CH674995A5 - - Google Patents
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Description
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CH 674 995 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft einen Antrieb für die Wickler eines Schützeniaders an einer Wellenfachwebmaschine, der zum Zwecke des Wechseins der Spule vor dem Wickler kurzzeitig stillsetzbar ist. Derartige Antriebe besitzen ein von der Hauptwelle angetriebenes Schrittgetriebe, mehrere Zahnradstufen zwischen dem Abtriebsglied des Schrittgetriebes und den Wicklern, wobei in einer dieser Zahnradstufen mehrere miteinander gekoppelte Antriebsräder zur Verteilung der Schrittbewegung auf mehrere Wickler vorgesehen sind.
Durch die DE-PS 2 118 445 ist eine Vorrichtung bekannt geworden, bei der als Schrittgetriebe ein sogenanntes Sterngetriebe eingesetzt wird.
Die Schrittbewegung wird über mehrere Zahnradstufen übersetzt, so, dass während des Bruchteiles einer Hauptwellenumdrehung so viele Fadenwindungen auf die Spule im Schützen aufgebracht werden, dass der Faden für eine Gewebebreite ausreicht.
Während der Rast - ca. 20% einer Hauptwellenumdrehung - wird die volle Spule vor dem Wickler gegen eine leere Spule ausgetauscht.
Zur Sicherung der hohen Schusseintragsfre-quenz sind mehrere Wickler nebeneinander angeordnet, die synchron zueinander arbeiten. Zur Übertragung der bereits übersetzten Schrittbewegung sind in der letzten Zahnradstufe mehrere Antriebsräder in Form von Schraubenrädern vorgesehen, die je ein mit der Wicklerachse starr verbundenes letztes Zahnrad treiben. Durch die Verwendung von Schraubenrädern muss die Übersetzung in dieser Zahnradstufe relativ klein gewählt werden.
Dieser Antrieb ist für den praktischen Betrieb an Wellenfachwebmaschinen nicht brauchbar. Das verwendete Schrittgetriebe - ein Sternradgetriebe - gehört zu den sogenannten zusammengesetzten Getrieben - die bekannterweise, insbesondere in den Übergängen von einem zum anderen Getriebe, eine sehr hohe Präzision oder Justierung erfordern. Andererseits treten gerade in diesen Bereichen sehr hohe Beschleunigungen auf. Diese daraus resultierenden Beschleunigungskräfte nehmen infolge der sehr grossen Übersetzung der Schrittbewegung und infolge der grossen Massen im Bereich der Wickler und der letzten Zahnradstufe nicht beherrschbare Grössen an.
Zum anderen wirkt sich das Spiel, das in diesen Getrieben auch bei sehr präziser Fertigung auftritt, so aus, dass der umlaufende Fadenführer des Wicklers in der Rastphase nicht in der vorgeschriebenen Position stehen bleibt.
Zur Lösung des letztgenannten Problems setzte man deshalb mechanisch steuerbare Sperren oder Arretierungen ein, die jedoch offensichtlich wieder zu zusätzlichen Störungen führen mussten (DE-PS 2 332 440).
Auch der Einsatz anderer Formen von Schrittgetrieben, wie sie in der genannten DE-PS 2 332 440 beschrieben wurden, führte nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Weder ein Kurvengetriebe mit gesteuertem Freilauf für den Rückhub, noch ein Umlaufgetriebe mit einem durch Kurven gesteuerten Steg vermochten das gestellte Problem zu lösen Aus all diesen Gründen wurde bisher praktisch mit dem kontinuierlichen Antrieb für den Wickler gearbeitet. Zur Unterbrechung des Wickelvorganges wurde entweder der Faden vom Wickelfinger abgeworfen (DE 2 118 445) oder die Scheibenspule vom Antrieb gelöst und gebremst.
Sehr zuverlässig arbeitet dabei die Vorrichtung mit dem zurückziehbaren Wickelfinger (DE 2118 445).
Nachteilig ist jedoch, dass es bei dieser Gestaltung des Wicklers äusserst problematisch ist, insbesondere bei weiter steigenden Schusseintragslei-stungen, den Faden definiert an der Scheibenspuie abzulegen.
Das Undefinierte Ablegen führt aber zu relativ grossen Unterschieden in den auf den Spulen befindlichen Fadenlängen. Der Streubereich bestimmt die Grösse des Abfalls am Geweberand. Dieser Abfall erhöht die Kosten des Gewebes.
Das Ziel der Erfindung besteht deshalb darin, den Abfall von Textilmaterial zu reduzieren und gleichzeitig bei hoher Zuverlässigkeit die Schuss-eintragsleistung zu erhöhen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die eingangs definierte Vorrichtung mit diskontinuierlich angetriebenem Wickler so zu gestalten, dass, neben der Anwendung optimaler Bewegungsgesetze für Getriebe und Schussfaden, die Massekräfte der bewegten Elemente auf das Schrittgetriebe auf ein Minimum reduziert werden. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass als Schrittgetriebe ein Kurvenschrittgetriebe mit zwei Kurvenscheiben als Antriebsglied auf der Hauptwelle und mit einem Roilenstern mit je drei um 120" versetzten Rollen pro Kurvenscheibe als Abtriebsglied eingesetzt wird, dass zwischen dem Abtriebsglied und den Wicklern ein mindestens dreistufiges Zahnradgetriebe vorgesehen ist, dessen letzte Übersetzungsstufe ein Durchmesserverhältnis von mindestens 10:1 aufweist, dass den letzten Antriebsrädern mindestens zwei mit je einem Wickler verbundene Abtriebsräder zugeordnet sind und dass die letzte Übersetzungsstufe mindestens zweimal parallel zueinander vorgesehen ist. Damit die Fadenlänge entsprechend der optimalen Gewebebreite oder anderen Erfordernissen variiert werden kann, ist die erste Zahnradstufe als Wechselradstufe mit einem Zwischenrad ausgebildet.
Als vorteilhaft hat sich erwiesen, dass das auf der Abtriebswelle des Schrittgetriebes angeordnete erste Antriebsrad als Wechselrad ausgebildet ist und die Gesamtübersetzung zum Wickler so gewählt ist, dass eine Zahnteilung dieses Wechselrades einer Umdrehung des Wicklers entspricht.
Damit die Fadenführer des Wicklers alle einheitlich in der gleichen Position stehen, wenn die Rastphase erreicht ist, ist mindestens das Lager eines Wicklers entlang des Umfanges seines Antriebsrades einstellbar.
Zweckmässigerweise sind die Wickler und ihre Abtriebsräder als Plastspreizteile ausgeführt.
In gleicher Weise wird die Masse im Bereich der
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hohen Beschleunigung dadurch reduziert, dass die jeweils letzten Antriebsräder als geprägte Scheibenräder ausgebildet sind und ihr Zahnkranz als Plastring angespritzt ist.
Die Ablage der Fadenwindungen auf der Spule wird verbessert, wenn den Wicklern eine Changiervorrichtung zugeordnet ist. Dabei ist es zweckdienlich, die Kurvenscheibe für den Antrieb der Changiervorrichtung auf der Hauptwelle oder auf einer mit ihr synchron laufenden Welle anzuordnen.
Der Vorteil dieser erfindungsgemässen Lösung besteht darin, dass das gesamte Schrittgetriebe, das gesamte Zahnradgetriebe und die Wickler allmählich beschleunigt und verzögert werden können, dass dafür die gesamte Zeit zwischen zwei Rasten genutzt werden kann und dass auch der aufzuwickelnde Faden äusserst schonend behandelt wird. Sowohl der Ruck beim Beschleunigen des Fa-. dens als auch das Nachschiessen am Bewicklungsende ist beseitigt.
Vorrichtungen zum Fixieren des Wicklers in seiner Rastphase und Vorrichtungen zur Vermeidung von Schlingenbildungen am Faden werden vermieden.
Durch die exakte Führung des Fadens über der Spule und die jetzt mögliche Changierung gestatten einen einwandfreien Spulenaufbau und damit auch das Erzielen einheitlicher Fadenlängen in engen Toleranzen. Im Effekt wird der Schützenlader einfacher und effektiver in jeder Hinsicht.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Wickelstation in einer Schnittdarstellung;
Fig. 2 einen Schnitt durch den Wicklerflügel entlang der Linie II-II;
Fig. 3 eine Gesamtansicht des Getriebezuges zwischen Hauptwelle und der Wicklergruppe;
Fig. 4 eine schematische Darstellung des Getriebezuges von der Seite gesehen;
Fig. 5 eine teilweise Schnittdarstellung des treibenden Rades der letzten Getriebestufe.
An der Wellenfachwebmaschine werden die Scheibenspulen des Schützens im Bereich des sogenannten Schützenladers mit einer Fadenlänge bestückt, die für eine Gewebebreite erforderlich ist. Zur Gewährleistung relativ niedriger Fadengeschwindigkeiten bzw. beherrschbare Sprünge in der Fadengeschwindigkeit werden mehrere Wickler parallel zueinander angeordnet und die Schützen seriell der Transportvorrichtung übergeben.
Zum Zwecke des Bewickeins werden die Scheibenspulen aus dem Schützen herausgedrückt und so dem Wickler präsentiert. Wegen des gleichzeitigen Beschickens der Wickler sind diese vorzugsweise in einer Ebene parallel zur Transportvorrichtung angeordnet.
Die Wickler 1 bestehen aus einem Wicklerflügel 2, der aussen eine Fadenführeröse 3 hat, einem Lager 4 für die Achse 7 und einem Abtriebsrad 5 der letzten Zahnradstufe. Der Faden 6 wird durch die hohle Achse 7 der Fadenführeröse 3 an dem Wicklerflügel 2 zugeführt. Zum Zwecke der Changierung der Fadenführeröse ist der Wickler 1 entlang seiner Achse 7 in seiner Gesamtheit mit den Lagern 4 durch einen Changierexzenter auf der Hauptwelle 9 über ein Gestänge 10 und den Changierhebel 11 hin-und herbewegbar. Der Antrieb der Wickler 1 erfolgt über ein Kurvenschrittgetriebe 13, dessen Kurvenscheiben 14; 15 auf der Hauptweile 9 angeordnet sind.
Mit den Kurvenscheiben 14; 15 wirkt ein Rollenstern 16 zusammen, dessen Rollen 17a, b, c um jeweils 120° zueinander versetzt sind und die sich in der Ebene der Kurvenscheibe 14 befinden. Die Rollen 18a, b, c sind zueinander ebenfalls um 120° versetzt, aber gegenüber den Rollen 17a, b, c um 60° verlagert.
Sie stehen der Kurvenscheibe 15 gegenüber. Die Kurvenscheiben 14; 15 sind so gestaltet, dass ihre Nocken nacheinander treibend auf ihre Rollen einwirken und die jeweils nicht treibende Kurve-Rollenpaarung den Zwangslauf des Rollensternes 16 sichert. In dem Winkelbereich a sichern jeweils zwei Rollen 17; 18 eine exakte definierte Rast des Rollensternes 16.
Das Bewegungsgesetz des Rollensternes 16, das ihm die Kurvenscheiben 14; 15 erteilen, sollte in bekannter Weise so gestaltet werden, dass die Beschleunigungs- und Verzögerungsphasen so lang als möglich sind und Beschleunigungsspitzen und -Sprünge vermieden werden.
Es bietet die Möglichkeit, die Übergänge zwischen Rast und Bewegung nach optimalen Bewegungsgesetzen zu gestalten. Der Getriebezug vom Rollenstern 16 zu den Wicklern 19 erfolgt über ein Wechselrad 20 auf der Welle 21 des Rollensternes 16, ein am Hebel 22 gelagertes Zwischenrad 23 und ein erstes Abtriebsrad 24.
Das zweite Antriebsrad 25 treibt über das Abtriebsrad 26 eine Kegelradwelle 27, die mehrere Kegelräder 28 besitzt. Von hier erhalten drei Antriebsräder 29 mit grossem Durchmesser über Kegelräder 30 ihren Antrieb. Jedem dieser Antriebsräder 29 sind in einer Ebene je zwei Wickler 1 mit ihren Abtriebsrädern 5 zugeordnet. Zur Sicherung beherrschbarer Trägheitskräfte an den Kurvenscheiben 14; 15 ist die erste Wechselradgetriebestufe (20; 24) und die zweite Stufe (25; 26) nicht grösser als je 1:3, während die letzte Getriebestufe grösser ist als 1:10.
In der ersten Getriebestufe ist das Wechselrad 20 mit 38 bis 42 Zähnen ausgestattet. Dabei ist die Übersetzung bis zum Wickler 1 so gewählt, dass pro Zahnteilung des Wechselrades 20 der Wickler 1 eine volle Umdrehung ausführt. Das bietet die Möglichkeit, auf Einstellvorgänge am Wickler 1 zu verzichten, wenn die Schussfadenlänge verändert wird. Der Wickler 1 steht nach dem Wechsel des Wechselrades 20 in der Rastphase stets so, dass die Scheibenspule 12 vor dem Wickler 1 problemlos gewechselt werden kann.
Damit auf jeder Scheibenspule 12 die gleiche Fadenlänge gespeichert wird, ist es wichtig, dass die Windungen gleichmässig nebeneinander liegen. Der relativ kleine Abstand der Fadenführeröse von der Spulenoberfläche gestattet es dem Faden nicht,
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dass sich selbständig die Windungen aneinander ablegen.
Aus diesem Grunde wird dem Wickler 1 eine Changierbewegung erteilt. Diese Changierbewegung besteht aus mindestens einem Doppelhub pro Bewicklungszyklus. Diese Changiervorrichtung kann durch eine entsprechende Gestaltung des Changierexzenters 8 im Bereich der Rast so gestaltet werden, dass zusätzlicher Raum für den Spulenwechsel vor dem Wickler 1 geschaffen wird, oder dass das Anwickeln mit höherer Sicherheit erfolgt.
Damit die Wickler 1 während der Rastphase stets die gleiche optimale Position einnehmen, sind diese entlang des Umfanges des letzten Antriebsrades 29 einstellbar.
Zur Reduzierung der Massenkräfte ist es sinnvoll, insbesondere die letzten grossen Antriebsräder 29 in Leichtbauweise zu gestalten. Speichenräder mit angespritztem Plastzahnkranz ergeben dabei eine besonders geringe Masse (Fig. 5). Der Speichenbereich kann dabei aus besonders dünnem, geprägten und gestanztem Blech gefertigt sein.
Anstelle des Kegelradantriebes 28/30 für alle Antriebsräder 29 können auch Zwischenräder zwischen den benachbarten Antriebsrädern 29 angeordnet sein.
Claims (7)
1. Antrieb für die Wickler eines Schützenladers an einer Wellenfachwebmaschine, der zum Zwecke des Wechseins der Spule von dem Wickler kurzzeitig stillsetzbar ist, mit einem von der Hauptwelle angetriebenen Schrittgetriebe mit mehreren Zahnradstufen zwischen dem Abtriebsglied des Schrittgetriebes und den Wicklern, wobei in einer dieser Zahnradstufen mehrere miteinander gekoppelte Antriebsräder zur Verteilung der Schrittbewegung auf mehrere Wickler vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass als Schrittgetriebe ein Kurvenschrittgetriebe (13) mit zwei Kurvenscheiben (14; 15) als Antriebsglied auf der Hauptwelle und mit einem Rollenstern (16) mit je drei um 120° versetzten Rollen (17; 18) pro Kurvenscheibe (14; 15) als Abtriebsglied eingesetzt ist, dass zwischen dem Abtriebsglied und den Wicklern (1) ein mindestens 3-stufiges Zahnradgetriebe (20 bis 30) vorgesehen ist, dessen letzte Übersetzungsstufe ein Durchmesserverhältnis von mindestens 10:1 aufweist, dass den letzten Antriebsrädern (29) je zwei mit je einem Wickler (1) verbundene Abtriebsräder (5) zugeordnet sind und dass die letzte Übersetzungsstufe (29; 5) mindestens zweimal parallel zueinander vorgesehen ist.
2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Zahnradstufe (20; 24) als Wechselradstufe mit einem Zwischenrad (23) ausgebildet ist.
3. Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsrad (20) der Wechselradstufe auf der Abtriebswelle (21) des Kurvenschrittgetriebes (13) gelagert ist und die Übersetzung zum Wickler (1) und der Modul so gewählt sind,
dass eine Zahnteilung dieses Antriebsrades (20) einer Umdrehung des Wicklers (1) entspricht.
4. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens das Lager (4) eines Wicklers (1) pro Antriebsrad (29) der letzten Stufe in Umfangsrichtung seines Antriebsrades (29) einstellbar ist.
5. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickler (1 ) und ihre Abtriebsräder (5) als Plastspritzteile ausgeführt sind.
6. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die letzten Antriebsräder (29) als geprägte Scheibenräder ausgebildet sind, deren Zahnkranz als Plastring angespritzt ist.
7. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass den Wicklern (1) eine Changiervorrichtung (8; 10; 11) zugeordnet ist und dass diese eine Kurvenscheibe (8) aufweist, die auf der Hauptwelle (9) gelagert ist.
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