CH674663A5 - - Google Patents
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Description
BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft ein Bohrgerät zum Bohren in Erde und Gestein unter gleichzeitiger Verrohrung des Bohrloches, nach 's dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Das Bohren in Erde und Gestein unter gleichzeitiger Vorroh-rung des Bohrloches ist sehr kompliziert, und zwar unter anderem, da die zu durchbohrenden Erd- und Gesteinsinformationen stark schwanken und sehr kompliziert sind. Beim Bohren von 20 Brunnenschächten ist es meistens erwünscht, die Bohrlöcher längs eines bedeutenden Teiles ihrer vertikalen Ausdehnung zu verrohren, wobei es ausserdem möglich sein muss, alle Arten von Erdformationen zu durchdringen, wie beispielsweise lose liegenden Sand, harte, viskose und quellende Tone, alluviale Konglo-25 merate mit abgerundeten, kleinen Steinen oder Kieseln, Moränen mit kleinem und grossem Geröll, rissige Zonen in Felsgestein usw. Ausserdem sind gute Bohreigenschaften in hartem Fels erwünscht, da es oftmals erforderlich ist, beträchtliche Längen der Bohrlöcher in Fels zu verrohren, und zwar beispielsweise in derar-30 tigen Bereichen, in denen infolge geologischer Verschiebungen Tonschichten unter derartigen Felsschichten liegen.
Bohrgeräte fur den vorgenannten Zweck sollten eine ganze Reihe von Forderungen oder Bedürfnissen erfüllen. Beispielsweise müssen derartige Bohrgeräte Felsen und Steine effektiv zer-35 kleinern können, und dies ohne selbst starkem Verschleiss zu unterliegen, und/oder es muss möglich sein, mit derartigen Bohrgeräten harte Blähtone durchbohren zu können. Das Bohrgerät sollte auch derart ausgebildet sein, dass das Bohrklein durch das Bohrrohr wirksam nach oben transportiert werden kann, während 40 gleichzeitig das Bohrrohr gegen Beschädigung geschützt werden muss. Insbesondere sollten die auf das untere Ende des Bohrrohres einwirkenden Belastungen begrenzt sein, so dass selbst Kunststoffrohre verwendet werden können. Das untere Ende des Bohrrohres ist besonders starken Beanspruchungen ausgesetzt, und 45 zwar teilweise wegen der von der Führung herkommenden Seitenkräfte, welche dazu neigen, das Rohr zu zerreissen und das Loch schräg zu fuhren, und teilweise wegen des Verschleisses durch die Zerkleinerung groben Bohrkleins oder durch Erosion durch feinere Bohrabfalle zwischen der Führung und dem Rohr. Schliess-50 lieh sollte das Bohrgerät leicht handhabbar, unkompliziert und vor allem zuverlässig sein, um beispielsweise sicherzustellen, dass der Bohrmeissel oder die Bohrkrone sich in ihrer exzentrischen Bohiposition nicht verklemmen oder losschrauben und in das Bohrloch zurückfallen, wenn der Bohrmeissel oder die Bohrkrone 55 eingezogen werden und das Bohrgerät als Ganzes durch das Loch nach oben hochgezogen wird.
Bei bisher vorgeschlagenen Bohrgeräten, bei denen das Bohrloch gleichzeitig verrohrt werden kann, ist normalerweise eine kreisrunde Führung vorgesehen, welche zentral im Bohrrohr aus-60 gerichtet ist, wobei oftmals ausserdem ein besonderer Führungs-bohrmeissel vorgesehen wird, um das Bohrgerät einwandfrei zu führen. Ein Beispiel eines derartigen Bohrgerätes ist in der schwedischen Patentschrift 377 706 beschrieben. Andere fiir den vorgenannten Zweck vorgesehene Bohrgeräte besitzen einen Bohrmeis-65 sei oder eine Bohrkrone, welche fest mit der Schwerstange verbunden ist, und eine exzentrische Führung, welche ihrerseits begrenzt verdrehbar ist. Derartige Bohrgeräte sind beispielsweise in den schwedischen Patentschriften 188 739 und 212 006
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beschrieben. Derartige verdrehbare exzentrische Führungen werden jedoch durch das Bohrklein leicht blockiert, so dass der Bohrmeissel nach Abschluss des Bohrvorganges nicht mehr zurückgeholt werden kann. Alternativ war es erforderlich, die Führung derart auszubilden, dass eine Aufwärtsforderung des Bohrkleins durch das Bohrrohr vollkommen unmöglich war. Dies ist beispielsweise bei der bereits genannten schwedischen Patentschrift 212 006 der Fall.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bohrgerät der eingangs definierten Art zu schaffen, welches die Nachteile der bisher bekannten derartigen Bohrgeräte nicht besitzt und dadurch u.a. eine Reduzierung der Bohrkosten ermöglicht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen.
Die Bohrleistung kann dabei durch eine mehr oder weniger grosse Anzahl von miteinander verbundenen Bohrstangen erbracht werden, welche die Drehbewegung, und beim Stossend-bohren die Stossenergie, von einem auf der Endoberfläche stehenden Stossgerät übertragen, oder es kann auch ein im Bohrloch sitzender Bohrhammer verwendet werden, welcher direkt mit dem Führungsorgan und dem Bohrmeissel verbunden ist.
Weitere Besonderheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausfuhrungsbeispiels. Es zeigen:
Fig. 1 einen Axialschnitt durch das Bohrgerät, mit dem Bohrmeissel in Bohrposition;
Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Axialschnitt, bei welchem der Bohrmeissel jedoch um 180° verdreht ist und sich in der Rückholposition im Bohrloch befindet;
Fig. 3 einen Querschnitt durch das Führungsorgan längs der Linie III-III in Fig. 1;
Fig. 4 einen Querschnitt des Schaftteiles des Bohrmeissels und des exzentrischen Zapfens des Führungsorgans längs der Linie IV-IV in Fig. 1;
Fig. 5 eine Endansicht des Bohrmeissels und des Bohrrohres in Blickrichtung der Pfeile V-V in Fig. 1 ; und
Flg. 6 eine Endansicht des Bohrmeissels und des Bohrrohres in Blickrichtung der Pfeile VI-VI in Fig. 2 nach einer halben Umdrehung, um mit der in Fig. 5 dargestellten Position leichter vergleichbar zu sein.
In den Figuren bedeutet das Bezugszeichen 7 die theoretische Kontur des Bohrloches, das Bezugszeichen 8 das Bohrrohr, das Bezugszeichen 9 den unteren Teil der Bohrstange, das Bezugszeichen 10 das Führungsorgan und das Bezugszeichen 11 den Bohrmeissel. Der eigentliche Bohrkopf des Bohrmeissels ist mit 1 la bezeichnet. Der Bohrkopf weist einen exzentrischen Abschnitt 1 lb auf.
Wie Fig. 1 zeigt, besitzt das Führungsorgan 10 einen nach oben weisenden Gewindebolzen 10a, welcher dünner ist als der Führungsteil 10b des Führungsorgans und in ein entsprechendes Innengewinde einer Bohrung in der Bohrstange 9 passt, so dass das Führungsorgan 10 und der anhängende Bohrmeissel 11 von der Bohrstange 9 abgenommen werden können, falls dies erforderlich ist. Diese Schraubverbindung ist unter normalen Bedingungen nicht verdrehbar, d.h. die Verbindung kann nur mit Hilfe eines Werkzeuges gelöst werden, nachdem das Bohrgerät aus dem Bohrloch hochgezogen wurde. Das Führungsorgan 10 besitzt ausserdem einen nach unten weisenden Zapfen 10c, welcher ebenfalls dünner ist als der Hauptteil 10b des Führungsorgans. Der Bohrmeissel 11 besitzt einen hohlen Schaft 11c, welcher den Zapfen 10c des Führungsorgans umgibt und mit diesem derart verbunden ist, dass eine begrenzte Drehbewegung des Bohrmeissels um diesen Zapfen möglich ist.
Wie Fig. 1 zeigt, ist das Führungsorgan 10 derart ausgebildet, dass in Bohrposition die Mittelachse 9a der Bohrstange 9 nicht mehr mit der Mittellinie 8a des Bohrrohres 8 fluchtet, sondern zu dem exzentrischen Abschnitt 1 lb des Bohrmeissels 11 hin versetzt ist, und zwar dort, wo dessen Ausladung am grössten ist. Unter anderem ergibt dieses Versetzen des Bohrmeissels eine gleichmässigere Lastverteilung auf den Kopf des Bohrmeissels beim Schlagbohren. Die Pfeile 12 in den Fig. 3 bis 5 zeigen die s Drehrichtung des Bohrmeissels während des Bohrvorganges. In Fig. 3 zeigt der Pfeil 13 die Richtung der Kraft, mit welcher das Führungsorgan 10 beim Drehen des Bohrmeissels gegen das Bohrrohr 8 gepresst wird. Der Pfeil 14 zeigt die Richtung der Kraft, mit welcher das Führungsorgan infolge des Druckes des io Bohrmeissels 11 gegen die Bohrlochwandung 7a gegen das Bohrrohr 8 gepresst wird. Der Pfeil 15 zeigt die Resultate der Kräfte 13 und 14 an. Das Bezugszeichen 16 bedeutet den Kreisbogensektor der Aussenfläche des Führungsorganes 10, mit dem dieser während eines Drehvorganges innenseitig am Bohrrohr 8 anliegt. Die 15 Bezugszeichen 17 und 18 bedeuten Sektoren des Führungsorgans mit kleinerem Radius, welche während des Bohrens einen Spalt 17a bzw. 18a gleichmässiger Breite gegenüber dem Bohrrohr 8 ergeben. Das Bezugszeichen 19 zeigt einen kreisbogenförmigen Sektor des Umfanges des Führungsorganes 10, welcher mit dem 2o Bohrrohr 8 einen Spalt 19a sich ändernder Breite ergibt, wobei die Breite dieses Spaltes im Mittelbereich dieses Sektors grösser ist als die Spalten 17a und 18a der Sektoren 17 und 18, und wobei der Umriss dieses Sektors 19 mit dem Innenprofil des Bohrrohres 8 übereinstimmt, wenn der Bohrmeissel 11 seine 25 Rückholposition (Fig. 2) im Bohrrohr einnimmt.
In Fig. 4 bedeuten die Bezugszeichen 20 und 21 Sektoren des Meisselschaftes 11c, welche während eines Bohrvorganges mit dem Bohrrohr 8 Spalte 20a und 21a gleichmässiger Breite wie die Spalte 17a und 18a am Führungsorgan 10 bilden. Das Bezugszei-30 chen 22 bedeutet eine Führungsleiste am Umfang des Meisselschaftes 1 lc, welche während eines Bohrvorganges eine zusätzliche Führung am Bohrrohr 8 ergibt. Das Bezugszeichen 23 bedeutet einen Kreisbogensektor des Umfanges des Meisselschaftes 11c, welcher mit dem Bohrrohr 8 einen Spalt 45 sich ändernder 35 Breite bildet, wobei die Breite dieses Spaltes im Mittelbereich grösser ist als die Breite der durch die Sektoren 20 bzw. 21 gebildeten Spalte 20a und 21a. Die Kontur dieses Sektors 23 stimmt mit der Innenkontur des Bohrrohres 8 überein, wenn der Bohrmeissel 11 seine Rückholposition innerhalb des Bohrrohres ein-40 nimmt. Das Bezugszeichen 24 bedeutet ein Sicherungselement in Form eines kreisrunden Stabes, der im Schaft 1 lc des Bohrmeissels eingesetzt ist. Das Bezugszeichen 25 bedeutet eine Aufnahmenut für dieses Sicherungselement 24 im Zapfen 10c des Führungsorgans 10, welche so geformt ist, dass der Bohrmeissel 11 45 zwar um 180°, d.h. zwischen der Bohrposition und der Rückholposition, verdreht werden kann, jedoch gegen axiale Bewegungen verriegelt ist. Beim Zusammenbau des Bohrgerätes kann das Sicherungselement 24 am Meisselschaft 11c durch Punktschweis-sung gesichert werden. Das Bezugszeichen 26 bedeutet einen 50 Luftspülkanal, welcher den zentralen Spülkanal 27 mit der Nut 25 und den Lagerspalten zwischen dem Meisselschaft und dem Zapfen 10c des Führungsorgans verbindet, wodurch eine Schmierung und Reinigung erleichtert wird.
Wie Fig. 1 zeigt, sind unterhalb dieser Nut 25 zwei weitere 55 Nuten 46 und 47 ausgebildet, welche mit der Nut 25 übereinstimmen und für weitere Sicherungselemente 24 im Meisselschaft bestimmt sind, so dass aus Sicherheitsgründen die Belastungen über eine Anzahl von Sicherungselementen und entsprechende Nuten verteilt sind.
6° Wie Fig. 1 zeigt, verläuft der vorgenannte zentrale Spülkanal 27 in Längsrichtung durch den Bohrmeissel 11, das Führungsorgan 10 und das Bohrgestänge 9. Zweckmässigerweise ist an der Stelle 29 im Bohrmeissel 11 ein nicht dargestelltes Rückschlagventil angeordnet. Im Meisselschaft 11c und in der Bohrstange 9 65 sind Nuten 28 bzw. 28' ausgebildet, welche Dichtringe mit nach aussen weisenden Lippen enthalten. Diese Dichtringe erlauben ebenso wie das Rückschlagventil ein Ausströmen von Spülluft aus dem zentralen Spülkanal 27, während das Eindringen von Wasser
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und Bohrklein verhindert wird.
In Fig. 5 bedeuten die Bezugszeichen 30 bis 35 Schneideeinsätze aus Hartmetall im Bohrkopf 1 la des Bohrmeissels 11, wobei dieser Bohrkopf das eigentliche Bohren und Zerkleinern des Gesteins vollfuhrt. Das Bezugszeichen 36 bedeutet den Kreis, innerhalb welchem der zentrale Schneideeinsatz 30 arbeitet. Das Bezugszeichen 37 bedeutet den Kreis, innerhalb welchem die beiden Hartmetall-Einsätze 31 und 32 arbeiten, wobei dieser Kreis ausserhalb des Kreises 36 verläuft. Die Hartmetall-Vorschneideeinsätze 33,34 und 35 arbeiten zwischen dem Kreis 37 und der Bohrlochwandung 7a. Die Anzahl von Schneid- oder Bohreinsätzen ist daher annähernd proportional den Flächen zwischen diesen Kreisen, so dass sich ein gleichmässiger Verschleiss und infolgedessen die bestmögliche Ausnutzung der Einsätze ergibt. Das Bezugszeichen 38 bedeutet die maximale exzentrische Ausladung, welche dem Bohrkopf 1 la erteilt werden kann, während er noch ganz in Rückhollage des Bohrmeissels in das Bohrloch aufgenommen werden kann (siehe Fig. 6). Diese grösstmögliche Exzentrizität wurde nicht ausgenutzt, und es war stattdessen möglich, ein halbmondförmiges Segment herauszutrennen, so dass der periphere Teil des Bohrkopfes mit der stärksten Exzentrizität ein geeignet grosses Loch in bezug auf den Aussendurchmesser des Bohrrohres 8 liefert und vor allem einen nicht peripheren Teil des Bohrkopfes erzeugt, welcher am Umfang des Bohrloches arbeitet, so dass eine grosse Anzahl von Hartmetall-Einsätzen am Umfang angeordnet werden können, wodurch der Durchmesser des Loches eine wesentlich längere Zeitspanne hindurch uniform gehalten werden kann als bisher, trotz eines Verschleisses des Bohrkopfes, wodurch naturgemäss die Lebensdauer des Bohrmeissels verlängert wird. Ein Durchmesserverlust durch Verschleiss ist oftmals ein Faktor, welcher die Lebensdauer des Bohrmeissels begrenzt. Ein längerer peripherer Teil und mehr periphere Hartmetall-Einsätze liefern auch eine gleichmässigere und weniger ruckartige Drehbewegung. Das Bezugszeichen 39 bedeutet eine vordere Schulter am Bohrkopf 1 la des am weitesten ausladenden Abschnitts 1 lb des Bohrkopfes, der mit der Innenwand des Bohrloches 7 in Drehrichtung in Berührung kommt. Infolge des unterbrochenen Überganges dieser vorderen Schulter wird ein Klemmkontakt mit dem Bohrloch vermieden, welcher sonst eine «Quetschzone» in der Wand hervorruft. Dadurch, dass eine derartige «Quetschzone» vermieden wird, wird weitgehend der Verschleiss am Umfang des Bohrkopfes verringert und die Höhe des zum Verdrehen des Bohrkopfes erforderlichen Drehmomentes herabgesetzt, wobei ausserdem die Neigung des Bohrkopfes, sich festzuklammern, verringert wird und eine weniger ruckartige Drehung dieses Bohrkopfes erzielt wird.
Die drei Schneideeinsätze 30, 31 und 32 sind an einer Seite des Bohrkopfes IIa angeordnet und liegen schräg, so dass sie auf einem Kegelmantel mit der Achse in der Mitte des Bohrloches liegen. Dadurch werden Reaktionskräfte auf dem Bohrkopf erzeugt, welche mithelfen, die horizontalen Schneideeinsätze 33, 34 und 35 an der anderen Seite des Bohrkopfes zur Wand des Bohrloches 7 zu drücken und den Bohrmeissel 11 zu führen. Dadurch werden die Kräfte 13,14 und 15 (Fig. 3) und infolgedessen die Belastung auf das Führungsorgan 10 herabgesetzt, während zusätzlich der Verschleiss verringert und eine gleichmässige Drehung erzielt werden. Infolgedessen braucht die Führungsfläche 16 des Führungsorgans nicht besonders gross zu sein. Sie sollte jedoch peripher annähernd über den Bereich zwischen den Wirkungslinien der Kräfte 13 und 14 erstrecken, da diese Kräfte grössenmässig stark schwanken können. Dieser periphere Teil 16 des Führungsorgans 10 kann zweckmässigerweise die Form eines schmalen Steges haben, welcher schraubenförmig oder schräg verläuft, um das Bohrklein vom Bohrmeissel während eines Bohrvorganges fortzufuhren. Wenn auch die periphere Führungsleiste 22 des Meisselschaftes 1 lc beim Bohren von homogenem Material eigentlich überflüssig ist, gewährleistet sie doch eine glatte und 5 gleichmässige Drehung, falls Unregelmässigkeiten im Bohrgrund vorhanden sind. Aus diesem Grunde verläuft diese Führungsleiste 22 ebenfalls schräg oder schraubenförmig. Wenn sich der Bohrmeissel 11 in Bohrposition befindet, bilden die Spalten 20a und 21a am Meisselschaft 11c und die Spalten 17a und 18a am Füh-io rungsorgan 10 durchgehende Kanäle, welche die Grösse von eventuell durchlaufenden Teilchen begrenzen. Andererseits sollten die offenen Spalten rund um das Führungsorgan und den Meisselschaft so gross wie möglich sein, um die Fähigkeit des Bohrgerätes, das Bohrklein abzuführen, zu erhöhen, so dass der 15 Steg 16 und die Führungsleiste 22 vorzugsweise schmal ausgebildet werden.
Die vorbeschriebene Grundkonstruktion mit den auf dem Führungsorgan 10 bzw. dem Bohrmeisselschaft 11c angebrachten Führungselementen, dem Steg 16 und der Führungsleiste 22, 20 ermöglicht eine weitgehende exzentrische Einstellung des Bohrmeissels 11, was wiederum die vorerwähnte günstige Bildung der Schneidgeometrie ermöglicht, ohne dass dadurch die erforderliche Dimensionierung des exzentrischen Zapfens 10c des Führungsorgans oder des Meisselschaftes 1 lc in bezug auf ihre 25 mechanische Festigkeit aufs Spiel gesetzt wird.
Der Winkelabstand zwischen der mittleren Zone des Führungsteils 10b des Führungsorganes 10, welche an der Innenseite des Bohrrohres 8 anliegt, und der mittleren Zone des am meisten exzentrischen Teiles 1 lb des Bohrmeissels 11, beträgt, gemessen 30 von der ersteren bis zur letzteren in Drehrichtung des Bohrmeissels, zweckmässigerweise weniger als 180° und liegt vorzugsweise zwischen 100 und 170°, wie aus der vorstehenden Beschreibung in bezug auf die Richtung der Kräfte 13 und 14 in Fig. 3 ohne weiteres verständlich ist. Vorzugsweise ist das Führungsorgan der-35 art ausgebildet, dass es in Bohrposition an der Innenseite des Bohrloches längs eines Sektors anliegt, welcher einem Zentriwinkel zwischen 50 und 150° entspricht. Schliesslich sind die Umfangsteile des Führungsorganes 10 und des Meisselschaftes 11c, welche in Rückholposition des Bohrmeissels 11 dem am mei-40 sten exzentrischen Teil 1 lb des Bohrmeissels während eines Bohrvorganges diametral gegenüberliegen, derart geformt, dass eine radiale Einstellung in einer derartigen Grösse zwischen der Bohrposition des Bohrmeissels und der Rückholposition desselben erfolgen kann, dass ein peripherer Teil des am meisten exzen-45 trischen Teiles des Bohrmeissels in Bohrposition an der Innenseite des Bohrloches längs eines Sektors anliegen kann, welcher einem Zentriwinkel von mehr als 30° entspricht, wobei der Bohrmeissel und das Führungsorgan in Rückholposition ebenfalls im Bohrrohr aufgenommen sind.
50 Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel besitzt der Bohrmeissel sechs Schneideeinsätze. Die drei am Umfang angeordneten Schneideeinsätze können in verschiedenen Höhen angeordnet werden, um eine gleichmässig verteilte Belastung und ein Schneidvolumen zwischen diesen Schneideinsätzen bei der nach 55 unten gehenden Schraubbewegung während eines Bohrvorganges zu liefern. Der Bohrmeissel kann auch mit mehr Schneideeinsätzen versehen werden, als die Einsätze bei dem vorbeschriebenen Ausfuhrungsbeispiel. Beim reinen Drehbohren können die Schneideeinsätze eine Form erhalten, welche der Form eines 60 Hobelmeissels ähnelt, d.h. einem sogenannten rotierenden Bohrkopf, oder sie können durch eine oder mehrere gezahnte Rollen ersetzt werden, so dass sich ein sogenannter Rollenmeissel ergibt.
2 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1 2. Bohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang des Führungsorgans (10) eine Führungsfläche (16) aufweist, welche in der Bohrposition des Bohrmeissels (11) nur an der Innenseite des Bohrrohres (8) anliegt, welche dem meist exzentrischen Teil (IIb) des Bohrmeissels diametral gegenüber liegt, wobei zwischen dem der Führungsfläche diametral gegenüberliegenden Teil des Umfanges des Führungsorgans und dem Bohrrohr ein Spalt (19a) verbleibt, und dass die während des Rückholvorganges ausgenützte Endlage eine Position hat, bei der die Führungsfläche und der meist exzentrische Teil des Bohrmeissels innerhalb des Bohrrohres (8) liegt.
1. Bohrgerät zum Bohren in Erde und Gestein unter gleichzeitiger Verrohrung des Bohrloches (7) mittels eines Bohrrohres (8), mit einer Bohrstange (9), einem Bohrmeissel (11) mit einem exzentrischen Bohrkopf (1 la), und einem Führungsorgan (10) zwischen der Bohrstange und dem Bohrmeissel, wobei der Bohrmeissel verdrehbar ist zwischen einer Bohrposition, in welcher der Bohrmeissel aus dem Bohrrohr vorgetreten ist und ein Loch mit einem grösseren Durchmesser als der Aussendurchmesser des Bohrrohres bohrt, und einer Rückholposition, in welcher der Bohrmeissel und das Führungsorgän innerhalb des Bohrrohres liegen, so dass der Bohrmeissel durch das Bohrrohr rückholbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsorgan (10) unver-drehbar mit der Bohrstange (9) verbunden ist, und dass der Bohrmeissel (11) zwischen zwei Endlagen begrenzt drehbar am Führungsorgan befestigt ist, wobei er über einen Winkel von mindestens 90° drehbar ist.
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PATENTANSPRÜCHE
3. Bohrgerät nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die während des Bohrvorganges ausgenützte Endlage eine derartige Position hat, dass die Mittelachse (9a) des Bohrrohres (8) exzentrisch verschoben ist, so dass die Mittelachse (9a) der Bohrstange (9) exzentrisch zwischen der Mittelachse (8a) des Bohrrohres (8) und der Mittelachse (IIb') des am meisten exzentrisch liegenden Teiles (1 lb) des Bohrmeissels (11) liegt.
4. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsorgan (10) eine Führungsfläche (16) hat, und dass die am Bohrrohr (8) anliegende Führungsfläche zu einem schraubenlinienförmigen Steg ausgebildet ist, durch dessen Gewindegang das Bohrklein während eines Bohrvorganges im Bohrrohr nach oben förderbar ist
5. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsorgan (10) eine Führungsfläche (16) hat, und dass der Bohrmeissel (11) einen Schaft (1 lc) besitzt, welcher eine an der Innenseite des Bohrrohres (8) in Bohrposition des Bohrmeissels führend anliegende Führungsleiste (22) aufweist, welche auf der gleichen Seite liegt wie die Führungsfläche (16), wenn der Bohrmeissel (11) sich in Rückholposition befindet.
6. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrmeissel (11) mit im zentralen Bereich (24) arbeitenden Schneideeinsätzen (30,31, 32) versehen ist, welche an der Seite des Bohrmeissels liegen, welche diametral seinem am meisten exzentrischen Teil (IIb) gegenüberliegt, wobei diese Schneideeinsätze schräg verlaufen, so dass ihre Schneidekanten auf einem Kegelmantel mit der Achse in der Mitte des Bohrloches (7) liegen.
7. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang des am meisten exzentrischen Teiles (1 lb) des Bohrmeissels (11) in der Bohrposition auf einem mit dem Bohrloch (7) konzentrischen Kreis liegt und dass mehrere weitere Schneideeinsätze (33, 34, 35) vorgesehen sind, welche am Umfang des Bohrloches (7) zu schneiden bestimmt sind.
8. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsorgan (10) einen Gewindezapfen (10c) aufweist, der in einen hohlen, mit einem Gewinde versehenen Schaft (1 lc) des Bohrmeissels (11) geschraubt ist, und dass eine Sicherheitsvorrichtung zwischen Gewindezapfen und Schaft vorgesehen ist, bestehend aus einem stabförmigen Element (24), das sich einerseits in der Bohrung in der Schaftwand und andererseits in einer Nut (25) im Gewindezapfen befindet.
9. Bohrgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass 5 sich ein Luftspülkanal (26) zwischen einem in Längsrichtung durch den Bohrmeissel (11) verlaufenden Spülkanal (27) und der Nut (25) im Zapfen (10c) des Führungsorgans (10) erstreckt.
10
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