiden Enden der gebliche Grösse ist dabei die Summe der Fadenspannungen des Steuerstange j e ein Pneumatikzylinder 24a und 24e dargestell . Fadenverbandes. Denkbar wäre aber auch eine Einzelspan- Je nach der Position der Pneumatikzylinder 24a und 24e nungsmessung an jedem Faden zur Bildung des Istwertes. werden die Schubstangen 21 über die Steuerstange 23 mehr oder
Weitere Vorteile und Einzelmerkmale der Erfindung ergeben weniger verschoben, so dass die Fadenbremsen 8 einer Fadensich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den Zeichnun- 60 spannerreihe 15 eine bestimmte Bremskraft auf die ihnen zugegen. Es zeigen: ordneten Fäden ausüben. In Fig. 2 ist ein alternatives Ausfüh-
Fig. 1 die Seitenansicht einer Wickelanlage mit einer Steuer- rungsbeispiel dargestellt, bei dem an der Steuerstange 23 die
Vorrichtung für die Fadenbremsen in stark vereinfachter Darstel- Pneumatikzylinder 24a bis 24e angreifen. Die Steuerstange 23
lung; selbst ist in Einzelabschnitte 23a bis 23d unterteilt, welche
Fig. 2 eine Teilansicht einer Steuervorrichtung mit mehreren 55 gelenkig miteinander verbunden sind. Je nach der Steuerstellung
Antriebselementen in Grundstellung; der einzelnen Pneumatikzylinder kann die Steuerstange 23 poly-
Fig. 3 ein Fadenspannungs-Diagramm bei gleichförmiger gonartig oder gerade verschoben werden. Zwischen zwei Pneu-
Auslenkung der Steuerstange; matikzylindern sind jeweils zwei Schubstangen 21 an einem
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Steuerstangenabschnitt angelenkt. In bestimmten Anwendungsfällen wäre es aber auch denkbar, jeder Schubstange 21 ein eigenes Antriebselement 24 zuzuordnen, so dass die Steuerstange wegfallen könnte. Alternativ könnten auch bestimmte Schubstangen 21 mit einer Steuerstange verbunden sein, während andere Schubstangen direkt mit Antriebselementen versehen sind.
Wie bereits eingangs era ähnt, muss ein Faden 5 von der Spule bis zum Fadenwächter 9 verschiedene, nicht dargestellte Führungsösen passieren. Auch der Luftwiderstand erhöht bei grösserer Lauflänge eines Fadens die Fadenspannung. Aus diesem Grund ergibt sich zwischen der ersten Spulenreihe 16 und der letzten Spulenreihe 17 eine stets zunehmende Erhöhung der Fadenspannung. Um daher .in der Messwalze 12 eine gleichbleibende Fadenspannung sämtlicher Fäden zu erhalten, müssen die Fadenbremsen 8 mit einer Bremskraft beaufschlagt werden, welche in etwa umgekehrt proportional zur Lauflänge der ihnen zugeordneten Fäden ist. Die von der ersten Spulenreihe 16 kommenden Fäden werden somit stärker abgebremst als die von der letzten Spulenreihe 17 kommenden Fäden.
In Fig. 3 ist der Zusammenhang zwischen der natürlichen Fadenspannung und der Einwirkung der Bremskraft in einem Diagramm dargestellt. Auf der Abszisse sind die Pneumatikzylinder 24a bis 24e aufgetragen. Auf der Ordinate ist die Bremskraft P aufgetragen, wobei die Linie 37 die Ist-Fadenspannung ohne Einwirkung der Fadenbremsen darstellt. Die Linie 38 zeigt die in etwa umgekehrt proportional zunehmende Bremskraft an den Fadenbremsen, woraus die stets gleichbleibende Fadenspannung resultiert, welche mit der Linie 36 dargestellt ist.
Die Praxis zeigt nun aber, dass der Verlauf der Ist-Fadenspannungskurve 37 nicht wie in Fig. 3 dargestellt, linear ist, sondern etwa der in Fig. 5 dargestellten Fadenspannungskurve 37 entspricht. Damit auch bei diesem Verlauf der Ist-Fadenspannung die gewünschte gleichbleibende Soll-Fadenspannung 36 erzielt werden kann, muss ersichtlicherweise auch die Bremskraft an den Fadenbremsen kurvenförmig ansteigen, wie dies mit der Linie 38 in Fig. 5 dargestellt ist. Dies lässt sich nur erreichen, wenn die Steuerstange 23 nicht gleichförmig linear, sondern ungleichförmig, also in der Form einer Kurve oder eines Polygons ausgelenkt wird. Diese ungleichförmige Auslenkung ist in Fig. 4 dargestellt. Es ist ersichtlich, dass der Pneumatikzylinder 24e stärker ausgefahren ist als der Pneumatikzylinder 24a, so dass die Fadenbremsen der letzten Spulenreihe 17 unverhältnismässig stärker entlastet sind als die Fadenbremsen der übrigen Spulenreihen. Bei dieser Auslenkung ergibt sich wiederum eine stets gleichbleibende Soll-Fadenspannung, in Fig. 5 dargestellt durch die Gerade 36. Zur Verdeutlichung der ungleichförmigen Auslenkung zeigt die Linie 40 die neutrale, horizontale Lage der Steuerstange 23.
Neben den natürlichen, stets etwa gleich bleibenden Reibungswiderständen der einzelnen Fäden müssen aber während des Wickelprozesses auch noch stetig sich verändernde Parameter berücksichtigt werden, um eine gleichbleibende Fadenspannung zu erzielen. So erhöht der stets kleiner werdende Spulendurchmesser D durch die Ballonbildung die Fadenspannung zusätzlich, und zwar etwa proportional gleichbleibend bei sämtlichen Spulenreihen. Es ist daher erforderlich, die Fadenbremsen sämtlicher Spulenreihen fortwährend und proportional zu entlasten. Zu diesem Zweck müssen alle Pneumatikzylinder an der Steuerstange 23 mit einer gleichförmigen Bewegung ausgefahren werden, und zwar unabhängig von ihrer Ausgangsstellung. Die gewünschte Fadenspannung im Bereich des Fadenverbandes 6 ist schliesslich auch noch abhängig von der Fadenqualität, der Fadenart, der Farbe usw.
All diese Parameter, welche sich während des Wickelprozesses verändern, beeinflussen den Wickelaufbau auf der Schärtrommel 7. Es müssen daher besondere Massnahmen getroffen werden, um die schädigenden Einflussgrössen auszuschalten. Dies geschieht durch die nachfolgend beschriebene Regelung. Die Wickelmaschine 2 besitzt beispielsweise eine Bedienungsstation 26 mit einer Eingabestation 27, in welcher über Eingabetasten 28 und Drucktasten 29 die Dispositionsdaten des zu wickelnden Fadenverbandes 6 eingegeben werden können. Diese Daten werden im Anzeigefeld 30 sichtbar und gleichzeitig dem Prozessor 31 zugeführt.
Bei den Eingabedaten handelt es sich um textiltechnische und mechanische Solldaten, wie z. B. die Fadenqualität, die Anzahl Fäden, die gewünschte Fadenspannung, die Wickellänge, die Wickelgeschwindigkeit oder die Anzahl Schärbänder. Die Eingabe der vorher erwähnten Daten in die Eingabestation 27 bewirkt vorerst, dass die im Prozessor 31 gespeicherten Korrekturdaten die Pneumatikzylinder 24a bis 24e so beeinflussen, dass die Steuerstange 23 eine Auslenkung erhält, welche eine stets gleichbleibende Soll-Fadenspannung bei allen Fäden bewirkt.
Während des Betriebes misst die Messwalze 12 auf an sich bekannte Weise fortwährend die Spannung des Fadenverbandes 6 und leitet diese Daten über die Verbindungsleitung 32 in den Prozessor 31, wo diese Istdaten mit den gespeicherten Solldaten verglichen werden. Bei einer festgestellten Abweichung werden über die Output-Leitungen 33a bis 33e elektrische Steuersignale an die elektropneumatischen Druckregelventile 34a bis 34e abgegeben. Diese wandeln das elektrische Steuersignal in einen proportionalen Druck um, der als Steuerdruck über die pneumatischen Verbindungsleitungen 35a bis 35e den Pneumatikzylindern 24a bis 24e zugeführt wird. Die Wirkungsweise und Funktion elektropneumatischer Druckregelventile ist beispielsweise beschrieben in der Zeitschrift «Ölhydraulik und Pneumatik» 31 (1987), Nr. 5, S. 454 bis 456.
In einer der Eingabetasten 28 kann nun z. B. in Prozenten oder in absoluten Werten die Differenz der Auslenkung bzw. der statischen Druckbeaufschlagung zwischen den einzelnen Pneumatikzylindern 24a bis 24e eingegeben werden, um die vorerwähnte gleichförmige Fadenspannung zu erzielen. Es ist natürlich auch möglich, diese Differenzwerte bereits bei der Eingabe der Fadenqualität innerhalb der Schärdisposition zu berücksichtigen, so dass keine zusätzlichen Korrekturwerte einzugeben sind. Der geschilderte Regelmechanismus kann aber nicht nur dazu benützt werden, um den Einfluss des sich reduzierenden Spulendurchmessers D oder der Geschwindigkeitsveränderung auszugleichen. Es ist auch möglich, im Prozessor 31 bei bestimmten Betriebszuständen eine zunehmende oder abnehmende Fadenspannung am Fadenverband 6 zu programmieren. Dies gilt speziell beim Anfahrvorgang der Wickelanlage, bei dem die Spannungsveränderung während des Hochfahrens der Maschine ausgeglichen werden kann.
Selbstverständlich sind zum dargestellten Ausführungsbeispiel Alternativen denkbar, ohne dass dabei der Gegenstand der Erfindung verlassen würde. So müssten beispielsweise die Antriebselemente 24 nicht unmittelbar an der Steuerstange 23 angreifen. Es wäre auch denkbar, die Antriebselemente über einen Hebelmechanismus mit der Steuerstange 23 zu verbinden. Anstelle von gelenkigen Einzelabschnitten könnte die Steuerstange 23 auch derart flexibel ausgebildet sein, dass eine gewünschte ungleichförmige Auslenkung ohne Einbau von Gelenken möglich ist.
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2 Blatt Zeichnungen

Claims (11)

674 512 PATENTANSPRÜCHE
1. Vorrichtung zum Spannungsausgleich der Fäden an einem Spulengatter, insbesondere für Schär-oder Zettelanlagen, mit einer Fadenbremse (8) für jeden Faden (5) und mit einer gemeinsamen Steuervorrichtung für die Fadenbremsen (8), wobei die Fadenbremsen in Abhängigkeit der Lauflänge der ihnen zugeordneten Fäden mit unterschiedlicher Bremskraft beaufschlagbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung ein Getriebe mit Betätigungsmitteln (21) aufweist, welche mit den Fadenbremsen (8) in Wirkverbindung stehen, und dass die Betätigungsmittel direkt oder indirekt mit Antriebselementen (24) verbunden sind, welche zum Verändern der Relativlage der Betätigungsmittel einzeln ansteuerbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe eine Steuerstange (23) aufweist, an der die Betätigungsmittel (21) im Abstand angreifen, und dass die Steuerstange (23) mit wenigstens zwei Antriebselementen (24) verbunden ist, welche zum Verändern der Relativlage der Steuerstange (23) einzeln ansteuerbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur ungleichförmigen Auslenkung der Steuerstange (23) mehr als zwei Antriebselemente (24) mit dieser verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerstange (23) zur ungleichförmigen Auslenkung flexibel ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerstange (23) zur ungleichförmigen Auslenkung in gelenkig miteinander verbundene Einzelabschnitte (23a bis 23d) unterteilt ist, und dass an jedem Ende eines Einzelabschnittes bzw. an den Gelenken (39) je ein Antriebselement (24) angreift.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Antriebselementen an der Steuerstange (23) wenigstens zwei Betätigungsmittel (21) angreifen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel (21) Schubstangen sind, welche gelenkig mit der Steuerstange (23) verbunden sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche2bis7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebselemente (24) Druckmittelzylinder sind, welche gelenkig mit der Steuerstange (23) verbunden sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmittelzylinder Pneumatikzylinder (24) sind, und dass jedem Pneumatikzylinder ein elektropneumatisches Druckregelventil (34) zugeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebselemente (24) über einen Prozessor (31) ansteuerbar und proportional verstellbar sind, indem zur Bildung eines Sollwertes eine gewünschte Fadenspannung bei einem beliebigen Betriebszustand programmierbar ist, wobei der Prozessor zur Bildung eines Stellsignals mit einer Spannungsmesseinrichtung als Istwertgeber verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungsmesseinrichtung eine auslenkbare Messwalze (12) ist, an der der abgezogene Fadenverband (6) umgelenkt wird.
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