CH674704A5 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Klemme zum temporären oder permanenten Abklemmen von Blutgefässen oder Aneurysmen, bestehend aus zwei je ein Maulteil und eine Bedienungsbranche aufweisenden Klemmenteilen, die um eine zwischen Maulteil und Bedienungsbranche liegende Achse schwenkbar gelagert sind, und aus einer die Maulteile gegeneinander drängenden Schliessfeder, wobei die Bedienungsbranchen mit Rastelementen für ein Anlegeinstrument versehen sind. In der Chirurgie, vorzugsweise der Mikrochirurgie, müssen Blutgefässe, Aneurysmen und dergleichen in oft räumlich sehr beengter Umgebung abgeklemmt werden. Besonders gross ist dieses Problem bei tief liegenden kraniellen Aneurysmen, welche durch umgebende Strukturen die räumlichen Verhältnisse und Sichtverhältnisse stark beeinträchtigen. Es ist eine Klemme der vorgenannten Art bekannt (Prospektblatt der Firma AD. KRAUTH "Heifetz Intrakraniale Aneurisma Clips und Setzzangen"), bei welcher die Klemmenteile einander nicht überkreuzen. Zum Anlegen der Klemme werden die Bedienungsbranchen von einer Setzzange von aussen umgriffen, wodurch Teile der Klemme verdeckt werden. Das Umgreifen der Klemme von aussen bedingt vergleichsweise grosse Abmessungen der Setzzange im Griffbereich, wodurch die Sicht auf die Klemme und auf das abzuklemmende Gefäss bzw. die abzuklemmenden Aneurysmen stark behindert wird. Im übrigen sind die Bedienungsbranchen der Klemme mit einem geradlinig verlaufenden Vorsprung bzw. einer entsprechenden Vertiefung versehen, weshalb die Klemme in bezug auf die Setzzange nicht verdrehbar ist, weshalb eine grosse Anzahl verschieden ausgebildeter Klemmen erforderlich ist. Es sind auch Aneurysma- und Gefässclips bekannt (Prospekt der Firma AESCULAP S-033 981/4 Auflage I "Micro Aneurysma- und Gefässclips"). Diese Clips weisen auch sich überkreuzende Teile auf. Sie sind aber einschliesslich Schliessfeder aus einem Stück federnden Stahles geformt, weshalb auch hier zum \ffnen des Maulteils der Bedienungsteil eines Clips von einem Anlegeinstrument umgriffen und zusammengedrückt werden muss, weshalb hier die gleichen Nachteile durch Sichtbehinderung auftreten, wie sie oben beschrieben sind. Es sind hier auch Clips mit verbreitertem Bedienungsteil gezeigt, in dem eine Bohrung zur Aufnahme eines Zapfens am Anlegeinstrument vorgesehen ist, so dass der Clip in dem Anlegeinstrument seitlich verschwenkbar ist. Die Probleme der Sichtbehinderung sind aber auch hier vorhanden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Klemme der eingangs genannten Art zu schaffen, die den gegebenen engen räumlichen Verhältnissen besonders Rechnung trägt und die mit vergleichsweise geringer Sichtbehinderung durch das Anlegeinstrument anlegbar ist. Dies wird erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht. Hierdurch wird es ermöglicht, dass durch Auseinanderspreizen der Bedienungsbranchen der Maulteil der Klemme geöffnet wird, wodurch das Anlegeinstrument die Bedienungsbranchen nicht von aussen umgreifen muss, sondern in den Innenraum zwischen den Branchen eingeführt werden kann und somit die Sicht weniger behindert und auch die Klemmenteile nicht verdeckt. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen. Die Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Klemme in etwa zehnfacher Vergrösserung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Klemme nach Fig. 1, und Fig. 3 eine Ansicht einer erfindungsgemässen Klemme mit Anlegeinstrument in etwa natürlicher Grösse. Wie in den Figuren 1 und 2 gezeigt, besteht die Klemme aus zwei einander überkreuzenden Klemmenteilen, die je ein Maulteil 1a, 1b und eine Bedienungsbranche 2a, 2b aufweisen. 3 ist der Klemmenschluss, wo die beiden Klemmenteile um eine Achse drehbar gelagert sind. Hier ist eine Schliessfeder, die im vorliegenden Fall als U-förmige Blattfeder ausgebildet ist, die innen an den Bedienungsbranchen 2a, 2b anliegt und an diesen befestigt ist. Die Befestigung kann beispielsweise mit Hilfe von Nieten 5 erfolgen, deren Kopf halbkugelförmig, zylindrisch, kegelförmig oder in anderer Weise rotationssymmetrisch ausgebildet sind. Die Vorsprünge können auch pyramidenförmig ausgebildet sein. Hierdurch wird es ermöglicht, die Klemme unter verschiedenen Winkeln zum Anlegeinstrument zu halten, wodurch auf die sonst übliche Modellvielfalt weitgehend verzichtet werden kann. Die Schliessfeder 4 ist so vorgespannt, dass die Bedienungsbranchen 2a, 2b und damit auch die Maulteile 1a, 1b mit vorbestimmter Kraft zusammenzieht. Zum Anlegen der Klemmen wird das in Fig. 3 gezeigte Anlegeinstrument zwischen die Bedienungsbranchen 2a, 2b eingeführt. Das Bedienungsinstrument weist den Vorsprüngen 5 entsprechende Vertiefungen auf, in die die Vorsprünge 5 eingerastet werden. Durch Auseinanderbewegung der Schenkel des Anlegeinstruments werden die Bedienungsbranchen und damit auch die Maulteile 1a, 1b auseinandergedrängt. Da das Anlegeinstrument die Bedienungsbranchen 2a, 2b nicht von aussen umgreifen muss, sondern mit seinen Schenkeln zwischen die Bedienungsbranchen eingeführt wird, werden keine Teile der Klemme verdeckt, und es stellt das Anlegeinstrument keine wesentliche Sichtbehinderung dar.
Claims (5)
1. Klemme zum temporären oder permanenten Abklemmen von Blutgefässen oder Aneurysmen, bestehend aus zwei je ein Maulteil und eine Bedienungsbranche aufweisenden Klemmenteilen, die um eine zwischen Maulteil und Bedienungsbranche liegende Achse schwenkbar gelagert sind, und aus einer die Maulteile gegeneinander drängenden Schliessfeder, wobei die Bedienungsbranchen mit Rastelementen für ein Anlegeinstrument versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmenteile (1a, 2b; 1b, 2a) einander überkreuzen und dass die Rastelemente (5) in Form von Vorsprüngen oder Vertiefungen an den einander zugewandten Seiten der Bedienungsbranchen (2a, 2b) angeordnet sind.
2. Klemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schliessfeder eine an den einander zugewandten Flächen der Bedienungsbranchen (2a, 2b) befestigte U-förmige Blattfeder (4) ist.
3.
Klemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente (5) als rotationssymmetrische Vorsprünge oder als Bohrungen ausgebildet sind.
4. Klemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente (5) pyramidenförmig ausgebildet sind.
5. Klemme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Rastelemente Nieten mit rotationssymmetrischem oder pyramidenförmigem Kopf (5) vorgesehen sind, mit denen die Schliessfeder an den Bedienungsbranchen befestigt ist.
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