CH674737A5 - - Google Patents
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- CH674737A5 CH674737A5 CH1573/88A CH157388A CH674737A5 CH 674737 A5 CH674737 A5 CH 674737A5 CH 1573/88 A CH1573/88 A CH 1573/88A CH 157388 A CH157388 A CH 157388A CH 674737 A5 CH674737 A5 CH 674737A5
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum pneumatischen Fördern von Schüttgut mittels einer Förderleitung und einer Reingas führenden Nebenleitung, die in Abschnitte unterteilt ist, die voneinander durch Absperrventile getrennt sind, deren jedes von einem Druckfühler gesteuert ist, der den IST-Druck in der Förderleitung mit einem SOLL-Druck vergleicht und bei einem Druckabfall in der Förderleitung das zugeordnete Absperrventil betätigt, das dann den stromabliegenden Teil der Nebenleitung absperrt, während gleichzeitig Reingas von der Nebenleitung in die Förderleitung eingespeist wird. Vorrichtungen dieser Gattung sind aus den DE-PSen 2 305 030 und 2 550 164 bekannt. Sie erlauben eine materialschonende Langsamförderung in der Förderleitung bei hoher Beladung des Förderluftstromes, da von einer Verstopfung bedrohte Förderleitungsabschnitte anhand des stromab der Verstopfung bzw. der beginnenden Verstopfung auftretenden Druckabfalls erkannt und sodann aus der Nebenleitung zusätzliches Reingas in die Förderleitung eingeleitet und damit die zu grosse Materialanhäufung verdünnt wird. Bei beiden bekannten Vorrichtungen ist hierzu der Druckverlauf in der Nebenleitung demjenigen Druckverlauf angeglichen, der sich bei ungestörter Förderung in bzw. längs der Förderleitung einstellt. Im einfachsten Fall sind hierzu der Anfang der Nebenleitung mit dem Anfang der Förderleitung und das Ende der Nebenleitung mit dem Ende der Förderleitung verbunden. Bei der aus der DE-PS 2 305 030 bekannten Vorrichtung sind die Absperrventile als 3/2-Wege ausgebildet, deren dritter Anschluss mit der Förderleitung verbunden ist. Ausserdem enthält jedes dieser Absperrventile einen Druckfühler, der bei einem Druckabfall in der Förderleitung das 3/2-Wegeventil in der Weise umschaltet, dass der stromab von diesem liegende Teil der Nebenleitung abgesperrt und die Verbindung zu der Förderleitung geöffnet wird. Diese Absperrventile, die in entsprechend grosser Zahl benötigt werden, sind verhältnismässig kompliziert und neigen nach längerer Betriebszeit zu Funktionsstörungen infolge eines auch durch Filter nicht gänzlich zu verhindernden Übertrittes von staubförmigem Schüttgut aus der Förderleitung in das Absperrventil bzw. in die Nebenleitung. Bei der aus der DE-PS 2 550 164 bekannten Vorrichtung ist dieser Nachteil dadurch vermieden, dass anstelle von 3/2-Wegeventilen einfache Absperrventile, die baulich mit einem Drucksensor vereinigt sind, vorgesehen sind. Der Drucksensor enthält eine Membran, die einen Übertritt von Schüttgut aus der Förderleitung in das Absperrventil verhindert. Zur Einleitung von Reingas in die Förderleitung sind die zwischen den in verhältnismässig grossen Abständen angeordneten Absperrventilen liegenden Nebenleitungsabschnitte über in geeigneten Abständen angebrachte Rückschlagventile mit der Förderleitung verbunden. Diese Rückschlagventile verhindern zwar einen Übertritt von Schüttgut aus der Förderleitung in die Nebenleitung, können aber erst öffnen, wenn der Druckunterschied zwischen der Nebenleitung und der Förderleitung ausreichend gross geworden ist, um die Kraft der Ventilfeder zu überwinden. Wegen des an den im ungestörten Betrieb in der Förderleitung herrschenden Druck angeglichen Druckes in der Nebenleitung nimmt ausserdem der für die Einleitung von Reingas verfügbare Druck in der Nebenleitung von deren Anfang bis zu deren Ende immer weiter ab. Diesen Nachteil vermeiden aus der DE-PS 3 323 739 und aus der DE-OS 3 435 907 bekannte Vorrichtungen, die mit einer Nebenleitung arbeiten, in der der Reingasdruck im wesentlichen konstant bleibt und die über differenzdruckgesteuerte Ventile mit der Förderleitung verbunden ist. Als Kriterium für die Einleitung von Reinluft in die Förderleitung wird die Vergrösserung des Druckunterschiedes zwischen benachbarten und über entsprechende Leitungen verbundenen Ventilen benutzt. Diese bekannten Vorrichtungen weisen daher im Prinzip den gleichen Nachteil auf wie die aus der einleitend genannten DE-PS 2 305 030 bekannte Vorrichtung, nämlich komplizierte Spezialventile, die in Abständen höchstens gleich der Länge einer gerade noch sicher auflösbaren Verstopfung, also in grosser Zahl, vorgesehen werden müssen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der einleitend angegebenen Gattung zu schaffen, die die Verwendung einfacher Absperrventile in Abständen, die wesentlich grösser als die maximale Länge eines noch auflösbaren Stopfens sind, erlaubt und mit konstantem Reingasdruck in der Nebenleitung arbeitet. Diese Aufgabe ist bei der Vorrichtung der eingangs genannten Art durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst. Der Kern der Erfindung ist hierbei in der Kombination einer Solldruckleitung mit einfachen Drucktransmittern zu sehen, die einen Soll/Ist-Druckvergleich durchführen und gegebenenfalls ein handelsübliches 3/2-Wegeventil auf mechanischem oder elektrischem Weg umschalten. Die Drucktransmitter können nach dem Membran- oder dem Balgprinzip arbeiten, so dass sie durch Schüttgutansätze oder -ablagerungen nicht in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Jeder Drucktransmitter steuert ein 3/2-Wegeventil. Diese beiden Teile können in verhältnismässig grossen Abständen, d.h. z.B. zwischen dem 10fachen und dem 100fachen des Förderrohrdurchmessers, angeordnet werden. Lediglich die Verbindungen zwischen den jeweiligen Zweigleitungen und der Förderleitung müssen in Abständen angeordnet werden, die kleiner als die kritische Stopfenlänge sind. Die Verwendung einer gesonderten, durchgehenden Solldruckleitung hat des weiteren nicht nur den Vorteil, dass auch am Ende der Nebenleitung der volle Druck zur Einleitung des Reingases in die Förderleitung zur Verfügung steht, sondern dass der (konstante) Druck in der Nebenleitung um einen frei wählbaren Betrag höher als der höchste am Anfang der Förderleitung auftretende Fördergasdruck gewählt werden kann. Die im Anspruch 2 genannten Rückschlagventile in den Verbindungen zwischen den Zweigleitungen und der Förderleitung sind an sich bekannt. Mit der Massnahme nach Anspruch 3 lässt sich eine einfache Angleichung des SOLL-Drucks am Anfang der Solldruckleitung an den an der gleichen Stelle der Förderleitung herrschenden Druck erreichen, ohne dass in die Solldruckleitung Schüttgut eindringen kann. Durch die Anordnung eines Drosselventils entsprechend dem Anspruch 4 kann im Bedarfsfall der am Ende der Solldruckleitung herrschende SOLL-Druck höher eingestellt werden als der am Ende der Förderleitung herrschende Druck, im allgemeinen also als der Atmosphärendruck. Auf diese Weise spricht die Vorrichtung früher auf einen Druckabfall in der Förderleitung an, arbeitet also empfindlicher und rascher. In der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung in zwei beispielhaft gewählten Ausführungsformen schematisch vereinfacht dargestellt. Es zeigt: Figur 1 eine erste Ausführungsform, Figur 2 verschiedene über die Länge der Leitungen aufgetragene Drucke und Figur 3 eine zweite Ausführungsform der Vorrichtung. Die in den Figuren 1 und 3 stark verkürzt dargestellte Vorrichtung besteht aus einer Förderleitung 1, die einen schematisch dargestellten Aufgabebehälter 2 mit einem Abscheider 3 verbindet. Das in dem Aufgabebehälter 2 enthaltene Schüttgut 4 wird über eine Leitung 5 mit Oberluft beaufschlagt und mittels am Auslauf des Aufgabebehälters 2 aus einer weiteren Leitung 6 eingeleiteter Druckluft durch die Förderleitung 1 transportiert. Parallel zu der Förderleitung 1 verläuft eine Nebenleitung 7 die beispielsweise aus einem Gebläse 8 über einen Windkessel 9 mit Druckluft versorgt wird. Die Nebenleitung 7 enthält zwei 3/2-Wegeventile 10a und 10b, deren Stellung von je einem zugeordneten Drucktransmitter 11a und 11b über eine Verbindung 12a bzw. 12b gesteuert wird, bei der es sich um eine pneumatische, eine mechanische Verbindung oder, sofern die Ventile 10 Magnetventile sind, um eine elektrische Verbindung handeln kann. Durch die 3/2-Wegeventile 10a, 10b wird die Nebenleitung 7 in zwei Abschnitte 7a, 7b unterteilt. Von den jeweiligen dritten Anschlüssen der 3/2-Wegeventile 10a, 10b geht je eine Zweigleitung 13a bzw. 13b ab. Jede der Zweigleitungen 13a, 13b ist über Rückschlagventile 14 mit der Förderleitung 1 verbunden. Des weiteren verläuft parallel zu der Förderleitung 1 eine Solldruckleitung 15, deren Anfang über ein von einem weiteren Drucktransmitter 16 gesteuertes Druckminderventil 17 mit der Nebenleitung 7 verbunden ist. Das Ende der Solldruckleitung 15 mündet über ein Drosselventil 18 in den Abscheider 3. Die Drucktransmitter 11a, 11b und 16 arbeiten als Vergleicher und können hierzu beispielsweise - wie schematisch angedeutet - eine Membran enthalten, die auf der einen Seite (der Istdruckseite) mit dem in der Förderleitung 1 herrschenden Druck beaufschlagt werden und auf der anderen Seite (der Solldruckseite) mit dem in der Solldruckleitung 15 am Ort des jeweiligen Transmitters herrschenden SOLL-Druck beaufschlagt werden. Wenn zufolge der in der Förderleitung 1 dargestellten Schüttgutanhäufung 4a der Druck in der Förderleitung stromab von dieser einen Stopfen bildenden Anhäufung abfällt, wird die Membran des Drucktransmitters 11b entsprechend ausgelenkt und schaltet das 3/2-Wegeventil 10b in der Weise um, dass der Nebenleitungsabschnitt 7b abgetrennt und der Nebenleitungsabschnitt 7a statt dessen mit der Zweigleitung 13b verbunden wird, mit der Folge, dass die drei beispielshalber eingezeichneten Rückschlagventile 14 öffnen und die Auflösung des Stopfens 4a bewirken. Da Drucktransmitter an sich bekannte Bauteile sind, kann auf eine weitergehende Erläuterung deren Funktionsprinzipien verzichtet werden. Das Diagramm der Figur 2 veranschaulicht die Druckverhältnisse für den vorstehend beschriebenen Fall der Störung der Förderung in der Förderleitung 1. Auf der Abszisse ist der jeweilige Ort längs der Förderleitung 1 aufgetragen, auf der Ordinate der Druck. Mit PN ist der konstante Druck des Reingases in der Nebenleitung bezeichnet, mit pS der Verlauf des SOLL-Drucks in der Solldruckleitung 15 und mit pF der Verlauf des Drucks in der Förderleitung 1. Der Drucktransmitter 11b erkennt die eingezeichnete Druckdifferenz DELTA p. Durch die Ausführungsform gemäss Figur 3 soll lediglich erläutert werden, dass die Verbindungen zwischen den Zweigleitungen 13a, 13b und der Förderleitung 1 von dem steuernden Drucktransmitter aus gesehen sowohl stromauf (Figur 1) als auch stromab (Figur 3) von diesem Drucktransmitter liegen können.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum pneumatischen Fördern von Schüttgut mittels einer Förderleitung und einer Reingas führenden Nebenleitung, die in Abschnitte unterteilt ist, die voneinander durch Absperrventile getrennt sind, deren jedes von einem Druckfühler gesteuert ist, der den IST-Druck in der Förderleitung mit einem SOLL-Druck vergleicht und bei einem Druckabfall in der Förderleitung das zugeordnete Absperrventil betätigt, das dann den stromabliegenden Teil der Nebenleitung absperrt, während gleichzeitig Reingas von der Nebenleitung in die Förderleitung eingespeist wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckfühler Drucktransmitter ( 11a, 11b) vorgesehen sind, deren Steuerluftanschluss mit einer Solldruckleitung (15) verbunden ist, in der der SOLL-Druck von dem ersten Drucktransmitter (11a) bis zu dem letzten Drucktransmitter (11b) entsprechend dem in der Förderleitung (1)
bei ungestörtem Betrieb sich ergebenden Druckabfall abnimmt, und dass die Absperrventile 3/2-Wegeventile (10a, 10b) sind, mit deren dritten Anschluss jeweils eine Zweigleitung (13a, 13b) verbunden ist, die zwischen dem zugeordneten und dem nächsten benachbarten Drucktransmitter mehrfach mit der Förderleitung (1) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Verbindung zwischen den Zweigleitungen (13a, 13b) und der Förderleitung (1) ein in Richtung der Zweigleitung sperrendes Rückschlagventil (14) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der stromaufseitige Anfang der Solldruckleitung (15) über ein von einem weiteren, am Anfang der Förderleitung (1) angeordneten Drucktransmitter (16) gesteuertes Druckminderventil (17) mit der Nebenleitung (7) verbunden ist.
4.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in die Solldruckleitung (15) stromab von dem letzten Drucktransmitter (11b) ein Drosselventil (18) eingebaut ist.
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