BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft eine Dachgaube nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie ein Verbindungsprofil, welches insbesondere bei derartigen Dachgauben Anwendung finden kann.
Dachgauben werden üblicherweise in einer Vielzahl einzelner Arbeitsvorgänge erstellt, die von verschiedenen Handwerkern durchgeführt werden müssen. Beispielsweise wird zunächst eine Balkenkonstruktion erstellt, auf die aussen eine Ziegeleindeckung oder Blechverkleidung aufgebracht wird. Um die dabei entstehenden erheblichen Kosten für eine Dachgaube zu verringern, ist es aus der DE-OS 23 17 726 bekannt, die Dachgaube aus einem Fertigteil fabrikmässig herzustellen, das daraufhin nur noch auf das Dach gehoben und darauf befestigt werden muss. Diese Dachgaube ist allerdings einstückig ausgeführt, was die Auswahl geeigneter Werkstoffe erheblich einschränkt und die Anpassung an die verschiedenen Einbauverhältnisse, wie beispielsweise Dachneigung, Gaubenbreite und Gaubenhöhe, erheblich erschwert.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Dachgaube zu schaffen, bei der die oben beschriebenen Nachteile vermieden werden. Insbesondere sollen zur Erleichterung der Montage die Wandteile und das Deckenteil leicht miteinander verbindbar sein. Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung soll gleichzeitig erreicht werden, dass eine äussere Dachverkleidung zusätzlich gegen Abheben aufgrund einer Sogwirkung gehalten wird. Gemäs einer Weiterbildung der Erfindung soll ferner ein Verbindungsprofil für eine solche Dachgaube geschaffen werden.
Diese Aufgabe wird durch eine Dachgaube mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
Das Verbindungsprofil weist zwei an ihren aneinandergrenzenden ersten Rändern annähernd rechtwinklig miteinander verbundene erste und zweite Bereiche auf und ist dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bereich an seinem dem ersten Rand gegenüberliegenden zweiten Rand mit einem dritten Bereich und der zweite Bereich an seinem dem ersten Rand gegenüberliegenden zweiten Rand mit einem vierten Bereich zum Aufnehmen einer Versiegelung verbunden ist.
Weitere Merkmale und Zweckmässigkeiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren. Von den Figuren zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Dachgaube mit explosionsmässig auseinandergezogenen Einzelteilen;
Fig. 2 einen Schnitt durch eine montierte Dachgaube und das Verbindungsprofil;
Fig. 3 einen Schnitt wie in Fig. 2 für eine abgewandelte Ausführungsform;
Fig. 4 einen Schnitt durch die montierte Dachgaube entlang der Linie III-III in Fig. 1; und
Fig. 5 einen Schnitt durch die in Fig. 1 gezeigte Dachgaube entlang der Linie IV-IV.
Fig. 1 zeigt die Dachgaube 1 mit ihren montagefertig vorbereiteten Seitenwänden 2, 3 und einem Dach 4 über einer durch zwei Dachsparren 5, 6 und zwei Wechsel 7, 8 begrenzten rechteckigen Aussparung im Dach. Die Seitenwände sind in Abhängigkeit von der Dachneigung dreieckig ausgebildet.
Die Seitenwände 2, 3 besitzen jeweils die. Form einer drei eckigen Platte mit einer Basis und zwei einen spitzen Winkel einschliessenden Schenkeln bzw. Kantenflächen. Der spitze
Winkel zwischen den Schenkeln sowie die Winkel zwischen den Schenkeln und der Basis sind entsprechend der Dachnei gung derart gewählt, dass bei Aufliegen des Schenkels auf einem Dachsparren 5, 6 der Schenkel die gewünschte Neigung des Daches der Dachgaube aufweist und die Basis im wesentlichen senkrecht liegt.
Jede Seitenwand weist einen Tragrahmen 9 äuf, der aus entlang der Basis und den Schenkeln angeordneten Rahmenteilen 38, 39 besteht, die vorzugsweise aus Vierkantholz gebildet und in den Ecken der Seitenwände miteinander verbunden sind. Die entlang der Schenkel angeordneten Rahmenteile weisen an ihren nach aussen weisenden Flächen jeweils eine sich über ihre gesamte Länge erstreckende Längsnut auf.
Der Tragrahmen 9 jeder Seitenwand 2, 3 ist jeweils auf derjenigen Dreieckseite, die im montierten Zustand die Aussenseite der Dachgaube bildet, mit einer Aussenverkleidung 1 aus Blech, vorzugsweise Aluminiumblech, versehen, das mit dem Rahmenteil beispielsweise durch Kleben oder Falzen verbunden ist. Es kann jedoch auch jede andere geeignete Aussenverkleidung wie beispielsweise Eternit verwendet werden. Die Aussenverkleidung 11 ist auf der Seite der Basis durch Kanten des Bleches um die Basis herum bis auf die Innenseite der Dachgaube 1 bildende Seite des Tragrahmens 9 so weit herumgezogen, dass sie die Seitenwände 2, 3 vollständig nach aussen abdeckt, wenn zwischen diese ein Fenster montiert ist.
In einem Abstand oberhalb des Schenkels ist an der Aussenverkleidung ferner ein laschenförmiger Blechstreifen dicht befestigt, der sich parallel zum Schenkel erstreckt und von der Aussenverkleidung zu diesem hin absteht, um nach der Montage der Dachgaube die Bildung eines dichten Dachanschlusses zu gewährleisten.
Auf der der Aussenverkleidung 11 gegenüberliegenden Seite des Tragrahmens 9 ist an diesem eine bereits fertig behandelte Innenverkleidung 40 befestigt. Die Innenverkleidung 40 reicht bis über das entlang des Schenkels angeordnete Rahmenteil 38 zumindest um einen Betrag, der der Höhe des Dachsparrens entspricht, hinaus und schliesst auf der dem anderen Schenkel entsprechenden Seite des Tragrahmens 9 bündig mit der die Nut aufweisenden Fläche des Rahmenteils ab. Zwischen der Innenverkleidung 40 und der Aussenverkleidung 11 ist jeweils ein Hohlraum gebildet, der mit Isoliermaterial 41 zur Wärmeisolierung gefüllt ist.
Das Dachteil 4 weist einen Tragrahmen 24 aus Vierkantholz aus vier Rahmenteilen mit Längsträgern und Querträgern 43 auf. Das Dachteil 4 besitzt ferner auf seiner Aussenseite eine Aussenverkleidung in Form eines Aussenbleches 14, welches seitlich über die Längsträger hinaus verlängert und anschliessend zur Bildung eines umgekanteten Bereiches in etwa einem rechten Winkel abgewinkelt ist. Der umgekantete Bereich ist an seinem freien Ende zur Bildung einer Abtropfnase nochmals nach innen gekantet.
Die Aussenverkleidung 14 ist ferner über die Querträger 43 hinaus derart verlängert ausgebildet, dass auf der die Vorderseite des Dachteiles 4 bildenden Seite zwischen dem Querträger 43 und einem ebenfalls umgekanteten Bereich mit einer weiteren Abtropfnase 44 ein Raum zur Aufnahme eines Rolladenkastens 45 und an dem Übergangsbereich des Dachteiles 4 zum Dach eine schürzenförmige Verwahrung gebildet ist.
Im weiteren wird die in den Figuren 2 und 3 gezeigte Ausführungsform beschrieben. Jede Seitenwand 2, 3 weist einen Tragrahmen 9, vorzugsweise aus Holz, auf. Innerhalb desselben ist eine Isolierung 10 vorgesehen. Ferner weist jede Seitenwand eine Aussenverkleidung 11 in Form eines mit der Seitenwand fest verbundenen Bleches sowie eine auf der Innenseite aufgebrachte Dampfsperre auf.
Das Dachteil 4 weist einen Rahmen 12, vorzugsweise aus Holz, und eine Isolierung 13 sowie eine innenseitige Dampfsperre auf. Das Dach liegt mit dem Rahmen 12 auf dem Tragrahmen 9 auf. Auf der Oberseite des Daches ist ein Aussenblech 14 vorgesehen, welches mit einem Abschnitt 15 über das Dach hervorsteht. An den Abschnitt 15 schliesst sich ein durch Abkanten im rechten Winkel nach unten gebildeter Abschirmabschnitt 16 an. Der untere Rand des Abschirmabschnittes 16 ist nach innen zur Bildung einer Wassernase 17 rückgekantet.
Zur zug- und druckmässigen Verbindung zwischen Dachteil 4 und der jeweiligen Seitenwand 2, 3 ist ein Verbindungsprofil 18 vorgesehen. Dieses weist einen ersten Bereich 19, einen an diesen an einem ersten Rand angrenzenden und gegen den ersten Bereich nahezu im rechten Winkel geneigt angeordneten, sich nach oben erstreckenden zweiten Bereich 20 auf. An dem dem ersten Rand gegenüberliegenden zweiten Rand grenzt ein in dem gezeigten Ausführungsbeispiel um einen rechten Winkel nach unten abgekanteter dritter Bereich 21 an. Der zweite Bereich ist an seinem dem ersten Rand gegenüberliegenden Rand 23 mit einem vierten Bereich 22 verbunden, der sich im wesentlichen parallel zum ersten Bereich 19 erstreckt. An dem dem Rand 23 gegenüberliegenden Rand geht der vierte Bereich in einen gegen diesen in nahezu einem rechten Winkel abgekanteten fünften Bereich 24 über.
Ferner ist in einem geringen Abstand vom Rand 23 ein sich im wesentlichen senkrecht gegenüber dem vierten Bereich 22 erstreckender Abschnitt 25 vorgesehen.
In dem Tragrahmen 9 ist in der am besten in den Figuren 2 und 3 ersichtlichen Weise ein senkrechter Einschnitt 26 durch Einsägen angebracht, dessen Breite so gewählt ist, dass der dritte Bereich 21 in den Einschnitt einsetzbar ist.
Die Oberseite des Tragrahmens 9 ist in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise in dem Abschnitt zwischen der Aussenverkleidung 11 und dem Einschnitt 26 so viel tiefer als in dem daran anschliessenden Tragrahmenabschnitt 9', dass der erste Bereich 19 zwischen den Tragrahmen von Dach und Seitenwand liegen kann, wenn der Holzrahmen 12 des Dachteiles auf dem Tragrahmenabschnitt 9' aufliegt. Die Breite des ersten Bereiches 19 und der Abstand des dritten Bereiches 21 von der Aussenverkleidung 11 sind so gewählt, dass in dem in den Fig. 2 und 3 gezeigten Zustand, bei dem das Verbindungsprofil in den senkrechten Einschnitt 26 eingestreckt ist, die Vorderkante 28 des Verbindungsprofiles einen geringen Abstand von wenigen Millimetern von der Innenseite der Aussenverkleidung 11 aufweist.
Die Aussenverkleidung 11 erstreckt sich in der aus den Fig. 2 und 3 gezeigten Weise bis zu einem Abstand von wenigen Millimetern zur Unterseite des Aussenbleches 14 des Daches. Der zweite Bereich 20 des Verbindungsprofiles ist in der in den Figuren gezeigten Weise so nach aussen geneigt, dass er am oberen Rand der Aussenverkleidung 11 anliegt. In die sich so ergebende Nut zwischen dem Abschnitt 25 und der Aussenverkleidung 11 ist ein Dichtband 29 eingelegt, und daran schliesst sich nach aussen hin eine Siegelmasse 30 zum Versiegeln zwischen Verbindungsprofil und Aussenblech des Seitenteiles an.
Die Länge des zweiten Bereiches 20 ist so gewählt, dass der vierte Bereich 22 im eingesetzten Zustand noch einen Abstand von wenigen Millimetern von der Unterseite des Aussenbleches 14 aufweist.
Der fünfte Bereich 24 ist in seiner Länge derart bemessen, dass er bis nahe zum Grund 31 der Wassernase 17 kommt. Ferner ist der fünfte Bereich so gebogen, dass er einen vom Grund 31 an nach oben zunehmenden Abstand von der Innenseite des Abschirmabschnittes aufweist, damit zwischen den beiden Materialien keine Kapillarwirkung eintritt und nicht etwa sich ansammelnde Flüssigkeit nach oben steigt.
Der erste Bereich 19 weist Bohrungen 32 auf, über die das Verbindungsprofil mittels Schrauben 33 mit dem Holzrahmen 12 verbunden ist. Der dritte Bereich 21 weist Bohrungen 34 auf, über die er mittels Schrauben 35 mit dem Tragrahmen 9 fest verbindbar ist.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform erstreckt sich der abgekantete Abschirmabschnitt 16 in der Höhe des Dachteiles nach unten. Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungs form unterscheidet sich demgegenüber dadurch, dass der Abschirmabschnitt wesentlich kürzer ist. Der fünfte Bereich 24 des Verbindungsprofiles 18 ist in diesem Fall natürlich entsprechend kürzer.
Mit dem erfindungsgemäss ausgebildeten Verbindungsprofil wird durch das mehrfach abgewinkelte Labyrinth eine grosse Fugendichtigkeit erreicht. Die konische Anordnung der beiden sich nach oben erstreckenden Bereiche 20, 24 hat zur Folge, dass einerseits ein Aufsteigen von Flüssigkeit entlang des fünften Bereiches verhindert wird und dass andererseits ein sicheres Anliegen an der Aussenverkleidung erfolgt.
Obwohl nur eine Versiegelung 30 gezeigt ist, könnte grundsätzlich auch an der Wassernase eine Versiegelung erfolgen.
Mit dem Verbindungsprofil ist es möglich, dass der senkrechte Einschnitt 26 sehr schmal gehalten wird, so dass der vorzugsweise hölzerne Tragrahmen 9 kaum geschwächt wird und die Verbindungsschrauben 35 einen absolut sicheren Halt haben. Auf diese Weise wird die Verbindungsfestigkeit zwischen Dachelement und Seitenwänden wesentlich erhöht.
Durch das Eingreifen des fünften Bereiches in den abgekanteten Abschnitt der Wassernase wird erreicht, dass das Aussenblech 14 auch einer extremen Sogbelastung standhält.
Gegenüber bei den bekannten Lösungen erforderlichen Nut- und Federsystemen zur Verbindung von Dachteil und Seitenwänden, bringt der gesägte Einschnitt 26 eine wesentliche Vereinfachung bei der Herstellung.
Schliesslich kann durch die mit dem neuen Verbindungsprofil 18 erreichte Fugendichtigkeit der seitliche Abschirmabschnitt 16 des Dachbleches 14 nach unten kürzer gehalten werden, da er keine Schutzfunktion für die Fuge mehr zu erfüllen hat, so dass der Abschirmabschnitt höhenmässig nicht mehr nach unten über das Dachteil 4 hervorsteht. Dies führt zu einer wesentlichen Vereinfachung des Pressvorganges des Dachelementes, da das Pressen jetzt planparallel ohne Aufdopplung möglich ist. Die Presszeit wird dadurch erheblich reduziert, da kein Aufdopplungsmaterial mehr durchwärmt werden muss und damit auch die Gefahr des Elementverzuges wegen asymmetrischer Pressbelegung ausgeschlossen ist.
Die Montage der Fertigbauteile erfolgt auf der Baustelle.
Zu diesem Zweck wird das Verbindungsprofil 18 problemlos auf der Baustelle ohne Benutzung einer Lehre satt am Rahmen 12 des Dachteiles angelegt und mittels der Schrauben 33 befestigt. Mögliche Fertigungstoleranzen sind durch die Neigung des zweiten Bereiches 20 gegenüber der Aussenverkleidung 11 auffangbar. Da das Verbindungsprofil erst bei der Endmontage aufzubringen ist, können die Dachelemente für den Transport problemlos übereinandergestapelt werden, da keine hervorstehenden Teile vorhanden sind.
Da die Höhe der Abkantung des Dachelementes für den Fugenschutz keine Bedeutung mehr hat, werden durch die neue Ausbildung erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten im Bereich des seitlichen Abkantens des Dachbleches und des Dachüberstandes geschaffen. Die Abkantung kann, wie insbesondere in Fig. 3 gezeigt ist, auf ein Minimum verkleinert werden.
In dem obigen Ausführungsbeispiel ist das Verbindungsprofil zum Aufbau einer Dachgaube angewendet. In gleicher Weise findet das Verbindunsprofil auch bei anderen Bauten, bei denen ein Dach mit Seitenwänden zu verbinden ist, Anwendung, wie dies beispielsweise bei einer Hütte oder Hausteilen mit einer auf der Aussenwand anliegenden Blechver kleidung der Fall ist.